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Rezensionen verfasst von
das Häschen in der Grube "Häschen-hüpf"

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Whitney Houston - Die Biografie
Whitney Houston - Die Biografie
Preis: EUR 9,99

1.0 von 5 Sternen Definitiv nicht *DIE* Biografie, 7. November 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Da hat jemand mal aus dem Handgelenk heraus, quasi mit links, eine Biografie rausgehauen. Das Ganze wirkt - und IST! - total uninspiriert, der Autor konnte offenbar nur mühsam ein Gähnen unterdrücken. Im Stil von "dann passierte dies und dann passierte das" wird Whitney Houstons ja durchaus ereignisreiches Leben abgehandelt. Routiniert zählt Mark Bego die bekannten Fakten aus Whitneys Kindheit und Jugend auf, skizziert die von Clive Davis anscheinend minuziös geplante Superstarkarriere (übrigens mit überraschendem Wohlwollen), hechelt dann in wahrer Musikkritiker-Schwafelmanier die Albumtracks durch, zählt auf, welcher Song sich wo und wie in den Charts plazierte, und gibt bekannt, wann Whitney Houston welche Auszeichnungen erhalten hatte. Des Weiteren geht es um ihren Imagewandel im Laufe ihrer knapp 30-jährigen Karriere, wobei immer wieder Leute von der Peripherie ihres Umfelds und auch Whitney selbst zu Wort kommen. Tja, und dieser Imagewandel in Zahlen und Fakten und Interviewausschnitten ist das Einzige, das ein bisschen Leben hineinbringt, so ein tiefer Fall ist schließlich immer tragisch. Aber irgend etwas, das jenseits der bekannten Tragödie von Interesse sein oder fesseln oder - und das vor allem - uns Whitneys Leben, ihre allem Anschein nach doch recht komplexe Persönlichkeit etwas näher bringen könnte, sucht man vergebens. Eigentlich hat Mark Bego mit minimalem Recherchenaufwand das verfügbare Pressematerial zusammengetragen, und daraus ist dann dieses inhaltlich dünne Buch geworden. Aber von einer Biografie erwartet man dann doch etwas mehr Tiefgang, die Bedingung dafür wäre aber ein tiefergehendes Interesse des Autors an seinem Gegenstand. Um eine Biografie zu schreiben, die diese Bezeichnung verdient, ist Mark Begos Blick auf Whitney Houston zu distanziert. Die einzige(!) persönliche Begegnung bei einer Preisverleihung, als Whitney sich und ihre kleine Familie durch einen Trupp von Leibwächtern abschirmen lässt und alle Beteiligten das unerhört arrogant finden, charakterisiert vielleicht den Blickwinkel des Autors. Whitney Houston muss man nicht sympathisch finden, auch ein Biograf muss das nicht, aber eine flüssigere Erzählweise, eine detailliertere Erzählung und somit - tatsächlich! - ein paar mehr Fakten wären sicher nicht verkehrt gewesen. Und auch ein sorgfältigeres Lektorat - einmal heißt ein Titel "I look to you", dann "I look at you" und später "I look for you". Und einer von Whitney Houstons größten Hits wird unbenannt in "Dien't we used to have it all". Das hätte nicht passieren dürfen - obwohl, zum lieblosen Charakter des Buches passt das wieder.


»Wir haben soeben unsere Reiseflughöhe vergessen«: Eine Stewardess erzählt
»Wir haben soeben unsere Reiseflughöhe vergessen«: Eine Stewardess erzählt
von Heather Poole
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

3.0 von 5 Sternen Ein bisschen lahm, 26. Oktober 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Tja, im Grunde lässt sich dasselbe über dieses Buch sagen wie über das Buch des Flugkapitäns "Cornelius Maschmann": Nicht wirklich gut, aber auch nicht sooo schlecht. Heather Poles bericht ist ziemlich ausführlich, teils witzig, über weite Strecken aber auch zäh. Doch trotz seiner Schwächen gewährt es einen Interessanten Einblick in den Alltag einer amerikanischen Stewardess. Allerdings: Wer vom "Traumberuf Stewardess" schwärmt, wird nach der Lektüre vielleicht ernüchtert sein. Glamour und Kosmopolitismus? - Fehlanzeige. Stattdessen miese Unterkünfte (sogenannte Crashpads, die im Grunde nur Schlafplätze sind, die man sich zudem mit vielen Anderen teilt), monotone Inlandsflüge und anstrengende Passagiere. Das zu lesen, war schon aufschlussreich, v.a., wenn man Heather Poles Bericht mit denen deutscher Flugbegleiterinnen vergleicht. Anscheinend hat man es bei unseren renommierten Airlines doch besser - jedenfalls noch. Zumindest weiß man nach dieser Lektüre, wie es sich als Stewardess jenseits des großen Teichs lebt. Dafür und wegen der irgendwie doch sympathischen Autorin 3 Sterne.


Über den Wolken: Kurioses aus dem Fliegeralltag (Allgemeine Reihe. Bastei Lübbe Taschenbücher)
Über den Wolken: Kurioses aus dem Fliegeralltag (Allgemeine Reihe. Bastei Lübbe Taschenbücher)
Preis: EUR 7,49

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Dichtung und Wahrheit, 25. Oktober 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
An diesem Buch ist eigentlich überhaupt nichts auszusetzen. Es ist flüssig geschrieben und bietet jede Menge witzige Anekdoten, über die man beim Lesen herzlich lachen muss. Eine flotte Feder hat die Autorin auf jeden Fall. Locker-leichte Unterhaltung, die man gerne ein zweites und drittes Mal liest, und eine Lektüre, die einem durchaus ein klares und - diese Feststellung nehme ich mir mal heraus, ohne selbst als Flugbegleiterin gearbeitet zu haben - sogar halbwegs realistisches Bild vom Beruf des Flugbegleiters vermittelt.

Soweit, so gut. Aber, man sollte es weniger als Erfahrungsbericht lesen, sondern mehr als Roman. Denn, da muss ich einem Mitrezensenten zustimmen, vieles passt nicht zusammen. So rund das Ganze auch wirkt, es finden sich etliche Widersprüche. Das mit der Badewanne, die sie zuerst nicht hat, dann aber doch ausgiebig badet, ist mir beispielsweise auch aufgefallen. Vermutlich wäre es Aufgabe des Lektorats gewesen, solche logischen Fehler auszumerzen. Dass die Merkmale verschiedener Airlines vermischt wurden, ist dagegen sicher kein Versehen, sondern diente offenbar dazu, die Fluggesellschaft, bei der die Autorin arbeitet, zu anonymisieren. (Trotzdem klingt das alles schwer nach LTU bzw. mittlerweile Air Berlin, aber das nur nebenbei') Und dass so viel Haarsträubendes wirklich im ersten Jahr passiert (z. B. der Todesfall gleich auf dem ersten Langstreckeneinsatz), erscheint wenig wahrscheinlich. Die Figuren in Claudia Buschs Leben, allen voran die Eltern, teilweise aber auch ihr Flugbegleiterfreund Michael, sind für mein Empfinden etwas zu klischeehaft geraten. Dass dieser Michael (der natürlich schwul ist) auf einem Bangkok-Flug wirklich einen wildfremden Fluggast anmacht und damit eine veritable Ehekrise auslöst, kann ich nur schwer glauben. Mit Sicherheit würde ein professioneller Flugbegleiter nicht auf diese Weise seinen Job riskieren, denn dass eine seriöse Airline so was toleriert, kann ich mir nicht vorstellen.

Realistischer erscheinen mir dagegen die Anekdoten über nervtötende, anspruchsvolle Passagiere oder 'Paxe'. Dass Stewardessen nicht immer zum Lächeln zumute ist, dürfte jedem klar sein, der schonmal im Dienstleistungssektor gearbeitet hat. Dafür, dass sie es trotzdem tun, haben sie meinen Respekt. Und sicher meistert auch die Autorin diese Herausforderung, die Contenance zu wahren, selbst wenn man sie dumm anmacht. Dennoch, ein kleiner Minuspunkt ist, dass ich Frau Busch nicht sehr sympathisch finde. Sie kommt mir oft ziemlich schnippisch vor, auch wenn sie dem 'Pax' gegenüber sicher niemals schnippisch ist. Sie meint, Babys gehören nicht in ein Flugzeug - warum? Weil sie die Stewardess mit ihrem Geschrei nerven? Als eine junge Mutter auf Claudia Buschs Vorschlag, mit dem schreienden Baby den Gang auf und ab zu laufen, zurückhaltend und mit Bedenken reagiert, sie könnte jemanden stören, entgegnet ihr Claudia in Gedanken, dass sie so mit dem Babygeschrei ja sowieso die Leute störe. Nun ja, wäre die Jungmutter von sich aus den Gang auf und ab marschiert und den Flugbegleitern im Weg gewesen, wäre das wohl auch nicht recht. Zugegeben, ich hätte Claudia Busch schon gerne mal im Dienst erlebt - wenn diese Autorin tatsächlich Flugbegleiterin ist und nicht, wie ein Rezensent spekuliert, einfach nur Anekdoten ihres Flugbegleiterfreunds wiedergibt. Zumal Frau Busch, soweit ich sehe, ihr Buch gar nicht promotet hat, es gibt nirgends ein Interview o.Ä. von ihr im Internet, von anderen Fliegern, die sogar ausdrücklich unter Pseudonym veröffentlicht haben, dagegen schon'

Tja, warum trotzdem 4 Sterne? Weil das Buch flüssig und amüsant zu lesen ist, s.o.;-). Es ist aber offensichtlich kein Bericht, den man für bare Münze nehmen sollte, sondern ein Mix aus Dichtung und Wahrheit mit einigen Schwächen, die aber m. E. durch die flotte Schreibe und den Unterhaltungswert wieder ausgebügelt werden. Das war wohl auch der Hauptanspruch: Unterhaltsam etwas über den Flugbegleiterberuf zu erzählen. Diesem Anspruch genügt das Buch, nicht mehr und nicht weniger.


DIE NEUE FIT FOR FUN DIÄT - Gesund Abnehmen mit dem 3-Säulen-Prinzip
DIE NEUE FIT FOR FUN DIÄT - Gesund Abnehmen mit dem 3-Säulen-Prinzip
Preis: EUR 7,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nicht barrierefreies E-Book!, 27. August 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
ACHTUNG AN ALLE BLINDEN NUTZER: Dieses E-Book kann von unserer Hilfssoftware nicht ausgelesen werden! Es besteht offenbar aus elektronisch fotokopierten Seiten und bildet damit eine Ausnahme unter den Kindle-E-Books. Ein echtes Ärgernis und faktisch zum Fenster rausgeschmissenes Geld, das ich so bald wie möglich zurückverlangen werde; denn auch die Rückgabefunktion ist nicht uneingeschränkt barrierefrei. Ich würde 0 Sterne vergeben, wenn das möglich wäre.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 1, 2015 8:31 AM MEST


Apple Lightning auf 30-Pin Adapter
Apple Lightning auf 30-Pin Adapter
Wird angeboten von nagiry
Preis: EUR 16,44

4.0 von 5 Sternen Teuer, aber Erfüllt seinen Zweck, 26. Juli 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Tja, auch ich habe eine Stereoanlage, die aber nur über den 30-Pin-Anschluss für das iPhone 4 verfügt, und nach einem Wechsel zum iPhone 6 konnte ich damit praktisch nichts mehr anfangen. Aufgrund des Preises fiel mir die Entscheidung nicht leicht, aber nun habe ich mich doch zum Kauf des Original-Adapters durchgerungen. Das Ding erfüllt seinen Zweck, das Gerät erkennt das iPhone und es kommt derselbe gute Sound aus den Boxen wie früher. Das iPhone sitzt fest auf dem Adapter, der seinerseits relativ fest auf dem Anschluss der Anlage sitzt. Allerdings muss ich dafür meine sogar außerordentlich dünne Hülle vom iPhone nehmen, sonst kann der Stecker nicht einrasten. Das ist natürlich weniger komfortabel. Der Preis ist für ein so kleines, simples Ding auch unverhältnismäßig hoch, aber das überrascht kaum bei Apple und ist also erwartbar. Insgesamt war das für mich keine Fehlinvestition, aber doch eine, die man eher zähneknirschend macht. Aber ich denke, ein gutes Boxensystem wäre auch nicht billiger. Dennoch, einen Stern Abzug wegen des Preises und der Inkompatibilität mit dem wirklich extrem dünnen Case.

PS: Ich habe meinen Kauf direkt bei Amazon getätigt, nicht bei dem oben angegebenen Händler!


Tausendundein Schmerz: Die Geschichte einer jungen Iranerin, deren grenzenlose Liebe von ihrem Mann ständig mißbraucht wird, bis ihr eines Tages die entsetzliche Wahrheit bewußt wird ...
Tausendundein Schmerz: Die Geschichte einer jungen Iranerin, deren grenzenlose Liebe von ihrem Mann ständig mißbraucht wird, bis ihr eines Tages die entsetzliche Wahrheit bewußt wird ...
Preis: EUR 3,49

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn Liebe zu psychischer Abhängigkeit wird, 5. Mai 2015
Ist ja klar, dass Bastei auch dieses Buch wieder aufgelegt hat, das fährt dann im Kielwasser des kürzlich erschienenen Buchs von Mahtob Mahmoody, der "Tochter aus 'Nicht ohne meine Tochter'". Aber das nur am Rande.

Aileen Dardan erzählt in diesem Buch die Geschichte ihrer eher einseitigen Liebe zu Mansur, einem Mitarbeiter des damaligen Geheimdienstes unter dem Schah. Das liest sich alles sehr deprimierend, tatsächlich opfert Aileen sich immer mehr für Mansur auf und konvertiert als gläubige Christin sogar ihm zuliebe zum Islam. Doch das ermutigt Mansur nur, sie immer schäbiger zu behandeln; schließlich wird er auch gewalttätig. Doch scheint es dennoch nicht die inzwischen klassische Erzählung vom prügelnden orientalischen Ehemann à la "Nicht ohne meine T" zu sein, man hat den Eindruck, dass der Mann sie irgendwie trotz allem geliebt hat und seine Eifersucht ein fehlgeleiteter Ausdruck seiner Liebe war. Die letzten Worte, die er Aileen auf den Weg mitgegeben hat, lauten: "Ich habe niemanden so sehr geliebt wie dich, und niemandem so weh getan." - merkwürdige Selbsterkenntnis. Dumm schien der Mann nicht gewesen zu sein... wenn diese letzten Worte keine Fiktion des Koautors oder Lektors waren.

Nun ist das wohl ein heikler Plot, als westlicher Leser könnte man leicht über die Ich-Erzählerin in Rage geraten nach dem Motto "Was ist die auch so blöd und lässt das alles mit sich machen?". Aber ein großer Pluspunkt ist die einnehmende Art der Autorin, Aileen kommt für mich jedenfalls sehr sympathisch und auch gar nicht weinerlich rüber. Sie charakterisiert sich selbst als eine, die sich nichts sagen lässt, und man nimmt es ihr ab. Auch wenn ihre Geschichte in diesem Punkt wohl eher gegen sie spricht. Immerhin hat sie sich gegen die Konventionen gestellt und als Tochter einer christlichen Familie einen Muslim geheiratet - die Verstoßung durch ihre Familie gehörte zu den vergeblichen Opfern, die sie erbracht hat.

Fazit: Ein spannendes, wenn auch deprimierendes Buch, mit dessen Ich-Erzählerin man sich trotz ihres oftmals nicht nachvollziehbaren Verhaltens identifizieren kann. Es macht allzu deutlich, was passiert, wenn Liebe zu psychischer Abhängigkeit mutiert. Zudem gewährt es, wie eine Rezensentin richtig bemerkt hat, Einblicke in eine fremde Kultur. Aileen ist assyrische Christin, und man stellt fest, dass bei den orientalischen Christen (und sicher auch bei den Juden) die selbe regide Moral herrscht wie bei ihren muslimischen Brüdern. Ein Buch, das fesselt und berührt.


Zur Not kann die Kiste auch segeln: Ein Flugkapitän erzählt
Zur Not kann die Kiste auch segeln: Ein Flugkapitän erzählt
Preis: EUR 7,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mäßig spannendes Buch, 2. Mai 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein Buch, das man eventuell zu Ende liest, wenn man bereits Interesse am Gegenstand hat, also am Fliegermilieu oder am Beruf des Piloten. An sich ist es aber eher mäßig. Herr Maschmann - übrigens ein Pseudonym, das ein solches Geheimnis nun auch nicht ist und das man vielmehr nach kurzem Googlen rauskriegt - erzählt von unfähigen Kollegen und renitenten Passagieren, von Unwettern und leichteren Unfällen in der Luft, von langweiligen Karibikaufenthalten und davon, wie er seine Frau, eine Stewardess, die ihrerseits Bücher über das Fliegerlegen vorgelegt hat und einen Blog führt, kennenlernte ("Halleluja, was ist denn das für eine schnuckelige Maus!". Dass der Mann als Pilot was drauf hat, davon gehe ich mal aus. Aber spannend erzählen kann er wohl allenfalls mündlich, er merkt selbst an, dass er die Anekdoten besser auf Partys zum besten geben als sie niederschreiben kann. Und das merkt man seinem Buch an. Es plätschert so vor sich hin, und manches will man dann auch nicht so genau wissen: Die wohl für diesen Berufsstand typische Selbstdarstellung (Stichwort Heldengeschichten), seine feuchten Träume vor dem ungeliebten Bereitschaftsdienst oder die Malaria-Erkrankung im Dienst.

Tja, drei Sterne vergebe ich für manche doch nicht so unspannenden Erlebnisse und deshalb, weil ich eben zu den Leuten gehöre, die für das Fliegerleben ein gewisses Interesse haben. So berechtigt Kritik an diesem Buch ist, es hätte definitiv schlechter sein können. Eingeschränkte Empfehlung.

PS: Zweiter Versuch, nachdem meine Rezension aus mir unerfindlichen Gründen gelöscht wurde!


Kaufen Sie noch ein Los, bevor wir abstürzen: Aus meinem Alltag als Pilotin bei einer Billig-Airline
Kaufen Sie noch ein Los, bevor wir abstürzen: Aus meinem Alltag als Pilotin bei einer Billig-Airline
Preis: EUR 8,99

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungenes Buch mit einem "So lala"-Titel, 2. Mai 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Julia November, die unter einem sonnenklaren Pseudonym über ihre Erfahrungen bei einer ebenso sonnenklaren Billigairline schreibt, lässt in ihrem Erfahrungsbericht kaum einen Aspekt aus: Von den Eigenheiten der besagten Airline über skurrile Erlebnisse mit Passagieren oder Kollegen bis hin zu den Widrigkeiten des Fliegeralltags wird alles beackert. Dabei ist die sympathische, mit einem guten Schuss Humor angereicherte Schreibe der Autorin ein besonderes Vergnügen. Man hört ihr einfach gerne zu, kann sich beim Lesen oft ein Lachen nicht verkneifen und scheint das Geschilderte am eigenen Leib zu erleben: Bei der Beschreibung eines Trainingsschwimmbads, wo Julia November mit einigen Kollegen ein Notwasserungstraining absolvieren musste, schüttelt es einen allein beim Lesen.

Genüsslich räumt die Autorin mit einigen Klischees auf, allen voran mit dem Idealbild des Piloten als anziehenden, gutaussehenden, kultivierten und womöglich gebildeten "Helden der Lüfte". Die Realität sieht lt. Julia November anders aus, mitunter treibt es seltsame Typen und nicht selten ausgemachte Machos ins Cockpit - letzteres verwundert nicht, hat sich doch gerade in der Fliegerei die klassische Rollenverteilung lange gehalten: In der Passagierkabine die lächelnd servierende Flugbegleiterin, die neben den Passagieren auch den Piloten den Kaffee bringt, im Cockpit dagegen der sexy-kompetente Pilot, der die Kontrolle über das Flugzeug hat. Andere Klischees werden dagegen bestätigt, teilweise ausdrücklich. Manches, das in diese Kategorie fällt, kann man als Ryanair-Kunde nachvollziehen, die Abkassiererei bei der Gepäckaufgabe ist wohl etwas, das jeder, der mal mit dieser Airline geflogen ist, selbst erlebt hat. Aber auch die Mitarbeiter haben einiges auszuhalten: Äußerst - hm - aufmunternde Weckanrufe von der Crewplanung ("Beweg deinen Arsch zum Flughafen!"), lange Diskussionen nach krankheitsbedingten Ausfällen mit dem Mantra "Hör auf, krank zu sein.", ein ebenso zuvorkommender "Operations Service", der die Flugpläne koordiniert, und die oben erwähnten miserablen Bedingungen bei den Trainings. Auch das sollte einen nicht wundern, aber wie übel die Organisation und der Umgangston bei der angeblich beliebtesten Fluggesellschaft der Welt sind, das wollte man vielleicht auch gar nicht so genau wissen. Man mag einwenden, dass das hier ein subjektiver und übertriebener Bericht einer Ex(?)-Mitarbeiterin sei, aber ich sehe keinen Grund, die Autorin unglaubwürdig zu finden. Sie schildert ihre Erfahrungen wohl teils empört und mit beißender Ironie, aber das wirkt auf mich nicht rachsüchtig oder besonders verbittert.

Schockierend fand ich die sexuellen Übergriffe, denen Julia im Cockpit zuweilen ausgesetzt war. Dass sich eine Frau in einen klassischen Männerberuf drängt - und den Beruf des Piloten kann man als einen solchen bezeichnen -, ist vielen ein Dorn im Auge, sowohl Verwandten und Passagieren als auch Kollegen. Das abgeschiedene Cockpit, wo es keine Zeugen gibt, ist sicher ein idealer Tatort für solche Übergriffe. Ein Glück für diese Autorin, dass sie, wie sie selbst sagt und wie auch bei der Lektüre deutlich wird, eine große Klappe hat und mit provozierenden Äußerungen der Pilotenkollegen - ein Flugkapitän las ihr etwa eine erotische Kurzgeschichte vor, andere schlagen offenbar demonstrativ Playboyhefte auf - umgehen kann. Auch das wird deutlich in diesem Bericht: Als Pilotin braucht man ein besonders dickes Fell, will man in seinem Beruf (der ja für die Meisten eine Berufung ist) dauerhaft glücklich bleiben.

Fazit: Ein wunderbares Buch, dessen Autorin man gerne mal zu einem Glas Wein einladen würde. Eine Rezensentin schreibt, es komme einem bei diesem Buch vor, als säße man mit einer guten Freundin zusammen und spräche über ihren interessanten Berufsalltag. Für mich das beste Buch zu diesem Thema. Bislang habe ich u.A. die beiden im Kindleshop erhältlichen Bücher des Ehepaares Leineweber und noch den Bericht einer amerikanischen Stewardess gelesen, das hier ist aber mein klarer Favorit. Einzig den Titel finde ich so lala, irgendwie zu klamaukig. Andererseits fasst er die Firmenphilosophie der bewussten Airline pointiert zusammen. Kaufempfehlung! Also für das Buch, nicht die Lose;-).


Out of Adel: Roman
Out of Adel: Roman
Preis: EUR 4,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aus der Parallelwelt des Adels, 1. Mai 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Out of Adel: Roman (Kindle Edition)
Christine Gräfin von Brühl wächst als adlige Diplomatentochter an verschiedenen Orten der Welt auf, macht ihr Abitur in Bonn und zum Studium zieht es sie schließlich in den Ostblock. Doch das adlige Familiennetzwerk umspannt ganz Europa, sogar die ganze Welt. Es finden sich immer irgendwo andere Adelige, die auf die in der Fremde weilenden Sprösslinge aufpassen können. Kurz nach der Wende geht Christine Gräfin von Brühl nach Dresden, wo sie als Journalistin arbeitet - bereits der erste Fauxpas für eine adlige Frau, denn die klassische Rollenverteilung ist in dieser Gesellschaftsschicht nach wie vor wirksam. Doch in Dresden nimmt das Verhängnis seinen Lauf: Die junge Gräfin verliebt sich in einen Ossi - wobei das natürlich weniger problematisch wäre, hätte sie sich in einen Spross aus dem enteigneten, "auf Etage" lebenden ostelbischen Adel verliebt. Aber ihr Auserwählter ist kein Adliger, und das Netzwerk findet es tragisch, das eine von ihnen ihren Adelstitel verliert und keine kleinen Grafen und Gräfinnen zur Welt bringen wird. Am Ende wird jedoch alles gut, und auf der wenig standesgemäßen Hochzeit amüsieren sich alle prächtig.

Darin liegt vielleicht der Reiz dieses autobiografischen Romans: Das Muster der Grimmschen Märchen einmal andersherum. Doch spannend sind vor allem die Einblicke in eine uns völlig fremde Gesellschaft. Der Adel ist zwar offiziell abgeschafft, bildet aber nach wie vor bzw. erst Recht eine Parallelwelt, in der Frauen, wie schon angedeutet, hauptsächlich dazu da sind, den adligen Nachwuchs und somit die Erhaltung dieser Klasse zu sichern. Christine Gräfin von Brühl beschreibt das alles mit flotter Feder und teils mit ironischer Distanz, doch auch eine gewisse Verbundenheit mit diesem "Way Of Life" ist zu spüren. Ausführlicher wird diese geheimnisvolle Parallelgesellschaft wohl in ihrem Sachbuch zu diesem Thema, "Noblesse Oblige", geschildert, das es leider noch nicht als Kindle-E-Book gibt. Hier, in diesem autobiografischen Roman sind die Erläuterungen adliger Sitten und Gebräuche naturgemäß nicht so ausführlich, so was würde den Lesefluss beeinträchtigen.

Überhaupt ist das Buch ausgesprochen kurzweilig. Christine Gräfin von Brühl - übrigens nur noch eine Art Künstlername, offiziell durfte sie ihren Namen und ihren Titel ja nicht behalten - beschränkt sich auf das Wesentliche, ohne dabei spröde zu werden. Oft gibt es witzige Anekdoten, z. B. die, wo sie ihren späteren Mann, den Künstler, kennenlernt, der seinen Daumen aus Versehen mit Sekundenkleber an der Jacke fixiert hat. Wirkliche Durststrecken gibt es in diesem Buch nicht, jedenfalls keine, die mir aufgefallen wären.

Mir drängt sich der Vergleich mit einer anderen adligen auf, mit Filippa Sayn-Wittgenstein, deren Tagebücher nach ihrem Unfalltod veröffentlicht wurden. Die Lebensentwürfe beider adliger Frauen könnten unterschiedlicher nicht sein, doch bekommt vieles, das einem in Filippas Tagebüchern möglicherweise sauer aufstößt, einen Sinn, wenn man Christine von Brühls Schilderungen adligen Lebens darüberlegt. Aber das nur nebenbei.

Fazit: Wer mehr über diese adlige Parallelgesellschaft erfahren will und sowieso ein Faible für Autobiografien hat, der kann mit diesem Buch nichts falsch machen. Ein unterhaltsames Buch, das man mit Gewinn liest, übrigens jenseits allen Voyeurismus, das ist dann schon Anthropologie;-).


Song of India, Natural Parfumoil "Jasmin" 5ml
Song of India, Natural Parfumoil "Jasmin" 5ml
Wird angeboten von PALA Shop
Preis: EUR 17,80

5.0 von 5 Sternen Betörender Blütenduft, 23. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das hier ist meine Jasminreferenz: Ein sinnlich-süßer, dunkler und leicht pudriger Jasminduft, der es bei aller Blütenopulenz schafft, nicht zu schwer zu sein. Ein ganzjährig tragbarer Jasmintraum. Einziger Wermutstropfen: Der hübsche, zierliche Flakon ist zu zierlich für einen Transport, bei mir hat er einen Umzug leider nicht unbeschadet überstanden, der Glaszapfen, mit dem man das Öl auftragen kann, ist abgebrochen. *seufz* Schade. Auch würde ich eine Ausführung mit Roll-On begrüßen, leider gibt es das Jasminöl nur mit Applikator. Aber ansonsten uneingeschränkte Empfehlung.


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