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Top-Rezensenten Rang: 401
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Rezensionen verfasst von
V-Lee (Wien)
(TOP 500 REZENSENT)   

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Play (New Version 2lp,180g) [Vinyl LP]
Play (New Version 2lp,180g) [Vinyl LP]
Preis: EUR 24,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gut gealterter Clubmusic-Klassiker der auch zu Hause funktioniert, 11. August 2016
Über die Jahre vergass man ja fast, dass der Veganer, Tierschützer, Cartoonist, Photograph und DJ auch ein recht guter recording artist ist;-) Nein – ernsthaft – Moby’s benchmark Album ‚Play‘, das mw. schon 17 Jahre auf dem Buckel hat, ist eines dieser großen Ausnahmealben der elektronischen Tanzmusik, das eben auch abseits des Tanzbodens, zu Hause gut funktioniert.

Das liegt natürlich an den poppigen hooks und an den genialen (gern auch von Blues u. Gospel Scheiben stammenden) samples die der Mann auf diesem Album in einen poppigen Kontext stellt, v.a. aber am arrangementmäßigen guten Händchen, dass er sowohl beim strukturellen Aufbau der tracks, als auch bei der verwendeten und für einen, von der electronic music kommenden, erstaunlich erdigen u. analogen Instrumentierung. Die und die verwendeten, eigentlich recht dezenten beats, sind dafür verantwortlich, dass diese Scheibe eben wirklich gut gealtert ist und nach wie vor Spaß macht.

So eine Güte erreichten ehem. DJs auf eigenen Produktionen nur ganz selten. Ob man das von irgendeiner Scheibe von bspw. Hr. Guetta in 17 Jahren auch noch sagen können wird?

Play macht jedenfalls – nicht zuletzt wegen der großen Hitdichte - immer noch ganz viel Spaß und umso erfreulicher ist es, das Teil nun auch wieder von vinyl geniessen zu können. Klang, Verarbeitung und Ausführung sind übrigens top!
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 18, 2016 1:27 PM MEST


Love & Hate [Vinyl LP]
Love & Hate [Vinyl LP]
Preis: EUR 24,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geht unter die Haut, 2. August 2016
Rezension bezieht sich auf: Love & Hate [Vinyl LP] (Vinyl)
4 Jahre liess sich der 2012 so sehr gehypte Newcomer aus London für den Nachfolger Zeit. Und schon beim opener ‚Cold Little Heart‘ hat man das Gefühl, das Kiwanuka keiner ist, der sich stressen läß; der hat ein episches, die ersten 5 Minuten nur von E-Gitarre(!) u. Keyboards getragen und durchaus an die Pink Floyd der mittleren 70er erinnerndes Intro, bevor er dann doch noch zu einem waschechten und berührenden R&B track wird.

Klar schreit das hier alles laut 70er – der songwriting Stil gemahnt an Bill Withers oder Curtis Mayfield, die kargen - ein Maximum aus einem Minum an Einsatz herausholenden - Arrangements und die Atmosphäre die Kiwanuka damit heraufbeschwört sowieso, trotzdem war das so alles noch nie da und dass sich der Mann nun offensichtlich auch in die E-Gitarre verliebt hat und damit seinem Sound etwas wunderbar schwebendes hinuzufügt, das die manchmal doch traurig klingenden songs konterkariert, zeugt davon, wieviel Gedanken er sich bei der Suche nach seinem eigenen Sound macht.

Das mit seinen, von handclaps getragenen ‚Black Man A In A White World‘, mag ein wenig an Gregory Porter’s ‚Liquid Spirit‘ erinnern und doch ist das hier eine ganz andere Welt. Ein muskalische R&B-Welt die aber offen ist für Rock und Folk und bei der man bei jedem Takt spürt, dass Sie von jemandem geschaffen wurde, der das Zeug dazu hat ein ganz ganz großer des Genres zu werden.

‚Falling‘ ist ein langsamer Ohrwurm und bei ‚Place I Belong‘ könnte man fast denken, es ist ein übriggebliebener track von Mayfield’s ‚Curtis Live‘ Album. ‚Love & Hate‘ könnte trotz seines omnipräsenten Gospel u. R&B Untergrunds kaum weiter vom Begriff ‚tanzbar‘ entfernt sein – es ist ein langsamer, kontemplativer, dank seines durchgängien ‚babbadaba‘ chants, fast hypnotischer track, der beim Hören Gemälde entstehen lässt und der einem einmal mehr vor Augen führt, wieviel die späten 60er und 70er auch für aktuelle Musiker immer noch zu bieten haben; ausserdem ist dieser song auch exemplarisch für das ganze Album.

Ein Wort noch zu Kiwanuka’s neuem faible für die E-Gitarre – er versteht das Instrument so wie es sein soll – er schafft damit Atmorphäre und Emotionen – er will kein Virtupose sein; Klang und was er damit ausdrücken will geht vor Virtuosität und selbst wenn er gegen Ende des Titelliedes durchaus auch mal ein ausschweifenderes Solo hinlegt, so spürt man doch bei jedem Ton, dass das nicht Selbstzweck ist, sondern den song selbst besser zur Geltung bringt.

Eines der wenigen, etwas flotteren Lieder - ‚One More Night‘ – kommt einem R&B Popsong noch am Nächsten, aber es sind die stimmungsvollen Zeitlupen-tracks wie ‚I’ll Never Love‘ oder ‚Rule The World‘ die bewegen und fesseln und deren gekonnte Balance aus Dramatik und Versöhnlichkeit ihresgleichen suchen. Die Streicher in den Arrangements kleben das nicht wie damals bei bspw. Barry White zu, sondern verstärken diese unter die Haut gehende, emotionale Ambivalenz noch.

Und auch wenn Danger Mouse und die anderen beiden Produzenten es wieder mal nicht schaffen mit einer ordentlichen Abmischung (da geht schon noch was in punkto Dynamik!) rüberzukommen, so ist diese Platte nichts weniger als großartig und lässt so gefeierte Alben wie D’Angelo’s ‚Black Messiah‘ locker hinter sich; und das beste daran – man hat nicht das Gefühl, dass Kiwanuka seine musikalische Entwicklung schon abgeschlossen hätte, im Gegenteil – er ist immer noch auf der Suche…da geht noch ganz ganz viel.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 5, 2016 7:25 PM MEST


Southern Nights [Vinyl LP] [Vinyl LP]
Southern Nights [Vinyl LP] [Vinyl LP]

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nur 4 LPs, 30. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Southern Nights [Vinyl LP] [Vinyl LP] (Vinyl)
nahm Allen Toussaint als Solokünstler in den 70er Jahren auf, allerdings produzierte und komponierte er jede Menge Alben und Hits für andere Künstler und wurde neben den Meters u. Dr. John der wohl wichtigste musikalische Taktgeber aus New Orleans. Toussaint, mit dem im November letzten Jahres die unfassbare, tragische u. lange Serie von Todesfällen weltberühmter Musiker begann, hinterlässt daher auf den ersten Blick ein relativ überschaubares musikalisches Erbe, das zu erforschen sich allerdings sehr lohnt. Die R&B u. Funk Liebhaber sollten da allerdings wirklich in den 70er Jahren beginnen, denn so produktiv er für sich selbst auch ab den 00er Jahren, als ihn Elvis Costello zu einem gemeinsamen Album überreden konnte, auch wieder war, so entfernte er doch ab dieser Zeit immer mehr die klassischen R&B Zutaten aus seinen songs und reduzierte Sie nur auf ihr nacktes Gerüst.

Nicht so in den 70er Jahren, als er maßgeblich für eine Erneuerung und auch eine Funkifizierung des New Orelans Sound mitverantwortlich war. 'Southern Nights' sein 3. Album von 1975 war zwar alles andere als ein kommerzieller Erfolg, dennoch gilt es heute als eines der Kultalben der New Orleans Szene der 70er. Dass Glen Campbell mit dem Titelsong 2 Jahre später in einer countryfizierten Version einen seiner allergößten Hits eingefahren hat, muss Toussaint wohl geschmerzt haben, es zeigt aber auch welch' Hitpotential in seinen Kompositionen steckte. In der Originalversion ist dieses Lied übrigens ein flirrendes, leicht entrücktes u. fast psychedelisch arrangiertes und unwiderstehliches Stück, bei dessen Genuss man sich gut die von Moskitos übervölkerten Sümpfe von New Orleans bei Sonnenuntergang vorstellen kann. Der Rest des Albums ist bodenständigerer R&B mit groovy Rhythmen, tollen Melodien und Arrangements die gerne um Bläser angereichert werden und immer von Toussaints akzentuiertem Klavierspiel geprägt sind.

Schon beim opener 'Last Train' wundert man sich, dass das kein Toussaint Klassiker (zumindest in der Version anderer) wie 'From A Whisper To A Scream', Happiness' oder 'Night People' wurde. 'Auch Worldwide mit seiner typischen New Orleans Hookline ist ein Selbstläufer der einem vom ersten Anhören an vertraut vorkommt. Es folgen das schwelgerische 'Back In Baby's Arms', das treibende 'Country John' und das flotte 'Basic Lady', das man auch wieder nicht aus dem Kopf bekommt. 'You Will Not Lose' ist neben dem Titltrack einer der stärksten songs hier, der auch mit einem Schuss Dramatik versehen ist. Die übrigen 3, etwas ruhigeren tracks halten ebenfalls das hohe kompositorische Niveau der Platte.

Dzt. ist das Album nur als download u. als Teil einer Doppel CD, die auch sein 2. u. 4. Album enthält, erhältlich, aber die Hoffnung auf ein baldiges Vinyl-Rerelease dem traurigen Anlass geschuldet, ist wohl berechtigt. Die holländische Erstpressung von 1975 klingt jedenfalls fabelhaft und ist gebraucht in gutem Zustand ab 20 EUR zu bekommen. Die ebenfalls sehr gut klingende japanische CD Erstveröffentlichung von 1991 ist um einiges teurer.


The Lexicon of Love II
The Lexicon of Love II
Wird angeboten von DiscountMediaStoreDE
Preis: EUR 18,52

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Himmel voller Geigen, 28. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: The Lexicon of Love II (Audio CD)
Anfang der 80er Jahre gab es Rap, Post Punk, New Wave und die sog. 'New Romantics'; ausgerechnet die romatischsten von allen, nämlich Martin Fry u. seine Combo ABC konnte man zu letzteren nicht hinzuzählen, denn die machten puren Pop mit ganz viel unverblümtem aber auch unwiderstehlichem Kitsch. In Lexicon Of Love da hing der Himmel voller Geigen (von Anne Dudley arrangiert), dazu blubberten Trevor Horn's Synthies ein bisschen im Hintergrund und die basic Instruments spielten gekonnt mit Soul u. Funk. Wer konnte im Überhit 'The Look Of Love dem schmachtenden Fry denn schon widerstehen wenn er da seufzend proklamierte: They say 'Martin, maybe, one day you'll find true love' And I say 'Maybe, there must be a solution to the one thing, the one thing, we can't find'

Gleich 4 top 20 Hits im UK warf das Album ab und selbst die USA wurden mit diesem Sound geknackt, vom Rest der Welt ganz zu schweigen und das Video zu 'The Look..' lief auf dem noch jungen MTV in heavy rotation. Erfolgreicher waren Sie danach nie wieder und was liegt dann näher nach Jahrzehnten der Rückschläge und Misserfolge (trotz einiger guter Alben dazwischen), als es mit dem alten Rezept nochmal zu versuchen'

Normalerweise muss so ein Rückgriff ja dann in die Hose gehen - hört sich noch irgendjemand heute Tubular Bells II, III oder 2003 an? Oder Oxygene 7-13? Oder wird sich irgendjemand in ein paar Jahren noch Thick As A Brick 2' annehmen? Eher nicht, weil alle diese sequels qualitativ nie auch nur annähernd an die Originale heranreichten. Nach dem Gesetz der Serie muss 'The Look Of Love 2' also per se schon ein Flopp sein, aber man irrt.

Fry hat auch auf Teil 2 wieder genügend starke Songs versammelt, die ein starkes Album bilden und die Arrangements sind ähnlich zeitlos wie auf dem ersten Teil. Auch wenn kein so ein Jahrhunderthit wie 'The Look Of Love' hier drauf ist, so ist er mit 'The Flames Of Desire', 'Viva Love' u. Singer Not The Song' zumindest auf Augenhöhe von 'Poison Arrow' u. 'All Of My Heart'; und Anne Dudley sorgt dafür dass auch fast 35 Jahre später der Himmel wieder voller Geigen hängt.

Und kommerziell? Nun ja ' ausserhalb des Königreichs dürfte man Fry wohl schon weitgehend vergessen haben (und v.a. dass er ja kein one-hit wonder war ' remember 'When Smokey Things' od. 'The Night You Murdered Love'?), aber in der Heimat, da nehmen die größtenteils wahrscheinlich heute Endvierziger seinen verführerischen Sound gerne wieder an und bescheren ihm mit Platz 5 seine zweitbeste Albumchart Platzierung nach' genau ' 'The Lexicon Of Love' und womit? Mit Recht!

Zum Sound und zur Verarbeitung des Vinyl nur kurz (in Österreich ist es bereits als solches erschienen) ' Die Dynamik entspricht beinahe dem des ersten Teils, die Verarbeitung ist astrein, ein downloadcode ist enthalten und die lyrics sind diesmal auch dabei.
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 1, 2016 10:12 AM MEST


The Getaway [Vinyl LP]
The Getaway [Vinyl LP]
Preis: EUR 28,99

14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Trotz neuem Produzenten wenig frischer Wind, 21. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: The Getaway [Vinyl LP] (Vinyl)
2 Schlagzeuger, 3 Gitarristen (von div. Aushilfsmusikern ganz zu Schweigen), einige einzelne Herrensocken und wohl jede Menge Unterhaltungschemikalien haben die Peppers im Laufe ihrer 33-jährigen Geschichte verbraucht und nach dem recht schwachen 'I'm With You' fasste man als längjähriger Peppers Kenner ausgerechnet mit der (ungleich besseren) B-Seiten compi 'I'm Beside You' wieder Hoffnung.

Das um fast 2 Jahrzehnte jüngere 'Bandbaby' und Gitarrist Josh Klingenhoffer ist mw. nicht nur vollwertiges Mitglied, sondern auch durchaus adäquater Ersatz für John Frusciante, weil er genau dessen Stil perfekt imitiert. Dass zum ersten mal seit 'Mother's Milk' nicht Rick Rubin den Produzensessel (pardon bei Rubin war's ja immer das Sofa) innehatte, sondern Brian Burton aka Danger Mouse mag Anlass zu Spekualtionen gegeben haben, dass die Peppers nun moderner und poppiger klingen werden (was Sie in Wirklichkeit aber eh schon seit 'Californication' sind), aber da gibt's Entwarnung für die treuen Fans ' alles beim Alten, nur ganz ganz dezente, kaum hörbare Soundveränderungen sind erkennbar und das ist irgendwie schade;

gern hätte man die Chili Peppers in neuem Gewand gehört, denn nach mw. 17 Jahren in dem Sie ihren Sound pflegen wäre es jetzt schon mal an der Zeit etwas Neues auszuprobieren ' auch kompositorisch. Klar schmiegen sich Kiedis Melodien in die Gehörgänge, aber das Kratzige, das Kantige, das Scharfe (chili!!) das 'Mother's Milk', Blood Sugar...'' so gut u. 'One Hot Minute' zumindest interessant gemacht haben, das wird immer weniger. Am Ende von 'Goodbye Angels' ist es kurz gegenwärtig und 'Detroit' deutet verhaltene Härte an und bei 'This Ticonderoga' erinnern Sie sich tatsächlich auch mal daran, dass Sie eben auch mal eine Rockband waren und natürlich gibt es immer noch keine andere Band die so schöne Lieder so unkitschig darbringen kann (siehe v.a. 'Sick Love'), aber im Grunde ist das alles mehr vom selben.

Kein schlechtes Album, aber ist ein Stagnieren auf hohem Niveau in einer gewissen Weise nicht auch ein Rückschritt? Die Zeiten in denen man mit einer Chili Peppers Platte seine Mutter noch nervös machen konnte (funktionierte damals super mit 'Mother's Milk'!) sind jedenfalls definitiv vorbei und das ist irgendwie bedauernswert. Es muss ja nicht härter werden, aber zumindest Ungewöhnlicheres würde man sich wünschen. So bleibt 'The Getwaway' ein weitgehend überraschungsarmes (sieht man mal vom psychedelischen closer 'Dreams Of Samurai' ab) typisches Chili Peppers Album.

Die Vinyl Ausgabe ist übrigens tadellos. 2 fette sauber gepresste schön zentrierte und knacksfreie schwarze Scheiben im gatefold und ein lyrics sheet ist auch dabei. Allerdings wären auch hier gefütterte innensleeves angebracht gewesen auf die man unverständlicherweise wieder verzichtet hat.
Kommentar Kommentare (15) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 30, 2016 4:20 PM MEST


Live in Colombia [Vinyl LP]
Live in Colombia [Vinyl LP]
Preis: EUR 21,99

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Er macht sich den Traum wahr, 31. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Live in Colombia [Vinyl LP] (Vinyl)
Zu Zeiten des originalen Alan Parsons Project befragt, wann man denn die Gruppe auf Tour erleben könne, antwortete Parsons immer 'nie', denn man könne seine Soundvisionen Live nicht zufriedenstellend reproduzieren. Damals (also bis 1987) war das auch durchaus glaubhaft, denn der produktionstechnische Overkill den der ehemalige Beatles und Pink Floyd Toningenieur bei den Aufnahmen zu seinem Porject betrieb war tatsächlich gigantisch. Mit den großen Fortschritten den die Tontechnik auch im Livebereich ab den 90ern machte, startetet er dann aber doch die ersten Versuche die Musik des Project auf die Bühen zu bringen. Mit 'Live In Colombia hat er sich 2013 seinen Traum erfüllt, nämlich diese Musik Live auch mit einem kompletten Orchester statt mit Streichern aus der Dose darzubringen. Das 70köpfige kolumbiansche Medellin Philharmonic Orchester dient Parsons hier als weiteres Instrument und macht seine Sache hervorragend, ebenso wie die 7 Mann Rock Band und man ist tatsächlich schwer beeindruckt von diesem Klangerlebnis.

Es wundert da auch wenig, dass von seinem orchesterlastigsten (und wohl auch besten) Studiowerk 'The Turn Of A Friendly Card' die meisten ' nämlich gleich 8 - Nummern auf der setlist Platz fanden, darunter gleich die komplette titelgebende Song-Suite. Die übrige Songauswahl ist recht ausgewogen. Konzessionen an die Charterfolge gibt es lediglich mit 'Don't Answer Me' und 'Eye In The Sky', Stücke der Alben nach 1984 findet man außer 'La Sagrada Familia' keine. Es sind aber die Details bei den Herzensstücken von Parsons, die hier den Mehrwert ausmachen, wie der Choreinsatz bei 'Breakdown', das nahtlos in 'The Raven'vom ersten Album (bei dem tatsächlich recht ordentlich gerockt wird ) übergeht und so eine wunderbare progressive-suite ergibt. Den größten Moment des Orchesters gibt es bei 'Silence And I', das in dieser Version unglaublich beeindruckt.

Wenn man hier (allerdings auf sehr hohem Niveau) etwas bemeckern will, dann sind es die Stimmen der jeweiligen Leadsänger, die hinsichtlich Intensität und Inbrunst nicht ganz an die Originalinterpreten heranreichen. Faszinierend hingegen der Klang - es muss eine große Aufgabe gewesen sein fast 80 Musiker abzumischen und so zu platzieren, dass das ganze wie eine Einheit klingt. Nun kann man natürlich nicht sagen wie sich das Live vor Ort angehört hat, aber der Sound des Vinyls ist mehr als zufriedenstellend und auch die Dynamik des Albums ist für eine Live Aufnahme aus dem Jahr 2013 sehr in Ordnung.

Definitiv ein 5Sterne Live Album und für alle Progressive-Pop (hier bewusst Pop und nicht 'Rock') Liebhaber ein Muss, zumal auch die Ausführung hier mit 3 sauber gepressten 140 gr. Scheiben schwer in Ordnung geht. Ein trifold-cover hätte man sich noch gewünscht, anstatt die Platten 2 u. 3 in eine Hälfte des Gatefolds quetschen zu müssen, aber dafür ist der Preis mit 22 sehr moderat.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 1, 2016 10:25 AM MEST


Moseley Shoals [Vinyl LP]
Moseley Shoals [Vinyl LP]

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Britpop for generations, 20. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Moseley Shoals [Vinyl LP] (Vinyl)
Bei der Frage nach Britpop Vertretern bekommt man natürlich wie aus der Pistole geschossen ‚Oasis‘ u. ‚Blur‘ genannt. Etwas zögerlicher kommt dann noch ‚Pulp‘, ‚The Verve‘ die ‚Manics Street Preachers‘ u. vielleicht noch die ‚Stereophonics‘. An die Mannen aus Birmingham denkt heute kaum noch jemand, dabei sind Sie eine der langlebigsten und aktivsten Bands des Genres und: mit ihrem zweiten Album ‚Moseley Shoals‘ haben Sie definitiv eines der besten des Britpop abgliefert, das im UK immerhin 4 top 20 Hits abwarf.

Auf dem Festland haben Sie es nie so wirklich geschafft und das obwohl Sie stilistisch doch so vielseitig aufgestellt sind, wie Sie auch auf dieser Scheibe beweisen. Vom Bluesrock des openers ‚The Riverboat Song‘ über Pubrock á la Stones oder Faces (siehe z.Bps. die ‚Let‘ Spend The Night Together‘ Hommage ‚40 Past Midnight‘) und einnehmende Balladen bis hin zu beatlesken Pop-songs (‚The Day We Caught The Train‘) findet man hier die unterschiedlichsten Spielarten britischer Unterhaltungsmusik in höchster Qualität und zeitlos arrangiert dargeboten.

Man hat hier tatsächlich den Eindruck, als hätte die Band die Essenz der britischen Popmusik der 3 Jahrzehnte davor destilliert und in neue, eigene songs gegossen und der Gitarrenpop den Sie auf ‚The Circle‘ hinlegen verbindet mühelos die 60er mit den 80ern, schlägt musikalisch die Brücke zwischen den Beatles und den Smiths. Kein Wunder dass Paul Weller ein früher Fan dieser Gruppe war.

Schön jedenfalls, dass dieses Album nun – zumindest in einer kleinen Auflage – auch wieder als Doppelvinyl aufgelegt wurde, denn hier hat man alles richtig gemacht. Tolle Aufmachung, zwei sauber gepresste rote schwere Scheiben und die Dynamik ist soviel besser als das sonst im Britpop üblich war und enstpricht dem Standard der frühen 80er Jahre. So macht dieses Album, das zu unrecht immer noch einen Geheimtippstatus bei uns hat, noch viel mehr Spass.
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 23, 2016 2:08 PM MEST


Moseley Shoals [Vinyl LP]
Moseley Shoals [Vinyl LP]

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Britpop for generations, 20. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Moseley Shoals [Vinyl LP] (Vinyl)
Bei der Frage nach Britpop Vertretern bekommt man natürlich wie aus der Pistole geschossen ‚Oasis‘ u. ‚Blur‘ genannt. Etwas zögerlicher kommt dann noch ‚Pulp‘, ‚The Verve‘ die ‚Manics Street Preachers‘ u. vielleicht noch die ‚Stereophonics‘. An die Mannen aus Birmingham denkt heute kaum noch jemand, dabei sind Sie eine der langlebigsten und aktivsten Bands des Genres und: mit ihrem zweiten Album ‚Moseley Shoals‘ haben Sie definitiv eines der besten des Britpop abgliefert, das im UK immerhin 4 top 20 Hits abwarf.

Auf dem Festland haben Sie es nie so wirklich geschafft und das obwohl Sie stilistisch doch so vielseitig aufgestellt sind, wie Sie auch auf dieser Scheibe beweisen. Vom Bluesrock des openers ‚The Riverboat Song‘ über Pubrock á la Stones oder Faces (siehe z.Bps. die ‚Let‘ Spend The Night Together‘ Hommage ‚40 Past Midnight‘) und einnehmende Balladen bis hin zu beatlesken Pop-songs (‚The Day We Caught The Train‘) findet man hier die unterschiedlichsten Spielarten britischer Unterhaltungsmusik in höchster Qualität und zeitlos arrangiert dargeboten.

Man hat hier tatsächlich den Eindruck, als hätte die Band die Essenz der britischen Popmusik der 3 Jahrzehnte davor destilliert und in neue, eigene songs gegossen und der Gitarrenpop den Sie auf ‚The Circle‘ hinlegen verbindet mühelos die 60er mit den 80ern, schlägt musikalisch die Brücke zwischen den Beatles und den Smiths. Kein Wunder dass Paul Weller ein früher Fan dieser Gruppe war.

Schön jedenfalls, dass dieses Album nun – zumindest in einer kleinen Auflage – auch wieder als Doppelvinyl aufgelegt wurde, denn hier hat man alles richtig gemacht. Tolle Aufmachung, zwei sauber gepresste rote schwere Scheiben und die Dynamik ist soviel besser als das sonst im Britpop üblich war und enstpricht dem Standard der frühen 80er Jahre. So macht dieses Album, das zu unrecht immer noch einen Geheimtippstatus bei uns hat, noch viel mehr Spass.


Santana IV [Vinyl LP] [Vinyl LP]
Santana IV [Vinyl LP] [Vinyl LP]
Preis: EUR 28,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Familienzusammenführung, 13. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Santana IV [Vinyl LP] [Vinyl LP] (Vinyl)
Ob nun Santana tatsächlich die ersten waren, die Latin Rhythmen und Rock Musik miteinander verschmolzen oder doch jemand anderer ist eigentlich egal, denn fest steht – ohne Santana wäre dieser Stilmix wohl nie so bekannt geworden. Dass die ersten 3 Santana Alben dbzgl. auch die Referenzwerke sind, gilt weitgehend als unbestritten und da ist es dann ein umso vermesseneres Unterfangen 45 Jahre später noch einen draufsetzen zu wollen, aber scheinbar dachte man sich wohl – ‚Kinder, so jung komm‘ ma nimmermehr z’samm‘.

Gleich vorab – es wurde keinesfalls ein Album für das sich die Protagonisten schämen müssten, im Gegenteil – eine solche Güte, was songwriting, perfromance und auch Hingabe anlangt, hatte man nicht erwarten dürfen. Im Grunde klingt das Album eh wie wenn Sie es 1972 aufgenommen hätten und alle Zutaten einer frühen Santana Scheibe sind hier vorhanden : die chant und rhythmusdominierten Stücke (‚Yambu‘ bspw.), die Rock-Hadern (‚Shake It‘, ‚Echizo‘), die poppigeren tracks (‚Anywhere You Want To Go‘, ‚Leave Me Alone‘), die R&B durchsetzten (‚Love Makes The World Go Round‘, ‚Freedom In Your Mind‘) und natürlich auch die Instrumental Balladen, sprich Amore-Schwofer á la ‚Samba Pa Ti‘ (‚Suenos‘, ‚You And I‘). Ergänzt wird das ganze noch durch eine Prise Blues im Peter Green’s Fleetwood Mac Stil (‚Blues Magic‘‚Forgiveness‘) und ein wenig dezenter jazziger Psychedelic (‚Fillmore East‘). Dass sich der Latin-Rock Sound sogar durchaus etwas moderner gestalten lässt zeigt ‚Choo Choo‘, das auf einen fast schon housigen Rhythmus gebettet ist und dennoch nicht anbiedernd klingt.

Mit Rollie u. Schon, die damals loszogen um Journey zu gründen hat man sich offensichtlich nicht nur wieder ausgesöhnt, sondern auch prächtig verstanden und man hat den Eindruck, als ob die Chemie im Studio gleich wieder wie früher gewesen war. Auch Carlos selbst spielt hier so inspiriert wie lange nicht und man feiert einfach die Familienzusammenführung.

Nein – innovativ ist hier nichts, aber peinlich ist das auch nicht und Roland Isley veredelt bei zwei Stücken dann auch noch den Santana Sound. Für Fans der frühen Alben eine unbedingte Empfehlung. Neueinsteiger seien aber vorher doch auf die ersten 3 (und mit Abstrichen auch noch auf ‚Caravanserai‘) verwiesen, bevor Sie sich auf dieses 16 gängige Wiedersehensmenü einlassen.

Die Vinyl Ausgabe ist übrigens absolut vorbildich – ganz saubere Pressung, schönes Prägecover und der Sound ist dynamisch und klingt wohlig analog.
Kommentar Kommentare (11) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 16, 2016 11:11 AM MEST


The Glorious Dead (Vinyl+Mp3) [Vinyl LP] [Vinyl LP]
The Glorious Dead (Vinyl+Mp3) [Vinyl LP] [Vinyl LP]

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen R&B Rock auf Testosteron, 6. Mai 2016
Beeindruckend ist das ja schon, was der 4er aus Bath an Stilvielfalt und Versiertheit im Bereich – nennen wir es mal weit aufgefasst – Funk-Rock (pfui-was für ein unhipper Ausdruck!) so zu bieten hat. Druckvolle Riffs, exzellente Grooves und alles in in knackigen Arrangements verpackt. Und dort wo Sie so richtig zupacken und pures Testosteron schwitzen, wie im opener ‚Can’t Play Dead‘, oder im Gospel-Rock‚What Makes A Good Man‘, da wirkt das auch sehr überzeugend.

Ein wenig blutleer wird das aber bei den vglw. ruhigeren oder poppig arrangierten Nummern wie dem – sonwgriterisch eh sehr sauberen – ‚Curse Me Good‘. Es mangelt der Stimme einfach an Seele, an Ausdruck und an Überzeugung. Das fast schon hip-hopige ‚Big Bad Wolf‘ ist da auch so ein Paradebeispiel dafür – da bemüht er sich ja redlich, der gute Sänger, schreit und quietscht was das Zeug hält, aber man hat halt trotzdem immer den Eindruck er betreibt vokalistisches Mimikri.

Wie gesagt – es gibt tracks, da ist das egal – bei dem Waits-esken, betrunkenen New Orleans Stolper Blues ‚The Lonesome Road‘ z.Bsp. ist es Wurst ob es dieser, oder irgendein anderer oder gar kein Singer ist, weil der groove so gekonnt hatscht, dass er einen eh schon nach den ersten paar Sekunden hat.

Kompositorisch ist das alles vom Feinsten und dbzgl. findet man nicht einen Ausfall unter den 10 Songs hier und auch die Produktion wird wohl klangtechnisch recht gut altern, weil Sie dankenswerterweise ohne zeitgebundene Elektroniksounds auskommt, aber ob die Nachhaltigkeit gegeben ist, wegen der relativ seelenlosen Vokaldarbietung, bleibt abzuwarten.

Dennoch lohnt sich diese Scheibchen schon und nach 3 – 5 Durchläufen kommen einem die Lieder schon fast wie gute alte Bekannte vor. 4 Sterne werden hier allemal vergeben und die Empfehlung sich einen Sänger hinzuzuholen der bereit ist sein Herzblut zu geben – sowas Kelly Jones-artiges (Stereophonics) würd‘ hier wie die Faust auf’s Aug passen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 6, 2016 11:08 PM MEST


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