find Hier klicken Jetzt informieren Book Spring Store 2017 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ Hier klicken Mehr dazu Hier Klicken Shop Kindle AmazonMusicUnlimitedFamily AmazonMusicUnlimited Fußball longss17
Profil für Amazon Customer > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Amazon Customer
Top-Rezensenten Rang: 64.761
Hilfreiche Bewertungen: 259

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Amazon Customer "Restriktionsfragment-Längenpolymorphismus"

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4
pixel
180/und die Flüsternden Puppen
180/und die Flüsternden Puppen
Preis: EUR 4,99

16 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Kammerspiel über Justus, Peter und Bob, 4. März 2016
Rezension bezieht sich auf: 180/und die Flüsternden Puppen (Audio CD)
Etwa 14 Jahre ist es jetzt her, seit André Minninger das letzte Mal eine seiner eigenen Buchvorlagen bei den drei ??? vertonen durfte (Vom Special '...und der 5. Advent" und einer Kurzgeschichte mal abgesehen). Und für Kenner der Buchvorlage war es abzusehen: Es gelang ihm mit Erfolg. Doch der Reihe nach.

Inhalt: Peter findet einen alten Walkman vor einem Fitnessstudio. Beim Anhören des Bandes werden er und seine beiden Kollegen Zeugen einer Entführung. Sie folgen der Spur, solange sie noch heiß ist und gelangen nach Mexiko. Mehr sei hier nicht verraten.
Beim Buch, das diesem Hörspiel zugrunde liegt, hat mich vor allem gestört, dass sich die ganze Handlung um ein großes Nichts dreht. Viele Szenen sind unnötig, ganze Passagen braucht man für die eigentliche Geschichte nicht, oder es wird erst hinterher klar. Dennoch war eigentlich abzusehen, dass dieser Fall als Hörspiel besser funktionieren würde, als als Buch. Denn teilweise lauschen wir hier schon fast einem Kammerspiel, sicher 20 Minuten am Stück spielen in einer alten mexikanischen Hütte. War das beim Buch manchmal zu viel des Guten kommen diese Szenen im Hörspiel voll zur Entfaltung, werden sie doch von den Stimmen der drei Hauptsprecher getragen, die wir seit vielen Jahren kennen. André Minninger hat hier eine Geschichte verfasst, die stärker als beinahe jeder andere Fall der drei ??? auf das Trio selbst fixiert ist. Etwa die Hälfte des Hörspiels lang ist kein anderer Sprecher zu hören. Und dank der starken Leistung unserer drei Hauptsprecher klappt dieses Experiment auch. Deshalb kann man letzten Endes auch über eine eher schwache Auflösung des ganzen hinwegsehen, da uns die 70 Minuten zuvor ein ansprechendes Hörspiel serviert wurde.

Sprecher: Hier sind natürlich in erster Linie Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck und Andreas Fröhlich zu erwähnen. Sie liefern eine bärenstarke Leistung ab (mit Ausnahme von einer ziemlich starken Overacting-Sequenz von Jens Wawrczeck), und sind voller Spielfreude am Werk. Nachdem ich bei den letzten Folgen manchmal schon Zweifel hatte, ob die drei Sprecher noch lange als Justus, Peter und Bob funktionieren werden, haben sie mich hier wieder vollends überzeugt und sind besser aufgelegt als im ganzen letzten Jahr.
Andere Sprecher kommen gar nicht so häufig zu Wort, die meisten erst in den letzten fünf bis zehn Minuten. Doch keiner fällt hier negativ auf. Ungewohnt ist natürlich die neue Stimme von Skinny Norris. Zwar wirkt er auf mich in dieser Folge noch zu zahm, der gewohnte hochnäsige Unterton fehlt vollständig, doch dabei handelt es sich ja um nichts, was in kommenden Folgen nicht noch verbessert werden könnte. Grundsätzlich hat man einen talentierten Sprecher mit passender Stimme gefunden.

Musik und Geräusche: Zu diesem Punkt gibt es diesmal kaum etwas zu sagen. Es werden großenteils passende, aber unspektauläre Musikstücke verwendet, keines bleibt länger im Ohr, was sowohl positiv, als auch negativ aufgefasst werden kann. Für die Abschlussmelodie hat man sich diesmal eine kleine Überraschung ausgedacht. Mir hat es gefallen. Dafür kann man gerne die Titelmusik am Anfang wieder komplett spielen, keine Ahnung, warum das bei den letzten Folgen häufig nicht mehr gemacht wird.
Die Geräusche fallen ebenfalls nicht besonders auf, sorgen aber dafür, dass man ins Geschehen eintauchen kann.

Fazit: Kein Highlight der Serie, aber für mich die beste Folge seit mindestens einem Jahr. Nach vielen mittelmäßigen Folgen ist nun endlich wieder eine erschienen, die mich wirklich zufrieden stellen konnte und hin und wieder im Player landen wird.

4 Sterne

Ausblick: Als nächstes erscheint 'Das Kabinett des Zauberers' von André Marx. Hierbei handelt es sich leider um eine für seine Verhältnisse eher schwache Folge. Doch da die Geschichten von Marx in der Regel ein gewisses Grundniveau haben dürfte die nächste Folge zwar nicht stark, aber vermutlich immerhin ordentlich werden.


179/Die Rache des Untoten
179/Die Rache des Untoten
Preis: EUR 4,99

8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen In der Summe ordentlich, 16. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: 179/Die Rache des Untoten (Audio CD)
Das Jahr 2016 hat nun auch für die drei ??? begonnen. Eingeläutet durch Folge 179 „Die Rache des Untoten“, in der Bob ein Vermögen erben soll, ohne jedoch seinen Erblasser zu kennen.

Die Story: Die Grundidee, auf der neue Folge basiert klingt erst mal nicht nach viel innovativem Stoff, aber doch recht klassisch, bei dem man eigentlich wenig falsch machen kann: Ein Testament eines rätselhaften Mannes, eine einsame Hütte, ein Funkloch, Rätseltexte. So weit so gut. Wir befinden uns schnell in einem typischen drei ??? Fall, der jedoch, wie man bald merkt nicht allzu viel Inhalt zu bieten hat. So wird zwar immer wieder ein neues Rätselfragment bekannt, doch führt es nie dazu, dass die drei ??? in dem Fall irgendwie weiterkommen. Auch als die Geschichte endlich Fahrt aufnimmt, Personen verschwinden und geheimnisvolle Gestalten auftauchen, etc. entwickelt sich der Fall selbst kein bisschen weiter. Auch nach drei Vierteln des Hörspiels sind die drei ??? nicht einen Schritt weiter. Aufgrund verschiedener Faktoren ist das aber gar nicht so schlimm. Doch darauf werde ich später eingehen. Die Auflösung ist zwar ziemlich an den Haaren herbeigezogen, aber da gab es durchaus schon schlimmeres, zumindest ich kann mit dem Ende des Falles gut leben.

Die Umsetzung: Das Buch von Marco Sonnleitner hat mir trotz der oben genannten inhaltlichen Schwächen ziemlich gut gefallen. Vor allem, weil es ein hohes Tempo und eine dichte Atmosphäre vorweisen konnte. Die Umsetzung ins Hörspiel krankt allerdings vor allem bei ersterem. Es dauert eine gefühlte Ewigkeit bis die Geschichte endlich Fahrt aufnimmt. Lange Gespräche, ein Ortswechsel, wieder Gespräche und Erklärungen, und so weiter. Es vergeht viel zu viel Zeit mit Dingen, die entweder nicht wirklich wichtig sind, oder schlicht schneller abgehandelt werde müssten. Auch als dann die ersten Personen verschwinden bleibt die Inszenierung noch recht behäbig. Erst im letzten Drittel zündet auch bei der Hörspielumsetzung der Turbo richtig. Von da an beherrscht Tempo die Geschichte, und wir bekommen eine wunderschöne Outdoor.-Atmosphäre geliefert.
Leider muss es nach dem eigentlichen Spannungshöhepunkt nochmal weitergehen und es wird nochmal ein zweites kleineres Finale angehängt. Dadurch ist ganz am Ende dann doch die Luft wieder etwas raus.

Musik und Geräusche: Die Musikstücke sind in aller Regel passend eingesetzt, auch wenn sie nicht alle ganz typisch für ein drei ??? Hörspiel sind. Dennoch gefiel mir die Auswahl im Großen und Ganzen.
Bei den Geräuschen erhalten wir zwei Drittel lang den typischen EUROPA-Klangteppich, der zwar nicht sehr üppig, aber meist effizient ist um einen ins Geschehen eintauchen zu lassen. Doch im letzten Drittel schlägt die Untermalung plötzlich um. Wir bekommen plötzlich Geräusche serviert, die es in dieser Menge und Vielfalt so noch nicht bei den drei ??? zu hören gab, unterschiedliche Vogelrufe und Schreie in unterschiedlicher Entfernung um nur ein Beispiel zu nennen. So gelingt es den Produzenten eine unglaublich dichte Atmosphäre zu erzeugen, bei der man sich selbst im „Tal der Klapperschlangen“ wähnt. Einer der ganz großen Pluspunkte dieser Folge, weswegen sie sicher auch nicht das letzte Mal in meinem Player gelandet ist.

Sprecher: Die Sprecher können überzeugen, mehr aber auch nicht. Herausragende Leistungen, die uns noch in ein paar Jahren in Erinnerung sein werden gibt es nicht. Auch Achim Schülke, den wohl jeder in seiner Paraderolle als „Alpha“ in Folge 86 im Kopf hat, liefert hier nicht mehr als solide Kost ab.

Fazit: Die erste Folge des Jahres rettet sich durch ein atmosphärisch überzeugendes Finale und hinterlässt dadurch einen zufriedenstellenden Eindruck. Als ganzes begeistern kann sie jedoch nicht. Da hätte man mehr herausholen können. Doch es reicht für ordentliche
3 Sterne

Ausblick: Im März geht es mit der Folge „Die drei ??? und die flüsternden Puppen“ weiter. Hierzu hat seit über zehn Jahren erstmalig wieder André Minninger die Buchvorlage verfasst. Das Buch krankte an denselben Dingen wie die vorliegende Folge: Inhaltliche Leere. Es geschieht nicht viel relevantes für die Geschichte. Allerdings ist die Story durch die starke Fokusierung auf die drei Detektive wie fürs Hörspiel geschaffen, hier könnte man durch die Umsetzung also ein besseres Ergebnis erzielen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 18, 2016 10:43 AM CET


178/der Gefiederte Schrecken
178/der Gefiederte Schrecken
Preis: EUR 7,49

26 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Durchschnittliches Ende eines durchwachsenen drei ??? Jahres, 4. Dezember 2015
Rezension bezieht sich auf: 178/der Gefiederte Schrecken (Audio CD)
Mit der Folge 178 „Der gefiederte Schrecken“ endet ein weiteres drei ??? Jahr. Und in diesem Fall ein äußerst unspektakuläres, da man nach dem Jubiläumsjahr 2014 sowohl bei der Buch- also auch bei der Hörspielproduktion einen Gang zurück geschalten hat. Grundsätzlich nichts verwerfliches, doch leider wurde trotz eringeren Outputs nicht die Qualität der Folgen gehoben, eher im Gegenteil. Uns Hörer erwartete im Jahre 2015 durchweg eher durchschnittliche Kost. Und um den Bogen zur aktuell vorliegenden Folge zu schlagen: Hier ist es nicht anders.

Zur Story: Barbara Mathewson, die wir schon aus der Folge „Geheimnisvolle Botschaften“ kennen hat erneut einen Fall für die drei ???. Sie hat im Garten ihres Nachbarn einen unheimlichen Vogelmenschen gesehen. Als die drei ??? sich vor Ort umschauen wollen, merken sie schnell, dass das nicht das einzige ist, was hier nicht stimmt...

Umsetzung: Die Umsetzung der Geschichte vom Buch ins Hörspiel kann sich durchaus sehen lassen. Zwar wurden hier keine Wundertaten vollbracht, aber die Vorlage wurde solide verwertet, meist an den richtigen Stellen gekürzt, sodass das Hörspiel gut gestrafft daher kommt. Allerdings sind einige Dialoge absolut nicht gelungen, wirken deplatziert, unglaubwürdig, oder nerven gar. Zusammenfassend kann man vielleicht sagen, dass der Rhythmus stimmt, aber einzelne Szenen in sich zerfallen.

Sprecher: Die Sprecher machen generell alle einen ordentlichen Job, auch wenn bei Jens Wawrczeck diesmal schon etwas Overacting dabei ist, was aber vor allem am Skript liegt. Tanja Geke als Barbara ist leider absolut unglaubwürdig. Erstens klingt sie viel zu alt, in der Regel nämlich noch deutlich älter als die drei ???, sodass ich ihr das eher nochetwas jüngere oder zumindest gleich alte Mädchen nicht abnehmen kann, zum anderen spricht sie ihre Rolle schlicht nicht konsequent. Mal energisch und beinahe herrisch den drei ??? gegenüber, freut sie sich in der nächsten Szene wie ein kleines Kind wie toll sie doch kombinieren kann...
Die männlichen Sprecher klangen mir teilweise zu ähnlich, insbesondere Nicolas König und Tobias Schmidt ließen sich gegen Ende schwer auseinander halten. Für sich genommen machen sie ihren Job aber gut.

Musik und Geräusche: Hier kommt ein großer Pluspunkt: Die Musik passt in 90% der Fälle sehr gut zum Geschehen und unterstützt die vorherrschende Grundstimmung. Die Musikstücke haben es mehrfach geschafft mich wieder positiv zu stimmen, nachdem ich nach einem misslungenen Dialog etwas enttäuscht war. Geräusche fallen bis auf den Schrei des gefiederten Schreckens überhaupt nicht auf. Kann man jetzt positiv oder negativ sehen. Vermisst habe ich keine, allerdings kann ich mich eben auch an keine erinnern.

Fazit: Da bin ich wohl die erste eher negative Stimme zu diesem Hörspiel. Leider konnte es mich nur in Teilen überzeugen, und ich war teilweise auch ziemlich genervt von stümperhaften Dialogen und ähnlichem. Dennoch kein wirklicher Reinfall, sondern eine Folge, die man durchaus hin und wieder anhören kann. Allerdings wird man wohl jedes Mal eine dünne Staubschicht von der CD wischen müssen...

Knappe 3/5 Sternen

Ausblick:

In nur etwa 6 Wochen erwartet uns die nächste Folge: Die Rache des Untoten von Marco Sonnleitner. Manch einer wird bei dem Namen des Autors schon aufstöhnen, doch ich kann zumindest aus meiner Sicht Entwarnung geben: Mit dem Buch, dass der 179 als Vorlage diente hat der Autor seine Schwächephase (171, 174, 176) hinter sich gelassen und einen äußerst spannenden und temporeichen Fall verfasst, der das Rad zwar nicht neu erfindet, aber beste Unterhaltung bietet. Hoffen wir auf eine angemessene Umsetzung.


Asterix 36: Der Papyrus des Cäsar
Asterix 36: Der Papyrus des Cäsar
von Didier Conrad
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,00

6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Asterix ist zurück - und wie!, 22. Oktober 2015
Zwei Jahre nach ihrem Einstieg 'Asterix bei den Pikten' sind Jean-Yves Ferri und Didier Conrad zurück, mit dem 36. Band der Asterix-Reihe: 'Der Papyrus des Cäsar'.

Allgemeines:

Die Story war ja in groben Zügen schon bekannt: Es geht um Cäsars Gallischen Krieg, den er veröffentlicht und nach Vorschlag seines Beraters das Kapitel über die unbeugsamen Gallier streicht. Dass das nicht gut gehen kann ist von Vornherein klar. Das ganze mündet in eine Geschichte, die die Heutige Wikileaks-Geschichte gehörig aufs Korn nimmt, ohne jetzt die Enthüller brisanter Informationen gnadenlos in den Himmel zu loben sondern eher mit einem Augenzwinkern zum nachdenken einlädt. Wie sagt Obelix doch beim Schlussbanket so schön: 'Cäsar hat geschrieben, dass ich ein dicker, rotbezopfter Gallier bin ' knurps, knurps ' Man darf eben nicht alles glauben, was man ließt!'

Die Story ist großenteils sehr klassisch gehalten, auch wenn sie besonders in der zweiten Hälfte einen ungewohntere Anstrich hat. Wenn im Karnutenwald in zwei Panels Einhörner zu sehen sind und ein Druide in einem riesigen bewohnbaren Baum lebt, ist das für mich zwar kein Weltuntergang, doch ich hätte solche Elemente lieber nicht in einem Asterixcomic. Das passt nicht ganz in sein Universum.

Zeichnungen: Ich muss zugeben, dass ich skeptisch war, als ich im Vorfeld die schon veröffentlichten Bilder gesehen hatte. Der Unterschied zu Uderzo war dann doch recht eindeutig. Die meisten Panels sind etwas leerer, Conrad verwendet wohlnicht so gerne viel Tusche. Auch einzelne bekannte Figuren wie Cäsar sahen nicht so aus wie in den alten Bänden und in der einzigen großen Wimmel-bzw. Schlachtszene vermisste ich die Prägnanz des Uderzo, da Conrad diese Szenen einfach anders zeichnet.
Das klingt erst mal weniger erfreulich, doch es war ja nur der erste Endruck. Nachdem ich das Buch aufgeschlagen hatte wurde ich sofort gefangen genommen. Die Zeichnungen waren besser als erwartet, näher an Uderzo dran und bei vielen Figuren kann man eindeutig einen Fortschritt im Vergleich zu 'Asterix bei den Pikten' erkennen. Einzig Gutemine ist nicht gut getroffen, sie wirkt im Vergleich zu den früheren Bänden um 10 bis 20 Jahre gealtert.
Habe ich sonst Anlass zur Kritik: Ja, aber nur auf allerhöchstem Niveau: Die Farben sind teilweise blasser, bzw. minimal künstlicher, Panels sind wie gesagt leerer, einige Zeichnungen sind spitzer und kantiger und die Orgie die wir zu sehen bekommen kommt nicht mal ansatzweise an die Dekadenz aus 'Asterix bei den Schweizern' heran.
ABER: Erstens sind wie schon gesagt in nahezu jedem Bereich Fortschritte zum Vorgänger erkennbar, zweitens die Zeichnungen sind nie schlecht, nur teilweise nicht ganz so brilliant wie aus früheren Tagen von Asterix gewohnt. Und seien wir ehrlich: Uderzo hat auch über 5 Bände gebraucht um seinen finalen Stil (bzw. den bis ca. Band 30) gefunden hatte. Diese Zeit sollte man Conrad auch zugestehen. Manche Panels sind jetzt schon kaum von Uderzos zu unterscheiden.
Im Hintergrund der Bilder geschieht zwar recht wenig, doch wenn, dann sind es meistens bekannte Vorgänge, wie das aufgescheuchte Huhn, das vor Schreck ein Ei legt, etc.

Fazit: Starke 4/5 Sternen (Nach Asterixmaßstäben, ansonsten 5/5)

Text:

Was für ein Quantensprung! In 'Asterix bei den Pikten' war man froh solide Kost mit ein paar Schmunzlern vorgesetzt zu bekommen, nach dem Fiasko von 'Gallien in Gefahr' und 'Asterix und Obelix feiern Geburtstag'. Ferri schien auch teilweise etwas gebremst, was auch in gewisser Weise verständlich war, schließlich hatten er und Conrad ein unglaublich schweres Erbe angetreten. In 'Der Papyrus des Cäsar' wirkt er dagegen wie entfesselt, ein Witz jagt den anderen, beim Lesen hatte ich fast durchgehend ein Dauergrinsen im Gesicht nur unterbrochen von Schmunzlern oder lautem Lachen. Teilweise bekommt man wirklich in 3 bis 4 Panels hintereinander Gags um die Ohren gehauen, die sich nahtlos aneinanderreihen und praktisch nie gekünstelt wirken. Wunderbar erfrischend wirken Szenen, wenn Troubadix von Automatix mal wieder in Grund und Boden gehauen wird und sagt: 'Aber mein Horoskop sagt, ich soll meinen Talenten freien Lauf lassen!' und Automatix unbekümmert weiter auf ihn einschlägt und erklärt: 'Meins auch!' :D
Die Namen der Gallier und Römer passen natürlich wie immer wunderbar in die Szenerie, angefangen bei Polemix über Antivirus bis Syndicus.
Auch die Übersetzung stimmt. An ein oder zwei Stellen merkt man, dass versucht wurde im deutschen einen weiteren Gag hinzuzufügen, was aber auch gut funktioniert. Ferri gibt hier eine Wahnsinnsarbeit ab, und ich bin absolut zuversichtlich, dass Gosciny in ihm einen würdigen Erben gefunden hat.

Fazit: 5/5 Sternen

Gesamtfazit: Eine phänomenale erste Hälfte lässt jeden Asterixfan innerlich jubeln. Und auch wenn die zweite Hälfte etwas abfällt und nur noch richtig gut ist, überwiegt bei mir ein äußerst positiver Gesamteindruck, sodass ich auf 4,5/5 Sterne komme. Das runde ich auf 5 Sterne auf.

Kaufempfehlung für praktisch jeden, auch für die, die Asterix schon lange aufgegeben haben. Asterix ist zurück, nicht nur im Jahre 50 v. Christus, sondern auch 2015!


177/der Geist des Goldgräbers
177/der Geist des Goldgräbers
Preis: EUR 7,49

14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Folge mit Abstrichen, 3. Oktober 2015
Rezension bezieht sich auf: 177/der Geist des Goldgräbers (Audio CD)
Da die neue Folge der drei ??? schon ab Donnerstag im Regal mancher Läden zu finden war, kam ich schon vorgestern dazu, sie anzuhören. Und was soll ich sagen? Nach einer nun schon länger anhaltenden, schwächeren Periode kommt nun ein Hörspiel, das immerhin teilweise zufrieden stellen kann. Aber der Reihe nach.

Story:
Die drei ??? werden von Miranda Kramer in den Dead Man's Canyon geholt um dort geheimnisvollen Vorkommnissen auf die Spur zu kommen, die sie seit Tagen nicht zur Ruhe kommen lassen. Körperlose Schritte, ein Geist und ein Unbekannter, der um Desert View, das nahe gelegene Anwesen herumstreicht halten die drei Detektive daraufhin in Atem. Und am Ende folgt eine für die drei ??? recht ungewöhnliche Auflösung...

Umsetzung:
Als Kenner der Buchvorlage bin ich an manchen Stellen etwas enttäuscht worden. Sprecher, die nicht so ganz zu den Charakteren passen, gekürzte oder ganz gestrichene spannende Sequenzen trüben natürlich den Eindruck, sind aber für die reinen Hörspielhörer nicht unbedingt relevant, da gerade die Sprecher den Figuren zwar ganz andere Erscheinungen als im Buch verpassen, aber dennoch funktionieren, wenn es für mich auch anfangs etwas ungewöhnlich klang. Man hätte mehr aus der Vorlage herausholen können, schlecht umgesetzt wurde sie aber auch nicht.

Musik und Geräusche:
Der große Pluspunkt der 177. Folge ist die musikalische Untermalung, die meiner Meinung nach wunderbar geworden ist und einigen Szenen einen ganz eigenen Flair verleiht. Unter anderem wird eine neue, modernere und sehr schöne Version der langjährigen Titelmelodie verwendet , welche aber nur eine von vielen schönen Stücken ist.
Was die Geräusche angeht bewegt sich auch „Der Geist des Goldgräbers“ auf EUROPA-typischem Niveau. Einerseits nicht sonderlich auffällig, andererseits in den meisten Szenen aber ausreichend. Nur die Geräusche zu einem bestimmten Tier, das ich an dieser Stelle nicht nennen werde, sind nicht wirklich gelungen. Ansonsten wurde auch einmal mit einem Soundeffekt gearbeitet, den man so bei den drei ??? selten oder gar nie hört, sondern eher aus anderen Hörspielen gewohnt ist.

Sprecher:
Hier macht eigentlich jeder seine Aufgabe recht ordentlich. Einzig Neda Rahmanian fällt leicht negativ auf. Hans Kahlert als Dusty Kirkpatrick spricht manchmal etwas undeutlich, was bei seiner außergewöhnlichen und einprägsamen Stimme aber kein Wunder ist. Er versteht es, Dusty einen ganz eigenen Charakter zu geben, obwohl er völlig anders erscheint als im Buch. Letztendlich nicht unbedingt negativ.
Herausragend ist allerdings auch keiner der Sprecher, aber es versteht nahezu jeder sein Handwerk.

Fazit:

Kein Highlight der Reihe, aber auch absolut kein Tiefpunkt und sicherlich besser als die drei Vorgänger (Bei 176 muss ich gestehen, kenne ich aber nur das Buch und habe deshalb das Hörspiel bislang gemieden). Wird sicherlich des öfteren noch im Player landen, allerdings in verhältnismäßig großen Abständen. Dramaturgisch wäre durchaus mehr drin gewesen. Vielleicht aber gerade deshalb gut als Einschlaffolge geeignet. Kaufempfehlung für alle Fans, und Gelegeheitskäufer. Lediglich für Neueinsteiger vielleicht nicht die beste Wahl.

Gute 3 Sterne

Ausblick:
In Folge 178 „Der gefiederte Schrecken“ erwartet uns ein Wiedersehen mit Barbara Mathewson aus dem Fall „Geheimnisvolle Botschaften“, die wieder einen neuen Fall für die drei ??? hat. Eine Prognose zur Qualität dieser Folge kann ich nur schwer abgeben, da ich das Buch vor allem aufgrund des Schreibstils der mir nicht liegt nur mittelmäßig fand. Storymäßig wird es aber auf jeden Fall nicht uninteressant.


Die drei ??? 175: Schattenwelt
Die drei ??? 175: Schattenwelt
Preis: EUR 11,99

29 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Möglichkeiten nicht genutzt, 15. Mai 2015
Rezension bezieht sich auf: Die drei ??? 175: Schattenwelt (Audio CD)
Jetzt ist es also erschienen, das Hörspiel zum vierten Jubiläumsband der drei ??? Serie. Es trägt den verheißungsvollen Titel 'Schattenwelt'. Er lässt auf ein düsteres und eventuell auch gruseliges Abenteuer schließen. Leider werden diese Hoffnungen nicht erfüllt.

Story: Die drei ??? dürfen probeweise für zwei Wochen an der Universität von Ruxton studieren. Dabei kommt es bei Peter zu einem Computerfehler, der dazu führt, dass er nicht in den gewünschten Studiengang 'Sportwissenschaften' hereinschnuppern darf, sondern in 'Kreative Dichtkunst mit Schwerpunkt auf experimenteller Lyrik'. Schon an ihrem ersten Tag auf dem Campus der Uni Ruxton merken die drein Jungen, dass hier einiges nicht stimmt. Vögel legen ein mehr als merkwürdiges Verhalten an den Tag, Studenten haben unerklärliche Stimmungsschwankungen, es ist von Drogen und einem 'Teumessischen Fuchs' die Rede. Die drei Detektive machen sich ans ermitteln. Doch wenn sie ein Rätsel gelöst haben, taucht sofort das nächste auf.

Allgemein: Die Buchvorlage zu Schattenwelt wurde von drei verschiedenen Autoren verfasst. 'Teuflisches Duell' von Christoph Dittert, ' Angriff in der Nacht' von Kari Erlhoff und 'Die dunkle Macht' von Hendrik Buchna. Diesem Umstaqnd ist es wohl geschuldet, dass es sich eigentlich um drei Fälle handelt, die nur lose miteinander verknüpft wurden. Im Hörspiel kommen die Verflechtungen zwischen den Fällen zwar etwas stärker zum Tragen, dennoch bleibt ein starker fader Beigeschmack, dass man es hier nicht mit einem Dreiteiler, sondern mit drei Fällen zu tun hat, die eben am gleichen Ort spielen und durch einen einzigen Umstand miteinander verknüpft sind. Dadurch wurde der große Vorteil, den die Jubiläumsfälle bieten leichtfertig verspielt. Wenn man sich an Toteninsel, den ersten Dreiteiler erinnert, fällt auf wie wunderbar diese Möglichkeit damals genutzt wurde. Es konnte über drei Fälle hinweg immer weiter Spannung aufgebaut werden, alles baute aufeinander auf, und die einzelnen Teile endeten mit großen (aber nicht konstruierten) Cliffhangern. Hier ist das Gegenteil der Fall. Am Ende von Teil 1 und insbesondere Teil 2 schenit der Fall gelöst zu sein, es wird kein wirkliches Interesse geweckt weiterzuhören.
Ein weiterer großer Kritikpunkt ist, dass es 'Schattenwelt', ähnlich wie schon 'Geisterbucht' an einem Alleinstellungsmerkmal fehlt. Toteninsel und Feuermond hatten Geschichten, die für die Serie einzigartig waren, weil sie die bisherigen Fälle an Größe übertrafen oder bisher geschehenes zusammenfügten oder beendeten (Hugenay). Beim vorliegenden 175. Fall handelt es sich um einen, der in seiner Bedeutsamkeit vielleicht etwas größer ist als die anderen, normalen Fälle, aber aus der Masse überhaupt nicht heraussticht. Und allein das, ist bei einem Jubiläumsfall, eine Enttäuschung.
Bevor ich zu den Hörspielspezifischen Punkten komme noch ein letzter Kritikpunkt: Es kommt lediglich eine einzige bekannte Nebenfigur vor (Bobs Vater), kein anderer bekommt hier einen Gastauftritt. Ein Vergleich mit den anderen Dreiteilern ließt sich sehr bescheiden: Morton, Inspektor Cotta, (Toteninsel, Feuermond, Geistebucht), Skinny, Jelena (Toteninsel), Hugenay (Feuermond)...
Schade, auch hier fällt 'Schattenwelt' hinter die anderen Dreiteiler zurück.

Umsetzung: Die Umsetzung vom Buch ins Hörspiel ist diesmal nicht besonders gut geglückt. Zwar gab es schon bedeutend schlechtere Umsetzungen, aber insgesamt bleibt es diesmal doch enttäuschend. Glücklicherweise wurden zwar die ersten beiden schrecklichen Buchseiten gekürzt, aber auch im späteren Verlauf wurde viel entfernt, und das teilweise so, dass das Hörspiel fast schon verstümmelt wirkt Stimmungsschwankung, die im Buch innerhalb von einer halben Stunde geschehen, passieren im Hörspiel binnen 10 Sekunden, sodass die ganze Szene lächerlich wirkt.
Auch andere Dinge werden gekürzt, sodass die Erklärungen, die einem im späteren Verlauf geliefert werden, noch konstruierter erscheinen, als es schon im Buch der Fall war. Das Finale von Teil 1 wird (nachdem die längste Zeit der ersten CD nichts spannendes geschieht) innerhalb von gefühlten zwei Minuten abgehandelt (in Wirklichkeit war es wohl etwas mehr). Sieht so ein spannendes Hörspiel aus? Zwei Minuten Spannung in 60 Minuten Spielzeit, keine düstere Grundstimmung, gar nichts. Das einzige, womit der erste Teil punkten kann ist, wie schon im Buch, der Humor, obwohl auch von dem nicht allzuviel übrig geblieen ist. Aber Peters Dichtkunst lässt sowohl hier, als auch im weiteren Verlauf doch das ein oder andere Schmunzeln entstehen.
In Teil 2 erlebt der Hörer da eine gewaltige Steigerung (auch wenn ich da einem meiner Vorrezensenten widersprechen muss), und es kommt erstmals so etwas auf, wie eine gewisse Grundspannung, sodass man den Ermittlungen der drei ??? interessiert lauscht, auch wenn sie nichts bieten, was man nicht schon in anderen Faolgen so ähnlich geliefert bekam. Aber hier stimmt jetzt wenigstens die Dramaturgie und die Atmosphäre, der Fall wird flüssig und zügig vorangetrieben. Auch hier gibt es einige gelungene Gags.
Im dritten Teil wartet man vergeblich auf das große Finale, erst im 5. Track dieser CD bemerkt Justus, dass doch noch nicht alle Geheimnisse von Ruxton geklärt sind (Anmerkung: Teil 3 hat gerade mal 8 Tracks). Und so zieht sich dieser finale Part des Dreiteiler stark in die Länge, trotz eines spannenden Moments recht am Anfang und einiger lustiger Momente im weiteren Verlauf. Das Finale ist dann aber eine einzige Enttäuschung, nicht zu vergleichen mit dem Buch. Keine Action, kaum Spannung, sehr traurig. Einziger Pluspunkt in der Umsetzung: Eine Szene, die es im Buch gar nicht gibt wurde vor dem Finale dazugeschrieben, was für den Buchkenner eine erfreuliche Überraschung bietet, und dem Hörspiel auch nicht schadet.

Musik: Der Soundtrack ist solide, es gibt keine Stücke, die mir sauer aufgestoßen sind, stattdessen eher einige schöne Stücke, die ich gerne etwas länger gehört hätte. Allerdings kein Vergleich zu den Eigenständigen Soundtracks der drei vorangegangenen Dreiteiler. Insbesondere Toteninsel mit seiner unvergleichlich atmosphärischen und passenden Musik liegt meilenweit entfernt. Wem solche Vergleiche egal sind, und wer sich auch nicht an etwas modernerer Musik stört (ab und zu), dem wird die Untermalung vermutlich gefallen.

Sprecher: Die Sprecher selbst liefern in aller Regel eine gute und überzeugende Leistung ab, allerdings wurden einige nicht gerade perfekt besetzt. Wie man beispielsweise einen Polizist von jemandem sprechen lässt (Ich glaube es ist Tim Kreuer), der deutlich jünger klingt als die drei ??? ist mir schleierhaft. Henrike Fehrs als Samantha kann sich nach diesem Hörspiel für die Kategorie 'schnellste Sprecherin aller Zeiten' bewerben, dermaßen hektisch interpretiert sie die Rolle (was vermutlich weniger ihr, als eher der Regie anzukreiden ist), und so geht sie schon nach einem Satz dem Hörer extrem auf die Nerven. Einige altbekannte Namen sind in der Sprecherliste auch zu finden, wie Jürgen Thormann, Anja Topf und Henry König (Dessen erster Auftritt garuenvoll, sein letzter jedoch ganz passabel ist). Alle können aber nicht so glänzen wie in vergangenen Rollen. Ob das an ihrem Alter oder am Skript lag vermag ich nicht zu beurteilen.

Auflösung: Die Auflösung ist mehr als enttäuschend; eine Mischung aus zu abgehoben, konstruiert, beliebig und langweilig. Gerade die Bezeichnung Teumessischer Fuchs ist derart beliebig gewählt, dass es schon traurig macht. Zwar wird am Ende eine fadenscheinige Erklärung dafür geliefert, doch eine solche hätte man auch für nahezu jedes andere mythologische Wesen gefunden.

Sonstige Bemerkungen:

ACHTUNG SPOILER:
Heute scheint man es mit wissenschaftlicher Korrektheit leider nicht mehr allzu genau zu nehmen, was sehr schade ist, unterschieden sich die drei ??? doch insbesondere dadurch so stark von anderen Serien, dass, sie lehrreich waren und alles möglichst korrekt dargestellt wurde. Davon ist inzwischen nichts mehr zu spüren. Das Thema Hypnose wird hier auf unterstem Comicniveau angegangen. Da wird Justus mal eben im Hörsaal manipuliert und kann durch ein Reizwort mal zu absurden Äußerungen hingerissen werden und total wegtreten. Solche 'Trigger' gibt es zwar tatsächlich, aber wenn man wissen will, wie Hypnose wirklich funktioniert, sollte man sich eher an die Folgen 'Toteninsel' sowie 'Stimmen aus dem Nichts' wenden, wo das Thema fachlich korrekt und dennoch leicht verständlich erklärt wird.
Warumirgendwelche futuristischen Geräte, deren Funktionalität in der Realität zumindest angezweifelt werden darf einbaut werden mussten, erschließt sich mir auch nicht. Klar unterstreicht das den Sinn der 'Schattenwelt', doch das wäre auf jeden Fall auch besser gegangen.
SPOILER ENDE

Wertung:

Teuflisches Duell: 2/5
Angriff in der Nacht: 4/5
Die dunkle Macht: 2/5

Das macht zusammen zwar 8/15 und damit knapp drei Sterne, doch der eine stärkere Teil reißt den Gesamteindruck leider nicht nach oben, da eine Kette bekanntlich nur so stark ist, wie ihr schwächstes Glied. Dadurch erhält dieses Hörspiel einen Stern weniger als das Buch und landet bei:

2/5 Sternen.

Ausblick: Als nächstes erscheint 'Der gestohlene Sieg, eine weitere Fußballfolge aus der Feder von Marco Sonnleitner, und dazu leider seine mit Abstand schlechteste. Wenn André Minninger und Heikedine Körting keine Wunder vollbringen erwartet uns als nächstes leider ein sehr zähes und langweiliges Hörspiel ohne wirkliche Spannungsmomente. Denen, die eine Lücke in ihrer Sammlung durchaus vertragen können rate ich, bei Folge 176 auf überraschend gute Bewertungen oder stark herabgesetzte Preise zu warten.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 21, 2015 1:15 PM MEST


174/und das Tuch der Toten
174/und das Tuch der Toten
Preis: EUR 7,49

16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Größte Mängel wurden beibehalten, 13. März 2015
Rezension bezieht sich auf: 174/und das Tuch der Toten (Audio CD)
Eigentlich wollte ich um dieses Hörspiel ja einen Bogen machen, da ich die ziemlich misslungene Buchvorlage kenne. Durch ein Sonderangebot von 3,99€ habe ich dann doch noch zugegriffen. Und nach dem Hören bin ich wirklich froh nicht mehr dafür bezahlt zu haben.

Story: Die drei ??? sind mal wieder außerhalb von Rocky Beach unterwegs und streifen durch die Wälder. Dort treffen sie auf eine Forscherin samt Assistenten, die auf der Suche nach einer ausgestorbenen Schmalkopfindianerrasse sind. In den letzten Tagen ist mehrfach ein solcher Indianer gesichtet worden. Zusammen mit dem Polizisten Angus, dem Sohn der Forscherin, machen sich die drei ??? auf die Suche nach dem "Pferdemenschen".

Umsetzung:
Schon der Einstieg ins Hörspiel ist wieder mal sehr holprig, wie bei den letzten beiden Hörspielen auch. Erst erzählt Justus lang und breit eine Geschichte von zwei Brüdern, die in dieser Gegend früher ihr Unwesen trieben, obwohl Peter und Bob diese doch anscheinend schon kennen. Danach wird es erst mal besser, die Atmosphäre stimmt und man kann ins Geschehen eintauchen. Hier wird auch das (wieder mal völlig unnötige) Rätsel eingeführt, ohne, dass darauf dann aber länger eingegangen wird.
Dann kommt schon der nächste Schwachpunkt: Gerade hatte man sich an die Atmosphäre des Valley gewöhnt wird man schon wieder dort herausgeworfen und findet sich in Rocky Beach in der Zentrale wieder. Ähnlich wie schon in "Stadt der Vampire", als man Yonderwood verlässt und damit auch die düstere Atmosphäre hinter sich lässt. Was macht denn ein einsames abgelegenes Tal für einen Sinn, wenn man es innerhalb kürzester Zeit weder hinter sich lassen kann und im gewohnten Umfeld ist? Nach einer kurzen Unterredung geht es wieder zurück, bevor wir das Valley entgültig hinter uns lassen und der Fall in der gewohnten Umgebung (Santa Monica, Rocky Beach...) weitergeht. Die Atmosphärischen Möglichkeiten des Tals wurden verschenkt und für eine moderne, aber dennoch sehr konstruirte Geschichte geopfert.
Positiv anzumerken ist eigentlich nur, dass der Handlungsverlauf etwas straffer ist als im Buch, unnötige Szenen (wie eine, in der Justus in Motoradkluft in eine zwielichtige Bar geht und einen auf cool mimt (nur deutlich schlechter als er es schon in Folge 143 "...und die Pokerhölle" getan hat))wurden gestrichen und uns erspart. So war ich nach drei vierteln des Hörspiels auch recht positiv gestimmt und habe mich gefreut, das es André Minninger diesmal gelungen ist, aus einem schwachen Buch ein mittelmäßiges Hörspiel zu machen.
Doch der größte Schwachpunkt wurde leider beibehalten: Das oben erwähnte Rätsel. Es ist vollkommen unnötig und hat mit der eigentlichen Geschichte absolut nichts zu tun und dient nur dazu, die ersten Sätze der drei ??? wieder aufzunehmen, und der Forscherin ein Happy End zu bescheren. Das Rätsel wird gar nicht "vor den Hörern" gelöst, nicht mal in einem der altbekannten Justus-Monologe, sondern die Auflösung wird auch noch nacherzählt! Eine langweiligere Möglichkeit damit umzugehen fällt mir ehrlich gesagt nicht ein. Zumal sich das Rätsel auf einen Ort bezieht, an dem der Hörer nie war. Im Buch werden wenigstens die ersten paar Seiten darauf verwendet. Hierbei dürfte es sich also wirklich um das bislang unnötigste Rätsel in der Geschichte der drei ??? handeln. Diese Nacherzählung findet nach dem eigentlichen Finale statt, durch eine letzte Überraschung soll noch mal Fahrt aufgenommen werden, doch auch das gelingt nur mau. Das Hörspiel ist dann leider immer noch nicht zu Ende und zieht sich noch länger bis der Bogen dann endlich auf vollkommen unspektakuläre Weise wieder geschlossen wird.

Sprecher: An der Sprecherleistung gibt es nichts auszusetzen, es sind markante Stimmen ausgewählt worden, die einzelnen Rollen sind ohne weiteres auseinanderzuhalten, und großenteils sehr überzeugend. Hervorzuheben ist Luise Lunov als Forscherin. Thomas Fritsch als Erzähler hat erstaunlich wenig Einsatzzeit, ob das jetzt positiv oder negativ ist muss jheder selbst entscheiden, es hat dem Hörspiel jedenfalls vom Aufbau her nicht geschadet.

Musik und Geräusche: Die Musik ist meiner Ansicht nach durchschnittlich. Es ist kein Stück dabei, bei dem ich am liebsten den CD Player abschalten würde, aber auch keines, das mir länger in Erinnerung geblieben ist. Recht unspektakulär also, was aber nicht zwangsläufig schlecht sein muss. Die Geräusche sind gewohnt ordentlich, aber nicht überragend, wie es bei anderen Hörspielserien zum Teil der Fall ist. Durch die altmodische Produktionsweise der drei ??? Hörspiele ist das aber auch nicht nötig. Die Schüsse klangen diesmal besser, als teilweise in der Vergangenheit (Skateboardfieber).

Fazit: Derzeit werden halt immer wieder Hörspiele aus Sonnleitners schwächsten Phase vertont (...und das Phantom aus dem Meer, ...und das Tuch der Toten, ...und der gestohlene Sieg (wird Hörspiel Nummer 176)), das hat nun mal schwache Hörspiele zur Folge. Es wird wieder besser werden.
Die Schwachpunkte und die Stärken bei der Umsetzung halten sich ungefähr die Waage, mit leichter Tendenz zum positiven. Dennoch erhält das Hörspiel die gleiche Bewertung wie das Buch:

2 Sterne

Ausblick: Als nächstes steht das Dreifachhörspiel 175 an, in dem es die drei ??? an die Uni Ruxton verschlägt. Ich hoffe, André Minninger und Heikedine Körting setzten alles auf eine Karte, nämlich den Humor. Das war die große Stärke der drei Bücher. Spannungsmäßig wird es schwierig an die bisherigen Dreiteiler heranzukommen, weil jeder der drei Teile einen eigenen Fall behandelt, die erst am Ende verknüpft werden, wodurch die Spannungskurve jedesmal wieder bei Null anfängt. Dennoch dürfte es relativ einfach sein, mit der Vorlage von Christoph Dittert, Kari Erlhoff und Hendrik Buchna ein Hörspiel zu machen, dass dieses hier locker überbietet.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 24, 2015 2:54 PM CET


Die drei ??? Kids, 62, Gefahr im Dschungel
Die drei ??? Kids, 62, Gefahr im Dschungel
von Ulf Blanck
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 8,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So muss ein drei ??? kids Buch aussehen!, 10. März 2015
Nachdem mich, als langjährigen drei ??? kids Leser die Entwicklung in den letzten Bänden häufig gestört hatte, freut es mich, hier ein Buch vorliegen zu haben, das wieder exzellent im Serienkontext funktioniert, die sich selbst gesteckten Anforderungen befriedigt und vor allem kindgerecht geschrieben und für Erwachsene dennoch nicht langweilig ist.
Bei Porter gibt es alles zum halben Preis, das ganze Dorf stürmt zum Einkauf zusammen, alles wie in der Kleinstadt, die wir aus den ersten kids-Bänden kennen. Giovanni und Reynolds, sowie Tante Mathilda und Onkel Titus sind auch wieder mit von der Partie, womit das gesamte Stammpersonal beisammen wäre.
Die anderen Figuren, wie der leicht zerstreute Professor, seine Assistentin, sowie die Gangster sind allesamt schön beschrieben, leich klischeehaft, aber dennoch großenteils liebenswert, vielleicht gerade deswegen.
Der Hauptschauplatz ist sehr exotisch und erinnert ein bisschen an die Insel aus "Jagd auf das Dino Ei". Ulf Blanck beherrscht die Dschungelatmosphäre einfach. Sehr erfreulich, dass die sogenannte "Arche" sich nicht direkt bei Rocky Beach befindet, sondern eine Autostunde entfernt in den Bergen. Das macht das ganze glaubhaft. Der Schilderung der Tier und Pflanzenwelt in der Arche wird viel Zeit gelassen, sodass man klare Bilder vor Augen hat. Diese werden durch die schönen Illustrationen von Harald Juch unterstützt.

Fazit: Ein wunderschönes Buch, das Kinder (Im Alter von 8-10, beim Vorlesen schon ab 6 oder 7) nicht überfordert, Erwachsene Leser, die mit der drei ??? kids Welt vertraut sind aber auch nicht durch unnötige Naivität langweilt und fast sofort zum wiederlesen einlädt. Temporeich und über mehrere Kapitel voller Spannung und Action und gegen Ende noch mal mit einem überraschenden, aber dennoch sofort nachvollziehbaren und logischen Storytwist.
So muss ein drei ??? kids Buch aussehen! Hut ab, Herr Blanck, meine Hochachtung!


Die drei ??? und die flüsternden Puppen
Die drei ??? und die flüsternden Puppen
von André Minninger
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 8,99

2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein spannendes Wenig, 20. Februar 2015
Das Buch "Die drei ??? und die flüsternden Puppen" scheint die Rezensenten anzuziehen. Die siebenfache Anzahl an Rezensionen im Vergleich zu den beiden gleichzeitig erschienenen "Das Kabinett des Zauberers" sowie "Im Haus des Henkers". Woran liegts?
Möglicherweise an der Rückkehr des André Minninger, möglicherweise hat es andere Ursachen, ich weiß es nicht.
Doch zum Buch selber: Minninger hat eine spannende Geschichte verfasst, die jedoch (ähnlich wie Marx's "Das Kabinett des Zauberers") etwas braucht, bis sie wirklich in Gang kommt. Zwar landen die drei ??? schon nach kurzer Zeit in Mexiko, doch ist auch das eigentlich noch als Vorlauf zu betrachten, da es eher eine kurzschlussreaktion ist, als eine wirklich durchdachte Entscheidung, was sich im späteren Verlauf noch herausstellen sollte.
Sobald sich die drei Jungs aber zu der im Klappentext erwähnten Hütte machen wird es spannend, und André Minninger versteht es spielend, eine düstere Atmosphäre aufzubauen. Dieser Teil des Buches ließt sich wunderbar und ich war ehrlich erstaunt, als ich feststellte, dass ich schon auf Seite 80 war und eigentlich gar nichts passiert war.
Und damit bin ich beim Großen Manko des Buches angelangt: Minninger schreibt um ein großes Nichts, oder besser, um ein großes Wenig herum, das zwar äußerst spannend und unterhaltsam, doch es fehlt dem Fall an Substanz. Die besten und spannendsten Szenen sind eigentlich völlig belanglos und dienen entweder als Lückenfüller oder schlicht dafür, die Spannung hochzuhalten. Letztenendes ist zwar doch etwas mehr von Belang als zuerst angenommen, doch es bleibt ein starker fahler Beigeschmack.
Positiv zu vermerken ist, dass Bob und Peter endlich mal Klartext reden und sich von Justus nicht länger auf der Nase herumtanzen lassen. Ein Negativaspekt ist das Finale, in dem Justus eigentlich völlig blauäugig sich und seine Kollegen in Gefahr begiebt, auf eine Weise wie selten zuvor.
***SPOILER Von Peters Absicherung weiß er zu diesem Zeitpunkt ja noch nichts. SPOILER ENDE***

In anderen Punkten wirkt das Buch nicht ganz Zeitgemäß, beispielsweise, darin, dass nur Justus ein Handy dabei hat (Oder wurde dieses Buch etwa noch zu Zeiten des "Firmenhandys" geschrieben? Heute besitzt ja längst jeder der drei eines, im "blauen Biest" ist sogar von Smartphones die Rede.)

Was bleibt? Ein spannendes und unterhaltsames Buch, das ich gerne wieder lesen werde, aus dem man aber deutlich mehr hätte rausholen können. Durch seine Fokusierung auf die drei Detektive selbst wird es als Hörspiel vermutlich besser funktionieren als als Buch.

Fazit: 3 Sterne


Die drei ??? Das Kabinett des Zauberers
Die drei ??? Das Kabinett des Zauberers
von André Marx
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 8,99

16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spannend und interessant, aber mit Mängeln, 12. Februar 2015
Das Kabinett des Zauberers ist ein flüssig geschriebenes Buch, das von jüngeren und älteren Fans gleichermaßen gelesen werden kann. Es unterhlt eigentlich durchgehend gut, hat viele witzige Momente und auch immer wieder spannende "Einlagen". Leider konnten die mich selten wirklich packen. Erst das etwas härtere Finale nahm mich wirklich gefangen. Jüngere Leser dürften dieses Buch als deutlich spannender empfinden, wobei das Finale für die ganz jungen (10 oder jünger) vielleicht nicht unbedingt geeignet ist. Aus dieser Perspektive könnte man dem Autor also unkonsequentes Schreiben vorwerfen. Da man aber auch als älterer Leser nie gelangweilt ist, wiegt das für mich nicht wirklich schwer. Dennoch hätte dem Buch etwas mehr Action nicht geschadet, und das Marx wunderbare Action inszenieren kann hat er in Büchern wie "Nacht und Angst" sowie "Der finstere Rivale" schon hinlänglich bewiesen.
André Marx ist es gelungen ein noch relativ neues Thema bei den drei ??? zu finden, denn Geister, Dämonen und Bilder gab es in unterschiedlichen Variationen ja schon oft, mit einem Zauberer hatten die drei Detektive aber noch nie direkt zu tun, wenn ich mich nicht irre. Nur mit den Hinterlassenschaften (in "...und der sprechende Totenkopf).

EIn großer Kritikpunkt für mich ist das, was Tuigirl in ihrer Rezension lobt: Inspektor Cotta ist viel zu hart zu den drei ???. Er brüllt sie an, kündigt an, sie einzusperren, und verurteilt sie letzten Endes sogar zu gemeinnütziger Arbeit (mit welcher Rechtsgrundlage?). Dieses Verhalten würde allenfalls Sinn machen, wenn er die drei ??? erst kurz kennen würde und sie erst ein oder zwei Fälle mit seiner Hilfe gelöst hätten. Rückblickend auf aber vermutlich weit über 50 Fälle an denen auch Cotta beteiligt war, macht dieses Verhalten keinen Sinn. Insbesondere durch das Buch "Nacht der Tiger" in dem Cotta die drei ??? anonym ja selbst um Hilfe bittet ist seine hier geschilderte Vorgehensweise absolut unvorstellbar. Das werte ich als krassen Minuspunkt, es passt einfach nicht mehr in die jetzige drei ??? Ära.

Fazit: Es bleibt ein unterhaltsames, aber leider in sich und erst Recht im Serienkontext inkonsequentes Buch, das man sicherlich auch ein zweites Mal lesen kann. Ich gebe sehr gute 3 Sterne, fast hätte es noch für vier gereicht. Möglicherweise korrigiere ich die Wertung mit etwas Abstand auch noch nach oben. Mal sehen, was das Buch mittelfristig für einen Eindruck hinterlässt.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4