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Rezensionen verfasst von
Mr. Quijote (Bremen)

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Persol Sonnenbrille FOLDING (PO0714 24/51 54)
Persol Sonnenbrille FOLDING (PO0714 24/51 54)
Wird angeboten von DROTTICA
Preis: EUR 146,88

5.0 von 5 Sternen Hochwertig und chic, 23. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Schöne und hochwertige Sonnenbrille. Die Klappmechanismen in den Bügeln und im Steg sind erstmal ungewohnt aber selbsterklärend. Gute Alternative zu meinen diversen Ray-Ban-Sonnenbrillen.


Mit Freundlichen Grüßen
Mit Freundlichen Grüßen
Preis: EUR 6,99

6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So geht ein Cover, 1. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mit Freundlichen Grüßen (Audio CD)
Heino - Mit freundlichen Grüßen

Nie hätte ich es mir träumen lassen, dass ich mir mal freiwillig eine CD von Heino kaufen würde. Es hat sich aber gelohnt: Heino hat sich Lieder ausgesucht, die gut zu seiner Stimme passen. Die Arrangements sind auch witzig: Den Part der sägenden E-Gitarren übernimmt meist ein Bläsersatz, der Frauenchor ergänzt Heinos Stimme prima. Natürlich funktionieren die Lieder vor dem Hintergrund der gecoverten Originale, aber Heino hat seine Hausaufgaben gemacht und die oberste Regel fürs Covern beachtet: "Nicht das Original kopieren, sondern das fremde Lied zum eigenen machen."

Ob dieser sogenannte "Rocker-Krieg" nur eine PR-Aktion ist oder die gecoverten Bands sich teilweise wirklich so kleinkariert anstellen, ist mir eigentlich egal. Ramstein, Die Ärzte, Fanta4 und wie sie alle heißen: Das sind doch inzwischen auch alles wohlhabende ältere Herrschaften, die im Grunde auch nichts anderes machen als Heino auf seiner aktuellen CD: Rocker spielen und Klischees bedienen. Nur, dass Heino in diesem Fall keinen Hehl daraus macht, dass sein Outlaw-Gehabe nur Attitüde ist (doch, ich weiß, "was Attitüde heißt").

Sehr geehrter Herr Heino,
falls Sie das hier lesen: Für die nächste Auflage bitte unbedingt vormerken:
• "Liebesspieler" von den Toten Hosen (in der High-Noon-Version vom "Kreuzzug ins Glück"-Album)
• "Das Model" von Kraftwerk und
• "Zeig mir den Weg nach unten" von Knorkator.
Mit freundlichen Grüßen


Der Gefangene des Himmels: Roman
Der Gefangene des Himmels: Roman
von Carlos Ruiz Zafón
  Gebundene Ausgabe

35 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungene Fortsetzung in der Reihe "Friedhof der vergessenen Bücher", 25. Oktober 2012
Carlos Ruiz Zafón - Der Gefangene des Himmels / El Prisionero del cielo
Der Gefangene des Himmels ist das dritte Buch aus der Reihe, die sich um den "Friedhof der vergessenen Bücher" dreht. Obwohl der Autor in seinem kurzen Vorwort meint, dass die einzelnen Bücher in sich geschlossene Einheiten darstellen und unabhängig voneinander (und daher auch in beliebiger Reihenfolge) gelesen werden können, meine ich, dass es sich empfiehlt, dieses Buch als dritten Teil zu verstehen, es also erst zu lesen, nachdem man "Den Schatten des Windes" und "Das Spiel des Engels" gelesen hat. Die Geschichten sind eng miteinander verwoben und zum großen Teil hat man es mit den gleichen Personen und gleichen Schauplätzen in Barcelona zu tun.
Im Vergleich zu den ersten beiden Teilen fällt auf, dass "Der Gefangene des Himmels" nicht nur im Hinblick auf die Seitenzahl kürzer, sondern auch inhaltlich deutlich weniger komplex ist. Es gibt nur zwei Zeitebenen und zwei verschiedene Erzähler.
Der erzählerische Rahmen umfasst den Zeitraum zwischen Dezember 1957 und Februar 1958. Im Mittelpunkt steht hier der Ich-Erzähler Daniel Sempere, der mit seiner Frau Beatríz und dem gemeinsamen Kind in einer kleinen Wohnung über dem Buchladen seines Vaters lebt. Die auf dieser Ebene erzählte Rahmengeschichte ist ziemlich einfach gehalten, weist aber gegen Ende in einem kurzen, als Cliffhanger angelegten Epilog, der im Jahr 1960 spielt, über das Buch hinaus und deutet an, worum es im nächsten Buch der Reihe gehen wird.
Komplexer und geheimnisvoller ist dagegen die zweite Zeitebene. Dabei erzählt Fermín Romero de Torres seinem Freund und Buchhändler-Kollegen Daniel von seinem Schicksal zwischen 1939 bis 1940, also kurz nach dem spanischen Bürgerkrieg. Ohne die genauen Gründe zu erfahren, gerät Fermín in das berüchtigte Gefängnis für politische Gefangene von Montjuic, einer alten Burg auf einer Anhöhe außerhalb Barcelonas. In diesem Gefängnis herrscht der von Selbstmitleid und Ehrgeiz zerfressene Direktor Mauricio Valls wie Gott und Teufel in einer Person über die Wächter und Gefangenen. Für den Direktor ist der Gefängnisposten nur ein Einstieg in eine erhoffte politische und literarische Karriere; seine Herrschaftsposition nutzt er aus, um sich die Fähigkeiten und Kenntnisse seiner politischen Gefangenen anzueignen, mit dem Ziel, reich, berühmt und einflussreich zu werden. Wie zu erwarten ist, geht es in diesem Kapitel sehr grausam zu. Manche Beschreibungen spielen sich deutlich jenseits der Ekelgrenze ab. Das Schlimmste ist dabei die Vorstellung, dass solche Dinge wahrscheinlich wirklich passiert sind. Im Gefängnis befindet sich auch ein ehemals berühmter Schriftsteller, David Martín, Hauptdarsteller des zweiten Bandes "Das Spiel des Engels", mit dem sich Fermín anfreundet. Wie sich herausstellt, wurde der Schriftsteller auf Wunsch des Gefängnisdirektors verhaftet und in einem üblen Schauprozess auf der Grundlage meineidiger Zeugen verurteilt. Die meisten dieser willfährigen Lügner sind erfolglose Schriftsteller, die die Chance wittern, den aufgrund seines Ruhmes verhassten Konkurrenten zu beseitigen.
Bei der Beschreibung dieses Gerichtsverfahrens hört man deutlich die Stimme des Autors Ruiz Zafón heraus, der sich damit gegen die Anfeindungen stellt, die ihm in Spanien aufgrund seines enormen Erfolgs mit Wucht entgegen prallten. Während der Autor international wie ein Star gefeiert wird, gab es in Spanien eine eifrige Debatte darüber, ob die Bücher von Ruiz Zafón überhaupt als Literatur bezeichnet werden dürfen. Der Hauptvorwurf lautet, dass Ruiz Zafón gezielt den Massengeschmack bediene, um sich wirtschaftlich zu bereichern. Angesichts der Komplexität der Geschichten, der großartigen Sprache, des Witzes und des Einfallsreichtums erscheint der Vorwurf, Ruiz Zafón produziere Trivialliteratur zwar absurd, doch handelt es sich wohl um ein menschliches Urbedürfnis, den Erfolgreichen den Ruhm herzlich zu missgönnen.
Das Buch stellt gleichzeitig auch einen Beitrag für die in Spanien längst nicht abgeschlossene Debatte über die Kriegsverbrechen im spanischen Bürgerkrieg und das Duckmäusertum in der Nachkriegsära dar. Der Umstand, dass der grausame Diktator Franco als alter Mann im Bett starb, während um ihn herum Kardinäle, Klageweiber und Schulkinder um sein Seelenheil beteten, nagt sehr am spanischen Nationalstolz. Zwar gerieten in den Zwanziger und Dreißiger Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts auch andere europäische Länder in die Fänge von Diktatoren, doch haben sich andere Länder - wenn auch mit Hilfe der Alliierten - viel schneller von diesen Diktatoren befreien können: Hitler richtete sich in auswegloser Situation selbst, Mussolini baumelte aufgeknüpft von einer Straßenlaterne, nur Franco starb an Alterschwäche im Pyjama. In der Szene, in der Daniel Sempere seinem Vater vorwirft, sich nicht für den politisch motivierten Mord an seiner Mutter gerächt zu haben, kommt der ganze Ärger der jüngeren Generation gegenüber den Mitläufern im Franco-Regime zum Ausdruck. In bewegenden Worten erklärt ihm der vom Leben gezeichnete Vater, warum seine Generation nach dem Bürgerkrieg still gehalten hat: Man wollte das Grauen vergessen, nach vorne schauen und vor allem den Kindern eine Zukunft ohne weiteres Blutvergießen und Gewalt geben.
Ich habe das Buch (im spanischen Originaltext) in zwei Tagen durchgelesen. Die Schilderung des Grauens in den Gefängnisszenen mag manchmal abstoßend sein, doch ist sie zur Darstellung des historischen Gesamtbilds traurigerweise inhaltlich legitimiert. Ansonsten liest sich das Buch leicht und anstrengungslos. Vor allem der mit allen Wassern gewaschene Fermín Romero de Torres bringt immer wieder Witz und Fahrt in die Geschichte. Wer die ersten beiden Bücher aus der Reihe "Friedhof der vergessenen Bücher" gelesen und gemocht hat, wird auch "Den Gefangenen des Himmels" gerne lesen und sich mit mir schon jetzt auf den vierten Band freuen.


The Casual Vacancy
The Casual Vacancy
von Joanne K. Rowling
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,35

13 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen From Pagford it's turtles all the way down, 27. September 2012
Rezension bezieht sich auf: The Casual Vacancy (Gebundene Ausgabe)
Barry Fairweather's death may strike the people of Pagford as an unexpected and somehow puzzling incident and some may wonder about the true cause of his death. However, the deeper they dig and the more disturbing things may get, still no one seems to suspect the obvious but nonetheless disturbing fact: Voldemort is back - and with a vengeance. In his relentless fury he seems to have intimidated the author herself because she does not dare to speak out his true name so that the once called The-One-Who-Must-Not-Be-Named turns into The-One-Who-Must-Not-Be-Written-About. There may be no explicit mentioning of the Dark Lord in the whole story but even so you can hear him hiss and sizzle in Parseltounge, leading astray the weak and - unnoticed by the main characters of the book - pulling the strings that first cause Barry Fairweather's death and then provoke chaos and pain in the town of Pagford.
Joanne K. Rowling announced a novel for adults free of any kind of magic. And on first sight her announcement seems to be true, but if you take a closer look under the smooth surface of polished language it is all spooky and supernatural down there. Even if she avoids to describe explicit magic, the whole story is sopping with unpronounced spells and unbrewed potions. She may not mention the invisible Thestrals crouching and hiding behind every corner, but you know they are there - waiting for more blood to be shed. And who would dare to leave them thirsty?
So even in the Post-Potter-Era there is no place for hard science in Joanne K. Rowling's novels, in her world there is only cold despise and garish laughter for the laws of human logic and rationality. Her universe is turtles - turtles all the way down.


Kein Titel verfügbar

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gutes Licht, schlechte Befestigung, 17. September 2012
Zunächst das Wichtigste: Sowohl Vorder- als auch Rücklicht strahlen hell, man wird nicht nur gesehen, sondern hat ausreichend Licht, um einen unbeleuchteten Waldweg nachts befahren zu können. In der Kernkompetenz für Fahrradleuchten also fünf Sterne.
Nicht zufrieden bin ich allerdings mit der Befestigungsvorrichtung für Vorder- und Rücklicht; ein Stern. Ich denke, dass man davon ausgehen kann, dass batteriebetriebene Fahhradleuchten in erster Linie an Fahrrädern montiert werden, die vergleichsweise wenig Befestigungsmöglichkeiten haben (Rennräder, Mountainbikes), weil sie aus optischen Gründen oder zum Zweck der Gewichtsoptimierung mit wenig Anbauten ausgestattet sind (während Fahrräder, die von Haus aus unzählige Befestigungsmöglichkeiten für solche Leuchten mitbringen, im Normalfall von vornherein mit einem Dynamo und fest installierten Leuchten ausgestattet sind). Umso wichtiger ist also die Befestigungsvorrichtung. Diese Befestigungsvorrichtungen fallen aber weder für das Vorder- noch für das Rücklicht gut aus:
- Billiges Plastikmaterial, das schon nach ein paar Mal Befestigen und Lösen (try and error) deutliche Verschleißerscheinungen zeigt.
- Eingeschränkte Montagemöglichkeiten, weil die Strahlrichtung nach der Montage der Befestigungsvorrichtung kaum noch variiert werden kann.
- Viel zu einfache Abbaumöglichkeit: Nicht nur das Vorderlicht als solches lässt sich für jemanden, der den Schließmechanismus kennt, im Vorübergehen abmontieren und einsacken. Auch die Befestigungsvorrichtung kann ohne Werkzeug mit zwei Handgriffen gelöst werden. Das bedeutet, dass ich - falls ich vorsichtig wäre - nicht nur das Vorderlicht, sondern auch die Befestigungsvorrichtung abmontieren müsste, wenn ich mein Fahrrad für zwei Stunden vor dem Kino abschließe. Das ist kaum praktikabel.

Ein Kumpel von mir hatte hierzu einen moralisch und juristisch nicht ganz einwandfreien Hinweis: Je mehr Leute dieses Lichtset haben, desto besser. Wird Deins geklaut, klaust Du Dir einfach ruckzuck beim nächsten Fahrrad die Ersatzleuchte. Also: Kaufen! ;-)


Star WarsTM Geschichten der Jedi und Sith
Star WarsTM Geschichten der Jedi und Sith
Preis: EUR 8,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Köder muss dem Fisch schmecken., 16. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Unser achtjähriger Sohn konnte am Ende der zweiten Klasse zwar selbständig lesen, war aber ziemlich lesefaul. Da er sich aber wie viele andere Jungs seines Alters brennend für die Star-Wars-Geschichten interessiert und mitreden können will, hat er dieses Buch ohne weitere Aufforderung aus eigenem Antrieb sofort angenommen und mit dem Lesen begonnen. Manche Worte wie "Weltraum-Route" oder "patroullieren" sind vielleicht ein bisschen schwierig für die Zielgruppe, doch es ist erstaunlich, wie sich die Kinder durchbeißen, wenn sie eine Eigenmotivation verspüren.
Auf Aufforderung las er uns sogar ab und zu eine Doppelseite vor und war ganz stolz danach.
Als Erwachsener wird man den Geschichten nicht viel abgewinnen können: Einfachster Schreibstil, fehlende Dramatik und eindimensional gezeichnete Charaktere werden einen geübten Leser kaum vom Hocker reißen, aber darum geht es auch gar nicht. Das Ziel der Bücher ist es schließlich, lesefaule Kinder dazu zu bringen, freiwillig zu lesen; und das gelingt mit diesem Buch ohne Weiteres. Wenn die Kinder einmal auf den Geschmack gekommen sind, werden sie früher oder später von sich aus zu Anspruchsvollerem greifen. Ich musste dabei an das Sprichwort denken: "Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler." Bei unserem Jungen hat die Köder-Aktion jedenfalls prima geklappt. Der nächste Band namens "Star Wars - Galaxis in Gefahr und andere spannende Geschichten" ist schon bestellt.


El prisionero del cielo (Autores Españoles E Iberoamer.)
El prisionero del cielo (Autores Españoles E Iberoamer.)
von Carlos Ruiz Zafón
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 25,95

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungene Fortsetzung der Serie über den "Friedhof der vergessenen Bücher", 1. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Carlos Ruiz Zafón - Der Gefangene des Himmels / El Prisionero del cielo

Der Gefangene des Himmels ist das dritte Buch aus der Reihe, die sich um den "Friedhof der vergessenen Bücher" dreht. Obwohl der Autor in seinem kurzen Vorwort meint, dass die einzelnen Bücher in sich geschlossene Einheiten darstellen und unabhängig voneinander (und daher auch in beliebiger Reihenfolge) gelesen werden können, meine ich, dass es sich empfiehlt, dieses Buch als dritten Teil zu verstehen, es also erst zu lesen, nachdem man "Den Schatten des Windes" und "Das Spiel des Engels" gelesen hat. Die Geschichten sind eng miteinander verwoben und zum großen Teil hat man es mit den gleichen Personen und gleichen Schauplätzen in Barcelona zu tun.
Im Vergleich zu den ersten beiden Teilen fällt auf, dass "Der Gefangene des Himmels" nicht nur im Hinblick auf die Seitenzahl kürzer, sondern auch inhaltlich deutlich weniger komplex ist. Es gibt nur zwei Zeitebenen und zwei verschiedene Erzähler.
Der erzählerische Rahmen findet zwischen Dezember 1957 und Februar 1958 statt. Im Mittelpunkt steht hier der Ich-Erzähler Daniel Sempere, der mit Frau Beatríz und dem gemeinsamen Kleinkind in einer kleinen Wohnung über dem Buchladen seines Vaters lebt. Die auf dieser Ebene erzählte Rahmengeschichte ist ziemlich einfach gehalten, weist aber gegen Ende in einem kurzen, als Cliffhanger angelegten Epilog, der im Jahr 1960 spielt, über das Buch hinaus und deutet an, worum es im nächsten Buch der Reihe gehen wird.
Komplexer und geheimnisvoller ist dagegen die zweite Zeitebene. Dabei erzählt Fermín Romero de Torres seinem Freund und Buchhändler-Kollegen Daniel von seinem Schicksal zwischen 1939 bis 1940, also kurz nach dem spanischen Bürgerkrieg. Ohne dass die genauen Gründe genannt werden, gerät Fermín in das berüchtigte Gefängnis für politische Gefangene von Montjuic, einer alten Burg auf einer Anhöhe außerhalb Barcelonas. In diesem Gefängnis herrscht der von Selbstmitleid und Ehrgeiz zerfressene Direktor Mauricio Valls wie Gott und Teufel in einer Person über die Wächter und Gefangenen. Für den Direktor ist der Gefängnisposten nur ein Einstieg in eine erhoffte politische und literarische Karriere; seine Herrschaftsposition nutzt er aus, um sich die Fähigkeiten und Kenntnisse seiner politischen Gefangenen anzueignen, mit dem Ziel, reich, berühmt und einflussreich zu werden. Wie zu erwarten ist, geht es in diesem Kapitel sehr grausam zu. Manche Beschreibungen spielen sich deutlich jenseits der Ekelgrenze ab. Das Schlimmste ist dabei die Vorstellung, dass solche Dinge wahrscheinlich wirklich passiert sind. Im Gefängnis befindet sich auch ein ehemals berühmter Schriftsteller, David Martín, Hauptdarsteller des zweiten Bandes "Das Spiel des Engels", mit dem sich Fermín anfreundet. Wie sich herausstellt, wurde der Schriftsteller auf Wunsch des Gefängnisdirektors verhaftet und in einem üblen Schauprozess auf der Grundlage meineidiger Zeugen verurteilt. Die meisten dieser willfährigen Lügner sind erfolglose Schriftsteller, die die Chance wittern, den aufgrund seines Ruhmes verhassten Konkurrenten zu beseitigen.
Bei der Beschreibung dieses Gerichtsverfahrens hört man deutlich die Stimme des Autors Ruiz Zafón heraus, der sich damit gegen die Anfeindungen stellt, die ihm in Spanien aufgrund seines enormen Erfolgs mit Wucht entgegen prallten. Während der Autor international wie ein Star gefeiert wird, gab es in Spanien eine eifrige Debatte darüber, ob die Bücher von Ruiz Zafón überhaupt als Literatur bezeichnet werden dürfen. Der Hauptvorwurf lautet, dass Ruiz Zafón gezielt den Massengeschmack bediene, um sich wirtschaftlich zu bereichern. Angesichts der Komplexität der Geschichten, der großartigen Sprache, des Witzes und des Einfallsreichtums erscheint der Vorwurf, Ruiz Zafón produziere Trivialliteratur zwar absurd, doch handelt es sich wohl um ein menschliches Urbedürfnis, den Erfolgreichen den Ruhm herzlich zu missgönnen.
Das Buch stellt gleichzeitig auch einen Beitrag für die in Spanien längst nicht abgeschlossene Debatte über die Kriegsverbrechen im spanischen Bürgerkrieg und das Duckmäusertum in der Nachkriegsära dar. Der Umstand, dass der grausame Diktator Franco als alter Mann im Bett starb, während um ihn herum Kardinäle, Bischöfe, Witwen und Schulkinder um sein Seelenheil beteten, nagt sehr am spanischen Nationalstolz. Zwar gerieten in den Zwanziger und Dreißiger Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts auch andere europäische Länder in die Fänge von Diktatoren, doch haben sich andere Länder - wenn auch mit Hilfe der Alliierten - viel schneller von diesen Diktatoren befreien können: Hitler vergiftete sich in auswegloser Situation im Bunker, Mussolini wurde an einer Straßenlaterne aufgeknüpft, nur Franco starb an Alterschwäche im Pyjama. In der Szene, in der Daniel Sempere seinem Vater vorwirft, sich nicht für den Tod seiner Mutter an deren Mörder gerächt zu haben, kommt der ganze Ärger der jüngeren Generation gegenüber den Mitläufern im Franco-Regime zum Ausdruck. In bewegenden Worten erklärt ihm der vom Leben gezeichnete Vater, warum seine Generation nach dem Bürgerkrieg still gehalten hat: Man wollte das Grauen vergessen, nach vorne schauen und vor allem den Kindern eine Zukunft ohne weiteres Blutvergießen und Gewalt geben.

Ich habe das Buch in zwei Tagen durchgelesen. Die geschilderte Gewalt in den Gefängnisszenen mag manchmal abstoßend sein, doch gehört sie wahrscheinlich als historischer Bestandteil traurigerweise dazu. Ansonsten liest sich das Buch leicht und anstrengungslos. Vor allem der mit allen Wassern gewaschene Fermín Romero de Torres bringt immer wieder Witz und Fahrt in die Geschichte. Wer die ersten beiden Bücher aus der Reihe "Friedhof der vergessenen Bücher" gelesen und gemocht hat, wird auch "Den Gefangenen des Himmels" gerne lesen.


Dexter - The Sixth Season [UK Import]
Dexter - The Sixth Season [UK Import]
Wird angeboten von LetsHaveFun24
Preis: EUR 12,45

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Diesmal wird's apokalyptisch ... (keine Spoiler!), 8. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dexter - The Sixth Season [UK Import] (DVD)
Ein verrückter Professor und sein Diener wollen den in der biblischen Johannes-Offenbarung beschriebenen Weltuntergang herbeiführen, indem sie in Miami verschiedene Szenen aus der Offenbarung auf mörderisch-makabre Weise nachstellen... und geraten damit zwangsläufig in den fachlichen und örtlichen Zuständigkeitsbereich von Blutspurenanalyst Dexter Morgan.
Neben der sich eher langsam (und ziemlich vorhersehbar) entwickelnden Hauptgeschichte nimmt in dieser Staffeln Dexters Stiefschwester Debra eine herausragende Rolle ein. Sowohl beruflich als auch privat ergeben sich für sie große Veränderungen, an denen sie teilweise schwer zu tragen hat. Erfreulicherweise macht Debra aus ihrem Herzen selten eine Mördergrube und lässt uns Zuschauer an ihrem seelischen auf und ab nicht nur verbal (das F-Wort fällt circa 70x pro Folge) sondern auch mimisch offenherzig teilhaben.
Die anderen Bekannten aus der Serie wie Batista, Quinn und Masuka bekommen zwar auch ein paar eigene Szenen, doch sind sie in dieser Staffel eindeutig Nebendarsteller. Die einzige, die durch Boshaftigkeit ein bisschen glänzen darf, ist die karrieregeile La Guerta, die sich zunächst eine unverdiente Beförderung erpresst und danach munter weiter intrigiert.
Wie bereits angedeutet, wirkt die sechste Staffel ziemlich routiniert. Aus meiner Sicht fehlt dieses Mal eine interessante Konfliktsituation für Dexter. Man erlebt zwar, wie er versucht, über einen zum Gottesmann geläuterten Ex-Möder dem Glauben eine Chance in seinem Leben zu geben, doch bleibt es eher bei oberflächlichen Bemühungen, die keine echte Spannung oder wenigstens Witz erzeugen. Auch vom Plot her finde ich es traurig, dass die Macher dieser bisher so originellen Serie keine bessere Idee hatten, als die aus jedem zweiten Horrorfilm bekannten Klischees aus der Johannes-Offenbarung abzuspulen. Meiner Ansicht nach sollte für die nächsten 1000 Jahre ein weltweites Apokalypse-Embargo für das gesamte Horror- und Thriller-Genre verhängt werden: "Das Omen I-IV", "End of Days", "Das siebte Zeichen", "El día de la bestia" und Iron Maidens "Number of the Beast" (um hier mal die besseren Interpretationen zum Thema aufzuzählen) haben die darin vorkommenden Bilder wirklich im ausreichenden Umfang abgegrast.
Dennoch muss eins klar sein: Mein Gemotze ist letztlich ein Jammern auf hohem Niveau, denn selbst die schwächste Dexter-Folge ist immer noch besser als das meiste andere, was es so an TV-Serien zu sehen gibt. Insoweit vergebe ich den Drehbuchschreibern der sechsten Staffel großzügig, vor allem, weil sie in der allerletzten Einstellung einen sagenhaften Cliffhanger aus dem Hut zaubern und damit eine irrsinnige Spannung für die (hoffentlich bald anlaufende) siebte Staffel erzeugen. Ich frage mich, wie diese Situation aufgelöst werden kann. Eigentlich unmöglich, oder?
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 30, 2012 11:09 AM CET


Dexter: The Fifth Season
Dexter: The Fifth Season
DVD ~ Michael C. Hall
Wird angeboten von ZOverstocksDE
Preis: EUR 13,61

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gute Nachricht für alle Mittäter im Geiste: Dexter wieder in Topform!, 28. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Dexter: The Fifth Season (DVD)
Die ersten zwei Episoden beschäftigen sich sehr ausführlich mit den Folgen, die sich aus Ritas Ermordung am Ende der vierten Staffel ergeben. Inhaltlich ist das zwar verständlich, nimmt der Serie jedoch viel von der üblichen Fahrt. Danach kann Dexter sich jedoch wieder verstärkt (aber natürlich nie ganz unbehelligt) seiner Kernkompetenz, der rituellen Ermordung gewissenloser Bösewichte, zuwenden. Wie in der dritten Staffel findet Dexter einen Gleichgesinnten, aber anders als zu Miguel Prado entsteht zwischen seiner neuen Mordkomplizin und ihm eine innige Beziehung.
Insgesamt ist die fünfte Staffel um einiges moralischer als die bisherigen. Das klingt zugegebenermaßen ziemlich ungeheuerlich, denn schließlich ist der Held und Sympathieträger der Serie ein Serienmörder. Diesmal sind seine Opfer aber derartige Super-Dreck-Schweine, dass deren Hinrichtungen geradezu als ethische Pflichtakte wirken. Dennoch schaffen es die Macher von Dexter durch das (ab Folge 3) hohe Tempo und den teilweise krassen Humor, dass die Folgen nie ins Pathetische oder gar Kitschige abdriften. Meine absolute Lieblingsszene aller Staffeln findet sich gegen Ende der sechsten Folge, als Dexters Laborkollege Masuka seinen ersten Mordfall "löst", indem er sich das ungewöhnliche Doppelmordszenario in einem nächtlichen Warenlager mit den Mitteln seiner eigenen perversen Phantasie zurecht legt. Während Debra und die anderen Polizisten der Mordkommission völlig ratlos vor den zwei übel zugerichteten Leichen stehen (die in Wirklichkeit wohl auf wessen Konto gehen?), beginnt Masuka seine grottenfalsche aber restlos überzeugend vorgetragene Theorie über den autoerotischen Erstickungstod gestisch und mimisch so grandios zu untermalen, dass er spätestens von da ab zu meinem Top-Kandidaten für die Position der unentbehrlichsten Nebendarstellerrolle avanciert ist.
Immer wieder für Lacher sorgen auch die Szenen, in denen Dexters Gegenspieler Jordan Chase wortwörtlich genau das laut ausspricht, was Dexter kurz davor im stummen Selbstgespräch dem Publikum anvertraut hatte. Vor allem das Gesicht, das Dexter dann jeweils macht ("I wish he would stop doing this."), ist bereits den Kaufpreis für die DVD-Box wert.
So, und jetzt heißt es leider: Warten bis zur sechsten Staffel, wenn es wieder heißt "Tonight's the night." Ich freu mich drauf!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 3, 2013 8:14 PM MEST


Der Meister: Roman
Der Meister: Roman
von Herbert Rosendorfer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Skurrile Figuren, liebevoll gezeichnet, 27. Oktober 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Meister: Roman (Gebundene Ausgabe)
Der Meister - Herbert Rosendorfer
Die Geschichte handelt von dem ewigen Studenten Thomas Wibesser, dessen Nachname bereits klar macht, dass wir es mit einem Besserwisser zu tun haben. Da er sich mit seiner Pingeligkeit allerdings meist selbst im Weg steht, bescheiden lebt und im Normalfall nicht großspurig daherkommt, wird er von seinen Kommilitonen durchaus als Koryphäe geschätzt und mit dem nur zum Teil ironisch gemeinten Prädikat "Der Meister" geadelt. Der Verfasser Herbert Rosendorfer zeichnet das Bild einer Studentengeneration, von der das Universitätsstudium noch nicht als Berufsausbildung gesehen wurde, sondern als Möglichkeit zum Erwerb eines umfassenden Wissensrepertoires, dessen Zweck nicht unbedingt in der praktischen Anwendung bestand, sondern - wenn man so will - der Verfeinerung des Menschen dienen sollte. Vor diesem Hintergrund geschehen allerlei skurrile kleine Geschichten, die bei einem Treffen von zwei Studienfreunden des Meisters in der Rückschau erzählt werden. Am lustigsten fand ich die Episode mit dem "Stierkampf" in Oppenhusten/Münsterland (Ansage des Zeremonienmeisters mit pseudo-spanischen Akzent: "Meine Damen chund Cherren.")
So wie der Lebenszweck der Hauptfigur im Vor-Sich-Hin-Studieren besteht, verstehe ich auch den Inhalt des Buches: Ein konkretes Ziel ist nicht erkennbar, auf die Details kommt es an.
Ach ja: Was die lasziv dreinblickende Dame auf dem Buchcover mit dem Inhalt zu tun hat, bleibt mir auch nach der Lektüre ein Rätsel. Jedenfalls musste ich meiner Frau erstmal erklären, dass es sich um keinen geschriebenen Porno handelt (gibt es so etwas eigentlich?). Wahrscheinlich ein Ratschlag der Marketing-Abteilung ("sex sells").
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 4, 2016 3:40 PM MEST


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