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Beiträge von Karl Kampfhörs...
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Rezensionen verfasst von
Karl Kampfhörspiele

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Need To Control
Need To Control
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Eines der ersten alternativen Grindwerke, 30. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Need To Control (Audio CD)
Brutal Truth sind von Anfang an ihre eigene Schiene gefahren. Was eher weniger bekannt ist, ist, dass die Band sich ursprünglich gar nicht im extremen Prügel Genre herumgetrieben hat, sondern elektronische Songs gemacht hat. Dies war in der Frühzeit, bevor die Band ihr bekanntes Debüt herausgebracht hat. Aus dieser Zeit stammen auch die Einflüsse auf den besonderen Grindcore/Death Metal Mix dieser Band, Songs wurden hier und da immer wieder mit diversen Spielereien verziert.

Als gutes Beispiel für so eine Spielerei dürfen wohl die Didgeridoos herhalten, die man etwa im Song Godplayer einsetzt. Dann gibt es vollkommen elektronische Tracks zwischen den "eigentlichen" Songs, z.B. Ironlung. Die Band lässt auch ihre anderen Einflüsse zum Vorschein kommen, das The Germs-Cover Media Blitz, auch die Eigenkreation Choice of a new Generation kehrt die punkigen Elemente deutlich heraus. Bei diesem Song denkt man eher, dass er auch ein Cover wäre. Ebenfalls recht auffallend ist der Song Ordinary Madness, der nur in Doom-Geschwindigkeit dahintrottet.

Das alles heißt jedoch nicht, dass es nicht hart zugänge. Nein, Frontschreihals Sharp bringt mit seinen druckvollen Growls und den ekelhaften Screams genug Angepisstheit rüber. Und der Rest der Band gibt natürlich auch jederzeit 100%.

Hier sind die Songs, die gut in die Genreeinteilung Grindcore/Death Metal passen, schon fast in der Minderheit. Zur damaligen Zeit ein Novum, damals ging es darum, so brutal und schnell wie möglich zu spielen, man wollte möglichst extrem sein. Daher wurde dieses Album auch verschieden aufgenommen, einerseits haben schon damals, als die Szene sich auf ihrem Weg abwärts befand, Leute erkannt, dass solche Platten frischen Wind in die Szene bringen, ohne sie zu kommerzialisieren. Andererseits waren andere der Meinung, dass Extreme Metal eben möglichst radikal sein soll, was wiederum Experimentierarmut bedeutet.

Wunderbar ist die Produktion gelungen, die sehr natürlich und klar ist, damals nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit.

Need to Control ist nach wie vor eine Platte, die durch ihren Freigeist und ihre Rebellion gegenüber Konventionen besticht, da sie sich in keinen festgefahrenen Grenzen bewegen will. Empfehlenswert für alle, die auf experimentelle, extreme Musik stehen.


Hordes Of Zombies
Hordes Of Zombies
Preis: EUR 22,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Musikalischer Extremismus der Spitzenklasse, 30. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Hordes Of Zombies (Audio CD)
Terrorizer sind eine der Combos, denen nie die Aufmerksamkeit zuteil wurde, die sie eigentlich verdienen: Sie haben erheblich zur Begründung des Grindcore und der Death Metal Szene beigetragen, waren jedoch bereits aufgelöst, als die Szene ihren Höhepunkt erreichen sollte. Es gab andere Bands, die diese Zeit überdauert haben, und sich damit, und mit kontinuierlichem kreativem Schaffen auch einen viel höheren Bekanntheitsgrad und Erfolg erspielt haben, etwa Napalm Death. Daher auch der geradezu legendäre Ruf im Underground.

Mir scheint, dass etliche Leute daher sämtlichen Ruf auf die "guten alten Zeiten" und die Untergrundattitüde projezieren, und daher verkennen, was aus der neueren Zeit solcher Bands stammt.

Natürlich gibt es einige Unterschiede der heutigen Band zu den World Downfall-Zeiten. Etwa, dass mit den gänzlich anderen Vocals, die ausgesprochen tief sind, eher im Death Metal Bereich agiert wird, ebenso wie mit der Produktion. Die klang ja bei WD deutlich punkiger. Dafür hat Hordes of Zombies dieses diverse Songwriting mit Blastattacken, und Riffs, wie man sie nur von Terrorizer kennt. Lauter eingängige Riffs, und jeder Song steht für sich selbst und ist sehr aussagekräftig. Insofern ist die Band sich weit treuer geblieben, als es auf den ersten Blick vielleicht scheinen mag.

Deshalb ist Hordes of Zombies für mich deutlich mehr Terrorizer, als für manchen alteingesessenen Fan.


At War With Reality (Limited Mediabook Edition)
At War With Reality (Limited Mediabook Edition)
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nach fast zwei Jahrzehnten..., 26. Oktober 2014
...wieder Neues von den Melodic-Death-Pionieren. Ähnlich wie bei Carcass haben die Fans sehnsüchtig auf neues Material gewartet. Allerdings ist At War with Reality eher am älteren Sound der Band orientiert, und nicht so sehr an der berühmt-berüchtigten Slaughter of the Souls.

At the Gates werden gerne als eine der ersten, wenn nicht sogar als die erste Melodic Death Band gehandelt. Man bemerkt allerdings einen recht großen Soundunterschied zu Genrekollegen wie In Flames oder Dark Tranquillity. Denn die Schweden sind schlicht eher an dem dort vorherrschenden Death Metal dran. Für mich ist von dieser Band nur die Slaughter of the Souls von '95 eine wirkliche Melo Death Scheibe.

Das merkt man auch hier: At War with Reality ist ziemlich düster gehalten, teilweise melanchonisch, dafür richtig epischen Melodien fließen nur recht zurückhaltend ein, dafür immer passend. Das Album erinnert mich an die noch aktuelle Dark Tranquillity "Construct" von 2013, bloß, dass es hier bedeutend düsterer und bedrückender zugeht. Diese Elemente werden mit der ATG-Vielschichtigkeit verwoben und ergeben ein gut gelugenes Gesamtwerk. Auf Neuerungen, wie etwa Clean Vocals, oder poppigere Melodien, wie man es von DT kennt, hat man völlig verzichtet. Diese Band ist sich selbst sehr treu, und wird dabei nicht langweilig.

Man hat der Platte einen soliden Klang verliehen, der sie nicht zu künstlich und starr erscheinen lässt. Mir persönlich gefällt der heutige Gesang von Tompa besser als vor 20 Jahren, seine Screams sind in meinen Ohren geübter, aber das ist sehr subjektiv.

Auch toll: In der Limited Edition bekommt man einen Patch mit dem verschnörkelten At the Gates Logo obendrauf, von daher sind die paar € mehr ihren Preis auch wert. Hoffentlich dauert es nicht wieder 19 Jahre, bis ein so gutes Album von At the Gates das Licht der Welt erblickt.


Siren Charms
Siren Charms
Wird angeboten von zoreno-deutschland
Preis: EUR 9,71

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kann sich doch hören lassen, 1. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Siren Charms (Audio CD)
In Flames. Was wird über diese Band nicht alles geredet. Seit Ewigkeiten gibt es Diskussionen und die Vorwürfe, mit dem immer gleichen Inhalt. Darum spare ich mir, darauf einzugehen, Nur so viel: Ich halte das für ziemlichen Quatsch, ständig den gleichen Kampf auszufechten. Was nicht heißt, dass nicht jeder seine Meinung haben darf.

Zwar ist die neue In Flames (erwartungsgemäß) noch etwas softer als die vorgehenden, aber von Einheitsbrei kann keineswegs Rede sein. Dafür sind die Songs zu verschieden. Mit dem Intro lässt sich ganz gut einsteigen, es vermittelt einen groben Eindruck über den aktuellen In Flames Sound. Anschließend folgt mein persönlicher Favorit, und der gleichzeitig brachialste Song: Everything's Gone erinnert stark an die Reroute to Remain-Ära. Through Oblivion dürfte wohl der vorläufige Höhepunkt in Sachen Kontroversität darstellen. Ist klar, dass man mit einem solchen Song die Old School Fans verschreckt. Naja, die meisten. Denn eigentlich gehöre ich eher zu Old School In Flames Fan Base.

Auch toll ist, dass Anders Friden merklich an seinen Clean Vocals gearbeitet hat. Ein, zwei Alben vorher klang das noch wesentlich ungeübter. Growls und Screams kommen sogar noch seltener vor als zuvor, sprich, nur in vereinzelten Passagen.

Eins muss ich zugeben: In Flames sind mit ihrer heutigen Musik nicht mehr so in meinem Musikgeschmack, wie sie es in ihren früheren Tagen waren. Aber, nun ja, mit unter anderem dieser Band bin ich in den Metal hineingewachsen. Ist Nostalgie etwa nicht erlaubt, wenn man ein Album bewerten will? Jeder Metalfan hat mit irgent einer Band angefangen, und wird trotzdem Alben eben jener bewerten.

Nicht jedes Album hat mir groß gefallen, aber der Band treu geblieben bin ich bis heute, und das obwohl sich die Band schon seit etlichen Alben kontinuierlich von ihren Ursprüngen wegentwickelt hat. Wer weiß, wie In Flames im Jahr 2017 oder 2020 klingen? Wir werden es sehen.


Exit Wounds (Limited Edition)
Exit Wounds (Limited Edition)
Preis: EUR 14,68

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wieder von den Thrashern heimgesucht, 26. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Exit Wounds (Limited Edition) (Audio CD)
Eine Zeit lang war die Zukunft dieser Band völlig ungewiss, und als solche auf Eis gelegt. Nachdem dies eine ganze Weile lang so war, hatte ich die Befürchtung, dass sich The Haunted wohl nicht mehr zusammenraffen würden. Ich persönlich bin eher Fan der härteren Seite der Band, und somit ein Aro-Anhänger. Was nicht heißt, dass Peter Dolving nicht auch Qualität gehabt hat, er wusste durchaus auch zu bestechen. Ich konnte auch an sehr umstrittenen Scheiben wie Unseen Gefallen finden. Auch wenn man bei diesem Album hätte meinen können, dass dieses von einer anderen Band stammt, wie z.B. One Kill Wonder.

Von dem sehr alternativen, softeren Sound von Unseen ist nichts geblieben. Exit Wounds hätte ebenso aus der Marco Aro-Zeit stammen können. Nicht nur, dass seine tiefere, aggressivere Stimme (die auch weiterhin keine Experimente wie etwa clean Vocals umfasst) schlicht Akzente setzt, musikalisch ist man zur roheren, direkteren Version von sich selbst zurückgegangen. Das bedeutet, dass man wieder die Vollbedienung in Sachen Thrash bekommt. Das Tempo ist, logischerweise, ein höheres, aber es finden sich dennoch jede Menge groovigere Stücke. Besonders Songs vom Schlage My Enemy oder This War sind messerscharf und treffen ihr Ziel sicher.

Ausgestattet mit einer sehr prallen Produktion, die aber nicht überladen ist, macht es einen Mordsspaß, sich das Album anzuhören.

Insgesamt bekommt man auf jeden Fall überzeugendes Material der älteren The Haunted Marke. Für mich ist nur etwas schade, dass der eine oder andere ruhige Moment fehlt. Mit einzelnen, etwas melodiöseren Songs hätte man auch punkten können. Das hätte mir für ein rundum gutes Album gefehlt.


Shadows of the Dying Sun
Shadows of the Dying Sun
Preis: EUR 12,49

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Präzise, dicht, atmosphärisch, 22. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Shadows of the Dying Sun (Audio CD)
Ja, was kann man schon sagen, was nicht schon gesagt wurde? Nicht viel. Ich kann lediglich meinen Eindruck wiedergeben, und der ist (sehr) positiv. Ich bin Insomnium-Neueinsteiger, hatte daher keine Ahnung, was mich konkret erwarten würde. Ich wusste lediglich, dass sich die Band grob in der Schublade meines liebsten harten, zugleich melodischen Genres rumtreibt, dem Melodic Death.

Und da gibts dann auch schon die erste kleine Überraschung: Wirklich 100% reinpassen in diese Kategorie mögen sie nicht. Für mich klingt die Gruppe nach einer vertrackteren, verträumteren, melanchonischeren Version von Dark Tranquillity. Der stetige Wechsel zwischen Growls und clean vocals kann sich auch sehen lassen. Für mich sticht an der Band vorallem groß ihr Gespür für ihre, nennen wir es, anhebenden, träumerischen Melodien heraus. Wenn ich mir die Platte aufgelegt habe, lege ich sie kaum nach dem ersten Durchlauf wieder zur Seite, da die Eingängigkeit der Musik groß und die Grundstimmung sehr überzeugend wirkt. Ich drücke es mal etwas geschwollener aus: Man wird quasi von der Musik umarmt.

Die Produktion passt ebenso dazu, hier gibt es kein zu viel und zu wenig, man will nicht anbiedernd wirken. Hauptsache, das Album lässt sich schön erfassen.

Wer nach einer etwas direkteren und härteren Musik der Art sucht, sollte sich auf jeden Fall auch mit der aktuellen Arch Enemy beschäftigen, denn die hat melodietechnisch auch viel auf dem Kasten.


War Eternal (Limited Edition)
War Eternal (Limited Edition)

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragender melodischer Death Metal, 18. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: War Eternal (Limited Edition) (Audio CD)
Arch Enemy waren nie eine Band, der ich wirklich viel Aufmerksamkeit geschenkt habe. Gut, ich hab die Band schon toll gefunden, etwa für Alben wie "Rise of the Tyrant" oder auch "Wages of Sin". So richtig geschwärmt hab ich allerdings nie für die wohl bekannteste Melodic Death Band mit einer Frau als Growler. Was soll ich sagen? Die neue Arch Enemy ist das, was ich (trotz, oder vielleicht wegen Sängerwechsel) erwartet habe: Nämlich schlicht gutes melodisches Todesmetall.

Ich persönlich fand Gossow als Sängerin schon ansprechend. Aber zu einer bestimmten Sänger-Fan-fraktion gehöre ich nicht. Ob man die ersten Tage betrachtet, als noch keine Frau am Mikro war, dann Angela, oder jetzt Alissa, genug Power ist nach wie vor da. Also damit ist für mich die Befürchtung "andere Stimme - Qualitätsabfall" schonmal ausgeräumt.

Musikalisch erwartet einen das, an was man bei den Erzfeinden nunmal denkt - mal brachial, mal stampfend, mal melanchonisch, und hin und wieder verträumt. Der erste Song nach dem orchestralen Intro gehört auf jeden Fall zu ersterer Marke: Gleich anfangs wird ein fetter Kampfschrei in Form eines Growls, mit Blasts unterlegt, losgelassen. Eine Kampfansage an all jene, die denken, dass es mit einer anderen Sängerin softer zugeht.

Songs diesen Schlages machen natürlich nur eine geringen Anteil des Albums aus, wir haben hier ja keine Rüpelband vor uns. In der Tat kann man häufig mit tollen Hooks aufwarten. Erfrischend sind die gelegentlich eingesetzten Keyboards und klassischen Elemente, die nicht weniger überzeugen, als die Riffs von Amott. Dabei machen sich auch die Pausenstücke ganz gut, die schön passend als Puffer zwischen die "richtigen" Lieder gepackt sind.

Eine (m. M. nach) passende Analogie hat ein Bekannter, mit dem ich ein paar Worte über die Scheibe gewechselt habe, getroffen: Er fand, dass die Band sich wie Kreator, bloß etwas härter, anhört. Klar, das eine ist melodischer Thrash, das andere Death - aber vom Gespür für gute Melodien und dem Druck hinter dem ganzen, kann ich dem schon in etwa zustimmen.

Angesichts dessen, dass ich in der ersten Zeit, seitdem ich dieses Album gekauft hatte, immer wieder mit Hooks von jenem morgens aufgewacht bin, muss es wohl ordentlich was aufm Kasten haben. Das geht mir wirklich nur bei wenigen Alben in der Form so. Für mich einer der Höhepunkte von 2014.


The Killing Gods
The Killing Gods
Preis: EUR 9,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Weiterentwicklung, aber nicht ganz höchstes Niveau, 25. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: The Killing Gods (Audio CD)
Misery Index haben sich seit ihrem Debütalbum, welches noch massig auf Dampf ablassen aus war, nahezu nicht verändert, mit The Killing Gods allerdings bewegt sich die Band wieder voran.

Waren bisher Melodien und epische Momente nur ganz dezent eingesetzt worden, um das aggressive Death/Grind-Gewand ein wenig aufzuweichen, hat man den Anteil besagter hier deutlich erhöht. Wie ich es erwartet habe, sind die Melodien auch schön eingängig, allen voran das aufgeladene Intro, welches mich immer wieder dazu animiert, das Album zu hören. Dafür hat man allerdings auch die Blasts etwas zurückgefahren, um diese beiden Gegensätze des Bandsounds besser zu vereinen. Daher fällt, meiner Meinung nach, auch der (ehemals) naheliegende Vergleich mit Dying Fetus relativ flach, aus denen sich Misery Index gegründet haben. John Gallagher hat es sich nicht nehmen lassen, für seine ehemaligen Weggefährten ein Solo beizusteuern.

Man gibt sich beständig - ein schön diverses Songwriting, schöne Solos, fließendes Riffing. Immer wieder findet man die passenden Töne, um seine gesellschaftskritischen Botschaften in ein entsprechendes musikalisches Gewand zu packen. Ob es mal groovt, wie bei Sentinels oder Heretics, oder kracht, wie bei The Calling, es macht Spaß. Für mein Empfinden kann die CD nicht ganz mit Heirs to Thievery mithalten.

Und untermalt wird das ganze von einer anständigen, glaubwürdigen Produktion. Was will das Herz mehr. Ein weiteres gutes Album in einer Reihe von tollen Werken.

PS: Nicht vergessen das Buch Extremity Retained: Notes from the Death Metal Underground von Jason Netherton über die Death Metal Szene zu lesen. Jeder, der sich für die Szene interessiert, wird daran Gefallen finden, schließlich ist alles aus Sicht der Musiker, Journalisten und Labelbossen geschrieben.


Welt Ohne Werbung
Welt Ohne Werbung
Preis: EUR 13,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen JaKa are back!, 16. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Welt Ohne Werbung (Audio CD)
Nach 3 Jahren Pause ist meine liebste experimentelle, schrullige Band endlich wieder am Start. Naja, mehr oder weniger Pause, denn schließlich waren Christof Kather und Co. alles andere als untätig. Siehe etwa Projekte wie Mädchendreck oder Das Oldschoolformat der Zukunft.

Musikalisch orientiert man sich auf Welt ohne Werbung wieder deutlicher in Richtung Bilder Fressen Strom, aber vorallem Rauchen und Yoga. Das heißt: Die experimentellen Frikelleien und die Verwaschenheit des Auflösungsalbums, die mir dieses Album als einziges von JaKa verschlossen haben, wurden erheblich zurückgeschraubt, man hat generell wieder mehr Wert auf Härte und Geschwindigkeit als auf Melodie wert gelegt. Wie immer wartet man mit gekonnten, abwechlungsreichem, eingängigen Riffing auf, das sich perfekt an die abgedrehten Drums fügt.

Dafür hat man hier merklich an den Songlängen gebastelt, die fallen nämlich durchschnittlich länger aus als jemals zuvor. Es gibt hier keinen einzigen Song, der wirklich kurz ist. Das verheißt eine gute Stunde Spaß.

Und wie immer bedeutet JaKa: Ein bunter, aber dennoch extremer Mix aus teils verschiedensten Stilen. Grindcore sind sie ja immer nur sehr bedingt gewesen. Hier bekommt man neben Grind unter anderem auch Death Metal, Black Metal, und wieder mal elektronische Spielereien, wie etwa den Song Gedopte Sklaven, den man von Rummelsnuff spendiert bekommen hat. Und nach dem letzten Song gibt es einen Hidden Track, der ebenfalls nicht-metallischer Herkunft ist.

Wie gewohnt, halten JaKa nicht die Klappe, wenn es um Fehlentwicklungen geht. Neben der obligatorischen Konsum- und Konformitätskritik wird diesmal auch ordentlich die Facebook- bzw. Smartphonegesellschaft aufs Korn genommen. Und so unwichtige Sachen wie etwa die Zerstörung der eigenen Lebensgrundlage.

Das ganze wird von einer schönen, transparenten, organischen Produktion abgerundet. Diese empfinde ich nicht mehr so überladen, wie man das etwa von der Kaputte Nackte Affen kannte.

Alles in allem: eine sehr starke Comeback-Platte, die bei mir einer der wichtigsten Releases 2014 ist. Für Fans in jedem Fall empfehlenswert, für jene, die es mit Grind nicht so arg haben, ist das neben Bilder Fressen Strom eine gute Einstiegsplatte.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 11, 2014 11:43 PM MEST


Necropolis Transparent
Necropolis Transparent
Wird angeboten von GMFT
Preis: EUR 9,14

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grindcore-Holocaust..., 11. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Necropolis Transparent (Audio CD)
Lock Up machen mal wieder, was sie am besten können. Nämlich ordentlich Lärm und Brutalität in musikalische Form gießen.

Man merkt die stetige Stärke des Albums schon zu Beginn der Schreibe an: Mit Brethren of the Pentagram gibt es einen richtig guten Anfangsknüppler, der es mir so arg angetan hat, dass er zu einem meiner liebsten Songs überhaupt geworden ist. Wie zu erwarten flacht das Niveau des Songwritings und des Riffings auch die nächsten Songs nicht ab. Wenn man sich mal das Schlagzeugspiel von Nick Barker anhört, muss man sich wirklich fragen, wie viele Drummer dieses irrsinninge Tempo dermaßen routiniert spielen können.

Klar, Lock Up heizen deswegen nicht ständig mit 300 bpm durch ihre Songs, denn dafür sind die Songs schlicht zu lang und kompliziert gebaut, um sie als pure Grindcore-Vernichtung herunterprasseln zu lassen. Hier wurde ein bedeutender Schritt in Richtung "normale" Songlängen getan, was sich, wie man sich denken kann, auf den Aufbau der Songs auswirkt. Und ehrlich gesagt fügt sich das derbe Blastgewitter, so sehr ich es liebe, toll mit den langsameren (nicht langsamen) Liedteilen zusammen. Warum auch nicht? Es gibt so viele Hooklines zu entdecken, so viele erinnerungswürdige Momente, ein so flüssiges Songwriting, das muss ja nicht alles durchgeprügelt werden. Wirklich nichts ist mir hier negativ oder auch nur neutral aufgefallen. Nicht jeder Song ist Spitze, aber das braucht es für eine ausgezeichnete Platte auch nicht. Am Ende wird man dann, völlig an die Wand gedrückt, von einem gut groovendem Instrumental aus dem Album begleitet, trifft sich nach diesem Inferno auch gut.

Auch die Produktion kann sich hören lassen. Es klingt zwar insgesamt recht trocken, aber schön klar und nicht matschig.

Wer nach einem der interessantesten Grind-Releases von 2011 sucht, kann sich Necropolis Transparent auf jeden Fall als solchen Kandidaten vormerken.


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