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Rezensionen verfasst von
Fredhel

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Ziemlich schwerwiegend
Ziemlich schwerwiegend
von Elizabeth Horn
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Zuckersüß, 13. September 2017
Rezension bezieht sich auf: Ziemlich schwerwiegend (Taschenbuch)
Das Cover von Elisabeth Horns "Ziemlich schwerwiegend" zeigt eine äußerst appetitliche Torte, schließlich geht es hier auch um die verbotene Liebe zwischen dem Konditor Carl Sternberg, ein Bär von einem Mann, und der molligen verheirateten Clara. Sie hat schon alles mögliche an Diäten und Sportarten ausprobiert, um Pfunde zu verlieren, denn sie merkt, dass ihr die Ehe mit dem drahtigen Erfolgsmenschen Bastian zu entgleiten droht. Bei Carl dagegen findet sie alles, was ihr bei ihrem Ehemann fehlt, denn Carl vergöttert sie und gibt ihr allmählich das abhanden gekommene Selbstvertrauen zurück. Doch der Weg zu einem Happy-End ist lang und steinig.

Allerdings nicht für den Leser. Dieser Roman ist kitschig, bedient alle Klischees und ist absolut vorhersehbar. Dennoch konnte ich ihn nicht aus der Hand legen und musste ihn in einem Rutsch durchlesen. Clara und Carl werden von der Autorin so sympathisch dargestellt, dass man einfach wissen muss, wie sie sich kennenlernen, was sie erleben, und wie es weitergeht. Auch die Personen drum herum werden so ausführlich beschrieben, dass man sie vor dem inneren Auge agieren sieht.
Mir hat jede Seite dieser lebendigen Geschichte gefallen und nun bin ich sehr gespannt auf die Fortsetzung.


Der Vater, der vom Himmel fiel
Der Vater, der vom Himmel fiel
von J. Paul Henderson
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 20,00

5.0 von 5 Sternen Witzig und berührend, 12. September 2017
Durch eine Leseprobe bin ich auf das Buch "Der Vater, der vom Himmel fiel" von J.Paul Henderson aufmerksam geworden. Ich war sofort von dem absolut trockenen Humor begeistert, mit dem eine schlichte Beerdigung für den Leser zu einem Event skurriler Typen avenciert.

Der Verstorbene, Lyle Bowman, kann sich für eine begrenzte Zeitspanne seinem jüngsten Sohn Greg zeigen und gemeinsam werden noch offene Fragen abgearbeitet. Als Inhaltsangabe gibt das nicht viel her, aber die einzelne Personen sind sehr lebhafte Charaktere mit ganz ausgefallenen Eigenschaften. Erzählt wird aus der Perspektive Gregs. Schnell wird klar, dass er von klein auf keine Verbote akzeptieren konnte. In der Jugend war er eifriger Drogenkonsument und crashte im Rausch beinahe die Hochzeitszeremonie seines großen Bruders Billy, übrigens einer meiner liebsten Stellen in dem Buch.

Der amerikanische Autor ist gebürtiger Brite, und in meinen Augen atmet jede seiner Zeilen britischen Humor der trockensten Art. Ich habe das Buch von Anfang bis Ende genossen. Es war genauso so unterhaltsam, wie es mir die Leseprobe schon versprach. Allerdings habe ich nicht damit rechnen können, wie sehr der Roman auch mein Herz berührte. Im Verlauf der Handlung, unter der Führung seines Vaters, durchlebt Greg eine Wandlung zu einem einfühlsamen Mann, dem plötzlich mit erschreckender Klarheit die Fehler seiner Kindheit und Jugend vor Augen stehen. Nun setzt er alles daran, die Beziehung zu seiner Familie einzurenken. Auch Billy findet zu sich selbst und zu einem Leben, dass seinen Fähigkeiten entspricht. Besonders gut haben mir auch die Stellen gefallen, wo beide sich um den wirklich kauzigen, griesgrämigen Onkel Frank kümmern.

Man findet selten ein so unterhaltsames Buch, das zugleich so innig daherkommt. Deswegen vergebe ich begeisterte 5 Lesesterne.


Palast der Finsternis
Palast der Finsternis
von Stefan Bachmann
  Taschenbuch
Preis: EUR 18,00

4.0 von 5 Sternen Gefährliche Reise, 5. September 2017
Rezension bezieht sich auf: Palast der Finsternis (Taschenbuch)
Der Roman "Palast der Finsternis" von Stefan Bachmann besticht schon vorab durch ein zauberhaftes Cover, und nach Beendigung der Lektüre weiß man, dass sich hier der Designer eng an den Text gehalten hat und dem Leser in Hologram-Art einen Einblick in das geheimnisvolle unterirdische Schloss der Bessancourts gewährt, in das fünf Jugendliche zu einer geheimnisvollen Expedition eingeladen werden.

Was Anfangs noch als Luxustrip ins Abenteuer aussieht, entpuppt sich schnell als Fahrt ins Grauen als sich die jungen Leute in einem gigantischen unterirdischen Schloss unter Lebensgefahr von einem Raum in den nächsten kämpfen müssen. Überall lauern Krieger und ausgeklügelte Fallen, die ihnen nach dem Leben trachten. Schnell kristallisiert sich das junge Mädchen Anouk als Anführerin heraus. Sie ist verschlossen und widerborstig, aber von allen die Fähigste.

Es gibt einen zweiten Erzählstrang in der Vergangenheit (für mein Empfinden hätte er gerne mehr Platz einnehmen dürfen, weil er einen interessante Gegenpol bildet), in dem geschildert wird, wie die Familie der Bessancourts sich vor dem Mob der französischen Revolution in diese Luxuskatakomben rettet, und wie es der ältesten Tochter, Aurélie, dort ergeht.

Die Erzählgeschwindigkeit nimmt gegen Ende des Buches immer mehr zu. Der Autor hat wunderbare Ideen zu Aktionen und phantastischen Räumlichkeiten, aber leider fliegt die Handlung nur so dahin und man hat gar keine Zeit, alles auf sich wirken zu lassen. Ich finde es eigentlich schade, denn natürlich eifert man mit der Gruppe und möchte, dass sie überlebt und man möchte auch eine Erklärung für all diese Rätsel erhalten, aber das Ende ist sehr, sehr komplex und wird viel zu hastig durchschritten. Leider bleiben auch noch einige Fragen offen, aber da kann ja jeder selbst seine Phantasie spielen lassen.

Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass die anderen Jugendlichen neben Anouk viel zu blass bleiben, dabei ist das Überleben nur durch Teamarbeit möglich.

Generell muss ich sagen, dass die positiven Aspekte überwiegen. Die Gruppe macht einen interessanten Reifungsprozess durch, wächst an- und miteinander, und allen voran kann Anouk zum ersten mal in ihren Leben so etwas wie Zutrauen und Freundschaft entwickeln. Das erfreut den Leser, denn nachdem Anouk ihre Geschichte den anderen erzählt hat, versteht man ihre stachelige Art als dringend benötigten Selbstschutz und kann sie mit ganz neuen Augen betrachten.

"Der Palast der Finsternis" ist ein Fantasy-Roman, der von der ersten Seite an spannend ist. Der Spannungsbogen reißt auch nie ab und von Seite zu Seite kommen immer neue Fantasy-Elemente hinzu. Die letzten Seiten geben einen positiven Ausblick auf die Zukunft von Anouk und ihren Freunden, so dass die Story in sich abgerundet ist.


Morgen ist es Liebe: Roman
Morgen ist es Liebe: Roman
von Monika Maifeld
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Etwas zu schnulzig, 1. September 2017
Rezension bezieht sich auf: Morgen ist es Liebe: Roman (Broschiert)
"Morgen ist es Liebe" von Monika Maifeld ist ein typischer Heile-Welt-Roman. Die schöne, junge Ärztin Alexandra verunglückt auf dem Heimweg und wird von einem Unbekannten aus dem brennenden Wrack gezogen. Der Retter wollte sich eigentlich umbringen und setzt nun alles daran, seinen Abschiedsbrief, der mittlerweile zu Alexandras Sachen geraten ist, zurückzuerhalten. Der Leser spürt natürlich sofort das geheimnisvolle Knistern zwischen den beiden, gegen das sie sich lange erfolgreich sträuben. Dann gibt es noch den erfolgreichen Exfreund, der seinen Nebenbuhler bekämpft, ausserdem einen Alkoholiker, der vom Weg abgekommen ist, einen bärbeissigen Polizisten, eine herzensgute Witwe mit einem fröhlichen kleinen Hund.....kurz: unter dem Zauber einer schneereichen Weihnachtszeit reiht sich in diesem Buch ein vorhersehbares Klischee an das andere.
Der Schreibstil der Autorin liest sich recht angenehm und manchmal braucht man ja auch eine rosa Wolke um vom Alltag entspannen zu können. Mir persönlich war der Plot zu flach, aber wer mal richtig entspannt abschalten möchte, trifft mit diesem Roman keine schlecht Wahl.


Das Mädchen, das schwieg: Kriminalroman
Das Mädchen, das schwieg: Kriminalroman
Preis: EUR 7,99

4.0 von 5 Sternen Scheinheilig, 29. August 2017
Kajsa ist mit ihrem Mann Karsten auf die kleine norwegische Insel Losvika gezogen, auf der sie ihre Kindheit verlebt hat und wo sie mit viel Liebe ein ererbtes Häuschen renoviert haben. Kajsa, die Journalistin, ist eigentlich noch in Elternzeit, und Karsten versucht, sich von einem fast tödlichen Polizeieinsatz zu erholen, wird dabei aber immer depressiver.

Als nun in der Nachbarschaft ein Mord an einer stummen jungen Frau, Sissel, begangen wird, bedeutet das einen Wiedereinstieg in ihre jeweiligen Berufe. Keiner mag glauben, dass in ihrer kleinen Gemeinde ein Mörder umgeht. Die Autorin Trude Teige geht die Auflösung sehr behutsam an. Man erfährt viel Privates über die Dorfbewohner, schnell macht sich der Leser ein Bild über die unterschwellig herrschenden Spannungen. Dann verschwindet auch noch ein junges Mädchen und während eines fürchterlichen Wintersturms kommt es zum grandiosen Showdown, bei dem Karsten und Kajsa über sich hinauswachsen.

Dass der Mörder nicht leicht zu erraten ist, macht nur einen Teil der Spannung aus. Genauso faszinierend sind hier die Einzelschicksale von der toten Sissel, oder auch von dem Entführungsopfer, Tone, das von allen Seiten gemobbt wurde. Ebenso macht die Beziehung von Kajsa und Karsten eine interessante Entwicklung durch, und es ist schön zu sehen, wie Karsten wieder zu seinem alten Selbst zurückfindet.

Insgesamt ist "Das Mädchen, das schwieg" ein ruhiger, aber dabei sehr spannender Norwegen-Krimi, den ich gerne weiterempfehlen kann, weil er eben nicht so oberflächlich ist, wie manch anderer Krimi.


Miss Daisy und der Tote auf dem Eis: Kriminalroman (Miss Daisy ermittelt, Band 1)
Miss Daisy und der Tote auf dem Eis: Kriminalroman (Miss Daisy ermittelt, Band 1)
von Carola Dunn
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Gentlemen tun so etwas nicht!, 22. August 2017
Der Kriminalroman "Miss Daisy und der Tote auf dem Eis" von Carola Dunn bildet den Auftakt zu einer bislang neunbändigen Serie rund um die unerschrockene Daisy Dalrymple und Inspector Alec Fletcher von Scotland Yard. Daisy ist nicht gewillt, das nutzlose Dasein einer verarmten Adligen im Haushalt irgendeiner ihrer Verwandten zu führen, sondern arbeitet lieber als Journalistin, um sich den Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Das entspricht zwar absolut nicht dem gängigen Frauenideal der wilden Zwanziger, aber sie genießt die Abwechslung und die persönliche Freiheit, die der Beruf ihr bieten kann. Ein Auftrag führt sie auf Wentwater Court. Dort kommt ein Gast unter mysteriösen Umständen ums Leben. Alec Fletcher soll unter äußerster Diskretion ermitteln. Daisy kann zu ihrer großen Freude ihren Teil dazu beitragen. Schnell beginnt es zwischen den beiden zu knistern, doch die Adelsetikette sind noch sehr streng zu diesen Zeiten. Man kann nur hoffen, dass in den Folgebänden die Beziehung eine Chance erhält.....In diesem Band steht erstmal der gute Ruf aller im Vordergrund, den es zu schützen gilt, koste es, was es wolle. Für heutige Begriffe sind dieser Dünkel und die starre Geisteshaltung nicht mehr nachvollziehbar, aber der Roman spiegelt das gesellschaftliche Leben von damals sehr gut wieder. Strenge Einhaltung der Essenszeiten mit entsprechendem Dresscode, eine ergebene Dienerschaft, gesellschaftliche Verpflichtungen, denen sich ein Gentleman nicht entziehen kann, altmodische Brautwerbung...all das macht das Lesen zu einem großen Vergnügen, und das Raten nach dem Täter tut sein übriges. Dieser erste "Miss Daisy-Krimi" ist very, very british. Er ist kurzweilig zu lesen und erinnert stark an die Anne Perry Romane, in denen ebenfalls ein gesellschaftlich ungleiches Duo ermittelt. Allerdings herrscht hier noch ein gewisses Qualitätsgefälle zwischen den beiden Autorinnen, aber wer weiss, vielleicht holt Carola Dunn in den weiteren Folgen den Vorsprung noch ein.


Wildeule: Kriminalroman (Ein Gesine-Cordes-Krimi, Band 3)
Wildeule: Kriminalroman (Ein Gesine-Cordes-Krimi, Band 3)
von Annette Wieners
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Falsche Leiche, 17. August 2017
Das schöne Cover mit einem Titel, der sich auf ein Wildtier bezieht, haben alle Gesine-Cordes-Krimis aus dem ListVerlag gemeinsam. Wildeule ist die dritte Folge, aber für mich bedeutet es den Einstieg in die Reihe.

Gesine Cordes ist als Friedhofsgärtnerin tätig. In ihrem früheren Leben war sie bei der Kripo angestellt. Früheres Leben bedeutet in ihrem Fall vor dem Gifttod ihres einzigen Sohnes, der sie schwer traumatisiert hat. Wie schwer, das erkennt man an ihrem kleinen Notizbuch, in das sie fortwährend Zeichnungen und Erklärungen zu geläufigen Giftpflanzen in der täglichen Umgebung zeichnet und schreibt. Einzelne Auszüge davon werden immer mal in den Romantext eingeschoben. Das hat mir persönlich nicht so gut gefallen.

Während einer Beerdigung sieht sie, dass der Sargdeckel nicht ordnungsgemäß verschlossen ist. Bei der Überprüfung liegt dort nicht die erwartete alte Dame, sondern der profitgierige Bestattungsunternehmer höchstpersönlich und mausetot gemeuchelt.

Ihr bester Freund Hannes verhält sich sehr merkwürdig und gerät schnell in das Visier der polizeilichen Ermittlung, weil die Kommissarin sich gern den Fall nach dem einfachsten Schema zurechtbiegen möchte. Da es noch einen aalglatten Priester, eine sexhungrige Witwe, einen unbedarften Jugendlichen und einen schlitzohrigen Hinterbliebenen gibt, ist der Krimi sehr kurzweilig zu lesen, auch wenn die Lösung sich schon früh erahnen lässt.

Mir persönlich sind die Lebensumstände und die Beziehungsprobleme von Gesine etwas zu unrealistisch, aber das hat dem Lesevergnügen insgesamt keinen Abbruch getan.


Und jetzt lass uns tanzen: Roman
Und jetzt lass uns tanzen: Roman
Preis: EUR 13,99

4.0 von 5 Sternen Romantik pur, 15. August 2017
Liebe im Alter, romantisch und leidenschaftlich, das ist das Thema in dem Roman "Und jetzt lass uns tanzen" von Karine Lambert.

Von der ersten Seite an verzaubern einen die beiden Protagonisten Marguerite und Marcel. Sie sind beide nach langen Ehejahren noch relativ frisch verwitwet, als sie sich in einer Kurklinik kennenlernen. Ein Coup de foudre par excellence!

Marguerite hat sich immer ihrem pedantischen Ehemann untergeordnet, nie ein eigenes Leben gehabt, nie Wünsche geäußert und klaglos funktioniert. Man kann noch nicht einmal sagen, dass sie unglücklich gewesen ist, aber durch den leidenschaftlichen Marcel wird sie quasi wach geküsst und entdeckt sich und die Welt neu, wie ein junges Mädchen, das sie eigentlich nie sein durfte.

Marcel dagegen hatte eine erfüllte Ehe an der Seite von Nora, seiner einzigen, großen Liebe von Kindesbeinen an. Ihr plötzlicher Herztod lässt ihn verstört und orientierungslos zurück. Seine Tochter macht sich große Sorgen und organisiert eben diesen Kuraufenthalt, der zu der schicksalhaften Begegnung führt.

Es ist herzerwärmend, wie die beiden sich ins Leben zurück lieben und mit einem wonnigen Seufzer legt man das Buch nach der letzten Seite aus der Hand. Mir persönlich wurden die Hindernisse zwischen den beiden etwas zu glatt aus den Wege geräumt, aber insgesamt ist es eine rundum schöne Story, die wunderbar erzählt wird.


Inspektor Takeda und der leise Tod: Kriminalroman
Inspektor Takeda und der leise Tod: Kriminalroman
Preis: EUR 7,99

4.0 von 5 Sternen Der weise Herr Takeda, 12. August 2017
Ich denke, der atb-Verlag hat mit Henrik Siebold eine "Takeda"-Krimiserie gestartet. Jedenfalls hoffe ich, dass nach dem gelungenen zweiten Band "Inspektor Takeda und der leise Tod" noch nicht Schluss ist, sondern noch weitere Morde von dem genialen Austauschpolizisten aus Tokio, Kenjiro Takeda, zusammen mit seiner deutschen Kollegin Claudia Harms gelöst werden. Beide haben so ihre Beziehungsprobleme, und zwischen ihnen knistert es ebenfalls hin und wieder, ohne dass sie sich das ehrlich eingestehen mögen.

In dieser Folge wird ein erfolgreicher Hamburger Unternehmer, Markus Sassnitz, morgens nackt, tot, überfahren und erstickt in einer Strasse aufgefunden. Etwas viel für einen einzigen Tod. Und bald gibt es auch eine Vielzahl von Spuren. Sassnitz hatte nicht nur ein Händchen fürs Business, sondern schuf sich auch durch skrupelloses Handeln erbitterte Feinde. Auch unterschätze man nicht die enttäuschten Frauen. Davon gab es mehrere. Die beiden Ermittler kämpfen sich durch ein geballtes Gemenge von Sex, Drogen, Mafia und Eifersucht. Jeder auf seine unnachahmliche Weise. Ganz besonders Takeda besticht durch seinen asiatischen Gleichmut und seine ganz eigene Art, die Dinge zu betrachten. Seine Schlussfolgerungen und Dialoge sind für mich das Highlight und geben diesem Krimi einen ganz besonderen Touch. Also wie oben schon gesagt: ich hoffe sehr auf weitere Takeda-Fälle!


Fischland-Rache (Küsten Krimi)
Fischland-Rache (Küsten Krimi)
von Corinna Kastner
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,90

4.0 von 5 Sternen Der tote Bruder, 11. August 2017
Rezension bezieht sich auf: Fischland-Rache (Küsten Krimi) (Taschenbuch)
Die Regionalkrimis aus dem Emons-Verlag sind für mich immer ein guter Griff. Meistens machen sie Lust, selbst an die Schauplätze zu fahren und die Tatorte zu besichtigen.

Das gelingt auch der Autorin Corinna Kastner in ihrem Küstenkrimi "Fischland-Rache". Sie lebt und arbeitet zwar in Hannover, aber das Herz scheint sie an die Mecklenburgische Ostseeküste verloren zu haben. Ihre Beschreibungen haben mich verleitet, den Ferienort Wustrow zu googeln, und was ich dort sah, deckt sich hundertprozentig mit meinen Eindrücken während des Lesens.

Die Pensionswirtin Kassandra Voß ist mit dem wesentlich älteren Erfolgsautor Paul Freese liiert. Dessen Bruder Sascha taucht plötzlich auf, bringt sich bei einigen Leuten sehr unangenehm in Erinnerung und wird prompt eines morgens ermordet aufgefunden. Weil Kassandras Onkel unschuldig in Untersuchungshaft genommen wird, fühlen sie und Paul sich bemüßigt, den wahren Täter zu entlarven. Sascha führte genau Buch über die Laster und Geheimnisse der Wustrower, die auch jetzt nicht daran interessiert sind, dass ihre dunklen Flecken ans Tageslicht kommen. So bleibt die Mördersuche lange ein blindes Stochern im Nebel, das mal auf den einen, dann wieder auf den anderen Verdächtigen hinweist. Die Wahrheit kommt erst ganz zum Schluss raus, und läßt sich meines Erachtens (zum Glück) nicht vom Leser erraten. Während mir die Vergangenheit der Beteiligten etwas zu unübersichtlich miteinander verwoben ist, gefällt mir umso mehr, wie die Beziehung zwischen Kassandra und Paul im Verlauf des Romans einem völlig nachvollziehbaren Wechselbad unterworfen ist.

Der Schreibstil von Corinna Kastner ist sehr flüssig und spannend zu lesen, und insgesamt hat mir der Krimi mit kleineren Abstrichen gut gefallen.


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