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Rezensionen verfasst von
Earshot At -. Magazin "(Earshot.at)"
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Wake
Wake
Preis: EUR 14,49

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solider Mainstream-Metalcore, 27. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: Wake (Audio CD)
Die Jungs von FOR TODAY konnten sich einen Deal mit Nuclear Blast sichern, wodurch die Jungs nun endlich die nötige Aufmerksamkeit ergattern könnten, denn die vier vorangeganen Alben sind wahrscheinlich nur eingefleischten Metalcore-Jüngern ein Begriff, dabei kann die Truppe aus Iowa durchaus überzeugen.

Innovation oder Eigenständigkeit? Fehlanzeige! Doch das stört Fans des Genres, die beim 33ten Breakdown auf derselben Platte noch abgehen wie von der Tarantel gestochen, so gar nicht. Und so sparen auch FOR TODAY mit dem für das Genre so prägende Elemente nicht. Technisch anspruchsvoll, meist schwermütig, aber durchaus auch mal flott, spielen sich die Amis durch typische, aber ausgereifte Metalcore-Kost, die mit Melodien sparsam umgeht und auch cleane Passagen eher als Mittel zum Zweck verwendet. Dennoch schaffen es die Metalcore'ler auch mal gut ins Ohr zu gehen, wie das dynamische „Broken Lens“ wunderbar zeigt. Doch ihr liebstes Element ist offensichtlich die Wucht, denn egal ob beim Breakdownen oder bei flotten Riffen, FOR TODAY walzen gewaltig und lassen nur selten Ruhe aufkommen. Wenn doch, dann aber gezielt und kontrastreich. Gutes Beispiel dafür ist sicher der Track „Deserter“, der mehr Melodien und Eingängigkeit erlaubt. Auch „Wasteland“ und das abschließende „Time And Tide“ lassen mehr cleane Passagen zu und schrauben das Geballer etwas zurück, dieses kommt aber dennoch nie zu kurz, wie das zwar verdammt ruhig beginnende „Flooded Earth“ ganz gut unter Beweis stellt.

FOR TODAY liefern altes in neuem Gewand. Ganz nach dem Motto: warum ein Rezept verändern, wenn das Servierte doch seit über zehn Jahren wunderbar schmeckt. Wer nicht genug von handwerklich gut gemachtem Metalcore, der auch den Mix aus Härte und Melodie wunderbar austariert, bekommen kann, der ist mit „Wake“ definitiv nicht falsch beraten.


Pylon (Limited Deluxe Edition)
Pylon (Limited Deluxe Edition)

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Industrial Veteranen, 27. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: Pylon (Limited Deluxe Edition) (Audio CD)
Ganze 37 Jahre existieren nun die britischen (Industrial/Post/Punk) Rocker KILLING JOKE bereits, wenn man ihr zwischenzeitliches Ableben zwischen 1996-2002 mitzählt. „Pylon“ ist nun das 15. Album der vielleicht außergewöhnlichsten Band die Großbritannien wohl zu bieten hat.

Durchzogen von Industrial-Sounds zieht „Pylon“ einen ziemlich schnell in seinen hypnotischen Bann. Die Synthies sind abgefahren, die Rhythmik bewusst monton und die Stimme von Jaz Coleman passt sich ebenso an. Doch die genannte Monotonie ist keineswegs negativ gemeint, sondern steigert nur die Intensität von „Pylon“, wird aber immer wieder von Spielereien wie diverser Percussion, kurzen Bass-Einlagen oder coolen Synthies durchbrochen, die den Tracks die nötige Dynamik und genug Abwechslung verpassen, um nie langweilig zu werden. Schon „Autonomous Zone“ zieht einen vollkommen in die Welt von KILLING JOKE mit all den erwähnten Elementen. Heavier und noch industrieller erschlägt einen „Dawn Of The Hive“ förmlich. Einer Atmosphäre wie dieser läuft FEAR FACTORY mittlerweile seit über einer Dekade nach, dafür wird es im folgenden „New Cold War“ fast schon etwas 80s poppig. Dementsprechend geht es auch eingängig zu, doch heavy Parts und eine schon unverschämt erscheinende Intensität lassen nicht lange auf sich warten. Noch mehr Pop gibt es in „Euphoria“ – einen Track dieser Art gab es ja auf den Vorgängern auch und könnte manch Fan in den Wahnsinn treiben mit seinen Radio-Synthies, während „New Jerusalem“ mit diversen elektronischen Genres spielt und fast wie ein Remix eines typischen KILLING JOKE-Fans wirkt. Routine gibt es bei den mittlerweile doch älteren Herren absolut nicht, hier herrscht Experimentierfreude und dennoch wirkt alles wie aus einem Guss, was auch der Hammer-Produktion zu verdanken ist. Treibend, hymnisch, eingängig – das ist „War On Freedom“ und holt im richtigen Moment die Hörerschaft etwas herunter. Die Luft will ihnen ebenso wenig ausgehen. Das treibende „I Am The Virus“ bohrt sich vehement in die Gehörgänge und wurde nicht zufällig als Vorab-Track erwählt. Zum Schluss packt KILLING JOKE dann nochmal der Ehrgeiz, denn „Into The Unknown“ versucht sämtliche Trademarks des Albums nochmal zu fokussieren und das mit Erfolg. Das Teil geht nochmal richtig schön unter die Haut und wird auch live wunderbar abgehen.

KILLING JOKE merkt man zwar die Erfahrung, aber nie eine gewisse Routine oder das Alter an. Die Briten schaffen es auch nach 37 Jahren und 15 Alben zu überraschen ohne sich neu erfinden zu müssen oder gar irgendwelche Trademarks abzulegen. Wer auf hypnotisierenden Industrial Rock steht, der findet mit „Pylon“ das ganze große Genre-Kino.


The Judas Table (LTD. Digibook Inkl. Bonus CD)
The Judas Table (LTD. Digibook Inkl. Bonus CD)
Preis: EUR 17,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Traurig wie eh und je, 27. Januar 2016
Die selbsternannte traurigste Band der Welt ist zurück. Mick Moss liefert mit ANTIMATTER das nunmehr sechste Album und befasst sich unter dem Titel „The Judas Table“ mit Lug und Betrug. Dabei verarbeitet er eigene Erfahrungen, ist sich aber sicher, dass jeder Hörer, der in ähnlichen Situationen war, sich mit seinen Texten identifizieren kann.

Demnach ist auch „The Judas Table“ eine Reise in die Psyche voller Trauer, Kummer und Enttäuschung. Mick präsentiert das mit seinem zerbrechlichen Gitarrenspiel ebenso gut wie mit seiner emotionalen Stimme, die mal traurig, zweifelnd und wimmernd, dann aber doch wieder kraftvoll und selbstbewusst klingt. Dabei erschafft der Brite eine so intensive klangliche Landschaft, mit minimalistischen, aber eindringlich wirkungsvollem Sound, durchzogen von Akustikgitarren und dezenten Keyboards. So steht natürlich deutlich die Stimme von Mick im Vordergrund und die geht stets unter die Haut. Einzelne Songs von „The Judas Table“ hervorzuheben wäre dem Material gegenüber nicht fair, denn diese spielen auf dem gleichen Niveau und bieten eine grandiose Mischung aus Art Rock, Dark Rock und Gothic, mit allen Trademarks von ANTIMATTER und einer interessanten und nicht unwichtigen Botschaft.

Hobby-Melancholiker, Freunde der Depression und Fans von ANITAMATTER kommen hier mit diesem Herbstsoundtrack voll auf ihre Kosten, sollten aber das Suchtpotential dieses wunderbaren Stückes Musik nicht außer Acht lassen.


Fallen
Fallen
Preis: EUR 16,99

4.0 von 5 Sternen Rockende Prediger, 27. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: Fallen (Audio CD)
Laut einer neueren Aussage von STRYPER Fronter Michael Sweet, ist seine Band keine christliche Rock Band, sondern eine Rock Band mit christlichen Mitgliedern – Okay, ändert aber nichts daran, dass STRYPER durch und durch von christlichen Texten und auch Soundelementen geprägt sind. Und das schon seit mehr als 30 Jahren. Nach einigen Hochs und Tiefs haben sich die Herren aus Orange County in den letzten Jahren gefangen und liefern wieder regelmäßig neue Kost. Das neueste Ergebnis hört auf den Namen „Fallen“ und bietet typische Trademarks der Band.

Da kann es oftmals schon kitschig und Pathos-geschwängert zugehen, wie wir in den letzten Dekaden zur Genüge erleben durften. Und auch auf „Fallen“ wird mit derlei Elementen neben erdigem Melodic Rock der mittlerweile moderen Art, nicht gegeizt. Schon „Yahweh“ ist Programm und geht aufgrund von Kirchenchören und eingängigen Melodien gut ins Ohr. Michael Sweet zieht wie immer solide sein Programm durch. Das Riffing ist knackig und die Rhythmusfraktion drückt gut voran. Auf „Fallen“ schleichen sich gerade in Sachen Riffing sogar ein paar Power Metal-Elemente ein, was dem Bandsound eigentlich ganz gut tut. Ansonsten sind STRYPER-typische Hymnen mit zahlreichen Hooklines, einprägsamen Refrains und gelungenen Leads geglückt. Wer das zuletzt veröffentlichte Werk „No More Hell To Pay“ mochte, wird sich auch hier recht schnell zurecht finden, jedoch wieder vergeblich nach großen Hits suchen. Live-Hymnen und Ohrwürmer gibt es aber dennoch dank dem Stampfer „Pride“, dem pathetischen Titeltrack oder dem flotten Kracher „Till I Get What I Need“. Vor allem das Gitarrenspiel von Oz Fox und die immer wieder eingestreuten Chöre machen aus „Fallen“ ein wirklich rundes Stück Musik, das auch live wunderbar zünden sollte.

STRYPER haben nach 30 Jahren nichts an Energie und Spielfreude verloren. Durchgefallen ist „Fallen“ somit definitiv nicht und lässt auch im Gegensatz zum Vorgänger keine Ausfälle mehr finden. Ob „christlich“ / „white“ oder nicht – STRYPER sind abseits dieses Themas einfach eine starke Rock Band und das ist auch der Punkt den man würdigen sollte.


2.0
2.0
Preis: EUR 17,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Moderner Rock mit Charme, 27. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: 2.0 (Audio CD)
Vor etwas mehr als einem Jahr konnten mich 21OCTAYNE, die neue Band des (mittlerweile ehemaligen) AXXIS Gitarristen Marco Wriedt, nicht nur überraschen, sondern auch vollends überzeugen. Der Mix aus modernem, energischen Rock, klassischen Genreelementen und einer Prise Funk auf „Into The Open“ begeisterte mit seiner Frische auf Anhieb.

Nun legen Marco und seine Kollegen Hagen Grohe (THE JOE PERRY PROJECT) und Alex Landenburg (MEKING DELTA, RHAPSODY) schon mit dem schlicht „2.0“ betitelten Album nach und machen da weiter wo sie im vergangenen Jahr aufhörten. „Devil In Disguise“ rockt mal eben fetzig und locker aus den Boxen und macht unheimlich Spaß. Genauso sollte moderner Rock klingen. „Take Me Back“ kommt nicht weniger ungezwungen daher, hat aber einen ruhigeren und fast poppigen Ton. Hagens stimmliches Talent kommt auch hier wunderbar zur Geltung. Auch dieses Mal wird trotz des Abgangs von Bassist Andrew Lauer die Abwechslung im Songwriting wieder groß geschrieben. „When You Go“ gefällt durch akustisch-halbballedeske Ausrichtung, „Love's Just A Heartbreak Away“ wandelt auf den Spuren der 80er Stadion-Rocker, „Take Me Away“ stetzt auf heavy Riffing und hymnische Elemente und „The Circle“ gibt sich als rockiger Ohrwurm. Dazu kommen noch „Date With Myself“, das erneut in die 80er schwenkt und mit seinem Text für einen Schmunzler sorgt und der heftige Stampfer „Fly With Me“, der düstere Rock-Stimmung verbreitet. Aber richtig stolz können die drei Herren aus Deutschland auf das abschließende Rock-Epos „Tale Of A Broken Child“ sein. Hier kombinieren die drei Herren Emotion, Gefühl, etwas Bombast und eine deftige Prise Rock zu einer perfekten Hymne, die unter die Haut geht und verschiedenste Elemente, inklusive einem kleinen LED ZEPPELIN-Tribut verbindet.

Auch wenn 21OCTAYNE nicht ganz die Hitdichte des Debüts erreichen, ist „2.0“ alles andere als ein Schnellschuss und kann sich trotz vieler bekannter Elemente von der tristen Rock-Landschaft immer noch mühelos abheben. Der einzigartige Sound von 21OCTAYNE, gepaart mit der ungezwungenen Spielweise von Marco sowie der eindringlichen Stimme von Hagen fesselt einfach.


Exhumation - The Early Years
Exhumation - The Early Years
Wird angeboten von DVDMAXXX
Preis: EUR 12,50

4.0 von 5 Sternen Klassiker ausgegraben, 27. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: Exhumation - The Early Years (Audio CD)
Über 30 Jahre sind bereits vergangen seitdem GRAVE DIGGER mit ihrem Debüt „Heavy Metal Breakdown“ für Aufsehen sorgten und sich neben Teutonen wie ACCEPT, RUNNING WILD, HELLOWEEN oder RAGE fest in der Szene etablierten. Vor allem durch Chris Boltendahls unverkennbares Organ, konnten sich die Grabschaufler (zwischendurch als DIGGER und HAWAII) bis heute halten. Natürlich liegt es auch daran, dass die Deutschen stets fleißig tourten und auch regelmäßig Alben veröffentlichten. Der letzte Streich erfolgte im vergangenen Jahr mit „Return Of The Reaper“, das das bereits das 16. Album der Bandgeschichte darstellte.

Ein Nachfolger ist noch nicht in Aussicht, doch nun sind sie 35 Jahren im Geschäft und das nahmen sich Chris und Co. zum Anlass um einige Klassiker, vor allem vom Debüt, neu einzuspielen und in Form von „Exhumation – The Early Years“ auf die Fans los zu lassen. Klassiker wie „Headbanging Man“ (ja, der Titel ist Programm), „Witch Hunter“ oder „Stand Up And Rock“ haben in der neuen Version nichts an Magie verloren und funktionieren somit dank fettem, druckvollen Sound heute noch genauso wie früher. Die Idee dahinter ist nicht neu, doch Songs die 30 Jahre alt sind jüngeren Fans auf diese Weise näher zu bringen oder alten Fans erneut in Erinnerung zu rufen, um diese auch live wieder besser abfeiern zu können, ist nicht die blödeste Idee die man haben kann. Zwar konzentrieren sich die Grabschaufler hier (fast) ausschließlich auf die ersten drei Alben, können aber so, nicht nur die wirklichen Hits von „Heavy Metal Breakdown“, „Witch Hunter“ und „War Games“ neu auflegen, sondern auch ein paar weniger erwartete Nummern nochmal aufleben lassen. Zudem gibt es mit „We Wanna Rock You“ und dem Titeltrack von der 1984er EP „Shoot Her Down“ obendrauf.

„Exhumation – The Early Years“ zeigt, dass sich GRAVE DIGGER über ihr Jubiläum Gedanken gemacht haben und anstatt einer typischen Best-Of Kompilation, die sie mühelos veröffentlichen könnten, die Mühe machen, um sich im Studio etwas Besonderes einfallen zu lassen. Fans der Band können hier bedenkenlos zugreifen, da in Sachen Produktion natürlich nach 30 Jahren Welten liegen und dieses furiose Geschoss sowieso einfach eine Menge Spaß macht.


Full Circle
Full Circle
Preis: EUR 22,16

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch live ein Garant für starken Prog, 27. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: Full Circle (Audio CD)
Die norwegischen Progressive Metal Stars PAGAN'S MIND existieren bereits seit 15 Jahren und schauen mittlerweile auf fünf Veröffentlichungen zurück, die allesamt qualitativ hochwertig ausgefallen sind und der Band eine solide Fanbase bescherte. Obwohl seit dem starken „Heavenly Ecstasy“ bereits vier Jahre ins Land gezogen sind, steht uns leider heute noch keine neues Werk der Nordmänner ins Haus, dafür aber eine längst überfällige Live-Veröffentlichung in Form der Doppel-CD „Full Circle – Live At Center Stage“.

PAGAN'S MIND sind als eine Art Stammgast beim Prog-Power USA zu sehen und spielten somit zum Jubiläum im vergangenen Jahr gleich zwei Sets. Das erste bestand dabei komplett aus dem starken Zweitling „Celestial Entrance“, während das zweite Set ein gelungenes Best-Of der Band präsentierte. Dies wurde natürlich mitgeschnitten und landete nun auf „Full Circle“. Die Band zeigt sich auf dieser Veröffentlichung von ihrer besten Seite. Egal ob eben Klassiker wie „Through Osiris' Eyes“ oder „Aegan Shores“ vom ersten Set, oder spätere Hits der Marke „Intermission“, „Eyes On Fire“ oder das immer wieder geniale DAVID BOWIE Cover „Hell Spaceboy“, das in keinem Set der Norweger fehlen darf. Die Herren beweisen natürlich in so manch Instrumentalpart (und auch Song) ihr Können, doch über allem thront Nils K. Rue's Stimme, die ihm auch für die norwegische Version der Talentshow „Idol“ nicht zu schade war und dort auch einiges erreichen konnte. Da wie schon erwähnt, auch der Sound keine Wünsche offen lässt, ist das Package „Full Circle – Live At Center Stage“ für Fans des space'igen Progressive Metals sowieso ein Muss. Dazu kommt natürlich auch noch die dazu passende DVD, die beide Sets auch visuell zu bieten hat, leider aber etwaiges Bonus Material vermissen lässt.

Nichts desto trotz ist PAGAN'S MIND mit dieser Veröffentlichung ein mehr als solides Package für ihre Fans gelungen um ihr 15-Jähriges zu feiern. Bleibt nur zu hoffen, dass man bald endlich auch ein neues Studio-Album nachlegt.


Deliverance
Deliverance
Wird angeboten von DiscountMediaStoreDE
Preis: EUR 12,18

4.0 von 5 Sternen Fetter Hassbatzen mit Hirn, 27. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: Deliverance (Audio CD)
Wer bei dem Wort Djent und oftmals dazugehörigem Chaos, wie ihn THE DILLINGER ESCAPE PLAN und Co. bis zur Exzession betreiben, schreiend davon läuft, hat dank den Herren von HEART OF A COWARD nun doch endlich die Chance, sich mit dem Genre anzufreunden, denn die Truppe schafft es echt platten Hardcore mit ausgeklügeltem Prog zu kreieren und umgehen damit die Probleme, die bei dem jeweiligen Genre auftreten können. HEART OF A COWARD sind zu keiner Zeit langweilig, aber auch nie anstrengend.

Die Band schafft es so mühelos auf den Punkt zu kommen, obwohl man komplexe Riffs und Arrangements verwendet und schon so manch hektischen Ausflug tätigt. Doch die gelegentlichen Breakdowns, die schiere Wucht sowie die genial in Szene gesetzten Refrains, die oftmals clean daher kommen, katapultieren „Heart Of A Coward“ mit ihrem Drittling „Deliverance“ mühelos in die Oberliga. Schon „Hollow“ bringt alle genannten Trademarks und Vorteile mit sich. Doch „Miscreation“ sorgt zum ersten und nicht letzten Male im intensiven Chorus für Gänsehaut. Ex-SYLOSIS Shouter Jamie Graham hat hier alles bestens im Griff, brüllt sich gekonnt durch die Songs und weiß seine cleane Stimme in geschmackvollem Ausmaß zielgenau einzusetzen. In „Anti-Life“ zeigt er dabei die Performance seines Lebens. Aber auch das ruhig beginnende Breakdown-Monster „Mouth Of Madness“ soll mit seinem eindringlichen Charme nicht unerwähnt bleiben. Reichlich Djent und Ambient gibt es auch im Titeltrack, der aber dennoch verdammt gut ins Ohr geht, ehe man mit dem Zweiteiler „Skeletal I+II“ ein fast episches Finale mit verschiedensten Grundstimmungen und Wendungen einläutet. Hier bündeln HEART OF A COWARD nochmals all ihre Stärken um diese intensive Achterbahnfahrt zu einem würdigen Ende zu bringen. Wut, Aggression, Trauer, Hoffnung und noch so manch anderes Gefühl vermitteln hier Jamie und seine Kollegen auf verschiedenen Ebenen. Untermalt wird das wie auch schon auf anderen Stücken zuvor mit gefühlvollen und dezent gehaltenen Klavierklängen und Synthies, die nie unpassend oder aufdringlich erscheinen, denn die Oberhand halten stets die Gitarren von Ayers und Haycock, die sich hier selbst ein kleines Denkmal setzten.

HEART OF A COWARD liefern mit „Severance“ ein unerwartetes Meisterstück, das den Hardcore und Djent noch nie so perfekt in Symbiose stellte. Fans von Intensität und Ideenreichtum kommen bei den zehn Kompositionen zu jeder Sekunde auf ihre Kosten und lassen auf eine baldige Live-Umsetzung hoffen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 23, 2016 5:33 PM MEST


Battle Scars (Deluxe Edition)
Battle Scars (Deluxe Edition)
Preis: EUR 14,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Starkes Album einer Legende, 27. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: Battle Scars (Deluxe Edition) (Audio CD)
Besonders glücklich sieht Blues Legende WALTER TROUT, bekannt durch sein Schaffen bei CANNED HEAT auf dem Artwork seines mittlerweile 18. Albums „Battle Scars“ nicht drein. Das ist auch nicht verwunderlich, denn der Amerikaner verarbeitet hier wie schon beim Vorgänger „The Blues Came Calling“ (2014) seine überstandene Krankheit. Durch Spendenaktionen seiner Fans kam der Mann zu einer neuen Leber und konnte somit wieder zur Gitarre greifen.

Die Worte „Last year hast been one where the blues truly came calling and I came face to face with Death more than once“ prangen nicht nur am Artwork, sondern schweben auch verheißungsvoll über dem ganzen Album. Dennoch ist trotz der teils sehr negativen Themen wie “Almost Gone”, zu dessen Bedeutung man wohl nichts mehr hinzufügen muss oder „My Ship Came In“, in dem Walter verdaut, dass seine Band ohne ihn auf Tour gehen musste, das Album überaus rockig ausgefallen. Natürlich immer mit dem bekannten Blues- und Country-Unterton, den man von Mr. Trout kennt und liebt. Stimmlich ist der Mann noch super auf der Höhe, was vor allem bei der verdammt starken Akustik-Gitarren Nummer „Gonna Live Again“ zur Geltung kommt. Melancholisch, aber dennoch hoffnungsvoll führt der Amerikaner mit emotionaler Stimme durch den Track. Erwähnenswert ist aber auch das konträre Eröffnungsstück „Almost Gone“, welches für das Thema doch recht flott und positiv daher kommt. Auch „Omaha“ hat seine intensiven Momente, denn als Trout im Krankenhaus auf seine Spenderleber warten musste, starben rund um ihn Menschen und er erlebte trauernde Familien und Freunde, welche ihn zu diesem Track inspirierten. Aber auch in musikalischer Hinsicht werden Fans zufrieden sein. Coole Licks, durchwegs starke Songs, das eine oder andere intensive Solo, die obligatorische Mundharmonika und alles was sich Freunde des Blues von einem Album erwarten.

WALTER TROUT machte aus seiner Misere das Beste, überlebte seine Krankheit und hat auch augenscheinlich noch die Kraft um zur Gitarre zu greifen und den Blues zu spielen. „Battle Scars“ wird seinem Namen gerecht und zeigt Walter von düsterer, melancholischer Seite, die aber auch richtig rocken kann. Für Fans des mittlerweile 64-Jährigen ein absoluter Pflichtkauf.


Rulebreaker (LTD. Digipak + DVD)
Rulebreaker (LTD. Digipak + DVD)
Preis: EUR 17,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Altbewährter Edelstahl, 27. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: Rulebreaker (LTD. Digipak + DVD) (Audio CD)
Zum dritten Mal in Folge liefern die deutschen Heavy Metal-Stars PRIMAL FEAR pünktlich im Zweijahresrhythmus im Jänner ihr neues Werk ab. Und das obwohl Bandboss Mat Sinner mit unzähligen anderen Bands und Projekten beschäftigt ist. „Rulebreaker“ ist das mittlerweile elfte Album von Sinner und Scheepers. Im Bandgefüge hat sich zwar einiges getan – mit dem Heimkehrer Tom Naumann kommt man nun auf gleich drei Axtschwinger und hinter der Schießbude sitzt nun Francesco Jovino – doch am Sound hat sich ebenso wie dem Maskottchen am Artwork erneut nicht viel geändert.

Einmal mehr bietet die Heavy Metal-Institution das, was sie am besten kann. Heavy Stampfer wechseln sich mit Doublebass-Geschossen und gefühlvollen Stücken ab. Alles tönt bekannt, nichts überrascht, aber der Fan hat nach „Delivering The Black“ und „Unbreakable“ wohl auch nichts anderes erwartet, wenn vielleicht auch erhofft. Dafür stimmt jedenfalls erneut die Qualität, Speedfreaks freuen sich über Drum-Gewitter und schwindelerregenden Screams in „Angels Of Mercy“, zu dem es auch ein Video gibt und „In Metal We Trust“, Puristen über „The End Is Near“, das mit einem starken HELLOWEEN-Solo aufwarten kann, „Bullet & Tears“ und den einfach gestrickten Banger „Rulebreaker“ und Freunde des Gefühlvollen bekommen mit der überlangen Hymne „We Walk Without Fire“ und der Powerballade „The Sky Is Burning“ die volle Bedienung. Die Gitarrenfraktion Naumann / Beyrodt / Karlsson leistet dabei immer volle Arbeit, egal ob bei melodischen Leads, knackigen Riffs oder gelungenen Soli, während Ralf Scheepers eine gewohnt starke Performance abgibt. Einen wirklichen Ausfall kann ich auf „Rulebreaker“ nicht finden, jedoch auch keinen Hit der an Kracher wie „Seven Seals“, „Sign Of Fear“, „Fighting The Darkness“ oder „Suicide And Mania“ heranreicht. Die einen werden sich über eine mehr als solide PRIMAL FEAR-Platte, vollgepackt mit Hymnen und allen wichtigen Trademarks freuen, die anderen wünschen sich aber vielleicht eine Spur mehr als das. Wirklich beschweren darf sich aber keine der Fraktionen, denn „Rulebreaker“ liefert alles was ein anständiges Heavy Metal-Album braucht.

So kann „Rulebreaker“ als eine Art Best-Of des bald 20 Jahre andauernden Schaffens von PRIMAL FEAR gesehen werden und reiht sich nahtlos in die hochqualitative Diskographie der deutschen Veteranen.


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