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Rezensionen verfasst von
MMeXX (Rostock, Germany)

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Thief - Der Einzelgänger - Ultimate Edition (5-Disc Set) [Blu-ray]
Thief - Der Einzelgänger - Ultimate Edition (5-Disc Set) [Blu-ray]
DVD ~ James Caan
Preis: EUR 28,99

17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein starker Film in einer würdigen Ausgabe, 10. März 2016
Frank, der Hauptcharakter in "Thief" folgt der Regel seines Mentoren, niemanden zu belügen. Dem will ich mich anschließen und sage ganz klar: Ich bin großer Fan von Michael Manns Schaffen. Den FIlm mag ich sehr, weswegen sich die folgenden Zeilen eher um das Set an sich drehen sollen als den Film.

Zur "5-Disc Ultimate Edition":
Was für ein dickes Paket. Äußerlich so schick wie Manns beste Bilder, ein sehr stabiler Schuber beherbergt das Digipak mit den fünf Discs (2x Blu-ray Disc, 3x DVD). Erstmalig liegt der Film in allen drei Versionen (Director's Cut [von 4K-Transfer], Kinofassung und "Special Director's Edition" [von 1995]) in einem Set vor. Die "SDE" ist dabei wie schon auf der US-DVD als einzige in mäßiger Bildqualität (nicht anamorphes Bild) und nur auf DVD dabei. Das stört aber nicht, denn die beiden anderen Fassungen sehen in HD wunderbar aus, der Originalton erschallt beim DC in sattem DTS-HD Master Audio 5.1 und wer nur minimal auf Tangerine Dreams Musik steht, wird hier sicher den einen oder anderen Ohrgasmus erleben. Die Kinofassung bietet den Ton in 2.0 an. Hier liegt momentan noch der wohl einzige, objektiv anbringbare Kritikpunkt der Edition (die ja offiziell sogar erst am heutigen 11.03. erscheint): Die deutsche Tonspur ist bei den Blu-ray Discs (also beim Director's Cut und der Kinofassung) ein wenig zu tief. Eine Nachpressung (eventuell sogar mit einer qualitativ besseren Tonspur) ist bereits labelseitig angekündigt. Beim DC ist eine Szene, die in der Kinofassung nicht vorhanden war, übrigens OmU in die deutsche Tonspur eingefügt worden. Sowohl DC als auch Kinofassung sind komplett untertitelt, in Deutsch und Englisch.

Die Extras sind zum größten Teil von der britischen Ausgabe von Arrow übernommen worden. Mit dem erfreulichen Zusatz, dass dieses Bonusmaterial Untertitel in deutscher Sprache spendiert bekommen hat. Wer sich für Hintergründe, Umstände und sonstiges direkt zum Film interessiert, sollte sich vor allem "The Art of the Heist" von F.X. Feeney ansehen, hier gibt es einen sehr hohen Informationsgehalt. Des weiteren gibt es einen Audiokommentar mit Michael Mann und James Caan (an den DC angelegt, aber meines Wissens erstmals mit der "DSE" veröffentlicht) sowie einen deutschprachigen Kommentar von Filmwissenschaftler Marcus Stiglegger. Neben diversen Anekdoten rund um den Filmdreh, ordnet Stiglegger den Film ein in Kontexte, zieht Parallelen zu anderen Filme(macher)n und hat nebenbei auch für Freunde von Lederjacken noch ein paar Hinweise. Der Kommentar ist also nicht nur unter wissenschaftlichen und analytischen Apsekten brauchbar, sondern ist durchaus unterhaltsam aufbereitet. (Wer sich das nicht so ganz vorstellen kann, möge bitte mal ein Aufnahmegerät bereitstellen, den Film starten und dann für zwei Stunden gehaltvolle Sachen, die sich thematisch mit dem Film auseinandersetzen, von sich geben.) Auch das beigefügte Booklet ist von Herrn Stiglegger und dreht sich um (un)mögliche Einordnungen Thiefs in Genre-Korsetts. Und für Plakatsammler gibt es ein A4-großes, gefaltetes Original des Kinomotivs.

Insgesamt liegt hier also eine Ausgabe vor, die sich in wissenschaftlicher Hinsicht lohnt (verschiedene Schnittfassungen, analytischer Audiokommentar, an Informationen reiche Dokumentation), aber auch für diejenigen reizvoll sein dürfte, die noch ein Ausstellungsstück in der Vitrine brauchen (und dieser Film hat es in meinen Augen durchaus verdient). Die Bildqualität ist enorm gut, die Tonproblematik bei der Snychronisation sollte sich demnächst auch erledigt haben.


Mädchen: Mit Gewalt - Edition Deutsche Vita Nr. 4 [Blu-ray] [Limited Edition]
Mädchen: Mit Gewalt - Edition Deutsche Vita Nr. 4 [Blu-ray] [Limited Edition]
DVD ~ Helga Anders

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Deutscher Film: Mit Voller Kraft, 12. Juni 2015
Zum Film:
Es ist kein Zufall, das KLAUS LÖWITSCH für diesen Film den DEUTSCHEN FILMPREIS als BESTER HAUPTDARSTELLER erhalten hat. Neben ihm sind es ARTHUR BRAUSS und HELGA ANDERS, die hier großes Kino abliefern, in einer Nebenrolle ist auch ROLF ZACHER zu sehen. Neben intensivem Schauspiel ist es vor allem die gekonnte Inszenierung, die den Film sehenswert machen. Nichts für einen gemütlichen Abend, sondern ein Film mit einem noch immer brandaktuellen Thema, der sich vielen Konventionen entzieht. Sehenswert!

Zur Veröffentlichung:
In Eigenleistung wurde hier ein Mammutpaket auf die Beine gestellt. Das beginnt mit knusper-knackig-tollem Bild und sorgfältig gemastertem Ton und führt weiter zu einem Füllhorn an selbst produzierten Extras: Zwei Audiokommentare (einmal u. a. mit Regisseur Roger Fritz und Darsteller Rolf Zacher, einmal mit dem Labelchef Timo Zimmermann), mehrere Interviews sowie eine grandiose Trailershow. Jeder Cent (auch wenn es die Händlermarge sein mag), den man hier als Käufer reinsteckt, wird doppelt entlohnt!

In kurz: Zugreifen! Entdecken! Drüber sprechen!
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 14, 2015 10:11 PM MEST


Columbo - Des Teufels Corporal [Blu-ray]
Columbo - Des Teufels Corporal [Blu-ray]
DVD ~ Peter Falk
Wird angeboten von tvhits
Preis: EUR 14,99

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kompanie Halt! Augen zum Fernseher!, 11. August 2013
Worum geht's?
An der Haynes-Militärakademie geht es drunter und drüber. Obwohl Colonel Rumford (Patrick McGoohan) ein straffes Regiment führt, sind Jungs eben nur Jungs. Und die treffen sich auch mal unerlaubterweise mit Mädchen oder brennen Schnaps! Und dann will auch noch William Haynes, der Leiter der Einrichtung und Enkel des Gründers, angesichts sinkender Einschreibungszahlen die Akademie auch noch für Mädchen öffnen. Das ist zuviel für den Colonel! Bei einer Zeremonie zündet Haynes eine Kanone, doch das geht nach hinten los und endet für ihn tödlich. Auftritt Columbo, der sich nun der Geschichte annimmt...

Wie ist es so?
Bislang hatte ich mich nie ernsthaft mit Peter Falk in seiner Rolle als Lieutenant Columbo beschäftigt. Da nun aber dank Koch Media die Möglichkeit besteht, (vorerst) eine Folge in HD und O-Ton zu einem niedrigen Preis zu erleben, habe ich mal zugegriffen. Der Mord selbst wird gar nicht erst im Dunkeln gelassen. Die Konzentration der Folge liegt in Columbos Ermittlungsarbeit und vor allem seinen Dialogen mit dem Colonel. Im Vergleich zu manchen heutigen Krimiserien, gibt es hier kein Schnittstakkato, sondern ruhig gefilmte Dialoge, bei denen die Schauspieler noch die Möglichkeit haben, darstellerische Leistungen in Einstellungen zu zeigen, die länger als 3 Sekunden gehen. Das Motiv ist mal halbwegs originell, die Hauptdarsteller (Falk und McGoohan) überzeugend und die Kameraarbeit für TV-Verhältnisse mehr als zufriedenstellend. 7/10

Disc-Ausstattung:
Neben dem O-Ton und der deutschen Synchronisation gibt es sowohl englische als deutsche Untertitel. Dazu eine Kapitelanwahl (12) sowie als Bonus den Originalvorspann der "NBC Mystery Sunday Movie"-Reihe und eine selbstlaufende Bildergalerie mit Impressionen vom Set. Das Bild liegt im Originalformat (4:3) in echtem Full HD (1080p) vor.

Ich bin durchaus auf den Geschmack gekommen und hoffe, dass es sich bei dieser Blu-ray Disc um einen erfolgreichen Testballon seitens des Labels handelt und weitere Episoden (gerne natürlich auch staffelweise) ihren Weg auf Blu-ray Disc finden werden!
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 5, 2014 8:49 PM MEST


Der Zombie - Ausgabe 01/2013 - TANZ DER TEUFEL-Special
Der Zombie - Ausgabe 01/2013 - TANZ DER TEUFEL-Special
von Markus Haage
  Broschüre

14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Totes Gedrucktes!, 11. Juni 2013
Er hat sich erhoben! So wie anno dazumal Victor Frankenstein sei Monster schuf, hat nun auch Markus Haage im Alleingang seinen "Zombie" aus dem Grab geholt und präsentiert dem geneigten Leser auf 52 Seiten jede Menge Hintergrundwissen, Skurriles sowie eine gehörige Portion Nostalgie.

Das Äußere: Da Zombies von Natur aus nicht immer im allerbesten Zustand sind, hat man sich beim Seitenlayout für einen künstlichen "Knitterlook" entschieden. Zudem wird der Zombie mit Abheftringen geliefert, damit er a) nicht in sich zusammenfällt und b) in einem später geplanten Ordner mit weiteren Exemplaren angekettet werden kann.

Das Gekröse (Innere): Der Hauptteil, also Herz, Lunge und Nieren des Zombies bestehen aus Asche. Äh... Ash. Und natürlich dreht er sich rund um die drei Originalfilme ([Within the Woods,] The Evil Dead, The Evil Dead II und The Army of Darkness) sowie den neu angelaufenen Kinofilm Evil Dead. Neben Neben Postern und Set-Fotos, überzeugt der harte Zombie-Kern (aka die Texte) mit einer hohen Informationsdichte, bei dem sich der Leser manchmal so fühlt, als wäre er gerade gemeinsam mit Bruce Campbell, Sam Raimi und Scott Spiegel beim Dreh der Filme dabei.
Neben diesem Hauptteil, hat der Zombie natürlich auch noch Hand und Fuß: Es gibt Kurzbesprechungen zu einigen Schlaglichtern der 80er Jahre, ein Fanposter und vor allem noch einen Blick auf die Welt vor DVD, Blu-ray Disc und Internet. Einer Zeit, in der Zombies nicht Gegenstand weichgespülter PG-13-Filme wie "Warm Bodies" waren. So werden frühere Werbeanzeigen von Video-Labels präsentiert und sogar ein Laden, der sich auch heute noch auf VHS spezialisiert hat, wird vorgestellt. Abgerundet wird die Premierenausgabe durch einen Gastbeitrag, der sich ebenfalls genau jener Zeit annimmt, als Filme weiter entfernt waren als nur einen Mausklick.

Der Gesamteindruck: Für untote Verhältnisse präsentiert sich Zombie #1 äußerst frisch und findet einen Mittelweg zwischen hoher Informationsdichte und guter Unterhaltung. Da freut man sich doch jetzt schon auf die nächste Ausgabe!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 21, 2013 4:06 PM MEST


Flavia de Luce 1 - Mord im Gurkenbeet: Roman
Flavia de Luce 1 - Mord im Gurkenbeet: Roman
von Alan Bradley
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,99

4.0 von 5 Sternen Verschrobene Charaktere in solidem Krimi, 24. April 2013
Zunächst mein größtes Ärgernis: der deutsche Titel! Anscheinend musste hierzulande für den Verkauf gleich mal wieder ein "Mord" her, um den Absatz zu steigern. Dass der Originaltitel jedoch im Laufe des Werkes immer wieder aufgegriffen und verschiedenartig ausgelegt wird, bleibt dabei natürlich völlig auf der Strecke. Dies mag vielen marginal erscheinen, mich fuchst so etwas jedoch, da ich es für völlig unnötig halte, sich einen - im Vergleich - dermaßen platten Titel zu flicken.
Nun gut, nun zum Inneren des Kuchens: Der Auflösung des Täters selbst ist letztlich wenig überraschend, das muss sie aber auch nicht sein. Denn wie viele Werke mögen wohl noch eine gänzlich unbekannte Konstellation entwickeln? Bleiben also vor allem drei Punkte, mit denen ein Krimi heutzutage noch ordentlich punkten kann: den Charakteren, der Welt und dem Schreibstil.

Die Charaktere
Nachdem ich einige Rezensionen hier überflogen habe, komme ich zu der Erkenntnis, dass gerade Hauptmadamchen Flavia die Gemüter zu spalten scheint. Sie wäre ja ach so neunmalklug und unsympathisch und wisse viel zu gut Bescheid. Dies kann ich in keiner Weise nachvollziehen. Sie hat ein Steckenpferd (Chemie, speziell tödliche Gifte), dass sicher nicht der Vorstellung vieler von einem elfjährigen Mädchen entspricht. Aber wie viele kleine Mädchen kennt man selbst eigentlich... Gerade die Streitereien mit ihren älteren Schwestern sind zwar nicht immer psychologisch tiefgehend begründet, wer jedoch ebenfalls nicht als Einzelkind aufwuchs, kann sich sicher ebenfalls an kleinere und größere Streiche erinnern. Die Großzahl der Dorfbewohner bleibt sicherlich mit den Füßen im Klischeematsch hängen (z.B. die Klatsch-Weiber), dennoch werden die meisten zumindest noch mit ein paar wenigen Eigenheiten versehen. Mehr als Mittel zum Zweck sind sie jedoch selten.

Die Welt
Großbritannien am Beginn der 50er Jahre bildet den Hintergrund von Bradleys Roman. Also keinerlei Anzeichen von Mobiltelefonen, Internet und anderen technischen Spielereien. Die meisten Orte (z.B. das Gasthaus im Nachbardorf oder die Polizeistation) werden maximal schemenhaft skizziert, bieten damit aber natürlich genug Raum, um der eigenen Phantasie die Details zu überlassen.

Der Schreibstil
Bradley arbeitet immer wieder intensiv mit literarischen (z.B. Dickens und Brontë) und filmischen Bezügen (z.B. Der dritte Mann und Laurence Olivier). Dadurch entsteht natürlich ein enormer Knackpunkt des Buches. Wer die diversen Anspielungen nicht kennt und sich auch nicht dafür interessiert, dem mag das alles zu viel sein und unverständlich bleiben. Wer jedoch einige Kenntnis besitzt und sich auch für die nicht bekannten Verweise Interesse mitbringt, wird daran seine helle Freude haben. Es ist schon ein gravierender Unterschied, ob man sich Flavia imaginieren kann, wie sie Anton Karas' Zither-Melodie aus dem Film 'Der dritte Mann' vor sich hin pfeift, oder ob man sich hier nur ein "einfaches" Getute vorstellt. Ich konnte auch längst nicht allen Verweise folgen. Bleibt also die Frage, ob Bradley hier nicht manchmal zu weit geht?

Mit der eigenwilligen Hauptfigur und den vielen Querverweisen und Vergleichen schafft Autor Alan Bradley, der - für mich angesichts diverser Details durchaus überraschend - aus Kanada stammt, einen eher speziellen Kriminalroman, der längst nicht jedem gefallen dürfte. Und ein Werk, dass sich nicht auf Biegen und Brechen an die breite Masse anbiedert, hat auch etwas für sich.


Handbuch für Detektive: Roman
Handbuch für Detektive: Roman
von Jedediah Berry
  Taschenbuch

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Verrückte Welt!, 24. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Handbuch für Detektive: Roman (Taschenbuch)
Mit dem Roman "Handbuch für Detektive" entwirft Jedediah Berry vor allem eines: eine herrlich verworrene Welt! Ich gestehe, dass mich der Ausgang des Falls höchstens peripher interessiert hat. Viel zu sehr begeisterte ich mich für die vielen kleinen Details, die mich in der namenlosen Großstadt, in welcher sich der Protagonist Charles Unwin bewegt, erwarteten. Zwar wurden standardmäßige Versatzbausteine (ständiger Regen, femme fatale, etc.) verwendet, doch wieder einmal machte die Verbindung bekannter Ingredenzien den Reiz aus. Die Frage, auf welcher (Traum-)Ebene man sich denn nun befinden könnte und die Verlässlichkeit der diversen Berichte des Schreibers innerhalb der Welt werden immer wieder neu hinterfragt und lassen eine unzuverlässige Welt entstehen, in der beinahe alles möglich scheint. Wer auf jede Frage in dem Buch eine klare Antwort erwartet, mag daher am Schluss enttäuscht das Werk beiseite legen. Doch ist aus meiner Sicht gerade jenes Ungenaue, Vage und kaum Greifbare die Essenz des Ganzen. Die Länge des Buches scheint ideal zu sein. Denn ich hätte gerne mindestens doppelt so viel über die Figuren von Agentur und Wanderzirkus gelesen, aber bekanntlich soll man ja aufhören, wenn es am schönsten ist.

Manchem Leser mag das Buch durchaus verworren oder gewollt komplex erscheinen, das Ungewisse bereitete mir persönlich jedoch große Freude und hat jedes Umblättern zu einer bittersüßen Qual gemacht. Denn einerseits wurde das Verlangen nach mehr gestillt, andererseits rückte das Ende und damit der Abschied vom Buch unaufhaltsam näher.


Die Alchemie der Unsterblichkeit: Roman
Die Alchemie der Unsterblichkeit: Roman
von Kerstin Pflieger
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,00

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die Alchemie der vergebenen Möglichkeiten, 19. April 2013
Ende des 18. Jahrhunderts: In einem Ort, tief im Schwarzwald, leben Vampire, Werwölfe und noch einige andere fantastische Wesen gemeinsam mit den Menschen. Doch ein Mörder geht um. Und so wird ein junger Bursche aus Karlsruhe geschickt, der den Fall lösen soll. Doch der Herr Inspektor glaubt eigentlich nur an Wissenschaft und nicht an Märchenfiguren...

Die Geschichte ist zwar wenig innovativ, aber das ist nicht großartig kritikwürdig. Die diversen Klischees, u.a. der wissenschaftlich-rationale Ermittler in einer fantastischen Umgebung, sind allesamt erwartbar. Doch gerade für die Ausgangssituation bin ich durchaus empfänglich. Ein bisschen Spuk, Spuk, jede Menge Vampire und Werwölfe in einer abgeschiedenen und größtenteils verriegelten Gegend. In so eine Welt tauche ich gerne ein. Schade nur, dass unnötige und ärgerliche Unzulänglichkeiten einem das Lesevergnügen verhageln. Das beginnt bei orthografischen Fehlern, geht über vergessene Wörter (prominentestes Beispiel: "Die Pferde wieherten, als sie den Feuerring ,[...]" [S. 59]) bis hin zu sich ändernden Namen (da wird aus dem Steigmeyer plötzlich ein Skigmeyer [S. 54] oder aus Sohon ein Sohan).
Erzeugt die Fahrt nach Dornfelde noch durchaus Spannung und führt zunächst kleinere, nicht gänzliche fantastische Elemente ein, wenn bspw. Kutscher Renfin Zwölffinger seinen Namen völlig zu Recht trägt, flacht das Geschehen in Dornfelde teilweise ab. Bekannte Versatzstücke aus Familienstreitigkeiten, ach so dunklen Geheimnissen u.ä. werden durch reißbrettartige Figuren verkörpert, von denen sich Icherios mit seiner Charakterisierung fast so sehr abhebt, wie die Burg des Fürsten vom restlichen Ort.
Zwar bringt die Grundstimmung der Geschichte durchaus Spaß, doch wirken einige Monströsitäten angesichts der kurzen Auftritte zu gewollt ins Buch geschrieben. Hierzu passt auch der großteils redundante Glossar am Ende der Geschichte. Die meisten dort aufgeführten Begrifflichkeiten werden nahezu 1:1 so im Verlauf der Geschichte erwähnt. Hilfreicher gestaltet sich da schon eher die Übersicht der Dramatis Personae, die nach meinem Geschmack aber durchaus auch direkt an den Beginn des Buches hätte gestellt werden können.

Der Versuch, in einem entlegenen Winkel des deutschen Raumes eine fantastische Geschichte zu spinnen, ist anzuerkennen. Doch das finale Werk scheitert nicht nur an der storytechnisch wenig überraschenden Umsetzung, sondern vor allem auch an grammatikalischen Grundlagen, die einen immer wieder aus dem Geschehen holen. Wer aber über diese Fehler hinwegliest und sich auch an der formelhaften Geschichte nicht stört, hat sicher auch seinen Spaß in Dornfelde.


The Big Blue - Im Rausch der Tiefe [2 DVDs]
The Big Blue - Im Rausch der Tiefe [2 DVDs]
DVD ~ Rosanna Arquette
Preis: EUR 8,29

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Endlich eine neue Auflage..., 11. Mai 2009
Wer nicht zufällig genug Geld besaß, um die ältere(n) Auflage(n) zu kaufen, kann nun endlich zu moderaten Preisen zuschlagen. Die neue DVD-Auflage ist ordentlich aufgemacht. Die 2 DVDs (DVD 1: Hauptfilm, DVD 2: Extras) kommen in einem Digipak plus einem 8-seitigen Booklet. Das Ganze steckt in einem Hochglanzschuber. Allerdings sieht das Cover bei längerem Ansehen doch recht künstlich aus, minimaler Abzug an dieser Stelle.

Die Bildqualität ist in Ordnung, allerdings nicht wirklich auf Spitzennievau. Der Originalton ist in Dolby Digital 5.1 dabei (die Coverangabe "Frz./Ital./Eng." steht hierbei nur für die Originaltonspur, da im Film eben diese Sprachen - sowie eingie Fetzen Japanisch - gesprochen werden). Wer es nötig hat, bekommt zudem zwei Tonspuren Deutsch (einmal DD 5.1 und einmal DTS 5.1), die ich mir nicht angehört habe und somit auch nicht bewerte. Der O-Ton erscheint mir sehr gut abgemischt, die vorhandenen optionalen Untertitel (Deutsch und Deutsch für Hörgeschädigte) sind im Großen und Ganzen gut gelungen.

Defnitv eine Fassung, die man im Regal präsentieren kann. Das Bild ist zwar nicht spitzenmäßig, ansonsten gibt es aber kaum etwas auszusetzen - an dem herrlichen Film schon gar nicht! Für die kleine Schwäche einen Punkt unter der Höchstwertung. Sowohl für Kenner wie auch Neulinge eine klare Kaufempfehlung!


O.C., California - Die komplette erste Staffel (7 DVDs)
O.C., California - Die komplette erste Staffel (7 DVDs)
DVD ~ Peter Gallagher

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen California... here we come, 10. September 2005
Die Serie an sich ist ja schon gut. Im ordentlichen 7-DVD Schuber, in mehreren Sprachen sowie über 20 vers. Untertiteln wird sie aber noch besser. Vom ersten Eindruck des Friede-Freude-Eierkuchen Lebens im Luxusort Newport sollte man sich nicht abschrecken lassen. Denn schnell punktet die Serie mit Humor (vor allem Seth Cohen mit seinen ständigen sarkastisch-ironischen Bemerkungen gefällt mir sehr gut) sowie einem Hauch Realität.
Auf jeden Fall eine würdige Box für die erste Staffel dieser Serie.


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