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Beiträge von Florian Hilleberg
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Rezensionen verfasst von
Florian Hilleberg (Göttingen)
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   

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Wonder Woman: Bd. 1 (2. Serie): Die Lügen
Wonder Woman: Bd. 1 (2. Serie): Die Lügen
von Greg Rucka
  Taschenbuch
Preis: EUR 16,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fulminanter Start der neuen Serie unter dem REBIRTH-Banner, 22. Mai 2017
Auch für Wonder Woman bedeutet das DC-Event REBIRTH einen Neustart, der von keinem Geringeren als Greg Rucka geschrieben wurde. Rucka zeigt sich unter anderem für die großartige Story des sensationell gezeichneten Bandes „Hiketeia“ verantwortlich, in dem Wonder Woman gegen den Dunklen Ritter antreten muss. Die Geschichte dieser Graphic Novel spielt noch im alten DC-Universum, so dass Rucka die Fäden von Wonder Womans Schicksal im vorliegenden Band komplett neu knüpfen darf, natürlich unter Berücksichtigung des ursprünglichen Kanons.

Während die klassischen Serien wie BATMAN oder SUPERMAN hierzulande als monatliches Heft mit jeweils zwei oder drei US-Ausgaben erscheinen, werden die Abenteuer von WONDER WOMAN sogleich in Form umfangreicher Sonderbände herausgegeben. Im ersten Band sind dann auch sofort die ersten sieben Originalausgaben enthalten.
In der ebenfalls monatlichen erscheinenden Serie JUSTICE LEAGUE ist Wonder Woman übrigens ebenfalls vertreten und darf dort an der Seite des Dunklen Ritters, des neuen Supermans, Flash, Aquaman und den Green Lanterns gegen die mannigfaltigsten Bedrohungen antreten.

In der Hauptserie aber geht es zunächst um Wonder Womans persönliches Schicksal und ihr eigenes Leben. Kein Wunder, dass da auch ihre intimste Gegnerin Cheetah und ihr ehemaliger Lover Steve Trevor eine nicht gerade kleine Rolle spielen. Dabei geht es um nicht weniger, als den Weg nach Themyscira und die Befreigung Barbara Anns von dem Fluch der Cheetah, der Braut Urzkartagas, der wiederum Steve Trevor durch seinen menschlichen Diener, einen afrikanischen Warlord, in seine Gewalt gebracht hat.
Gezeichnet wurden die Abenteuer des ersten Bandes, der den ebenso bezeichnenden wie treffenden Titel „Lügen“ trägt, von Liam Sharp und Matthew Clark, die beide hinreichend Erfahrungen im Superhelden-Genre gesammelt haben. Letzterer wirkt übrigens auch bei der JUSTICE LEAGUE mit.
Was die beiden Künstler zu Wege, bzw. auf Papier bringen, ist schlicht und ergreifend genial. Allein das wundervolle Cover der broschierten Softcover-Ausgabe ist ein echter Hingucker und zeigt Wonder Woman in ihrer neuen Amazonen-Rüstung, die wieder etwas klassischer aussieht, ohne ganz so patriotisch rüberzukommen, wie das ursprüngliche Outfit. Nicht umsonst erinnert die aktuelle Darstellung an die Figur aus dem Film, der hierzulande bald in den Kinos starten wird.

Die Zeichnungen sind teilweise sehr düster und bestechen durch ihre Detailverliebtheit und den hohen Wiedererkennungswert der Charaktere. Hier ist es vor allem die Mimik, die von Sharp und Clark erstklassig umgesetzt wurde. Besonders eindrucksvolle Szenen können wie gewohnt als ganzseitiges Panel bestaunt werden. Ein wahrer Augenschmaus, der zusammen mit der toll durchdachten Story von Greg Rucka, ein episches Lesevergnügen darstellt. Das zu überflügeln wird für den Kinofilm nicht einfach werden.
Die knapp 17 Euro sind für diese 164 Seiten exzellente Superhelden-Dramatik kein Cent zuviel und hervorragend investiert.


Wonder Woman/Batman: Hiketeia
Wonder Woman/Batman: Hiketeia
von Greg Rucka
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

5.0 von 5 Sternen Auch ohne Action-Overkill bieten die Superhelden Stoff für dramatische Geschichten., 16. Mai 2017
Rezension bezieht sich auf: Wonder Woman/Batman: Hiketeia (Taschenbuch)
Greg Rucka ist ein Name, der eng mit dem Phänomen Wonder Woman verknüpft ist. Geschaffen wurde die Amazonenprinzessin indes von dem Psychologen William Moulton Marston und seiner Frau Elisabeth Holloway Marston Anfang der 1940er Jahre und erlebte ihren ersten Auftritt 1941 in All Star Comics Nr. 8.
Mit dem erneuten Relaunch des DC-Universums unter dem Banner REBIRTH zeichnet sich Greg Rucka für die neuen Abenteuer der Götting des Krieges verantwortlich und tritt damit in die Fußstapfen des Ehepaares Meredith und David Finch. Dass er sich mit Wonder Woman nicht weniger gut auskennt und einen umfassenden Überblick über das DC-Multiversum hat, stellt er mit dem vorliegenden Einzelband hinlänglich und sehr eindrucksvoll unter Beweis.

Das unter dem Titel „Hiketeia“ veröffentlichte Crossover zwischen Wonder Woman und Batman ist tatsächlich ein Einzelabenteuer im besten Sinne und kann gänzlich ohne Vorwissen genossen und als Einstiegsdroge „missbraucht“ werden.
Als gewissenhafte Amazone und Botschafterin von Themyscira fühlt sich Diana natürlich den alten Riten und Traditionen verbunden, unter anderem auch der antiken Hiketeia. Ausgerechnet eine mehrfache Mörderin, die von keinem Geringeren, als dem Dunklen Ritter Batman gejagt wird, kennt die Hiketeia und erbittet Dianas Schutz. Und so kommt es zur unerbittlichen Konfrontation zwischen den beiden Superhelden, die nicht nur Kollegen innerhalb der Justice League of America sind, sondern darüber hinaus auch Freunde.
Rucka gelang mit dem Band eine stringent, packend und düster erzählte Story, die von Ehre, Mitgefühl und Gerechtigkeit handelt. Der Plot der Geschichte ist absolut überzeugend und hervorragend durchdacht, wenngleich ein wenig vorhersehbar, denn bei Licht besehen, gab es eigentlich so gut wie keine Alternative für Danielle. So bleibt ein etwas bitterer Nachgeschmack für die Protagonisten, doch für den Leser ist es einfach schön zu sehen, wie unsere sonst so unbesiegbaren Helden, die in den laufenden Serien und auf der großen Leinwand gegen immer mächtigere Superschurken antreten müssen, durch eine fast schon banale Randnotiz ins Schwitzen gebracht werden. Dass es auch ohne Action-Overkill geht, zeigt Greg Rucka mit „Hiketeia“ auf sensationelle Weise. Mehr noch, da die Geschichte von dem Künstler J. G. Jones atemberaubend in Szene gesetzt wurde.

Zwar wirkt Wonder Womans Auftritt bei Danielles Ersuchen um Beistand etwas gestellt, aber das ist Jammern auf absolut hohem Niveau. Vermutlich sollen ihre affektierten Posen auch nur an die Darstellungen altgriechischer Gottheiten erinnern. Doch allein die Dynamik in den Action-Szenen, die Mimik der Helden, sowie das gesamte Setting sind ein wahrer Augenschmaus. Sowohl storytechnisch, als auch zeichnerisch, ist „Hiketeia“ ein einziges großes Kunstwerk, das in keiner Sammlung fehlen sollte. Und wer noch kein Fan von Wonder Woman ist, der wird es spätestens nach diesem Band sein.


Star Trek Comicband 11: Die neue Zeit 6
Star Trek Comicband 11: Die neue Zeit 6
von Mike Johnson
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,80

5.0 von 5 Sternen Die Story fügt sich nicht nur wunderbar in den neuen Kanon ein, sondern wäre auch als Verfilmung ein echter Blockbuster, 2. Mai 2017
Was für eine Story! Die Geschehnisse könnten so auch nahtlos an den zweiten Kinofilm „Into Darkness“ anknüpfen und die Handlung des Comics wäre mehr als geeignet, um den dritten Teil der neuen Zeitlinie zu füllen. Dabei erzählen Mike Johnson und Robert Orci in diesem Band den legendären Khitomer-Zwischenfall nach, der zum Krieg mit den Romulanern führte. Zugleich erinnert die Story mit Kirks Gefangennahme und Spocks Rettungsmission auch irgendwie an STAR TREK VI „Das unentdeckte Land“.
Ebenfalls mit von der Partie ist Sektion 31, die rote Materie und viele Anspielungen auf die ersten beiden Kinofilme. Außerdem gibt es Verweise auf frühere Comic-Bände. Diese Einbindung der Comics in den neuen Kanon ist natürlich für Fans ein wahr gewordener Traum und steigert noch das Vergnügen der Lektüre. Da sieht man auch mal über einen Patzer in der Formatierung hinweg, denn in einer Szene wurden die Inhalte der Sprechblasen von Kirk und Spock vertauscht.
Der Zeichner Erfan Fajar hat exzellente Arbeit geleistet, obwohl Kirk aussieht als ob er friedlich schlafen würde, als er bewusstlos zu Füßen des klingonischen Commanders liegt. Bei diesem handelt es sich um keinen Geringeren als Kor, der schon in der Original-Serie sein Unwesen trieb.
Die Kapitel entsprechen wie immer den US-Einzelheften und werden durch die Originalcover und Szenenfotos aus den Kinofilmen getrennt. Auf ein Vorwort oder ein Extra in Form eines Essays muss der Leser dieses Mal verzichten, doch „Der Khitomer-Konflikt“ hat dem geneigten Trekkie auch so schon genug zu bieten.


Star Trek - Deep Space Nine: Misstrauen
Star Trek - Deep Space Nine: Misstrauen
von Una McCormack
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,00

5.0 von 5 Sternen Beschaulich aber spannend, mit wunderbaren Charakteren und all den Szenen und Momenten, die die TV-Serie groß gemacht haben, 2. Mai 2017
Der deutsche Titel „Misstrauen“ passt zum Roman wie die Faust aufs Auge und sogar noch besser als das Original „The Missing“, das aber ebenfalls zutrifft. Obwohl die Story von den cardassianischen Kriegsgefangenen fast schon als B-Handlung zu betrachten ist.
Es bietet jedoch einen schönen Bezug zur TV-Serie und fügt sich harmonisch in die Star Trek-Historie ein. Der DS9-Fan kommt bei diesem Buch jedenfalls voll auf seine Kosten. Es bietet auf gerade mal 280 Seiten sehr viel Handlung, auch wenn es nur wenig Action gibt. Wer die TV-Serie kennt, der weiß aber auch, dass die Stärken von DEEP SPACE NINE, trotz der beeindruckenden Effekt-Schlachten, woanders liegen. Nämlich in der Charakterdarstellung, und die gelingt Una McCormack vortrefflich.

Endlich gibt es ein ernstzunehmendes Wiederlesen mit Odo, der in diesem Band keine Nebenrolle spielt. Vor allem die Vorbehalte des neuen Sicherheitschefs Blackmer sind durchaus nachvollziehbar. Leider gerät dieser Konflikt ein wenig ins Hintertreffen und wird relativ zügig abgehandelt. Ebenso wie das Wiedersehen mit Quark. Ebenfalls kurz dabei ist Chief O'Brien, der zumindest am Ende des Romans zeigen darf, dass er nicht umsonst Chefingenieur der Station geworden ist.
Das waren dann schon leider alle Hauptcharaktere der Fernsehserie. Allerdings spricht es für die Autorin, dass es ihr dennoch gelungen ist, das spezielle Flair von DS9 einzufangen. Nicht zuletzt, weil es ihr gelingt, die Ärzte Beverly Crusher und Katherine Pulaski sehr authentisch darzustellen. Letztere sogar dergestalt, dass es unverständlich ist, warum sie so unbeliebt ist.
Etwas sperriger ist dagegen der Plot im Peter Alden und die Tzenkethi Corazame. Einfach gemacht hat es sich die Autorin mit Aldens Taktik die DNA der Fremden von der Kette zu bekommen. Das liest sich recht hanebüchen, obwohl es vielleicht gerade deshalb funktionieren würde. Nichtsdestotrotz nur ein kleiner Wermutstropfen. Allein die den Kapiteln vorangestellten Logbucheinträge, bei denen erst am Ende klar wird, wer sie eigentlich verfasst hat, sind genial und die Lektüre wert. Der Titel „Misstrauen“ findet übrigens in allen drei Handlungssträngen des Romans seine Entsprechung. Sei es nun wegen Pulaskis Misstrauen gegenüber Peter Alden und der Tzenkethi, des Misstrauens des Geheimdienstes gegenüber Vertretern des Typhon Paktes, dem Misstrauen der Romulaner gegen eigentlich alle anderen oder auch des Misstrauens zweier verschiedener Völker während des Erstkontaktes.
Ein rundum gelungener Roman, der zudem hervorragend übersetzt wurde und in dem glücklicherweise nicht ständig erwachsene Menschen am kichern sind.

Mit vierzehn Euro ist das schmale Taschenbuch nicht gerade billig, aber zumindest in diesem Fall kann man behaupten, dass es der Inhalt wert ist. Nichtsdestotrotz hat Cross Cult die Preise ordentlich angezogen. Wer also nicht unbedingt auf das haptische Erleben angewiesen ist, ist mit der deutlich günstigeren Ebook-Variante besser beraten. Hier muss man den Verlag loben, denn wo andere eine Ersparnis von zwei, drei Euro in Aussicht stellen, sind es hier gleich sechs.


Angriff der Riesenkralle - Die Rache der Galerie des Grauens 7  (+ DVD) [Blu-ray] [Limited Edition]
Angriff der Riesenkralle - Die Rache der Galerie des Grauens 7 (+ DVD) [Blu-ray] [Limited Edition]
DVD ~ Jeff Morrow
Wird angeboten von Mediafoxx
Preis: EUR 28,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sensationelle Trashperle, die in keiner Sammlung fehlen darf, 22. April 2017
Was für ein Film!
Die 50er haben allerlei Monster-Filme hervorgebracht, die nach heutigen Standards B-Movies waren und doch Filmgeschichte geschrieben haben. Allen voran natürlich „Tarantula“ und der Ameisen-Schocker „Formicula“. Zu den absoluten Geheimtipps aber zählt unbestritten „Angriff der Riesenkralle“, der hierzulande nur ein einziges Mal im Fernsehen zu sehen war, nämlich am 22. November 1996 auf RTL. Eine Kinoauswertung des Streifens hat es hierzulande nie gegeben, was wohl in erster Linie an dem titelgebenden Hauptdarsteller gelegen haben wird.

Dessen Anblick reizt freilich nicht nur nach heutigen Maßstäben zum Lachen, sondern sorgte auch damals bei der Premiere für reichlich Amüsement, Fremdschämen und peinliche Berührtheit. Umso erstaunlicher, mit welcher Ernsthaftigkeit, Professionalität und Souveränität die Darsteller, allen voran Jeff Morrow und Mara Corday (u.a. „Tarantula“), bei diesem Film agieren. Kenner der Materie meinen, das läge schlicht und ergreifend daran, dass die Schauspieler das Modell der Riesenkralle während der Dreharbeiten nie zu Gesicht bekommen haben.
Das ist wirklich beispiellos und die Vergleiche mit Jim Henson's Muppets oder der Augsburger Puppenkiste sind weder zufällig, noch übertrieben. So manche Reaktion der Schauspieler angesichts dieser offensichtlichen Monstrosität erscheint plötzlich in einem anderen Licht und regt unwillkürlich zum Schmunzeln an. Das funktioniert umso besser, da dieser Film ja durchaus ernst gemeint ist und trotz seines leisen, gut pointierten Humors, der im Zusammenspiel der Akteure zum Tragen kommt, keineswegs zum Lachen animieren soll. Gerade diese Diskrepanz zwischen dem todernsten Spiel der Darsteller und der Riesenkralle mit ihren Comic-Glubschaugen, dem Gummischnabel und der Tolle auf dem kahlen Geierschädel, macht diesen Film so bemerkenswert und amüsant.
Das durchaus innovative Skript mit seinem originellen Plot geht in diesem Kontext gnadenlos unter. Sicherlich hält die Antimaterie-Theorie keine Sekunde einer logischen Hinterfragung stand, doch man merkt, dass man sich hier wirklich mal Gedanken gemacht hat und die ausgelatschten Pfade der radioaktiven Mutanten verlassen wollte.
Leider wirken die Schnitte bisweilen etwas ungeschickt und warum bei den weltweiten Sichtungen der Riesenkralle ausgerechnet nur Amateure in Bademode gezeigt werden, bleibt auch eher unverständlich.

Bei den Angriffen auf die Städte wurde auf bereits vorhandenes Archivmaterial aus Ray Harryhausens UFO-Film „Fliegende Untertassen greifen an“ zurückgegriffen. Der stammt ebenfalls von Regisseur Fred F. Sears. Ursprünglich sollte Harryhausen auch die Effekte für den vorliegenden Film machen und wenn man seine Arbeiten kennt, kann man nur sagen: schade!
Was bleibt ist ein kurzweiliger Monster-Film mit einer tollen Story und exzellenten Schauwerten, wenngleich diese anders geartet sind, als man es von einem solchen Film erwartet. Doch es ist auf seine Art bezeichnend, dass der vorliegende Film, gemeinsam mit „Schrei, wenn der Tingler kommt“, zu den unterhaltsamsten der gesamten GALERIE DES GRAUENS zählt. Nicht nur aufgrund des Vogelmodells, sondern auch wegen des stringenten Handlungsablaufs.

Über das Bonusmaterial müssen nicht mehr viele Worte verloren werden, außer vielleicht, dass drei Leute einer zuviel für den Audiokommentar sind. Dr. Rolf Giesen allein, könnte mit seinem Wissen, die 71 Minuten locker füllen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 23, 2017 8:16 AM MEST


Das Grauen schleicht durch Tokio - Die Rache der Galerie des Grauens 6  (+ DVD) [Blu-ray] [Limited Edition]
Das Grauen schleicht durch Tokio - Die Rache der Galerie des Grauens 6 (+ DVD) [Blu-ray] [Limited Edition]
DVD ~ Yumi Shirakawa
Preis: EUR 29,00

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Horror-Klassiker aus der Godzilla-Filmschmiede, 8. April 2017
Schaut man sich einen heute produzierten B-Movie des Genres an, sind die Klischees unübersehbar. Laienhafte Schauspieler, die weder sich selbst, noch den Film ernstzunehmen scheinen, geringe Budgets, keine Werbung, computergenerierte Monster und bisweilen scheint es nicht einmal ein Drehbuch gegeben zu haben.
Filme wie der vorliegende, die heute ebenfalls als B-Movies gelten, gehören zu einer anderen Kategorie. Es haben damals durchaus namhafte Schauspieler mitgewirkt, die ihre Rollen und den Film durch entsprechende Souveränität gewürdigt haben, was man dem Endergebnis in aller Regel deutlich ansieht.
Die Effekte sind nach heutigen Maßstäben altbacken und leicht durchschaubar, muten fast schon albern an – und verfehlen trotzdem nicht ihre Wirkung. Das Entsetzen, das durch einen realistischen Effekt erzeugt wird, lösten die (ernsthaften) Reaktionen der Akteure aus. Wenn sich Menschen verflüssigen und offensichtlich Luft aus irgendwelchen Puppen abgelassen wird, mag dies im ersten Moment lächerlich aussehen. Dann kann die Reaktion des Schauspielers den entscheidenden Ausschlag darüber geben, ob der Zuschauer den Film ernst nimmt oder auch nicht.
Nun, zumindest Akihiko Hirata (Inspektor Tominaga), Kenji Sahara (Dr. Masada) und Yumi Shirakawa (Chikako Arai) machen dahingehend ihre Sache ausgezeichnet.

Allerdings gibt es noch weitere Faktoren, die diese Filme aus heutiger Sicht zu Klassikern machen oder uns immer noch begeistern können, und dass ist unter anderem die Nostalgie. Einige der Kommentatoren des Films hatten die Ehre, ihn in Programmkinos sehen zu dürfen. Oder sie haben ihn zu einer Zeit im Fernsehen gesehen, als es noch kein Überangebot an Sendern und billigen Unterhaltungsformaten gegeben hat.
Gerade was Geschichten aus dem phantastischen Genre angeht, hängen wir häufig an jenen Sachen, die uns als Kinder fasziniert und oft erschreckt und in Angst versetzt haben. Sei es nun als Film, als Hörspiel oder gar als Roman. Zeigen wir diese Filme dann Freunden oder Partnern, die diese nicht aus ihrer eigenen Kindheit kennen, ernten wir nicht selten Spott oder Unverständnis. Es fehlt einfach die naive Begeisterung, die wir als Kind empfunden haben. Die Bilder, die wir damals sahen, hatten für uns eine ganz eigene Dramaturgie. Das mag daran liegen, dass wir es als Erwachsene verlernt haben uns mit Hilfe der Fantasie neue Welten zu erschaffen, aus alltäglichen Gegenständen schreckliche Monster zu kreieren.
Was die Ernsthaftigkeit von „Das Grauen schleicht durch Tokio“ betrifft, so wird man heute sicherlich keinen B-Movie finden, der sich traut, das Trauma einer ganzen Generation auf phantastische Weise derart beklemmend zu thematisieren. Aber wie gesagt, aus heutiger Sicht mag der Streifen ein B-Movie sein, damals war er es gewiss nicht!
Immerhin ist er ähnlich düster angelegt wie der ursprüngliche Godzilla-Film, der ebenfalls von Inoshiro Honda inszeniert wurde. Dort diente der Saurier als Metapher für die Städte zerstörende Bombe. Hier werden die – nun ja – schleichenden Auswirkungen zum Urheber des Grauens und sind daher deutlich schwieriger zu identifizieren.
Für mich, der den Film als Kind oder Jugendlicher weder im Kino noch im TV gesehen hat, besitzt er allerdings ein eklatantes Problem: er ist langweilig!

Beginnt die Geschichte noch recht vielversprechend, so verzettelt sie sich bald in irgendwelchen Randnotizen aus dem Gangster-Milieu und stand damit sicherlich Pate für zahlreiche Heftromane der siebziger Jahre. Nicht umsonst war Yumi Shirakawas Antlitz auf diversen Covern solcher Heftchen zu sehen gewesen. Vor allem die ausgedehnten Nachtclub-Szenen nehmen dem Film viel von seinem Tempo und das Finale ist eigentlich nur aufgrund der beeindruckenden Feuersbrunst sehenswert. Das tragische Element der Liebesbeziehung zwischen der Nachtclub-Sängerin und dem Ganoven, der eines der ersten Opfer des flüssigen Grauens wird, geht gnadenlos unter.
Ein wenig Pepp bringt der gelungene Soundtrack von Masaru Sato mit ein, doch ansonsten hat der Film wenig zu bieten, was wir nicht schon in anderen Streifen so oder besser gesehen haben.

Außer Konkurrenz stehen natürlich einmal mehr die Extras, denn Anolis Entertainment gibt sich mit seinen Veröffentlichungen wirklich Mühe! Ob es nun die Galerien des Grauens sind, die Kaiju Classics oder die HAMMER-Mediabooks, sämtlich handelt es sich um ausgewählte Sammlerobjekte, die nicht umsonst schon vor dem Erstverkaufstag vergriffen sind.


Suicide Squad: Katana
Suicide Squad: Katana
von Mike W. Barr
  Taschenbuch
Preis: EUR 16,99

3.0 von 5 Sternen Klasse Zeichnungen, dürftige Story, 4. April 2017
Rezension bezieht sich auf: Suicide Squad: Katana (Taschenbuch)
Ich muss gestehen, vor dem Film habe ich noch nie von Katana gehört. Aber das tut dem Lesespaß keinerlei Abbruch, für den man keine Vorkenntnisse benötigt. Selbst die Mitglieder der Suicide Squad werden hinreichend vorgestellt. Von der Stammcrew sind dieses Mal nur Deadshot, Harley Quinn, Enchantress und Captain Boomerang mit von der Partie. Des Weiteren sind drei Nebenfiguren namens Battleaxe, Coldsnap und Heatstroke mit dabei, bei denen man nicht gewiss sein kann, ob sie das Ende des Bandes noch erleben. Immerhin muss der fragwürdige Titel Suicide Squad ja auch irgendwie gerechtfertigt werden.

Die Story, erdacht von Mike W. Barr, geht gleich in die Vollen und schreitet rasch und kompromisslos voran, hält sogar ein paar überraschende Wendungen parat, wie beispielsweise den schnellen Tod eines Squad-Mitglieds, mit dem zumindest ich an dieser Stelle nicht gerechnet habe.
Der Fokus der Story liegt eindeutig auf Katana, so bleiben die Mitglieder der Suicide Squad allesamt ziemlich oberflächlich und farblos und auf ihre hervorstechendsten Eigenschaften beschränkt. Selbst Deadshot, der ja zumindest im Original im Titel erwähnt wird, darf hier nur wenig mehr als ein paar kluge Sprüche klopfen und den Präzisionsschützen spielen. Enchantress ist die geheimnisvolle Magierin und die Deus ex machina, wenn die Story mal wieder zu stagnieren beginnt. Captain Boomerang ist auch dieses Mal der Arsch vom Dienst und Harley Quinn tut das, was sie am besten kann: den Pausenclown mimen.
Katana wird zur Prototypin aller Superhelden, wenn sie im Angesicht einer skrupellosen Invasionsarmee nicht nur ein Waisenmädchen, sondern darüber hinaus auch noch ein armes Kätzchen retten darf.
Die Bösen haben leider auch nicht sonderlich viel Profil. Sie sind böse, weil sie eben machthungrig sind, und der große Masterplan von King Kobra wirkt rückblickend ziemlich konstruiert. Zumal diese gesamte Energiewesen-aus-dem-All-Handlung irgendwie deplatziert in der Invasions-Story anmutet. Weniger ist manchmal dann eben doch mehr.

Klasse gezeichnet ist der Band, keine Frage. Hier haben Diogenes Neves und Ronan Cliquet tolle Arbeit geleistet und vor allem die Mimik der Pro- und Antagonisten hervorragend zur Geltung gebracht. Nur schade, dass sich Katana und ihre Widersacher ständig hinter ihren Masken verstecken. Dadurch wird auch das stimmungsvolle Cover, in dem Katana mit glutvollen Augen den Betrachter anschaut, ad absurdum geführt.
Immerhin kommt der Humor, inklusive gut platzierter Situationskomik, nicht zu kurz und dafür muss man vor allem Harley Quinn danken.


Swamp Thing: Die Toten schlafen nicht
Swamp Thing: Die Toten schlafen nicht
von Len Wein
  Taschenbuch
Preis: EUR 16,99

4.0 von 5 Sternen Ein Horror-Comic mit Retro-Charme in düsteren Bildern, 2. April 2017
Mit diesem Band präsentiert Panini Comics ein weiteres düsteres Abenteuer mit dem beliebten Swamp Thing. Das ist der erste neue Band, nach dem siebenbändigen Zyklus, in dem es das Ding aus dem Sumpf mit den Elementarkräften zu tun bekommen hat. Den vorliegenden Band kann man aber ganz und gar ohne jegliches Vorwissen genießen, denn zu Beginn stellt sich Swamp Thing dem Leser noch einmal persönlich vor und lässt seine eigene Entstehung noch einmal vor dem geistigen Auge Revue passieren. Selbst die vielen Figuren aus dem erweiterten DC-Universum, mit denen Swamp Thing zum Teil als Mitglied der Justice League Dark zusammenarbeitet, wie Deadman, Shade, Zatanna oder Phantom Stranger, erfordern kein spezielles Vorwissen.

Entsprechend des düsteren Settings bekommt es Swamp Thing im vorliegenden Band mit einem waschechten Zombie zu tun. Aber das ist nur die Ouvertüre, für ein Abenteuer von weit größerer Tragweite, bei dem es mal wieder um nicht weniger als die Rettung der gesamten Welt geht. An dieser Stelle wäre weniger durchaus mehr gewesen. Vor allem, weil die Forderungen des neuen Swamp Things erstaunlich wenig Resonanz zu erzeugen scheinen. Er bedroht mit Hilfe eines Fernsehsenders die ganze Welt, lässt überall Pflanzen die Kontrolle übernehmen, ohne dass der Leser dies gezeigt bekommt. Und statt eines Krisengipfels oder einem Angriff von Außen, bekommt der Leser nur ein Pärchen im sogenannten Argus-Hauptquartier zu sehen, das allein das Schicksal der Welt in Händen hält. Ziemlich dürftig und unglaubwürdig und als bebilderte Szene vollkommen unnötig.

Zum Glück tut dies dem Lesespaß und der eigentlichen Handlung keinen Abbruch. Der Plot ist großartig und es macht Spaß Dr. Alec Holland, alias Swamp Thing, über die Schulter zu schauen, wenn er hofft, frohlockt, zweifelt und leidet.
Die durchgängig unheimliche und stellenweise ziemlich brutale Handlung wurde von Kelley Jones in nicht minder düsteren Farben schaurig-schön in Szene gesetzt. So wie man es aus Horror-Comics der letzten drei Jahrzehnte des vergangenen Jahrtausends her kennt.
Dass es nicht zu beklemmend wird, dafür sorgt Holland selbst mit seinem trockenen Humor, der nicht zu kurz kommt.


Wonder Woman: Die Götter von Gotham
Wonder Woman: Die Götter von Gotham
von J. M. DeMatteis
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

4.0 von 5 Sternen Sensationell gezeichnet und packend erzählt mit gehetztem Anfang, 25. März 2017
Pünktlich zum Neustart des DC-Universums, der dieser Tage unter dem Namen Rebirth anläuft, erscheint ein Crossover von Wonder-Woman und Batman, das noch aus dem klassischen Universum stammt und noch vor Flashpoint anzusiedeln ist. Gleichzeitig dient es nicht nur als Appetizer auf die neue WONDER WOMAN-Comicserie, sondern auch auf den Kinofilm, der demnächst in den heimischen Kinos anlaufen wird.
„Götter von Gotham“ ist ein in sich abgeschlossenes Abenteuer, das von Phil Jimenez und J. M. DeMatteis erdacht und von Jimenez gezeichnet wurde. Die Beteiligung eines einzigen Zeichners ist unverkennbar, wodurch der Wiedererkennungswert einzelner Figuren deutlich erhöht wird. Jimenez ist zudem ein Freund kleinerer Panels, so dass es nur wenige ganzseitige Illustrationen gibt und sogar nur eine, die eine komplette Doppelseite in Anspruch nimmt. Allerdings haben es diese Szenen in sich und die Autoren warten wahrlich mit einer Fülle an originellen Ideen auf. Zudem haben sie eine Menge zu erzählen, denn die Graphic Novel strotzt vor Text und hat einige sehr schöne und wunderbar formulierte Dialoge zu bieten. Es geht vor allem um die Themen Glaube und Hoffnung, womit Wonder Woman bei Batman an der falschen Adresse ist. Doch selbst der Dunkle Ritter hat seine wunden Punkte, die seine Gegner gekonnt zu finden verstehen.

Der Band ist prall gefüllt mit vielen Charakteren aus dem DC-Universum, ist aber selbst für Neulinge verständlich, denn zu Beginn gibt es ein umfangreiches Personenglossar. Die Auftritte sämtlicher Haupt- und Nebencharaktere ist glaubhaft, authentisch und nachvollziehbar, ebenso wie ihre Handlungen. Man merkt DeMatteis und Jimenez an wie viel Spaß sie bei der Entwicklung der Story hatten, deren einziges Manko eigentlich ist, dass sie sehr straff geraten ist. Gerade zum Beginn wird der Leser mitten hinein ins Geschehen geworfen. Hier hätte man sich ruhig etwas mehr Zeit lassen können, damit sich die Handlung langsamer aufbauen und in Ruhe hätte entwickeln können. Dafür ist aber das Ende alles andere als abrupt und widmet sich in Ruhe den beiden Hauptfiguren Wonder Woman und Batman.

Aber auch die Nebenfiguren haben allesamt schöne Szenen bekommen, die sie als wichtigen Bestandteil des Teams darstellen und nicht als bloße Staffage. Eine wirklich wunderbare Graphic Novel, die sich kein Fan von Batman und/oder Wonder Woman entgehen lassen sollte.


Die Tür: Roman
Die Tür: Roman
von Richard Laymon
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Obwohl bei der Seitenzahl gemogelt wurde, beinhaltet das Buch alles, was Laymon-Fans lieben: Sex, Blut und Monster., 21. März 2017
Rezension bezieht sich auf: Die Tür: Roman (Taschenbuch)
Auffallend an diesem Buch ist sein geringer Umfang. In der Regel sind Laymons Bücher echte Schinken und haben selten weniger als vier-, fünfhundert Seiten. Titel wie „Das Haus“ oder „Der Killer“ sind absolute Ausnahmeerscheinungen. Mit „Die Tür“ wurden diese Bücher nochmals unterboten. Nicht nur, dass es sich um zwei Novellen handelt, sie bringen es zusammen auch gerade mal auf zweihundert Seiten. Selbst, wenn man das kurze und knackige Vorwort von Jack Ketchum hinzurechnet, sind nicht mehr als 214 Seiten drin. Auf die ausgewiesenen 256 Seiten kommt der Band nur dank einer umfangreichen Leseprobe von Laymons Meisterwerk „Der Keller“ und dem obligatorischen Werkverzeichnis. Für Neulinge interessant, für Laymon-Kenner ein alter Hut, und damit handelt es sich fast schon um Etikettenschwindel, immerhin ist der Preis derselbe wie für alle anderen Titel des Autors. Trotzdem dürften gerade die Laymon-Fans auf diese Veröffentlichung händeringend gewartet haben, denn schließlich handelt es sich hierbei um den vierten „Keller“- oder Beast-House-Roman. Obwohl die Bezeichnung Roman reichlich übertrieben scheint, im Prinzip handelt es sich nämlich um eine Novelle, ist also irgendwo zwischen Kurzgeschichte und Roman anzusiedeln. Dank der großen Schrift kommt die Story wohl nicht einmal auf Heftromanlänge.

Inhaltlich bekommt der geneigte Leser in beiden Geschichten die gewohnte Laymon-Kost geboten. Spätpubertierende Fantasien, die in echt unappetitlichen Showdowns gipfeln, erzählt in einem unnachahmlichen, minimalistischen und erfrischend anspruchslosen Stil. In der ersten Story bekommt man eigentlich genau das, was man nach der Lektüre von „Der Keller“ erwartet oder erhofft, auch wenn es lange Zeit so aussieht, als würde der Autor die Sensationsgier des Lesers enttäuschen. Fast schon genial, wenn man bedenkt wie abstoßend der „Keller“-Plot eigentlich ist. Vielleicht gehört er deshalb auch zu meinen Favoriten, denn diese Romane sind wahrlich wie ein Verkehrsunfall. Brutal und ekelhaft, aber so morbide-faszinierend, dass man einfach hingucken, beziehungsweise weiterlesen muss.

Die zweite Geschichte ist etwas schwächer, obwohl sie einen nicht minder faszinierenden Plot besitzt. Die Idee, dass ein Teenager, der allein in der titelgebenden Wildnis immer weiter – nun ja – verwildert, ist großartig. Nur leider strotzt sie nur so vor Laymons spätpubertierenden Fantasien. Auch bei den Charakteren klaut er kräftig bei sich selbst. Es gibt bei ihm tatsächlich immer wieder dieselben Stereotypen. Erst zum Ende hin, wird es blutig, was vor allem deshalb bemerkenswert ist, da in der Titelgeschichte so gut wie gar kein Blut fließt. Dafür eine andere Flüssigkeit umso mehr.
Ein eklatantes Problem von „Die Wildnis“ ist aber, dass die Hauptfigur schlicht und ergreifend unsympathisch ist und an keiner einzigen Stelle Pluspunkte sammelt. Dasselbe Phänomen gibt es auch in dem Roman „Die Insel“, der ebenfalls in Form von Tagebucheinträgen verfasst wurde. Spätestens dann, wenn Dialoge Wort für Wort wiedergeben werden, verliert dieses Stilmittel rasch an Glaubwürdigkeit. Nun, flüssig zu lesen ist auch diese Story.

Unterm Strich bleibt ein durchschnittlicher Beitrag zu Laymons Gesamtwerk, der wegen seiner Kürze jedoch hervorragend für all jene geeignet ist, die neugierig auf den Autor sind und sich fragen, warum um seine Werke so ein Aufhebens gemacht wird. Wer nach der Lektüre immer noch nicht abgeschreckt ist, und weitere Titel ausprobieren möchte, der kann gleich mit der Leseprobe zu einem seiner besten Werke weitermachen und sich im Werkverzeichnis Appetit auf weitere Romane holen.


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