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Rezensionen verfasst von
Lavender (Hessen, Deutschland)

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Giants: Roman
Giants: Roman
Preis: EUR 11,99

4.0 von 5 Sternen Mysteriös, 14. August 2016
Rezension bezieht sich auf: Giants: Roman (Kindle Edition)
Ich lese nur selten SciFi, aber hier hat mich der Klappentext und sofort angesprochen. Ich hatte vor Wochen schon eine englische Leseprobe gelesen und war furchtbar neugierig. Das Buch entwickelt sich dann auch recht spannend. Überall auf der Welt sind Teile eines riesigen Roboters versteckt. Seine Technologie ist unserer weit voraus, selbst das Material ist unbekannt. Schon bald wird klar, das nur Außerirdische ihn gebaut und zurückgelassen haben können. Eine so mächtige Waffe ist gefährlich. Wer sie besitzt hat einen eindeutigen Machtvorsprung und ist unschlagbar. So wird der Roboter schon bald auch ein Streitpunkt unter den Staaten.

Was den Roman vor allem auszeichnet, ist seine ungewöhnliche Erzählstruktur. Die Charaktere interagieren untereinander nur in Form von direkten Dialogen, Interviews. Zwischendurch gibt es auch kurze Tagebucheinträge. Längere Passagen sind selten. Das ist nicht wirklich neu, es gibt viele Bücher, die in Form von Interviews oder ähnlichem erzählt werden. Problematisch bei dieser Erzählform ist oft, das eben nur erzählt und erklärt wird. Die Handlung wird nicht wirklich gezeigt. Das macht mir meistens nichts aus, auch hier fand ich es nicht weiter störend. Zuerst wirkte das Ganze etwas distanziert und unterkühlt auf mich. Hauptakteur ist ein namenloser mysteriöser Mensch, der die ganze Aktion im Hintergrund leitet und Kontakte zu allen möglichen Leuten hat, inklusive dem amerikanischen Präsident. Er ist zu Beginn fast selber wie ein Roboter. Erst nach und nach schleicht sich persönliches ein, er wird zunehmend sarkastisch und zeigt seinen Sinn für Humor. Auch lernen sich die Charaktere untereinander besser kennen und so werden ihre Gespräche menschlicher und persönlicher. So findet trotz des schwierigen Stils eine Charakterentwicklung statt.

Die Story selber ist spannend und nicht sehr alienlastig. Die technischen Dinge halten sich in Grenzen und die politischen Verwicklungen ebenso. Zudem passiert auch viel im Hintergrund. Die Kapitel heißen „Files“ und sind durchnummeriert. Allerdings fehlen immer mal wieder Files. So kommt nach File 31 File 33. Wo ist denn die 32? Oder nach 129 folgt 141. Da wird uns Lesern wohl nicht alles erzählt.
Der Handlung dieses Buchs endet fast sogar rund. Man könnte es dabei belassen. Aber im Epilog macht uns der Autor gleich neugierig auf das Folgeband.

Ich weiß nicht, ob richtige SciFi-Leser mit diesem Buch zufrieden sein werden. Dafür mag es Lesern wie mir, die eigentlich selten in diesem Genre unterwegs sind, gefallen. Vergleiche zum „Marsianer“ finde ich unpassend. Die Bücher ähneln sich kein bisschen. Mir hat das Buch gut gefallen, es liest sich sehr flüssig und ich habe an den Figuren und der Sache rund um den Roboter großen Anteil genommen. Ich bin schon sehr gespannt auf das nächste Buch. Im Englischen ist es schon angekündigt.

Ein Wort noch zum Cover: Es ist zwar ohne rechten Bezug, aber dieses mechanische Auge ist faszinierend und wunderschön gestaltet. Ich fand ja schon das englische Originalcover sehr schön und mysteriös, aber das Deutsche ist wirklich sehr gut gelungen.


Die Schwere des Blutes: Thriller
Die Schwere des Blutes: Thriller
von Laura McHugh
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Tue Böses aus gutem Grund, 27. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Die Schwere des Blutes: Thriller (Broschiert)
Lucie wächst in einem kleinen Nest in den Ozark Mountains auf. Jeder kennt jeden und man braucht seine Tür nicht abzuschließen. Eines Tages verschwindet ein junges Mädchen. Cheri war leicht lernbehindert und ihre Mutter kümmerte sich nicht um sie. Jeder glaubt, sie ist abgehauen oder mit jemandem mitgegangen. Ein Jahr später findet man ihre Leiche im Wald. Lucie, die als Kind mit Cheri befreundet war, lässt dieser Mord keine Ruhe. Er erinnert sie an das Verschwinden ihrer eigenen Mutter als sie noch ein Baby war. Sie beginnt ein wenig zu schnüffeln und herumzufragen.

Die Geschichte wird im ersten Teil abwechseln in der Gegenwart von Lucie erzählt und in der Vergangenheit von ihrer Mutter Lila. Lila ist Waise und kam auf das Jobangebot von Lucies Onkel Crete in den Ort. Fremde werden naturgemäß in so einem kleinen Ort misstrauisch beäugt. Erschwerend für Lila ist ihr Aussehen. Sie sieht etwas exotisch aus mit ihrem schwarzen Haar und ihrer dunklen Haut. Zudem ist sie bildschön. Wir erfahren, was sie erlebte in dem Ort und wie sie Lucie bekam.

„Die Schwere des Blutes“ ist ein düsterer Roman. Ich habe eine Weile gebraucht, bis ich mich hineingefunden hatte. Es geht um Familie und um den Zusammenhalt. Die Familie ist in diesem abgelegenen Ort, wo jeder mit jedem verwandt ist und über viele Dinge einfach geschwiegen wird, das einzige, worauf man sich verlassen kann. Doch die „Schwere des Blutes“ kann auch erdrückend sein. Ich empfand die Stimmung in dem kleinen Ort als sehr bedrückend. Jeder weiß, das etwas vorgeht, was genau Lila für ein Schicksal erwartet. Doch es wird stillschweigend geduldet. So sind die Dinge hier, man hält zusammen und man sagt besser nichts.

Das Buch baut nur langsam eine gewisse Spannung auf. Nach und nach erfahren wir durch Lila mehr, während Lucie in der Gegenwart noch im dunklen tappt. Im zweiten Teil des Buches kommen dann auch andere Personen zu Wort und die Geschichte bekommt mehr Facetten und es gibt neue Blickwinkel. Es wird aber auch immer erschreckender. Dass ein ganzer Ort den Mund hält über derartige Dinge ist schon schockierend. Ich würde gerne sagen, es ist unglaubwürdig, aber das wäre wohl Wunschdenken meinerseits. Das ist aber etwas, was mir an dem Buch leicht aufstößt. Denn auch als Lucy endlich nach und nach dahinter kommt, was so vorgeht in dem Ort und was die Menschen, denen sie vertraut, getan haben, bleibt sie relativ unaufgeregt.

Wenn ich diese Dinge über meine Familie erfahren hätte, ich denke, ich hätte anders reagiert. Am Ende wird der Mord nicht gesühnt, Lucie bleibt wo sie ist und alles geht seinen Gang weiter. Die Autorin entschuldigt fast die Taten ihrer Protagonisten. Es ist zwar grauenvolles passiert aber es war ja nicht böse gemeint, eher lag sogar eine gute Absicht dahinter. Die Relativierung der Taten hat mir nicht gefallen und somit bin ich auch mit dem Ende nicht sehr glücklich.

Nach anfänglichen Einstiegsproblemen habe ich die letzte Hälfte fast in einem Rutsch durchgelesen. Der Schreibstil ist angenehm und die Spannung baut sich nach und nach auf. Es ist ein sehr amerikanisches Buch, das ein wenig Einblick in die Eigendynamik kleiner, abgelegener Ort in Amerikas Mittleren Westen zeigt.


Daisy in Chains
Daisy in Chains
Preis: EUR 10,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Clever, 2. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Daisy in Chains (Kindle Edition)
Sharon Bolton hat mich noch nie enttäuscht. Immer wenn ich denke, sie kann nicht besser werden, dann liegt sie noch einen drauf. Manchmal denke ich, hinter Sharon Bolton stecken mehrere Autoren. Die Frau haut Bücher raus in einem Tempo, das erstaunt. Und jedes ist anders und einzigartig.
Ich mag ihre Lacy-Flint-Reihe, aber noch mehr mag ich ihre Stand-alones. Ich dachte, mit "Black Littel Lies" hätte sie für mich alles getoppt. Aber dann kam "Daisy in Chains"

Dies ist eins der Bücher, über die man nicht so viel wissen sollte, bevor man sie liest. Denn auch Bolton springt hier auf den gerade populären End-Twist Zug auf. Nur kann sie es weitaus besser als viele andere. Denn dieses Ende habe ich nicht in dem Ausmaß kommen sehen. Es gibt durchaus Hinweise im Buch, die mich auf die ein oder andere richtige Idee kommen ließen, aber ich war dann doch überrascht.

Maggie Rose ist Anwältin. Sie schreibt Bücher und ist darauf spezialisiert, Ungereimtheiten aufzudecken bei den Ermittlungen schon verurteilten Straftäter. Sie hat schon den ein oder anderen verurteilten Mörder frei bekommen aufgrund berechtiger Zweifel. Dabei ist es ihr egal, ob der Mensch schuldig ist oder nicht. Es geht ihr um die Ermittlung. Und irgendwie ist sie cool.

Hamish Wolfe ist gutaussehend, charismatisch und ein verurteilter Mörder. Er hat eine große Fanbase, die ihn gerne frei sehen möchte. Und viele Frauen sind seinem Aussehen und Charme verfallen. Er möchte Maggie Rose dazu überreden, seien Fall noch mal anzuschauen. Zuerst mag Maggie nicht, zu eindeutig erscheint ihr seine Verurteilung. Zudem entwickelt sich eine leichte Freundschaft zwischen ihr und dem Detective Pete Weston. Er ermittelte damals gegen Hamish. Aber ihre Neugier wird geweckt.

Und nun sollte ich aufhören, über den Inhalt zu schreiben.

Wer dunkle psychologische Thriller mag, wird seine Freude an dem Buch haben. Es ist extrem spannend geschrieben. Hätte ich die Zeit gehabt, ich hätte es in einem Rutsch gelesen. Zum Teil besteht es aus Emails, Berichten, Briefen. Der Blickwinkel wechselt ebenfalls. Wie gesagt, mancher Hinweise regt schon zum Nachdenken an. Trotzdem habe ich das Ende dann so nicht erwartet. Es ist eine Art Aha-Effekt, ein Ende, bei dem man am liebsten gleich nochmal von vorne anfangen würde zu lesen mit dem Wissen, das man jetzt hat.

Extrem clever und extrem unterhaltsam.


Der Psychopath: Thriller
Der Psychopath: Thriller
von Bram Dehouck
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

3.0 von 5 Sternen Kurz und Knapp, 3. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Der Psychopath: Thriller (Taschenbuch)
Sam ist ein eigenartiges Kind. Nur sein Vater Chris scheint ihn zu durchschauen. Selber Arzt, ist er fest davon überzeugt, dass sein Sohn ein Psychopath ist. Er zeigt alle Anzeichen. Seine Mutter und Großeltern wickelt er um den Finger, sie finden immer Entschuldigungen und Ausreden für sein immer brutaler werdendes Verhalten.

Das Buch ist mit 224 Seiten recht kurz und sehr zügig zu lesen. Ich würde es nicht wirklich einen Krimi nennen. Es hat durchaus eine gewisse Spannung. Es gibt in Chris‘ Kindheit einen merkwürdigen Vorfall der nach und nach erhellt wird. Die Geschichte wird zum Teil in Rückblenden erzählt, die auch Sams Verhalten zeigen. Eingerahmt wird das Ganze von der Suche der Polizei nach Chris und Sam, denn Chris hat Sam entführt.

Man hätte diese Story auch noch viel mehr in die Länge ziehen und mehr daraus machen können. In diesem Fall ist es aber recht gut, dass das Buch so wenige Seiten hat. Der Schreibstil ist kurz und knapp, sozusagen spartanisch. Nur das nötigste wird erzählt. Das macht das Lesen nicht gerade zu einem Vergnügen. Der Autor wollte uns ganz einfach kurz und knapp eine Geschichte erzählen. Die Story an sich um einen stark verhaltensauffälligen Jungen und seinen ebenfalls leicht gebeutelten Vater ist recht gut und auch düster. Insgesamt hat mir das Buch recht gut gefallen. Es war irgendwie mal was anderes. Nur den Schreibstil hätte ich bei einem längeren Buch als beschwerlich empfunden.


A Little Life (English Edition)
A Little Life (English Edition)
Preis: EUR 7,06

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen A Little Life, 1. Mai 2016
Hanya Yanagiharas zweiter Roman "A LIttle Life" ist für mehreren internationale Preise nominiert gewesen, darunter auch den Man Booker Preis. Ich vermute und hoffe stark, das es auch in Deutsch übersetzt wird. Denn es ist eines der ungewöhnlichsten Bücher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe. Es hat mich in den knapp 2 Wochen, die ich brauchte, um es zu lesen, extrem beschäftigt und bewegt.

Die Geschichte dreht sich um 4 Freunde, Sie lernen sich als 16jährige auf dem College kennen und wir begleiten sie, bis sie über 50 sind: Willem, Malcom, JB. Die Kernfigur ist aber Jude. Alle vier ziehen nach der College nach New York und werden über die Jahre alle beruflich extrem erfolgreich. Willem wird praktisch über Nacht ein vielbeschäftiger und erfolgreicher Schauspieler, JB findet endlich seinen Stil und wird mit einer Seire von Bilder über seine Freunde ein gefeierter Künstler. Malcolm eröffnet sein eigenes Architektenbüro und baut schon bald überall auf der Welt prestigeträchtige Gebäude. Und Jude wird ein sehr guter Anwalt. Sie bleiben auch alle Freunde und in Kontakt. Im Besonderen geht es aber um die Beziehung zwischen Willem und Jude. Die beiden haben eine ganz besondere Verbindung.

Jude hatte eine traumatische Kindheit. Er hat seine Eltern nie kennengelernt und wuchs die ersten Jahre in einem Kloster auf. Seine ganze Kindheit und seine Jugendjahre sind durchzogen von Missbrauch und Grausamkeit. Er lernt erst Freundschaft und Nähe kennen, als er die drei anderen trifft. Doch für viele Dinge ist es einfach zu spät für ihn. Er ist nicht nur seelisch sondern auich körperlich geschädigt. Wie es zu diesen ganzen Dingen kam, erfahren wir nach und nach. Diese Passagen sind wirklich nicht einfach zu lesen. Ich bin hart im nehmen aber hier ging es mir wirlich oft echt nahe. Vor allem die Szenen, die genau beschreiben, wie Jude sich selber verletzt. Er ritzt sich mit Rasierklingen in die Arme. Ständig, dauernd. Wir erleben die Spannung die sich in ihm aufbaut, wie er weiss, das er Abends diese "Erlösung" braucht und herbeisehnt und dann endlich, abends in seinem Badezimmer, bekommt.

Die Geschichte wird aus der Sicht verschiedener Personen erzählt. Dabei weiss man am Anfang der Kapitel nicht immer, wer gerade spricht, da die Autorin es geschickt vermeidet, Namen zu erwähnen. Am Anfang habe ich mich dabei schwer getan, ich habe auch eine Weile gebraucht, bis ich mich eingefunden hatte in dieses Buch. Die Rückblenden in Jude's Kindheit habe ich sehr ungern gelesen, weil sie einfach so schrecklich waren.

Bei so einem unfangreichen Buch (720 Seiten) gibt es meist auch einige Längen. Das habe ich hier nicht empfunden. Nur einmal habe ich kurz resigniert geseufzt, als ziemlich weit hinten eine weitere grauenvolle Episode aus Judes Leben erzählt wird. Diese schließt dann aber die Lücke in Judes Geschichte, die seine körperliche Versehrtheit erklärt.

Die Geschichte, die sich ja über Jahrzehnte erstreckt, ist seltsam losgelöst vom jeweiligen Zeitkontext. Reale Geschehnisse werden niemals erwähnt. Es gibt nur den Kosmos dieser Gruppe von Freunden, der sich im Laufe der Geschichte immer ein paar Randfiguren mehr anschließen. Ausser einem, einen von Judes Tutoren, der in seinem Leben eine wichtige Rolle spielen wird, bleiben alle anderen Charaktere wirklich nur Randfiguren. Selbst JB und Malcolm verschwinden in den Hintergrund. Mir ist auch aufgefallen, das es sehr wenige Frauenfiguren gibt, vor allem keine wichtigen. Hier geht es um Jude. Das Buch und auch alle Figuren kreisen um Jude. Als Kind zog er nur schlechtes an, aber als Erwachsener muss er etwas an sich haben, das alle zu ihm zieht und wirklich jede Figur alles für ihn tun würde, im Grunde alles tut, um ihm zu helfen. Aber alle Freundschaft, alles Glück können ihn nicht die ersten 15 Jahre seines Lebens vergessen machen.

So sehr dieses Buch Freundschaft und Liebe preist, so düster ist es doch. Einerseits ist es fast lächerlich oberflächlich in der Beschreibung, wie einfach alle 4 zu Ruhm und Geld kommen, um die Welt jetten, mal eben für ein Wochenende nach Paris, zum Urlaub nach Bhutan. Man fragt sich auch, wie viel kann ein Mensch, oder eine Buchfigur, erleiden. Und doch ist es so einnehmen. So bewegend. So traurig. Ich hätte erwartet, das ich irgendwann genervt wäre von Jude. Aber seltsamerweise war ich es nicht. Die Autorin hat auch mich als Leser zu Jude gezogen. Sin Zauber, den er um sich haben muss, hat auch auf mich gewirkt. Ich war vollkommen gefangen in der Geschichte und habe das Gefühl, diese Leute wirklich zu kennen.

Für mich ist dieses Buch, für das mir trotz dieser epischen Rezension die Worte fehlen, ein großes Leseerlebnis gewesen. Ich weine selten beim Lesen. Nur wenige Geschichten konnten mich wirklich zu Tränen rühren- Ich vermeide solche Bücher sogar eher. Aber hier ist es passiert .Und wirlich zum ersten Mal in meinem Leben weiss ich nicht, wie ich aus diesem Buch wieder rausfinden soll und was ich nun tun soll, da es ausgelesen ist


Weil du lügst: Roman
Weil du lügst: Roman
von Sophie McKenzie
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Solide, 17. April 2016
Rezension bezieht sich auf: Weil du lügst: Roman (Taschenbuch)
Emily, Rose und Martin sind Geschwister. Sie haben, als sie im Teengageralter waren, ihre Eltern verloren. Rose, die älteste, hatte es sich zur Aufgabe gemacht, ihre jüngeren Geschwister, vor allem die 11jährige Emily, aufzuziehen. Dafür hat sie viele Abstriche in ihrem Leben gemacht. In Rückblenden sehen wir immer mal zwischendurch, wie es damals für Rose war.

Auf der zweiten Zeitebene sind alle erwachsen. Emily ist inzwischen Anfang dreißig und mit dem einige Jahre älteren Jed verlobt. Der hat für sie Frau und Kinder verlassen. Emily ist glücklich. Zu Beginn der Geschichte sind alle auf einem Urlaub in Korsika; Jed und Emily, Jeds Kinder, Rose, Martin und sein Lebensgefährte, Jeds Bruder samt Freundin. Fast alle werden bis zum Schluss noch eine Rolle spielen.

Die Urlaubsidylle ist schlagartig vorbei, als eines morgens Jeds Tochter tot aufgefunden wird. Am Abend vorher hatte Emily ihr ein Kopfschmerzmittel gegeben. Offenbar war das Medikament vergiftet. Jed, Anwalt der er ist, schießt sich ziemlich schnell auf das Pharamunternehmen ein, das das Medikament herstellt. Doch geraume Zeit später keimt in Emily der Verdacht, das das ganze nicht einfach ein verunreinigtes Medikament war sondern Absicht, und das vielleicht sie das Opfer hätte sein sollen.

Das Buch wird, wie gesagt, auf mehreren Zeitebenen erzählt. Zum einen natürlich in der Gegenwart, zudem immer mal wieder bei Rose in verschiedenen Jahren. Viel Raum nimmt auch DeeDees Geschichte ein. Sie ist ein unglückliches Kind. In Videotagebüchern hält sie ihren vorpubertären Kummer fest. Das ist zum Teil traurig zu lesen.

"Weil du lügst" handelt in der Tat von Lügen. Jeder lügt hier irgendwie, hintergeht denjenigen, den er liebt. Emily ist ein wankelmütiger Charakter. Einerseits wird sie als stark und intelligent beschrieben, aber sie taumelt meist wie ein Feder im Wind hin und her zwischen den Meinungen der Männer in ihrem Leben. Ihrer Schwester Rose gegenüber, die eher Mutter als Schwester ist, hat sie ständig eine Art schlechtes Gewissen, weil sie so viel für sie tat. Jed ist ein extrem unsympathischer Charakter. Ich habe mich vom ersten Moment an gefragt, was Emily an ihm findet. Die Randcharaktere sind weitaus interessanter. Es gibt auch eine Art Krimihandlung. Emily, auf der Suche danach, was wirklich passiert sein könnte auf diesem Urlaub, kommt kriminellen Machenschaften einer Person aus ihrem Umfeld auf die Schliche, die ihr aber niemand glauben mag.

Das Buch ist ein solider Krimi, der durchaus unterhält und spannend ist. Auch wenn Emily streckenweise nervig ist mit ihrer Wankelmut und Jed einfach nur schrecklich, fiebert man doch mit, was denn nun passiert ist. Das liegt natürlich auch den den Kapiteln, die aus DeeDees Sicht geschildert sind. Das arme Mädchen wächst einem ans Herz. Das ist besonders traurig, da man ja weiß, das sie inzwischen tot ist. Und die Umstände, die zu ihrem Tod führen sind tragisch.

Zu bemängeln hätte ich die Sprache der Autorin. Die ist schon extrem einfach und schlicht. Dialoge oder sonstige Interaktionen der Figuren sind nicht ihre Stärke. Manches ist doch ziemlich schlicht formuliert und auch teilweise hölzern. Aber irgendwie hat das Buch trotzdem für mich funktioniert. Es muss wohl die Story gewesen sein, die mich gefesselt hat. Ich habe das Buch jedenfalls zügig und auch gerne gelesen.


The other Girl: Du kannst niemals ganz entkommen
The other Girl: Du kannst niemals ganz entkommen
von Maggie Mitchell
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Es hätte so gut werden können, 19. März 2016
Die Idee ist wirklich gut. Zwei 12jährige Mädchen werden entführt - wobei entführt irgendwie das falsche Wort ist. Bereitwillig steigen sie in den Wagen des gutaussehenden und sympathischen Fremden. Das ganze erscheint ihnen eher wie ein Abenteuer. Endlich passiert ihnen etwas außergewöhnliches. Sie fühlen sich eher erwählt als entführt. Ihr Entführer ist tatsächlich anders als die meisten Entführer. Offenbar will er auch etwas ganz anderes. Aber sie werden gefunden und befreit. Und danach verbieten ihre Eltern Catrly May und Lois den Kontakt zueinander. Aber auch eine Entführung, die gar nicht so schlimm war, bleibt nicht ohne Folgen.

Im Erwachsenenalter hat Lois unter falschem Namen einen Roman über die Entführung geschrieben. Und ausgerechnet Carly May, inzwischen Schauspielerin, soll darin eine Rolle übernehmen. Natürlich ist Carly May klar, wer hinter dem Autorenpseudonym steckt. Sie findet, das ist eine Gelegenheit, Lois wiederzusehen. Lois hingegen arbeitet daran, ein Nachfolgebuch zu schreiben. Leider lässt sie ihre Fantasie im Stich. Ihr erstes Buch beruhte schließlich auf realen Erlebnissen. So erschafft sie sich, angeregt durch einen Stalker, neue Erlebnisse, die sie zu einem Buch verarbeiten will. In der irrigen Annahme, das sie die völlige Kontrolle über die Dinge hat, läuft die Sache aber etwas aus dem Ruder. Diese Storyline um Lois soll uns Lesern wohl klar machen, wie geprägt sie von ihrem Erlebnis ist, ist aber eigentlich ziemlich wirr.

Das hätte so ein gutes Buch werden können. 2 Frauen, die als Kinder zusammen 6 Wochen in einer Hütte mit ihrem Entführer lebten, gerettet wurden und doch Verletzungen ganz eigener Art davongetragen haben und die ihr Leben als Erwachsene nachhaltig prägt. Aber leider gelingt es der Autorin nicht, das ganze stimmig und spannend umzusetzen. Zuerst fand ihre ihren Schreibstil noch ganz angenehm, aber schon bald wird dieser ruhige und unaufgeregte Schreibweise langweilig und fad. Beide Frauen sind nicht besonders sympathisch. Beide sind narzisstisch und kreisen nur um ihren eigenen Bauchnabel. Die Entführung hat sie eher darin bestärkt, sie aber auch beide extrem neurotisch werden lassen. Die Sache, was in der Hütte geschah, was die beiden Mädchen dort hielt und sie als Erwachsene immer noch gefangen hält, bleibt lange im Dunklen bzw wird nicht richtig erhellt. Aber selbst darauf wartet man nicht mit Spannung. Vor allem der Teil in der Mitte, der aus Lois Buch ist und die beiden Mädchen in der Hütte mit ihrem Entführer zeigt, ist extrem langweilig und auch unerhellend. Die ganze Geschichte ist völlig überraschungsbefreit. Etwas schwer greifbares ist dort passiert und die Frauen können es selber nicht in Worte fassen. Nur kann es leider die Autorin auch nicht.


The Widow
The Widow
Preis: EUR 6,64

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 3,5 Sterne, 12. Februar 2016
Rezension bezieht sich auf: The Widow (Kindle Edition)
Langsam wird es nervig, das jeder zweite neue Thriller als das nächste „Gone Girl“ oder „Girl on a Train“ angepriesen wird. So auch bei „Die Witwe“. Sicher bedienen alle diese Bücher einen gewissen Lesegeschmack, aber ich denke, das tut den so angepriesenen Büchern nicht gut. Da werden Erwartungshaltungen geweckt oder auch Abneigungen entwickelt, bevor man sich überhaupt mit dem Buch auseinandersetzen kann. „Die Witwe“ hat mit „Gone Girl“ nichts weiter zu tun, als das beide Storys sich um ein Ehepaar handeln. Der Bezug zu „Girl on a Train“ hat sich mir nicht erschlossen.

Nun zur Story und meinem Leseeindruck: die kleine 2jährige Bella wird entführt. Sie verschwindet einfach aus dem Vorgarten. Ganz England nimmt daran Anteil und alle führenden Zeitungen und TV-Sender wollen daran verdienen. Der Polizist Bob ist mit der Aufklärung des Falles betraut. Akribisch sucht er den Täter, der Fall lässt ihn nicht mehr los. Aber die Suche ist schwierig, es gibt kaum Anhaltspunkte. So dauert es, bis er endlich einen Verdächtigen präsentiert: Glen Taylor. Glen mag Kinder, aber auf andere Art. Er schaut im Internet nach Kinderpornografie. Nach akribischer Recherche versucht Bob Glen endlich festzunageln. Er ist überzeugt, den Täter gefunden zu haben. Aber der Prozess läuft nicht, wie er erhofft hatte.

Glen zur Seite steht seine Frau Jean. Die beiden haben sehr jung geheiratet. Jean hatte nie wirklich Zeit, sich zu entwickeln. Glenn scheint sie zu lieben, er umsorgt sie und hält alles Üble von ihr fern. Er hält sie klein. Aber Jean ist das ganz recht. So brauch sie sich um nicht viel zu kümmern. Nur eins kann Glen nicht für sie tun: ihr ein Kind machen.

Nach Glens Anklage und der erwiesenen Tatsache, dass er auf Kinderpornografie steht, hält sie zum ihm. Sie will lieber nicht so genau hinschauen, denn das würde ihr angenehmes Leben ja gefährden. Dass sie kaum noch vor die Tür gehen kann da Reporter vor ihrer Tür campieren und sie beim Einkauf angeglotzt wird, scheint ihr wenig auszumachen. Jean ist die titelgebende Witwe, denn schon auf der ersten Seite erfährt man, dass Glen 4 Jahre nach der Entführung von Bella von einem Bus überfahren wurde. Und das ist der Punkt, an dem die passive Jean auf einmal reden will.

„Die Witwe“ ist ein durchaus gutes Buch. Was mir fehlte war die Spannung. Das Buch geht akribisch auf die Polizeiarbeit ein, man sieht wie sehr sich Bob in den Fall verbeißt und geradezu davon besessen ist, Glen das Verbrechen nachzuweisen. Großen Raum nimmt natürlich auch die seltsame Beziehung von Jean und Glen ein. Ich empfand das Buch auch als etwas unterkühlt. Mir ist die Story nicht besonders nahe gegangen und ich fühlte mich auch den Charakteren nicht sehr nahe. So hat sich das Buch etwas für mich gezogen.


The Ex (English Edition)
The Ex (English Edition)
Preis: EUR 4,54

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Entertaining Legal Thriller, 6. Februar 2016
Rezension bezieht sich auf: The Ex (English Edition) (Kindle Edition)
4,5 Stars
This book was an absolutely page-turner for me. It did not get me right from the beginning, but after a while I was hooked. And it did not matter that you could see the twists coming. The author made an excellent job in holding the balance between all the options. I also liked how we get to know about Jacks and Olivia’s history. Olivia is a strong and independent woman, maybe not the nicest of all people. She spent the last 20 years feeling guilty for what she did to Jack. She always thought highly of him, thought he was too good for her, but after a while she entertains the idea that he might be a cold blooded killer.

The story has a good flow and I liked the storyline. I also enjoyed the writing; we were quite close to Olivia and her doing her job. This was an excellent read and I enjoyed it very much.


The Boys on the Mountain (English Edition)
The Boys on the Mountain (English Edition)

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lovely characters, 26. Dezember 2015
This book was both funny and scary. And the ending was just..wow.

I really liked the book, I loved the characters. The story is gruesome and scary. The author tells us the story of an author of horror books who decided to live in a haunted house. 70 years ago an actor murdered in a very cruel way several young boys. Now he and the poor boys are still bound to the house. Somehow Jim, the author, gets a connection to the murdered boys. He wants to free them from their fate by writing down their story. First he is on his own, only with his dog Rex for company. But soon a bunch of his gay friends arrive. Beside making cocktails and having a lot of sex, they also decide to help him get rid of these annoying ghosts. The ghost of the murderous actor is still strong and not going to give up is victims easily.

The characters of the friends are very likeable; they all have their own personalities. They are also very chatty. Sometimes a little too much. Even in danger, when they are inside a scary cave and they all tell themselves to hurry up and get out of there, they are still chatty and teasing themselves. This was sometimes quite too much for me. It sometimes lengthens the book.

The story is awesome and sometimes hard to read. The cruelty of the murders is hard to bear but the author manages not to write too much about it. But your imagination can work on that.

Why I only give four stars is the fact that for me the book was too long. As I said, sometimes there is too much chatter, too much banter, and definitely too much sex. The guys, as lovely as they are as characters, are always horny and we are always with them in the bedroom. It was too much; it filled the book with many pages of sexual action but not of action concerning the storytelling. After a while it gets somehow boring what the ghosts are doing. There are several days where there is just drinking, sex and in the evening the ghost show or the story of one of the poor victims. For my taste a little bit of editing and shortening would have been good for the book. So it felt for me as I was reading for ever on this book. But nonetheless I liked it. The writing was very good, so it all felt very real. I really loved the characters. And the end took me by surprise. It was a nice and funny and sometimes scary read. I enjoyed it.


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