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Rezensionen verfasst von
Thomas Nehlert (Berlin)

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Mario Andretti
Mario Andretti
von Mario Donnini
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 47,08

4.0 von 5 Sternen Oberhaupt und Lichtgestalt einer Motorsport-Dynastie, 5. Oktober 2017
Rezension bezieht sich auf: Mario Andretti (Gebundene Ausgabe)
Mario Andretti gehört zu den namhaftesten Rennfahrern der USA. Der in Montona in Istrien 1940 geborene Italo-Amerikaner war in allen bedeutenden Autosport-Kategorien erfolgreich: Formel 1, Indycars, Sportwagen und Prototypen und auch in der Nascar Series.

Mario Donnini beleuchtet in dieser 192 Seiten starken Biografie die Karriere dieser Ausnahmeerscheinung. In 18 Kapiteln werden seine Rennen, Erfolge und auch Niederlagen widergespiegelt. Das umfasst die Siege bei den 500 Meilen von Indianapolis, dem Daytona 500, der Formel 1-Weltmeisterschaft 1978 und der Markenweltmeisterschaft 1972, um nur die bedeutendsten Triumphe Andrettis aufzuführen. In der Formel 1 war er sowohl für Ferrari als auch für Lotus unterwegs. Mit dem englischen Team konnte er auch den Weltmeistertitel erringen, wenngleich sein Herz ganz besonders für die Traditionsmarke aus seiner italienischen Heimat schlug.

Donnini belässt es in diesem Buch aber nicht nur bei einer Beschreibung der Rennerfolge, sondern würdigt auch die Rolle Andrettis, die er innerhalb seiner weit verzweigten "Motorsport-Familie" einnimmt. Sein Sohn Michael betreibt nach einer eigenen Rennfahrer-Laufbahn heute ein Rennteam in der Indycar Series, sein Enkel Marco fährt - talentiert aber mäßig erfolgreich - für diese Mannschaft. Außerdem wird auf Mario Andrettis besonderes Verhältnis zu Ronnie Peterson und seinen bis heute bestehenden Wunschtraum, mit seinem Sohn und seinem Enkel noch einmal die 24 Stunden von Le Mans zu bestreiten, eingegangen. Höhepunkt des Bandes ist das Kapitel, in dem Andretti selbst ausführlich zu Wort kommt.

Im übrigen sind die Texte eher knapp gehalten, der Schwerpunkt des Buchs liegt auf der Illustration mit rund 200 Fotos, teilweise im großen ganz- oder auch doppelseitigen Format. Die Bildunterschriften zu den in Auswahl und Reproduktion guten Aufnahmen sind recht ausführlich und informativ. Eine vierseitige Rennstatistik beschließt das Buch.

Das Buch ist seinen Preis wert, wenngleich man sich an einigen Stellen eine etwas mehr in die Tiefe gehende Betrachtung gewünscht hätte. Unter den Fotos vermögen insbesondere die Porträtaufnahmen dieses großen Allround-Rennfahrers zu überzeugen.


M1 - procar: FORMEL-1-STARS GEGEN DIE BESTEN DER RENNFAHRER-BRANCHE: MOTORSPORT DER SUPERLATIVE IN DER PROCAR-SERIE 1979 UND 1980.
M1 - procar: FORMEL-1-STARS GEGEN DIE BESTEN DER RENNFAHRER-BRANCHE: MOTORSPORT DER SUPERLATIVE IN DER PROCAR-SERIE 1979 UND 1980.
von VIEW GmbH
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Ursprung der "M-Power", 3. Oktober 2017
Jeder kennt heute die inzwischen legendären M-Modelle von BMW, allen voran M3 und M5 als auch M2 und M4. "M" steht dabei an sich für "Motorsport", denn die M-GmbH ging 1978 aus der 1972 gegründeten Motorsport-GmbH von BMW hervor. Die M-GmbH startete unter der Leitung von Jochen Neerpasch mit einem sensationellen Fahrzeug, das für die Nutzung sowohl auf öffentlichen Straßen als auch auf den Rennstrecken konzipiert worden war, dem BMW M1.

Das von Michael Thiers View-Verlag herausgegebene Buch "M1 Procar" dokumentiert die Entstehung, die technische Entwicklung und vor allem die Renneinsätze dieser Wettbewerbsversion des M1 bis ins letzte Detail. Autor des Buchs ist Jochen von Osterroth, Motorsportfans bekannt durch zahlreiche Fachbücher und als langjähriger Redakteur der unvergessenen Zeitschrift "rallye racing", die von August 1966 bis Ende 2001 ein unverzichtbares Printmedium im Bereich Automobilsport war. Als rallye-racing-Mann verfolgte von Osterroth, der übrigens im Ehrenamt auch Vorsitzender des Mittelalter-Vereins Oberwesel ist, nicht nur die Geschichte des M1, sondern auch sämtliche Rennen der Procar Series in den Jahren 1979 und 1980. Nicht zuletzt aufgrund dieser Erfahrungen war er wie kaum ein anderer dazu berufen, dieses gigantische Buch über den BMW M1 Procar zu verfassen.

Das 276 Seiten umfangreiche Buch gliedert sich in elf Kapitel. Nach Vorworten von Jochen Neerpasch und Max Mosley werden im ersten Abschnitt die Entstehung der M-GmbH und die Entwicklung des M1 von den ersten Ideen bis zur Umsetzung dieses für damalige Zeiten einzigartigen Projekts dargestellt. Dank der hervorragenden Kontakte des Autors kommen in diesem Zusammenhang auch zahlreiche Protagonisten zu Wort, die unmittelbar mit dem M1 Procar zu tun hatten. Beispielhaft seien Jochen Neerpasch, der leider vor nicht allzu langer Zeit verstorbene Paul Rosche, Martin Braungart und Rainer Bratenstein erwähnt. Nicht zuletzt wird auch der Einsatz von Max Mosley und Bernie Ecclestone gewürdigt, ohne die eine Installation der Procar Series im Vorprogramm der Formel 1 und bei einigen weiteren ausgesuchten Rennen nicht denkbar gewesen wäre. Und schließlich muss auch Uwe Mahla erwähnt werden, bekannt durch unzählige Veröffentlichungen und durch seine mehrjährige Tätigkeit als Pressesprecher des BMW-Motorsports. Mahla hat von Osterroth bei der Erstellung des Buchs maßgeblich unterstützt. Gleiches gilt für Günter Nötzold, der sein ganzes Wissen und auch Teile seines Bildmaterial eingebracht hat.

Den größten Raum des Buchs nimmt die Dokumentation der beiden Jahre der Procar Series 1979 und 1980 ein. Sämtliche Startaufstellungen der insgesamt 18 Läufe, ausführliche Rennberichte und Porträts der beiden Titelträger Niki Lauda und Nelson Piquet lassen keine Frage offen. Dabei wird auch deutlich, dass diese Serie nicht mit einem Markenpokal im heutigen Sinne zu vergleichen ist, sondern ein beinhartes und hoch dotiertes Championat war, in dem in der Regel die fünf Trainingsschnellsten der Formel 1 auf renommierte Tourenwagen- und Sportwagen-Piloten trafen.

Weitere Kapitel über die M1-Einsätze in der amerikanischen IMSA-Serie, bei den 24 Stunden von Le Mans, in der Deutschen Rennsport-Meisterschaft und in vereinzelten Rallyes schließen sich an. Eine interessante Würdigung erfahren die künstlerisch gestalteten Exemplare des Procars, sei es das von Andy Warhol bemalte Art-Car 1979, der Nürburgring-M1 oder der als Werbeträger verwendete Wirtshaus-M1. Ausführliche Rennergebnisse der Procar-Rennen 1979/80 und eine dreiseitige Auflistung aller M1 Procar-Fahrgestelle schließen das Buch ab.

Die Texte des Autors und die zum Teil selbst verfassten Beiträge der am Procar-Projekt Beteiligten verraten nicht nur eine auch heute noch sehr hohe Begeisterung für das Thema, sondern eine aus der Nähe zum damaligen Geschehen stammende überragende Kompetenz.So hatte Jochen von Osterroth nicht nur, wie bereits ausgeführt, sämtliche Rennen der Procar Series jeweils vor Ort verfolgt, sondern auch schon seinerzeit journalistisch begleitet.

Die Illustration ist mit 221 Fotografien nicht nur sehr reichhaltig, sondern auch in Auswahl und Reproduktion der Abbildungen auf hochwertigem Mattglanzpapier hervorragend. Die Bilder stammen aus zahlreichen namhaften Archiven, darunter auch aus der Sammlung von BMW Classic. Mehrere Aufnahmen erscheinen im gewaltigen Doppelseitenformat, also in den Maßen 48x32 cm; eine bestechende Luftaufnahme dieser Größe zeigt beispielsweise das M1 Procar-Feld in der Grundigkehre des Nürnberger Norisrings.

Ein paar Worte müssen auch zu der Ausführung dieses imponierenden Buchs verloren werden, weil diese wirklich außergewöhnlich ist und neben dem in jeder Beziehung überzeugenden Inhalt den zweifellos stattlichen Preis erklärt und rechtfertigt. Der Einband besteht aus einem Buchrücken mit Silberprägung und einem Cover in Halb-Leinen-Ausführung in silberner Farbe, die Buchdeckel sind aus einem Spezialpapier in besonderer Glattleder-Haptik gefertigt, ein geprägter M1 procar-Schriftzug auf dem vorderen Einband ziert das Buch genauso wie ein Web-Etikett und ein Lesebändchen in den BMW-M-Farben. Bei dieser Liebe zum Detail versteht es sich schon von selbst, dass Verarbeitung und Bindung auch höchsten Ansprüchen genügen. Dem Schutz des Buchs dient ein stabiler silberfarbener Schuber.

Dieses Werk ist eine Zierde jeder Sammlung von Motorsport-Literatur, für wahre BMW-Fans ein Highlight und für die Eigentümer der noch vorhandenen raren BMW M1 unverzichtbar. Angesichts der limitierten Auflage von 500 Exemplaren dürfte es sich schnell zu einem echten Sammlerstück entwickeln.


Ford Escort RS1600: The story of the 1972 Safari Rally winning Escort RWC 455K
Ford Escort RS1600: The story of the 1972 Safari Rally winning Escort RWC 455K
von Ed Heuvink
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Der Rallye-Escort, der Geschichte schrieb!, 12. September 2017
Der Ford Escort RS1600 war ein sehr erfolgreiches Wettbewerbsfahrzeug im internationalen Motorsport, insbesondere bei den Läufen zur Rallye-Weltmeisterschaft. Einer der herausragenden Siege war der bei der East African Safari Rallye 1972; ein Ford-Sieg an sich wäre ja nichts so Besonderes gewesen, aber 1972 konnte mit Hannu Mikkola und Gunnar Palm erstmals ein nicht aus Ostafrika stammendes Fahrerteam diese unglaublich harte Rallye für sich entscheiden. Deshalb ist jenes Siegerfahrzeug - nun in der Schweiz beheimatet - ein Unikat von eminenter Bedeutung. Ed Heuvink und der frühere Rallyefahrer John Davenport dokumentieren hier die Historie des Siegerfahrzeugs, wobei sie den Aufbau der Sportabteilung und die Planung und den Ablauf der Einsätze von Ford im Rallyesport voranstellen. Für den technisch interessierten Leser dürfte auch die Darstellung der Entwicklung der Rallye-Fahrzeuge von Ford von den Anfängen mit dem Ford V8 und dem Zephyr über den Lotus Cortina bis zum Escort RS 1600 ein Highlight sein, und man erfährt u.a. auch eine Menge über das beachtliche Feld der Konkurrenten von Ford bei den großen Rallyes. Natürlich liegt der Schwerpunkt des im gleichen Format wie das P68-Buch gehaltenen Bandes auf der Vorbereitung und dem Verlauf der East African Safari 1972.

Deshalb ist es nur konsequent, dass die Vorworte zu diesem auf 999 Exemplare limitierten, großartig illustrierten Buch von den Safari-Siegern Hannu Mikkola und Gunnar Palm stammen, die noch heute ihre berechtigte Freude über den historischen Erfolg von 1972 wiedergeben. Die auch großformatig reproduzierten, faszinierenden Fotos stammen überwiegend aus den Archiven von McKlein und Ford. Umfangreiches statistisches Material und eine beeindruckende Fotostrecke zum Escort RWC 455K runden das Buch inhaltlich ab.


Alan Mann Racing F3L/P68: The story of Ford's three litre sports cars from the Sixties
Alan Mann Racing F3L/P68: The story of Ford's three litre sports cars from the Sixties
von Ed Heuvink
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Ein sehr schönes Buch über einen erfolglosen Rennsportwagen, 12. September 2017
McKlein Publishing in Köln und der Autor Ed Heuvink haben sich im Laufe der vergangenen drei Jahre mit besonders außergewöhnlichen Renn-
und Rallyefahrzeugen von Ford befasst. Der erste Band dieser Trilogie beschrieb 2015 das Urmodell des Ford GT mit der Chassisnummer 101. Jetzt wird diese Reihe mit den Büchern über den Ford P68 und den Escort RS1600, der im internationalen Rallyesport eingesetzt worden war, abgeschlossen.

Als die FIA für das Jahr 1968 die großvolumigen Rennsportwagen vom Kaliber des Ford GT aus der Prototypen-Klasse ausschloss, entwickelte Len Bailey für das Team von Alan Mann in England einen neuen 3-Liter-Prototypen, der von Anfang an durch sein begeisterndes Design bestach. In der rennsportlichen Realität indes erwies sich dieser Ford P68 mit dem der Formel 1 entliehenen Cosworth-V8-Motor als reiner Fehlschlag. In den Jahren 1968 und 1969 trat dieser Rennwagen in sieben Rennen an, fiel aber regelmäßig mit Defekten der unterschiedlichsten Art aus. Neben seinem Aussehen vermochte allein sein imposantes Motorengeräusch zu überzeugen.

Ein in der Schweiz lebender Sammler verfügt noch über eines der wenigen Exemplare des Ford P68. Er gab den Anstoß zu diesem Buch, das sich nicht nur mit diesem Prototypen befasst, sondern zunächst auch mit der Ford-Motorsportgeschichte und der Entwicklung des legendären 3-Liter-V8-Cosworth-Motors, dem in der Formel 1 erfolgreichsten Triebwerk aller Zeiten. Darüber hinaus bekommt der Leser auch einen ausgezeichneten Einblick in die Geschichte und die Struktur des Alan-Mann-Rennteams. Nach einer eingehenden Dokumentation der Rennhistorie des P68 geht der Autor auch auf die Einsätze des porträtierten Fahrzeugs im aktuellen historischen Motorsport ein. Das Vorwort zu dem in neun Kapitel gegliederten Band stammt von Richard Attwood, einem britischen Rennfahrer, der über eigene Erfahrungen mit dem P68 verfügt, und zwar sowohl aus der Zeit der eigentlichen Renneinsätze als auch aus den Fahrten bei Oldtimer-Veranstaltungen. Nicht minder bemerkenswert erscheint das Geleitwort von Henry Mann, dem Sohn des früheren Teamchefs Alan Mann.

Gerade angesichts der kaum noch überschaubaren Anzahl von Büchern über die weitaus bekannteren und erfolgreichen Prototypen und Sportwagen von Porsche und Ferrari und auch über den Ford GT40 ist dieser Band über ein zuweilen in Vergessenheit geratenes Projekt ein echter Leckerbissen. Ed Heuvink hat genau recherchiert und zahlreiche bisher nicht bekannte Fakten zusammengetragen, um dieses attraktiv gestaltete und mit rund 210 Fotos bestens illustrierte Buch zu erstellen. Die zum großen Teil im ganzseitigen Format gehaltenen Abbildungen stammen aus zahlreichen namhaften Archiven wie z.B. LAT, McKlein, Ford und Bernard Cahier.


Porsche 911: Die luftgekühlten Serien- und Rennfahrzeuge
Porsche 911: Die luftgekühlten Serien- und Rennfahrzeuge
von Jörg Austen
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 49,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vom 901 bis zum 993, 4. September 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Vor einigen Jahren hatte Jörg Austen in zwei kompakten Büchern die technische Entwicklung des Porsche 911 bis zum Modelljahr 2009 und der Rallye- und Rennfahrzeuge bis zum Jahr 2007 dokumentiert. Nach dem Tod des Autors 2015 hat der Motorbuch Verlag Stuttgart aus diesen beiden Büchern nun die Kapitel über die luftgekühlten Porsche 911 von 1963 bis 1998 in dem vorliegenden Band zusammengefasst, und zwar sowohl die Entwicklung der Serien- als auch die der Rallye- und Rennfahrzeuge. Jörg Austen war lange Zeit als Diplomingenieur in der Getriebeentwicklung und der technischen Schulung bei Porsche tätig und somit als Autor im Bereich der Porsche-Fachliteratur geradezu prädestiniert, was zudem auch seine Standardwerke über die Vierzylinder-Transaxle-Baureihe 924/944/968 und den 928 belegen.

Nach einem Geleitwort des bisherigen Leiters des Historischen Archivs von Porsche, Dieter Landenberger, der inzwischen zu VW gewechselt ist, einem Vorwort von Walter Röhrl sowie knappen Darstellungen des Beginns der Sportwagenproduktion bei Porsche und des Entwicklungszentrums in Weissach folgt eine sehr detaillierte Dokumentation der luftgekühlten Porsche 911 vom sogenannten "Ur-Elfer" über die Baureihen des sogenannten G-Modells bis zu den Varianten des 964 und des 993. Auf rund 440 Seiten bleibt so kaum eine Frage zur Technik und den Daten der luftgekühlten Elfer unbeantwortet. Der Band ist chronologisch geordnet; Modelljahr für Modelljahr erfährt der Leser, welche Besonderheiten für jedes Modell kennzeichnend sind, auf welchen motorsportlichen Tätigkeitsfeldern der 911 erfolgreich war und - nicht minder interessant - wie sich die Preise der Stuttgarter Sportwagenikone entwickelten.

Dabei stimmen Text und Illustration im Wesentlichen mit den aus den beiden Ursprungsbänden übernommenen Teilen überein. Allerdings ist das neue Buch im Format deutlich großzügiger, somit in der textlichen Gestaltung übersichtlicher und in der großzügigen Reproduktion der rund 350 Fotografien - überwiegend aus dem Porsche-Werksarchiv - deutlich gelungener. Aufgrund der Wiedergabe der technischen Details aller Baureihen in übersichtlichen Tabellen eignet sich der gewichtige, auf gutem Papier hergestellte Band auch hervorragend als Nachschlagewerk.

Nicht verhehlt werden sollen allerdings auch einige Schwächen: Die Speedster-Modelle sowohl des Modelljahres 1989 als auch der Baureihe 964 werden zu knapp nur am Rande erwähnt und man vermisst eine angemessene Auseinandersetzung mit den leistungsgesteigerten Versionen des 993 Turbo mit 430 bzw. 450 PS in Form des Turbo S. Dieser Turbo S wird zudem im Zusammenhang mit einem Foto des 993 GT2 fälschlich erwähnt, insoweit widerlegt sich das Buch selbst, indem es das gleiche Foto nur 36 Seiten zuvor zutreffend für den GT2 verwendet.

Dennoch ist das Buch ein lohnender Kauf. Es bleibt zu hoffen, dass der Anschlussband über die wassergekühlten Porsche 911 vom 996 bis zum für 2018 erwarteten 992 zu gegebener Zeit folgen wird.


Porsche Klassik Sonderheft: 911 Million
Porsche Klassik Sonderheft: 911 Million
Preis: EUR 9,11

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Millionär, 18. Juli 2017
Wenn die Produktion eines gewöhnlich als "Sportwagen-Ikone" bezeichneten Fahrzeugs die Stückzahl von einer Million erreicht, ist das etwas sehr Besonderes. Der 1963 in seiner Urform als 901 vorgestellte Porsche 911 hat dieses Ziel am 11. Mai 2017 erreicht. Das ist Anlass genug, dieses für einen Hochleistungswagen einmalige Jubiläum mit einer edel und attraktiv gestalteten Sonderausgabe des Magazins "Porsche Klassik" zu würdigen.

Auf 148 Seiten präsentiert der Delius Klasing Verlag 15 Geschichten und Berichte über den Sportwagen-Klassiker aus Zuffenhausen. Der Automobil-Historiker und durch zahlreiche Bücher bekannte Autor Jürgen Lewandowski zeichnet die Entstehung des Porsche 901 nach und widmet einen Artikel dem Schöpfer der 911-Form, Ferdinand Alexander Porsche. Außerdem beschreibt er den Andial 964 Carrera 4, der mit 680 PS als stärkster Straßen-Porsche erst jetzt durch den neuen GT2 RS abgelöst wird. Bastian Fuhrmann stellt die in Kalifornien beheimatete R-Gruppe und deren Gründer Ray Crawford mit seinem 911 S vor, vermittelt dem Leser einen Eindruck von der Sloan-Sammlung in New York und berichtet über außergewöhnliche Porsche-Kunden und ihre Porsche 911. Außerdem steuert er einen ausführlichen Fahrbericht vom in klassischem Grün gehaltenen Jubiläumsexemplar des 911 durch Schottland bei - die Farb- und Innenraumgestaltung dieses Elfers hätten Ferry Porsche zweifellos begeistert. Weitere Texte befassen sich unter anderem mit dem Porsche-Club Westfalen, einem ungewöhnlichen Rennfahrzeug mit der Bezeichnung "912 RSR Lightweight", einem 911 Carrera RSR 2.8 sowie einer gigantischen Sammlung von Porsche-Modellautos.

Die Special Edition 911 ist reichhaltig und hochwertig illustriert, liest sich interessant und abwechslungsreich und macht die immense Vielfalt des Themas "Porsche 911" deutlich. Trefflich passt auch der Preis zum Thema des Hefts: 9,11 €.


Le Mans: Racing Is Everything - Staffel 1 [OV/OmU]
Le Mans: Racing Is Everything - Staffel 1 [OV/OmU]
DVD

4.0 von 5 Sternen The World's Greatest Race, 27. Juni 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zehn Tage vor dem Start der 24 Stunden von Le Mans 2017 präsentierte amazon-prime-Video diese sechsteilige Dokumentation über das bedeutendste Autorennen der Welt. Angesichts der Vielzahl bereits existierender Filme über Le Mans bemühten sich die Produzenten James Erskine und Victoria Gregory, dem Betrachter diese gewaltige Motorsport-Veranstaltung auf eine neue Weise nahezubringen.

Als "roter Faden" dient dabei das Rennen von 2015, bei dem sowohl in der Vorbereitungsphase als auch während des Rennens die Teams von Porsche, Audi, Toyota, Nissan, Rebellion und Aston Martin begleitet wurden. Insbesondere Porsche, Nissan und Rebellion gewährten dabei einen tiefen Blick hinter die Kulissen und verleihen dem Film so ein hohes Maß an Authentizität. Es kommen sowohl Techniker als auch Fahrer ausführlich zu Wort - wie z.B. von Porsche Andreas Seidl, Wolfgang Hatz, Mark Webber und Earl Bamber. Darren Cox erläutert das sehr ungewöhnliche Projekt von Nissan mit einem Frontantriebsprototypen und einer Fahrerauswahl aus dem Bereich des i-Racing. Der auf diese Weise in den Nissan-Nachwuchskader aufgenommene Rennfahrer Jann Mardenborough wird recht eingehend porträtiert.

Der Zuschauer hat die Gelegenheit, in die Entwicklungsabteilungen und während des Rennens in die Einsatzleitungen zu schauen. Er kann den Worten des damaligen Audi-Piloten André Lotterer in einem Café auf dem Place des Jacobins im Zentrum Le Mans' lauschen und sich vom Radio-Le-Mans-Sprecher John Hindaugh die besondere Faszination des 24-Stunden-Rennens erklären lassen. Toyota-Fahrer Sébastien Buemi tauscht mit seinem Großvater Erinnerungen an frühere Le-Mans-Rennen aus, und Rebellion-Driver Nicolas Prost, der Sohn Alain Prosts, zeigt sich auch als stolzer Familienvater.

Großen Raum nimmt natürlich in allen 26minütigen Folgen der insgesamt über 150 Minuten langen Dokumentation die Darstellung der Porsche-Werksmannschaft und ihrer eindrucksvollen Siegesfahrt ein. Der Betrachter bekommt das Geschehen an den Boxen und auf der Rennstrecke aus ungewöhnlichen und besonders reizvollen Kamera-Perspektiven zu sehen. Durch die Annäherung an das Rennen über einen Vorbereitungszeitraum von drei Wochen wird ein Spannungsbogen erzeugt, der es dem Zuschauer fast unmöglich macht, nicht alle sechs Folgen hintereinander zu betrachten.

Da sich der Film nicht nur an den sachkundigen Motorsport-Enthusiasten wendet, sondern an ein breites Publikum, haben die Produzenten versucht, auch die Geschichte des 24-Stunden-Rennens von Le Mans in den aktuellen Erzählungsrahmen einzubauen. Immer wieder wird das Geschehen von 2015 durch sehr kurze Sequenzen aus der Le-Mans-Historie unterbrochen. Diese knappen Darstellungen bleiben recht oberflächlich, das dabei verwendete Filmmaterial ist zum Teil ziemlich mäßig. Hier wäre eine qualitativ hochwertigere und vielleicht in sich geschlossene Wiedergabe am Anfang der Dokumentation besser gewesen, mit der man zudem die etwas plötzlichen und wenig geordnet erscheinenden Unterbrechungen der 2015er-Berichterstattung vermieden hätte.

Die erste Staffel von "Le Mans - Racing is Everything" ist sehenswert und interessant, für eine zweite Staffel bleibt aber auch noch etwas Luft nach oben. Und die Rennen 2016 und 2017 liefern mit ihren dramatischen Verläufen nun wirklich reichlich Stoff für eine weitere Staffel . . .


The Return
The Return
DVD

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 50 Years Later, 24. Juni 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Return (Amazon Video)
1966 gelang es Ford erstmals, das 24-Stunden-Rennen von Le Mans zu gewinnen. Es war ein epochaler Zweikampf mit Ferrari, der 1964 mit dem ersten Renneinsatz des Ford GT40 beim 1000-km-Rennen am Nürburgring begonnen hatte und nach zwei Niederlagen in Le Mans 1966 endlich den lang ersehnten Sieg brachte, den die Amerikaner 1967 mit dem Ford GT Mk. IV wiederholen konnten.

50 Jahre später kehrte Ford in den Langstreckenrennsport und nach Le Mans zurück. Mit dem neuen Ford GT entstand in der Fahrzeugkategorie LM GTE Pro ein auf Anhieb wettbewerbsfähiger Konkurrent für so renommierte Marken wie Ferrari, Porsche, Aston Martin und Chevrolet. Nach einem problembeladenen Auftakt bei den 24 Stunden von Daytona unterzog das Team von Ford den GT einer stetigen Weiterentwicklung, die ihn schließlich zu einem echten Siegerwagen in der GT-Klasse machte. Bei den 24 Stunden von Le Mans 2016 konnte der GT so wiederum Ferrari, wenn auch knapp, schlagen, wobei nicht verschwiegen werden soll, dass die von den Verantwortlichen vorgenommene Einstufung in der sogenannten "Balance of Performance" (BOP) sowohl Ford als auch Ferrari im Verhältnis zu Aston Martin und Porsche begünstigt hatte.

Emmy-Award-Winner Erich Joiner hat im Auftrag der Ford Motor Company die Entstehung und Entwicklung sowie die Renngeschichte des neuen Ford GT in diesem 79 Minuten langen Film dokumentiert. Entstanden ist ein hoch interessanter Blick hinter die Kulissen des modernen Rennsports. Raj Nair als "Executive Vice President and President North America" gewährte der Produktion Zugang zu allen wichtigen Entwicklungsstätten, zu den Testfahrten und zu den Schaltzentralen während der diversen Rennen. Außerdem erläutert er aus seiner Verantwortung für das Projekt das Konzept des Ford GT und die technischen Probleme sowie die Entwicklungsschritte zu deren Bewältigung. Auch viele der für die Teams America und Europe tätigen Rennfahrer kommen zu Wort wie Joey Hand, Richard Westbrooke, Sébastien Bourdais und die bekannten deutschen Piloten Dirk Müller und Stefan Mücke. Der Einsatz des amerikanischen Teams mit zwei Fahrzeugen lag in den Händen von Chip Ganassi, der ebenfalls seine Eindrücke von diesem Werksengagement wiedergibt.

Die Rennaufnahmen stammen u.a. von den Läufen in Daytona, Sebring, Silverstone und Spa, alles Rennen, die das Ford-Team als Vorbereitung für den Höhepunkt bei den 24 Stunden von Le Mans betrachtete. Dementsprechend sind auch die filmischen Sequenzen des Langstreckenklassikers an der Sarthe 2016 das opulent in Szene gesetzte Highlight des Films. Nur selten ist es dem außenstehenden Betrachter gestattet, so nahe am Geschehen in der Einsatzzentrale, in den Boxen und in den Rennfahrzeugen zu sein wie in dieser Dokumentation. Dabei sind die Kameraperspektiven genauso eindrucksvoll wie die brillante Wiedergabequalität der Aufnahmen.

Schlussendlich kann der Zuschauer an der grenzenlosen Freude des Ford Chip Ganassi Teams USA mit den Fahrern Sébastien Bourdais, Dirk Müller und Joey Hand teilhaben, die auf dem 18. Rang im Gesamtklassement die GTE-Pro-Klasse vor dem Ferrari 488 GTE des Risi-Competizione-Teams mit Giancarlo Fisichella, Toni Vilander und Matteo Malucelli gewinnen konnten.

Das ist ein absolut lohnender Dokumentarfilm, der übrigens auch eine kurze Rückschau auf das Le-Mans-Engagement von Ford in den 1960er Jahren liefert.


Der 24-Stunden-Krieg
Der 24-Stunden-Krieg
DVD

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "The 24 Hour War", 24. Juni 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der 24-Stunden-Krieg (Amazon Video)
Eines vorab: das ist eine Dokumentation in der englischsprachigen Originalfassung, die aber gerade durch diesen Umstand eine besondere Auhthentizität erlangt.

Es war eine der großartigsten und faszinierendsten Geschichten im Motorsport: Der Kampf von Ford gegen Ferrari um die Vorherrschaft bei den bedeutenden Sportwagen-Langstreckenrennen in den 1960er Jahren. Im Vordergrund stand das Ziel, bei den 24 Stunden von Le Mans zu triumphieren. Die Ursprünge, die Entwicklung und den Ausgang dieses epochalen Duells eines milliardenschweren US-Konzerns mit einem damals kleinen italienischen Renn- und Sportwagenhersteller dokumentiert der Film "The 24 Hour War" auf beeindruckende und begeisternde Weise.

Henry Ford II. verfolgte mit großem Interesse die Siegesserie von Ferrari bei den 24 Stunden von Le Mans Anfang der 1960er Jahre. Zugleich war sein Unternehmen - obwohl zu den „Großen Drei“ im Automobilbau der USA gehörend - durch die Marktbeherrschung von General Motors und den aufstrebenden Chrysler-Konzern in Zugzwang geraten. Ford sah es, gerade auch im Hinblick auf die äußerst erfolgreiche Chevrolet Corvette, als zielführend an, die Marktanteile durch spektakuläre Erfolge im Automobilsport auszuweiten. Ford unterbreitete Ferrari 1963 ein Übernahmeangebot, das der Commendatore nach längeren Verhandlungen schließlich ausschlug. Dies brachte Henry Ford so auf, dass er nun um fast jeden Preis mit einem eigenen Rennsportwagen Ferrari beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans bezwingen wollte. Anknüpfend an die Erfolge Carroll Shelbys mit den bulligen Ford Cobra und dem Cobra Daytona Coupé in der GT-Klasse stellten die Ingenieure von Ford den legendären GT40 auf die Räder, der nach einigen Misserfolgen schlussendlich doch Ferrari in Le Mans schlagen und den Langstreckenklassiker von 1966 bis 1969 gewinnen konnte.

Um die entgegengesetzte Ausgangslage der beiden Unternehmen vor dem Zweikampf zu verdeutlichen, steigen die Produzenten tief in die Historie ein: Ferrari, der den Motorsport als seine Leidenschaft mit dem für ihn eher lästigen Verkauf hochkarätiger Sportwagen zu finanzieren versuchte - Ford, der den Verkauf durch Sporterfolge ankurbeln wollte. Neben herrlichen zeitgenössischen Aufnahmen erlangt die Dokumentation durch Äußerungen von Zeitzeugen besondere Authentizität. Für Ferrari kommen der bekannte und im letzten Jahr verstorbene Automobil-Historiker und Buchautor Brian Laban, Carlo Tazzioli, Mauro Forghieri und Enzo Ferraris Sohn Piero zu Wort. Die Geschichte von Ford erläutern u.a. Henry Ford III und Edsel Ford II als späte Nachfahren von Henry Ford II. Sehr erhellend werden sowohl die Situation auf dem US-Markt als auch die speziellen Probleme im Rennteam von Ferrari herausgearbeitet, das Anfang der 1960er Jahre zahlreiche hochrangige Mitglieder nach internen Querelen mit Enzo Ferraris Frau Laura verlassen hatten und dessen Schicksal fortan in den Händen des jungen Mauro Forghieri lag. Geradezu humorvoll geben Piero Ferrari und Carlo Tazzioli das sehr eigenwillige Verhalten Enzo Ferraris bei den Verhandlungen mit Ford wieder. Denn nach dem Korb, den der stolze Italiener dem amerikanischen Konzern gegeben hatte, sicherte er später auf hoch intelligente Weise die Zukunft seines Unternehmens durch die Zugehörigkeit zum Fiat-Konzern.

Zahlreiche Techniker beschreiben die durch wunderbare Originalaufnahmen belegte Entwicklung sowohl der Mittelmotor-Prototypen von Ferrari vom 250 P bis zum 330 P4 als auch des seinerzeit revolutionären Ford GT 40 und seiner Varianten Mk.II und Mk. IV. Selbst das später nie zum Renneinsatz gekommene J-Car von Ford wird gezeigt und auf den mit diesem Wagen erlittenen tödlichen Unfall von Ken Miles bei Testfahrten in Riverside eingegangen. Groß ist die Zahl bekannter Rennfahrer, die ihre Erinnerungen an das Geschehen einfließen lassen: Jackie Oliver, David Hobbs, Brian Redman, Richard Attwood, Dan Gurney, Mario Andretti, John Surtees. Dabei bleiben auch die Umstände, die zu John Surtees' Trennung von Ferrari führten, nicht unerwähnt, bis hin zur Ausleuchtung des intriganten Verhaltens des damaligen Rennleiters von Ferrari, Eugenio Dragoni.

Für mich persönlich stellen die Originalaufnahmen von den großen Langstreckenrennen 1965 und 1966 in Daytona, Sebring und Le Mans einen weiteren Höhepunkt des Films dar. Damals gab es kaum Rennübertragungen, so dass derartiges Filmmaterial wirklich Seltenheitswert hat. Nach den krachenden Niederlagen, die Ford 1964 und 1965 in Le Mans gegen Ferrari kassiert hatte, gipfelt die Dokumentation in den Berichten über die Ford-Siege 1966 und 1967, zuletzt errungen gegen die bildschönen Ferrari 330 P4, die 1967 trotz der Le-Mans-Niederlage doch noch im letzten Lauf in Brands Hatch den Titel in der Internationalen Meisterschaft für Sport-Prototypen für die Scuderia Ferrari sicherten. Das allerdings störte Ford nicht mehr, für die Amerikaner war der Sieg in Le Mans das entscheidende Kriterium. Mit diesem Sieg 1967 begründeten übrigens Dan Gurney und A.J. Foyt die heute bei Siegerehrungen traditionelle Form der "Champagner-Dusche". Ferrari und Ford waren in den Jahren von 1965 bis 1967 mit jeweils bis zu zehn Fahrzeugen - verteilt auf unterschiedliche Bewerber-Teams - in Le Mans am Start. Heute gilt es - zu Recht - als finanzieller und organisatorischer Gewaltakt, wenn eine Werksmannschaft mit drei Prototypen antritt . . .

Zum Schluss der Dokumentation wird der Bogen zu den 24 Stunden von Le Mans 2015 und 2016 geschlagen - 2016 deshalb, weil sich der erste Ford-Sieg zum 50. Mal jährte und Ford aus diesem Anlass mit vier neuen Ford GT in der Klasse GTE-Pro antrat und diese auch,. nicht zuletzt begünstigt aufgrund einer etwas zweifelhaften Einstufung in der "Balance of Performance" (BOP), auf Anhieb gewann.

"The 24 Hour War" ist in meinen Augen eine der besten Automobilsport-Dokumentationen der letzten Jahre und für den, der diesen Kampf in den 1960er Jahren mitverfolgt hat, ein wahres "Must Have".


Ferrari the Golden Years
Ferrari the Golden Years
von Gianni Cancelleri
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 71,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Großartiger Bildband, 29. Mai 2017
Rezension bezieht sich auf: Ferrari the Golden Years (Gebundene Ausgabe)
Das ist ein wahrhaft begeisternder großformatiger Bildband, der die Motorsporthistorie Ferraris von 1947 bis zum Tode Enzo Ferraris 1988 dokumentiert. Chronologisch in fünf Abschnitte geordnet, zeigen rund 640 Fotos die Ferrari-Renneinsätze, wobei der überwiegende Teil der Abbildungen erstmals veröffentlicht wird.

Es sind wirklich echte fotografische Schätze aus dem von Nada Editore verwalteten Archiv des italienischen Fotografen Franco Villani, die nicht nur die Rennaction, sondern auch brillante Porträts der Fahrer und vor allem in beträchtlichem Umfang auch Aufnahmen Enzo Ferraris wiedergeben. Besonders hervorzuheben sind die hervorragenden Bilder aus der Frühzeit des Ferrari-Motorsports in den 1950er und 1960er Jahren, die sowohl die Formel 1 als auch die für Enzo Ferrari so bedeutsamen Einsätze bei den großen Sportwagenrennen detailreich und stimmungsvoll zeigen. Hinzu kommen Fotos von den Fahrzeugpräsentationen bei den alljährlichen Pressekonferenzen Enzo Ferraris.

Allein die Illustration rechtfertigt den Kauf dieses gewichtigen Buchs. Die sich über rund 40 Seiten erstreckenden zweisprachigen Texte in Italienisch und Englisch weisen allerdings einen erheblichen Mangel auf: sie sind wegen eines vollkommen kontrastarmen blassgrauen Drucks – im Gegensatz zu den informativen und besser reproduzierten Bildunterschriften – kaum leserlich. Der Band ist sehr gut verarbeitet und in einem ansprechenden Layout gehalten.


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