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Rezensionen verfasst von
Cornelius Bauer "cornelius bauer" (Freiburg)
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The Wound-Dresser u.a.
The Wound-Dresser u.a.

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die zwei Seiten des John Adams, 21. März 2006
Rezension bezieht sich auf: The Wound-Dresser u.a. (Audio CD)
Eines vorweg: Ich schätze mich glücklich, mit dieser Aufnahme zwei meiner absoluten Lieblingsstücke auf einer CD vereint zu besitzen. Als jemand, der so gut wie alle Stücke von John Adams kennt, kann ich diese CD nur als Glücksfall bezeichnen, und obwohl die beiden Werke gegensätzlicher kaum sein könnten, gehören sie meines Erachtens doch unbedingt zusammen.

Dass John Adams einer der wichtigsten Komponisten unserer Zeit ist, muss wohl nicht extra betont werden. Nicht ganz so bekannt ist, dass Adams, wie er selbst sagt, zwei unterschiedliche Seiten hat: Da ist zum einen der ernste, dunkle, auch dramatische Adams, der sich mit den Grundfragen des Menschseins auseinandersetzt, wie man es aus Werken wie "Harmonium", "Harmonielehre" oder den Opern "Nixon in China" und "The Death of Klinghoffer" kennt. Und daneben steht zum anderen der heitere, scherzhafte, ironische Adams, der "Trickster", der uns solche Parforce-Ritte wie die "Grand Pianola Music", "The Chairman Dances" oder "Short Ride in a Fast Machine" beschert hat.
Vertreter beider Seiten sind nun auf dieser CD vereint: "The Wound-Dresser" ist so melancholisch und tiefsinnig, dass Adams sogar auf die bisher bei ihm üblichen wellenartigen Pattern, die er aus der Minimal Music übernommen hatte, verzichtet zugunsten einer lyrischen, ausdrucksstarken Melodizität. "Fearful Symmetries" dagegen ist wohl Adams' frechstes Stück überhaupt: Hier scheint sich der Komponist über sich selbst lustig zu machen, indem er seine munter daherswingenden Wellenfiguren nicht nur mit klanglichen und rhythmischen Spitzen versieht, sondern auch in geradezu wahnwitzige Steigerungspassagen führt. Wenn man so will, wird hier die Minimal Music, die bei Adams sowieso nie in Reinform vertreten war, endgültig ad absurdum geführt.
Die beiden Stücke sind übrigens Teil einer Übergangsphase in Adams' Schaffen, die seinen endgültigen Abschied von der Minimal Music markiert. In der direkt darauf folgenden Oper "The Death of Klinghoffer" wird dieser Schwenk dann vollzogen, Adams' Musik ist seither komplexer, vielseitiger und vielschichtiger geworden - ohne dass die älteren Stücke etwa qualitativ geringer zu werten wären. Man darf auch nicht den Fehler machen, Adams' freche "Trickster"-Stücke künstlerisch geringer zu bewerten als die ernsten Werke. Es handelt sich eben um zwei Seiten des gleichen Komponisten, der immer auf allerhöchstem Niveau arbeitet.
Auch interpretatorisch ist diese CD ein Glücksfall: Das Orchestra of St. Luke's zeigt sich unter Adams' eigener Stabführung als präzises, klangschönes Orchester. Sanford Sylvan versieht den Baritonpart des "Wounddresser" mit genau der dunklen und sensiblen Expressivität, die das Stück benötigt. In jeder Hinsicht also ist diese CD allen, die sich für Adams, Neue Musik oder auch ganz allgemein klassische Musik begeistern können, wärmstens zu empfehlen.


Per Anhalter durch die Galaxis
Per Anhalter durch die Galaxis
DVD ~ Sam Rockwell
Preis: EUR 7,79

100 von 109 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Keine Panik: So schlecht ist der Film nicht!, 21. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Per Anhalter durch die Galaxis (DVD)
Kein Zweifel: Dieser Film spaltet die Gemüter in zwei extreme Lager. Die einen lieben ihn, sei es einfach als lustige Sci-Fi-Verarschung oder als gelungene Umsetzung des Hörspiels/Buchs/TV-Serie. Andere, oft eingefleischte Anhalter-Fans, sind enttäuscht, dass der Film nicht alles genau so rüberbringt, wie es im Buch steht. Aber mal ehrlich, Leute: Habt ihr wirklich erwartet, dass bei einer Serie, die als Radio-Hörspiel begann, dann zum Buch, zur Fernsehserie, zum Badetuch und zum Comic mutierte, in jeweils eigenen, einander heftig widersprechenden Fassungen - dass da ein Film einfach nur das Buch, also noch nicht einmal die Urfassung, eins zu eins nacherzählt? Ich fand es gerade witzig zu sehen, wie der Film wieder neue Elemente eingeführt hat, anderes leider weglassen musste, und aus einer wirklich nicht sehr zusammenhängenden Geschichte, die eigentlich nicht filmfähig ist, doch noch eine einigermaßen in sich geschlossene Handlung konstruiert hat. Und einige neue Ideen wie der Delphin-Song zu Beginn (die Delphin-Idee kommt eigentlich erst in einem späteren Buch vor), die Anti-Denk-Klatschen auf Vogsphere, das Standpunktwechsel-Gewehr oder der Einfall, die Begegnung mit den Mäusen in Arthur Dents scheinbar wiedererrichtetem Haus auf der Kopie-Erde auf Magrathea stattfinden zu lassen, sind schlichtweg genial und eines Douglas Adams durchaus würdig.
Sicher: Nicht alles ist so gut geglückt, manchen genialen Adams-Einfall aus dem Original hat man ohne Not ausgelassen. Warum ist die Szene, wo Arthur Dent und Ford Prefect auf der Herz aus Gold landen, so zusammengestrichen worden, obwohl es zum Besten und Abgedrehtesten gehört, was Adams je erfunden hat? Wieso fehlt die Unterhaltung mit der Vogonen-Wache? Wieso hat man sich um die zwei Köpfe von Zaphod Beeblebrox herumgedrückt, stattdessen nur so ein merkwürdiges Wechselgesicht eingefügt? Da waren die Macher der BBC-Serie mutiger, trotz der geradezu hanebüchenen Billigkeit ihrer Effekte, was andererseits aber auch einen gewissen Charme hatte...
Davon abgesehen, empfinde ich die meisten visuellen Umsetzungen als sehr gelungen - anders, als man es erwartet, viele Kugelformen, etwa Marvins Kopf usw. Für Kenner: In einer Szene erscheint inmitten einer wartenden Menschenmenge der BBC-Marvin, eine nette kleine Reverenz an die TV-Serie.
Alles in allem: Restlos glücklich wird man als Hitchhiker-Fan mit diesem Film nicht sein können - vielleicht waren unsere Erwartungen nach 20 Jahren Vorbereitungszeit auch zu hochgesteckt. Angesichts dessen, dass die Story ursprünglich nicht für einen Film konzipiert ist, haben sich die Macher aber doch gut geschlagen, trotz einiger Abstriche im Detail (siehe oben). Daher einen Punkt Abzug, aber auf jeden Fall besser als der Durchschnitt!
P.S. Ich hoffe sehr, jemand geht bald an die Verfilmung des 2. Bandes. Oder des dritten. Oder was auch immer...
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 25, 2010 6:19 PM MEST


Opernroman
Opernroman
von Petra Morsbach
  Taschenbuch

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein schönes Buch, aber kein Roman, 1. Mai 2001
Rezension bezieht sich auf: Opernroman (Taschenbuch)
"Opernroman"? Oper - ja sicher: Mit spitzer, leichter Feder, profunder Kenntnis und sicherem Blick für das Menschliche führt uns Petra Morsbach in die Welt des (Musik-)Theaters und bringt uns insbesondere die menschliche Seite des Lebens hinter der Bühne nahe. Aber ein Roman? Wohl eher eine Art Mosaik aus vielen Einzelbildern, Portraits und einzelnen Geschichten, die etwa nach Art einer Daily Soap (wenn auch auf viel höherem Niveau) ineinander verwoben sind. Eine Handlung dagegen oder auch nur eine Grundidee, die einen übergeordneten Zusammenhang herstellen würde, gibt es nicht, auch wenn dies im letzten Kapitel versucht wird. Dennoch ist dies ein sehr schönes, liebenswertes und unbedingt empfehlenswertes Buch - einen Roman aber sollte man nicht erwarten.


Opernroman
Opernroman
von Petra Morsbach
  Taschenbuch

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein schönes Buch, aber kein Roman, 25. April 2001
Rezension bezieht sich auf: Opernroman (Taschenbuch)
"Opernroman"? "Oper" sicher: Mit scharfem Blick, spitzer leichter Feder und dem Gespür für das Menschliche schildert Petra Morsbach das Leben auf und hinter der Opernbühne, läßt die Welt des (Musik-)Theaters mit all seinen Verrücktheiten, mit Banalem und Hochkünstlerischem, Menschlichem und Unmenschlichem sich vor uns ausbreiten. Aber ein "Roman"? Eher ein buntes Mosaik aus vielen Einzelbildern, Portraits, Geschichtchen, die nach Art einer Daily Soap (wenn auch auf viel höherem Niveau) locker miteinander verwoben sind, sich aber nicht zu einer eigentlichen Handlung mit einheitlicher Grundidee zusammenfügen. Ein wenig wird dies zwar im letzten Kapitel versucht, aber damit wird noch kein zwingender Zusammenhalt geschaffen. Was bleibt ist ein liebenswertes, literarisch unbedingt wertvolles Buch, das aber entgegen dem Titel mehr als ein Portrait oder eine fiktionalisierte Dokumentation denn als ein Roman zu lesen ist.


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