Jeans Store Hier klicken Jetzt informieren Neuerscheinungen Cloud Drive Photos OLED TVs Learn More sommer2016 HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Summer Sale 16
Profil für Evelyne Kluser > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Evelyne Kluser
Top-Rezensenten Rang: 240.907
Hilfreiche Bewertungen: 237

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Evelyne Kluser
(REAL NAME)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2
pixel
Die Buchmagier: Roman (Fantasy. Bastei Lübbe Taschenbücher)
Die Buchmagier: Roman (Fantasy. Bastei Lübbe Taschenbücher)
von Jim C. Hines
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spannende Idee - solide Umsetzung, 23. Juni 2014
Endlich eine neue Idee, dachte ich mir und war sofort angetan von Klappentext und Aufmachung, was bei mir in letzter Zeit gerade beim überbordenden (und sich immer wiederholenden) Fantasy-Genre immer seltener vorkommt.
Das erste Drittel schien meine Erwartungen voll und ganz zu erfüllen: die "Buchmagier" benutzen eine neue Art von Magie, nämlich die Fähigkeit, Gegenstände aus einem Buch herauszuholen und zu verwenden. Und da der Held des Buches ein Science-Fiction-Fan ist, bedient er sich besonders gern an Laserkanonen und ähnlichem Spielzeug - da schlägt doch das eigene SF-Liebhaber-Herz gleich höher. Und gleich die ersten Gegner, denen der Protagonist begegnet, sind ein klasse Seitenhieb auf Twilight, und es geht schon mal richtig rund, kämpferisch gesehen.

Auch nach diesem spritzigen Einstieg macht das Buch vieles richtig: es ist flüssig zu lesen, die Buchmagie wird häppchenweise weiter erklärt (und sie ist auch nicht allmächtig), es tauchen andere Fabelwesen auf, und immer wieder lockern humorvolle Szenen die Handlung auf.

Nur ... diese Handlung entwickelt sich sehr, sehr klassisch, geradezu wie aus dem Lehrbuch, und halt auch wie schon x-mal gelesen:
Der Held ist ein kleines Licht in einer geheimen Organisation, soviel erfährt man schon gleich zu Beginn. Natürlich werden ihm da Informationen vorenthalten, er darf nicht ermitteln, wie er gerne würde, tut es aber trotzdem. Die Heldin an seiner Seite ist eine taffe Kämpferin und ungemein verführerisch, nebenbei hadert der Held mit seiner Vergangenheit und seinen Fehlern, und natürlich stösst er am Ende auf ein Komplott/Rätsel/ungeheuerliches Geheimnis, welches sein Weltbild ins Schwanken bringt.

Normalerweise bin ich da nicht so anspruchsvoll, ich kann die gleiche Geschichte in Varianten immer wieder lesen, aber bei diesem Buch hat es mich irgendwie gestört, wobei ich nur schlecht sagen kann, woran genau das wirklich gelegen hat.
Vielleicht, weil die ursprüngliche originelle Idee der Buchmagie eben hauptsächlich ein Vehikel für diesen klassischen Spannungs- und Plotbogen war, und irgendwie das schale Gefühl bleibt, dass da noch mehr dringelegen hätte? Weil im Laufe des Buches Anspielungen und originelle Verwendungen von Buch-Inhalten merklich weniger wurden, so dass der neuartige Ansatz verloren ging?

Wie auch immer - das Ende reisst es zum Glück raus: da kommt noch mal ein furioses Finale, es kommen gleich mehrere originelle Ideen, die "matchentscheidend" sind, und obwohl sich der Autor eine Fortsetzung definitiv offen gelassen hat, ist die Geschichte in sich abgeschlossen.

Dreieinhalb Sterne, würde ich sagen - für einen unterhaltsamen Lese-Abend auf jeden Fall gut geeignet.


Anpfiff, Abstoß, Mord (Jugendthriller-Reihe)
Anpfiff, Abstoß, Mord (Jugendthriller-Reihe)
von A.P. Glonn
  Broschiert
Preis: EUR 11,90

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lesevergnügen, nicht nur für Jugendliche, 23. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich gebe zu: ich kenne die Autorin und ihren tollen Stil bereits aus nicht-kommerziellen Projekten - sonst hätte ich dieses Buch (auch als Zielgruppe, damals vor 15 Jahren ;) ) wohl nicht mit dem *** angeschaut: die glatte Oberfläche spricht haptisch nicht an, das Titelbild ist (nett formuliert) nichtssagend, und der Titel schreit so sehr "ich-bin-ein-Fussballkrimi", dass jeder Nicht-Fussballer sofort zwei Schritte zurücktritt.
Das Unglückliche daran ist: Titel, Titelbild und auch der Klappentext ("eine begabte Fussballspielerin") führen auf eine völlig falsche Fährte (so in etwa: "Mord und Intrigen im Fussballmilieu"), denn Fussball ist Merits Hobby, und er setzt damit einen weiteren Akzent in ihrem Leben - aber sie könnte genauso gut in einer Volleyball-Mannschaft oder einer Street-Dance-Gruppe sein, das würde für die eigentliche Geschichte kaum einen Unterschied machen. Mit der scheinbaren Fixierung auf Fussball schreckt es aber vermutlich viele potentielle Leserinnen ab.

Aber jetzt zum Inhalt. Ich könnte kurz und knapp zusammenfassen: klassischer Kleinstadt-Thriller mit gutem Spannungsbogen, einer Handvoll Verdächtigen und dem Üblichen Familien-Drumrum für die Atmosphäre. Damit würde ich diesem Buch aber definitiv nicht gerecht, denn es ist ein echtes Lesevergnügen:

Merit ist als Hauptfigur, die in Ich-Form erzählt, sehr erfrischend und authentisch. Dankenswerterweise hat die Autorin ihr ein gebildetes Elternhaus verpasst, so dass man zwar in die Jugendsprache eintaucht, aber trotzdem nicht mit allzu simplen Sätzen abgespeist wird. So berichtet Merit locker-flockig aus ihrem Leben und wirkt dabei einfach sympathisch und mitreissend.
Sie ist auch kein "typisches" Mädchen, sondern kurzhaarig, burschikos und fussballbegeistert. Mit diesem Kniff der Autorin eignet sich das Buch dann auch für Jungs und "älteres" Publikum, denn die ganz klischeehaften Teenie-Mädchen-Probleme bleiben aussen vor. Die erste Liebe darf trotzdem nicht fehlen, aber der Erzählstrang fügt sich nahtlos in die Hauptgeschichte ein.

A.P. Glonn holt die Jugendlichen in ihrer heutigen Welt ab: da gibt es eine Freundin, die ihren Vater nie kennengelernt hat; Merits Bruder ist ein Nachzügler, der von ihr gehütet werden muss; und es gibt die coolen Schüler und die uncoolen - und das ist alles ganz normal und kein Anlass, ausführlicher darüber zu sprechen. Das macht, finde ich, eine Menge der Authentizität des Buches aus.
Trotzdem bleibt das Setting eine Kleinstadt, man findet neben den Thriller-Elementen eine kleine Portion heile Welt (wer hätte nicht gerne eine Bilderbuch-Oma wie die von Merits Freundin Sina?) und viele Momente, in denen man sich einfach mit Merit freut. Zum Schluss hatte ich wirklich das Gefühl, sie sei eine gute Freundin geworden, und habe sie nach dem Weglegen des Buches regelrecht vermisst.

Ein weiterer Pluspunkt: Merits Gründe, gewisse Dummheiten zu begehen, sind immer nachvollziehbar, begleitet sogar von wilden Gedanken und Abwägungen, halt nur mit der falschen, aber für sie logischen Entscheidung am Schluss. Das gilt im Grossen und Ganzen auch für ihre Freunde.
(Es gibt eine einzige Figur, die im Nachhinein betrachtet davon merklich abweicht, und deren etwas seltsames Verhalten tatsächlich für die Spannung "missbraucht" wird, was aber beim Lesen erstmal gar nicht so auffällt oder stört.)

Das Finale schliesslich ist äusserst spannend, und bis dahin kann man sich nicht sicher sein, welcher der Verdächtigen (als Leser hat man vermutlich auch noch andere als Merit) schliesslich der Mörder ist.

Im Fazit ergibt das einen tollen Mix aus Authentizität, Thriller-Atmosphäre und entspannendem Lesevergnügen - nicht nur für Jugendliche.


Percy Jackson, Band 1: Percy Jackson - Diebe im Olymp
Percy Jackson, Band 1: Percy Jackson - Diebe im Olymp
von Rick Riordan
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,90

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ganz nett für Zwischendurch - aber nichts Besonderes, 25. Februar 2012
Der Inhalt des ersten "Percy Jackson"-Bandes ist schon hinlänglich in anderen Rezensionen beschrieben worden, daher werde ich mich auf andere Aspekte beschränken.

Der Stil.
Einfach, liest sich locker-flockig weg. Die Sprache ist moderner als bei anderer Fantasy-Literatur üblich, und somit passend zur Handlung und zum Ich-Erzähler.
Der Humor des Ich-Erzählers Percy ist bestimmt nicht jedermanns Sache, die Sprüche sind bisweilen platt, und einige der Witze sind bestimmt nicht neu, aber mich hat er im Grossen und Ganzen gut unterhalten.

Die Handlung.
Etwas zu vorhersehbar. So richtig Angst hat man um Percy oder seine Freunde irgendwie nie. Vielleicht, weil man weiss, dass es noch viele weitere Bände geben wird? Die Adaption der griechischen Mythen ins moderne Amerika hat es dem Autor erspart, viel eigene Handlung erfinden zu müssen - ist allerdings nett gemacht und hat mich ebenfalls gut unterhalten. (Eigentlich fast besser als die Rahmenhandlung, die sich der Autor selber ausgedacht hat.)
Alles in allem folgen die Ereignisse Schlag auf Schlag, Charakterentwicklung hat wenig Platz. Für ein schnelles Vergnügen gut geeignet, aber halt ohne Tiefgang. Bisweilen muss man halt damit leben, dass die eine oder andere Fähigkeit einfach da ist oder der Held einfach etwas aus dem Nichts weiss.

Die Protagonisten.
Ein unfreiwilliger Held. Ein verfressener, unfreiwillig komischer, treuer Kumpel. Und eine neunmalkluge, leicht versnobte Begleiterin.
Klingt irgendwie bekannt? Hatten wir schon mal in sieben Bänden von J. K. Rowling?
Definitiv. Und tiefgründiger.
Schade, dass sich Herr Riordan keine neuen Helden einfallen lassen konnte. Schade, dass sie alle deutlich blasser bleiben als ihre "Vorbilder", an denen sich der Autor so offensichtlich orientiert hat.

Anderes.
1) Der "Stiefvater". Gabe Ugliano (ach nein, ugly hiess doch nochmal...?), der auch Vernon Dursley hätte heissen können? Aber immerhin hatte Vernon Dursley einen letzten Rest Glaubwürdigkeit in seiner Überzeichnung. Die geht diesem "Stiefvater" definitiv ab. Mag vielleicht in eine platte Komödie passen - die will das Buch ja aber nicht sein. Überflüssig. Noch überflüssiger ist nur eines: die pseudo-erklärende Begründung, warum Percys Mutter bei ihm bleibt.
2) Amerikanismus. Nun ja, das wurde in anderen Rezensionen zur Genüge erwähnt. Belassen wir es dabei, dass Herr Riordan offenbar ein anderes Bild von "fortschrittlicher Zivilisation" hat als wir. Und ich schätze mal, die Chinesen finden europäische Werke auch viel zu sehr auf Europa fixiert und europa-verherrlichend.
3) Klischees. Ares weckt sofort Aggressionen, und seine Kinder sind alle fett, ziemlich doof und hässlich? Wie plump. Das Mädchen in der Truppe fürchtet sich vor Spinnen? Haha. Der böse Stiefvater ist fett und ein pokerspielender, biersaufender, zigarettenrauchender Messie? Wow.
4. Fehlende Logik. Ins Trainings-Camp sollen die Halbblute im Sommer, weil sie da geschützt sind. Und das ganze restliche Jahr kommen sie dann ohne diesen Schutz zurecht? Auch untraininert, oder nach nur einem Sommer? Und sollen dann trotzdem zurückkehren in ein Camp, in dem die tollen ADHD-Zöglinge dann doch keine echten Abenteuer erleben dürfen und alle nur auf eine Aufgabe hungern? Hm...

Alles in Allem: leichte Unterhaltung, ganz nett, wenn man nicht zu viel darüber nachdenkt.
Ein bisschen mehr Eigenleistung des Autors und ein bisschen weniger "Inspiration" von Potter-Gegebenheiten hätte dem Werk gut getan. Ein bisschen mehr Charakterentwicklung ebenfalls. Und vielleicht ein bisschen mehr Hintergrund über die eine oder andere Gegebenheit, damit sie nicht ganz so unlogisch wirkt.
Da ist noch Potential...


Tor der Verwandlung. Rai-Kirah Trilogie 01.
Tor der Verwandlung. Rai-Kirah Trilogie 01.
von Carol Berg
  Broschiert

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen So sollte Fantasy sein, 26. Juli 2011
Müsste man den Inhalt dieses Buches ganz kurz zusammenfassen, sähe das etwa so aus:
Die Schicksale eines Sklaven und eines jungen, ungestümen Prinzen verflechten sich, aus der erzwungenen Gemeinschaft wächst Freundschaft, und am Ende geht es um nichts weniger als die Freiheit ganzer Völker.

Klingt - nun ja, wie ein weiteres der ungezählten mittelmässigen Fantasy-Bücher, die dank des derzeitigen Hypes auf den Markt geworfen werden und sich - im Grossen und Ganzen betrachtet - nur unwesentlich unterscheiden.

Was "Tor der Verwandlung" vom Mittelmass deutlich abhebt?

Eigentlich - für mich - vor allem eines: es ist keine "all-age-fantasy".

Der Held ist (vergleichsweise) alt, verbraucht, seiner Magie beraubt - ein Sklave.
Der zweite Held ist ungeduldig, brutal, ein verzogener Bengel.

Dass beide mehr sind, als es zuerst den Anschein macht, ist klar - da unterscheidet sich das Buch nicht von vielen anderen Heldengeschichten.
Muss es auch nicht.
Alleine schon, dass der Ich-Erzähler etwa 35 Jahre alt ist und mit einer Menge Lebenserfahrung erzählt, bringt nämlich eine angenehme Abwechslung zu all den jungen Mädchen und Knaben, die durch irgendeinen Zufall ihre magische Begabung entdecken und infolgedessen aus ihrem bisherigen, meist ärmlichen Leben gerissen werden...
Hier gibt es kein "aus-dem-Leben-reissen". Seyonne, der Sklave, hat eigentlich kein Leben.
Es gibt Magie - aber für die anderen. Seyonne wurde sie in einem grausamen Ritual genommen.
Es gibt sogar einen jungen Mann in einer Hauptrolle - aber der ist weder magisch begabt noch ein sonderlich angenehmer Zeitgenosse.

Was sich daraus entwickelt, ist von der Story her nicht wirklich bahnbrechend, bisweilen in groben Zügen vorhersehbar: die "überraschenden Wendungen" sind nicht so originell, als dass sie erfahrene Fantasy-Leser vom Hocker hauen würden. Es ist auch keine sonderlich originelle Welt, die uns da vorgelegt wird - eher die klassische Variante mit Karte und einer Reihe von unterschiedlichen, grob charakterisierten Völkern.
Insgesamt solide, was Spannung und Ideen angeht, würde ich sagen.

Trotzdem war dieses Buch für mich ein Lesevergnügen, wie es mir schon länger nicht mehr begegnet ist.
Denn auch wenn Carol Berg die Fantasy nicht neu erfindet, liest sie sich einfach gut:
Kaum wundersame Zufälle, keine pubertären Liebesproblemchen, kein alles begleitender Mentor...
Eine dem Thema des Buches und dem Sklavendasein der Hauptfigur angemessene Brutalität ohne Weichspülfaktor.
Kein Bedürfnis, alles bis ins letzte zu erklären.
Ein angenehmer Schreibstil und ein recht hohes sprachliches Niveau.
Ein guter Spannungsbogen.
Glaubwürdige Charaktere, portiert durch den oben genannten, passenden Schreibstil. (Der Ich-Erzähler macht zwar gegen Ende des Buches eine angesichts seines langjährigen Sklavendaseins eine etwas allzu schnelle Entwicklung durch - aber das lässt sich verschmerzen.)
Und nicht zuletzt: Keine vollständige Schwarz-Weiss-Gut-Böse-Trennung. Es gibt ihn, den Oberbösewicht. Aber bis überhaupt klar ist, wer das ist, gibt es die vielen andern Widersacher, die nicht nur schlechte Eigenschaften haben, die mal Freunde waren, oder Freunde werden, die nachvollziehbare Motive haben...

Mit anderen Worten: Fantasy-Unterhaltung auf hohem Niveau, die sich angenehm wegliest.
Mehr davon!


Blutsherrschaft: Die Schwarzen Juwelen 8 - Roman
Blutsherrschaft: Die Schwarzen Juwelen 8 - Roman
von Anne Bishop
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Harmlos!, 21. März 2011
Der Vorgänger ("Blutskönigin") versprach durch den Fokus auf neue Figuren endlich wieder ein wenig Spannung... dieses Werk hier macht das alles wieder zu nichte.
Dabei klang die Beschreibung durchaus gut, und die Idee hätte Potential gehabt: Cassidys alte Rivalin kommt nach Dena Nehele, und Theran verfällt ihr. Konflikte sind vorprogrammiert.
Nur: die Rivalin Kermilla ist eine dermassen hohle Nuss, dass man sie zu keinem Zeitpunkt ernst nehmen kann. Allerdings versteht man dann Cassidys Selbstzweifel - wer seinen ersten Kreis an ein so dummes Püppchen verliert, hat allen Grund an sich zu zweifeln.
Wäre Kermilla raffiniert, hinterlistig, auf eine bösartige Weise intelligent und manipulierend, wäre das ein klasse Plot gewesen. Aber alle ausser Theran durchschauen sie, Cassidy wird von ersten Kreis, von ihrer Dienerschaft und ihrem ganzen Volk gestützt... und damit wird das ganze Buch schlicht zu einer weichgespülten "Wir-verwirklichen-uns-selbst"-Kleinmädchenträumerei.
Dass Frau Bishop ihre Vorliebe für Scelties dann noch im Übermass mit einflicht und jedem der alten, liebgewonnenen Charaktere (von Surreal über Tersa bis Rainier) nochmal einen kurzen, mehr oder weniger belanglosen Gastauftritt gewährt, macht die Sache auch nicht mehr besser.
Und so ist es nur konsequent, dass die dramatisch angekündigte Vision vom Anfang zuletzt in einem winzigen Rauchwölkchen verpufft.

Es hat durchaus einen gewissen Spass gemacht, das Buch zu lesen.
Es gibt Szenen darin, die mir gefallen haben.
Aber es ist kein würdiger zweiter Teil zu "Blutskönigin".
Es fehlt an einem glaubwürdigen Plot, an glaubwürdigen Antagonisten und dadurch letztlich an Spannung.


Pralinenträume
Pralinenträume
von Pralinenclub
  Gebundene Ausgabe

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen inspirierend!, 13. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Pralinenträume (Gebundene Ausgabe)
Da ich selber schon öfters Pralinen gemacht habe, allerdings vor allem mit "klassischen" Zutaten (Nüsse, Mandeln, Alkohol), bin ich immer auf der Suche nach neuen Pralinen-Rezepten.
Und da liege ich mit diesem Buch des "Pralinenclub" definitiv richtig.
Da sind auch einige "Klassiker" dabei, natürlich - mit Baileys zum Beispiel, oder Krokant-Variationen.
Aber halt eben auch die ganz exotischen Sachen: mit Minze, Tee, Ingwer, Kardamom... äusserst inspirierend!

Für den Einstieg sind die wichtigsten Sachen und Techniken erklärt, wobei ich (da schon etwas erfahrener) nicht beurteilen kann, ob diese Erklärungen den Anforderungen eines Anfängers genügen.

Etwas unglücklich sind die Mengenangaben: 120 oder noch mehr Pralinen sind da an manchen Orten angegeben - entsprechend dann auch mal 1 kg Kuvertüre zum Überziehen etc. Das Umrechnen birgt immer die Gefahr von Fehlern - eine Anpassung der Rezeptmengen (z.B. für 30-50 Stück) wäre nett gewesen.

Schade finde ich, dass weder für Marzipan noch für Nougat ein Grundrezept angegeben wird.
Ausserdem wird oft mit Trüffel-Hohlkugeln gearbeitet, und leider wird die Konsistenz der Ganache-Massen nicht beschrieben, so dass man vor dem Selbermachen nicht entscheiden kann, ob sich die Masse auch von Hand zu Trüffeln formen lässt, oder ob sie so flüssig ist, dass gegossene Formen unvermeidlich sind.
Dafür sind - keineswegs selbstverständlich - Haltbarkeits-Zeiten angegeben!

Für die nicht immer 100%-ige Benutzerfreundlichkeit (Mengen, nur im Internet beschaffbare Hohlkugeln) ziehe ich einen Stern ab - die Rezepte hingegen sind top.

Anmerkung zum Schluß: möglicherweise handelt es sich bei diesem Buch um das selbe, welches auch unter anderem Cover im Set mit Pralinengabeln verkauft wird (Pralinen & Konfekt selbst gemacht)


Pralinen &  Konfekt
Pralinen & Konfekt
von Karin Ebelsberger
  Taschenbuch

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen sehr anregend, aber zu viel "convenience", 10. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Pralinen & Konfekt (Taschenbuch)
"Pralinen & Konfekt" ist ein sehr anregendes und auch durchaus hilfreiches Buch, allerdings nicht uneingeschränkt zu empfehlen.

Anregend, weil die Bilder und Ideen sehr viel Lust machen, selber Pralinen zu kreiren.
Die Autorin arbeitet zur Gestaltung ihrer Pralinen mit fast allen Techniken, die man auch von professionellen Confiseuren kennt, seien es nun schlichtere Überzüge wie Trüffelspitzen und Kakaopulver oder exquisitere Spezial-Dekorationen wie Goldstaub oder Strukturfolien.
Das Gleiche gilt für den Inhalt: nebst den Klassikern sind auch Kreationen mit Beeren, exotischen Gewürzen und sogar Balsamico-Essig vorhanden - sehr ideenreich, und sehr anregend für die eigene Kreativität, wie gesagt.

Hilfreich, weil die meisten wichtigen Methoden, Werkzeuge und Zutaten vorgestellt werden.

Nicht uneingeschränkt zu empfehlen allerdings, weil sehr viel mit vorgefertigten Zutaten gearbeitet wird. Viele der vorgestellten Pralinen werden mit Trüffelhohlkugeln gemacht, die im Spezialversand bestellt werden müssen - einen Spezialversand, wie ihn die Autorin selbst betreibt. Die eigene Herstellung von Marzipan oder Nougat wird nicht beschrieben, obwohl damit sehr oft gearbeitet wird - dadurch bekommt das Buch einen "convenience food"-Anstrich. Dazu kommt, dass nicht nur die Hohlkugeln teuer sind, sondern oftmals auch Zutaten und Dekor: Joghurtpulver, Kakao-Nips, getrocknete Erdbeeren, Strukturfolie... und natürlich das Porto, weil fast immer im Internet bestellt werden muss.
(Zur Ehrenrettung der Autorin seien zwei Punkte dazu angemerkt: erstens zeigt sie auch, wie man selber Hohlformen giessen kann, und zweitens nennt sie meistens mehrere Bestell-Adressen für Zutaten.)

Da ich selber bereits mit einem anderen Pralinenbuch gearbeitet habe ("Pralinen und Schokoladespielereien" von Beatrice Aepli), bei dem mehr Wert auf die eigenständige Zubereitung von Marzipan, Nougat und Füllungen im Allgemeinen gelegt wird und nirgends vorgefertigte Hohlformen verwendet werden, fiel mir dieser Unterschied stark auf und störte mich auch.
(Hohlformen sind in vielen Fällen unnötig, die Zubereitung von Marzipan ist meist der am wenigsten zeitaufwendige Arbeitsschritt...)

Für Anfänger ist das Buch trotzdem auf jeden Fall zu empfehlen, weil man (relativ) schnell aussergewöhnliche Pralinen herstellen kann;
für Menschen mit etwas Pralinenerfahrung sind die kreativen Gestaltungsmöglichkeiten und die neuen "Geschmacksideen" ein Kaufgrund.
Wer hingegen ein schmales Budget und einen hohen Anspruch bezüglich "selbstgemacht" hat, sollte besser zu einem anderen Buch greifen.


Das Buch des Sturms: Roman
Das Buch des Sturms: Roman
von James Clemens
  Gebundene Ausgabe

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Öde Wiederholungen, 3. Januar 2011
Ich habe den ersten Band dieser Reihe ("Buch des Feuers") vor längerer Zeit gelesen. Davon in Erinnerung geblieben war mir letztlich vor allem, dass dies eines der wenigen Bücher war, bei denen ich der Fortsetzung nicht entgegengefiebert habe.

Durch Zufall habe ich nun vor kurzem die ganze Reihe bei einer Bekannten stehen sehen und die Gelegenheit genutzt, mir den zweiten Band auszuleihen.

Was soll ich sagen: verschwendete Zeit. Eigentlich habe ich in diesem zweiten Band alles gefunden, was einen billigen Schundroman ausmacht; und nichts von dem, was ein Buch lesenswert macht.

----- Im Folgenden werden Teile der Handlung skizziert und bewertet. SPOILER! -----

1.Die Charaktere: Hat die bunt zusammengewürfelte Truppe um das Mädchen Elena im ersten Band noch Neugierde auf ihre Weiterentwicklung geweckt, wird im zweiten Band klar, dass der Autor nicht genug Fantasie für eine Weiterentwicklung gehabt zu haben scheint. Lieber lässt er einen Charakter zu Tode kommen, um dann im nächsten Kapitel - Tadaaa! - einen neuen Charakter als Ersatz zu bringen. Wer also Ansprüche an die Charakter-Entwicklung hat... Finger weg!
Selbst die Hauptfigur Elena bleibt blass und farblos, die anderen Charaktere dienen nur zur Dekoration, das Potential der unterschiedlichen Völker wird in keiner Weise genutzt.
Charaktere erfinden kann aber jeder bessere pen-and-paper-Rollenspieler, und einen Spannungsbogen hält man nicht, indem man Figuren einbringt, eine Weile mitlaufen lässt, umbringt und ersetzt.

2. Das ultimative Böse: was im ersten Band noch als diffuse Bedrohung eine gewisse Neugierde weckte, bleibt so fern wie die Sonne am Himmel. Angeblich ist es soooo böse, aber abgesehen von einigen verdorbenen Individuen (die dann allerdings zu wahren Monstern mutieren) bemerkt man davon nichts: den Leuten geht es gut, die Landschaft ist (bis auf wenige Ausnahmen) offenbar völlig friedlich und unberührt, und man verliert als Leser irgendwann den Glauben an die Dringlichkeit von Elenas Mission.

3. Die anderen Bösen: Clemens schreibt nach dem Motto: je blutiger, je ekliger, desto besser. Subtile Spannung? Eher Holzhammer. Leises Gruseln? Eher Splatter-Horror.
Spinnen, die in die Gebärmutter einer Frau zurückkriechen und dann (darin) zu einem geflügelten Monster mutieren... aber immer doch! Da kann jeder C-Movie-Regisseur noch was lernen.
Und dann: "Die Horde" als bösartige, wuselnde Gefahr. Gut, nette Idee. Ein Pluspunkt.
Als nächstes: "Die Meute". Okay, das Buch soll ja eine gewisse Länge haben, und man kann eine Idee in Varianten auch zweimal verwenden.
Und dann, am Ende des Buches: Die Vorankündigung auf "Die Legion". Gähn.

-------

Fazit: Spannung mit der Holzhammer-Methode, Charakterentwicklung Fehlanzeige, eine gleichzeitig action-lastige und dabei erstaunlich langweilige, weil sich wiederholende Story.
Dazwischen einige Szenen und Ideen, die tatsächlich neu sind und daher zwei Sterne rechtfertigen... aber auf die Fortsetzung habe ich dankend verzichtet, auch und gerade wegen des quasi-"Cliffhangers", und das ist schon eine zweifelhafte Leistung des Autors!

Vielleicht lese ich irgendwann mal den Schluss, um zu wissen, was es mit den seltsamen Texten am Anfang jedes Buch-Bandes auf sich hat.


Die Regentin
Die Regentin
von Joshua Palmatier
  Taschenbuch

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen knappe 4 Sterne, 29. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Regentin (Taschenbuch)
Vorbemerkung: Ich werde hier keine detaillierten Informationen zum Inhalt erwähnen und keine Handlungen zusammenfassen. Die Rezension richtet sich dementsprechend an Personen, die mit dem ersten Band der "Geisterthron"-Trilogie ("Die Assassine") vertraut sind.
------------

Wer bei "Die Regentin" eine Fortsetzung im Stil von "Die Assassine" erwartet, liegt damit nur zum Teil richtig.

Was gleichgeblieben ist:

- Palmatiers Schreibstil: Ich-Erzählung, detaillierte Kämpfe und der fast schon inflationäre Gebrauch von Flüssigkeiten in den Beschreibungen (kaum eine Stelle, wo nicht Speichel tropft, Blut fliesst, Schweiss durchdringt oder Galle hochkommt) erzeugen eine Intensität, die das Buch wohltuend von der Masse abheben

- Das Personal: Weitestgehend die selben Figuren, die im ersten Band angerissen wurden und allmählich vertieft werden; auch das ein angenehmer Unterschied zu Autoren, die Spannung mit ständig neuen Figuren erzeugen wollen

- Die Magie: obwohl man sehr viel mehr über die Magie der "Geisterthron"-Welt erfährt, erklärt der Autor konsequent nur das, was auch die Ich-Erzählerin über ihre magische Begabung lernt. Es passt zum Erzählstil und ist meiner Meinung nach ausreichend.

Was sich geändert hat:

- Das Buch ist viel politischer geworden. Statt des nackten Überlebens stehen politische Ränkespiele, Intrigen und Misstrauen im Mittelpunkt.
Im Prinzip ist das die logische Fortsetzung der Entwicklung, die sich während des ersten Bandes ergeben hat - mir ging die ganze Geschichte allerdings ein wenig zu schnell. Varis, die fast ihr ganzes Leben auf der Gosse verbracht hat, fügt sich (obwohl intelligent) erstaunlich problemlos in die ihr völlig unvertraute Lebensweise ein. Selbstzweifel oder ängstliches Zurückweichen vor der Meinung anderer sucht man vergeblich - Varis' häufigste Emotion ist Wut.

- Kämpfe. Varis kämpft kaum noch selber - allerdings ist es dem Autor durch eine Wendung in der Geschichte (ohne hier zuviel verraten zu wollen) gelungen, den Leser trotzdem Kämpfe miterleben zu lassen, und das sogar wie gewohnt in der intensiven Ich-Perspektive.

- Die Spannung, leider. Während man im ersten Band mit kleineren (meist von Kämpfen begleiteten) "Highlights" immer bei der Stange bleibt, merkt man der "Regentin" ein wenig das "Mittelteil-Syndrom" an. Obwohl das Buch im letzten Drittel richtig spannend wird, kränkelt es davor hauptsächlich an einem Punkt:
Varis gelingt alles viel zu mühelos. Treten Probleme auf, weiss Varis einen unorthodoxen, aber pfiffigen Rat. Kann man jemandem nicht trauen, helfen der Geisterthron und magische Fähigkeiten sehr schnell weiter. Gibt es Intrigen oder einen Aufstand, steht ein hilfreicher Verbündeter unvermittelt zur Seite. Eine drohende Hungersnot in der Stadt wird mit einer Leichtigkeit abgewehrt, über die sich wohl ein echter Staatsmann in einem armen Land nur wundern könnte.
Damit zerstört der Autor das Empfinden von Realität, die man im ersten Band gespürt hat. Gerade weil Varis Not litt, weil nicht immer alles glatt ging, weil nicht für jedes Problem eine einfache Lösung zu finden war, weil es nicht nur schwarz und weiss gab, war der erste Band sehr authentisch. Und gerade deswegen wirken manche der Probleme hier im Nachhinein belanglos - weil ihre Lösung von den Protagonisten so mühelos zu finden ist.
Ein echter Politiker würde sich die Hände reiben, wenn Regieren so einfach wäre. ;-)

Warum das Buch dann doch trotz gewisser Schwächen knappe 4 Sterne wert ist?
- Weil das letzte Drittel einen kaum mehr loslässt, und der grosse Showdown, der sich anfängt abzuzeichnen, auch richtig packend ist und in einem Finale endet, das sich wirklich erst auf den letzten Seiten abzeichnet.
- Weil die Figur der Varis trotz obengenannten "Mühelosigkeiten" kein "Standard-Charakter" ist, und auch die Nebenfiguren ganz gut gezeichnet sind.
- Weil der Autor keine "Kuschelpolitik" betreibt - für harte Vergehen gibt es auch harte Strafen statt Lösungen aufgrund glücklicher Fügung, und es passt in die geschilderte Welt.

Lesenswertes Buch, auch wenn ich "Die Assassine" etwas authentischer fand.


Die Schwarzen Juwelen 06. Nacht
Die Schwarzen Juwelen 06. Nacht
von Anne Bishop
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

2.0 von 5 Sternen Unnötig, 9. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Schwarzen Juwelen 06. Nacht (Taschenbuch)
Nach dem Lesen habe ich mich wirklich gefragt: Was war das denn?
Sollte das tatsächlich von der gleichen Autorin geschrieben worden sein, die die ersten drei genialen Bände und eine eigenständige, fantastische Welt jenseits der üblichen Fantasy geschrieben hat?

Achtung - diese Rezension enthält im Folgenden mehrere SPOILER (also Hinweise auf die Handlung des Buches, die nicht jeder vorher wissen möcht!)

----SPOILER-----

Handlung?
Naja, wenn man es als Handlung bezeichnen will, dass die Autorin die (in den vorherigen Bänden so souveräne und intelligente) Surreal und den Kriegerprinzen Rainier (der immerhin in Jaenelles 2. Kreis gedient hat) durch ein von einem Landen inszeniertes Geisterhaus tappen lässt wie kleine, unerfahrene Kinder, und damit ihre Figuren ad absurdum führt... dann hat das Buch wohl eine Handlung.
Man kann natürlich auch die Entwicklung der Protagonisten als Handlung sehen - in einem guten Buch. Hier aber ist es hauptsächlich eine Demontage der in den vorherigen Büchern aufgebauten Protagonisten, die einen als Leser etwas fassungslos zurücklässt.

Logik?
Also, der böse Jarvis (der als Landen aufgewachsen ist, bevor er seine Angehörigkeit zum Blut entdeckt hat) ignoriert so offensichtliche Tatsachen wie die Kasten und Hierarchien des Blutes, und es wird öfter darauf hingewiesen, dass der Mann ja irgendwie keine Ahnung hat, wie die Leute des Blutes leben und denken.
Aber von der Magie der Blutleute hat er dann (man fragt sich woher) doch so viel Ahnung, dass er genau weiss, was alles möglich ist, und somit Schwarze Witwen mit dem Weben von Netzen für sein Geisterhaus beauftragen kann, die so komplex sind und so komplex zusammenwirken, dass diese Schwarzen Witwen seinen bösen Absichten schon längst hätten auf die Schliche kommen müssen...
Wie konstruiert muss eine Geschichte eigentlich sein, bis man sie mit nur noch einem Stern bewerten sollte?
Dazu kommt: Surreal - erfolgreiche Kopfgeldjägerin, Tochter einer Schwarzen Witwe, von Daemon unter seine Fittiche genommen, was ihre Ausbildung betraf, und ausserdem mehrere hundert Jahre alt - kann ausser Fluchen plötzlich gar nichts mehr.
Die Errichtung des Geisterhauses (einer sehr komplexen Anlage, wie sich am Ende herausstellt) hat bestimmt viel Zeit in Anspruch genommen, aber bei den Angehörigen des Blutes, die im Umland leben, keinerlei Aufmerksamkeit erregt?

Soviel an den Haaren Herbeigezogenes habe ich in einem Buch schon lange nicht mehr gelesen.

Warum doch zwei Sterne? Wenn man sich an den kleinen Problemchen von Daemon (dem Mann, dem man seine 1700 Lebensjahre Erfahrung leider nicht immer abnimmt), Jaenelle und ihrer Familie erfreut, kann man noch einen gewissen Reiz in diesem Buch sehen.
Aber für mich gibt es darin nur eine einzige(!), ganz kurze Szene, die ich ab und zu wieder aufschlage, um mich an ihr zu erfreuen.
Den Rest des Buches kann man getrost vergessen.


Seite: 1 | 2