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Beiträge von Rüdiger Fischer
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Rezensionen verfasst von
Rüdiger Fischer "Leseratte" (Jena)
(REAL NAME)   

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5.0 von 5 Sternen Übungen unkompliziert und einfach, 7. Juli 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Hilft dem Rücken auf die Beine.
Mit dem e- Book kann man sich gut mit der Rolle vertraut machen und es gibt eine ganze Reihe von Anwendungen auszuprobieren.
Kann ich jedem nur empfehlen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 15, 2016 6:41 PM MEST


Tracer: Roman
Tracer: Roman
von Rob Boffard
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

4.0 von 5 Sternen Thriller im All, 30. Juni 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tracer: Roman (Taschenbuch)
Science Fiction im Thriller - Gewand. Die Menschheit hat sich dezimiert und der letzte Rest ist auch nicht schlauer geworden. Extremisten wie heute im Alltag die Nachrichten beherrschen auch in dieser Raumstation am Werke. Die Motive äußerst fragwürdig, die Politiker genauso unlogisch wie sie auch in der realen Welt agieren. Warum also sich so ein Buch antun?
Nun weil es mal was anderes in der ewigen "böse Aliens überfallen die guten Erdlinge" SF ist. Hauptrolle spielt ein junges Mädchen, dass Botendienste auf der Raumstation übernimmt - also zu den sogenannten Tracern gehört. Sie lebt ihr Leben und spielt im Gefüge der Station die Rolle, die ihr aufgezwungen wurde - wie gesagt die Gesellschaft ist trotz der geringen Zahl an Menschen keine heile Welt.
Eines Tages erfährt sie zufällig, was sie bei dem speziellen Auftrag zu transportieren hat. Mit diesem Wissen entsteht ein Dominoeffekt, der sie immer tiefer in die Machenschaften von einer Weltuntergangssekte zieht.
Soweit der Ausgangspunkt.
Geschichte und Erzählstil sind gut zu lesen, auch wenn man an manchen Stellen wie bei Thrillern üblich das Glück der Protagonisten etwas überstrapaziert.
Ein Stern muss ich abziehen, weil die Logik an mancher Stelle doch etwas schwindet.
Mir hätte ein Entwurf einer besseren Gesellschaft nach Auflösung der Situation gut gefallen, aber da endet das Buch auch schon - vielleicht. wäre das dann aber auch zu viel verlangt?
Ein guter Erstling, lesenswert, was für den Urlaub, nicht um arg über den Inhalt zu philosophieren.


Grüner Mars: Die Mars-Trilogie
Grüner Mars: Die Mars-Trilogie
von Kim Stanley Robinson
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Science Fiction - Darum geht es weniger, 20. Februar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Grüner Mars: Die Mars-Trilogie (Taschenbuch)
"Das Opus Magnum der modernen Science Fiction" - nicht der Grund um das Buch zu kaufen. Die Mars Trilogie ist keine Space Opera, wie man es in letzter Zeit immer wieder vorgesetzt bekommt. Ich habe selten ein so intelligentes SF Buch gelesen. Warum intelligent? Weil es um die Menschen geht um Ideen und Verhaltensweisen, mehr als um wissenschaftliche Postulate. Es geht nicht um Raumfahrt oder Überlichtgeschwindigkeit und sehr wohltuend nicht um böse Außerirdische die die Erde angreifen wollen.

Der Grüne Mars ist Teil 2 und er schließt direkt an Teil 1 an und auch wenn die "ersten Hundert" durch einen Trick des Autors noch immer die Geschicke des Mars mitbestimmen dürfen und auch sonst die eine oder andere Entwicklung einfach zu schnell also recht unrealistisch passiert, ist die Geschichte nachvollziehbar und was mich so begeistert bedenkenswert.

Die aus den Unruhen von 2061 übrig gebliebenen ersten Hundert sind versteckt auf dem Mars und werden durch die Vertreter der Erde verfolgt und müssen sich darum versteckt halten. Die nächste Generation übernimmt die Aufgaben die Entwicklung des Mars voranzutreiben. Nirgal als einer der Ektogenen spielt neben Jackie eine große Rolle und beide als direkte Nachfahren der ersten Hundert mit unterschiedlichen Überzeugungen und Verhaltensweisen charakterisiert spielen eine gemeinsame Rolle trotz aller Unterschiede. Aber und das ist genau das interessante sie haben auf Grund ihrer Herkunft eine völlig andere Sicht auf den Mars völlig unabhängig von der Erde als die Ahnen.

Im grünen Mars setzt sich die Auseinandersetzung was ist der richtige Weg um den Mars zu einem lebensfähigen Planeten zu formen weiter fort und wird durch die vielen unterschiedlichen Ansätze nicht einfacher. Das ist auch die einzige kleine Kritik an dem Buch, denn die Unversöhnlichkeit mancher Ideen sind nicht immer für mich nachvollziehbar, denn gerade mit der "Weisheit des Alters" sollte die Kompromissfähigkeit leichter sein.

Ziel aller Bestrebungen ist die Freiheit von der Erde. Darin sind sich die verschiedenen Strömungen einig, und hier setzt meiner Meinung nach die Intelligenz an. Die - sicher manchmal ermüdenden - Diskussionen drehen sich um die Erringung eines Kompromisses , wie soll die Freiheit errungen und gelebt werden ? Das heißt es geht hier um Gesellschaft, es geht darum was macht man mit einem neuen Lebensraum, was tut man um die Probleme der Erde hinter sich zu lassen oder nimmt man diese mit? Ist eine Besiedelung eines anderen Planeten nur in Abhängigkeit zur Erde möglich oder entwickeln sich eigene Verantwortlichkeiten völlig losgelöst von der Erde?

Ein Roman angelegt in einer Trilogie mit jeweils 900 und zum Teil mehr Seiten ist nicht einfach zu lesen. Trotzdem gelingt es dem Autor doch seine Leser zu fesseln. Mir gefällt es, wenn ein Autor seine Ideen ausführlich beleuchtet. Das mag für viele langatmig, ermüdend und vll. auch langweilig zu sein, ich finde es gerade interessant und kann jedem, der sich auf umfangreiche Romane einlassen kann diese Trilogie nur wärmsten empfehlen.

Genau das Richtige um auch mal mit guten Freunden zu diskutieren!


Kein Titel verfügbar

4.0 von 5 Sternen Buch sehr gut, Verkäufer sehr gut, Lieferant untragbar, 13. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch ist Klasse und entspricht meinen durch persönliche Empfehlung geweckten Erwartungen. Das Buch selbst ist natürlich gebraucht und Gebrauchsspuren sind deutlcih erkennbar - aber das war bei der Bestellung bekannt.
Was allerdings untragbar ist, sind die Lieferanten die der Verkäufer einsetzt - in diesem Fall "Citi Post". Trotz Anwesenheit und korrekter Adresse wurde die Buchsendung (als solches deklariert) im Nachbarhaus in einen Briefkasten "gestopft", so dass die Verpackung (immerhin gepolstert) zerriss und das Buch selbst beschädigt wurde.
Auf meine Mail an den "Service" von Citi Post habe ich keinerlei Reaktion bekommen.
Also liebe Verkäufer seid gewarnt vor solchen Lieferanten.


In die Dunkelheit: Odyssey 1 - Roman
In die Dunkelheit: Odyssey 1 - Roman
von Evan Currie
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schlimmer als jeder sozialistischer utopischer Roman, 18. Juli 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Noch vornweg, es gibt sehr gute utopische Romane aus der sozialistischen Ära.
Beim Lesen dieses Buches kam ich mir arg veralbert vor. Zu DDR Zeiten gab es schon oft genug utopische Romane - wie das damals hieß - die die Errungenschaften des Sozialismus arg überhöht dargestellt haben. Ich fand genau diese Glorifizierung hier wieder, wenn auch mit anderen Vorzeichen. Hintergrundgeschichte die Auseinandersetzung zwischen den Guten - Nordamerikanern und den Bösen China und Russland oder Ostblock. Schon das war sehr billig, was dann aber an Polemik über die Streitkräfte des nordamerikanischen Blocks im Laufe des gesamten Buches wiedergegeben wird ist an manchen Stellen einfach unerträglich und klang - würde man es vorlesen - wie eine US-Army Werbung für Analphabeten.

Die Idee hinter der Story erschließt sich im ersten Teil, durch den ich mich gequält habe, weil ich Bücher nicht gern ungelesen beende, noch nicht, es sei denn sie besteht darin, dass Krieg das allseeligmachende Mittel ist, um sein Dasein zu rechtfertigen. So sind natürlich auch alle Soldaten und Offiziere bereit für die "gute Sache" mal eben so zu sterben.

Sprache, da will ich gerne vorsichtig sein, die Übersetzung kann da durchaus ein Übriges getan haben, aber insgesamt wirkt jedes Gespräch unreif und mit unmotivierter Flapsigkeit gespickt. Es sei denn es werden Befehle verteilt. Da wird natürlich Strammstehen und Gehorsam verlangt und es wird "rumgebellt" wie in Platoon.

Science. Ja was soll denn das? Wir fliegen da mal munter durchs Universum mittels super duper Tachyonenantrieb, von dem jedem schlecht wird weil er vor sich alles verschwinden sieht. Das ist seit den 60ern das Beamen, da löst sich auch alles auf und setzt sich woanders wieder zusammen. Und als wir gerade mal wieder zusammengesetzt sind, finden wir Trümmer und eine Rettungskapsel in der dann ein Mensch ist, der mehr Mensch ist als die eigen Besatzung. Klar das man dann in 5 Minuten eine Verständigung zusammenbringt, die dann gleich mit allen auf den besuchten Planeten funktioniert und selbst die meisten Begriffe, die Menschen so verwenden sind da auch tatsächlich bekannt, man muss nichts erklären oder so was... Und dann bringt man die Verletzten einfach mal so in die Krankenstation, genauso wie umgekehrt die Menschen der Erde ins planetare Krankenhaus und alles funktioniert, alle sind ohne irgendwelche Unterschiede geheilt. O Wunder des Universums. Ich glaube da verliert sich jede Realität, auch wenn dann in irgendeinem Folgeband die Menschen von den Planetenbewohnern abstammen sollten oder umgekehrt, das hat für mich mit Science nichts zu tun.

In meinen Augen gäbe es noch viele Gründe diesen einen Stern zu erklären, 0 geht eh nicht, aber das wäre dann auch zu schlecht, wer gerne mal beim SF lesen den Kopf schütteln will und über viel Blödsinn lachen kann, für den ist das Buch genauso eine Empfehlung, wie für diejenigen, die gerne Raumschlachten beschrieben bekommen wollen, die analog zu einem Flottenmanöver auf See ablaufen und das auch mit der Garantie, die "Guten" gewinnen sowieso.


Schloss Sommerau alkoholfreier Rotwein
Schloss Sommerau alkoholfreier Rotwein
Wird angeboten von XXMedia
Preis: EUR 4,90

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Tut mir leid aber nicht zu empfehlen, 31. März 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schloss Sommerau alkoholfreier Rotwein (Wine)
Ich bin gewiss kein Gourmet. Meine Partnerin hatte mich überredet während de rFastenzeit auf Alkohol zu verzichten. Dem hatte ich zugestimmt und darum nach Alternativen für mein abendliches Glas Rotwein gesucht (im Regelfall kein Wein teurer als 5 Euro). Darum bin ich auf diesen alkoholfreien Wein gestoßen.
Aber nach dem probieren muss ich leider sagen ist das kein Ersatz. Ein penetranter Nachgeschmack, der sich auch in gemixter Form nicht beseitigen lässt. Es ist kein Vergleich zu echten Wein.
Meine klare Empfehlung Finger weg, wenn als Ersatz gedacht. Lieber sortenreinen Traubensaft besorgen - ist zum Teil billiger und schmeckt (wenn auch meist etwas süß) sehr lecker.
Da braucht die Forschung noch eine gute Weile um alkoholfreien Wein genießbar zu machen.
Dieses Experiment ist beendet und wird NIE wiederholt. Die Fastezeit im kommenden Jahr wird mit Traubensaft begleitet.


Sternenflüge: Roman
Sternenflüge: Roman
von Gregory Benford
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Idee - schwach in der Unsetzung, 5. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sternenflüge: Roman (Broschiert)
Meine Rezension bezieht den ersten Band mit ein. Die Idee von Benford und Niven ist eigentlich großartig. Eine bewohnte Sphäre, die sich mit einer eigenen Sonne durch den Kosmos bewegt. Menschen auf dem Weg zu einem neuen Planeten um eine bessere Welt zu erschaffen. Ein Zusammentreffen und mit dramatischen Hintergrund, weil ohne die Hilfe der Sphärenbewohner das Expeditionsziel unerreichbar bleibt. Wie gesagt tolle Idee - an und für sich, doch dann kommt in das ganze Konzept eine Menge unlogischer Ballast hinein. Ohne, dass man über die Ressourcen die man benötigt Bescheid weiß werden weitere Crew Mitglieder geweckt. Ständig wird von den unvorstellbaren Dimensionen der Sphäre geschrieben, doch wenn man die Geschichte der auf der Sphäre gelandeten Menschen liest hat man immer den Eindruck sich auf einem Planeten zu befinden, die Gebiete die "bereist" werden sind irgendwie gefühlt sehr überschaubar, Die Verwalter der Sphäre spielen eine sehr merkwürdige Rolle, einerseits auf einem den Menschen weit überlegenen Entwicklungsstand, andererseits lassen sie sich immer wieder von den Menschen austricksen, die hinter den Aktionen steckenden Motive sind sehr schwach beschrieben und kommen nicht zur Geltung.
Lesbar sind die beiden Bücher schon, es gibt spannendere SF Romane - keine Frage, es gibt Romane mit mehr Biss und mehr ausgefeilter Ideen, hier wird viel angerissen, aber so richtig zu Ende gebracht wird keine der Ideen.
Man gewinnt gegen Ende des zweiten Bandes gar den Eindruck, als hätten beide Autoren eingesehen, dass ihre Zusammenarbeit nicht geklappt hat und sie müssen jetzt ein plausibles Ende finden.
Deswegen mein Fazit. Wer gerne Weltraumabenteuer liest ohne vor Spannung am Daumen zu knabbern oder ähnliches, sondern "nur" unterhalten werden will, der liegt mit beiden Romanen nicht verkehrt. Wie Sekt ohne Prickeln. Der erste Band allein wäre aber zu wenig, denn er endet mit einem Cliffhanger, der bezweckt den zweiten Band zu lesen, also entweder oder.


Nexus: Roman
Nexus: Roman
von Ramez Naam
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Posthuman, 20. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nexus: Roman (Taschenbuch)
Ich würde dem Buch gerne 5 Sterne geben, denn es ist echt gut und flüssig geschrieben weder mit einem Action Stil, noch langatmig. Doch was mich davon abhält die volle Punktzahl zu vergeben (ich würde eher 4 1/2 geben) ist die Tatsache, dass wie so häufig bei actiongeladenen Plots das Ganze recht unvorstellbar und schnell unrealistisch wird - die Helden stecken alles ein die anderen sind schnell mal hin.
Die Idee des Buches ist phantastisch und man merkt dem Autor an, dass er Insider ist, selbst programmiert und die Möglichkeiten die sich in einer vernetzten Welt bieten kennt.
Das in der Zukunft angelegte Szenario ist schon heute vorstellbar, die moralische Grundfrage "wie weit ist der Mensch in seiner Entwicklung" sehr interessant und der Konflikt Erkenntnisse frei verfügbar zu machen auch auf die Gefahr hin, dass sie missbraucht werden ist hier in einer sehr deutlichen Weise beschrieben.
Zum Plot: Geführt von den USA haben die Staaten der Welt ein Abkommen geschlossen, dass die wissenschaftliche Entwicklung neuronaler Technik stark reglementiert und alle verfolgt, die sich mit der Veröffentlichung solcher Kenntnisse ins Rampenlicht wagen. Nexus ist im Prinzip eine Droge, die auf Nanotechnologie basierend erlaubt mentalen Kontakt mit einer anderen Person aufzunehmen. Zwei junge Wissenschaftler haben nun die Möglichkeit entwickelt diese Droge so umzustrukturieren, dass Sie nicht in Ihrer Wirkung nachlässt, also permanent verfügbar bleibt. Ihnen ist es damit auch gelungen, Einfluss auf andere Personen auszüben und sie unter mentale Kontrolle zu bringen. Das bringt sie in den Focus der ERD einer Behörde, die solche Entwicklungen verfolgt und deren Protagonisten bestraft.
Da die bösen Chinesen (ein wenig Klischee ist halt auch dabei) jemanden haben, der die gleichen oder gar bessere Eigenschaften zeigt wird einer der Wissenschaftler - Kaden - erpresst um als Lockvogel/Spitzel an einer Konferenz zu Neuroentwicklungen in Thailand teilzunehmen.
Hier ist auch ein wenig Schwäche im sonst guten Roman zu erkennen, Kaden wird in vielen Szenen doch als recht naiv dargestellt, was er von seinem sonst gezeigten Charakter eher nicht sein sollte - aber gut. Er erreicht sein ihm vorgegebenes Ziel und kontaktiert erfolgreich die chinesische "Superfrau" und wird auch wie geplant von ihr in ihr Labor eingeladen. Daraufhin wäre die Geschichte für ihn soweit zu Ende, doch wie in einem guten Thriller lässt ihn die Beörde dann doch nicht los, wenn sie ihn nun mal hat und wollen dann eben gleich noch einen verdächtigen und für sie unerreichbaren "Drogenbaron" schnappen.
Ab da geht dann alles schief und was bisher so wie ein SF Roman "dahinplätscherte" wird nun zur abgedrehten Action Orgie mit vielen Toten und der Vermischung von Gut und Böse. Die Kaen betreuenden/beaufsichtigende Agentin - ebenfalls mit Superkräften ausgestattet - weil es die "Guten" sein sollen dürfen sie das - wandelt sich vom Verfechter der Ideen der ERD zu ihrem Gegenteil. Diese Wandlung ist sogar auf Grund Ihrer da gezeigten Vergangenheit nachvollziehbar, kommt aber doch recht plötzlich.
Ob eine Seite gewinnt sollte man selbst herausfinden, denn lesenswert ist der Roman auf jeden Fall.
Die Frage, ob die Menschheit in der Lage ist einen derartigen Kontakt zu verarbeiten, sich vom Individuum zu einer Schwarmintelligenz zu entwickeln beantwortet dieses Buch auf jeden Fall nicht und ob es der nächste Teil (Crux - man darf gespannt sein wie lange die Übersetzung und Veröffentlichung dauert) kann möchte ich bezweifeln.
Ich hatte einen SF Schmöker erwartet und etwas Neues gefunden, eine Mischung aus Action und Cyber-Roman mit ein bisschen philosophischen Fragestellungen. Das war interessant und hat mich trotz der kleinen oben genannten Schwächen gefesselt. Was dem Roman besonders lesenswert macht ist die Diskussion, die sich aus seinen Grundthemen entwickeln kann. Wie weit darf der Mensch in seiner Veränderung durch wissenschaftlichen Einfluss gehen? Muss es eine Eingrenzung der Erkenntnisse und Forschungen geben? Wie weit darf man gehen um seine Überzeugung durchzusetzen? Was wird aus den Menschen, wenn sich einige wenige weit über die menschlichen Möglichkeiten hinaus weiterentwickeln könnten - wird eine neue Elite herrschen oder werden diese eher von den Normalen verfolgt? Alles Fragen, die der Roman aufwirft und über die es sich trefflich diskutieren lässt. Viel Spaß damit! Kauf- und Leseempfehlung!


Der Berg: Roman
Der Berg: Roman
von Dan Simmons
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lestestoff für den Urlaub, 6. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Berg: Roman (Gebundene Ausgabe)
Dan Simmons hat nach Terror - seinem Epos über die Suche nach der Nordwest Passage einen weiteren Roman über die Menschen geschrieben, die das Unmögliche versuchen und dabei gescheitert sind - wie Mallory und Irvine - am Mount Everest. Er schriebt geschickter Weise nicht über die beiden, da deren Schicksal unklar bleibt, sondern er schreibt über die ungenannten, die in seinem Roman den Berg bestiegen haben ohne dass je darüber ein Wort verloren worden wäre.

Um die Fiction seines Romans glaubwürdiger zu machen erfindet er eine tolle Rahmenhandlung, in die er die Geschichte komplett einbettet. In seinem Stil hat sich - trotz der gegenteiligen Meinungen - seit Terror nichts geändert. Der Roman liest sich hintereinander weg, auch wenn er wie bei Simmons üblich einige Längen hat.

Über den Inhalt sei hier Nichts verraten, außer, dass der Klappentext wenig damit zu tun hat, sondern es geht um die Organisation und um die Durchführung der Expedition zum Mount Everest, ohne die damals notwendigen Organisationen einzubeziehen. Dass die Story etwas hergeholt scheint tut weder der Spannung noch dem Lesefluss einen allzu großen Abbruch. Gewünscht hätte ich mir eine Karte des Berges mit der fiktiven und tatsächlichen Route der beteiligten Bergsteiger, um die Vorstellung etwas bildlicher nachvollziehen zu können.

Aus meiner Sicht ist es ein gelungener Roman und wer Terror mochte, wird meiner Meinung nach den Berg lieben. Ich gebe hier 5 Sterne wegen der guten Urlaubsunterhaltung, wenn man den Berg jedoch mit Hyperion und Endymion oder Ilias und Olympos vergleicht, müssten diese letztgenannte Romane jeweils mindestens 10 Sterne erhalten. Es wäre schön von Herrn Simmons mal wieder ein solches Feuerwerk an neuen Ideen zu erleben.


Krieg der Seelen: Roman
Krieg der Seelen: Roman
von Iain Banks
  Taschenbuch
Preis: EUR 15,99

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Back to the roots..., 23. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Krieg der Seelen: Roman (Taschenbuch)
Endlich wieder ein reiner Kultur - Roman. Ian Banks hat sich besonnen und ist zurückgekehrt zum unvergleichlichen Kultur Universum. Das es in "Krieg der Seelen" eine Reihe neuer Zivilisationen mit unterschiedlicher Beziehung zur Kultur gibt, finde ich besonders interessant.
Zum Inhalt (Klappentext kann man wie gewohnt vergessen). Es gibt eine Reihe von Handlungsebenen die sich auf verschiedener Art und Weise mit der zentralen Frage - der Konfliktion (ja so heißt das) um die Höllen befassen. Einige höherstehende Zivilisationen haben "unsere" kirchlichen Vorstellungen von der Hölle in die "virtuelle Realität" umgesetzt. Die technologische Möglichkeit, sein Bewusstsein vor dem Tod zu transferieren hat dazu geführt, dass die "Sünder" in einer virtuellen Hölle für ihre Sünden bestraft werden können und dort Qualen aller Art erleiden müssen und das wieder und wieder, sozusagen bis sie gänzlich "von der Festplatte" gelöscht werden. Zivilisationen, die das ablehnen haben dafür die Möglichkeit geschaffen, das Bewusstsein wieder in einen neuen Körper zu transformieren, so dass der Tod quasi überwunden wird.
Banks wäre nicht Banks, wenn der Leser sofort erfährt, worum es in den einzelnen Handlungssträngen geht und auch das Ende ist nicht ganz so, wie es der Leser erwartet - einfach toll, für mich ist es ein offenes Ende, womit eine mögliche Fortsetzung offen bleibt.
Für alle, die die Kultur noch nicht kennen, das Buch lässt sich auch ohne "Kultur-Erfahrung" lesen und verstehen.
Science Fiction ist nur dann echt und lesenswert, wenn man daraus ein Konzept für ein Leben in der Zukunft ableiten kann und das gelingt Banks nicht nur überzeugend, sondern mit einer Genialität, dass man unseren realen heutigen Politikern nur nahe legen kann, sich mal mit Kultur zu beschäftigen und das nicht nur im wahrsten Wortsinne. Dieser Zukunftsentwurf - auch wenn er tausende von Jahren in einer vielleicht nie zu erreichenden Zukunft liegt - ist das Beste was die Science Fiction zu bieten hat. Da kann das Wüstenplanet Universum genauso wenig mithalten, wie Asimovs's Psychohistorie. Die Kultur toppt alles.
Was den Leser allerdings immer wieder schwer fällt, ist sich für eine Seite zu entscheiden - sozusagen mit dem Helden mitzuleben, mitzuleiden ihm/ihr die Daumen zu drücken. Die biologischen Entitäten - auch die gibt es hier - kommen oft nicht ganz so gut weg und die eigentlichen "Helden", die Schiffe der Kultur haben "nicht nur alle Zeit der Welt" sondern sind immer auf der Suche "nach dem Kick".
Das beginnt mit den wahnwitzigen Namen der Schiffe, wie "Meine Wenigkeit ich zähle" oder "Aus dem Rahmen normaler moralischer Restriktionen fallend" und endet mit den lockeren Gesprächen zwischen den Schiffen, die wohl das Witzigste in der Science Fiction darstellen, was ich kenne.
Ich kann und will nicht zu viel über den eigentlichen Inhalt verraten, meine Lobeshymne soll eher animieren, sich unbefangen auf die Kultur und ihre verschiedenen Organisationen wie "Quietus", die "Besonderen Umstände" oder "Restoria" einzulassen. Das hier noch eine ganze Reihe von Zivilisationen mit der Kultur interagieren und wie Banks - typisch auch kriegerisch miteinander verkehren, erhöht eher den Spaßfaktor noch um ein gutes Stück - wie gesagt, verraten sei nichts - einfach nur viel Vergnügen, ein herrliches Buch.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 18, 2012 10:05 PM CET


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