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Rezensionen verfasst von
serendipity3012

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Die Nächte auf ihrer Seite: Roman
Die Nächte auf ihrer Seite: Roman
von Annika Reich
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,90

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Aus dem Leben und über die Liebe, 27. März 2015
Kamerafrau Ada ist vom Vater ihrer Tochter Fanny, dem Ägypter Farid, geschieden. Ein wenig orientierungslos versucht sie, die Erziehung der Tochter zu meistern, fühlt sich oft unzulänglich. Sie sieht, wie unkompliziert Farid mit Fanny umgeht und hat das Gefühl, dass ihr genau dieser ungezwungene Umgang mit der Tochter nicht gelingen will. Beruflich ist sie gezwungen, Jobs anzunehmen, die ihr keinen Spaß machen, sie muss Fanny und sich ernähren. Gerade ist sie an einem Theaterprojekt beteiligt, das wahre Szenen aus den Familien der am Projekt Beteiligten kunstvoll auf die Bühne bringen will, was sich als nicht einfach erweist. Während sie verschiedene Männerbekanntschaften hat, hat Farid eine neue Freundin, die ganz anders ist als Ada, eine bodenständige, vernünftige Kulturwissenschaftlerin. Zwar sind Ada und Farid getrennt, aber zwischen ihnen herrschen längst keine klaren Verhältnisse.

Sira ist Farids Schwester. In Deutschland aufgewachsen und zu Hause, reist sie nach Ägypten und gerät in die Wirren des Arabischen Frühlings. Hier keine „richtige“ Deutsche, muss sie in Ägypten deutlich machen, dass sie eine von ihnen ist: Es kommt nicht in Frage, den Demonstrationen fern zu bleiben, sie muss ein Zeichen setzen, obwohl man dort trotzdem von ihr denkt, dass sie nicht versteht, was in Ägypten wirklich abläuft. Wo gehört sie wirklich hin? Daran, bald zu heiraten, hat sie kein Interesse, auch wenn das Thema von ihren Tanten immer wieder an sie herangetragen wird.

Der schmale Roman „Die Nächte an ihrer Seite“ von Annika Reich zeigt dem Leser Ausschnitte aus dem Leben dieser beiden Frauen und aus dem derer, die ihnen nahe sind. Trotz der geringen Seitenzahl ist der Roman dabei eindringlich und geht in die Tiefe. Reich beschränkt sich auf wenige Schauplätze und Begebenheiten. Ihre Sprache ist klar und dennoch kreativ und voller Wendungen. Zudem hat sie Protagonisten mit Ecken und Kanten erschaffen, die authentisch wirken.

Den Kapiteln um Ada und Sira sind kurze Begebenheiten zwischengeschaltet, sogenannte „Reigen“: In Adas Nachbarschaft arbeitet ein Paartherapeut und Ada filmt heimlich die Paare, die über den Hinterhof zu ihm gehen. Wir lesen davon, wie sie sich verhalten, als sie hineingehen und wie sich ihr Benehmen verändert hat, als sie nach einer Stunde wieder herauskommen. Die Leerstelle, die Stunde dazwischen, bleibt im Dunkeln. Kurze Schlaglichter sind das nur, und doch Situationen wie aus dem Leben.

So ist Reichs Roman eine Geschichte aus verschiedenen Teilen, wobei alles miteinander zusammenhängt und sich schlüssig ineinander fügt. Antworten muss der Leser selbst finden, eher scheint es darum zu gehen, sich von der Geschichte mitreißen oder – vielleicht passender ausgedrückt – sich mitnehmen zu lassen und vor allem Ada in ihren inneren Nöten und Sorgen zu begleiten. Ein kleiner, feiner Roman, der nachdenklich macht und das Lebensgefühl seiner Protagonisten (und möglicherweise auch das seiner Leser) im Kern trifft.


Rosalie, die Rampensau: Ein Schwein auf Abwegen
Rosalie, die Rampensau: Ein Schwein auf Abwegen
von Katharina Baumfeld
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 13,90

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen „Sapperlot noch eins!“, 7. September 2012
Das Schwein Rosalie lebt ein beschauliches Leben auf dem Bauernhof zusammen mit anderen Schweinen. Da dieses Leben manchmal ein wenig langweilig ist, ist Rosalie sofort Feuer und Flamme, als sich die Gelegenheit ergibt, eine Rolle im Theater zu übernehmen. Leider trifft sie dort nicht nur Menschen – und auch Tiere – die ihr wohlgesonnen sind.

Finn ist das Leben bei seiner strengen Tante Agnes leid, droht sie ihm doch immer wieder, ihn ins Internat zu stecken. Zusammen will er mit seiner Freundin Nuka nachts nach Afrika ausreißen, wo sein Vater lebt. Der Plan erweist sich als schwieriger als gedacht und dann begegnen die Kinder auch noch Rosalie, die in großer Gefahr ist. Die Ereignisse werden immer turbulenter.

„Rosalie, die Rampensau“ von Katharina Baumfeld ist eine kurzweilige Geschichte um Freundschaft und das Verhältnis von Mensch und Tier. Spielerisch wird die Frage gestellt, wieso wir Tiere behandeln, wie wir es tun und angeregt, sich aus festgelegten Denkmustern zu befreien. Die Ereignisse werden mit so viel Scharfblick und Liebe zum Detail erzählt, dass ein erhobener Zeigefinger dabei nie zum Einsatz kommt. Das Buch macht Spaß, auch durch den Sprachwitz, über den die Autorin verfügt. Die Geschichte nimmt dabei immer mehr Tempo auf, bis sich am Ende alle Fäden zusammenfügen. „Rosalie, die Rampensau“ ist ein tierischer Spaß, dem ich jede Menge kleine und größere Leser wünsche!


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