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silvaltur

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Sony Ericsson W205 ambient Handy (MP3, 1.3 MP, Radio) black
Sony Ericsson W205 ambient Handy (MP3, 1.3 MP, Radio) black
Wird angeboten von MeCom e.k.
Preis: EUR 64,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schwach und überteuert, 27. Juli 2012
Als ich das Handy vor gut einem Jahr kaufte, kam es mir nur auf drei Dinge an - Telefonieren, SMS schreiben und eine passable Organizer-Funktion. Telefonieren kann man mit dem Gerät, die Organizer-Funktion ist für ein einfaches Handy überdurchschnittlich (kompletter Kalender, in den man Termine und Erinnerungen eintragen kann, automatische Erinnerung im Tages-, Wochen- und Monatsrhythmus). Aber damit hört es auch schon auf.

Was als erstes störend auffällt: Das Handy reagiert extrem langsam, sogar deutlich langsamer als günstige Geräte von vor 10 Jahren. Nach Einschalten und PIN-Eingabe dauert es eine geschlagene Minute, bis man etwas tun kann; auf Tastenanschläge reagiert das Gerät frühestens nach einer halben bis einen Sekunde, was das Schreiben von SMS zu seiner mühseligen Angelegenheit werden lässt. Da macht sich dann auch die Texterkennung bemerkbar, die Worte NICHT nach ihrer Länge sortiert - wer "in" eintippen will, kann sich unter Umständen (laangsam) durch eine längere Liste längerer Worte durchtippen, bis das gewünschte auftaucht... zudem überspringt der Cursor beim Durchblättern einer geschriebenen SMS nach Gutdünken Worte und/oder führt noch einmal eine Worterkennung durch, so dass man nach dem Blättern ab und an Teile der SMS neu tippen darf.

Auch sehr störend ist die kurze Akkulaufzeit: Selbst wenn man so gut wie gar nicht telefoniert (<10 min pro Akkuladung), hält das Handy maximal 3 Tage durch. Zudem neigt es dazu, bei leerem Akku ab und an Datum und Uhrzeit, manchmal auch Termine zu "vergessen".

Radio- und MP3-Funktion habe ich nie benutzt, insofern hätte ich bei vernünftiger Beratung das Handy vermutlich nie gekauft. Dennoch bleibt festzuhalten, dass das Gerät unangenehm zu bedienen ist, eine kurze Akkulaufzeit hat und beim Schreiben von SMS versagt. Da gibt es für weniger Geld deutlich Besseres.


Star Wars - The Force Unleashed: Ultimate Sith Edition [Software Pyramide]
Star Wars - The Force Unleashed: Ultimate Sith Edition [Software Pyramide]

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Story, tolle Atmosphäre, aber die Steuerung..., 27. November 2011
"The Force Unleashed" ist ein gut gemachtes, geradliniges Actionspiel mit einer guten Story, feiner Grafik und viel Atmosphäre. Als geheimer Schüler Darth Vaders führt man Missionen durch, um seine Fertigkeiten zu beweisen und vielleicht bald schon an Vaders Seite den Imperator herauszufordern und dann abzusetzen, wenn das Schicksal nicht dazwischenkommt...

Man kämpft sich mit der Macht und dem Lichtschwert durch mehrere optisch beeindruckende, linear aufgebaute Level, von der Dschungelwelt über den Schrottplanten bis hin zum Todesstern, und erlernt nach und nach immer neue Machtfertigkeiten oder stärkt die vorhandenen. Der Reiz des Spieles liegt dabei vor allem darin, dass man über mehr als zwei Dutzend Fähigkeiten und Manöver verfügt, mit denen man Gegner durch die Luft schleudern, mit Machtblitzen schocken oder mit mächtigen Spezialschlägen in die Knie zwingen kann. Intelligent eingesetzt lassen sie kaum einem Gegner eine Chance. Und durch das Zusammenspiel aus tollen Fertigkeiten, verschiedenen Gegnertypen und dichter Atmosphäre taucht man sehr schön in das Spiel ein.

Oft wird man aber auch unsanft herausgerissen, und damit kommen wir zum unschönen Teil von "The Force Unleashed": Der Steuerung. Während es kein Problem ist, sich die neuen Fähigkeiten nach und nach zu merken und sie über Maus- und Tastenkombinationen gezielt einzusetzen, reagiert sie oft zu langsam. Spürbar wird das vor allem bei mehreren Gegnern oder bei Bosskämpfen, wenn man eine bestimmte Kombination genau JETZT braucht, das Spiel den Tastendruck aber erst nach einer halben Sekunde wirklich in eine Handlung umsetzt - ein Nachteil, den die Computergegner nicht haben. Gerade in den Bossfights am Ende jeden Levels kommt es oft auf Augenblicke an, und dann macht sich schon ziemlicher Frust breit, wenn man die Kombination deutlich vor dem Gegner angesetzt hat, dann aber trotzdem von seiner später begonnenen Aktion ausgekontert wird. Gewöhnungsbedürftig ist auch die Zielerfassung, die sehr nahestehende Gegner völlig ignoriert und teilweise selbst bei eingestellter Fixierung auf den Gegner ab und an wegspringt, so dass man Feinde nicht immer zuverlässig angreifen kann. Hinzu kommt, dass das Spiel ab und an Befehle "verschluckt" und Aktionen einfach ausbleiben. Gerade bei höchster Spielschwierigkeit werden stärkere Gegner dadurch zu einem Glücksspiel, selbst wenn man das Spiel und die Taktiken perfekt beherrscht.

So kommt es also, dass man unweigerlich häufig den Ladebildschirm sieht, weil der eingebaute Geschwindigkeitsnachteil wieder zugeschlagen hat. Dummerweise sichert das Spiel nur bei bestimmten Speicherpunkten - manuelles Sichern wird zwar angeboten, tut aber auch nichs anderes; zwischen manchen Sicherungspunkten hängt man dadurch einfach ewig fest. Das kombiniert mit den teilweise stupiden Bossfights, bei denen man am besten viel ausweicht und nur wenige Fertigkeiten einsetzt (gegen die anderen ist der Computergegner oft immun) und den Gegner nicht etwa durch das geschickte Beherrschen des Lichtschwerts und der Machtkombinationen besiegen kann, sind die Schwächen dieses ansonsten herausragenden Spiels. Deswegen auch nur vier Sterne anstatt fünf - aber die vier gibt's, weil es unglaublich viel Spaß macht, die vielen Fertigkeiten seines Charakters geschickt einzusetzen.


Need for Speed: Undercover [EA Classics]
Need for Speed: Undercover [EA Classics]
Wird angeboten von maximus2014
Preis: EUR 18,86

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nett, aber kein Vergleich zu Most Wanted, 4. November 2011
Need for Speed Undercover ist kein richtig schlechtes Spiel, es unterhält durchaus ganz gut, aber des öfteren möchte man einfach in die Tastatur beißen. Das Gute vorneweg: Mit dem Patch 1.0.1.18 ist Undercover nicht mehr von Gegner bevölkert, die nicht über den vierten Gang hinauskommen, man wird als Spieler also durchaus gefordert. Die Storyline ist nicht übermäßig kreativ und leidet an einigen Sprüngen, aber gibt dem Ganzen durchaus Flair. Und die Tuning-Möglichkeiten bleiben hinter NfS Most Wanted, dem unwidersprochen besten Teil der Serie, nur minimal zurück. Im Großen und Ganzen habe ich wirklich Spaß mit dem Spiel.

Aber Undercover hat auch einige massive Schwächen, und an erster Stelle steht die Fahrphysik. Was man da teilweise vor sich auf dem Bildschirm sieht, macht nur für Leute Sinn, die wahlweise einen Lehrstuhl für alternative Physik oder experimentelle Theologie besetzen. Es gibt einfach Situationen, die man unbedingt vermeiden muss, wenn sich das aktuelle heiße Rennen nicht nach Absurdistan verabschieden soll:
- Beim Fahren über flache Bordsteine ruckelt der Wagen meist ganz normal, manchmal allerdings beschließt die Engine, dass 5 cm Kante jetzt ausreichen, damit der Wagen sich drei Meter über dem Boden mehrfach überschlägt.
- Gelegentlich reagiert der Wagen deutlich schwächer auf die Steuerung, als man es eigenmtlich erwarten würde.
- Der Aufprall auf die Mauer ist immer ein besonderes Überraschungei: Mal bleibt man einfach nur stehen, mal wird man spektakulär hochgeschleudert, mal stellt man sich einfach quer, mal passiert kaum was, außer dass die Lenkung kaum noch reagiert, bis man die Tasten neu drückt. Interessanterweise meint die Engine es mit dem Gegner oft deutlich besser...
- Kollisionen mit anderen Fahrern sind ein besonderes Ärgernis. Denn während man den Gegner selbst auf die perfideste Weise rammen kann, ohne dass er wirklich aus der Spur gerät, reicht beim eigenen Fahrzeug oft schon ein leichtes Touchieren am Hinterrad und man verliert jegliche Fahrzeugkontrolle (auch Gegensteuern hilft nicht!) und dreht sich um die eigene Achse - oft mehr als einmal, denn die nachfolgenden Fahrer crashen dann gerne in einen rein und wirbeln einen immer weiter. Bis man wieder weiterfahren kann, ist das Rennen auch schon gelaufen. Wird man dann noch von einem Fahrer schräg geschoben, ist jeder Tastendruck vergebens - man verharrt oft 10-15 Sekunden in dieser Position. Jeder Fahrzeugkontakt, bei dem man den Gegner nicht gerade in ein entgegenkommendes Auto drängen kann, geht nachteilig für einen selbst aus.
- Gerade die schnelleren Fahrzeuge kann man nur fahren, wenn man Filigrantechniker ist, ansonsten hängt man in der Wand oder rammt ständig Zivilfahrzeuge. Vermutlich ist das sogar eher realistisch, aber kombiniert mit der Notwendigkeit von sehr kurzen Reaktionszeiten führt es oft zu frustrierenden Crashs. Auf der anderen Seite macht das Undercover deutlich herausfordernder - ich habe mich bei Most Wanted nie so konzentrieren müssen.

Ein weiteres dickes Manko ist die Grafik: Wirkte Most Wanted noch wie eine realistische Umgebung, kommt Undercover mit einer künstlich scheinenden Grafik daher, die dem Auge weniger bietet, dafür aber deutlich ressourcenhungriger ist.

Fazit: Man kann es spielen, und es ist nette Abwechslung. Wer aber nach einem herausragend guten Rennspiel mit Atmosphäre und besserer Fahrphysik sucht, sollte zum älteren, aber um Längen besseren Most Wanted greifen.


Wer ist John Galt?. Atlas Shrugged: Atlas Shrugged: Wer ist John Galt?
Wer ist John Galt?. Atlas Shrugged: Atlas Shrugged: Wer ist John Galt?
von Ayn Rand
  Taschenbuch

8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unterhaltsam, aber konzeptionell abstrus und oft unfreiwillig komisch, 24. Februar 2011
Es gibt zwei Arten, "Wer ist John Galt?" zu betrachten - als Unterhaltungsroman oder als das Manifest, als das Ayn Rand ihr Werk verstanden wissen wollte. Ich werde versuchen, auf beide Aspekte getrennt einzugehen.

Als Unterhaltungsroman ist dieser 1250-Seiten-Wälzer ein spannender Schmöker, mit einigem Gespür für Dramaturgie erzählt: Dagny Taggart, die Vizepräsidentin der größten Eisenbahngesellschaft der USA, kämpft um das Überleben ihres Unternehmern in einer Welt, die von Bürokratie und Mittelmäßigkeit langsam zugrunde gerichtet wird. Mit ihr kämpfen heroisch einige andere Industriekapitäne, darunter der Stahlmagnat Hank Rearden, der für Dagny zu einem wichtigen Verbündeten und Gefährten wird. Trotz ihres Erfindungsreichtums und ihrer Leistungsfähigkeit versinkt das Land immer tiefer in lähmender Agonie - was dadurch beschleunigt wird, dass die besten Unternehmer nach und nach mysteriöserweise verschwinden. Dagny versucht, das Geheimnis zu ergründen und jener Figur auf die Spur zu kommen, die die Unternehmer zur Aufgabe zu bringen scheint und die sie nur "den Zerstörer" nennt...

Der unerbittliche Niedergang und ständig fortschreitende Verfall einer Welt, die von sozialistischem Gedankengut beherrscht wird, ist sehr plastisch geschildert und atmosphärisch dicht. Man sieht mit den Augen der Haupthandelnden, und entwickelt dadurch nicht nur Sympathie für sie, sondern spürt förmlich auch die bürokratischen Fesseln, die wie Bleigewichte an denen hängen, die in Ayn Rands Vorstellung den Motor der Welt am Laufen erhalten. Das macht die erzählerischen Schwächen mehr als wett, die ihren Ursprung in Ayn Rands Weltbild haben - denn das Buch ist weniger als Roman denn als Parabel gedacht. Entsprechend exemplarisch, um nicht zu sagen einseitig, sind ihre Charaktere geraten, die entweder auf Seite der Industriekapitäne stehen, intelligent, willensstark, edel, attraktiv und mit klangvollen Namen gesegnet sind, während ihre Gegenspieler dumm, hässlich, schwächlich, verschlagen und feige sind und auch noch dementsprechend klingende Namen tragen. Zu keinem Zeitpunkt weicht eine der Figuren von diesem starren Schema ab, die Konsequenzen jeder Handlung sind mehr oder weniger vorhersehbar. Die ist oft ebenso unfreiwillig komisch wie einige der skurrileren Ideen der Autorin. Herausragend ist die Erfindung einer Maschine, die gegen den 2. Hauptsatz der Thermodynamik verstößt, und die Ernsthaftigkeit, mit der der Überheld des Buches am Ende über die verödete Erde das Dollarzeichen in die Luft schreibt. Ermüdend sind die häufig auftretenden inneren Monologe der Personen, die im Prinzip immer das Gleiche sagen - was in einer Radioansprache gipfelt, die sich über 70 Seiten zieht. Auch die sprachliche Tiefe orientiert sich eher an Trivial- denn an Weltliteratur.

Als in Romanform gekleidetes politisches Manifest ist das Buch fast so subtil wie ein Vorschlaghammer. Kurz gesagt ist Ayn Rands Philosophie die: Rationales Handeln führt zu Egoismus führt zu Laissez-faire-Kapitalismus führt zur besten aller denkbaren Welten. Und diese Welt Ayn Rands kennt genau zwei Farben: Schwarz und Weiß. Es gibt keine Grautöne, keine Differenzierungen, keine komplexen Systeme, auf jede Frage gibt es genau eine richtige, offensichtliche Antwort, auch im Gefühlsleben der Menschen. Tatsächlich zieh die Philosophin Ayn Rand einen ihrer Jünger, mit dem sie eine Affäre hatte, der Irrationalität, als er sich einer anderen Frau zuwandte - denn Rand war natürlich die objektiv bessere Frau und damit begehrenswerter.

Ayn Rands Objektivismus ist in der Philosophie kaum mehr als eine Kuriosität. Allerdings ist ihr simplistisches Weltbild für viele anziehend, gerade wenn bereits Sympathien für Laissez-faire-Kapitalismus vorhanden sind. Deswegen ist Rand in den USA auch eine Ikone - und wird entsprechend oft satirisch verarbeitet, wie z.B. Matt Ruff es in seinem köstlichen Roman "G.A.S." getan hat. Da spielt es auch keine Rolle, dass ihre philosophischen Theorien und ihre Ansichten über Ökonomie aufs Eindrücklichste widerlegt worden sind. Und auch sie selbst hat sich in Handlungen teilweise widersprochen: Als sie an Lungenkrebs erkrankt war, beantragte sie genau die staatliche Unterstützung, die sie öffentlich zeitlebens als verbrecherisch gebrandmarkt hatte. Wer mit kritischem Verstand an Ayn Rands Magnum Opus herangeht, wird ihre Illusionen schnell genug erkennen - und das Amüsement darüber, wie plakativ sie vertreten werden, trägt mit zum Lesevergnügen bei.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 3, 2011 9:03 PM MEST


Die Suche nach dem Auge der Welt. Das Rad der Zeit 1. Das Original
Die Suche nach dem Auge der Welt. Das Rad der Zeit 1. Das Original
von Robert Jordan
  Taschenbuch
Preis: EUR 22,99

52 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein einzigartiges Leseerlebnis - aber nur für Leute mit langem Atem, 13. September 2010
Ich habe sicher eine dreistellige Anzahl Fantasy-Bücher gelesen, aber nichts hat mich so gefesselt wie Robert Jordans "Rad der Zeit"-Zyklus. Ginge es nur um mein persönliches Empfinden, hätte das Buch die fünf Sterne sicher, aber ich möchte eine objektive Kritik abgeben und komme deshalb nur auf vier. Das "Rad der Zeit" ist zwar in vieler Hinsicht ein Meisterwerk, aber nicht jedermanns Geschmack: Eine fesselnde Geschichte in einer sehr detailreichen und glaubwürdigen Welt, aber sehr lang, stellenweise langatmig, und von vielen Nebenhandlungssträngen durchzogen.

Es beginnt in einem kleinen Dorf weitab der großen Städte, das von Kriegen und Veränderungen nicht berührt wird, bis eines Nachts Trollocs, halbmenschliche Gestalten aus düsteren Legenden, das Dorf überfallen und nur durch eine zufällig anwesende Aes Sedai-Zauberin zurückgeschlagen werden. Sie führt den Bauernsohn Rand al'Thor und einige seiner Freunde fort in das ferne Tar Valon, der Stadt der Aes Sedai, stets verfolgt von den Kreaturen des dunklen Herrschers, um dort herauszufinden, wieso das Böse hinter ihnen her ist...

Jordan erzählt die alte und immer wieder neue Geschichte vom einfachen jungen Mann, den schicksalhafte Ereignisse dazu drängen, seine Heimat zu verlassen und dem Erzbösen die Stirn zu bieten. Der Vergleich mit Tolkien drängt sich natürlich auf, aber das "Rad der Zeit" ist keinesfalls eine Kopie des "Herrn der Ringe", weder in seiner Geschichte, noch im Schreibstil, noch in der Gestaltung der Welt. Der Schreibstil ist flüssig und gefällig, auch wenn es einige wenige störende Eigenheiten gibt, die aber nur sporadisch zu Tage treten. Man findet also keine hohe Literatur, aber eine gut geschrieben Geschichte vor. Die ausgesprochen stimmige und kreativ ersonnene Welt ist viel komplexer und detailreicher als Tolkiens Mittelerde, auch einfach weil Robert Jordan sich viel mehr Zeit nimmt, seine Geschichte zu erzählen (wenn im November 2011 der letzte Band erscheint, wird der Zyklus mehr als achtmal so lang sein wie der Herr der Ringe). Sehr unterschiedlich ist vor allem die Stimmung: Während Tolkiens Welt immer noch etwas Märchenhaftes an sich hat, wirkt Jordans Universum düsterer und dadurch auch realistischer. Und so ist es auch nicht mit der Zerstörung eines Ringes getan, das Böse zu besiegen, sondern viele Nationen und Interessensgruppen müssen geeint werden, während zugleich die Verlorenen, mächtige Zauberer des Bösen, Chaos säen und sich zugleich untereinander streiten. Und Probleme werden zwar mühsam gelöst, aber zugleich tauchen immer wieder noch größere am Horizont auf...

So viel Komplexität erfordert aber auch viel Zeit und viele Handlungsstränge, in denen unterschiedliche Personen und Gruppierungen und ihre Entwicklungen dargestellt werden. Leider geht Jordan dazu in den späteren Bänden, vor allem in Band 7-10 der englischen Ausgabe (entspricht Band 17-28 der alten deutschen Ausgabe), etwas das Erzähltempo verloren, bevor es danach wieder anzieht. Die Buchreihe ist also nur etwas für Leser mit Geduld und einem langen Atem. Teilgeschichten finden ihre Abschlüsse, aber das große Ganze endet erst nach 10.000 Seiten. Wer aber das Durchhaltevermögen hat, wird mit einer unglaublich reichen und vielschichtigen Handlung in einer faszinierenden Welt belohnt.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 4, 2011 1:42 AM CET


L.A. Crash
L.A. Crash
DVD ~ Sandra Bullock
Preis: EUR 5,99

16 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Handwerklich gut, aber zu undifferenziert, um tiefsinnig zu sein, 25. März 2008
Rezension bezieht sich auf: L.A. Crash (DVD)
Wie viele andere habe ich "L.A. Crash" mit sehr hohen Erwartungen angesehen, letzten Endes war ich enttäuscht - weil der Film einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen hat, und weil er viele Etiketten angehängt bekommen hat, die nicht auf ihn zutreffen.

Zunächst zu den Stärken des Films: Handwerklich ist er tadellos, die Schauspieler zeigen gute bis herausragende Leistungen, der Soundtrack ist angenehm und passend, der Film nimmt erkennbar Anleihen an Meisterwerken wie "Magnolia" und "Traffic" und verarbeitet geschickt deren gute Ideen. Die einzelnen Episoden sind auf den Punkt erzählt und haben einen guten Spannungsbogen.
Vor allem aber zeigt "L.A. Crash" wirklich eindringlich auf, wie verschiedene Ethnien in den USA nebeneinander her anstatt miteinander zu leben und entzaubert somit das Bild vom "Schmelztiegel USA". Und er versucht nachdrücklich, das Klischee vom Rassisten als durch und durch bösartigem Menschen zu widerlegen. Aber das war es dann auch.

"L.A. Crash" verwebt etwa ein Dutzend sich immer wieder berührender Handlungsstränge miteinander. Um jedem Handlungsstrang genügend Bedeutung zukommen zu lassen, gibt es verschiedene Varianten: Man kann sich viel Zeit nehmen, wie "Magnolia" es getan hat, man kann sich auf einzelne Aspekte konzentrieren und es bei Andeutungen lassen, wie Jim Jarmuschs genialer "Coffee and Cigarettes" es tut, oder man kann seine Botschaft plakativ und mit dem Holzhammer vermitteln. Leider entscheidet sich Haggis, dem man bislang noch nie übergroße Subtilität vorwerfen konnte, für letzteres.
Jeder einzelne Charakter wird holzschnittartig eingeführt und erhält dabei eine Gut/Böse-Zuteilung, die während des Films durch zumeist pathetische und aus der inneren Logik des Charakters kaum erklärbare 180°-Wendungen widerlegt wird.

Das Thema Rassismus wird bei jeder sich bietenden Gelegenheit in den Vordergrund gedrängt und beschränkt sich dabei oft auf Klischees, die in knappen Dialogen nur einzelne Sätze erhalten und dadurch viel zu plakativ sind (Schema: der Kerl, der unsere Schlösser austauscht ist schwarz, also wird er Nachschlüssel an Einbrecher verteilen). Das macht die Charaktere ausgesprochen unglaubwürdig und lässt wenig Möglichkeiten für Empathie mit ihnen zu, genauso wenig wie es eine ernsthafte, tiefgreifende Untersuchung des Rassismus-Problems ermöglicht. Dafür bräuchte man glaubhafte, facettenreiche Charaktere und differenzierte Dialoge - und dafür nimmt sich der Film einfach nicht die Zeit.
Demgemäß lässt "L.A. Crash" den vielgerühmten intellektuellen oder gar philosophischen Anspruch größtenteils vermissen, der Tiefgang erreicht nur in etwa das Niveau von "Forrest Gump" oder "Million Dollar Baby" und ist von seinen Vorbildern "Magnolia" und "Traffic" meilenweit entfernt. Er ist gefällig, weil er dem Zuschauer Einsichten vermittelt, die dieser bereits besitzt und als wichtig erkannt hat.
Entgegen vieler Aussagen ist "L.A. Crash" auch kein mutiger Film, denn dass Amerika ein Rassenproblem hat, weiß jeder Amerikaner, der auch nur darüber nachdenkt, sich im Kino anspruchsvollere Filme anzusehen. Die Gesellschaftskritik in diesem Film greift niemanden direkt an und riskiert dadurch auch keinen Widerspruch. Er erzählt nichts Neues und ist darüber hinaus - obwohl für Hollywood-Verhältnisse nachdenklich - Mainstream genug, um nicht an den Kassen unterzugehen. Independent-Kino mit Anspruch, das die eigene Weltsicht herausfordert und hinterfragt, sieht anders aus.

Edit: Im Nachhinein und mit etwas mehr Distanz habe ich dem Film 3 anstatt 2 Sterne gegeben - er ist handwerklich wirklich gut gemacht. Die schlechtere Beurteilung, die ich vergeben hatte, ist der undifferenzierten Behandlung vielschichtiger Probleme in diesem Film geschuldet - das ist etwas, was mich persönlich einfach sehr auf die Palme bringen kann.
Ich möchte mich in dieser Hinsicht sehr für den Kommentar von Wolfgang Stroebl bedanken, der mich hierauf aufmerksam gemacht hat.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 5, 2011 6:17 PM MEST


Die Zauberin von Ruwenda
Die Zauberin von Ruwenda
von Marion Zimmer Bradley
  Taschenbuch

9 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Leidenschaftlos und vorhersehbar, 2. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: Die Zauberin von Ruwenda (Taschenbuch)
Es gehört einiges dazu, eine in sich schlüssige Welt aufzubauen, sie mit Völkern und hervorgehobenen Einzelpersonen zu bevölkern und dann mit schriftstellerisch perfekter Technik Ereignisse zu beschreiben.
Aber es reicht nicht.
"Die Zauberin von Ruwenda" ist vielleicht das exemplarischste Beispiel dafür, dass Fantasy zu einer rein technischen Kategorie ohne jeglichen Zauber werden kann. Rein von der Erzähltechnik ist es ohne größere Fehler, es ist in sich logisch, die dargestellte Welt ist stimmig. Aber die Atmosphäre ist gleich null.
Die Geschichte ist schlicht und ergreifend banal und auf diese Art schon Hunderte Male erzählt worden: Land, dessen Herrscher Achtung vor den natürlichen Gegebenheiten haben, wird vom brutalen und machtlüsternen Nachbarn erobert. Hinter dem König des Nachbarreiches steht ein böser Zauberer, der machtvolle Artefakte, mit denen das Gleichgewicht gewahrt wurde, an sich bringen will und damit große Gefahr heraufbeschwört. Nachkommen der ermordeten guten Herrscher müssen durch Gefahren zu jenen mächtigen Geheimnissen kommen und dabei ihre Schwächen überwinden, um alles wieder ins Lot zu bringen und in einer finalen Auseinandersetzung den bösen Zauberer zu besiegen, was ihnen nur durch ihr bedingungsloses Zusammenarbeiten gelingen kann. Ende.
Die Charaktere sind so flach und archetypisch gehalten, wie man das schon lange nicht mehr gesehen hat (allein MZBs Haramis zeigt noch ein wenig Profil, während Andre Nortons Kadiya eben die klassische Amazone und Julian Mays Anigel das prototypische schwache Weibchen darstellen, der Rest ist komplett austauschbar), die Welt ist nur soweit beschrieben, wie für den Fortgang der Erzählung absolut nötig, Klischees werden reihenweise bedient. Durch die 08/15-Story kommt keinerlei Spannung auf und alles in allem wirkt das Buch unglaublich lieblos zusammengeschustert. Immerhin dürfte das Auftauchen einer Art Dreieinigkeit und die ständige Berufung auf Mächte und Einsichten, die dem gemeinen Verstand nicht zugänglich sind, das Buch für konservative Katholiken akzeptabel machen.
Fazit: Fantasy vom Fließband ohne jede Individualität. Der zweite Stern ist nur dem technisch sauberen Schreibstil geschuldet.


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