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Matthias "T."

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Faust: Der Tragödie erster und zweiter Teil. Urfaust
Faust: Der Tragödie erster und zweiter Teil. Urfaust
von Erich Trunz
  Gebundene Ausgabe

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk mit einem besonders gründlichen Kommentarteil, 24. Juni 2003
Der eigentliche Inhalt des Dramas dürfte den meisten bereits durch die amazon-Rezensionen bekannt sein, daher erachte ich es nicht für nötig, ihn hier zu wiederholen. Er baut auf der alten Faust-Sage auf. Bei Goethe jedoch ist diese mal in solch philosophisch tiefsinnigen, mal in so witzig-satyrischen, spritzigen und "ergetzlichen" Dialogen eingepackt, dass man sie gerne wieder und wieder liest und sich wünscht, sie würden niemals enden. Wahrlich, ein Meisterstück! Jedoch ist der erste Teil weit vergnüglicher zu lesen, als der zweite, der ziemlich in die Breite geht und viele Motive aus der griechischen Mythologie und Traditionen des deutschen Kaiserhofes miteinander verwebt und daher gute Kenntnisse darüber voraussetzt. Einige Passagen sind hier in langen epischen Versen, wie z.B. Trimetern verfasst, die den Bezug zur Antike betonen. Dadurch staut sich der Lesefluß im zweiten Teil stellenweise beträchtlich und kann manchen ermüden. Andererseits besticht dieser Teil mit einer sehr reichen Bilderwelt. Er is wesentlich phantasievoller und märchenhafter als der erste, es treten viele Fabelwesen, wie Nymphen, Sirenen, Greife, Sphinxe, Lamien, Schönheiten und Schreckgestalten neben Philosophen und Figuren des Kaiserhofs auf, alles mutet, wie ein phantastischer imaginärer Reigen an. Ja, selbst Ameisen, Kraniche, Pygmäen und der Erzbischof kommen zu Wort. Eine gewaltige Mixtur! Goethe meinte selbst über seinen Faust in der Paralipomena zu Faust I:
....... "Gibts ein Gespräch, wenn wir uns nicht betrügen,
....... Mehr oder weniger versteckt?
....... So ein Ragout von Wahrheit und von Lügen,
....... Das ist die Köcherei, die mir am besten schmeckt."
Über diese Ausgabe: sie enthält Faust I, II, Urfaust, Nachwort, einiges zur Entstehungsgeschichte und Textgestalt, ultralange Anmerkungen und Briefwechsel bzw. Gespräche Goethes über sein Werk und und und, alles in allem ist dies eine perfekte Ausgabe für diejenigen, die perfekt über dieses Drama Bescheid wissen möchten. Und deshalb sei hier noch eine Warnung ausgesagt: man lese die Anmerkungen nur, wenn man wirklich etwas wesentliches nicht versteht, denn diese sind wirklich ZU ausführlich. Zu jedem Akt gibt es gleich seitenweise Deutungen, Interpretationen nebst Hinweisen, wie Goethe auf die eine oder andere Geschichte gekommen ist, wo seine Quellen lagen und welche Bilder und Plastiken er zu hause besaß, die er zum Entwurf der Tragödie benutzt haben mag. Die literarisch-wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Versmaß kommt auch nicht zu kurz. Diese Informationen mögen für den Interessierten durchaus nützlich sein und gäben keinen Anlaß zur Kritik, wenn in ihnen nicht ständig entscheidende Stellen der Handlung vorweggenommen würden. Da schlägt man z.B. nach, um mehr über eine bestimmte mythologische Gestalt zu erfahren und liest gleichzeitig, welche Bedeutung dieselbe im nächsten oder sogar letzten Akt haben wird, wie und warum sie auftreten und was alles noch geschehen wird! Da will man ausrufen: "Beim Element!", wenn man die Spannung bis zum Schluß erhalten möchte, sollte man diese Kommentare sehr vorsichtig oder überhaupt nicht lesen. Sie verraten regelmäßig das komplette Geschehen eines Aktes in Prosa. Sie sind zudem vermengt mit Aussagen von Literaturwissenschaftlern, die dem Leser ihre Sicht über Faust, Gott und die Welt verkünden möchten. Befreit von der subjektiven Wahrnehmung der Kritiker sind nur die Aussagen des Dichters selbst über seinen Faust in Briefen und Gesprächen mit seinen Freunden (z.B. Eckermann). Nichtsdestotrotz macht der Kommentarteil einen sehr soliden Eindruck und ist wirklich erschöpfend, es bleibt fast keine Frage mehr offen. Für Schüler oder Studenten kann er deshalb äußerst hilfreich sein, für Liebhaber von Goethes Dichtung eher überflüssig. Und für studierende wissbegierige Goethe-Liebhaber? Ach! Die wird's vielleicht zerreißen! So wie Faust sagt:
....... "Zwar bin ich gescheiter als alle die Laffen,
....... Doktoren, Magister, Schreiber und Pfaffen;
....... Mich plagen keine Skrupel noch Zweifel,
....... Fürchte mich weder vor Hölle noch Teufel -
....... Dafür ist mir auch alle Freud entrissen,
....... Bilde mir nicht ein, was Rechts zu wissen"


Unterm Rad. Roman in der Urfassung. Illustriert von Gunter Böhmer. Mit einem Nachwort von Volker Michels (Bibliothek Suhrkamp)
Unterm Rad. Roman in der Urfassung. Illustriert von Gunter Böhmer. Mit einem Nachwort von Volker Michels (Bibliothek Suhrkamp)
von Hermann Hesse
  Gebundene Ausgabe

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hesses Frühwerk (Urfassung ist besser!), 24. Juni 2003
Hesses Thematik von Gelehrsamkeit, Vergeistigung und asketischen Geboten als fragwürdigem Gegenpol zum weltlichen Treiben, zur Inspiration durch die gefundenen Dinge der Natur, zur Leidenschaft mit Leid und Liebe, und dem Ausbruch aus der dogmatischen Welt, dem Verlassen des schulmeisterlichen Pfades, um die Seele zu heilen, das alles zieht sich wie ein roter Faden durch fast alle seine Werke. "Unterm Rad" erscheint, wie die Skizze oder der erste Wurf einer Idee, die Hesse in seinen späteren Romanen weitaus besser erzählt und vervollkommnet hat. Als Beispiel sei hier sein "Narziß und Goldmund" erwähnt. Dort ist diese Thematik überzeugender und viel interessanter geschildert und in die schönste Sprache gekleidet. Und auch der "Siddharta" handelt im Grunde genommen vom selben Thema, ist jedoch wesentlich erhebender, ätherischer und schöner. Hier, beim "Unterm Rad" ist ein möglicher Ausbruch nur angedeutet durch die Gestalt Heilners. Der eigentliche Held des Buches, Hans Giebenrath, geht aber zugrunde. Hier ist Hesses Kritik an den sog. "Bildungsstätten" am deutlichsten zu spüren. Man greife deshalb unbedingt zu dieser Ausgabe (der Urfassung) des Romans, in der die leicht spöttischen Angriffe Hesses auf das Bildungswesen belassen wurden.


Unterm Rad
Unterm Rad
von Hermann Hesse
  Taschenbuch

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hesses Frühwerk, 24. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Unterm Rad (Taschenbuch)
Hesses Thematik von Gelehrsamkeit, Vergeistigung und asketischen Geboten als fragwürdigem Gegenpol zum weltlichen Treiben, zur Inspiration durch die gefundenen Dinge der Natur, zur Leidenschaft mit Leid und Liebe, und dem Ausbruch aus der dogmatischen Welt, dem Verlassen des schulmeisterlichen Pfades, um die Seele zu heilen, das alles zieht sich wie ein roter Faden durch fast alle seine Werke. "Unterm Rad" mutet, wie die Skizze oder der erste Wurf einer Idee, die Hesse in seinen späteren Romanen weitaus besser erzählt und vervollkommnet hat. Als Beispiel sei hier sein "Narziß und Goldmund" erwähnt. Dort ist diese Thematik überzeugender und viel interessanter geschildert und in die schönste Sprache gekleidet. Und auch der "Siddharta" handelt im Grunde genommen vom selben Thema, ist jedoch wesentlich erhebender, ätherischer und schöner. Hier, beim "Unterm Rad" ist ein möglicher Ausbruch nur angedeutet durch die Gestalt Heilners. Der eigentliche Held des Buches, Hans Giebenrath, geht aber zugrunde. Hier ist Hesses Kritik an den sog. "Bildungsstätten" am deutlichsten zu spüren. Man greife deshalb unbedingt zu der Urfassung des Romans, in der die leicht spöttischen Angriffe Hesses auf das Bildungswesen belassen wurden.


Faust
Faust
von Johann Wolfgang Goethe
  Ledereinband

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schöne Faust-Ausgabe, 14. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Faust (Ledereinband)
Dies ist eine sehr liebevolle Ausgabe von Faust, der Tragödie erstem Teil für bibliophile Leser. Gebunden in (Kunst-?)Leder, gedruckt auf einem schönen Papier mit einem sauberen großzügigen Schriftsatz, wo die Dialoge nicht anandanderkleben, wie in anderen sparsamen Ausgaben. Und das alles garniert mit ansprechenden Zeichnungen von Peter Sis. Sehr gelungen! Hier macht das Lesen doppelt Spaß. Zum eigentlichen Inhalt will ich nicht viel sagen, da er den meisten bekannt sein dürfte und auf der alten Faust-Sage aufbaut. Bei Goethe jedoch ist der Inhalt mal in solch philosophisch tiefsinnigen, mal in so witzig-satyrischen, spritzigen und "ergetzlichen" Dialogen eingepackt, dass man sie gerne wieder und wieder liest und sich wünscht, sie würden niemals enden. Wahrlich, ein Meisterstück!
Zu Bemerken ist noch, dass diese Ausgabe ausschließlich den Text von Faust I beinhaltet, d.h. kein Urfaust, keine Anmerkungen oder Wort-Erklärungen, keine Briefwechsel, Fragmente oder Entwürfe, die sich zuhauf in anderen Faust-Ausgaben finden. Das heisst weniger geeignet für Schüler oder Germanistik-Studenten, sondern eher für Liebhaber von Goethes Lyrik.


Über Kunst: Aus Gesprächen zwischen Picasso und seinen Freunden (detebe)
Über Kunst: Aus Gesprächen zwischen Picasso und seinen Freunden (detebe)
von Pablo Picasso
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,00

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Philosophisches über die Kunst, 14. Mai 2003
Dieses Büchlein ist eine kleine Auswahl von Aussagen Picassos aus unterschiedlichen Büchern und Magazinen zum Thema Kunst. Es handelt sich hier um Auszüge aus Gesprächen mit seinen Freunden und Interviews, die er gegeben hat.
Bekannt ist sein Satz: "Alle Menschen haben das gleiche Potenzial an Energie, der Durchschnittsmensch verschwende selbige jedoch in einem Dutzend Kleinigkeiten. Ich verschwende meine auf eine einzige Sache: die Malerei." Picasso spricht über seine Malerei, über die Kunst im allgemeinen, und über machnerlei Philosophisches, was sowohl Kunst, wie auch das menschliche Leben betrifft. Wertvoll!
Zu allen Aussagen sind Quellen angegeben.


Siddhartha. Eine indische Dichtung.
Siddhartha. Eine indische Dichtung.
von Hermann Hesse
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 13,95

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Traumhafte Erzählung!, 24. März 2003
Nun, es gibt genügend Lobeshymnen über dieses doch bekannteste Buch von Hermann Hesse. Ich schliesse mich ihnen allen an. Es ist eine wunderbare, poetische und spannende Erzählung, man kann sie wie einen edlen Wein an einem Tag komplett in sich eingießen. Die dabei erlebte Rauschwirkung ist durchaus vergleichbar. Wenn man es noch schafft, sich von der Welt für einen Tag abzuschotten, alle Telefone abschaltet, den Fernseher vergiesst, keine Besuche empfängt und sich vollends in den Siddharta vertieft, erlebt man einen starken Fluß von Gedanken, Gefühlen, Einsichten und Ahnungen, warum diese Welt so ist, wie sie ist. Denn das vermittelt der Siddharta, einen Blick auf die Welt, der weder buddhistisch noch christlich ist, sondern sich kritisch gegen alle Dogmen und Lehren wendet. Dass sich die Erzählung des Siddharta in Indien zur Zeit des Buddha abspielt, und sich mit der Lehre des Buddhismus auseinandersetzt, ist nur ein Beispiel für die Auflehnung gegen eine Lehre, die das Leid auf Erden nicht beseitigen vermag. Genausogut hätte es um das Christentum gehen können. Im Übrigen ist das Thema Buddhismus nicht zentral. Vielmehr geht es um eine Suche zu seinem eigenen Ich und der Frage, ob die Verleugnung aller irdischen Dinge, Lüste und Wünsche so heilsam ist, wie es der Buddhismus predigt (da sind im Übrigen die Zehn Gebote des Christentums sehr ähnlich zu dem achtfachen Pfad des Buddha!) und ob dadurch die Suche nach dem gewissen Etwas, was hinter den Dingen verborgen zu sein scheint zum Glück, Erleuchtung oder Nirvana oder gar zur besseren Welt führt. Reale Dinge oder abstrakte Gedanken, darum geht es zum Schluss. Wer ist besser dran in dieser und vielleicht "nächsten" Welt, der Geistliche (Gelehrte, Gebildete) mit seiner Suche nach Erkenntnis in Lehren oder der arme Einsiedler (Bauer, Nichtstudierte) mit seinen gefundenen Dingen der Natur. Das ist eben die Frage.


Also sprach Zarathustra. Ein Buch für alle und keinen
Also sprach Zarathustra. Ein Buch für alle und keinen
von Friedrich Nietzsche
  Gebundene Ausgabe

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Prachtausgabe, 20. März 2003
Dieser Nachdruck der Prachtausgabe von Zarathustra von 1908 ist eine wahre Freude! Der Inhalt ist identisch mit den heute erhältlichen Ausgaben, wenn auch weitaus genüsslicher zu lesen. Denn die ganze Aufmachung des großen Buches (ca. 40 cm hoch!) ist im herrlichsten Jugendstil gehalten. Vor jedem Kapitel gibt es eine prächtige ganzseitige Ikone, jeder Abschnitt beginnt mit einer goldenen Überschrift, der ganze Text jeder Seite ist dazu noch graphisch entsprechend schön und individuell gestaltet, dass einem schon allein beim Betrachten die Sprache verschlägt. Der Schriftdruck ist groß und in entsprechender Jugendstil-Schrift gehalten (keine Fraktur oder Süterlin!). Und das auch ist der einzige Nachteil dieser Ausgabe: man muss sich erst an die originelle Schrift gewöhnen, sie ist dann aber leicht zu lesen. Zunächst stolpert man ständig über das "s", das wie ein "f" aussieht und wird häufig durch die Seitenverzierungen vom Inhalt abgelenkt, damit ist ein zügiges Lesen nicht möglich, aber wer will oder kann schon Nietzsche zügig lesen?
Dieses Buch wird leider nicht mehr gedruckt, aber manchmal gebraucht oder wie neu bei amazon und in manchen Antiquariaten angeboten. Es ist ein Beispiel einer hervorragenden Buchkunst, die einst kultiviert wurde, die aber dank der Massenware der Taschenbuchverlage und des unkritischen Lesepublikums nahezu vernichtet wurde. Es ist zu wünschen, dass der Insel-Verlag sich nicht ganz dem Massentrend unterwirft und einige der herrlichsten Klassiker uns wieder in schöner Form präsentieren kann.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 26, 2009 9:53 AM CET


Kleine deutsche Versschule
Kleine deutsche Versschule
von Wolfgang Kayser
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

35 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alle Informationen, die ein Dichter braucht!, 20. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Kleine deutsche Versschule (Taschenbuch)
Die Versschule von Wolfgang Kayser hält, was sie im Titel verspricht: das Wort "Schule" ist auch so gemeint, nämlich, den Leser Schritt für Schritt in die Kunst des Dichtens einzuführen und ihm bestimmte Mittel beizubringen, damit er sein Ziel erreicht, nämlich die passende Form zum Ausdrücken seiner Gedanken zu finden. Das ganze Büchlein ist dabei sehr logisch aufgebaut und mit einigen Beispielen großer Dichter vergangenen Epochen gewürzt. Es fehlen auch keine abschreckenden Beispiele miserabler Dichter zum Vergleich. Dabei macht Kayser nicht den Fehler, schwerste Gedichte auf wissenschaftliche Weise, zu interpretieren, zu zerlegen und zu sezieren, wie wir es vom Gymnasium her kennen, was fast allen so in der Schulzeit traktierten Menschen, das Lesen von Gedichten und erst recht das Schreiben lebenslänglich vermiest hat! Nein, er geht umgekehrt vor und weckt direkt in dem Leser die Lust am Dichten, er zeigt wo und wie sich der Genuss eines Gedichts entfaltet und bringt hervorragende Beispiele, um das zu demonstrieren. Ein sehr empfehlenswertes Buch für alle kreativen Menschen!


Reimlexikon
Reimlexikon
von Willy Steputat
  Gebundene Ausgabe

89 von 94 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfekt!, 20. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Reimlexikon (Gebundene Ausgabe)
Steputat schlägt alle Reimlexika! Auch die mittlerweile im Internet verfügbaren Online-Reimlexika können dem Steputat nicht das Wasser reichen. Es ist so durchdacht aufgebaut, dass es für einen Dichter oder einen, der es werden will, sehr leicht ist, einen passenden Reim zu finden. Natürlich muss man gereimte Gedichte überhaupt lieben, um dieses Lexikon nützlich zu finden. Und natürlich muss man überhaupt dichten können, um Freude an diesem Lexikon zu haben. Denn einfach nur passende Reime aneinander kleben, ergibt noch kein Gedicht. Da spielen Rhythmus, Versmaß und Strophenform eine viel wichtigere Rolle, um den eigenen Gefühlen eine richtige Form im Gedicht zu verleihen. Man braucht dazu nicht unbedingt gereimte Verse, aber der Reim wirkt gekonnt eingesetzt sehr schön und festigt die Verse zu einer ästhetischen Stropheneinheit. Alle diese Mittel richtig eingesetzt, erzeugen dann bei passendem Inhalt einen großen Lesegenuss.
Wer erst einmal die Grundlagen des Dichtens lernen will, dem empfehle ich die "Kleine deutsche Versschule" von Wolfgang Kayser, die sehr verständlich geschrieben ist und keine Vorkentnisse voraussetzt. Zusammen mit dem Steputat's Reimlexikon, gibt dieses Doppel dem Dichter die besten und völlig ausreichenden Mittel an die Hand, um seine eigenen Gedanken und Gefühle in poetische Form zu gießen.


Narziß und Goldmund
Narziß und Goldmund
von Hermann Hesse
  Taschenbuch

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Romantische Seele in wunderschöner Sprache gekleidet, 11. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: Narziß und Goldmund (Taschenbuch)
Nach dem Steppenwolf war dies mein zweites Hesse-Buch, das ich gelesen habe und ich muss gestehen, ich fand es viel schöner als jenes. Die Sprache von Hesse ist so fliessend und süß wie honig, das ich das Buch zum Ende voller Entzückung zugeklappt habe. Viele Wege führen zur Erkenntnis, Narziß erlangt sie durch Askese und Studieren im Kloster, Goldmund durch praktische Erfahrungen auf seinen Wanderungen und viele menschliche Beziehungen, die seinen Kopf anfüllen. Dieser ist ein Künstler, jener ein weiser Gelehrter geworden. Zwei gegensätzliche und interessante Ansätze, das Leben zu meistern. Sie treffen sich, gehen wieder auseinander und treffen sich in geistiger Vereinigung wieder.


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