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Beiträge von Karl Kampfhörs...
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Rezensionen verfasst von
Karl Kampfhörspiele

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Gods of Violence
Gods of Violence
Preis: EUR 11,99

10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mal wieder großes Thrash-Kino, 28. Januar 2017
Rezension bezieht sich auf: Gods of Violence (MP3-Download)
Kreator braucht man niemandem, also zumindest keinem Thrash-Fan, vorzustellen. Sie sind neben Sodom und Destruction eine DER Thrash-Bands aus Deutschland und auch auf die gesamte Metalszene gesehen eine der wichtigsten Vertreter des Genres. Dumm nur, dass man oft lang warten muss, bis es wieder neues Material von den Ruhrpottlern zu hören gibt. Kreator brauchen meist ihre 4 Jahre, in diesem Fall sogar 5, bis sie sich mal wieder ein weiteres Album aus den Rippen geleiert haben.

Ist das schlimm? Wenn die Songqualität unter kürzeren Releaseabständen leiden würde, dann ja. Man muss betonen, dass sich das Warten, wie immer, sehr gelohnt hat. Von den alten, großen Thrash-Bands (also zum Beispiel Big 4, und Big Teutonic 4, aber sicher nicht ausschließlich) sind Kreator eine derjenigen, die nach wie vor am besten und am zuverlässigsten liefern, sofern man es etwas melodischer mag. Nach über drei Jahrzehnten im Business gibt es keine Verschleißerscheinungen, ganz im Gegenteil! Zuerst entdeckte ich sie durch ihr frühes Material für mich, und mittlerweile bin ich den Alben seit der dritten musikalischen Phase, sprich seit Violent Revolution, fast stärker zugeneigt. Was da technisch und musikalisch geboten wird, ist der Wahnsinn.

Und genau in diese Reihe an Alben gesellt sich natürlich Gods of Violence dazu. Es ist einfach alles da: Einige gut einstimmende Intros, schnelle Abrissbirnen, eher Midtempolastigere Songs, stampfende Hymnen, die typischen, fesselnden Hooklines, was sowohl Soli, als auch "normale" Riffs sind, die Mitgröhlrefrains, die unverwechselbaren Shouts von Mille. Mit "World War Now" geht es anfangs etwas schneller los, bis die melodische Seite am Ende des Songs mehr durchschimmert. Genau diese wird schließlich durchweg bei "Satan is Real" beibehalten, um beim folgenden "Totaltarian Terror" richtig wütend Vollgas zu geben. Die Single "Gods of Violence" dürfte schon bekannter sein, und hat sich wohl zurecht in Zukunft einen Platz in den Setlists von Kreator gesichert. Eine der besagten stampfenden Hymnen ist, wie kann es auch anders sein, "Hail to the Hordes", welches mir besonders gut gefällt, da passt musikalisch und lyrisch mal wieder alles zusammen. "Lion With Eagle Wings" ist dann definitiv flotter, wobei man an dieser Stelle melodischer vorgeht, als es noch beim Einsteiger "World War Now" der Fall war.

Hoffen wir einfach mal, dass es nicht wieder gut 5 Jahre braucht, bis es ein weiteres Werk der Thrash-Titanen gibt. Man darf ja noch träumen. Immerhin gibt es noch andere Bands, bei welchen das Warten nicht so unerträglich ist.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 19, 2017 7:29 PM CET


Atoma
Atoma
Preis: EUR 8,29

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Dark Tranquillity sind nach wie vor nicht wegzudenken, 8. November 2016
Rezension bezieht sich auf: Atoma (MP3-Download)
Wenngleich die Melo-Death-Veteranen schon einige umstrittene Alben geschrieben haben (z.B. Projector und Haven, weil sie nicht der typische DT-Sound sind, oder "We are the Void", wegen dem eher mittelmäßigen Material), sind sie bis heute immer noch eine wichtige Instanz ihres Genres, und weiterhin als eine Inspirationsquelle des Stils zu sehen.

Es fängt schon gleich mit "Encircled" an: Riffs und Keyboardmelodien, die nicht von unserer Welt zu sein scheinen, man könnte sie als traumhaft bezeichnen. Immer wieder vom Vers unterbrochen, der einen gerne daran erinnert, dass man nach wie vor doch eher härteren Metal hört. Im Gleichklang mit dem ersten Song ist natürlich auch "The Pitiless" zu nennen, welches ähnlich nach vorne prescht, und diesen charakteristischen, hooklineartigen Sound hat. Insbesondere bei "Neutrality" ist der Kontrast zwischen dem verträumten Einstieg und dem unsanften Aufwecken in ein meloepisches Drama recht groß.

Freilich gibt es auf Atoma noch andere Stücke, will heißen: solche, die nicht schnell und geradlinig und wütend (für die Band gesehen) sind. Das sehr fesselnde, umgarnende und eher sanfte "Clearing Skies" würde ich da noch zuerst nennen, "Force of Hand" kann man sicherlich mit aufzählen. Gelegentlich wird diese Reise durch eine fast irreale, düstere Welt von den Clean Vocals Stannes unterstützt, welche ruhig ein wenig öfter hätten zum Einsatz kommen können. Gefühlt hat sich der Klargesang selbst nach Jahrzehnten noch ein bisschen verbessert. Vermutlich wollte man mit der nur gelegentlichen Verwendung diesen Gesangs die insgesamt eher dunkle, dennoch ergeifende Gesamtstimmung des Albums unterstreichen.

Mit dem bandeigenen Keyboarder Martin Brändström hat man glücklicherweise gleichzeitig einen Produzenten, welcher fähig ist, ein DT-Werk so klingen zu lassen, wie es sollte, also kommt Atoma sehr ähnlich aus den Boxen heraus, wie schon der solide Vorgänger "Construct".

Es bleibt zu hoffen, dass diese Band auch in Zukunft zuverlässig liefert, wie sie es mit diesem Album, und natürlich mit anderen Alben in der Vergangenheit getan hat. Das würde weiterhin die "kampferprobte" Position der Mannen um Mikael Stanne rechtfertigen. Wenn eine stilbegründende Band nicht zu unterschätzen ist, dann sind sie es.


The Empire
The Empire
Preis: EUR 8,99

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solide, aber nicht spitze, 5. November 2016
Rezension bezieht sich auf: The Empire (MP3-Download)
Dem durchschnittlichen Death Metal Fan sind die Polen ja ziemlich geläufig, Somit auch, welche Musik einen auf einem Vader-Album circa zu erwarten hat. Diese Erwartungen werden hier weitgehend erfüllt.

Im Vergleich zum vorgehenden "Tibi Et Igni" hat sich einiges getan: Die Songs sind kürzer und knackiger, es gibt nicht einen Track über 5 Minuten. Für mich persönlich schade, da ich auf weitere epische Hymnen der Sorte "The Eye of the Abyss" gehofft hatte. In diesem Punkt ist auf "The Empire" leider Fehlanzeige. Ist auch kaum anders denkbar, da die Spielzeit kaum die halbstündige Spieldauer überschreitet. Jedoch gibt es hier andererseits auch nicht das Geballer von Platten wie "Litany", die wie ein Orkan über einen hinwegzog.

Dafür, dass das Album von Vader und nicht besonders lang ist, ist das Tempo nicht das Maximum. Klar gibt es auch hier schnellere Stücke, aber nicht vordergründig. Sonst ist alles da, was man an dem Panzerkommando schätzt: Peters unverwechselbarer Gesang, rasend schnelle Passagen, teilweise treibendes, ausgleichendes Midtempo, und die ebenfalls kurzen, typischen Soli, die gerne hängen bleiben.

Produktionstechnisch hat sich, wohl glücklicherweise, nicht viel geändert, was nicht weiter erstaunt, da man mit den gleichen Produzenten wie schon seit einigen Platten zusammengearbeitet hat, um den satten, soliden Klang der Vorgänger zu haben, welcher hier besonders gelungen ausfällt.

Sicher ist "The Empire" nicht der Überflieger, jedoch hat man es mit einem hörenswerten, guten Album zu tun, dass sich in der Diskografie gut sehen lassen kann. Als Fan kann man eindeutig zugreifen.


Decision Day
Decision Day
Preis: EUR 9,99

2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Teutonen machen noch lange nicht schlapp, 28. August 2016
Rezension bezieht sich auf: Decision Day (MP3-Download)
Die Zeit vergeht, und entsprechend gibt es Veränderungen. Hierbei sind Sodom zwischen ihren ebenso bekannten Mit-Thrashern von Destruction und Kreator: Während bei Destruction, wenn überhaupt, nur geringe Veränderungen auszumachen sind, und eine sehr lineare Diskografie aufweisen, haben sich Kreator gleich mehrmals im Laufe ihres Schaffens rundum erneuert. Bei Sodom gibt es über die Zeit zum Glück einige Variation, die allerdings nicht gleich eine 180-Grad-Wendung ist.

Wie schon anhand der drei vorab veröffentlichten Singles zu ahnen war (Sacred Warpath ist sogar schon fast 2 Jahre draußen!), ist dieses Album anders als seine Vorgänger. Es gibt mehr Midtempo, die Songs sind düsterer, eine Spur länger, und der Gesang besteht nun aus weniger Geshoute, sondern mehr Screams und Growls. Das gute ist, dass hier das höhere Tempo und die groovigeren Parts stärker nebeneinander existieren, dafür gibt es (fast) keine rein schnellen und rein langsamen Stücke. Das alles macht es für ein Sodom-Album schwerer zugänglich als die, nun ja, gewohnte Kost. Zugleich bedeutet es mehr Abwechslung.

Desweiteren fällt positiv der Trend von Angelripper und Co. zu Organik auf: Der Sound ist glaubwürdig, und die Drums z.B. wurden laut Aussage der Band ungetriggert aufgenommen. Daran sollten sich im 21. Jahrhundert mehr Bands ein Beispiel nehmen.

Seien wir mal ehrlich: Es gab schon vor langer Zeit, Mitte der Neunziger, Scheiben von dieser Band, die manchen eher aufgestoßen sind. Auch als großer Fan dieser Band möchte ich nicht stets das selbe hören, es darf ruhig, in einem gewissen Rahmen experimentiert werden. Und ein drittes Agent Orange braucht man auch nicht, da es genug in der Diskografie dieser Band gibt, was dem, zumindest etwa, ebenbürtig ist. Wer weiß, was die Zukunft für das Trio noch bereithält.


Abuse to Suffer
Abuse to Suffer
Preis: EUR 19,20

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Stets 120%, 21. März 2016
Rezension bezieht sich auf: Abuse to Suffer (Audio CD)
Nach ganzen 5 Jahren und dem Vorgänger Cursed gibt es wieder ein neues Album von Rotten Sound, wenn man die EP Species at War mal ausklammert. Man kann sagen, dass es keine großen Veränderungen gibt - im Positiven wie Negativen.

Mit einer Spielzeit von einer knappen halben Stunde erfüllt man ziemlich genau die durchschnittliche Dauer eines RS-Albums. Man könnte mehr auf ein Album packen, aber es ist nach mittlerweile 7 Full-Length Alben klar, dass das nicht die Intention ist. Vielmehr soll es wohl nach dem Motto "Kurz und Schmerzlos" laufen.

Es wird viel geblastet, Breaks lockern das Gewitter auf, zwischendrin scheinen groovig-doomige Passagen durch, bis das Chaos dann wieder losbricht - alles Kennzeichen der Band. Eben der übliche Grind/Death/Crust-Mix. Interessant ist die Tendenz, nun auch etwas mehr schwedische Death n Roll Riffs (siehe etwa Inhumane Treatment) mit ein zu beziehen.

Wie leider auch bei vorgehenden Outputs muss hier die Produktion hin zu "zu viel Plastik" kritisiert werden. Alben wie Murderworks haben da gezeigt, dass es anders geht.

Die Digipak-Version wartet mit zwei Bonustracks auf, die eher Midtempo-lastig bis langsam zu Werke gehen. Den einen Euro mehr kann man ruhig investieren, wenn man die Finnen für ihren furiosen Stil schätzt.


Avatar: Der Herr der Elemente Comicband 12: Rauch und Schatten 2
Avatar: Der Herr der Elemente Comicband 12: Rauch und Schatten 2
von Gene Luen Yang
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wie geht es wohl mit dem Feuerlord weiter?, 8. Februar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Darüber lässt sich mit dem Inhalt dieses Bands nur mutmaßen.

Jetzt kommt erstmal ein SPOILER: Im Laufe dieses Teils lässt sich erkennen, dass Mais Vater nicht nur Zuko stürzen will, sondern wahrscheinlich sogar der Drahtzieher einer Verschwörung ist, um den Rückhalt der Bevölkerung für das Absetzen des Feuerlords zu gewinnen. Schritt für Schritt treibt er ihn dabei in die Ecke. Und interessanterweise sieht man zum ersten mal seit dem Ende der "Die Suche"-Triologie ein Lebenszeichen von Azula, auch wenn damit zu rechnen war, dass sie irgendwann wieder auftaucht, weil Unkraut bekanntlich nicht vergeht. Natürlich wird die ehemalige Beziehung zwischen Mai und Zuko thematisiert, nachdem diese, gezwungen durch die unangenehmen Umstände mit den Kemurikage, wieder aufeinandertreffen.

Das Muster der Triologie-Bände ist wie gehabt: Im ersten Teil steht die Handlung für die jetzigen Handlungsstrang im Fokus, im zweiten werden die Hintergrundinformationen zum Geschehen und der Bezug geliefert, und ein Cliffhanger aufgebaut, und im dritten Teil löst sich dann alles quasi in Wohlgefallen auf. Das wird hier wieder konsequent eingehalten, und man muss sagen: Es funktioniert, wie es soll. Denn mit dem ersten Heft angefangen, kann man nicht mehr aufhören, weiterzulesen. Zumindest, sofern man sich in der Avatar-Welt heimisch fühlt.

Es empfiehlt sich ohnehin, zuerst die TV-Serie und dann die Comics zu lesen, denn von dort nimmt man Hintergründe mit, die sich immer wieder als nützlich erweisen. Außerdem hat man dann diese "Ah, diesen Charakter habe ich da mal gesehen"-Momente, die einem sonst komplett fehlen würden. Ähnlich ist es übrigens, wenn man die spätere Fortsetzung "Die Legende von Korra" anschaut, in der tatsächlich Charaktere wie Zhao einen Gastauftritt haben.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 13, 2016 2:23 PM CET


Notaus
Notaus
Preis: EUR 5,99

4.0 von 5 Sternen Ganz ordentlich, 2. November 2015
Rezension bezieht sich auf: Notaus (MP3-Download)
Phalluskult - de würde man nicht unbedingt an eine Band denken, wenn dann an eine Spaßband.

Aber gut, denn die Musik ist trotzdem ernst zu nehmen. Hier kreist schlicht der Hammer, mit einer wüsten Death/Grind Suppe. Herauszuheben sind etwa die Nasum-mäßigen Riffs, die jedoch zu keinem Zeitpunkt abgekupfert wirken. Und natürlich sind dann auch sozialkritische Texte nicht weit, die zwar hin und wieder zynisch sind, jedoch nicht die Schwelle zum Spaß überschreiten.

Passend dazu klingt das 2te Album der Kultisten modern, aber nicht aufgebauscht.

Als Grindcorefan mit Hang zum Groove und erst recht als Anhänger der o.g. Schweden ist das hier ein ungeschliffener Diamant.


Money Talks
Money Talks
Preis: EUR 17,84

4.0 von 5 Sternen Ein Zeugnis der Crossoverszene, 2. November 2015
Rezension bezieht sich auf: Money Talks (Audio CD)
Cryptic Slaughter waren mit eine der prägenden Bands, was die 80er Thrash/Hardcoreszene angeht. Entsprechend gewürdigt wurde das nie, weil die Halbwertszeit dieser Combo nicht besonders lange war.

Musikalisch haben sie neben Thrashcore vorallem eines gezockt: Grindcore. Nicht erstaunlich, denn genau zu diesem Zeitpunkt, gegen Ende der 80er, war der Metal in der Blütezeit, und Grindcore war im Begriff, das Licht der Welt zu erblicken. Die Grindeinflüsse sind nicht vordergründig, aber dennoch merklich präsent. Money Talks, als das wichtigste Album der Gruppe bezeichnet, kam 1987 raus - genau das Jahr, in dem die Hochzeit des Thrashs oft angesiedelt wird, und etwa Napalm Death ihr Debüt rausbrachten.

Auch wenn die Platte keinen Spitzensound hat, ist sie hörenswert, denn sie vermittelt einen soliden Eindruck von der damaligen Crossoverszene. Schließlich wird einem auffallen, wie sehr CS heutige Gruppen vor allem dieser Stile beeinflusst hat. Neben Bands wie Nuclear Assault und Siege hat die Band in erster Linie durch ihre Scheiben überlebt.


Repentless
Repentless
Preis: EUR 19,99

4 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mehr oder minder das, was man erwartet, 11. September 2015
Rezension bezieht sich auf: Repentless (Audio CD)
Eines möchte ich zu Beginn klarstellen: Ich gehöre nicht zu jenen, die sagen, dass mit Jeff Slayer gestorben ist. Das sehe ich keineswegs so. Denn Repentless reiht sich ein in eine Serie von mittelmäßigen Alben, von einer Ausnahme abgesehen. Das sage ich als Fan, wenn auch nicht als eingefleischter, ganz offen.

Woran das liegt - lässt sich schwer sagen.

In gewohnter Manier bekommt man von diesen Thrash-Urgesteinen genau das, was man erwartet: Schlicht schnörkellosen Thrash, zumindest fast. Mittlerweile reihen sich desöfteren doch ruhige Stellen in das Songmaterial ein, wie man das von der Singleauskopplung When the Stillness Comes kennt, bzw. mehr Midtempo-Grovver der Sorte Piano Wire. Und sonst? Ja, das wars auch. Viele werden sicherlich auch nicht mehr wollen. Das ist absolut in Ordnung so. Was mir allerdings fehlt, ist etwas mehr Ideenreichtum, und mehr "Zündfaktor" der Stücke. Vorallem letzteres Problem gibt es schon seit Ende der Neunziger, und es zieht sich bis heute durch. Dabei wurde eigentlich auf Christ Illusion bewiesen, dass es anders geht. Dieses war zwar nicht nicht viel ideenreicher, ist jedoch besser ins Gehör gegangen, und hat damit einen soliden Eindruck gemacht.

Ein zweites Reign in Blood erwartet keiner und brauchts auch nicht, denn wenns möglichst schnell sein soll, gibt es genug andere Bands, die man sich anhören kann. Schlecht mögen die neueren Slayer-Scheiben nicht sein, aber auch nicht richtig gut. Sodom oder Anthrax etwa kriegen das heutzutage besser hin. Dagegen kann ich für jene, die mit den bisherigen Veröffentlichungen rundum zufrieden waren, eine Empfehlung aussprechen, diesen Leuten dürfte das neue Album gefallen.


Fertigmensch
Fertigmensch
Preis: EUR 10,98

5.0 von 5 Sternen Pflichtbesitz für jeden Fan, 8. September 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fertigmensch (Audio CD)
Fertigmensch gehört zu den besten Releases der Band, wenn er nicht sogar der beste ist. Hier stimmt von vorne bis hinten einfach alles.

Ihr Stil, der schon zu Zeiten der Demos selbstverständlich alles andere als einfach greifbar war, wird hier bis ins Detail perfektioniert. Auf dieser EP sind einige unschlagbare Bandklassiker, die bei keinem Auftritt fehlen dürfen, "Verbrennt euer Geld" bzw. "Alle wollen gut aussehen" schimpfen die sich. Aber auch wenn man von diesen absieht, gibt es hier durchgehend hochqualitativsten Deathgrind geboten. Wüste Blastattacken folgen einprägsamen Grooves folgen Breaks. Das ist das Rezept, was die Japanischen Kampfhörspiele immer ausgemacht hat. Interessant ist, dass man als Abschluss Alle wollen gut aussehen nochmal als Instrumental draufgepackt hat, und nach diesem kommt schlussendlich ein elektronischer Hidden Track, der natürlich in völligem Gegensatz zum Rest steht.

Noch dazu ist dieses Mini-Album derart geil produziert worden, so tiefgehend und klar, dass es vollends überzeugend ist.

Kein Wunder, dass es nach diesem Meisterstück noch eine sehr gute Scheiben gegeben hat, bevor der Bogen überspannt wurde.


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