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Rezensionen verfasst von
Klassikfreund
(TOP 500 REZENSENT)   

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Mahler: Das Klagende Lied
Mahler: Das Klagende Lied
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Mahler-Punktlandung, 30. Mai 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mahler: Das Klagende Lied (Audio CD)
Dieses Mahler-Lieder-Album ist absolut faszinierend. Die versammelten Stücke sind in ein dunkles Purpur gehüllt – sie wandeln fortwährend zwischen einem verklingenden Abendrot, neblig düsterem Moor und innigstem Schmerz. Perfekte Stimmungen für "Das klagende Lied", die "Fünf Lieder nach Rückert", die drei Lieder aus "Des Knaben Wunderhorn", die "Lieder eines fahrenden Gesellen" und zuletzt die "Kindertotenlieder". Riccardo Chailly stellt sich und sein Deutsches-Symphonie-Orchester Berlin ganz in den Dienst der einzigartigen Atmosphäre, deren die Mahler-Werke bedürfen.

Dabei ist neben den plastischen orchestralen Interpretationen besonders die souveräne Leistung Brigitte Fassbaenders hervorzuheben. Mit unbändiger Hingabe lotet sie die Dramatik der Lieder aus und veredelt die Stücke in aufsehenerregender Weise. Es ist, als wären sie ihr auf den Leib geschrieben.

DAS KLAGENDE LIED aus dem Jahr 1880 ist eine Kantate in drei Teilen, die letztlich auf ein Märchen der Brüder Grimm, "Der singende Knochen", zurückgeht. Das Werk wurde zweimal überarbeitet, dabei wurde der erste Teil gestrichen. Chailly legt die jüngste Fassung vor, allerdings ergänzt um das "Waldmärchen" und somit als dreiteilige Kantate von rund 65 Minuten Spieldauer.

Es folgen FÜNF LIEDER NACH RÜCKERT aus dem Sommer 1901. Sie liegen in unmittelbarer zweitlicher Nähe zur fünften Sinfonie und Teilen der Rückert-, Wunderhorn- und Kindertotenlieder.

Ausgekoppelt aus DES KNABEN WUNDERHORN sind die Lieder "Des Antonius von Padua Fischpredigt", "Das irdische Leben" und "Urlicht". Sie sind in den Jahren 1892/93 komponiert worden.

Die LIEDER EINES FAHRENDEN GESELLEN stammen rundum aus Mahlers Feder. 1883 begann er die Komposition für die volkstümlichen Texte und überarbeitete die Stücke zuletzt 1896.

In den Jahren 1901 und 1904 sind schließlich die KINDERTOTENLIEDER entstanden. Zwar fehlt Mahler, im Gegensatz zum Textdichter Rückert, der biographische Hintergrund, nichtsdestoweniger sind die Lieder voll finsterer Traurigkeit.

Bald gespenstisch, bald ein Wechselbad zwischen Heiß und Kalt, bald volkstümlich, bald herzergreifend – Chailly und das glänzend musizierende Deutsche Symphonie-Orchester brillieren mit einem eindringlichen, atmosphärischen Mahler, den die Fassbaender noch dazu mit ihrer Stimme verzaubert. Ohne Zweifel ein spätromantischer Hochgenuß!


Bach: 5 Klavierkonzerte
Bach: 5 Klavierkonzerte
Preis: EUR 15,49

5.0 von 5 Sternen Wenn der Bach zum reißenden Strom wird, 30. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Bach: 5 Klavierkonzerte (Audio CD)
Mit den ersten Takten des Concertos Nr. 1 (BWV 1052) greift die Musik nach dem Hörer und läßt ihn nicht mehr los. Orchester und Solist spielen mit einer Verve von seltener Anziehungskraft. Riccardo Chailly mit seinem Gewandhausorchester und Pianist Ramin Bahrami zelebrieren Johann Sebastian Bachs Klavierkonzerte mit einem Enthusiasmus, der ansteckend ist. Sie modellieren blühende Barocklandschaften, facettenreiche Juwelen, zuweilen aber auch wahre Thriller. Dabei glänzen die Musiker nicht nur mit Virtuosität und Spielfreude, sondern ebenso durch ein spannendes, perfekt abgestimmtes Zusammenspiel.

Unter dieser Begeisterung wird Bach zum musikalischen Strom, der alles mit sich reißt, ohne dabei die Kontrolle zu verlieren. Ein wunderbares Beispiel für einen disziplinierten Rausch, der bei weitem nicht jedem Künstler gelingt: Manch einer kann sich nicht berauschen und ein anderer im Rausch nicht beherrschen. Doch im Gewandhaus glückt das Meisterstück!

Inhalt: Fünf Klavierkonzerte BWV 1052-1056


Pfitzner: Urworte orphisch, Von deutscher Seele, Das dunkle Reich
Pfitzner: Urworte orphisch, Von deutscher Seele, Das dunkle Reich
Preis: EUR 21,99

4.0 von 5 Sternen Eugen Jochum dirigiert Pfitzner, 30. Mai 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zunächst das Auffälligste: Die Klangqualität dieses reinen Hans-Pfitzner-Albums ist aufgrund des Alters der Aufnahmen nicht die beste. Die Mono-Mitschnitte aus dem Kongreßsaal des Deutschen Museums in München sind zwar in Ordnung, vielleicht etwas dumpf und sicherlich nicht den klanglichen Spitzenleistungen dieser Jahre gewachsen. Gleichwohl hat der Hörer die einmalige Möglichkeit, die Uraufführung der "Urworte orphisch" (Op. 57) vom 17. Juli 1952 zu erleben – die Goethe-Vertonung blieb unvollendet und wurde von einem Schüler Pfitzners anhand von Skizzen ergänzt. Am selben Tag wurde schließlich noch die romantische Kantate "Von deutscher Seele" (Op. 28) aufgezeichnet. "Das dunkle Reich" (Op. 38) stammt dagegen vom 24. Januar 1955.

Am Pult des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks stand beide Male Eugen Jochum. Daneben traten als Solisten Hans Hotter (Bassbariton) und Annelies Kupper (Sopran) bei Op. 38, sonst erneut Hotter, Walter Ludwig (Tenor), Gertrude Pitzinger (Alt) und Clara Ebers (Sopran) in Erscheinung. Außerdem sang der Chor des Bayerischen Rundfunks.

Im Grunde genommen gibt es interpretatorisch rein gar nichts zu bemängeln, besonders weil jenseits von Op. 28 nur wenige Aufnahmen in derart hochkarätiger Umsetzung vorliegen. Der Eichendorff-Kantate ist glücklicherweise ein anderes Schicksal beschieden. An dieser Stelle sei Ingo Metzmachers jüngere, klanglich genießbarere Einspielung erwähnt. "Das dunkle Reich" wiederum liegt in einer empfehlenswerten Aufnahme bei cpo vor. Allein Pfitzners letztes Werk, die Urworte, entstanden in den letzten beiden Lebensjahren 1948/49, ragen heraus. Das zehnminütige Stück tut das nicht aufgrund einer besseren Klangqualität, nein. Es ist die einzige Aufnahme der Kantate für vier Solostimmen, gemischten Chor, Orgel und Orchester überhaupt.

Am Ende würde ich jenseits des Uraufführungswerks zu den alternativen Einspielungen raten – nicht, weil hier die Interpretation nicht überaus gelungen wäre, sondern weil die Aufnahmequalität dort ungetrübteren Genuß zuläßt. Und bei den Urworten gibt es leider keine Ausweichmöglichkeiten.

Interpretation: 5/5
Klang: 3/5


Urworte Orphisch/Von Deutscher
Urworte Orphisch/Von Deutscher
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 42,95

4.0 von 5 Sternen Eugen Jochum dirigiert Pfitzner, 30. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Urworte Orphisch/Von Deutscher (Audio CD)
Zunächst das Auffälligste: Die Klangqualität dieses reinen Hans-Pfitzner-Albums ist aufgrund des Alters der Aufnahmen nicht die beste. Die Mono-Mitschnitte aus dem Kongreßsaal des Deutschen Museums in München sind zwar in Ordnung, vielleicht etwas dumpf und sicherlich nicht den klanglichen Spitzenleistungen dieser Jahre gewachsen. Gleichwohl hat der Hörer die einmalige Möglichkeit, die Uraufführung der "Urworte orphisch" (Op. 57) vom 17. Juli 1952 zu erleben – die Goethe-Vertonung blieb unvollendet und wurde von einem Schüler Pfitzners anhand von Skizzen ergänzt. Am selben Tag wurde schließlich noch die romantische Kantate "Von deutscher Seele" (Op. 28) aufgezeichnet. "Das dunkle Reich" (Op. 38) stammt dagegen vom 24. Januar 1955.

Am Pult des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks stand beide Male Eugen Jochum. Daneben traten als Solisten Hans Hotter (Bassbariton) und Annelies Kupper (Sopran) bei Op. 38, sonst erneut Hotter, Walter Ludwig (Tenor), Gertrude Pitzinger (Alt) und Clara Ebers (Sopran) in Erscheinung. Außerdem sang der Chor des Bayerischen Rundfunks.

Im Grunde genommen gibt es interpretatorisch rein gar nichts zu bemängeln, besonders weil jenseits von Op. 28 nur wenige Aufnahmen in derart hochkarätiger Umsetzung vorliegen. Der Eichendorff-Kantate ist glücklicherweise ein anderes Schicksal beschieden. An dieser Stelle sei Ingo Metzmachers jüngere, klanglich genießbarere Einspielung erwähnt. "Das dunkle Reich" wiederum liegt in einer empfehlenswerten Aufnahme bei cpo vor. Allein Pfitzners letztes Werk, die Urworte, entstanden in den letzten beiden Lebensjahren 1948/49, ragen heraus. Das zehnminütige Stück tut das nicht aufgrund einer besseren Klangqualität, nein. Es ist die einzige Aufnahme der Kantate für vier Solostimmen, gemischten Chor, Orgel und Orchester überhaupt.

Am Ende würde ich jenseits des Uraufführungswerks zu den alternativen Einspielungen raten – nicht, weil hier die Interpretation nicht überaus gelungen wäre, sondern weil die Aufnahmequalität dort ungetrübteren Genuß zuläßt. Und bei den Urworten gibt es leider keine Ausweichmöglichkeiten.

Interpretation: 5/5
Klang: 3/5


Brahms: Complete Orchestral Music
Brahms: Complete Orchestral Music
Preis: EUR 39,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit Feuer und Seele, 11. Mai 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Brahms: Complete Orchestral Music (Audio CD)
Riccardo Chaillys Brahms in einer Box! Die Aufnahmen des Italieners und des Leipziger Gewandhausorchesters erregten wegen ihrer erstklassigen Deutung einiges Aufsehen, als sie Stück für Stück erschienen: Den Auftakt machten 2006 die beiden Klavierkonzerte mit Nelson Freire, sieben Jahre später folgten das Violinkonzert mit Leonidas Kavakos und die Sinfonien, 2015 schließlich die Serenaden. Einem bereits 2009 erschienenen Brahms-Album mit Vadim Repin wurde für die "Complete Orchestral Music" das Doppelkonzert (Cello: Truls Mørk) entnommen. Die Sinfonien-Box wurde ausnahmslos integriert, d. h. mitsamt alternativer Eröffnung der Vierten und Originalversion des Andantes der Ersten, beiden Ouvertüren, den Intermezzi-Sätzen Opp. 116/4 und 117/1, den Haydn-Variationen, neun Liebeslieder-Walzern Opp. 52 und 65 sowie den Ungarischen Tänzen Nr. 1, 3 und 10.

Den Leipziger Brahms zeichnet – viel mehr als seinen älteren, eher konservativen Zwilling aus Amsterdam – eine ins Unbeirrbare gesteigerte Intensität aus. Chailly bündelt die Musik und peitscht sie mit Tempo voran. Ich stehe diesem Ansatz durchaus kritisch gegenüber, denn bei weitem nicht jeder Dirigent verfügt über die Fähigkeiten eines Carlos Kleiber. Jener konnte die Musik regelrecht entfachen, ohne ihr bei allem Tempo und allem Feuer die Substanz zu rauben. Ein Werk möglichst rasant zu nehmen, ist unserer Tage fast schon zur Ultima Ratio geworden. Oft fällt jedoch nicht mehr als ein heruntergespieltes Stück ab, dessen Seele dann zwischen den Noten verborgen bleibt.

Chailly tappt nicht in diese Falle. Sein Brahms "funktioniert" deshalb so gut, weil der Dirigent die Musik einerseits konzentriert, sie intensiviert, sie unentwegt vorantreibt und sie andererseits auch atmen läßt. Das funktioniert in Leipzig gerade deswegen so gut – ein weiteres Verdienst des Italieners –, weil das Gewandhausorchester seinen einzigartigen Klang vollends entfalten darf. Alles Drängen wird so von einer warmen, dunklen Klangaura umgeben, und beides vermischt sich zu einem selten gehörten, singulärem Erlebnis. Bei aller Skepsis überzeugte mich diese besondere Deutung sehr schnell und ließ den Zyklus zu einem meiner großen Lieblinge avancieren.

Nach dem Allgemeinen das Spezielle…

Kernstück der Edition sind sicherlich die SINFONIEN. Hier ist eine fulminante Einspielung gelungen. Die Werke stehen unter Spannung und geben bei aller Verschiedenheit in der Anlage ein wunderbar homogenes und ausnahmslos beeindruckendes Bild ab.

Die KLAVIERKONZERTE sind ebenfalls aus einem Guß – Orchester und Solist harmonieren fabelhaft. Ihnen glückt die Deutung zweier markanter Gegenpole: hier das majestätisch-wuchtige erste, dort das versöhnlich-naturnahe zweite Klavierkonzert. Wer das erste Konzert in der etwas jüngeren Dresdner Aufnahme (Thielemann/Pollini) kennt, weiß, daß sich selbst zwischen Spitzenkünstlern nicht immer eine Einheit herstellen läßt. Die gibt es in Leipzig zweifellos auch beim VIOLINKONZERT, das ähnlich stimmig ist wie sein Dresdner Pendent (Thielemann/Batiashvili). An der Elbe blüht es, in Sachsens größter Metropole ist es gerade Dank Kavakos widerborstiger geraten. Zuletzt das DOPPELKONZERT, das ebenso nichts zu wünschen übrig läßt.

Die OUVERTÜREN zeigen die von Brahms verschiedentlich forcierte Komposition von Gegensatzpaaren. Mit Verve und jubilierend galoppiert die Akademische Festouvertüre voran, bei der Tragischen Ouvertüre durchlebt der Hörer dagegen ein wahrhaft zugespitztes Drama. Die beiden SERENADEN stellen ihrerseits wiederum Ouvertüren zu den Sinfonien dar. Beide wachsen sich in Leipzig zu einem heißen Konkurrenten für die allseits geschätzte Abbado-Aufnahme aus.

Die INTERMEZZI-Auszüge sind sicherlich schön gespielt, verlieren derart alleinstehend allerdings etwas an Reiz. Unter dem Eindruck der Interpretationen des Pianisten Wilhelm Kempff, die mir ein Optimum scheinen, verpuffen diese ausgekoppelten (Orchester-)Zugaben ein wenig. Die UNGARISCHEN TÄNZE reißen das jedoch raus – ungarisch feurig. Die LIEBESLIEDER-WALZER bieten wiederum eine anderen Reiz: eine willkommene Abwechslung, teils im gemäßigten Takt, teils ziemlich beschwingt. Zu guter Letzt die Aufnahme der HAYDN-VARIATIONEN, die vielleicht eine der glühendsten Auslegungen dieses Stücks bietet.

Zusammenfassung

Die Edition bringt schließlich nicht nur den Vorteil, auf sieben CDs den Leipziger Brahms-Zyklus zu vereinen. Nein, sie präsentiert mit Ausnahme des Deutschen Requiems alle essentiellen Brahms-Orchesterwerke und erlaubt sogar einen kleinen Blick über den Tellerrand. Insgesamt sprühen diese klanglich musterhaften Einspielungen geradezu vor Esprit. Chailly und das Gewandhausorchester präsentieren den kühlen Norddeutschen mit Feuer und Seele.


Bruckner: Sinfonien 3 & 4
Bruckner: Sinfonien 3 & 4
Wird angeboten von Presto Classical
Preis: EUR 23,70

5.0 von 5 Sternen Lebendigkeit pur, 11. Mai 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bruckner: Sinfonien 3 & 4 (Audio CD)
Karl Böhm ist zuvorderst als Mozart-, Wagner- und Strauss-Dirigent bekannt – ein Universal-Maestro, der auf der Konzertbühne ebenso brillierte wie im Orchestergraben. Daß Böhm nicht in einem Atemzug mit den Werken Anton Bruckners genannt wird, liegt vermutlich an der Tatsache, daß nur einzelne Sinfonien aufgezeichnet wurden. Doch seine zupackende, ins Elektrisierende gesteigerte Dramatik steht den Bruckner'schen Instrumentalwerken gut zu Gesicht.

Seltener als die Aufnahme der vierten Sinfonie (1878-80er Version, Edition Nowak) aus dem Jahr 1973 – sie genießt längst Referenzstatus – ist die drei Jahre zuvor entstandene dritte Sinfonie (1889er Version, Edition Nowak) zu finden. Dabei stehen beide Einspielungen auf derselben Stufe interpretatorischer Güte; beide, die "Wagner-Sinfonie" hier und die "Romantische" dort, harmonieren ganz zweifellos mit Böhms Herangehensweise. Der Dirigent beweist am Pult der Wiener Philharmoniker den nötigen Atem für Bruckners Spannungsbögen. Da erweist es sich als Vorteil, daß Böhm ein vergleichsweise zügiger Interpret ist, dessen Können neben der dramatischen Zuspitzung in der Fähigkeit begründet liegt, selbst ein Mammutwerk wie eine Bruckner-Sinfonie im Fluß zu halten.

Da die Werke nicht in weihevollem Schmermut daherkommen, sondern vor Lebendigkeit geradezu strotzen, kann ich Böhms Einspielung der beiden Sinfonien ohne Abstriche empfehlen.


Pfitzner: Orchestral Works / Concertos
Pfitzner: Orchestral Works / Concertos
Preis: EUR 29,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Reichhaltig, gekonnt, geistreich – Pfitzners Orchesterwerke, 23. April 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der hochbegabte, aber schwierige Hans Pfitzner (1869-1949) stand dem Siegeszug seiner Kompositionen oft im Wege. Das sollte sich leider nach dem Zweiten Weltkrieg in besonderem Maße zeigen, als er weiterhin eine unkritische und sympathisierende Nähe zum Nationalsozialismus an den Tag legte. Das tat Pfitzners Werken nicht gut. Der Komponist wurde lange Zeit quasi zur Persona non grata, seine Schöpfungen verschwanden weitgehend aus den Konzert- und Opernhäusern.

Es dauerte, bis sich die Haltung zum Musiker und die zu seiner Musik langsam voneinander lösten. Das lag einerseits daran, daß sich namhafte Künstler für die Werke einsetzten, allen voran für die Oper "Palestrina", Pfitzners Opus magnum. Andererseits läßt sich die außerordentlich hohe Qualität der sehr eigenen Kreationen des Richard-Strauss-Zeitgenossen nicht verhehlen. Leider kehrt seine Musik noch immer nur hin und wieder zurück. Deshalb kann man den Dienst, den diese Edition der Orchesterwerke leistet, gar nicht hoch genug schätzen.

Sie ist vielleicht der beste Auftakt neben dem Palestrina, um sich dem Komponisten zu nähern. Gleichermaßen böten sich die Orchesterlieder für ein Kennenlernen an. Doch was kann man zu den vorliegenden Werken sagen? Pfitzner war stets zu konservativ für die Modernen und zu modern für die Konservativen – ein verspäteter, aber vor Einfällen geradezu sprühender Romantiker. Das macht womöglich den größten Reiz seines Schaffens aus. Die Orchestermusik läßt sich jedoch anders als bei Strauss kaum programmatisch erfassen. Der Komponist ging den Weg des Absoluten, doch er konnte auch anders – seine Orchesterlieder unterstreichen das.

CD 1: Kleine Sinfonie (Op. 44), Sinfonie (Op. 46), 3 Vorspiele zu "Das Fest auf Solhaug"

CD 2: Sinfonie (Op. 36a), Elegie und Reigen (Op. 45), Fantasie (Op. 56)

CD 3: Klavierkonzert (Op. 31)*; Klavier: Volker Banfield

CD 4: Violinkonzert (Op. 34); Duo für Violine, Cello und Orchester (Op. 43); Scherzo für Orchester; Violine: Saschko Gawriloff, Cello: Julius Berger

CD 5: Cellokonzert (Op. 52), Cellokonzert (Op. 42), Cellokonzert (Op. posth.); Cello: David Geringas

*Münchner Philharmoniker

Die Aufnahmen sind allesamt auf einem hohen, einheitlichen Niveau. Es ist leider noch immer schwierig, auch nur einige dieser Stücke in vernünftiger Einspielung zu finden. Selbst die bekannteren Werke, wie beispielsweise das Klavierkonzert (hervorragend unter der Staatskapelle Dresden und Christian Thielemann) oder die Sinfonie Op. 46 (erstklassig unter den Wiener Philharmonikern und Wilhelm Furtwängler) machen sich relativ rar. Dank Werner Andreas Alberts kapellmeisterlichem Dirigat, den Bamberger und Münchner Philharmonikern sowie den Solisten wird hier ein guter Pfitzner präsentiert.

Und dem Interessierten kann ich daher nur zurufen: Versuchen Sie Pfitzners Musik! Es lohnt sich über alle Maßen, denn die Ideen sind außerordentlich reichhaltig, das handwerkliche Können herausragend und der entfesselte Geist, der hier waltet, schlichtweg inspirierend.


Brahms: Sinfonien, Konzerte
Brahms: Sinfonien, Konzerte
Preis: EUR 15,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Romantisch-opulent: Bernsteins Brahms, 17. April 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Brahms: Sinfonien, Konzerte (Audio CD)
Johannes Brahms' Musik sei wie eine Dampflokomotive, sie brauche, bis sie an Fahrt gewinne, stürme dann aber unaufhaltsam voran. Dieses Bild bemüht der Dirigent Christian Thielemann in der Dokumentation zu seinem Dresdner Brahms-Zyklus, und es zeichnet treffenderweise die Brahms-Interpretationen von Leonard Bernstein nach. Auch dessen Brahms ist ein weiten Teilen eine solche Lokomotive, eine besonders kolossale.

Bernstein dirigiert einen gediegenen, zugleich vitalen Brahms in einer romantisch-opulenten Lesart. Stärken haben diese Interpretationen gerade bei den dunklen Facetten. Anfangs war es für mich durchaus gewöhnungsbedürftig, wurde aber zur Liebe auf den zweiten Blick.

Die SINFONIEN: Ganz in der traditionellen Lesart als "Beethovens" zehnte Sinfonie steht Brahms' Erste. Sie überzeugt rundum. Die Zweite hat für mich etwas von einem heiteren, unbeschwerten Frühlingstag, den hin und wieder Wolken trüben, bevor er in strahlendem Glanz jubelnd ausklingt. Den dafür notwendigen Schwung und das Strahlen hat Bernsteins eher schwere Interpretation nicht. Die Dritte dagegen wird ihrer gemütsschweren Anlage mehr als gerecht. Besonders im Finalsatz der gelungenen vierten Sinfonie kommt die Brahms-Lokomotive zum Vorschein. Dabei ist es erstaunlich, daß es bei aller deutenden Gewaltigkeit glückt, den Koloss in Bewegung zu versetzen.

Die OUVERTÜREN: Die Festouvertüre wird zu Unrecht immer etwas belächelt. Es ist ein feierliches, humorvolles Stück, das hier seinen ganzen Glanz entfalten darf. Auch die Tragische Ouvertüre macht ihrem Namen alle Ehre.

Die KONZERTE: Dem ersten Klavierkonzert stehe ich etwas zwiespältig gegenüber. Einerseits ist da eine faszinierende Ausgewogenheit zwischen Orchester und Solisten (Krystian Zimerman), andererseits ist das Werk gerade im Adagio derart getragen, daß der Eindruck entsteht, es komme zum Erliegen. Dennoch gelingt eine stimmige Interpretation. Das zweite Konzert setzt den Ansatz fort, wenn auch nicht in derartiger Ausprägung. Aus dem Reigen der Konzerte ragt das Violinkonzert hervor: Gideon Kremers Spiel ist elektrisierend und peitscht das Werk in einer Weise voran, die keinen Zweifel aufkommen läßt und keinen Stillstand erlaubt. Anfangs war ich skeptisch, aber Bernstein zieht mit und entfacht mit Kremer einen gewaltigen Strudel. Ähnlich fesselnd gestaltet ist das Doppelkonzert, bei dem Kremer und Mischa Maisky (Cello) die Solisten geben.

Zuletzt gibt es noch die HAYDN-VARIATIONEN, die sicherlich nicht die Impulsivität der 1943er Furtwängler-Aufnahme mitbringen, aber ganz im Stil der übrigen Stücke interpretiert sind. Ärgerlich ist die Bündelung der einzelnen Variationen in einem Titel. Außerdem gibt es im Verlauf leichte Störgeräusche im Hintergrund.

Die Verpackung ist ein wenig instabil geraten: Der Pappschuber, in dem sich die sieben CDs in einzelnen Papphüllen befinden, ist nicht sehr hochwertig verarbeitet. Insgesamt präsentieren Bernsteins Aufnahmen aber einen runden, klassischen Blick auf Brahms – romantisch dirigiert, orchestral erstklassig ausgebreitet und solistisch überragend gespielt.


Schumann: Sinfonien 1 - 4
Schumann: Sinfonien 1 - 4
Preis: EUR 14,97

5.0 von 5 Sternen Klanggewalt und Brillanz in einem, 17. April 2016
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Rezension bezieht sich auf: Schumann: Sinfonien 1 - 4 (Audio CD)
Diese "Schumann-Edition" ist eine Besonderheit, denn sie fußt auf der Bearbeitung der Sinfonien durch Gustav Mahler. Dabei sollte man eine Feststellung Jon Finsons im Auge behalten; danach habe Schumann mit seiner Instrumentierung eher nach dem kräftigen Klang eines fünfzigköpfigen Ensembles gestrebt als nach Brillanz. Darin hätten Tschaikowsky und Mahler ihn mißverstanden, so der Musikwissenschaftler. Zudem sei unter den hundertköpfigen Orchestern der beiden Letztgenannten eben jene Brillanz verschwommen.

Die vorliegende mitreißend spannende Einspielung ist letztlich Riccardo Chaillys Interpretation von Gustav Mahlers Interpretation der Sinfonien von Robert Schumann – das klingt verworren, trifft aber den Kern und verrät die glückliche Synthese beider Faktoren: der Kraft hier und der Brillanz dort.

Mahlers Revisionen waren mitunter umfangreich: 830 bei der ersten Sinfonie, 355 bei der zweiten, 465 bei der dritten und 466 bei der vierten. Sein Ziel war es, den Strukturen mehr Klarheit zu verschaffen. Ist er damit über das Ziel hinausgeschossen? Ich finde nicht, denn er entlockt dem Schumann'schen Notengeschmeide noch einiges an bis dahin "ungehörten" glänzenden Feinheiten. Aus Sicht der Werktreue ist das sicherlich eine ganz andere Sache. Letztlich sollte man die Mahler-Fassung nicht als Verbesserung oder Alternative, sondern als eine Art "Interpretation plus" verstehen, die zwar tiefer geht als die herkömmlichen Interpretationen, die Substanz gleichwohl respektiert. Natürlich spricht Mahlers eigenes Handwerk aus den Bearbeitungen, aber er bewunderte Schumanns Sinfonien zu sehr, um sie zu entfremden.

Für Mahlers Mehr an Brillanz sorgt in dieser Einspielung das dunkel und glanzvoll auftrumpfende Leipziger Gewandhausorchester. Da ist er, der kräftige Klang, den sich Schumann wünschte und den Chailly mit den Leipzigern berauschend entfaltet. Der Italiener liefert eine energisch zupackende Interpretation und vereint das Beste beider Komponisten, Schumanns Klanggewalt und Mahlers erhellende Brillanz.


Kempff: The Solo Repertoire
Kempff: The Solo Repertoire
Preis: EUR 97,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leistungsschau eines Jahrhundertpianisten, 17. April 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kempff: The Solo Repertoire (Audio CD)
Wie bespricht man eine Box der Superlative ' eine Box, die die Soloaufnahmen eines der Granden unter den Pianisten bündelt? Das ist kein leichtes Unterfangen, besonders wenn die Edition einen Umfang von 35 CDs hat. Ich will versuchen, die Rezension kurz zu halten, denn ich setze voraus, daß Wilhelm Kempff (1895-1991) ein Begriff ist. Schließlich war der Künstler einer der brillantesten Pianisten des vergangenen Jahrhunderts; ein romantischer Interpret, dessen silbriger Ton und edles Spiel einzigartig waren und sind. Kempff ließ keinen Zweifel aufkommen, daß seine Kunst aus dem Innersten kam, daß er sie mit Gefühl und Verstand durchdrang und in außergewöhnlicher Weise erlebte.

Die Deutsche Grammophon hat für "Das Solo-Repertoire" ebenfalls einige Decca-Aufnahmen Kempffs hinzugezogen, um einen möglichst breiten Eindruck des Pianisten zu vermitteln. "Bei der Zusammenstellung lag das Augenmerk ['] vor allem auf den späteren Einspielungen, einige Repertoirelücken wurden mit früheren Einspielungen gefüllt", heißt es im Begleitheft. Deshalb sind nur wenige Mono-Aufnahmen vertreten.

Da das Schaffensportrait recht umfangreich ist, werde ich die "großen" Werke namentlich anführen, kleinere jedoch genau wie einzelne Werkauszüge nur mit Verzeichnisnummern nennen. Das wird der bereits arg strapazierten Übersichtlichkeit etwas entgegenkommen. Eines ist noch zu ergänzen: Die Aufnahmen erstrecken sich über den Zeitraum eines halben Jahrhunderts (1931-1980). Das bedeutet, es ist gerade bei den älteren Monoproduktionen mit kleineren klanglichen Abstrichen zu rechnen.

* Mono
** Orgel

I. Die BACH-Aufnahmen: Die Einspielungen bestechen durch ihre Wärme und die Präsenz, mit der Kempff agiert. Außerdem kann man den Pianisten als Organisten erleben. Die beindruckende Andacht und die den Raum flutende Fülle des Orgelspiels sind großartig. Kempffs Bach ist mit Sicherheit kein historisch informierter, nichtsdestoweniger ein sehr hörenswerter.

- CD 1: Goldberg-Variationen BWV 988 (1969)
- CD 2: Präludien & Fugen (Wohltemperiertes Clavier I) Nr. 1-17, 21 & 22
- CD 3: Präludien & Fugen (Wohltemperiertes Clavier II) Nr. 3, 6, 7, 15, 24; Französische Suite Nr. 5; Toccata & Fuge BWV 912; Choräle* BWV 639 & 727 (Herzlich tut mich verlangen); Passacaglia & Fuge*/** BWV 528
- CD 4: Englische Suite Nr. 3; Capriccio BWV 992; Kempff-Transkriptionen BWV 659, 307 & 727 (Es ist gewißlich an der Zeit)*, 1031/2, 727 (Befiehl du deine Wege)*, 147/6, 751, 29, 140/4, 1056/2, 639; Händel: Menuett HWV 434/1 & Gluck: Orpheus' Klage & Reigen seliger Geister

II. Die BEETHOVEN-Aufnahmen: Im Zentrum der Edition steht Beethoven und in dessen Mittelpunkt die legendäre Stereo-Einspielung der Klaviersonaten. Sie sind Meilensteine der Diskographie. Kempffs Interpretationen des "Titanen" sind mustergültig.

- CD 5-12: Klaviersonaten 1-32
- CD 13: 6 Bagatellen (Op. 126), 6 Ecossaises (WoO 83), Rondo a capriccion (Op. 129), Für Elise (WoO 59), Andante favori (WoO 57), Rondos 51/1 & 2, 6 Variationen (WoO 70)
- CD 14: Eroica-Variationen (Op. 35), 6 Variationen (Op. 34), 32 Variationen (WoO 38)

III. Die BRAHMS-Aufnahmen: Kempff lotet die Weiten des Brahms'schen Kosmos in faszinierender Weise aus. Dabei glückt dem Künstler eine ungewöhnliche Symbiose, bei der er zum Kern der Musik vordringt. Dort legt er das feurige und das kühle Naturell frei, verbindet es und erschafft so eine einmalige "Brahms-Atmosphäre".

- CD 15: Händel-Variationen (Op. 14), Sonate Nr. 3 (Op. 5), Scherzo (Op. 4)
- CD 16: Balladen (Op. 10), Klavierstücke (Op. 76), Rhapsodien (Op. 79)
- CD 17: Phantasien (Op. 116), Intermezzos (Op. 117), Klavierstücke (Opp. 118 & 119)

IV. Die CHOPIN-Aufnahmen: Sie sind eine hochromantische Träumerei von großer Ausdruckskraft. Bei Kempffs Chopin taucht man ein und genießt, bald samtig-sphärisch, bald heißblütig im Galopp, bald grüblerisch-tiefsinnig.

- CD 18: Sonate Nr. 2, Impromtus Nr. 1-4, Berceuse (Op. 57), Barcarolle (Op. 60), Nocturne (Op. 9/3), Scherzo Nr. 3
- CD 19: Sonate Nr. 3, Ballade Nr. 3, Andante spianato & Grande Polonaise brillante, Fantaisie (Op. 49), Polonaise-Fantaisie (Op. 61)

V. Die LISZT-Aufnahmen: Die Bildlichkeit der Liszt-Stücke entfaltet sich unter Kempffs Spiel auf einmalige Weise. Die Sehnsucht nach Italien und der Schweiz gerät zum vollendeten Rausch.

- CD 20: 6 Auszüge aus den Années de pèlerinage 2. année: Italie, Venezia e Napoli: 1. Gondoliera (S 162), Deux Légends (S 175), 3 Auszüge aus den Années de pèlerinage 1. année: Suisse

VI. Die MOZART-Aufnahmen: Ganz anders als bei Chopin und Liszt bringt Kempff einen klaren, geordneten Mozart zu Gehör. Sicherlich ist die ihm eigene Emphase und innere Durchdringung anzumerken, aber gleichzeitig vernimmt man auch, daß der Künstler ein anderes Register zieht.

- CD 21: Sonate "Alla Turca" (KV 331), Fantasien (KV 397 & 475), Sonate (KV 310)

VII. Die SCHUBERT-Aufnahmen: Der Komponist steht wie nur wenige für den Übergang von der Wiener Klassik zur Romantik. Beides sind Stilrichtungen, in denen Kempff künstlerisch zu Hause war. Deshalb nehmen Beethoven mit zehn und Schubert mit neun CDs einen großen Teil der Box ein. Daß der Pianist Schubert "versteht" und in souveräner Weise beherrscht, zeigen diese Aufnahmen.

- CD 22: Sonate D 960, Fünf Klavierstücke D459 & D 459a
- CD 23-28: Sonaten D 958, 959, 894, 850, 845, 840, 784, 664, 625, 575, 568, 557, 566, 537, 279, 157
- CD 29: Moments musicaux D 780, Impromptus D 899 & 935 (Fort. auf CD 30)
- CD 30: Wanderer-Fantasie D 760, Drei Klavierstücke D 946, Andante D604, Allegretto D 915, Scherzo D 593/1, 13 Variationen D 576

VIII. Die SCHUMANN-Aufnahmen: Romantik pur! Was könnte man mehr über diese Referenzaufnahmen sagen, die buchstäblich den gesamten Kosmos der Schumann'schen Hochromantik entfalten. Kempffs Schumann ist ein Schumann der eindringlichen Superlative.

- CD 31: Papillons, Davidsbündlertänze, Carnaval
- CD 32: Symphonische Etüden, Kinderszenen, Kreisleriana
- CD 33: Fantasia (Op. 17), Arabeske (Op. 18), Humoreske (Op. 20), Bunte Blätter (Op. 99)
- CD 34: Sonate Nr. 2, Nachtstücke, Drei Romanzen (Op. 28), Waldszenen

IX. BONUS-Aufnahmen:

- CD 35*: Bach: Allegro aus BWV 971 (1931), Beethoven: Variationen auf einen türkischen Marsch (Op. 76) (1936), Schumann: Aufschwung aus Op. 12 und Schubert: Horch, horch die Lerche im Ätherblau (1935); Ansprache anläßlich der Orgeleinweihung in der Weltfriedenskirche in Hiroshima (1954), Aus meinem Leben, Über das Klavier und das Klavierspielen, Begegnung mit Ferruccio Busoni, Über meine Beethoven-Interpretationen (1952)

Das Begleitheft umfaßt neben den Inhaltsangaben einen knapp vierseitigen Aufsatz in deutscher, englischer und französischer Sprache.

Die Soloaufnahmen lassen sich übrigens gut mit der erstklassigen Konzertedition "Wilhelm Kempff: The Concerto Recordings" verbinden, die Werke nahezu derselben Komponisten bündelt, nur eben für Klavier und Orchester.


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