Hier klicken April Flip Hier klicken Jetzt informieren 30 Tage lang gratis testen Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ Hier klicken Mehr dazu Fire Shop Kindle Entspannungsmusik longss17
Profil für Lilly McLeod > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Lilly McLeod
Top-Rezensenten Rang: 22.337
Hilfreiche Bewertungen: 125

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Lilly McLeod (Bad Kreuznach)

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
pixel
Das Lied der Störche: Roman (Die Ostpreußen Saga, Band 1)
Das Lied der Störche: Roman (Die Ostpreußen Saga, Band 1)
von Ulrike Renk
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein toller historischer Roman. Freue mich schon auf die Fortsetzung!, 15. Februar 2017
Das Cover

Das Cover finde ich für einen historischen Roman sehr passend. Ich mag das Model und die Atmosphäre des Bildes. Für mich eine gelungene Mischung mit tollem Titel.

Kurze Inhaltsbeschreibung

Frederike wächst mit ihren Geschwistern auf einem Gut in Preußen auf. Sie ist die Erstgeborene, allerdings ist ihr Vater nicht mehr am Leben (ihre Mutter hat mehrmals geheiratet) und ihre Mitgift durch den ersten Weltkrieg verloren gegangen. Frederike gelingt der Wechsel vom Stadtmädchen zum Gutshofmädchen sehr gut und sie beginnt das Leben in Preußen zu lieben. Doch es ist das Gut ihres Stiefvaters. Wo wird sie ihren Platz im Leben finden?

Schreibstil und Storyverlauf

Bereits mit ihrer Australien Trilogie konnte die Autorin mein Leserherz für sich gewinnen. In diesem Roman nimmt Ulrike Renk den Leser mit nach Ostpreußen. Die Geschichte spielt nach dem ersten und vor dem zweiten Weltkrieg. Die politische Lage wird dezent mit eingebaut, aber spielt keine vordergründige Rolle. Die nimmt wie immer die Familie ein. Allen voran das Leben der Hauptfigur Frederike. Die gesellschaftlichen Alltagsprobleme gespickt mit dem interessanten Landleben damals, den emotionalen Konflikten und Entwicklungen eines heranwachsenden Menschen und einer großen Familie haben mir ausgesprochen gut gefallen und wieder genau meinen Nerv getroffen. Ich freue mich, dass ich im Nachwort erfahren habe, dass es eine Fortsetzung gibt und ich erfahren kann, wie es mit Frederike nach Band 1 weitergeht.

Die Charaktere und ihre Entwicklung

Frederike ist eine sehr interessante Figur. Ihre Entwicklung vom kleinen Mädchen, zum Teenager und schließlich zur jungen Frau ist sehr gut dargestellt. Sie wächst einem als Leser schnell ans Herz und gerade ihre Suche nach ihrem Platz in der damaligen Gesellschaft, die immer mehr im Wandel war und doch ganz anders als heute, hat mir ausgesprochen viel Spaß gemacht, mitzuverfolgen.

Abgerundet wird die Geschichte durch viele liebe Nebenfiguren, sowohl im Bereich ihrer Familie, ihrer Freunde, als auch im Personal des Gutshofes.

Auch der Mann, der Frederikes Aufmerksamkeit weckt, wirkt interessant. Allerdings halte ich seinen Charakter für ausbaufähig. Im Vergleich zu Frederike und den anderen bekam ich zu ihm nicht so schnell Zugang und hatte bis zum Schluss das Gefühl, ihn nicht richtig „zu kennen“.

Fazit

Ein historisch interessanter, spannender und emotionaler Familienroman aus der Feder der deutschen Autorin Ulrike Renk, die beweist, dass ihre Bücher nicht nur vor der romantischen Australien Kulisse Lesefreude bringen. Ich freue mich auf Band 2.


Das Versprechen der australischen Schwestern: Roman (Die Australien Saga, Band 3)
Das Versprechen der australischen Schwestern: Roman (Die Australien Saga, Band 3)
von Ulrike Renk
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

5.0 von 5 Sternen Eine sehr zu empfehlende Reihe. ♥, 28. September 2016
Das Cover

Das Cover fügt sich einfach wunderbar in die Trilogie ein. Man erkennt auf den ersten Blick, dass es sich um ein Buch aus der Reihe handelt und da mir schon die vorherigen Cover ausgesprochen gut (vor allen unter thematischem Aspekt) gefallen haben, bildet dieses keine Ausnahme. Gelungene und tolle Gestaltung.

Kurze Inhaltsbeschreibung

Im dritten Buch verfolgen wir die „sogenannte“ dritte Generation der Familie „Lessing“. Dabei legt die Autorin den Schwerpunkt auf die Schicksale der drei Schwestern Tutt, Mina und Elsa.
Tutt hat mit acht Jahren Australien verlassen, ist bei der Schwester ihres Vaters in Hamburg aufgewachsen, mittlerweile verheiratet und Mutter mehrerer Kinder. Aber immer noch hadert sie mit sich und der Vergangenheit und wünscht sich sehnlichst den Kontakt zu ihren australischen Wurzeln.
Aber ob der Wunsch, nach Australien zurückzukehren, oder ihre Familie wiederzusehen, wahr wird?

Schreibstil und Storyverlauf

Der Schreibstil der Autorin ist unglaublich angenehm. Genau die für mich richtige Mischung aus „historischen Fakten“, Alltagsbeschreibungen, Landschaftsbeschreibungen und emotionaler Charakterentwicklung. Die Geschichte bleibt auf dem emotionalen Niveau auch spannend und ist keinesfalls in all ihren Facetten vorhersehbar, was vor allen an den tollen, verschiedenen Figuren liegt, die alle starke Persönlichkeiten sind und einem als Leser über die Zeit ans Herz gewachsen sind.
Wir verfolgen das Schicksal der drei Schwestern aus deren drei Sichten das Buch geschrieben ist und springen somit immer mal wieder von Hamburg nach Australien und zurück. Das Leben der Schwestern verläuft ganz unterschiedlich. Tutt hat viele Annehmlichkeiten in ihrem Leben und wird „rund herum verwöhnt“. Sie ist glücklich in ihrer Ehe bekommt mehrere Kinder, leidet aber unter Zugehörigkeitsgefühlen. Ihr fehlt der Kontakt zur Familie und gerade unter den Folgen des ersten Weltkriegs leidet Tutt mehr als die anderen fernab vom Geschehen.
Mina findet ebenfalls einen Mann und bleibt die gute Seele, der drei. Allerdings scheint sie wie die Mutter dazu zu tendieren, sich zu viel zuzumuten und braucht immer wieder Unterstützung, da sie es nicht leicht im Leben hat. Sie setzt sich außerdem aktiv mit den Aborigines und deren falsche Behandlung durch die Gesetze auseinander.
Das Küken Elsa wird zur Frau und leidet nach wie vor unter der schwierigen Beziehung zu Otto, den sie über alles liebt. Doch das Schicksal legt den beiden immer wieder Steine in den Weg bei der Planung der gemeinsamen Zukunft.

Die Charaktere und ihre Entwicklung

Wie erwähnt dreht sich das Buch hauptsächlich um diese drei Frauen. Wie entwickelt sich ihr Leben, was erleben sie, welche Erfahrungen machen sie, wie verändert sich ihr Verhältnis zueinander.
Mir gefiel es jedoch ausgesprochen gut, dass die beiden Brüder (vor allem Billy) nicht vernachlässigt wurden und selbstverständlich gibt es ein Wiedersehen mit Emilia und ihren Kindern, den Tanten der drei Mädchen. Wenn man die ganze Familie ins Herz geschlossen hat, freut man sich, auch von ihnen zu erfahren, wie ihr Leben weiter verlief. So ist es auch nicht verwunderlich, dass ich mir durchaus noch ein viertes Buch gewünscht hätte, denn die verschiedenen Familienmitglieder sind so interessant, dass man sie durchaus gerne bis zu ihrem Tod begleitet hätte. Abschied nehmen ist eben gar nicht so einfach, wenn man sich richtig tief mit einer Geschichte verbunden gefühlt hat.

Fazit

Ich kann die australisch, hamburgische Trilogie von Ulrike Renk uneingeschränkt weiterempfehlen. Mehr noch, ich lege sie euch ans Herz. Lest sie, lasst euch nach Australien und in eine ganz tolle Familiensaga entführen. Es lohnt sich hier schöne Lesestunden mitzunehmen, nicht nur für historisch interessierte Leser, sondern ebenso für Neueinsteiger in dem Genre, oder für die, die es mal ausprobieren möchten.


Blessed: Für dich will ich leben
Blessed: Für dich will ich leben
Preis: EUR 5,99

5.0 von 5 Sternen Eine Geschichte, die man gelesen haben sollte und Noah hat einen Platz in jedem Leserherz verdient., 21. September 2015
Das Cover

Das Cover gefällt mir wirklich gut. Ich finde die weibliche Figur nicht ganz so passend, aber das macht ‚Noah’ ganz gut weg, denn ich unheimlich gut getroffen finde. Die Farben hätten noch ein bisschen mehr leuchten dürfen, aber das sind alles Kleinigkeiten. Das Cover ist etwas Besonderes und gefällt mir wirklich gut. Ganz davon weg, das ich den Titel sehr mag.

Kurze Inhaltsbeschreibung

Emily zieht mit ihrer Familie von England nach Amerika. Sie ist die typische Außenseiterin und es fällt ihr zunächst schwer Anschluss zu finden. Als die Schule nach den Ferien wieder beginnt, kehren drei Mitschüler an die Schule zurück, die für längere Zeit in Frankreich gewesen sind. Die Zwillinge Adrian und Lucy sind überall beliebt und machen auf Emily einen sehr netten Eindruck. Sie scheinen etwas Besonderes zu sein, aber nicht so besonders wie ihr Bruder Noah. Vor dem scheint sich die gesamte Schule, inklusive der Lehrer jedoch zu fürchten und alle ignorieren den bildhübschen Jungen, von dem Emily nicht die Augen lassen kann. Irgendwas ist da in Noahs Augen und seiner Art, das so geheimnisvoll ist, das Emily ihn unbedingt näher kennenlernen möchte. Doch wird Noah das zulassen?

Schreibstil und Storyverlauf

Ich habe bisher jedes Buch von Susannah Ernst geliebt. Immer wenn ich ein neues Buch von ihr aufschlage, freue ich mich bereits und habe dieses wohlig zufrieden Gefühl im Herz. Allerdings steigt natürlich auch die Erwartungshaltung. Nicht, das ich das beabsichtigte, aber es passiert einfach automatisch. Für mich steht Susanne Ernst für sehr einfühlsame, emotionale Geschichten mit dem gewissen Hauch an Übersinnlichkeit, der die Geschichten zu etwas ganz Außergewöhnlichem werden lässt. Ich hatte sehr gehofft, dass es bei Blessed auch so sein würde und bin nicht enttäuscht worden.
Die Geschichte um Emily und Noah ist wieder sehr einfühlsam und mit wunderschönen Worten erzählt. Man spürt, dass es sich um ein Jugendbuch handelt. Die Figuren sind jünger, ihre Gedankenwelt eine ganz andere und auch die Probleme mit denen sie sich beschäftigen. Aber das war erfrischend und hat mir gut gefallen. Zwar war für mich schnell klar, wo das ganze hin will, aber die Spannung der Geschichte lag für mich nicht unbedingt in einem rasanten Showdown, sondern der Entwicklung der vielen tollen Figuren und die war einfach nur großartig und hat mich absolut begeistern können.

Die Charaktere und ihre Entwicklung

Susanna kann einfach Figuren. Ich mochte sie alle!!! Okay, Emilys Bruder kam echt schlecht weg und da habe ich mir ja fast gewünscht, das er noch etwas besser beleuchtet wird und man ihn doch ein wenig näher kennenlernt. Es ist zwar eine typische Geschwisterbeziehung, aber manchmal wirkte Jay aus Emilys Sicht echt ein wenig dumm und gemein. Zum Glück änderte sich das bis zum Ende dann doch noch.

Emily selbst hat mir richtig gut gefallen. Ich mochte sie sehr gerne. Sie denkt viel nach, nimmt ihre Umwelt sehr bewusst war und ist auf ihre Art sehr selbstbewusst. Sie hilft anderen, steht für andere ein und man muss sie einfach lieb gewinnen.
Sie verliebt sich sehr schnell in Noah und allgemein geht das recht fix, aber auf der anderen Seite passt es zu Jugendlichen und die Geschichte verläuft danach sehr ernst und langsam, so dass sich die Gefühle über einen längeren Zeitraum intensivieren und vertiefen. Das wirkte sehr glaubhaft und war zudem einfach romantisch und schön zu lesen.

Noah ist eine der sympathischsten Buchfiguren überhaupt. Er ist alles andere als perfekt und hat viele komplexe, Schwierigkeiten und eine Vergangenheit, die nicht unbedingt rosarot ist. Aber wie gezeichnet er durch diese Dinge ist und wie er mit seiner Vergangenheit umgeht, hat mir ausgesprochen gut gefallen, weil man es bei Noah nicht mit einem der üblichen Bad Boys zu tun hat, wie man sie in einer Million anderer Jugendbücher findet.

Besonders sympathisch waren mir aber auch die Nebenfiguren, allen voran Adrian. Von ihm und Emilys bester Freundin hätte ich gerne noch mehr gelesen, muss ich gestehen. Die beiden waren so süß und kamen doch beinahe zu kurz in all der Dramatik und dem Gefühlschaos.

Fazit

Ein besonderer Jugendroman, der durch emotionale Tiefe, wunderschöne Sprache und ganz bezaubernde, authentische Figuren besticht. Eine Geschichte, die man gelesen haben sollte und Noah hat einen Platz in jedem Leserherz verdient.


Apfelblütenzauber: Roman
Apfelblütenzauber: Roman
von Gabriella Engelmann
  Broschiert
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Ein rundherum perfektes Wohlfühlbuch für jedermann und vor allem jede Frau. Wer es noch nicht gelesen hat: Unbedingt nachholen., 20. September 2015
Rezension bezieht sich auf: Apfelblütenzauber: Roman (Broschiert)
Das Cover

Das Cover ist für mich ein absoluter Traum. Ich liebe den Titel, die tolle Aufmachung zum Aufklappen, die Struktur, wenn man über das Cover streicht, die Apfelblüten und Äpfel als Motive und die tolle Schrift für den Titel. Für ein absolut gelungenes, perfektes Cover. Nicht zu kitschig und doch genau mit dem gewissen „Etwas“. Für mich ein Widererkennungswert, soll heißen: Typisch Gabriella Engelmann Buch und das liebe ich.

Kurze Inhaltsbeschreibung

„Apfelblütenzauber“ bringt uns in die „Villa zum Verlieben“ zurück. Die Zeit ist weitergelaufen und trotzdem wohnen alle drei Frauen immer noch gemeinsam in der verwunschenen Villa in Hamburg und sind beste Freundinnen.
Leonie feiert Geburtstag und obwohl an dem Tag noch alles toll zu sein scheint, nimmt ihr Leben ein paar Tage danach eine unerwartete Wendung. Ihre Mutter möchte endlich einmal etwas für sich tun, sich einen lang gehegten Wunsch erfüllen. Außerdem, erfährt Leonie bei einem Besuch zu Hause im alten Land, scheint es bei den Eltern nicht mehr richtig „rund“ in der Ehe zu laufen. Ihre Mutter möchte eine Reise nach Frankreich machen, mit unbestimmter Länge. Als Unterstützung für den Hofladen hat sie dem Vater eine Aushilfe besorgt, aber wie es im Leben so ist, platzt die Sache und Leonies Papa ist schließlich voll auf überfordert mit dem Laden, der Pension und den Gästen. Also reist Leonie zurück in die Heimat und spürt eine unerwartete Liebe und Vertrautheit im Alten Land. Doch dann schlägt das Leben zu und Leonie verliert ihren Job. Sie steht vor einem Neuanfang und der schwierigen Frage, was sie tun soll und wo sie wirklich hingehört. Nach Hamburg oder liegt ihr Glück vielleicht doch in der Heimat, die sie damals verlassen hat?

Schreibstil und Storyverlauf

Was soll ich zu dem Schreibstil schreiben? Gabriella Engelmann entführt einen in Orte, die ich in dem Fall so nicht kannte und die ich nach dem Lesen unbedingt bereisen möchte. Wahrscheinlich führe ich nun ins Alte Land mit dem Gefühl zuhause zu sein. Denn das ist es, was der Autorin gelingt. Man fühlt sich selbst zuhause in ihren Büchern, in den Orten, die sie beschreibt, den Menschen, die man trifft.
Dazu benutzt sie zwar eine leicht zu lesende Sprache – ich flog nur so durch dieses wunderschöne Buch – und doch steckt in jedem Wort so viel Gefühl und Liebe zum Detail. Ich bin absolut verzaubert und verliebt in Gabriellas Schreibweise, in ihre Geschichten, in die Themen, denen sie sich widmet und in die Lebendigkeit und Greifbarkeit der Figuren.
Es gab viele kleine Geschichten zu entdecken, obwohl man Leonie verfolgt. Es ging auch um die Ehekrise der Eltern. Wie diese Leonies Welt verändert und sie mitnimmt, wie es zwei Menschen gehen kann, die sich lieben, miteinander alt werden und dieses frische Gefühl von Verliebtheit nach all den Jahren im Alltagstrott verloren haben und nicht wissen, wie man und ob man es zurückholen soll und kann. Es geht um Freundschaft, darum wie das Leben seine eigenen Wege geht, Veränderungen bringt und ständig neue Herausforderungen. Ein Buch für jedermann und vor allem jede Frau und in all seiner Romantik und seinem „Norddeutschland Zauber“ locker, witzig und unheimlich unterhaltsam.

Die Charaktere und ihre Entwicklung

Mir hat es sehr gut gefallen, dass ich die Chance hatte in diesem Buch Leonie noch mal näher und besser kennenzulernen. Sie war mir schon in dem anderen Buch „Eine Villa zum Verlieben“ sehr sympathisch, aber ich hatte den Eindruck da kam sie manchmal etwas zu kurz. Sie war für mich immer die Harmoniebedürftige, die Vernünftige, die Vermittlerin und die gute Freundin, die alles zusammenhält. Aber in dem Buch lernt man sie einfach noch besser kennen. Es geht um sie, ihre Welt, ihre Wünsche, ihr Leben und die Herausforderungen, denen sie sich stellen muss. Ich hatte den Eindruck Leonie entwickelt sich in „Apfelblütenzauber“ weiter. Sie findet ein Stück weit zu sich selbst, lernt sich selbst besser kennen und findet heraus, was sie will. Es hat unheimlich Spaß gemacht, sie auf dem Weg zu begleiten und man fühlt sich nach dem Lesen, als sei man selbst eine Freundin der drei Frauen und könnte sich glatt ins Auto setzen und sie besuchen fahren.

Besonders liebenswert fand ich jedoch Leonies Eltern. Vor allen ihren Vater habe ich sehr ins Herz geschlossen. Seine stille, teils brummelige Art. Einfach herrlich.

Fazit

Erneut ein Roman aus Gabriella Engelmanns Feder, der mich völlig verzaubert hat und in den ich vollkommen verliebt bin. Die Atmosphäre, die wundervollen Worte, die vielen schönen Geschichten, die liebenswerten Figuren. Ein rundherum perfektes Wohlfühlbuch für jedermann und vor allem jede Frau. Wer es noch nicht gelesen hat: Unbedingt nachholen.


Vom Tod geliebt
Vom Tod geliebt
von Amanda Frost
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sympathische Figuren und charmante Erzählweise punkten und machen Spaß, wenn man mit Erotik in Büchern kein Problem hat, 20. September 2015
Rezension bezieht sich auf: Vom Tod geliebt (Taschenbuch)
Das Cover

Das Cover passt gut zu seinem Vorgänger. Man erkennt sofort, in welche Reihe es gehört. Erneut wird das Thema: „Tod“ und „Geister“ auf tolle Art inszeniert und obwohl die Farbe nicht unbedingt meine Lieblingsfarbe ist und ich sie auch nicht richtig ansprechend finde, gefällt mir das Cover insgesamt sehr gut.

Kurze Inhaltsbeschreibung

Im zweiten Band der Reihe begegnen wir Alexander. Er ist der Bruder von Lillys bester Freundin und schwer krank. Einer der Fürsten von Thanatos hat einen kleinen Fehler begangen. Jeder Versuch den begnadeten Piloten um die Ecke zu bringen, scheiterte und so versucht man Alexander nun mit Krebs beizukommen.
Alexander selbst ist von der Diagnose ebenso geschockt, wie seine Mutter und vor allem weiß er nicht, wie er es seiner Tochter beibringen soll. Das kleine Mädchen hat nur noch ihn und für Alexander bedeutet sie die Welt.
Sebastian und Lilly glauben, das Olivia vielleicht helfen könnte. Sie ist in besitz des letzten Rings, der ihm Unsterblichkeit und einen Ausweg bieten könnte. Die Bestellerautorin lebt abgeschieden und ist Männern gegenüber misstrauisch. Aber Lilly weiß, dass Olivia für die Unterwelt schwärmt. Das könnte die Möglichkeit für Alexander sein, Olivia für sich zu gewinnen. Doch kann das gut gehen?

Schreibstil und Storyverlauf

Der Schreibstil von Amanda Frost ist gewohnt locker, leichtgängig und besitzt den von mir so geliebten charmanten Humor. Der Witz ist noch ausgeprägter als im ersten Band, was aber auch an den Figuren Olivia und Alexander liegt.
Die Geschichte ist zum Teil vorhersehbar und doch überrascht die Autorin hier und da mit Wendungen, die Spaß machen. Es strotzt nicht vor Spannung, aber es ist charmant, unterhaltsam und natürlich enthält das Buch eine Menge Knistern und auch Erotik. Ich lese in der Sparte eigentlich so gut wie gar nicht und wenn nur ausgewählt, weil für mich eindeutig die Geschichte im Vordergrund stehen muss und die Figuren und die Story keinesfalls flach sein dürfen. All das ist hier nicht der Fall. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und das Buch sehr schnell weg gelesen. Dafür mag ich die Idee mit der Unterwelt, Gott, Luzifer und den Fürsten einfach zu sehr. Einfach herrlich.

Die Charaktere und ihre Entwicklung

Wie angesprochen haben mir Olivia und Alexander sogar noch besser gefallen, als Lilly und Sebastian.
Alexander war kantig und hatte durchaus seine Fehler, aber ich mochte sein Auftreten, die Liebe zu seiner Tochter. Und natürlich wie er sich immer wieder mit Olivia in die Haare bekommen hat und doch nicht die Finger von ihr lassen konnte. Ein sympathischer Mann und so ging es mir auch mit Olivia.
Sie hat ihre Geheimnisse, sie hat ihre Spleens und ihre Macken, aber sie hat vor allem jede Menge Feuer und Leidenschaft in sich und lässt sich nichts vorschreiben. Ich mag ihre Macken, ihren Beruf und ihre Verbissenheit. Sie war mir von Anfang an, schon im ersten Buch, sympathisch und zusammen mit Alexander konnte ich die Funken, die zwischen beiden übergesprungen sind, selbst spüren. Sehr gut gelungen. Schön war natürlich die Auftritte von Sebastian und Lilly, die man kurz wiedersieht.

Fazit

Ein toller, unterhaltsamer zweiter Teil. Der mit seinen sympathischen Figuren und der charmanten Erzählweise punktet und definitiv Spaß macht, wenn man mit Erotik in Büchern kein Problem hat. Wer das gerne liest, sollte zugreifen.


Solange die Nachtigall singt
Solange die Nachtigall singt
von Antonia Michaelis
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Ihr müsst einfach die ganze Rezension lesen, oder es lassen und euch gleich das Buch kaufen und das lesen., 20. September 2015
Das Cover

Das Cover ist für mich ein „typisches“ Antonia Michaelis Cover und gefällt mir ausgesprochen gut. Es erweckt sofort eine finstere und bedrohliche Stimmung und das ist auch genau, was man bekommt. Außerdem hat es mich voll angesprochen und unheimlich neugierig auf die Geschichte gemacht, was ja durchaus der Sinn und Zweck eines Covers ist. Also für mich wieder mal eine tolle Gestaltung eines Buchs, dass es absolut verdient hat, auf diese Art in Szene gesetzt zu werden.

Kurze Inhaltsbeschreibung

Der achtzehnjährige Jari unternimmt eine Wanderung. Der Tischlerlehrling ist auf der Suche, wonach weiß er vermutlich selbst gar nicht so genau. Sein Leben ist geprägt von Zwängen und idyllischer Kleinkariertheit. Er vermisst die Freiheit, die Luft zum Atmen, die großen Abenteuer und ein Stück weit sich selbst und so ist es vielleicht die Suche nach Jari, die ihn aufbrechen lässt. Allein. Denn selbst seinen besten Freund Matti mit seinem Bier und den Weisheiten in Sachen Frauen lässt er im Heimatort zurück.
Auf dem Weg in den Wald begegnet er Jascha und wird Zeuge einer Verwandlung, die erst der Anfang in eine faszinierende Welt aus Trug und Lug, aus Schatten und Licht, aus Schein und Sein ist. Er begleitet Jascha in den Wald und ein Stück weit in ihre Welt und bald schon ist sich Jari nicht sicher, ob er immer noch auf der Suche ist, oder sich längst in Jaschas Welt verliert. Doch dieser Wald, das was dort in der Finsternis verborgen liegt und ihm immer wieder entgleitet, ist nicht nur ein faszinierendes Spiel und ein jugendlich, unschuldiges Abenteuer. Es ist gefährlich. Tödlich.

Schreibstil und Storyverlauf

Antonia Michaelis’ Bücher sind Geschmacksfrage. Das kann ich nach Buch zwei nun mit Sicherheit behaupten und liege bestimmt nicht falsch. Nicht jeder wird mögen, was sie schreibt, wie sie schreibt und wie sie es schafft auf dieser dünnen Grenze zwischen Wirklichkeit und Realität, zwischen Märchen und Wahrheit zu wandeln. Weder im Licht, noch im Schatten. Irgendwo dazwischen. Im Zwielicht, da wo die Welt tiefgründiger ist, da wo nichts einfach schwarz oder einfach weiß ist. Da wo es noch kompliziert ist, alles zwei Seiten hat, nichts bloß gut oder böse, nichts einfach richtig oder falsch. Da wo Figuren so komplex und so facettenreich sind das man sich als Leser fasziniert, abgestoßen, überfordert und mitten im Herzen berührt fühlt, weil es einen da rührt, wo wir es gar nicht mehr gewohnt sind, bewegen sich die meisten anderen Jugendbücher doch gerne außerhalb dieser Zone im Licht, wo es so viel einfacher ist zu strahlen und Menschen zu begeistern.
Einfach ausgedrückt: Antonia Michaelis’ Bücher sind anders. Sie sind etwas ganz Besonderes. Keine leichte Lektüre nur darauf aus zu unterhalten und daher alles andere als ‚mal eben’ gelesen. Mich konnte diese Geschichte sofort, schon auf der ersten Seite in ihren düsteren Bann ziehen. Die Spannung, das Aufreiben, das Mitfühlen, die Zweifel, die Frage wo es endet, das erschreckende Vorausahnen, das Entsetzen kurz vor der Erkenntnis, das aufrüttelnde, emotionale Finale und der bittersüße Abschied. Für mich war es kein „Märchenerzähler“ Abklatsch, aber es war auf dem gleichen Niveau und genauso gut. Für mich ist diese Autorin ein wahrer Schatz, in einer Nische, in der sie hoffentlich bleibt. Wir brauchen solche Bücher. Also bitte, bitte: Mehr davon.

Die Charaktere und ihre Entwicklung

Wie erwähnt bekommen wir es hier im Buch nicht mit den normalen Buchfiguren zu tun, die wir so oder so ähnlich schon in tausend Büchern gelesen haben. Jari und Jascha, um bei den Hauptdiguren zu bleiben, sind alles andere als einfach. In der Tat haben sie so viele Schwächen, Komplexe und machen so viele Fehler, dass sie zwischendurch unsympathisch sind. Weil wir es gewohnt sind die Protas zu lesen, die gut sind, die alles richtig machen, die Helden, zu denen wir aufsehen können.
Die beiden und auch Jaschas Schwestern Jolanda und Joanna (meine Lieblingsfigur im Übrigen, wenn man das so sagen kann) sind alles andere als das. Aber auf ihre Art, wenn man da hintersieht, kann man nicht umhin den Mut, die Verzweiflung, die Liebe und die Menschlichkeit in ihren Handlungen zu sehen. Denn das sind sie, menschlich. Jung, einsam und auf der Suche. Irgendwo da im Zwielicht in einer ganz anderen Welt. Eine, in die keiner will und doch kann man es sich manchmal nicht aussuchen.

Ich habe jede der im Buch vorkommenden Figuren wahnsinnig stark geliebt und um jeden Verlust geweint und überhaupt habe ich geweint, weil diese Geschichte so verdammt berührend ist. Abstrus, märchenhaft, bizarr, düster, anders und dennoch einfach nur berührend. Mehr kann ich gar nicht schreiben. LEST es einfach selbst. Ja, bitte lest es einfach. Am besten gleich jetzt.

Fazit

Mein einziges Fazit, denn ihr müsst hier einfach die ganze Rezension lesen, oder es lassen und euch gleich das Buch kaufen und das lesen, ist: Gelesen und Geliebt. Danke für diese wundervollen Lesestunden. Für dieses Buch und bitte: Mehr davon.


Das Tal: Die Prophezeiung: Season 1 - Band 4
Das Tal: Die Prophezeiung: Season 1 - Band 4
von Krystyna Kuhn
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Ein runder Abschluss, der wieder gewohnt viel Mystik und einen tollen, filmischen Schreibstil bietet., 20. September 2015
Das Cover

Der letzte Band hält sich an das Design seiner Vorgänger und rundet damit die vierteilige Season perfekt ab. Der graue Hintergrund mit seinem Symbol und der knalligen Schriftfarbe gefällt mir nach wie vor für den Mystery-Bereich sehr gut und passt auf seine Art gut zur Geschichte.

Kurze Inhaltsbeschreibung

Nach den grausamen Ereignissen während des Sturms ist wieder Ruhe ins Grace College eingekehrt. Bis zu dem Tag da Benjamin wirres Zeug redet und mitten in der Vorlesung zusammenbricht. Niemand scheint zu wissen, was mit ihm nicht stimmt, aber eins steht fest, Ben schwebt in Lebensgefahr und Katie hat ein Versprechen gegeben. Der Einzige, der ihr helfen kann das Rätsel des Tals zu lüften und Benjamins Leben zu retten, ist Julias seltsamer Bruder Robert. Doch sind die beiden der Wahrheit gewachsen?

Schreibstil und Storyverlauf

Der Schreibstil von Krystyna Kuhn ist klasse. Ich finde es toll, wie es ihr gelingt, die Worte zu Bildern formen, so dass man den Eindruck hat, eine Film vor Augen zu haben, statt „nur“ ein Buch zu lesen. Einfach großartig.
Im finalen Band der ersten Season war die Erwartung an die Reihe natürlich höher, als bei den Vorgängerbänden. Aber ich hatte Glück meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Zwar werden gefühlt mehr Geheimnisse entdeckt, als Lösungen und Wahrheiten gefunden, aber so hat man als Leser Lust weiter zu lesen und zu erfahren, was noch damals und heutzutage im Tal passiert. Eine gesunde Mischung aus Teenie-Problemen und ernsten Thematiken, wie Andersartigkeit, Angstüberwindung und Verzeihen, werden super miteinander verbunden. Es passiert nicht all zu viel, aber wie immer ist das, was passiert mysteriös und seltsam und dadurch sehr spannend.

Die Charaktere und ihre Entwicklung

Katie ist diesmal wieder die Erzählerin des Buches und das hat mich persönlich sehr gefreut. Ich mochte sie schon im zweiten Band sehr gerne. Sie hat einen tollen, ironischen Humor, eine komplexe Gedankenwelt und eine interessante Vergangenheit. Die Wandlung, die sie durchmacht war sehr realistisch und nachvollziehbar herausgearbeitet. Ich mag sie nach dem Buch noch mehr als vorher.

Obwohl Katie die Hauptfigur im Buch ist, spielt auch Robert diesmal eine große Rolle. Bisher kam Robert ja immer zu kurz. Vermutlich weil Roberts Gedankenwelt sehr schwer nachvollziehbar wäre und er dem Leser durch seine wissende Art, zu viel verraten würde. Aber es hat mir gefallen, dass er ein wenig mehr eingebracht wurde und so eng mit Katie zusammengearbeitet hat, um die Wahrheit herauszufinden. Ich finde ihn einen interessanten Charakter und hoffe, dass man von ihm in der zweiten Season mehr zu lesen bekommt. Gleiches gilt für David und Rose, die bisher ebenfalls noch sehr unbeschrieben und blass geblieben sind.

Fazit

Ein runder Abschluss, der wieder gewohnt viel Mystik und einen tollen, filmischen Schreibstil bietet. Allerdings wirft er viele neue Fragen und Geheimnisse auf, so dass man einfach weiterlesen muss und nicht nach der ersten Season aufhören kann.


Blessed - Für dich will ich leben
Blessed - Für dich will ich leben
von Susanna Ernst
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein besonderer Jugendroman, der durch emotionale Tiefe, wunderschöne Sprache und ganz bezaubernde, authentische Figuren besticht, 20. September 2015
Das Cover

Das Cover gefällt mir wirklich gut. Ich finde die weibliche Figur nicht ganz so passend, aber das macht ‚Noah’ ganz gut weg, denn ich unheimlich gut getroffen finde. Die Farben hätten noch ein bisschen mehr leuchten dürfen, aber das sind alles Kleinigkeiten. Das Cover ist etwas Besonderes und gefällt mir wirklich gut. Ganz davon weg, das ich den Titel sehr mag.

Kurze Inhaltsbeschreibung

Emily zieht mit ihrer Familie von England nach Amerika. Sie ist die typische Außenseiterin und es fällt ihr zunächst schwer Anschluss zu finden. Als die Schule nach den Ferien wieder beginnt, kehren drei Mitschüler an die Schule zurück, die für längere Zeit in Frankreich gewesen sind. Die Zwillinge Adrian und Lucy sind überall beliebt und machen auf Emily einen sehr netten Eindruck. Sie scheinen etwas Besonderes zu sein, aber nicht so besonders wie ihr Bruder Noah. Vor dem scheint sich die gesamte Schule, inklusive der Lehrer jedoch zu fürchten und alle ignorieren den bildhübschen Jungen, von dem Emily nicht die Augen lassen kann. Irgendwas ist da in Noahs Augen und seiner Art, das so geheimnisvoll ist, das Emily ihn unbedingt näher kennenlernen möchte. Doch wird Noah das zulassen?

Schreibstil und Storyverlauf

Ich habe bisher jedes Buch von Susannah Ernst geliebt. Immer wenn ich ein neues Buch von ihr aufschlage, freue ich mich bereits und habe dieses wohlig zufrieden Gefühl im Herz. Allerdings steigt natürlich auch die Erwartungshaltung. Nicht, das ich das beabsichtigte, aber es passiert einfach automatisch. Für mich steht Susanne Ernst für sehr einfühlsame, emotionale Geschichten mit dem gewissen Hauch an Übersinnlichkeit, der die Geschichten zu etwas ganz Außergewöhnlichem werden lässt. Ich hatte sehr gehofft, dass es bei Blessed auch so sein würde und bin nicht enttäuscht worden.
Die Geschichte um Emily und Noah ist wieder sehr einfühlsam und mit wunderschönen Worten erzählt. Man spürt, dass es sich um ein Jugendbuch handelt. Die Figuren sind jünger, ihre Gedankenwelt eine ganz andere und auch die Probleme mit denen sie sich beschäftigen. Aber das war erfrischend und hat mir gut gefallen. Zwar war für mich schnell klar, wo das ganze hin will, aber die Spannung der Geschichte lag für mich nicht unbedingt in einem rasanten Showdown, sondern der Entwicklung der vielen tollen Figuren und die war einfach nur großartig und hat mich absolut begeistern können.

Die Charaktere und ihre Entwicklung

Susanna kann einfach Figuren. Ich mochte sie alle!!! Okay, Emilys Bruder kam echt schlecht weg und da habe ich mir ja fast gewünscht, das er noch etwas besser beleuchtet wird und man ihn doch ein wenig näher kennenlernt. Es ist zwar eine typische Geschwisterbeziehung, aber manchmal wirkte Jay aus Emilys Sicht echt ein wenig dumm und gemein. Zum Glück änderte sich das bis zum Ende dann doch noch.

Emily selbst hat mir richtig gut gefallen. Ich mochte sie sehr gerne. Sie denkt viel nach, nimmt ihre Umwelt sehr bewusst war und ist auf ihre Art sehr selbstbewusst. Sie hilft anderen, steht für andere ein und man muss sie einfach lieb gewinnen.
Sie verliebt sich sehr schnell in Noah und allgemein geht das recht fix, aber auf der anderen Seite passt es zu Jugendlichen und die Geschichte verläuft danach sehr ernst und langsam, so dass sich die Gefühle über einen längeren Zeitraum intensivieren und vertiefen. Das wirkte sehr glaubhaft und war zudem einfach romantisch und schön zu lesen.

Noah ist eine der sympathischsten Buchfiguren überhaupt. Er ist alles andere als perfekt und hat viele komplexe, Schwierigkeiten und eine Vergangenheit, die nicht unbedingt rosarot ist. Aber wie gezeichnet er durch diese Dinge ist und wie er mit seiner Vergangenheit umgeht, hat mir ausgesprochen gut gefallen, weil man es bei Noah nicht mit einem der üblichen Bad Boys zu tun hat, wie man sie in einer Million anderer Jugendbücher findet.

Besonders sympathisch waren mir aber auch die Nebenfiguren, allen voran Adrian. Von ihm und Emilys bester Freundin hätte ich gerne noch mehr gelesen, muss ich gestehen. Die beiden waren so süß und kamen doch beinahe zu kurz in all der Dramatik und dem Gefühlschaos.

Fazit

Ein besonderer Jugendroman, der durch emotionale Tiefe, wunderschöne Sprache und ganz bezaubernde, authentische Figuren besticht. Eine Geschichte, die man gelesen haben sollte und Noah hat einen Platz in jedem Leserherz verdient.


Grim - Das Siegel des Feuers
Grim - Das Siegel des Feuers
von Gesa Schwartz
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein solider Auftakt, den ich als Einzelband stehen lasse, da der zu ausladende Schreibstil und die Längen nicht meins waren, 20. September 2015
Das Cover

Das Cover hat mich von Anfang an fasziniert, angesprochen und ich bin immer wieder daran hängen geblieben. Mir gefallen sowohl die Farbgestaltung, die Harmonie der Farben, wie sie zusammen passen und ineinander übergehen, als auch die Titelgestaltung und die Aufmachung. Ein wirklich gelungenes Paket, wenngleich die kleine Schrift bei der Seitenzahl doch manches Mal anstrengend zu lesen war.

Kurze Inhaltsbeschreibung

Neben unserer Welt existiert noch eine andere Welt. Verborgen von unseren Augen und nur durch ein paar Portale zu betreten, liegt unterhalb von Paris die Stadt Ghrogonia. Ihre Beschützer und Herrscher sind die uralten Gargoyles. Früher einmal haben sie friedlich in unserer Welt gelebt und über die Menschen gewacht. Aber nach vielen Kriegen und Blutvergießen, zogen sich die Gargoyles zurück aus unserer Welt und verschwanden. Der Schleier des Vergessens liegt über der Menschheit die fortan blind gegenüber allem Übernatürlichen ist. Mit wenigen Ausnahmen.
Eine solche Ausnahme ist Jacob. Mias Bruder. Er scheint nicht nur sehen zu können, so wie auch sie es kann, sondern verfügt gleichzeitig über magische Fähigkeiten. Als Jacob ihr erklärt, dass er ein Hartid ist und was das bedeutet, eröffnet er ihr sogleich, dass auch Mia eine Hartidin ist. In Jacobs Händen gelangt eine Schriftrolle von enormer Wichtigkeit. Doch bevor er Mia verraten kann, was das alles zu bedeuten hat, übergibt Jacob ihr die Rolle und taucht unter, denn jene, die diese Rolle niemals in die Finger bekommen dürfen, verfolgen ihn und bedrohen sein Leben.
Der engagierte und beste Schattenflüger der OGP der Wächter Ghrogonias ist der junge Grim. Ihm wird von einer alten Freundin die Aufgabe zugeteilt Jacob zu beschützen. Grim ahnt noch nicht in was für eine Geschichte er hineingezogen werden wird und das der Weg, den er von nun an nimmt, seine gesamte Welt verändern wird.

Schreibstil und Storyverlauf

Der Schreibstil von Gesa Schwartz ist ausgesprochen gut. Sehr leichtgängig, bildlich und sie findet tatsächlich tolle Worte, um eine komplett neue Welt zu beschreiben und vor dem geistigen Auge bestehen zu lassen.
Im Buch wimmelt es nur so von Schauplätzen, magischen Wesen, Ritualen und phantastischen Elementen. Manchmal verlor sich die Autorin für mich daher in zu ausgedehnten Beschreibungen, was zu Längen in der Geschichte führte. In diesem Falle passte oft der Spruch: Weniger ist oftmals mehr. Denn oftmals war es einfach zu viel. Die Geschichte ging teilweise komplizierte und verwirrende Wege und fand dann im letzten Dritten zur Spannung des Anfangs zurück und es gab ein für mich zufriedenstellendes Ende, das man auch als Einzelband so stehen lassen könnte.

Die Charaktere und ihre Entwicklung

Es gibt im Buch zwei Hauptfiguren. Einmal Mia, Jacobs jüngere Schwester, für die diese ganze magische Welt neu ist und an der es liegt, den Gargoyles, Hartiden und Menschen zu helfen. Mia ist eigentlich ganz liebenswert und eine tolle Protagonistin. Aber leider blieb sie sehr blass und trotzdem viele Teile der Geschichte aus ihrer Sicht geschrieben werden, kam ich ihr nie richtig nah. Es fiel mir schwer eine Verbindung zu ihr aufzubauen und das war sehr schade.

Die andere Hauptfigur ist der Gargoyle Grim. Ihn mochte ich sehr gerne. Er war eine faszinierende Persönlichkeit, mit einer ganz tollen Vergangenheit und unvorhersehbaren Überraschungen. Er besaß sehr viele Facetten und es hat mir immer wieder Spaß gemacht, wenn er der Erzähler der Geschichte war.

Besonders sympathisch und schön waren aber auch die vielen Nebenfiguren. Allen voran Mourier Grims amüsanter Chef der OGP und Grims Freund der Kobold Remis.

Fazit

Ein sehr schöner Ausflug in eine phantastische Welt mit Gestalten, denen man selten begegnet und an deren Seite man ein spannendes Abenteuer erleben kann. Für mich ein solider Band, den ich als Einzelband stehen lassen möchte, da der zu ausladende Schreibstil und die daraus resultierende Länge der Bücher nicht so ganz meins waren. Fantasy Fans, die aber genau das mögen, sollten sich hier super aufgehoben fühlen und unbedingt zugreifen.


Ashes - Ruhelose Seelen
Ashes - Ruhelose Seelen
von Ilsa J. Bick
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,99

3.0 von 5 Sternen Erneut gut, aber nicht gut genug., 20. September 2015
Rezension bezieht sich auf: Ashes - Ruhelose Seelen (Gebundene Ausgabe)
Das Cover

Das Cover passt gut zur Reihe und ist erneut bloß farblich verändert. Die Farbwahl gefällt mir sehr gut, mag ich lila schließlich total gerne. Außerdem macht sich der Band wieder sehr hübsch neben den anderen Teilen.

Kurze Inhaltsbeschreibung

Im dritten Band geht es genau da weiter, wo Band 2 aufgehört hat. Wir erleben, was mit Alex passiert ist, nachdem der Berg einstürzte und sie damit erneut von Tom trennte. Wir erfahren auch wie Tom damit umgeht, Alex erneut verloren zu haben. Glaubt er daran, dass sie irgendwie überlebt hat?
Alex derweil kommt an einen Ort, an den sie nie geglaubt hatte zu kommen. Steckt sie jetzt noch mehr in der Falle als vorher? Oder ist sie das erste Mal in relativer Sicherung und Antworten näher als sie vermutet hätte?
Einen großen Teil des Buches nimmt auch Peter ein, der Teil eines perfiden Plans ist, der weitreichende Folgen für alle Veränderten und nicht veränderten Menschen haben dürfte.

Schreibstil und Storyverlauf

Die ersten beiden Teile waren mir vom Schreibstil her ja oft zu sprunghaft, zackig und ich unruhig. In diesem Band trat das völlige Gegenteil zutage. Es kam endlos lange Passagen, Beschreibungen und Wiederholungen in Handlungen, die gerade den Anfang unglaublich zäh und langwierig erscheinen lassen. Ich hatte große Probleme reinzukommen und es hat wahrlich gedauert bis die gewohnte Spannung der Bücher mich packen und in die Geschichte zurückziehen konnte. Was mir dagegen besonders gut gefallen hat, ist die gute Verwebung von offenen Fragen und ersten Erklärungen. Ich hatte als Leser das Gefühl in der Geschichte voranzukommen und erste wichtige Details zu erfahren, die wiederum neue Fragen aufwerfen und einen spürbar auf das große Finale vorbereiten.

Die Charaktere und ihre Entwicklung

Erneut fühlte ich mich den Charakteren nicht wirklich nahe. Ich erlebe das Buch wie schon zuvor eher als Zuschauer und aus der Vogelperspektive. Manchmal erinnert mich das Lesegefühl an das Gucken eines Films. Ich habe Bilder vor Augen, aber irgendwie ohne Ton. Ich kann mir die Stimmen der Figuren nicht vorstellen und auch emotional bin ich nicht so tief drinnen, wie in anderen Büchern. Allerdings kamen ein paar neue Figuren dazu, die es mir leichter gemacht haben. Darunter treffen wir zwei alte Bekannte wieder und die haben mich richtig begeistert, weil sie unheimlich lebendig waren und zudem sehr sympathisch.

Fazit

Ein guter dritter Teil, der einen sehr gut auf den Abschluss vorbereitet und mit ersten Erklärungen belohnt, wenn man sich durch den zähen Anfang gebissen hat. Für mich erneut zu brutal und zu ausgeschrieben grausam für ein Jugendbuch, aber die Spannung bleibt wie erwartet hoch, so dass man das Ende nun auch noch lesen möchte.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20