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Rezensionen verfasst von
Chaldroi (Wien)

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PLAYMOBIL 4789 - Asia-Kämpfer mit Waffenständer
PLAYMOBIL 4789 - Asia-Kämpfer mit Waffenständer
Preis: EUR 7,08

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Asia-Kämpfer mit Waffenständer in üppiger Ausstattung, 17. Oktober 2014
Die Special-Plus-Serie von Playmobil erfreut immer wieder durch teilweise recht ungewöhnliche Figuren. Und dies zu einem Preis der im regulären Verkauf ein durchaus akzeptabler ist. Teuer werden sie dann, wenn sie von Playmobil nicht mehr vertrieben werden sondern nur mehr über Händler erwerbbar sind. Diesmal wird ein Asiatischer Krieger, den man durchaus als Samurai bezeichnen kann, mit überaus üppiger Ausstattung angeboten.

Der Asia-Kämpfer ist in der üblichen Playmobil-Qualität gefertigt. Ausgestattet mit:
*optisch ansprechender Samurai-Rüstung
*zwei Samurai-Schwertern
*Dolch

Darüber hinaus gibt es noch einen Waffenständer mit:
*Fahne
*Speer
*doppelklingigem Schwert
*exotische Wurf- bzw. Nahkampfwaffe

Mit all den Waffen und Gerätschaften ist der Asia-Kämpfer überaus üppig ausgestattet. Um all die Waffen einzusetzen die im Set vorhanden sind, bräuchte er mehrere Hände, bzw. lassen sich auch weitere Figuren damit ausstatten.

Die Figur ist schön gearbeitet und bietet auch für einen jugendlich gebliebenen Erwachsenen einen erfreulichen Anblick und lässt sich sogar als eigenwillige Schreibtischdekoration verwenden. Idealerweise wird der Asia-Kämpfer in Playmobils Asia-Drachenland-Spielwelt eingesetzt. Er kann als fremdländischer Reisender natürlich auch in der Ritter-, oder Märchen-Spielwelt von Playmobil verwendet werden und Kinder vielleicht zu einem exotischen Abenteuer inspirieren.

Auch hier gilt – wie für alle anderen Playmobil-Figuren auch – die Figur selbst ist nahezu unverwüstlich, Kleinteile (Bewaffnung, etc.) können aber schon mal in der Hitze des Gefechtes verloren gehen.

Resümee: Der Asia-Kämpfer ist in der üblichen Playmobil-Qualität gefertigt. Er sieht recht gut aus und wird mit überaus üppiger Ausstattung angeboten. Eine gute Ergänzung für Playmobils Asia-Drachenland-Spielwelt.


Das finstere Tal [Blu-ray]
Das finstere Tal [Blu-ray]
DVD ~ Sam Riley
Preis: EUR 8,88

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stimmungsvoll-düsterer Schneewestern, 13. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das finstere Tal [Blu-ray] (Blu-ray)
"Es gibt Sachen über die darf man nicht reden. Sachen, die früher passiert sind. Vor langer Zeit. Aber dass man nicht darüber reden darf, heißt nicht, dass man's je vergessen kann. Es gibt nämlich Sachen, die lassen sich nie mehr vergessen." (Filmzitat)

Irgendwann Ende des 19. Jahrhunderts, irgendwo in den Alpen. In ein Dorf, in einem entlegenen Hochtal, kommt ein Fremder, der sich Greider (Sam Riley) nennt. In dem Dorf haben der Brenner-Bauer (Hans-Michael Rehberg) und seine Söhne das Sagen. Greider gibt an Fotograf zu sein, und gegen ein paar Goldmünzen erlaubt ihm Hans Brenner (Tobias Moretti), der Wortführer der Brenner-Brüder, im Dorf zu bleiben. Untergebracht wird Greider bei der Witwe Gader und ihrer Tochter Luzi (Paula Peer). Luzi steht kurz davor zu heiraten, was ihr aber wegen eines archaischen Hochzeitsbrauchs mehr Angst als Freude bereitet. Nach dem Wintereinbruch ist das Dorf eingeschneit und kann erst wieder im Frühjahr verlassen werden. Einer der Brenner-Brüder stirbt bei der Waldarbeit. Als kurz darauf ein weiterer der Brüder bei der Jagd ums Leben kommt, glaubt man nicht mehr an einen Zufall. Der Verdacht fällt auf Greider, den einzigen Fremden im Dorf ... Die Vergangenheit kehrt ins Dorf zurück, denn es gibt Sachen, die früher passiert sind, aber das heißt nicht, dass sie je vergessen wurden.

Stimmungsvoller im Stile eines Western umgesetzter "Heimatfilm" aus dem Jahr 2014 unter der Regie des österreichischen Regisseurs Andreas Prochaska. Als Vorlage diente ein Roman von Thomas Willmann. Neben einigen Fernsehfilmen und Serienbeiträgen drehte Prochaska 2006 den Horrorthriller In 3 Tagen bist du tot ist und 2008 dessen Fortsetzung. Schon hier zeigte er seine Begabung große amerikanische Vorbilder stimmungsvoll in österreichisches Lokalkolorit zu transferieren.

Schauspieler sind allesamt gut besetzt und sehr authentisch. Hervorzuheben ist Tobias Moretti als selbstherrlichen Rudelführer der Brenner-Söhne, Sam Riley als wortkarger Greider, Paula Peer als Luzi, Hans-Michael Rehberg als alter Brenner-Patriarch. Ungewohnt und beklemmend ist Erwin Steinhauer als Pfarrer, der während der Hochzeitszeremonie in einer intensiven und verstörenden Predigt Unrecht und barbarischen Hochzeitsbrauch sanktioniert.

Der Film spielt fast überwiegend in winterlicher Landschaft. Er hat eine düstere fatalistische Grundstimmung, ähnlich jener im Italo-Western Friedhof ohne Kreuze. Symbolhaft für die kommende Veränderung ist das Eindringen neuer Technologie in das abgeschiedene Dorf. Einen Fotoapparat hat vermutlich keiner der Dorfbewohner vorher gesehen, und eine Winchester schon gar nicht. Die Brenner-Brüder, die als einzige im Dorf das Privileg des Tragens von Schusswaffen für sich in Anspruch nehmen, benutzen Hinterladergewehre. Sie scheinen auch bis zum Schluss nicht das tödliche Potential der für diesen abgeschiedenen Ort hochmodernen Winchester zu begreifen. Der finale Totentanz erinnert ein wenig an Sam Peckinpah.

Bild und Tonqualität der Blu-Ray sind sehr gut.

Blu-Ray Extras:
*Making of
*entfallene Szenen
*u.a. Filmtrailer, der sehr stimmungsvoll geschnitten ist
*Hörspielfassung für Blinde!
*Audiokommentar von Regisseur Andreas Prochaska und Filmjournalist Christian Fuchs

Making of, entfallene Szenen und Audiokommentar sind recht interessant.

Der Film ist von der FSK ab 12 Jahren freigegeben. Darüber kann man diskutieren. Der Film hat doch eine recht düstere Grundstimmung, und bietet einige verstörend gewalttätige Szenen. Vor allem der die Filmhandlung erst auslösende archaische Hochzeitsbrauch, und seine schicksalhafte Bedeutung für Luzi, wird sich dieser Altersgruppe wohl nicht erschließen.

Resümee: Stimmungsvoller im Stile eines Western umgesetzter "Heimatfilm" aus dem Jahr 2014 unter der Regie des österreichischen Regisseurs Andreas Prochaska. Der Film spielt fast überwiegend in winterlicher Landschaft und hat eine düstere fatalistische Grundstimmung. Schauspieler sind allesamt gut besetzt und sehr authentisch. Sehr sehenswert!


Eine Stadt nimmt Rache
Eine Stadt nimmt Rache
DVD ~ Telly Savalas
Preis: EUR 5,80

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gewalttätig-düsterer Western, 11. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Eine Stadt nimmt Rache (DVD)
Revolutionäre stürmen die mexikanische Stadt San Bastardo. Die in der Kirche versammelten Männer und Frauen, und auch der Priester, überwiegend Angehörige der herrschenden und vermögenden Schicht, werden allesamt getötet. Zehn Jahre später ist der Ort heruntergekommen und wird vom Banditen Don Carlos (Telly Savalas) terrorisiert. Als Priester agiert nun einer der damaligen Anführer (Robert Shaw) der Revolutionäre. Eine Witwe (Stella Stevens) in Begleitung eines scheinbar Taubstummen kommt in den Ort. Sie ist auf der Suche nach dem Mörder ihres Mannes den sie in San Bastardo vermutet und für dessen Auslieferung sie eine hohe Belohnung bietet. Bald darauf kommt auch eine Abteilung mexikanischer Soldaten in die Stadt. Der die Soldaten anführende Colonel (Martin Landau) war einst selbst ein Revolutionsführer und mitverantwortlich für das damalige Massaker, hat aber nun die Seiten gewechselt. Er ist auf der Suche nach Aguila, einem berühmt-berüchtigten Anführer der Revolution, der seit langer Zeit scheinbar untergetaucht ist.

Englisch-Spanischer Western aus dem Jahr 1971 unter der Regie des amerikanischen Regisseurs Robert Parrish (im Internet wird Irving Lerner als Co-Regisseur ins Spiel gebracht!?). Der Regisseur erhielt 1948 als Cutter für den Film Jagd nach Millionen (Body and Soul) den Oscar für den besten Schnitt. Der Film ist im Stil eines Revolutions-Western aus der Italo-Western-Ära gehalten, sehr gewalttätig und düster. Alternativer Filmtitel ist: Kein Requiem für San Bastardo. Routiniert inszeniert und gut geschnitten, auch von den Darstellern ansprechend gespielt, bleibt es dennoch ein eher spröder Film dessen Handlung und Intention über weite Strecken diffus bleibt. Man könnte interpretieren, dass es im Film um das Wesen der Revolution, um Schuld und Sühne und um Mythenbildung geht. Der Film leidet auch ein bisschen daran, dass ihm eine (positive) Identifikationsfigur fehlt.

Die Besetzung ist recht ansprechend: Telly Savalas ist im ersten Drittel des Film sehr präsent, Robert Shaw und Martin Landau teilen sich dann die restlichen zwei Drittel. Ihnen zur Seite u.a. Fernando Rey, Aldo Sambrell und Al Lettieri.

Der Film geizt nicht mit bizarren Szenen. Wenn etwa Alvira, die Witwe, in einem Leichenwagen reist, dabei selbst im Sarg liegt, in einer Art, wie man es aus diversen Vampir-Filmen kennt.

Die Bildqualität der DVD ist eher durchschnittlich bis gut. Positiv ist, dass der Film in seiner Originallänge präsentiert wird. In der Kinofassung fehlten etwa sechs Minuten. Keine Gewaltschnitte, sondern reine Dialogszenen, die aber für das Verständnis der Charaktere nicht unwesentlich sind. Die fehlenden Szenen sind nicht synchronisiert, jedoch mit Untertiteln.

DVD hat ein Wendecover das alternativ das englischsprachige Filmplakat als Titel bietet. Die Inhaltsangabe am Cover weist eine inhaltliche Ungenauigkeit auf. Die halbe Rückseite des Covers nimmt ein Bild ein, das nicht aus diesem Film stammen kann.

DVD Extras:
*die um sechs Minuten kürzere Kinofassung in einer recht schlechten Filmqualität
*Trailer
*deutsche und englische Sprachfassung
*Bildergalerie

Resümee: Englisch-Spanischer Western aus dem Jahr 1971 unter der Regie des amerikanischen Regisseurs Robert Parrish der im Stil eines Revolutions-Western aus der Italo-Western-Ära gehalten ist. Gewalttätig und düster, mit einigen bizarren Szenen. Routiniert inszeniert und gut geschnitten, auch von den Darstellern ansprechend gespielt, bleibt es dennoch ein eher spröder Film dessen Handlung über weite Strecken diffus bleibt.


Zwiebel-Jack räumt auf - HD-Remastered [Blu-ray]
Zwiebel-Jack räumt auf - HD-Remastered [Blu-ray]
DVD ~ Franco Nero
Preis: EUR 11,49

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Klamauk-Jack auf Blu-Ray, 20. September 2014
Zwiebel-Jack (Franco Nero), der von seinem sprechenden (!) Pferd Archibald begleitet wird, isst gerne und häufig Zwiebel und hat sich in Paradise City Grund gekauft um Zwiebel anzupflanzen. Der Ort wird jedoch vom Öl-Magnaten Lamb (Martin Balsam) beherrscht, der alles Land aufkauft und dabei auch über Leichen geht. Die Umgebung der Stadt ist von überall herumstehenden Ölfördertürmen geprägt. Zwiebelzucht und Ölförderung, Idealismus und Machtgier, sind nicht vereinbar. So kommt es rasch zur Konfrontation von Zwiebel-Jack mit dem Ölmagnaten. Hilfe bekommt Zwiebel-Jack vom Journalisten Pulitzer.

Italo-Western-Klamauk aus dem Jahr 1975 von Enzo G. Castellari (Regisseur u.a. auch von Keoma). Im Jahr 1975 war die Zeit der harten Italo-Western schon lange vorbei. Oft wurden noch Filme im humorigen oder gar Klamauk-Stil gedreht.

Deutschsprachig auf Blu-Ray wurde der Film von KOCH-Media erstmalig in der "Franco Nero Italo-Western Box" veröffentlicht. Nun erscheint der Film auch als Einzel-DVD / Blu-Ray mit 91 Min. Laufzeit. Musik ist von Guido und Maurizio de Angelis. Gute Bild- und Tonqualität.

Extras:
*Interview mit Enzo G. Castellari 30:00 Minuten
*italienische Kinofassung (gekürzt, 79 Min., deutsche Untertitel)
*Kinotrailer
*Bildergalerie

Gemäß schnittberichte.com sollen die deutsche und die italienische Fassung Szenen enthalten, die der jeweils anderen Fassung fehlen.

Castellari zeigt ein gutes Gespür für Bildkomposition und dem Film merkt man ein ausreichendes Budget an. Insgesamt ist der Film aber eher langweilig als lustig. Zudem wird Humor durch ein Übermaß an Klamauk ersetzt. Wer auf argen Klamauk steht, der wird diesem Film durchaus etwas abgewinnen können. Auch wenn die Aufbereitung des Films - wie fast immer bei KOCH-Media - vorbildlich ist, so ist der Inhalt letztlich eher seicht. *** Sterne erscheinen mir daher ausreichend.

Für Fans ernsterer Italo-Western die einmal einen Ausflug ins humorige Fach riskieren wollen spreche ich hingegen eine Warnung aus. Für sie ist der Film trotz einiger netter Szenen und Einfälle eher eine Qual (** Sterne).

Resümee: Zwiebel-Jack wurde von KOCH-Media bereits in der "Franco Nero Italo-Western Box" veröffentlicht. Nun erscheint der Film auch als Einzel-DVD / Blu-Ray in guter Bild- und Tonqualität. Insgesamt ist der Film aber eher langweilig als lustig. Wer auf argen Klamauk steht, der wird diesem Film durchaus etwas abgewinnen können (*** Sterne). Für Fans ernsterer Italo-Western die einmal einen Ausflug ins humorige Fach riskieren wollen wird das Betrachten des Films trotz einiger netter Szenen und Einfälle eher zur Qual (** Sterne).


Glut der Sonne
Glut der Sonne
DVD ~ Peter Lee Lawrence

4.0 von 5 Sternen Ungewöhnlicher Italo-Western, 27. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Glut der Sonne (DVD)
"...immer vor den anderen abdrücken wenn du länger leben willst."

Die Familien der mexikanischstämmigen Campos und der Mounters, amerikanischen Siedlern, befinden sich seit langem in einer blutigen Fehde. Soeben wurde ein Mitglied der Campos getötet. Bald darauf locken die Campos die Mounters in einen Hinterhalt, dem diese nur mit großen Verlusten entfliehen können. Dieser gewalttätige Akt beliebt ohne rechtliche Konsequenz, da Richter (nicht ganz freiwillig) und Sheriff (aus Überzeugung, da er sich Rodrigo Campos auf ganz spezielle Weise verbunden fühlt) das Vorgehen der Campos decken. Bald darauf wird Johnny, der jüngste Sohn der Mounters, von den Campos gefangen genommen, kann aber gemeinsam mit Lefty, der die Campos bestohlen hat und deswegen ebenfalls gefangen gehalten wird, von deren Hazienda fliehen. Lefty, ein alternder einarmiger Gauner auf den Kopfgeld ausgesetzt ist, findet Gefallen an Johnny und bringt ihm das Schießen bei. Johnny lernt Giulietta, die jüngste Tochter der Campos kennen. Beide verlieben sich ineinander, obwohl Giulietta schon einem anderen versprochen ist. Unüberbrückbarer Hass führt zur finalen Konfrontation in der sich die verfeindeten Familien gegenseitig abschlachten. Mittendrin Johnny und Giulietta, die dem Blutbad zu entfliehen versuchen "...ist Hass so viele Leben wert?" Wer nach dem Massaker noch nicht tot ist, der bekommt es in der Gestalt eines mysteriösen schwarzgekleideten Pistolero quasi mit dem Tod persönlich zu tun. "Wer den Tod herbeiruft, dem erwidert der Tod."

Italo-Western aus dem Jahr 1967 unter der Regie von Gianni Puccini (bereits 1968 verstorben). Der Regisseur arbeitete früher auch als Filmkritiker und Drehbuchautor. Es ist dies sein einziger Italo-Western, ansonsten widmete er sich "anspruchsvolleren" Filmen. Der Film ist im deutschsprachigen Raum kaum bekannt und wurde von KOCH-Media erstmalig deutschsprachig auf DVD veröffentlicht. Die Besetzung enthält mit Peter Lee Lawrence, Peter Martell, Piero Lulli, Luis Induni, Cristina Galbo und einigen anderen, viele bekannte Italo-Western-Darsteller, die in diesem Film allesamt in Spiellaune waren. Es ist ein recht interessanter und sehenswerter Italo-Western der sehr lose die berühmte Geschichte von Romeo und Julia als Vorbild hat. Während sich in Shakespeares Werk die Familien aufgrund des tragischen Todes der Liebenden versöhnen gehen hier die Familien an ihrem Hass zugrunde.

Der Film hat von Beginn an eine bedrückende Grundstimmung (die durch die Filmmusik noch verstärkt wird), ähnlich wie "Friedhof ohne Kreuze" oder "Django - Ich will ihn tot". Die Eröffnungssequenz alleine ist schon sehr beklemmend. Die Kamera verfolgt den Weg eines Pferdes auf dem ein blutüberströmter Mann sitzt, wobei unklar bleibt ob er noch lebt oder schon tot ist. Großen Optimismus versprühen selbst die Liebenden nicht, so meint Giulietta schon bei einem der ersten Treffen mit Johnny ...töte mich! Unsere Liebe ist ja doch hoffnungslos."

Der Film ist komplexer als es meine Inhaltsangabe am Anfang der Rezension widerspiegelt. Der Sheriff hält seine schützende Hand über die Aktivitäten der Campos, einzig deswegen, weil er sich nun Rodrigo Campos, den er ursprünglich als Gesetzesbrecher jagte, auf ganz spezielle Weise verbunden fühlt. Ein recht ungewöhnlicher Charakter ist auch Lefty, als einarmiger Gauner und Pistolero, der als Lehrmeister für Johnny fungiert. Er hat recht pragmatische Ansichten "...immer vor den anderen abdrücken wenn du länger leben willst", aber auch ein merkwürdiges Verständnis mit Frauen umzugehen, indem er meint dass (s)eine Frau auch mal die Peitsche braucht. Bemerkenswert auch die bizarre Schluss-Szene mit einem mysteriösen schwarzgekleideten Pistolero.

Peter Lee Lawrence (Johnny) und Cristina Galbo (Giulietta) haben sich übrigens auf dem Set kennen und lieben gelernt und später auch geheiratet.

Film ist erstmalig deutschsprachig und ungeschnitten auf DVD veröffentlicht. Das Bild wurde überarbeitet und ist, wie von KOCH-MEDIA gewohnt, in recht guter Qualität. Gute Tonqualität. Der FSK Hinweis ist vernünftigerweise auf der Plastikverpackung angebracht und verunziert somit nach Entfernung nicht das DVD-Cover.

DVD Extras:
*interessante Featurette mit Filmhistoriker Antonio Bruscini 14:00 Minuten
*italienischer Trailer
*deutsche und italienische Sprachfassung
*Bildergalerie
*Sehr gut und informativ ist auch die im DVD Umschlag enthaltene Hintergrundinformation. Diese sollte jedoch erst nach Betrachten des Films gelesen werden, da darin einiges über die Handlung verraten wird.

Der Film läuft nicht wie auf dem Cover angegeben 98 Minuten, sondern nur 85 Minuten, was auch der Originallänge entspricht.

Resümee: Italo-Western aus dem Jahr 1967 unter der Regie von Gianni Puccini. Es ist ein interessanter Italo-Western der sehr lose die berühmte Geschichte von Romeo und Julia als Vorbild hat. Der Film ist recht ernst inszeniert und hat von Beginn an eine bedrückende Grundstimmung. Das Ende ist sehr blutig mit einer ungewöhnlichen, bizarren Schluss-Szene. Eher anspruchsvoll als leichte Kost, vielleicht deswegen auch nicht ganz so massentauglich und zwischendurch konsumierbar. Auf jeden Fall aber sehenswert.


Italowestern - Enzyklopädie 3 [4 DVDs]
Italowestern - Enzyklopädie 3 [4 DVDs]
Preis: EUR 47,49

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Italo-Western Serie von KOCH Media, 20. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Italowestern - Enzyklopädie 3 [4 DVDs] (DVD)
KOCH Media startete unter dem Titel Italowestern-Enzyklopädie" eine neue Italo-Western Serie, von der nun bereits die dritte Box vorliegt. Enthalten sind in dieser Box wieder vier Filme:

SARTANA ****
"Wer zu Sterben hat bestimme ich, und niemand sonst" (Zitat Sartana Liston)
Johnny Liston (Anthony Steffen) kommt nach Jahren aus dem Gefängnis frei. Verurteilt wurde er für einen Mord den er nicht begangen hatte. "Dafür wird jemand büßen", er weiß allerdings (noch) nicht wer ihm diesen Mord angehängt hat. Zurück in seinem Heimatort muss er erkennen dass sein Bruder, Sartana Liston (Gianni Garko), mitlerweile mit einer Horde übelsten Gesindels ein Terrorregime ausübt, Schutzgeld erpreßt und kaltblütig mordet. Auch hat er Johnnys Jugendliebe zur Frau genommen. Trotz allem ist ihm die Bewunderung seiner Mutter sicher, Johnny hingegen hält sie für zu schwach. Als Sartana seine Schreckensherrschaft weiter ausdehnen will, stellt sich Johnny gegen ihn.

Italo-Western aus dem Jahr 1966 unter der Regie von Alberto Cardone. Bisher gab es den Film nur in einer um etwa 12 Minuten gekürzten Fassung mit schlechter Bildqualität und falschem Bildformat. Hier ist er in der ungekürzten Fassung, richtigem Bildformat und optimaler Bildqualität zu sehen. Von Studio XCess gibt es übrigens seit Juli 2014 eine Einzel-DVD dieses Films in ebenso guter Qualität.

Erwähnenswert ist auch die gute Filmmusik von Michele Lacerenza, der z.B. von Morricone für die bekannten Trompetenparts in Leones Dollar-Filmen engagiert wurde. In einer Nebenrolle ist auch Sieghardt Rupp als einer der Handlanger von Sartana zu sehen.

Der hier in diesem frühen Italo-Western von Gianni Garko verkörperte Sartana, der ja ein wahnsinniger Tyrann und Mörder ist, hat übrigens nichts mit dem Sartana späterer Filme zu tun. Dort wurde Sartana zwar wieder von Garko gespielt, aber der Charakter stark umgestaltet, als mysteriösen Pistolero, der sich mit allerlei Gaunern anlegt. Mit "Sartana - Bete um deinen Tod" (1968 unter Regie von Gianfranco Parolini) begann eine Serie von insgesamt fünf Sartana Filmen.

LANKY FELLOW - DER EINSAME RÄCHER ***
Lanky Fellows (Craig Hill) ist Kopfgeldjäger. Er ist schnell mit dem Colt, seine Spezialität ist aber mit dem Gewehr auf große Entfernungen zu schießen. Dabei hilft ihm ein Zielfernrohr über die Entfernung weg besser zu zielen. Er ist Analphabet und beschäftigt sich mit seinem Gewehr mehr als mit anderen Menschen. Nachdem er mexikanischen Banditen, die einen Geldtransport ausraubten stellt, und das Geld zurückbringt, erhält er den Auftrag einen Goldtransport vor dem berüchtigten Banditen Gus Kennebeck zu schützen. Mit diesem hat Lanky Fellows noch eine Rechnung offen.

Italo-Western aus dem Jahr 1966 unter der Regie von Tonino Valerii (Der Tod ritt dienstags, Mein Name ist Nobody). Valerii hat sein Handwerk bei Leone gelernt und war Regieassistent bei Für eine Handvoll Dollar und Für ein paar Dollar mehr. Ein harter und sehr solider Italo-Western, mit einer schönen Filmmusik von Nico Fidenco, und einer recht zynischen Schlusspointe.

Auf der DVD auch eine interessante Featurette mit dem Komponisten Nico Fidenco.

JONNY MADOC ***
Ein Bandit flüchtet vor seinen Kumpanen, die er um die Beute eines Überfalls betrogen hat, in das Städtchen Houston. Bevor er von der Bande erschossen wird, kann er die Beute noch verstecken. Joe Kline, der Anführer der Bande, will die Beute unbedingt wieder haben und solange in der Stadt bleiben bis sie gefunden wird. Jonny Madoc (Robert Woods), ein mexikanischer Pistolero, steht den Einwohnern gegen die Banditen bei. Nicht ganz uneigennützig, denn er hat mit Joe Kline noch eine Rechnung offen.

Italo-Western aus dem Jahr 1966 unter der Regie von Maurizio Lucidi. Man merkt dem Film ein relativ kleines Budget an. Die Schauplätze sind recht limitiert, die Stadt selbst wirkt fast ausgestorben. Dem Kameramann Franco Villa gelingt es jedoch durch gute Bildkompositionen das Manko des geringen Budgets fast vergessen zu machen. Ein stellenweise sehr brutaler Italo-Western im Genreschnitt.

Warum der Held in der deutschen Fassung Jonny Madoc heißt bleibt ein Rätsel, im Original heißt er Pecos, was auch mexikanischer klingt. In Nebenrollen Peter Martell und George Eastman, die damals im Genre noch nicht so bekannt waren. Als Featurette gibt es ein Interview mit einem coolen, wie ein Alt-Hippie aussehenden, Robert Woods.

JONNY MADOC RECHNET AB **(*)
Drei etwas einfältig wirkende mexikanische Musiker kommen durch Zufall in den Besitz einer Karte die den Weg zu einem sagenhaften Schatz zeigen soll. Das Ziel liegt aber genau in jenem Gebiet indem der größenwahnsinnige El Supremo mit seiner Bande sein Hauptquartier hat. El Supremo hält sich als Nachfahre Montezumas und träumt davon ganz Mexiko zu erobern. Die Banditen sind aber eher wegen der Aussicht auf Gold bei ihm. Die Musiker bitten Jonny Madoc (Robert Woods) um Hilfe.

Italo-Western aus dem Jahr 1967. Wieder unter der Regie von Maurizio Lucidi erlebt Jonny Madoc (im Original Pecos) ein weiteres Abenteuer. Gewalttätig, aber weniger düster als sein Vorgänger, mit einigen humorigen, an der Grenze zum Klamauk liegenden Einlagen. Man merkt dem Film ein relativ kleines Budget ganz deutlich an. Ausstattung und Schauplätze sind minimalistisch. Der Eingang zu El Supremos Hauptquartier, eine art aztekischer Tempel, scheint direkt in einem Steinbruch zu liegen. Der Obergauner sieht ein wenig aus als wäre er aus einem Superschurken-Comic entkommen und wollte mit seinem Kostüm Zorro parodieren. Der Film hat einige nette, zum Teil auch bizarre Szenen, ist ansonst aber ein schwächerer Genrebeitrag.

Detaillierte Informationen zu den in der Box angebotenen Filmen erhält man auch auf spaghetti-western.net!

Hoch anzurechnen ist KOCH Media, dass es im Bereich Italo-Western - einem Genre das nicht gerade mit hohen Absatzzahlen gesegnet ist - mit der Italowestern-Enzyklopädie eine neue Serie anbietet. Dass dies in einer Box-Ausgabe mit jeweils vier DVD erfolgt, ist wahrscheinlich wirtschaftlich begründet. Optimal finde ich es nicht, dass ich eine Box mit vier Filmen kaufen muss, von denen mich eventuell nicht alle interessieren. Denn auch als Fan dieses Genres kaufe ich mir nicht jeden Film. Fairerweise muss man sagen, dass sich KOCH Media bemüht auch einen Gegenwert zu bieten: Bildqualität ist, wie von KOCH Media gewohnt, gut bis sehr gut. Der Ton kann nicht ganz mithalten, ist aber immer noch akzeptabel bis gut. Die Filme liegen ungekürzt und teilweise sogar als deutschsprachige DVD Erstveröffentlichung vor. Neu eingefügte Szenen sind im Originalton mit deutschen Untertiteln. Jede DVD beinhaltet zudem diverse Extras, wie unterschiedliche Sprachversionen (deutsch, englisch, italienisch), Featurettes, Trailer, Bildgalerien. Ein Begleitheft oder ausführlichere schriftliche Informationen zu den einzelnen Filmen, wie oftmals von KOCH Media praktiziert, findet man in dieser Box hingegen nicht. Der aufgeklebte FSK-Hinweis lässt sich gut entfernen.

Resümee: KOCH Media startete unter dem Titel "Italowestern-Enzyklopädie" eine neue Italo-Western Serie von der nun die dritte Ausgabe vorliegt. Eine Box mit vier Filmen, die zwar von unterschiedlicher Qualität, aber insgesamt recht interessante Genrebeiträge sind. Es ist hoch anzurechnen dass alle vier Filme ungekürzt und teilweise sogar als deutschsprachige DVD Erstveröffentlichungen angeboten werden. Digital überarbeitet in guter bis sehr guter Bildqualität.


Unroll Me
Unroll Me
Preis: EUR 0,00

3.0 von 5 Sternen Gemischte Gefühle, 11. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Unroll Me (App)
Aufgabe ist, eine von Anfang an rollende Kugel von A nach B zu bringen. Die Schwierigkeit ist, dass die Strecke zwischen den feststehenden Anfangs- und Endpunkten durcheinandergeraten ist und durch verschieben von Feldern repariert werden muss. Rasches kombinieren ist angesagt, da die rollende Kugel Zeitdruck aufbaut. Denn kommt die Kugel an eine Stelle die man noch nicht repariert hat und die sie daher noch nicht passieren kann, so ist der Level verloren.

Die Grafik ist schlicht aber dennoch fürs Auge wohlgefällig. Das Spielprinzip ist nicht revolutionär - ein Spiel mit ähnlichem Prinzip habe ich früher schon einmal am PC gespielt, glaube das war mit Rohrleitungen - aber gut für einen netten Zeitvertreib. Positiv ist auch, dass das Spiel durch Updates erweitert wird. Nach einem Update ist nun auch eine Variante mit zwei Bällen dazugekommen.

Das Spiel wird mit jedem Level immer komplexer und schneller. Genau da liegt (für mich) aber das Problem. Für einen Gelegenheitsspieler wird der Zeitdruck viel zu rasch einfach zu groß. Es ist schon klar, dass das Prinzip des Spiels auf Zeitdruck ausgelegt ist. Aber selbst auf einfacher Stufe baut sich bereits nach einigen wenigen gemeisterten Level ein Zeitdruck auf der in Stress ausartet. Mir ist das Spiel letztlich viel zu hektisch und bereits auf niedriger Schwierigkeitsstufe für einen Gelegenheitsspieler unangemessen schwer, weswegen ich auch nur *** Sterne vergeben habe. "Spieleprofis" und solche Spieler die gerne unter Stress ihr Kombinationstalent auf den Prüfstand stellen werden deutlich mehr vom Spiel haben (**** Sterne).

Resümee: Aufgabe ist, eine von Anfang an rollende Kugel von A nach B zu bringen. Rasches kombinieren ist angesagt, da die rollende Kugel Zeitdruck aufbaut. Das Spiel wird mit jedem Level immer komplexer und schneller. Mir ist das Spiel letztlich viel zu hektisch und bereits auf niedriger Schwierigkeitsstufe für einen Gelegenheitsspieler unangemessen schwer. Jene jedoch, die gerne unter Stress ihr Kombinationstalent auf den Prüfstand stellen, werden deutlich mehr vom Spiel haben.


Pipe Puzzle - Premium
Pipe Puzzle - Premium
Preis: EUR 0,71

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kurzweiliger Zeitvertreib, 23. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pipe Puzzle - Premium (App)
Aufgabe ist, mit einer vorgegebenen Anzahl von unterschiedlichen Rohren, eine oder mehrere Pipelines zu verbinden. 100 zunehmend komplexer und somit kniffliger werdende Levels warten darauf gemeistert zu werden.

Keine Innovative Spielidee, und so oder ähnlich schon in diversen PC-Spielen dagewesen, jedoch trotz allem ein netter Zeitvertreib für zwischendurch. Man kann entspannt tüfteln, weil es kein Zeitlimit gibt. Also nichts für Spieler die Hektik und Zeitdruck als zusätzliche Herausforderung brauchen. Und sollte es irgendwann notwendig sein, so gibt es auch eine Hilfe-Funktion. Spiel ist recht einfach gehalten, lediglich Musik lässt ich an- oder ausschalten.

Zwei Dinge die mich etwas stören, den Spaß aber deswegen nicht mindern:
1.) Man wird immer wieder, recht penetrant, darum gebeten das Spiel zu bewerten.
2.) Nach Beenden eines Levels springt das Spiel sofort zum nächsten Level. Man hat somit keine Zeit sich den soeben gemeisterten Level in seiner Gesamtheit anzusehen.

Resümee: Keine Innovative Spielidee, in 100 zunehmend komplexer und somit kniffliger werdende Levels sollen eine oder mehrere Pipelines verbunden werden, jedoch ein netter Zeitvertreib für zwischendurch. Man kann entspannt tüfteln, weil es kein Zeitlimit gibt.


El Topo [Blu-ray]
El Topo [Blu-ray]
DVD ~ Alejandro Jodorowsky
Preis: EUR 16,99

16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Surreales Filmerlebnis, 21. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: El Topo [Blu-ray] (Blu-ray)
Irgendwo (in Mexiko?). El Topo (Alejandro Jodorowsky), ein schwarz gekleideter Revolverheld, kommt mit seinem siebenjährigen Sohn (Brontis Jodorowsky) in ein Dorf in dessen Straßen buchstäblich das Blut steht und in dem Mensch und Tier von Banditen massakriert wurden. Später trifft er die Banditen, die gerade eine Franziskaner-Mission terrorisieren, und beendet ihre Schreckensherrschaft. Er nennt sich Gott, lässt seinen Sohn bei den Franziskaner-Mönchen zurück und reitet mit einer von den Banditen befreiten Frau weiter. Er will sich mit vier Meistern messen um der größte Revolverheld zu werden. Diese Konfrontationen beginnen bereits auf philosophischer Ebene. "Du hast eine Flöte. Wir werden uns beide durch die Musik kennen lernen." Die Auseinandersetzung mit diesen Meistern ist aber nicht das Ende der Reise, die eher einer Selbstfindungssuche gleicht, sondern der Beginn einer neuen ... "Die göttlichen Worte sind wie Honigtropfen. Sie sind die Nahrung für die Wahrheit." (Filmzitat)

Surrealer Film des Chilenischen Regisseurs Alejandro Jodorowsky ("Ich liebe alles, was nicht normal ist") aus dem Jahr 1970. Obwohl der Film sich, oberflächlich betrachtet, Elemente des Western bedient ist er dennoch kein Western, auch wenn er oft so beworben wird. Es ist ein bizarr-surreales Werk, das sich nicht direkt in ein Genre einstufen lässt, dass Spiritualität und extreme Gewalt nebeneinander stellt.

Das der Blu-Ray beiliegende Booklet beginnt mit folgender Einführung: "Dieses Interview wird in einem Stück geführt. Der Leser muss es auch in einem Stück lesen. Und dann eine Dusche nehmen und versuchen, es zu vergessen. Kann er es nicht vergessen, muss er ein Fenster öffnen, seine Hand hinaushalten und warten, bis ein Vogel darin sein Nest gebaut und drei Eier gelegt hat. Dann sollte er seine Hand blitzschnell zurückziehen und die Eier auf seiner Stirn zerschlagen. Ist der Leser nicht bereit für solch eine Erfahrung, dann sollte er das Buch nicht essen." (Alejandro Jodorowsky)

Das lässt ein wenig erahnen, was einen im Film erwartet – und bleibt dennoch eine schwer begreifbare Filmerfahrung. Es ist aber guter Rat um mit der richtigen Einstellung an den Film heranzugehen. Wer dies nicht kann oder zumindest versucht, der wird dem Film nichts abgewinnen und kaum über eine Bewertung jenseits eines Sterns landen.

Der Film war lange Jahre indiziert und ist erstmals deutschsprachig ungeschnitten (einige Szenen sind in Originalsprache, mit deutschen Untertiteln) und mit ausgezeichnetem Bild restauriert. Gezeigt wird er im 4:3 Format.

Die Blu-Ray und eine Bonus-DVD werden in einem Kartonschuber angeboten. Ein darüber liegender Schutzumschlag mit FSK-Hinweis kann entfernt werden. Der Film liegt in deutscher (Mono) und spanischer Sprachfassung vor.

Auf der Bonus-DVD enthalten:
*Die Krawatte (21 Min.). Ein lange Zeit verschollener Kurzfilm von Jodorowsky. Sehr interessant (und surreal). Kaum zu glauben dass der Film bereits 1957 gedreht wurde.
*Jodorowsky über El Topo (7 Min.).
*Jodorowsky und Nicolas Winding Refin am Filmfest München 2013. Unterhaltsam und informativ (20 Min.)
*Bildergalerie
*Trailer zu El Topo. Filmhistorisch interessant, da der Trailer dem Betrachter einen superharten (Italo)Western suggerieren möchte.

Abgerundet wird die Veröffentlichung mit einem 24-seitigen bebilderten Booklet. Auf drei Seiten findet sich auch der Text zur damaligen Indizierungsbegründung.

Insgesamt eine vorbildlich aufbereitete Veröffentlichung eines surrealen Klassikers.

Resümee: Surrealer Film des Chilenischen Regisseurs Alejandro Jodorowsky ("Ich liebe alles, was nicht normal ist") aus dem Jahr 1970. Lange Jahre indiziert, nun erstmals deutschsprachig ungeschnitten und mit ausgezeichnetem Bild restauriert. Obwohl der Film sich, oberflächlich betrachtet, Elemente des Western bedient ist er dennoch kein Western, auch wenn er oft so beworben wird. Es ist ein bizarr-surreales Werk. Es ist der richtige Film für jemand, der sich auf eine surreale, schwer begreifbare Filmerfahrung einlassen will. Wer dies nicht kann oder zumindest versucht, der wird dem Film nichts abgewinnen und kaum über eine Bewertung jenseits eines Sterns landen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 28, 2014 10:51 PM MEST


Age of Wonders III - [PC]
Age of Wonders III - [PC]
Wird angeboten von OzResells
Preis: EUR 9,99

3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Klassiker kehrt zurück, 6. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Age of Wonders III - [PC] (Computerspiel)
Age of Wonders III führt die preisgekrönte Serie nach langen Jahren des Wartens endlich fort. Die einzigartige Verknüpfung von Rollenspiel, rundenbasierter Strategie, taktischen Kämpfen und der Herausforderung, ein ganzes Reich zu errichten, ist für alle Fans der Fantasy-Reihe sowie für Neueinsteiger gleichermaßen ein spannendes Abenteuer. (Werbetext von AoW3)

Wer sich nicht durch meine umfangreiche Rezension lesen will, findet am Ende ein deutlich kürzeres Resümee.

Ein Klassiker kehrt zurück! Bei Spielern aus vorhergehenden Teilen der Serie (AoW, AoW II - Zirkel der Zauberer bzw. Shadow Magic) wird sich sofort ein vertrautes Gefühl einstellen. Aber auch Neulinge werden rasch heimisch werden.

Anders als bei den Vorgängern sitzt man als Anführer nun nicht mehr in einem mit fortlaufendem Spiel immer höher werdenden Zauberturm und lenkt von dort die Geschicke seines Volks. Der Anführer ist nun ein Führer der seine Hauptstadt verlassen und die Welt, so wie seine Helden, erkunden und seine Armeen direkt im Kampf führen kann. Ebenso wie seine Helden und Einheiten erhält er Erfahrungspunkte mit denen seine Fertigkeiten individuell geformt und gesteigert werden können.

Es gibt sechs Rassen (Drakonier, Goblin, Hochelfen, Menschen, Ork und Zwerge) und sechs Klassen (Erzdruide, Hohepriester, Kriegsherr, Schurke, Technokraten, Zauberer). Die Kombination aus Rasse und Klasse ergibt sehr unterschiedliche Helden und Völker. Denn jede Rasse und Klasse hat individuelle Einheiten und Fähigkeiten. Da stört es meines Erachtens nicht, dass es deutlich weniger Rassen als im Vorgängerspiel gibt. Wie ich in Foren lese, ist von den Entwicklern angedacht doch noch die eine oder andere Rasse per Patch oder Erweiterung nachzureichen. Vom Vorgängerspiel haben es aber z.B. die Archonier zumindest als unabhängige, also nicht direkt spielbare, Rasse ins neue Spiel geschafft. Zu einem hohen Preis! Während der langen Wartezeit auf eine Neuauflage hat deren Volk offenbar ein trauriges Schicksal erlitten.

Den eigenen Anführer kann man aus einer Unzahl, sehr stimmiger, vorgefertigter Charaktere auswählen. Oder man erschafft einen komplett neuen! Erschaffen im wahrsten Sinne des Wortes. Angefangen von Rasse, Klasse, Geschlecht, bis zu drei persönlicher Zauber- oder Erfahrungsdisziplinen, über Frisur, Haut, Augenfarbe, Gewand, Schmuck, Tatoos, Narben und einer ganzen Menge mehr bis hin zur Art des Posierens vor unterschiedlichen Hintergründen. Abgerundet wird die Charaktererschaffung mit einem eigenen Portraitbild und persönlichem Wappen. Bei der Erschaffung kann man schon mal eine Stunde Zeit verlieren. Auf die gleiche Art kann man auch KI Anführer erschaffen, die man dann als Gegner auswählen kann.

Man kann nun auch einstellen, dass Helden, die sich im laufe des Spiels unserem Reich anschließen wollen, immer aus jener Rasse kommen die man gerade spielt. Das war beim Vorgänger leider nicht möglich. Da konnte es schon vorkommen, dass zum erhabenen Volk der Elfen ein ungewaschener, geifernder und heimtückisch Gifte brauender Held aus der Rasse der Goblins vorstellig wurde. Igitt! Oder ein störrischer kurzgewachsener zwergischer Held mit seiner Bewerbung die Gutmütigkeit des hohen Rats strapazierte.

Es gibt verschiedene Spielmodi: Kampagne, vorgefertigte Karten und Abenteuer oder zufallsgenerierte Karten.

Die Grafik ist ansprechend, zum Teil liebevoll animiert. So haben z.B. Flüsse nicht nur eine animierte Wellenbewegung, sondern scheinen tatsächlich zu fließen, münden in andere Flüsse und schließlich in einen See oder ins Meer. Es lässt sich auch noch mit Windows XP in höchster Auflösung spielen. Habe keinen Unterschied zu Windows 7 bemerkt.

Neu ist auch, dass man nicht nur Wachtürme (um weitere Sicht zu haben), sondern auch Festungen (zur Gebietserweiterung und Absicherung) bauen kann. Man kann nun sogar während des Spiels neue Städte gründen.

Stadtausbau ähnlich wie bei Civilisation, wenn auch nicht ganz so komplex. Dafür sind die Einheiten sehr vielseitig mit zum Teil einzigartigen Fähigkeiten. Das Herzstück sind dann die Gefechte oder Schlachten auf einer separaten Karte die dann das jeweilige Gelände der strategischen Karte gut wieder gibt. Steht man z.B. auf einem Wald-Feld, so findet der Kampf auch in einem Wald statt.

Bei Kämpfen ist die KI im taktischen Bereich durchaus fordernd. Die Möglichkeit sich Vorteile, z.B. durch Flankenangriffe zu verschaffen, wird konsequent genutzt. Bevorzugt angegriffen werden Einheiten, die durch vorhergehende Kämpfe bereits geschwächt sind. Einheiten der KI scheuen sich auch nicht, sich mit einem Helden oder gar unserem Anführer anzulegen wenn sich diese exponiert aufstellen oder durch Verwundung anfällig scheinen. Die KI agiert mit ihren eigenen Helden auch viel umsichtiger als im Vorgängerspiel. So kam es bei mir im Gefecht vor, dass sich ein schwer verwundeter gegnerischer Held zuerst aus der unmittelbaren Kampfzone zurückzog um dann wenig später sogar das Spielfeld ganz zu verlassen.

Im Kampfmodus, also bei taktischen Gefechten, werden Helden und sehr mächtige bzw. große Krieger jeweils als eine Figur dargestellt, normale Einheiten bestehen hingegen aus bis zu acht Figuren. Das ist dann schön anzusehen, weil eine Schlachtlinie dadurch viel eindrucksvoller und massiger aussieht. Erleidet nun so eine durch mehrere Figuren dargestellte Einheit Verluste, so bleiben einige von ihnen erschlagen am Boden liegen und die Schlachtreihe wird dadurch immer dünner. Dies ist ein rein optischer Effekt, auf die Kampfstärke selbst hat dies keinen Einfluss. Die Einheit kämpft in der Regel auch mit nur einem Lebenspunkt noch mit ihrer vollen Stärke. Dies wird in einigen Rezensionen kritisiert. Ich habe mit diesem Spielprinzip keine Probleme und erfreue mich an der optischen Umsetzung.

Auf der strategischen Karte agiert die KI nicht so raffiniert wie im taktischen Bereich. Ich finde, sie ist ein wenig passiv, wobei ich jedoch noch nicht mit der höchsten Stufe gespielt habe. Zumindest auf den schwächeren Stufen lässt die KI auch mal eine Stadt unbewacht zurück. In Foren habe ich gelesen, dass die Entwickler die KI in dieser Richtung noch optimieren wollen.

Diplomatie ist eindeutig ein Schwachpunkt, das war aber auch schon beim Vorgänger so. Gegenüber der KI macht die Diplomatie nur zum vereinbaren von offenen Grenzen oder Bündnissen Sinn. Zum Betreiben von Handel ist sie nicht geeignet. Man schwatzt der KI viel zu leicht interessante Dinge oder gar eine Stadt ab. Solange die Diplomatie von den Entwicklern nicht optimiert ist, würde ich davon abraten sie gegenüber der KI zu verwenden. Außer man will sich einen unfairen Vorteil verschaffen. Gegenüber menschlichen Mitspielern kann das Diplomatiemenü natürlich verwendet werden, hier verhandelt man ja mit einer menschlichen Intelligenz.

Die Entwickler dürften aktiv in Foren tätig sein und laufend weitere Optimierungen via Patches implementieren. Es soll auch angedacht sein, dass lokale Spielstände zentral über Steam gespeichert werden können damit so die Möglichkeit besteht diese Spielstände wahlweise über verschiedene PC abzurufen.

Durch die intensiven und kontroversen Diskussionen über Sinn oder Unsinn von Steam habe ich lange überlegt ob ich mir AoW3 überhaupt zulegen soll. Obwohl ich mich mit der Philosophie von Steam nicht ganz anfreunden kann, habe ich das Spiel gekauft und letztlich nicht bereut. Ich habe seinerzeit schon das alte Master of Magic gespielt und verbringe nun wieder (zu) viele spannende Stunden mit AoW3. "Spieleprofis" werden vermutlich rasch die perfekte Kombination von Rasse und Klasse herausgefunden, Schwachpunkte der KI erkannt und ausgenutzt haben, und vermutlich bald andere Herausforderungen suchen. Gelegenheitsspieler, die ja nicht unerfahren sein müssen, werden hingegen auf lange Zeit mit dem Spiel gefordert sein und ihre Freude haben.

Auch wenn zum Zeitpunkt meiner Rezension das Spiel in einigen Punkten noch Optimierungspotential hat (Diplomatie, Agieren der KI auf strategischer Karte), bewerte ich es dennoch mit ***** Punkten. Es ist in seinen Möglichkeiten enorm vielseitig, lässt sich gut individualisieren, und bietet (für mich) einen langanhaltenden hohen Spielspaß.

Im Spiel enthalten ist auch ein Editor, der mir recht komplex erscheint, den ich aber noch nicht ausprobiert habe.

Resümee: Ein Klassiker kehrt zurück! Bei Spielern aus vorhergehenden Teilen der Serie wird sich sofort ein vertrautes Gefühl einstellen. Aber auch Neulinge werden rasch heimisch werden. Es gibt verschiedene Spielmodi: Kampagne, vorgefertigte Karten und Abenteuer oder zufallsgenerierte Karten. Die Grafik ist ansprechend und liebevoll animiert. Den eigenen Anführer kann man aus einer Unzahl, sehr stimmiger, vorgefertigter Charaktere auswählen. Oder man erschafft einen komplett neuen! Bei Kämpfen ist die KI Im taktischen Bereich durchaus fordernd, auf der strategischen Karte agiert die KI jedoch nicht so raffiniert. Diplomatie ist eindeutig ein Schwachpunkt, nimmt aber im Spielkonzept eine eher untergeordnete Stellung ein. AoW3 hat zwar in einigen Punkten noch Optimierungspotential, ist aber in seinen Möglichkeiten enorm vielseitig, lässt sich gut individualisieren, und bietet einen langanhaltenden hohen Spielspaß.


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