Amazon-Fashion Hier klicken Lego City Bestseller 2016 Cloud Drive Photos LP2016 Learn More naehmaschinen Hier klicken Mehr dazu Fire Mehr dazu AmazonMusicUnlimitedFamily GC HW16
Profil für K.H. Friedgen > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von K.H. Friedgen
Top-Rezensenten Rang: 243
Hilfreiche Bewertungen: 5644

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
K.H. Friedgen "friedgen" (Burgbrohl, Rheinland)
(TOP 500 REZENSENT)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
pixel
Brahms:Symphony No.2
Brahms:Symphony No.2
Wird angeboten von samurai media
Preis: EUR 20,98

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brahms mit französischem Esprit, 4. Dezember 2016
Rezension bezieht sich auf: Brahms:Symphony No.2 (Audio CD)
Es geschehen noch Zeichen und Wunder: Endlich ist diese herausragende Interpretation der zweiten Brahms-Symphonie wieder auf dem Markt. Sie hat leider, zumindest bei uns in Deutschland, nie die Beachtung gefunden, die sie eigentlich verdient hätte.
Nun hat Decca Japan, die schon so manche lange entbehrte Kostbarkeit wieder ans Tageslicht befördert hat, sie in repräsentativer Aufmachung wieder aufgelegt.
Der französische Meisterdirigent Pierre Monteux (1875-1964) fühlte sich gerade zu diesem Werk besonders hingezogen. Davon zeugen zwei Einspielungen, eine aus San Francisco mit dem dortigen Symphonie-Orchester (RCA, 1951) und die hier nun wieder vorgelegte mit den Wiener Philharmonikern von 1959. Natürlich hat die neuere Decca-Produktion den unüberhörbaren Vorteil der technischen Überlegenheit, wurde sie doch schon in gut klingendem Stereo aufgezeichnet, während die ältere aus San Francisco klanglich leider mit erheblichen Mängeln befrachtet ist und zudem stark rauscht.
Besonders ist an der vorliegenden Aufnahme zu rühmen, daß Monteux im Kopfsatz die Exposition wiederholen läßt, was die meisten seiner Kollegen nicht tun. Dadurch gewinnt der Satz erst die richtigen Proportionen und das Gewicht, das ihm zukommt. Zudem interpretiert der große Franzose das Werk mit einer herrlichen, beinahe südlichen Leichtigkeit und Frische, was seinen Rang als die eingängigste und an wenigsten mit nordischer Schwere befrachtete Symphonie von Johannes Brahms eindrucksvoll unterstreicht.
Darum ist diese Neuauflage lebhaft zu begrüßen. Wer den norddeutschen Brahms einmal mit französischem Esprit angereichert erleben möchte, der ist hier an der richtigen Adresse.
Als Ergänzung gibt es noch die lange vergriffenen Auszüge aus Mendelssohns "Sommernachtstraum", eine höchst willkommene Zugabe, denn auch hier fördert der Dirigent Feinheiten zutage, die vielen seiner Kollegen entschlüpfen. Monteux läßt ganz entspannt und mit der ihm eigenen Clarté aufspielen. Die Symphonie wurde 1959 aufgenommen, während die Mendelssohn-Auszüge bereits 1957 entstanden, und zwar in den Sofiensälen Wien. Man hört das den Aufnahmen aber nicht an, sie erklingen nach digitaler Neuabmischung in transparenter, fast rauschfreier Stereo-Qualität. Eine willkommene Neuauflage.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 9, 2016 8:25 PM CET


Beethoven:Complete Symphonies
Beethoven:Complete Symphonies
Wird angeboten von samurai media
Preis: EUR 233,03

5.0 von 5 Sternen In memoriam Pierre Monteux, 4. Dezember 2016
Rezension bezieht sich auf: Beethoven:Complete Symphonies (Audio CD)
Alle Aufnahmen des bedeutenden französischen Dirigenten Pierre Monteux (1875-1964) verdienen eine angemessene Würdigung. Bekannt und berühmt wurde er vor allem für seine Auslegungen der Werke französischer Komponisten sowie der Musik des 20. Jahrhunderts. Im Jahr 1913 leitete er in Paris die berühmt-berüchtigte Uraufführung von Igor Strawinskis "Le Sacre du Printemps", bei der es zu einem Skandal kam, der in der Musikgeschichte seinesgleichen sucht.
Es darf aber nicht vergessen werden, daß Monteux zeitlebens auch den Werken der Wiener Klassik seine besondere Aufmerksamkeit widmete. So nahm er zwischen 1957 und 1961 sämtliche Beethoven-Sinfonien auf, und zwar Nr. 1, 3, 6 und 8 mit den Wiener Philharmonikern, und kurzzeitig später Nr. 2, 4, 5 und 7 mit dem London Symphony Orchestra, dessen Leitung er im Jahr 1961 übernommen hatte. Die Wiener Reihe erschien ursprünglich bei RCA, während die Londoner Aufnahmen von DECCA veröffentlicht wurden. Später übernahm die Decca auch die Produktionen mit den Wiener Philharmonikern, nachdem die langjährige Zusammenarbeit mit RCA beendet worden war. Zusätzlich nahm Monteux für das kleine, aber feine Label Westminster noch Beethovens Neunte auf, im Jahr 1962. Inzwischen ist der Westminster-Katalog ebenfalls im Hause Universal gelandet, so daß nun endlich einer Gesamtausgabe der Beethoven-Sinfonien mit Pierre Monteux nichts mehr im Wege stand, die nun hier in einer schönen Kassette vorliegt.
Sofort ist man angetan von der herzerfrischenden Art, mit der Monteux Beethovens Meisterwerke zum Leben erweckt. In keinem Augenblick kann der Dirigent seine französische Nationalität verleugnen.
Beginnen will ich mit den Londoner Aufnahmen. Die Nrn. 2 und 4, aus dem Jahr 1960, erklingen so unverbraucht, daß man an manchen Stellen meint, sie zum ersten Mal zu hören, während die berühmte Fünfte (1961) mit viel Esprit, ohne jedes Pathos und völlig unpretentiös dargeboten wird. Ähnlich überzeugend ist die bacchantische Siebente aus dem gleichen Jahr gelungen, für mich sogar ein Höhepunkt der Serie. Man höre nur den mitreißenden, beinahe überschäumenden Schlußsatz!
Die Wiener Aufnahmeserie begann 1957 mit der "Eroica", die in vielen Teilen an die unvergessenen Auslegungen des Werkes von Erich Kleiber und Arturo Toscanini erinnert. Auch Monteux wählt lebhafte Tempi und hält sie unbeirrt durch. Der berühmte Trauermarsch läßt keinen Augenblick einen Zweifel aufkommen, daß es sich um einen Marsch handelt und nicht um ein kaum von der Stelle sich bewegendes Trauerkondukt.
Schöner als Monteux es bewerkstelligt, kann man die "kleinen" Sinfonien Nr. 1 und Nr. 8 nicht darbieten. In ihrer unverbrauchten Frische überzeugt, ja überwältigt seine Lesart vom ersten bis zum letzten Takt. Lebendigkeit und feinsinniger Humor zeichnen sie aus. Sie wurden 1960 aufgezeichnet.
Die naturselige Sechste von 1958 wird in ihrem pastoralen Charakter von dem Franzosen klar erfaßt. Die "Szene am Bach" ist reine Poesie; man fühlt sich in eine unberührte Frühlingswelt versetzt, die Zeit und Raum vergessen macht. Das Wiener Spitzenorchester spielt ganz wunderbar und bleibt seinem Dirigenten nicht die kleinste und feinste Nuance schuldig.
Die Neunte schließlich, die wieder von den Londonern dargeboten wird, fällt leider aufnahmetechnisch gegenüber den originalen RCA- und Decca-Aufnahmen ein wenig ab, hält aber interpretatorisch ebenfalls hohes Niveau. Höhepunkt ist der herrlich fließende, ganz unmaniriert gestaltete dritte Satz "Adagio molto e cantabile".
Der "London Bach Choir" singt gut, ist aber nicht sonderlich stark besetzt. Das Solistenquartett weist mit Elisabeth Söderström (Sopran), Regina Resnik (Alt), Jon Vickers (Tenor) und David Ward (Baß) hervorragende Künstler auf, die mit Freude bei der Sache sind.
So wollen wir uns freuen, endlich eine Gesamtaufnahme mit dem unvergessenen französischen Meister zu besitzen. Die Ausgabe bietet noch einige willkommene "Zugaben", nämlich drei Ouvertüren, zu "Fidelio", "Egmont" und "König Stephan", sowie die 1962 für das Philips-Label produzierte "Eroica" mit dem Concertgebouw-Orchester Amsterdam, die klangtechnisch der 1957 entstandenen Wiener Aufnahme deutlich überlegen ist. Musikalisch hat sie mehr oder weniger die gleichen Vorzüge aufzuweisen.
Das Beiheft ist zwar nicht sonderlich üppig ausgefallen, aber immerhin bietet es gute Informationen.
Zum Schluß noch etwas Charakteristisches und zugleich Erheiterndes über Monteux: 1961 hat der Dirigent, 86-jährig, die Leitung des London Symphony Orchestra übernommen. Bei Vertragsabschluß bestand er ausdrücklich auf einer Laufzeit von 25 Jahren, mit Option auf Verlängerung! - Leider hat er seinen Vertrag nur noch knapp drei Jahre erfüllen können. Pierre Monteux starb am 1. Juli 1964 in Hancock, USA.


Beethoven: Nine Symphonies by PIERRE MONTEUX (2015-05-04)
Beethoven: Nine Symphonies by PIERRE MONTEUX (2015-05-04)

5.0 von 5 Sternen In memoriam Pierre Monteux, 4. Dezember 2016
Alle Aufnahmen des bedeutenden französischen Dirigenten Pierre Monteux (1875-1964) verdienen eine angemessene Würdigung. Bekannt und berühmt wurde er vor allem für seine Auslegungen der Werke französischer Komponisten sowie der Musik des 20. Jahrhunderts. Im Jahr 1913 leitete er in Paris die berühmt-berüchtigte Uraufführung von Igor Strawinskis "Le Sacre du Printemps", bei der es zu einem Skandal kam, der in der Musikgeschichte seinesgleichen sucht.
Es darf aber nicht vergessen werden, daß Monteux zeitlebens auch den Werken der Wiener Klassik seine besondere Aufmerksamkeit widmete. So nahm er zwischen 1957 und 1961 sämtliche Beethoven-Sinfonien auf, und zwar Nr. 1, 3, 6 und 8 mit den Wiener Philharmonikern, und kurzzeitig später Nr. 2, 4, 5 und 7 mit dem London Symphony Orchestra, dessen Leitung er im Jahr 1961 übernommen hatte. Die Wiener Reihe erschien ursprünglich bei RCA, während die Londoner Aufnahmen von DECCA veröffentlicht wurden. Später übernahm die Decca auch die Produktionen mit den Wiener Philharmonikern, nachdem die langjährige Zusammenarbeit mit RCA beendet worden war. Zusätzlich nahm Monteux für das kleine, aber feine Label Westminster noch Beethovens Neunte auf, im Jahr 1962. Inzwischen ist der Westminster-Katalog ebenfalls im Hause Universal gelandet, so daß nun endlich einer Gesamtausgabe der Beethoven-Sinfonien mit Pierre Monteux nichts mehr im Wege stand, die nun hier in einer wohlfeilen Kassette vorliegt.
Sofort ist man angetan von der herzerfrischenden Art, mit der Monteux Beethovens Meisterwerke zum Leben erweckt. In keinem Augenblick kann der Dirigent seine französische Nationalität verleugnen.
Beginnen will ich mit den Londoner Aufnahmen. Die Nrn. 2 und 4, aus dem Jahr 1960, erklingen so unverbraucht, daß man an manchen Stellen meint, sie zum ersten Mal zu hören, während die berühmte Fünfte (1961) mit viel Esprit, ohne jedes Pathos und völlig unpretentiös dargeboten wird. Ähnlich überzeugend ist die bacchantische Siebente aus dem gleichen Jahr gelungen, für mich sogar ein Höhepunkt der Serie. Man höre nur den mitreißenden, beinahe überschäumenden Schlußsatz!
Die Wiener Aufnahmeserie begann 1957 mit der "Eroica", die in vielen Teilen an die unvergessenen Auslegungen des Werkes von Erich Kleiber und Arturo Toscanini erinnert. Auch Monteux wählt lebhafte Tempi und hält sie unbeirrt durch. Der berühmte Trauermarsch läßt keinen Augenblick einen Zweifel aufkommen, daß es sich um einen Marsch handelt und nicht um ein kaum von der Stelle sich bewegendes Trauerkondukt.
Schöner als Monteux es bewerkstelligt, kann man die "kleinen" Sinfonien Nr. 1 und Nr. 8 nicht darbieten. In ihrer unverbrauchten Frische überzeugt, ja überwältigt seine Lesart vom ersten bis zum letzten Takt. Lebendigkeit und feinsinniger Humor zeichnen sie aus. Sie wurden 1960 aufgezeichnet.
Die naturselige Sechste von 1958 wird in ihrem pastoralen Charakter von dem Franzosen klar erfaßt. Die "Szene am Bach" ist reine Poesie; man fühlt sich in eine unberührte Frühlingswelt versetzt, die Zeit und Raum vergessen macht. Das Wiener Spitzenorchester spielt ganz wunderbar und bleibt seinem Dirigenten nicht die kleinste und feinste Nuance schuldig.
Die Neunte schließlich, die wieder von den Londonern dargeboten wird, fällt leider aufnahmetechnisch gegenüber den originalen RCA- und Decca-Aufnahmen ein wenig ab, hält aber interpretatorisch ebenfalls hohes Niveau. Höhepunkt ist der herrlich fließende, ganz unmaniriert gestaltete dritte Satz "Adagio molto e cantabile".
Der "London Bach Choir" singt gut, ist aber nicht sonderlich stark besetzt. Das Solistenquartett weist mit Elisabeth Söderström (Sopran), Regina Resnik (Alt), Jon Vickers (Tenor) und David Ward (Baß) hervorragende Künstler auf, die mit Freude bei der Sache sind.
So wollen wir uns freuen, endlich eine Gesamtaufnahme mit dem unvergessenen französischen Meister zu besitzen. Die Ausgabe bietet noch einige willkommene "Zugaben", nämlich drei Ouvertüren, zu "Fidelio", "Egmont" und "König Stephan", sowie die 1962 für das Philips-Label produzierte "Eroica" mit dem Concertgebouw-Orchester Amsterdam, die klangtechnisch der 1957 entstandenen Wiener Aufnahme deutlich überlegen ist. Musikalisch hat sie mehr oder weniger die gleichen Vorzüge aufzuweisen.
Leider ist das Textbuch recht schmal ausgefallen und außerdem, wie bei allen Ausgaben in dieser Serie, nur in englischer Sprache abgefaßt.
Zum Schluß noch etwas Charakteristisches und zugleich Erheiterndes über Monteux: 1961 hat der Dirigent, 86-jährig, die Leitung des London Symphony Orchestra übernommen. Bei Vertragsabschluß bestand er ausdrücklich auf einer Laufzeit von 25 Jahren, mit Option auf Verlängerung! - Leider hat er seinen Vertrag nur noch knapp drei Jahre erfüllen können. Pierre Monteux starb 1964 in Hancock, USA.


Beethoven:Symphonies 1/3/6/8
Beethoven:Symphonies 1/3/6/8

5.0 von 5 Sternen In memoriam Pierre Monteux, 4. Dezember 2016
Rezension bezieht sich auf: Beethoven:Symphonies 1/3/6/8 (Audio CD)
Diese Beethoven-Aufnahmen, produziert in den Wiener Sofiensälen zwischen 1957 und 1960, sollte man sich nicht entgehen lassen. Besonders die 1. und 6. Symphonie werden in beglückender Weise, mit echt "lateinischer Klarheit", dargeboten.
Pierre Monteux (1875-1964) war ohnehin ein großartiger Dirigent; keine mir bekannte Einspielung von ihm ist enttäuschend. Lange Zeit waren in den internationalen Katalogen nur noch wenige Aufnahmen des großen Franzosen verzeichnet. Das hat sich zum Glück in den letzten Jahren sehr geändert. Vor allem die australische Niederlassung der DECCA hat eine ganze Reihe von Neuauflagen herausgebracht, und die RCA wartet seit einiger Zeit mit einer kompletten Edition auf, die sämtliche Aufnahmen des Dirigenten enthält, die er für diese Firma getätigt hat.
Vorliegenden Aufnahmen meint man die französische Mentalität des Dirigenten anzumerken, so leicht, so beschwingt und lebensbejahend sind die Werke selten dargestellt worden. Die Tempi sind frisch und lebhaft, aber keineswegs übereilt, und Artikulation und rhythmische Genauigkeit können nur als vorbildlich bezeichnet werden. Besonders fallen die Trios "ins Ohr", sie setzen sich tempomäßig deutlich vom übrigen Satzgefüge ab.
Das Beiheft hat mich allerdings etwas enttäuscht: Wer diese Doppel-CD kauft, dem dürfte mehr an Informationen über den Dirigenten und Details über die Begleitumstände der Aufnahmen gelegen sein als an einer Werkbeschreibung der Symphonien. Doch davon kein Wort. Schade. Aber trotzdem: Wer Monteux "at his best" erleben will, sollte hier zugreifen. Klanglich sind die frühen Stereo-Produktionen übrigens erfreulich aufgefrischt worden.


Berlioz:Symphonie Fantastique
Berlioz:Symphonie Fantastique

5.0 von 5 Sternen Vornehme Zurückhaltung, 4. Dezember 2016
Rezension bezieht sich auf: Berlioz:Symphonie Fantastique (Audio CD)
Der französische Meisterdirigent Pierre Monteux (1875-1964) hat uns aus seinem breiten Repertoire eine Reihe unvergänglicher Interpretationen hinterlassen, die leider großenteils am Markt nur noch schwer oder gar nicht mehr erhältlich sind.
Auch die hier wieder vorgelegte Aufnahme der Symphonie Fantastique op. 14 von Hector Berlioz wurde nach meinem Kenntnisstand nur kurzzeitig auf dem Billig-Label "Belart" als CD vertrieben. Seit einiger Zeit gibt es sie aber auch in der Serie "eloquence" der australischen Niederlassung der DECCA. Und nun veröffentlicht Decca Japan sie erneut, in einer aufwendigen Edition, die den Sammlern besonders willkommen sein mag.
Monteux zeichnet mit den Wiener Philharmonikern ein eher ungewohntes, aber nichtsdestoweniger eindrucksvolles Bild des revolutionären Stückes. Sein Dirigat zeichnet sich durch vornehme Zurückhaltung aus, denn er scheint sich ganz offensichtlich mehr "von den nachdenklichen und farblichen Partien des Werkes angezogen zu fühlen, als von den schroffen und satanischen, denen er deutlich Zügel anlegt", wie es in einer alten Kritik der ersten LP-Ausgabe zu lesen war. Der Interpretationsansatz des Franzosen unterscheidet sich damit grundlegend von den berühmten Auslegungen, die z.B. Markevitch (DGG), Davis (Philips), Munch (RCA), Solti (Decca) oder Muti (EMI) zur Diskussion gestellt haben und die viel mehr von dem Ausnahmecharakter dieser Musik ins Spiel bringen. Dadurch bildet Monteux einen geradezu idealen Gegenpol zu der gleichfalls vom "Mainstream" abweichenden, völlig andersartigen, aber ebenso eigenwilligen Deutung von Otto Klemperer (EMI), der das Werk schwerblütig und mit unnachahmlicher Strenge, aber tief durchgeistigt und mit analythischer Schärfe ausgeleuchtet hat. Der französische Meisterdirigent dagegen stattet es mit einer wunderbar fließenden Eleganz aus, ohne vor allem den beiden Schlußsätzen die ihnen innewohnende Dramatik zu beschneiden. Effekthascherei ist nicht seine Sache, die Klarlegung thematisch-musikalischer Verläufe ist ihm deutlich wichtiger als "dämonisches" Spektakel. Das macht seine Aufnahme so kostbar und unverwechselbar.
Die Aufnahme entstand im Oktober 1958 in den berühmten Wiener Sofiensälen und klingt nach erneuter Digitalisierung in bester Stereo-Qualität. Das Beiheft ist allerdings für europäische Musikfreunde wenig hilfreich.


Brahms - "Double Concerto" for Violin & Cello in A minor, Op.102 / Beethoven - "Triple Concerto" for Violin , Cello & Piano in C major - David Oistrakh, Rostropovich, Richter, Karajan, Szell
Brahms - "Double Concerto" for Violin & Cello in A minor, Op.102 / Beethoven - "Triple Concerto" for Violin , Cello & Piano in C major - David Oistrakh, Rostropovich, Richter, Karajan, Szell

5.0 von 5 Sternen Katalog-Klassiker, 3. Dezember 2016
Man kann die Koppelung dieser beiden Werke weiß Gott nicht als originell bezeichnen, gibt es sie doch mit allen möglichen Künstlern und von praktisch allen Plattenfirmen. Es sind vielmehr die außergewöhnlichen Interpretationen sowie die Weltklasse-Künstler, die diese CD zum begehrten Sammlerobjekt und zu einem Katalog-Klassiker werden ließen.
Der ursprünglichen LP-Ausgabe von Beethovens Tripelkonzert war damals ein ausführlicher Beitrag mitgegeben, dem man entnehmen konnte, welche enormen politischen und logistischen Stolpersteine überwunden werden mußten, bevor der britische EMI-Produzent Peter Andry mitten im Kalten Krieg im geteilten Berlin mit der Aufnahme beginnen konnte. Schließlich waren nicht weniger als drei sowjetische Meistersolisten an der Einspielung maßgeblich beteiligt, die zusammen mit Herbert von Karajan und den Berliner Philharmonikern in der Jesus-Christus-Kirche in Berlin-Dahlem im September 1969 endlich realisiert werden konnte. Die Mühen waren aber nicht umsonst, denn Svjatoslav Richter (Klavier), David Oistrach (Violine) und Mstislav Rostropovitch (Cello) haben im Verein mit dem Berliner Eliteorchester eine großartige Leistung vollbracht, eine Interpretation von einzigartiger Kultur, die Zeugnis ablegt von einem schier mirakulösen Zusammenspiel. Man höre nur das wundervolle, der Welt entrückte Largo, das für mich den Höhepunkt der Einspielung darstellt.
Trotzdem will ich nicht unterschlagen, daß gerade diese Aufnahme seit ihrem ersten Erscheinen sehr kontrovers beurteilt wird. So listet sie z.B. der Londoner Musikkritiker Norman Lebrecht in seinem Buch "Ausgespielt" unter die "20 Aufnahmen, die nie hätten gemacht werden sollen" und nennt sie "ein Beispiel wie aus dem Lehrbuch für mangelnde musikalische Kommunikation", während die englische Moderatorin und Redakteurin des "BBC Music Magazine", Harriet Smith, zu ganz anderen Eindrücken kommt: "..... Unzulänglichkeiten gibt es in dieser Aufnahme nicht. Drei feurige russische Solisten und die Berliner Philharmoniker unter Karajans Leitung ..... dieses Trio strahlt vor gemeinsamer Lebensfreude, und Karajan sorgt für gefühlvollste Begleitung. In solchen Händen kommt nie der leiseste Zweifel an der Großartigkeit dieses Werkes auf." So unterschiedlich können Experten urteilen!
Es ist auch bekannt, daß sich vor allem Svjatoslav Richter später negativ über diese Aufnahme geäußert hat, weil er mit Karajans Dominanz Probleme hatte, der vor allem wenig nachträgliche Änderungen gestattete und stattdessen den Termin für das Titelfoto für wichtiger hielt, und genau dieses Foto fand der Pianist scheußlich und unangemessen. Trotzdem glaube ich, daß diese Aufnahme durchaus ihre Meriten hat und in den Katalogen verbleiben wird, so lange es überhaupt Tonträger zu kaufen gibt.
Wenige Monate früher, im Mai 1969, entstand in Cleveland/USA die Aufnahme des Doppelkonzertes von Johannes Brahms, in dem wiederum David Oistrach und Mstislav Rostropovitch durch virtuoses, wunderbar aufeinander abgestimmtes Zusammenspiel glänzen, und der ungarische Meisterdirigent George Szell feuert sein auf ihn eingeschworenes Cleveland Orchestra mit gewohnter Perfektion zu einer Begleitung an, wie man sie sich optimaler und schlackenloser gar nicht vorstellen kann.
Beide Produktionen bezeugen eindrucksvoll, daß sich auch Weltstars nicht unbedingt primadonnenhaft in den Vordergrund spielen, wenn der ernsthafte Wille zum "Dienst am Werk" vorhanden ist und Orchesterleiter vom Rang eines Herbert von Karajan oder George Szell es verstehen, Solisten und Orchester zu einer Einheit zusammenzuschweißen.
Die originalen EMI-Aufnahmen sind technisch hervorragende Meisterleistungen. Bei der vorliegenden Ausgabe handelt es sich allerdings um eine Billig-Kopie des Labels "Olympia", die nicht in meinem Besitz ist. Deshalb kann ich keine Aussage über die technische Beschaffenheit dieser CD machen. Ich würde dazu raten, lieber zu einer der diversen EMI-Ausgaben zu greifen, die z.T. günstig zu haben sind.


Tripelkonzert / Klaviersonate op. 31/2
Tripelkonzert / Klaviersonate op. 31/2
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 27,42

5.0 von 5 Sternen Katalog-Klassiker, 3. Dezember 2016
Eine Aufnahme, die Geschichte geschrieben hat: Der ursprünglichen LP-Ausgabe von Beethovens Tripelkonzert war damals ein ausführlicher Beitrag mitgegeben, dem man entnehmen konnte, welche enormen politischen und logistischen Stolpersteine überwunden werden mußten, bevor der britische EMI-Produzent Peter Andry mitten im Kalten Krieg im geteilten Berlin mit der Produktion beginnen konnte. Schließlich waren nicht weniger als drei sowjetische Meistersolisten an der Einspielung maßgeblich beteiligt, die zusammen mit Herbert von Karajan und den Berliner Philharmonikern in der Jesus-Christus-Kirche in Berlin-Dahlem im September 1969 endlich realisiert werden konnte. Die Mühen waren aber nicht umsonst, denn Svjatoslav Richter (Klavier), David Oistrach (Violine) und Mstislav Rostropovitch (Cello) haben im Verein mit dem Berliner Eliteorchester eine großartige Leistung vollbracht, eine Interpretation von einzigartiger Kultur, die Zeugnis ablegt von einem schier mirakulösen Zusammenspiel. Man höre nur das wundervolle, der Welt entrückte Largo, das für mich den Höhepunkt der Einspielung darstellt.
Trotzdem will ich nicht unterschlagen, daß gerade diese Aufnahme seit ihrem ersten Erscheinen sehr kontrovers beurteilt wird. So listet sie z.B. der Londoner Musikkritiker Norman Lebrecht in seinem Buch "Ausgespielt" unter die "20 Aufnahmen, die nie hätten gemacht werden sollen" und nennt sie "ein Beispiel wie aus dem Lehrbuch für mangelnde musikalische Kommunikation", während die englische Moderatorin und Redakteurin des "BBC Music Magazine", Harriet Smith, zu ganz anderen Eindrücken kommt: "..... Unzulänglichkeiten gibt es in dieser Aufnahme nicht. Drei feurige russische Solisten und die Berliner Philharmoniker unter Karajans Leitung ..... dieses Trio strahlt vor gemeinsamer Lebensfreude, und Karajan sorgt für gefühlvollste Begleitung. In solchen Händen kommt nie der leiseste Zweifel an der Großartigkeit dieses Werkes auf." So unterschiedlich können Experten urteilen!
Es ist auch bekannt, daß sich vor allem Svjatoslav Richter später negativ über diese Aufnahme geäußert hat, weil er mit Karajans Dominanz Probleme hatte, der vor allem wenig nachträgliche Änderungen gestattete und stattdessen den Termin für das Titelfoto für wichtiger hielt, und genau dieses Foto fand der Pianist scheußlich und unangemessen. Trotzdem glaube ich, daß diese Aufnahme durchaus ihre Meriten hat und in den Katalogen verbleiben wird, so lange es überhaupt Tonträger zu kaufen gibt.
Die Koppelung mit Beethovens "Sturm"-Sonate ist von nicht geringem Reiz, handelt es sich doch um eine ausgereifte, in allen Belangen souverän und mit überlegener Virtuosität gestaltete Aufnahme Richters, die in keiner guten Klassik-Diskothek fehlen sollte. Sie entstand 1961 in London und gehört auf eine Stufe mit den berühmten Versionen von Gulda (Amadeo), Gilels (DGG) und Arrau (Philips). Eine wertvolle "Zugabe".
Die Klangqualität beider Werke ist in Ordnung, und ein mehrsprachiges Beiheft rundet die Ausgabe wirkungsvoll ab.


Sibelius:Symphony No.2 (Shm-CD
Sibelius:Symphony No.2 (Shm-CD
Wird angeboten von samurai media
Preis: EUR 37,28

5.0 von 5 Sternen Ein großartiges Monteux-Dokument, 2. Dezember 2016
Rezension bezieht sich auf: Sibelius:Symphony No.2 (Shm-CD (Audio CD)
Pierre Monteux (1875-1964) gilt als eine der herausragenden und vor allem sympathischsten Musikerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Darum ist es höchst erfreulich, daß die Decca zumindest einige seiner legendären Aufnahmen nach und nach wieder veröffentlicht.
So auch die hier wieder vorgelegte zweite Sinfonie von Jean Sibelius, die Monteux im Juni 1958 mit dem bestens disponierten London Symphony Orchestra, dessen künstlerischer Leiter er viele Jahre war, aufgezeichnet hat. Obwohl Sibelius' Werke nie im Zentrum seines Wirkens standen, ist ihm hier eine Interpretation gelungen, die zu den bedeutendsten zählt, die es auf dem reich bestückten Tonträgermarkt gibt. Mit wunderbarer Ausgeglichenheit und spürbarem Engagement geht Monteux zu Werke, er läßt die große Linie nie außer Acht und hält sich peinlich genau an die Vorgaben des Komponisten. So spannt er das ganze Werk unten einen großartigen Bogen, dessen Spannung keinen Augenblick nachläßt. Besonders hervorzuheben sind der nuancenreiche langsame Satz "Tempo andante" und die großartige Schlußsteigerung des Finale, die ich selten so herrlich ausgespielt gehört habe. Man kann ohne zu zögern seine Auslegung denen von Ormandy (CBS, 1957), Karajan (EMI, 1960) und Szell (Philips, 1964) an die Seite stellen, und das sind Dirigenten, die sich im Gegensatz zu Monteux lebenslang mit den Sibelius-Sinfonien intensiv auseinandergesetzt haben. Das britische Musikmagazin "Classical Music Guide" stuft in seiner Ausgabe von 2007 diese Monteux-Aufnahme als "highly recommended" ein, direkt nach der oben genannten legendären Ormandy-Produktion.
Interessant ist es übrigens zu erfahren, daß Monteux im Jahr 1960 auch die 1. Sinfonie von Sibelius für Decca, ebenfalls mit dem LSO, eingespielt hat, doch diese Aufnahme ist bis heute aus unerfindlichen Gründen nie veröffentlicht worden, weder auf LP noch auf CD.
Komplettiert wird die CD mit den bekannten Sibelius-Stücken "Der Schwan von Tuonela" sowie seinem wohl populärsten Werk, der Tondichtung "Finlandia", einer musikalischen Huldigung an seine Heimat. Es spielt das Orchestre de la Suisse Romande; der Dirigent ist Horst Stein. Es sind keine spektakulären Aufnahmen, was bei den doch recht abgedroschenen Stücken auch nicht zu erwarten war, aber es sind grundsolide Interpretationen, die sich hören lassen können.


Beethoven:Symphonies 2/4/5/7
Beethoven:Symphonies 2/4/5/7

5.0 von 5 Sternen Monteux als Beethoven-Dirigent, 2. Dezember 2016
Rezension bezieht sich auf: Beethoven:Symphonies 2/4/5/7 (Audio CD)
Alle Aufnahmen von Pierre Monteux (1875-1964), diesem liebenswürdigen, unvergessenen Franzosen, verdienen eine angemessene Würdigung. An anderer Stelle habe ich schon die Beethoven-Symphonien Nr. 1, 3, 6 und 8, gespielt mit den Wiener Philharmonikern, gepriesen.
Nicht lange danach hat Monteux auch die Symphonien Nr. 2, 4, 5 und 7 für DECCA eingespielt (1960/61), diesmal mit dem London Symphony Orchestra, so daß dieses 2 CD-Album eine willkommene Ergänzung der Wiener Reihe darstellt. Wieder ist man angetan von der herzerfrischenden Art, mit der Monteux Beethovens Meisterwerke zum Leben erweckt. Nr. 2 und Nr. 4 erklingen so unverbraucht, daß man an manchen Stellen meint, sie zum ersten Mal zu hören, und die "abgedroschene" Fünfte wird mit viel Esprit, ohne jedes Pathos und völlig unpretentiös dargeboten, so daß sie völlig unverbraucht, fast "wie neu" erklingt. Die Siebente ist ähnlich überzeugend gelungen, für mich sogar ein Höhepunkt der Serie. Man höre nur den bacchantischen Schlußsatz!
Seine französische Nationalität kann der Dirigent in keinem Takt verleugnen. Die fehlende Neunte ist, ebenfalls mit dem LSO und guten Solisten, in der Westminster-Reihe der DGG wiederveröffentlicht worden. Dies als Tip für alle Monteux-Verehrer, die seinen Beethoven-Zyklus komplett haben möchten.
Die Textbeilage ist nicht sonderlich aufschlußreich; vor allem vermißt der Sammler Informationen über die Entstehung der Aufnahmen und den Dirigenten.
Zum Schluß noch etwas Charakteristisches und zugleich Erheiterndes über Monteux: 1961 hat der Dirigent, 86-jährig, die Leitung des London Symphony Orchestra übernommen. Bei Vertragsabschluß bestand er ausdrücklich auf einer Laufzeit von 25 Jahren, mit Option auf Verlängerung! - Leider hat er seinen Vertrag nur noch knapp drei Jahre erfüllen können. Pierre Monteux starb am 1. Juli 1964 in Hancock, USA.


Schumann:Symphony No.1 & Manfe
Schumann:Symphony No.1 & Manfe

5.0 von 5 Sternen Klangvolles Frühlingserwachen, 2. Dezember 2016
Rezension bezieht sich auf: Schumann:Symphony No.1 & Manfe (Audio CD)
Als Otto Klemperer (1885-1973) sich im Mai 1960 anschickte, den Zyklus der Schumann-Sinfonien aufzuzeichnen, war er bereits 75 Jahre alt. Die Werke dieses Komponisten hatten nie im Zentrum von Klemperers Wirken gestanden. In seinem Repertoire tauchte allerdings die Vierte Sinfonie immer wieder, wenn auch nicht häufig, auf.
Mit diesem Werk startete denn auch seine Schumann-Reihe, die mit großen Unterbrechungen fortgesetzt wurde. Es folgte 1965 die Frühlings-Sinfonie (Nr. 1), die schwierige Zweite wurde 1968 aufgenommen, während die "Rheinische" (Nr. 3) im Jahr 1969 den Abschluß bildete. So liegt die Vermutung nahe, daß ursprünglich gar nicht an eine Gesamtaufnahme gedacht war. Ob es der Wunsch des Dirigenten oder der Produktionsfirma EMI war, schließlich einen integralen Zyklus vorzulegen, läßt sich heute nicht mehr sicher feststellen.
Schumann komponierte seine Erste im Jahr 1841, und das innerhalb von vier Tagen. Im Jahr zuvor hatte er endlich, nach langen Querelen und schlimmen Auseinandersetzungen mit seinem Schwiegervater Friedrich Wieck, seine geliebte Clara heiraten können. Dieses Glück mag ihn bei seiner Arbeit beflügelt haben, die einen heiteren, gelösten Grundzug trägt. Er nannte das Werk seine "Frühlingssinfonie". Sie strotzt von gelöster Heiterkeit und guter Laune, alle Sätze durchzieht ein aufbruchhafter, lieblicher Charakter, der noch nichts von Schumanns späterer Schwermut und Verzweiflung ahnen läßt.
Klemperers Interpretation trägt dieser Stimmung durchaus Rechnung, wenngleich er nicht den Überschwang zu entfachen vermag, wie beispielsweise Karajan (DGG) oder Szell (CBS) in ihren berühmten Aufnahmen. Trotzdem ist man erstaunt, wie gut der greise Dirigent die Feinheiten und die zarten Farben der Partitur herauszuarbeiten versteht. So ist eine im ganzen stimmige, klanglich strahlende Einspielung entstanden, die aber mehr dem "Schumann-Fortgeschrittenen" als dem Einsteiger zu empfehlen ist. Für Klemperer-Verehrer ist sie schlicht ein Muß, und als Alternative zu den vorgenannten Versionen ist sie eine gute Wahl.
Quasi als "Zugabe" ist noch die Manfred-Ouvertüre op. 115 enthalten, die von Klemperer mit großer Geste interpretiert wird.
Klangtechnisch ist die Aufnahme hervorragend gelungen, ebenso das digitale Remastering. Die Textbeilage jedoch ist für europäische Musikfreunde so gut wie unbrauchbar, da sie fast ausschließlich aus japanischen Schriftzeichen besteht. Es handelt sich um eine Editon für den japanischen Markt. Auf dem Titelblatt prangt das Original-Cover der ursprünglichen LP-Ausgabe, zur Freude der Sammler. Der Preis der CD hingegen dürfte diese Freude erheblich dämpfen.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20