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Beiträge von Inspektor Issel
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Hilfreiche Bewertungen: 25

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Rezensionen verfasst von
Inspektor Issel

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Auf der Fährte des Teufels: Zu Fuß durch Sierra Leone und Liberia
Auf der Fährte des Teufels: Zu Fuß durch Sierra Leone und Liberia
von Tim Butcher
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Afrika für Daheimbleiber, 9. Dezember 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe das Buch gern gelesen. Man sollte aber vorher Blood River vom selben Autor gelesen haben um seine Motivation zu verstehen. Butcher gewährt sehr tiefe Einblicke in seine Karriere als Journalist. Die Beschreibungen des Poro Geheimbundes sowie der Bürgerkriegsopfer sind schockierend. Insgesamt ist das Verhältnis Butchers zu Afrika zwiespältig: Er beschreibt einerseits die scheußlichen Seiten, andererseits lässt er keinen Zweifel aufkommen, dass er sein Herz an diesen Kontinent verloren hat.


Lügen im Weltraum: Von der Mondlandung zur Weltherrschaft
Lügen im Weltraum: Von der Mondlandung zur Weltherrschaft
von Gerhard Wisnewski
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Spannend, 9. Dezember 2015
Dringend zu empfehlen für jeden, der sich mit dem Mondschwindel näher auseinandersetzen möchte. Wisnewski beleuchtet aber auch die Frage, warum die Russen zu dem Schwindel schwiegen, sehr überzeugend. Die Details zum frühen sowjetischen Raumfahrtprogramm sind teilweise sehr makaber. Man taucht richtig ein in die Zeit des kalten Krieges.


Nah und Fern
Nah und Fern

6 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nur zum Einschlafen geeignet, 2. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Nah und Fern (Audio CD)
Dieses Werk ist nur was für Minimal-Fans. Das extrem Reduzierte muss man mögen. Es eignet sich hervorragend um abends die Kopfhörer (sollten mehr als 50 Euro gekostet haben) aufzusetzen und im Bett wegzudösen. Für alles andere ist es eher unbrauchbar.
Zur Verpackung: Die eigentümliche Box mit den etwas improvisierten Schutzhüllen für die CDs muss man im besten Fall als "eigenwillig" bezeichnen. Ansonsten ganz interessant anzusehen.


Herz der Finsternis
Herz der Finsternis
von Joseph Conrad
  Audio CD

2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen VORSICHT!, 8. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Herz der Finsternis (Audio CD)
Wie schon in einer vorigen Rezension erwähnt: Dies ist nur ein Extrakt von Conrads Geschichte, dargeboten von zwei Sprechern: Marlow und einem (fiktiven) Interviewpartner. Als Titel müßte es eigentlich heißen: "Michael Köhlmeier und wie er Herz der Finsternis sieht".
Schade, dass der Hörverlag nichts Eigenes inszenierte sondern stattdessen dieses alte Zeug aufgemotzt hat (Das Cover ist natütlich exzellent, wie immer, wenn der Inhalt hinkt).
Positiv: Köhlmeiers doch auch neue Perspektiven auf die Geschichte: Dass der alte Dampfer mutwillig versenkt wurde und Marlowe durch böse Absicht monatelang auf seine Nieten warten muss, ist mir so gar nicht aufgefallen. Ein weiterer Beweis dafür, wie nervtötend Conrad mit seiner indirekten, übervorsichtigen, andeutenden Erzählweise sein kann. Der Stil dieses alten Knackers ist endgültig überholt. Sowas kann man heute nicht mehr lesen.


Rattennest
Rattennest
DVD ~ Ralph Meeker
Wird angeboten von Film_&_Music
Preis: EUR 29,96

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Horrortrip, 3. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Rattennest (DVD)
Wer sich vor dem Schlafengehen einen typischen Gangsterfilm der Fünfzigerjahre reinziehen möchte, wird am Ende von Rattennest vielleicht enttäuscht sein (und vor allem schlecht träumen). Rein äußerlich ist es natürlich ein brutaler Gangsterfilm. Doch irgendwie stimmt da etwas nicht ...

Da wären zunächst einmal die handelnden Personen: durch ihre überzeichnete Schablonenhaftigkeit wirken sie grotesk, bizarr, karikaturenhaft - Comicfiguren auf LSD. Der Held Mike Hammer (nomen est omen!) ist ebenso grausam, brutal, zynisch und asozial wie seine kriminellen Gegenspieler, die Frauen hängen zwar an seinen Lippen, doch hat er nie Zeit für sie, hetzt er doch besessen von Rache einem Geheimnis hinterher, dessen Entschleierung ihn noch viel mehr anturnt als das andere Geschlecht.

Die Welt rings um Mike Hammer ist kalt und tödlich. Der Mensch existiert nicht mehr als das Säugetierwesen, das Nestwärme kennt, es herrscht die grausame Kälte der Insekten und Reptilien. Wenn es einmal das Gute im Menschen gab, so ist es schon lange hinweggerafft worden vom Bösen. Die überlegene Intelligenz des Bösen hat den Endsieg errungen, seine Perfidie durchzieht alle Dinge, es weht ein Hauch von Perversität.

Schließlich lüftet sich das Geheimnis, ein Schlüssel zu einem Schließfach taucht auf, endlich ist man der Lösung des Rätsels nahe: Ein kleiner Koffer ist das Objekt, für das gefoltert und gemordet wird, das Menschen in den Abgrund reißt. Als Mike Hammer den Koffer nur einen Spalt breit öffnet strahlt grelles, gespenstisches Licht daraus hervor, nicht mehr von dieser Welt. Er verbrennt sich sein Handgelenk dabei, erfährt kurz darauf, dass Radioaktivität im Spiel ist.

Der Schluß im Strandhaus überhöht den Film schließlich zur schaurigen Apotheose griechisch-antiker Dimensionen: Alle bösartigen Kreaturen sind tot, zugrundegegangen an einem jeweils grausameren Gegner; nur die verlogenste, skrupelloseste und intelligenteste aller bösartigen Kreaturen, eine hübsche junge Blondine, bleibt übrig und bringt sich in den Besitz des Koffers. Doch der Triumph ist nur von kurzer Dauer. Obwohl von seinem sterbenden Opfer noch gewarnt, den Koffer nicht zu öffnen, kann das gottesanbeterinnengleiche Weib seiner Neugierde nicht widerstehen, öffnet die Büchse der Pandora und wird von einer noch böseren Kraft überwältigt, als in seinem eigenen Busen wohnt: Der grell strahlende Inhalt des Koffers setzt die Letzte der bösartigen Kreaturen augenblicklich in Flammen, das absolut Böse, das Medusenhaupt, ist freigesetzt.

Entsetzt kann der angeschossene Mike Hammer mit seiner Geliebten aus dem Strandhaus fliehen, bevor dieses explodiert.

Mag sein, dass dieser Film im Genre Film noir schubladisiert ist, zuallererst ist er für mich aber ein Film über das Böse. Auch besitzt er eine für sein Entstehungsjahr 1955 ganz deutliche Botschaft: Die Atomspaltung ist das Böse, das aus der Büchse der Pandora entwichen ist, um die Menschheit zugrundezurichten.


Herz der Finsternis
Herz der Finsternis
von Joseph Conrad
  Gebundene Ausgabe

7 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überschätzt und doch genial, 10. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Herz der Finsternis (Gebundene Ausgabe)
Auch ich kam einst über die Apocalypse-Now-Schiene (mieser, verlogener Film) ins Herz der Finsternis. Als Siebzehnjähriger war ich fasziniert von dem Buch, ohne recht zu wissen wieso. Später, in meinen Zwanzigern, fand ich die Geschichte stinklangweilig, voll antiquierter Sprache und ohne irgendeinen Sinn.

Heute dagegen interessiert sie mich wieder, weil hier ein Mensch über EIGENE Erfahrungen schrieb. Conrad WAR im Kongo, er WAR Kapitän, er WAR sterbenskrank in diesem Ort und kam gerade noch davon. Zeitgenössische Autoren schreiben ja grundsätzlich nur mehr über Dinge, die sie sich aus den Fingern saugen, auch leben wir heutige Europäer in langweiligeren Zeiten als Conrad.

Man sollte letztendlich nicht zu viel in das Buch hineininterpretieren. Meiner Meinung nach enthält es KEINE EINZIGE Botschaft, keine Anleitung zum Leben. Hier wollte jemand einfach nur eine ziemlich beschissene Erfahrung verarbeiten. - Aber das hat er verdammt gut hingekriegt und deshalb lesen wir es auch heute noch.


Der Bericht des Arthur Gordon Pym, 2 Audio-CDs
Der Bericht des Arthur Gordon Pym, 2 Audio-CDs
von Edgar Allan Poe
  Audio CD

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Einzige das bleibt, 24. November 2006
Hab mir die CDs schon vor ein paar Monaten reingezogen und seitdem immer wieder gehört. Sogar eine antiquarische Ausgabe des Arthur Gordon Pym mit Illustrationen von Alfred Kubin hab ich mir wegen des Hörspiels angeschafft (verdammt, wieder zehn Euro weniger), obwohl im Haus meines Vaters irgendwo in einem Schrank noch mein Diogenes-Taschenbuch von 1988 herumliegen muss.

Dabei mochte ich als Teenager diesen einzigen Roman Poes überhaupt nicht. Die Kurzgeschichten fand ich besser. Heute ist es umgekehrt. - Ich glaube, das hat damit zu tun, dass Poes Gruselgeschichten wirklich nur mehr was für Kinder sind (obwohl sie's zu seiner Zeit sicher nicht waren).

Das Besondere am "Arthur Gordon Pym" ist sicher der Schluss, der einfach abbricht. Wenn ich das Hörspiel höre und mir den Katarakt vorstelle, der den ganzen Horizont ausfüllt, erinnert mich das an psychedelische Visionen. Das Transzendente, die Barriere - das macht den Reiz aus. Die ganze Geschichte ist nur eine Vorbereitung auf die Fahrt in den Katarakt.

Das Hörspiel setzt das glänzend um. Die Kannibalismus-Szene ist natürlich nichts für gemütliches Einschlafen. Das einzige, was mich am Hörspiel stört, ist das Cover. Zunächst wusste ich gar nicht, was das weiße Ding auf dem Cover sein soll. Bis ich draufkam: Das soll der Katarakt sein. Sieht aus wie ein Wasserfall, der Illustrator hat den Roman sicher nicht gelesen. - Denn es ist eben kein Wasserfall, der da im Roman herunterstürzt, sondern ein "den ganzen Horizont" ausfüllender Katarakt von weißem Dampf, der von so großer Höhe herunterströmt, dass man den Gipfel gar nicht ausmachen kann.

So hat sich ein armes Schwein, das seine Verstoßung aus dem reichen Haus des Pflegevaters nie verwand und anschließend nur mehr auf Branntwein und Opium sein Dasein fristete, mit dieser Geschichte ein ewiges Denkmal gesetzt. Erstaunlich.


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