Fashion Sale Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Fußball Fan-Artikel calendarGirl Prime Photos Erste Wahl Learn More HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego Summer Sale 16
Profil für Meril-i-Turinqi > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Meril-i-Turinqi
Top-Rezensenten Rang: 332.311
Hilfreiche Bewertungen: 175

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Meril-i-Turinqi "Meril" (München)

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4
pixel
Zeichensetzung ab 6. Klasse und für Erwachsene. Das Komma und andere Satzzeichen.
Zeichensetzung ab 6. Klasse und für Erwachsene. Das Komma und andere Satzzeichen.
von Gerhard Widmann
  Broschiert
Preis: EUR 6,40

5.0 von 5 Sternen Sehr lehrreich und kurzweilig!, 19. August 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses Buch habe ich einem Freund von mir geschenkt, der vieles gut beherrscht, Zeichensetzung leider so gar nicht. Vorher habe ich es natürlich selbst durchgearbeitet, man muss ja schließlich wissen, was man verschenkt und ich war sehr begeistert!

Alle Regeln sind einfach, verständlich und sehr gut erklärt und zu jeder Regel gibt es Übungen, sodass man gleich überprüfen kann, ob man die Regel auch verinnerlicht hat. Insgesamt glänzt dieses Buch durch seine vielen Übungen, denn nur durch das Anwenden der Regeln kann man sie sich auch einprägen.

Ich kann das Buch uneingeschränkt jedem weiterempfehlen, der seine Zeichensetzung verbessern möchte und bin schon am Überlegen, es noch einmal zu kaufen und zwar für mich, damit ich nachschauen kann, wenn ich mir mal nicht ganz sicher bin, ob an einer bestimmten Stelle ein Komma gesetzt werden sollte oder lieber doch nicht.


Zirkus Zeitgeist (Limitierte Fanbox)
Zirkus Zeitgeist (Limitierte Fanbox)

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Voll überzeugt!, 19. August 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Am Anfang war ich doch sehr skeptisch, als ich den Namen für das neue Album "Zirkus Zeitgeist" erfahren habe, bin ich doch kein großer Zirkusfan. Ich weiß noch, wie ich dachte: "Na das kann ja was werden?" Dann habe ich mich auf den zweiten Teil des Albumnamens konzentriert, den Zeitgeist, der ja schon ein ziemlicher Zirkus ist und gehofft, dass Saltatio Mortis den Weg weiter beschreiten, den sie mit dem Schwarzen IXI begonnen haben und einen kritischen Blick auf das Hier und Jetzt werfen werden. Dabei wurde ich nicht enttäuscht! In diesem Album wird sehr offen Kritik geübt, es gibt aber auch einige sehr schöne Balladen und die Coverversionen von der Deluxe Edition sind ein ganz besonderes Schmankerl, das man sich keinesfalls entgehen lassen sollte. Alles in allem ein sehr gelungenes Album, das ich nur weiterempfehlen kann.

Mein erster Gedanke, als ich die Fanbox in den Händen hielt war, wie riesig sie doch ist, etwa so groß wie vier CDs. Darin enthalten sind eine Flagge vom Zirkus Zeitgeist, eine DVD, die Deluxe Edition vom Zirkus Zeitgeist und 9 wunderschöne Kunstdrucke der Spielmänner von Saltatio Mortis im Clownskostüm.

Die gesamte Box inklusive des Booklets ist sehr schön und ansprechend gestaltet. Besonders das Cover des Albums hat es mir angetan, weil es so vielschichtig ist und es sich sehr lohnt, es einmal genauer zu betrachten. Da ist der Clown im Vordergrund, der alles andere als glücklich aussieht und aus dessen Kopf ein geknickt wirkender Bänker kommt und auf den Überschriften von Zeitungen, die den Kragen des Clowns bilden und deren Überschriften sich alle irgendwie auf das Album beziehen, entlang geht. Auf dem Kopf trägt der Clown einen Hut, der wie ein Mülleimer aussieht und auf dem oben Kirchen der großen Weltreligionen abgebildet sind. Im Hintergrund sieht man eine brennende Skyline, fallende Bomben, aufgescheuchte schwarze Vögel und eine Artistin, die aussieht, als würde sie von dem Seil, an dem sie hängt, aufgespießt. Sehr interessant, reichlich düster und der perfekte Vorgeschmack auf das Album.

Es beginnt zunächst sehr heiter mit dem Song "Wo sind die Clowns?", der mit einer zirkustypischen Melodie beginnt, die jedoch sehr schnell in den gewohnten Sound von Saltatio Mortis übergeht und in deren Text gefragt wird, wo die Clowns, der Leichtsinn und das Lachen geblieben sind in einer Welt, in der Freundschaft nur noch virtuell gelebt wird, in der es nur noch um Fortschritt und Geld geht und in der in den Medien über immer neue Katastrophen berichtet wird. Die Melodie des Songs ist passend zum Thema schnell und treibend und geht leicht ins Ohr. Auch live überzeugt dieses Stück die Fans immer wieder und regt sie zum Mittanzen und mit Sicherheit auch zum Nachdenken an.

Im Vergleich zu vielen der anderen Stücke der Platte ist "Willkommen in der Weihnachtszeit" noch eines der fröhlicheren und leichteren Lieder. Von der Melodie her ist es wie ein klassisches Weihnachtslied gehalten. Vom Text her geht es darum, dass man bereits mitten im Sommer die ersten Lebkuchen und Nikoläuse in den Regalen der Supermärkte findet. Daher läuten Saltatio Mortis konsequenterweise bei 30° Gras Außentemperatur die Weihnachtszeit an und stellen sich die Frage, ob das Fest der Liebe nicht längst schon zum Fest des Konsums geworden ist, denn schließlich wissen doch alle, dass das wirklich wichtige an Weihnachten die Geschenke sind.
Diesen Song schloss ich vom ersten Hören auf den Eisheiligen Nächten im Dezember 2014 an sofort ins Herz und freue mich seither, wann immer ich ihn höre. Er ist so verdammt wahr und hat echten Ohrwurmcharakter.

Das nächste Lied ist "Nachts weinen die Soldaten", ein Lied, das mich als ich zum ersten Mal das zauberhafte Lyricvideo dazu gesehen habe, fast zu Tränen gerührt hat. Eine wunderschöne, sehr traurige Ballade! Der Fokus liegt auf einem einzelnen im ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten vor dessen namenlosem Grab das lyrische Ich steht und sich fragt, was für ein Mensch dort wohl im Grab liegt, wie er gelebt hat und wie er gestorben ist und was seine Motive gewesen sein könnten, in den Krieg zu ziehen. Das Lied mahnt vor Kriegen aller Art, denn was zurück bleibt sind anonyme Gräber von Menschen, die mit viel Hoffnung in den Krieg zogen und überlebende Soldaten, die traumatisiert heimkehren. Es gibt keinen Sieg für den Einzelnen, der kämpft, sondern nur Leid.
Ein Lied, das mir sehr nahe gegangen ist und auch wenn die Thematik keine neue ist, so finde ich sie hier dennoch sehr gut umgesetzt.

Weiter geht es ein wenig fröhlicher, zumindest von der Melodie her, wenn auch nicht minder kritisch mit "Des Bänkers neue Kleider". Ein Song, den ich mir sehr gut auf großen Festivals vorstellen kann. In einem sehr eingängigen Rhythmus wird angelehnt an das Märchen von des Kaisers neuen Kleidern ein Bänker beschrieben, dessen Kleider aus Geld und Zinsen bestehen, doch wenn man genau hinsieht, verwandelt sich der Schal aus Geld zu einer Schlinge um seinen Hals und weder Geld noch Zinsen vermögen ihn zu wärmen, sind sie doch nur Trug und Illusion, so sitzt er in Frankfurt, jongliert mit Werten, die in Wahrheit so gar nicht existieren und verliert das aus den Augen, was wirklich wichtig ist und wärmt: Liebe, Freundschaft und Echtheit.
Dieser Song rechnet ab mit den Managern, die in den Banken sitzen, nur noch von Zahlen, Zinsen und Geld umgeben sind und dabei den Blick für das wirkliche Leben komplett verloren haben und die Gesellschaft durch ihre Machenschaften in den Ruin treiben. Ein Song, bei dem man ganz genau hinhören muss und den in aller Ruhe anzuhören ich nur empfehlen kann.

Es folgt das Lied "Maria". Von der Melodie her baut es auf dem Kirchenlied "Maria durch ein Dornwald ging" auf. Und auch wenn der Text zunächst gleich beginnt, so wandelt er sich doch sehr schnell und besingt eine junge Frau, die ein Kind zur Welt brachte, das sie nicht wollte, das sie jedoch auch wegen den Geboten der Christenheit nicht abtreiben konnte. Der Text lässt vermuten, dass sie dieses ungewollte Kindlein schließlich in ihrer Verzweiflung ermordete, woraufhin sie selbst zum Tode verurteilt wurde.
Einer der traurigsten Songs des Albums, der für mich die Frage aufwirft, inwiefern die Politik der katholischen Kirche zum Thema Verhütung noch zeitgemäß ist. Gleichermaßen frage ich mich auch: Wann darf man abtreiben? Wenn die Frau vergewaltigt wurde? Wenn das Kind nicht ins Lebenskonzept der Eltern passt? Was ist wichtiger, das Leben des ungeborenen Kindes oder das der schwangeren Frau? Fragen, die man wohl niemals allumfassend, sondern stets nur durch die genaue Betrachtung des Einzelfalls klären kann und vor denen bereits Gretchen in Goethes "Faust" stand und vor denen heute noch tausende werdende Mütter stehen.

Mit dem nächsten Stück "Wir sind Papst" will ich partout nicht warm werden. Ich mag weder seine Melodie, da sie mir zu wenig Saltatio Mortis und zu poplastig ist, noch will sich mir der Text so recht erschließen. Vielleicht, weil ich manches ein wenig anders sehe, als besungen. Meiner Ansicht nach spielt der Text einerseits mit den Klischees der Deutschen, dass sie alles können, außer ausgelassen zu sein und dass passend zur Papstwahl und zur Fussballweltmeisterschaft die Fahnen und der Nationalstolz herausgeholt werden. Wohinter ich voll und ganz stehe, ist die Aussage "Nazis raus", denn ich bin gegen jede Art von Rassismus. Wir sind alle vor allem eins und zwar Menschen!
Mit dem Thema Nationalität und Fussballweltmeisterschaft habe ich mich sehr detailliert auseinander gesetzt. 2006 schrieb ich mit einigen anderen Schülern zusammen an der Zeitung "Nie wieder?!" als ein Magazin von Schülern für Schüler zum Thema 60. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers in Dachau. Damals war WM in Deutschland. Überall wehten Fahnen. Die Menschen schminkten sich in den Farben Deutschlands und wir saßen da und haben uns gefragt: "Darf man das eigentlich? Wie viel Nationalität ist erlaubt?" Darüber haben wir gemeinsam mit einer Mitarbeiterin der KZ-Gedenkstätte und einem Journalisten der Süddeutschen Zeitung sehr lange diskutiert und dabei sind wir zu dem Ergebnis gekommen: "Ja, wir dürfen stolz darauf sein, wenn unsere Mannschaft gewinnt! Ja, wir dürfen Fahnen zeigen und uns in Rot-Schwarz-Gold kleiden! Ja, wir dürfen auch mal ausgelassen sein und unsere Nationalität feiern!" Wir können uns nicht immer dafür schämen, Deutsche zu sein. Keiner von uns junge Leuten hat den Krieg damals angezettelt oder gar gewollt oder denkt rassistisch. Mit welchem Recht sollten Amerikaner überall ihre Fahnen hissen dürfen und wir nicht? Mit keinem vernünftigen Grund. Auch wir dürfen Fahnen hissen und stolz sein und uns freisprechen von der kollektiven Schuld der Deutschen, denn wir sind anders und jung und frei, auch von Schuld. Und das sollten wir auch bleiben! Natürlich ist es wichtig, sich mit der eigenen Geschichte und mit Geschichte überhaupt zu befassen, sich zu fragen, wie es zu den Weltkriegen überhaupt kommen konnte und vor allem daraus zu lernen. Wir sollten niemals die Augen verschließen vor dem, was früher war, sondern wachsam und kritisch durch die Welt gehen.

Womit ich auch schon beim nächsten Song "Augen zu" angekommen bin, der genau dieses Thema behandelt. Man schaut weg, man ignoriert die negativen Entwicklungen unserer Zeit, sie werden sich schon von selbst lösen, wenn man nur nicht hinschaut, wenn man sich nur abwendet. Saltatio Mortis fordern in "Augen zu" dazu auf, die Augen zu öffnen und bewusst hinzuschauen, auf das verseuchte Meer um Fukushima, eine Katastrophe, die nur in Vergessenheit geraten, aber längst nicht unter Kontrolle ist, hinzuschauen auf den Menschen, denen es hier vor unseren Augen schlecht geht, die in Armut leben, hinzuschauen auf die Neonazis, die sich formieren und die immer gleichen, veralteten Parolen schwingen und damit tragischer Weise immer wieder aufs Neue Menschen für ihre falschen Ideen und Ideal begeistern, hinzuschauen auf die jungen Frauen, die ungewollt schwanger werden und ihre Kinder weggeben (ein Hinweis auf Maria?), aber auch generell hinzuschauen auf das, was der Staat gerade tut. Sie fordern dazu auf, mit wachen Blick und offenen Augen durchs Leben zu gehen, für die schönen Seiten genauso wie auch für die schlechten, nicht tatenlos zuzusehen, sondern die Stimme zu erheben gegen die Missstände in unserem Land.
Ein Lied, das ich sehr genial finde, in der Musik, wie im Text und auch im Thema. Ich könnte es voll unterschreiben, für mich eines der besten Stücke des Albums und eines der besten Lieder überhaupt, die ich kenne, vom Inhalt her.

Ging es noch in "Augen zu" um das große Ganze, so geht es in "Geradeaus" um Saltatio Mortis im speziellen. Das Lied kommt daher in einer für Saltatio typischen Melodie. Textlich wird abgerechnet mit all den Nörglern, die sagen, dass früher alles besser war und Saltatio Mortis nur noch auf den Kommerz aus seien. Sie stellen in diesem Song klar, dass sie immer sie selbst waren, sind und auch bleiben werden und die Musik machen, die ihnen gefällt und auch nur diese Musik, dass sie unbequem sind und natürlich nicht mehr die gleichen wie früher, denn innerhalb von 15 Jahren ändern sich Menschen und damit auch die Art, wie sie Musik machen und die Themen über die sie Musik machen.
Ein Song, bei dem ich mir sicher bin, dass Saltatio Mortis dafür von genau diesen ach so großen Kommerzgegnern sehr viel Kritik einstecken werden. Denn diese Menschen werden die Augen nicht öffnen und sich weiter entwickeln und verändern, lieber gehen sie auf altbekannten Pfaden weiter, während ihre Band sich selbst neue Wege erschließt, gemeinsam mit den Fans, die mit ihnen ziehen, wild und frei. Wild und frei, nur eine Anspielung auf Songs der Spielmänner, die man in diesem Lied findet. Zu versuchen, alle im Text versteckten Lieder zu finden, wird besonders hart gesottenen Fans großen Spaß machen.

Für mich, die ich auch ein großer Fan von Faun bin, trifft dieser Song genau ins Schwarze. Denn wo ist die gute alte Zeit hin, in der man, wenn man etwas nicht mehr mochte, es einfach nicht mehr gehört hat? Warum muss zu jeder Veränderung einer Band ein S***storm entstehen? Denkt eigentlich heutzutage keiner mehr darüber nach, wie so ein Album entsteht? Da arbeiten Musiker, wochen-, monate-, teilweise sogar jahrelang an einem Album, geben dort vieles von sich und ihrem Herzblut hinein, nur um dann zu hören: "Ihr seid nicht mehr die Band, die ihr früher mal wart, ich mag euch nicht mehr, ich höre euch nicht mehr, ich beleidige euch lieber." Denkt denn keiner darüber nach, wie verletzend einige solcher Kommentare eigentlich sind? Anscheinend nicht. Der S***storm als neue deutsche Tugend. Herzlichen Dank auch.

Geradeaus - einer meiner absoluten Favoriten auf dem Album! Ich hoffe inständig, wenn auch vermutlich vergebens, dass dieses Lied einige Menschen wach rüttelt und zum Umdenken animiert!

"Erinnerung" - Ein Lied, das mich zu Tränen gerührt hat. Gerade erst habe ich mich von einem Menschen getrennt, der mir sehr ans Herz gewachsen ist, mit dem ich jedoch, leider, keine gemeinsame Zukunft sehe. Er ist in meinem Herzen und wird es immer sein, doch kann ich nicht zurück zu alten Zeiten. Daher trennen sich unsere Wege, mein Herz bricht entzwei und "ich schwelge in Erinnerung". Mir ist klar, dass die alte Zeit nie zurückkommen wird und dennoch verliere ich mich noch in der Erinnerung und frage mich, was schief gelaufen ist. Ich hoffe, mir wird die schöne Zeit im Herzen bleiben, aber auch die Gründe für den Bruch, denn manchmal gibt es kein Zurück, so weh es auch tut. Das Lieb berührt mich und hilft mir dabei, damit klar zu kommen und es zu verarbeiten. Danke Lasterbalk für diesen wundervollen Text!

Mit "Trinklied" geht es zwar fröhlicher, aber nicht weniger nachdenklich weiter. Eine sehr punkige Melodie, die für die Mittelalterrocker sehr ungewöhnlich ist, die aber sehr mitreißend und zum Text passend daher kommt. Ein Sound, der mir richtig gut gefällt! Natürlich kann eine Mittelaltermarktband kein Album herausbringen, ohne dass darauf nicht ein Trinklied enthalten ist. Doch dieses Trinklied ist anders, es ist eher ein Antitrinklied, denn es weißt sehr deutlich darauf hin, dass der Alkohol zwar ein guter Freund ist, jedoch zu einem sehr hohen Preis, dem des eigenen Lebens, wenn man sich dem Alkohol in letzter Konsequenz hingibt. Daher lieber auf die Freundschaft, die Freiheit, das wilde Leben und alles, was man mag trinken, in Maßen, nicht in Maßkrügen und das Leben mit Freunden genießen, anstatt den Alkohol als einzigen Freund zu haben. Ein sehr tolles Lied, das sicherlich auch mir noch so manches Mal zur Mahnung gereichen wird!

Eine Warnung spricht auch der "Rattenfänger" aus. Er hat eine lustige, fröhliche Melodie, die einen geradezu gefangen nimmt, genau wie der im Lied besungene Spielmann, der noch eine jede Frau verführt hat. Doch statt Liebe ist aus diesem Werben nur Leid erwachsen, da ein Spielmann leider ohne Treue ist. Daher der Appell zu Anfang des Liedes, ihm zu lauschen, ohne ihn jedoch zu erhören. Ein äußerst wahres Lied, bei dem ich mir sehr gut vorstellen kann, an welchen Spielmann Lasterbalk beim Texten im Speziellen gedacht haben könnte. Mögen sich die gut aussehenden jungen Damen dieses Stück zu Herzen nehmen, wann immer sie von einem Musikanten umworben werden, denn umwerben, das können sie gut, die Musiker.

"Todesengel", das folgende Stück, hat mich bis ins Mark berührt. Ich denke, dass ich mir das Buch "Ich habe den Todesengel überlebt: Ein Mengele-Opfer erzählt" von Eva Mozes Kor kaufen und lesen werde, denn das Stück hat einen sehr tiefen Eindruck bei mir hinterlassen. Achot ist übrigens hebräisch und heißt Schwester, danke Google. Das Lied muss man einfach selbst anhören und sich selbst davon ergreifen lassen. Mir fehlen dazu jede weiteren Worte, aber dafür spreche ich dem Stück meine Hochachtung aus und erküre es zu meinem heimlichen Lieblingssong des Albums.

Wie vermisst man Glück? Die Frage wird in "Vermessung des Glücks gestellt. Man schiebt das eigene Glück und die Erfüllung der eignen Träume so oft in die Zukunft, bis es keine Zukunft mehr gibt und man nur noch von den Geschichten erzählt, die man nie erlebt hat. Während man sich zu Anfang noch die Frage stellt, wie man Glück vermessen kann, steht man am Ende nur noch da und vermisst traurig das Leben, das man hätte leben können. Ein unglaublich vielschichtiger Song und genial die Zweideutigkeit von "vermessen" und "vermissen". Ein Text genau wie ich ihn liebe.

Das Ende des regulären Albums läutet die "Abschiedsmelodie" ein. Ein sehr trauriger, nachdenklicher Song über eine Trennung von einer geliebten Person eines lyrischen Ichs, das sich selbst nicht mag und im Gegenüber vergeblich nach Rettung gesucht hat. Wer kennt diese Situation nicht? Ein gut umgesetzter Song zu einem Thema, das jedem im Leben begegnen dürfte.

"Gossenpoet", der erste Bonussong der Deluxeedition schlägt in die gleiche Kerbe wie der "Rattenfänger". Er erzählt von einem Spielmann, der niemals erwachsen geworden ist und sich jeder Versuchung hingibt, der sich von keiner Frau binden lässt und für den alles andere verschwimmt, sobald der Fahrtwind weht. Ein Lied, dass das Spielmannsleben, das einige Musiker leben, sehr gut beschreibt und das einfach zum Tanzen mitreißt.

Der vorletzte Song, "Mauern aus Angst", hat mich sehr tief berührt! Wie oft stand ich schon selbst hinter diesen Mauern, erst beschützt von ihnen und später hilflos gefangen. Einsam und doch unfähig mich meinem Gegenüber zu öffnen aus Angst davor, verletzt zu werden und habe dabei das Leben verpasst, bis ich den Mut fand, mich auf Neues einzulassen, mal zum Besseren und mal zum Schlechteren, aber ich habe Erfahrungen gemacht und Erlebnisse gesammelt. Es geht immer weiter im Leben. Ein sehr eindrucksvoller Song.

Saltatio Mortis entlassen den Hörer mitten im August mit "Gaudete", einem Weihnachtslied aus ihrem Album. Warum auch nicht? Schließlich ist ja August oder anders gesagt: Willkommen in der Weihnachtszeit!

Alles in allem ein exorbitant gutes Album. Unfassbar wie sehr Alea sich stimmlich verbessert hat! Während ich diese Rezension geschrieben habe, ist mir erst bewusst geworden, wie viele Lieblingslieder ich doch darauf habe, wie sehr mich viele Stücke ergriffen und berührt und zum Nachdenken angeregt haben. Ein für Saltatio Mortis ungewöhnlich politisches Album, in dem sie Kritik sehr offen aussprechen ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen oder sie hinter Metaphern zu verbergen. Mir gefällt das sehr gut, denn es passt in unsere Zeit und zu ihrem Zeitgeist, gegen den sich die Mittelalterrocker stellen, indem sie nicht die Augen verschließen, sondern ganz bewusst ihre Finger in die Wunden legen und das auf einer Ebene, die musikalisch wie textlich ihresgleichen sucht.

Zu guter Letzt möchte ich noch die Coverversionen loben, die es auf der Deluxe Edition und in der Fanbox gibt, eine besser als die andere. Eine kleine Einzelkritik dazu zum Abschluss:

1. Ix - Subway To Sally: Natürlich musste sich Eric Fish, der sich bereits die Sieben zu Eigen gemacht hat, auch die neun aneignen. Eine Frage der Ehre. Wahnsinn, wie toll Erics einzigartige Stimme sich in dem Lied macht und wie toll das Stück im unverwechselbaren Subway to Sally Sound klingt. Eine ernst zu nehmende Konkurrenz zum Original! Aber dass Subway to Sally und Saltatio Mortis auch gemeinsam sehr gut funktionieren haben sie ja bereits in den 9 gemeinsamen Auftritten auf den Eisheiligen Nächten 2014 bewiesen.

2. Spiel Mit Dem Feuer – Betontod: Sehr rockig, geht ins Ohr, mag ich!

3. Lebensweg – Unheilig: Passt unglaublich gut zu Unheilig vom Text her. Von der Melodie her ist es so sehr dem typischen Unheilig Klang angepasst, dass als Unheilig das Lyricvideo, dass sie dazu gemacht haben, online gestellt haben, einige Leute es für einen Unheiligsong und gar nicht für einen Coversong hielten. Eine richtig tolle Version, ein sehenswertes Video. Alleine für diesen Song würde sich der Kauf von Zirkus Zeitgeist für alle Unheiligfans der alten Zeiten lohnen! Würde Lasterbalk für den Grafen texten, wäre für Unheilig vielleicht alles ganz anders gekommen. Vielleicht wird dieser Song der letzte Unheiligsong alter Zeiten sein. Im Internet wird er gefeiert als ein Song der klingt wie ein verschollener Track des „Puppenspieler“ Albums.

4. Falsche Freunde – Schandmaul: Aus diesem Song haben Schandmaul eine wunderschöne Ballade ganz in der ihnen typischen Art gemacht.

5. Prometheus - Mr. Hurley & Die Pulveraffen: Mal so eine ganz andere, aber wirklich gute Version von Prometheus! Dazu lässt sich nur sagen: „Hast du 'n Philosophen gefrühstückt oder was?!“

6. Nichts Bleibt Mehr – Doro: Eine sehr berührende Ballade, die Doro Pesch daraus gemacht hat. Ihre einzigartige, gefühlvolle Stimme macht dieses Lied zu etwas ganz Besonderem!

7. My Bonnie Mary - Fiddler's Green: Eine schnelle, tanzbare, sehr gut gewordene Version dieses Stückes!

8. Satans Fall - Lord Of The Lost: Ein Stück das absolut perfekt zu Lord of the Lost passt und von Chris Harms Ausnahmestimme profitiert. Unbedingt anhören!

9. Galgenballade – Feuerschwanz: Geht ins Ohr! Das sagt alles aus.

10. Der Sandmann – Versengold: Sehr schöne Version des Sandmanns, durch Klavier und Geige gewinnt der Song sehr viel, auch die Stimme von Malte Hoyer passt perfekt dazu! Diese Version sollte man unbedingt gehört haben.

11. Uns Gehört Die Welt – Berlinskibeat: Sicher gut gemacht, aber leider nicht die Art von Musik, die mir gefällt.

12. Sündenfall – Unzucht: Ein Song wie für die Unzucht gemacht! Toll umgesetzt, Hammersong. Unbedingter Anspieltipp! Die Stimme von Daniel Schulz ist einfach einmalig.

13. Krieg Kennt Keine Sieger - Vanden Plas: Sehr tolle englischsprachige Version von Krieg kennt keine Sieger, sehr hörenswert!

14. Habgier Und Tod - Ost+Front: Macht Spaß beim Hören.

15. Manus Manum Lavat – Faey: Meine absolute Lieblingscoverversion des Albums! Sandra Elfleins zauberhafte Stimme und dieses wundervolle Instrumentarium machen diesen Song zu etwas ganz Besonderem! Diese Version gefällt mir sogar noch besser als das Original!


Mitgift (Limited Fan Edition)
Mitgift (Limited Fan Edition)
Preis: EUR 8,99

9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meilenstein der Bandgeschichte, 18. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Mitgift (Limited Fan Edition) (Audio CD)
In ihrem neuen Album „Mitgift“ gelingt es Subway to Sally auf einzigartige Weise einen Bogen zu schlagen zwischen dem Rückgriff auf alte Traditionen, zum Beispiel mit dem lateinischen Text von „Ad mortem festinamus“ und einem Schritt in die Zukunft durch die neuen elektronischen Einflüsse, durch die ungewohnte Härte des Albums und durch das Konzept, in jedem Song von einem Mord zu berichten. Für mich wird auf dieser Platte auf ganz fantastische Weise Altes mit Neuem kombiniert. Es wird das Beste aus der Vergangenheit mitgenommen in eine glorreiche, neue Zukunft voll ungewohnter Einflüsse, Düsternis und Härte.

Was mir an dem Album besonders gut gefällt ist, dass es eine musikalische Weiterentwicklung der Band ist. Sie bleiben nicht in ihrem alten Trott verhaftet, sondern holen sich mit Cop Dicki jemanden an Bord, der ihrer Musik eine neue Note verpasst, der sie in eine andere Richtung schiebt, nicht so sehr, dass es nicht mehr der gewohnte und unverkennbare Sound von Subway to Sally wäre, aber doch so sehr, dass es nicht langweilig wird, dass es überrascht, dass es kurz ungewohnt ist, man den neuen Sound aber sehr schnell lieben lernt.

Bereits „Schwarze Seide“ fügte sich auf Tour sehr schön ins Set ein, auch wenn man ganz deutlich gehört hat, dass es anders ist als die anderen Stücke, härter, elekronischer und doch wie immer mitreißend.

Auch das Thema des Albums überzeugt mich: „Mördergeschichten“. Immer schon haben sich Subway to Sally gerne mal mit den Abründen der menschlichen Seele befasst, z.B. in „Wenn Engel hassen“ oder in „Unsterblich“ oder in „Feuerkind“ aber auch in „Mir allein“. Das waren meist Songs, die ich gerne gehört habe, die mich fasziniert haben. Bei denen ich bewundert habe, wie Subway to Sally ein solch schwierige Themata angeht, lyrisch und doch klar, ohne zu viele grauenvolle Details, es wird nicht ausgesprochen, nur angedeutet.

Auch im neuen Album geht es nicht darum, die schauerlichsten Geschichten zu finden und aufzuschreiben, sondern dem „Warum“ nachzugehen. Was treibt jemanden dazu, ein Mörder zu werden? Wie läuft man seinem Mörder über den Weg? Was passiert danach? Die Lieder blicken tief hinein in die dunkelste Seite der Seelen der Menschen. Sie erzählen Geschichten, sprechen Warnungen aus und sind auf eine sehr schaurige Art und Weise schön und ergreifend. Kein einfacher Stoff für ein Album, aber wie man es von Subway to Sally gewohnt ist, wurde es auf eine sehr lyrische und tiefgehende Art.

Die musikalische Untermalung der Texte fällt passend zum Grauen, das in den Liedern geschildert wird, härter aus als gewohnt. Die Songs sind gewollt ungeschliffen, nicht perfekt, hart. Da prallt Elektronik auf mittelalerliche Instrumente. Auch eine richtige Ballade sucht man vergeblich, sie wäre auch unpassend. Schwere Kost, die es mehr als wert ist, dass man sie anhört und sich mit den Liedern genauer beschäftigt.

Dabei hilft auch das äußerst schöne Artwork der CD. Die schattenhafte Darstellung und die Farben von beige über braun hin zu schwarz ziehen sich durch das Booklet und für diejenigen, die die Fanedition haben auch durch die „Akte Mitgift“. Darin werden die einzelnen Mordfälle beschrieben und vieles ausgesprochen, das in den Liedern nur angedeutet wird. Es hilft sehr, die Songs noch besser zu verstehen und lieben zu lernen. Auch zeichnet sich gerade die „Akte Mitgift“ durch ihre Liebe zum Details aus. Sie ist ganz wie die alten Akten nicht perfekt, da gibt es Ausbesserungen, Unterstreichungen und Anmerkungen. Außerdem gibt es zu jedem Lied eine Referenz, die zu einem Video führt, in dem Lydia Benecke den Fall, der in dem jeweiligen Lied besunge wird, aus kriminalpsychologischer Sicht beschreibt, ein Bonusmaterial, auch das ich nicht verzichten würde wollen, da ihre Berichte sehr informativ sind, besonders wenn man sich fragt, was einen Mensche zu solchen Grauetaten antreibt. Die Akte, die Berichte von Lydia Benecke und die DVD sind drei sehr gute Gründe, sich die Fanedition zuzulegen.

Die einzelnen Songs des Albums:
1. „Ad mortem festinamus“: Mir gefällt es sehr gut, dass Subway to Sally ihr Album mit einem lateinischen Titel beginnen und sich damit in gewisser Weise zu ihren Wurzeln bekennen. Wobei der Titel keineswegs mittelalterlich umgesetzt wurde, sondern hart und düster, wie alle Songs des Albums. Die Warnung, sich in Anbetracht dessen, dass wir alle dem Tod entgegeneilen zum Guten zu Wandeln, die das Lied ausspricht, passt für mich gut zum Rest der Platte, die genauer davon berichtet, was geschieht, wenn man dem Bösen in sich selbst nachgibt.

2. „Schwarze Seide“: Dieser Song wurde bereits auf den Eisheiligen Nächten, der jährlichen Weihnachtsfestivaltour von Subway to Sally, gespielt. Schon da hat er mich überzeugt, wobei es für mich dann doch ein harter Schlag war zu erfahren, wie das mit dem „Mit jedem neuen Kuss von mir“ gemeint ist... Ich hatte da in etwas romantischeren Bahnen gedacht. Doch die Realität ist oftmals, wie auch hier, nicht romantisch, sondern hart und brutal.
Der Titel beschäftigt sich mit Carl von Cosel, der 1931 die todkranke Maria Elena Milgaro de Hoyos heiratet, die er nur ein Jahr zuvor kennenlernte. Im selben Monat stirbt sie, woraufhin er ihr ein Mausoleum baut, in dem er sie nachts besucht und sie später zu sich nach Hause holt, sie einbalsamiert und sich vermutlich auch an ihrer Leiche hintergeht. Der Kommentar von Lydia Bennecke dazu ist auch sehr informativ, denn er beleuchtet das Seelenleben von Cosel und sie geht der Frage nach, was treibt ihn dazu zum Nekrophilen zu werden.

3. „Für Immer“: Auch diesen Titel konnte man bereits vor der Veröffentlichung der neuen Scheibe hören, allerdings nicht in der Albenversion, sondern in einem Remix der Band Lord of the Lost, erschienen im Sonic Seducer Ausgabe März 2014.

Die Version des Albums hat ein wunderschönes Geigenintro und ein ebenso schönes Geigenoutro, das wenn man Frau Schmitts Ausführungen in „Aus der Giftküche“ glaubt, alles andere als leicht zu spielen ist, zumindest in der von Ingo erdachten Version. Aber Subway to Sally haben das Glück mit Frau Schmitt eine Spitzengeigerin an Bord zu haben, die auch mit derartigen Widrigkeiten umzugehen weiß.

Thematisch geht es in diesem Song um Elizabeth Short, die 1947 mit 22 Jahren ermordet und grausam verstümmelt wurde. Bis heute ist der Mordfall ungeklärt. Wobei es auch ein Buch und einen Film dazu gibt, die beide unter „Die schwarze Dahlie“ bekannt sind.
Neben den anderen Verletzungen verpasste der Mörder der jungen Frau ein sogenanntes Glasgow Smile, bei dem der Mund des Opfers seitlich aufgeschnitten wird, so dass es aussieht, als würde die Person lächeln. Ein Mord, der sehr seltsam und eigen ist und viele Fragen offen lässt. Eric versetzt sich dabei in den Mörder, was sicher nicht leicht ist.
Besonders stark finde ich die Songzeile „Ich schenkte dir dein Lächeln wieder“.

4. „Grausame Schwester“: Wie schon beim ersten Lied der CD wird hier auf altes Liedgut zurückgegriffen. Unter dem Titel „The Cruel Sister“ gibt es zahlreiche Vertonungen, dieser alten Legende von zwei Schwestern, von denen die eine hübsch und liebenstwert und die ander kalt und dunkel ist. Daraufhin wird die zweite Schwester von Eifersucht zerfressen und tötet die attrakvie Schwester.

Ich liebe den Refrain des Songs, er ist wunderschön! Außerdem gefällt es mit sehr gut, dass Subway to Sally mit diesem Lied die Tradition aufgreifen, alten Liedern ein ganz neues, wunderschönes Gewand zu geben. Einer meiner Lieblingssongs des Albums.

5. „Warte, Warte“: In dem Song geht es um Fritz Haarmann, einen der ersten Serienmörder, der mediales Interesse erhielt und der als Vampir, Schlächter und Werwolf von Hannover bekannt wurde. Am Ende des Songs wird die Behauptung aufgestellt, das all die Werwölfe, Teufel und Vampire unserer Zeit in Wahrheit nichts anderes sind als Menschen, die jagen.
Der Song ist passend zum Thema sehr düster und dunkel gehalten.

6. „Dein Kapitän“: An diesem Lied gefällt mir das Aufgreifen des nautischen Elements besonders gut. Es gibt viele Lieder mit Wasserthematik, die ich von Subway to Sally sehr gerne mag, z.B. das „Seemannslied“, das mag ich sogar ganz besonders gerne.
Auch „Mir Allein“, in dem ja auch schon die Entführungsthematik angesprochen wird, mochte ich sehr gerne. In diesem Lied sind beide Themen miteinander verbunden und es gehört für mich zu den Favoriten der Platte.

Dieses Lied wurde von keinem einzelnen Fall an und für sich inspiriert, sondern von der Idee, dass es Menschen gibt, die andere Menschen entführen und sie zum eigenen Sklaven machen.
Ein sehr bekannter Fall dieser Art ist der von Natascha Kampusch, der auch in der Akte Mitgift behandelt wird. Wenn man jedoch den Ausführungen von Lydia Bennecke im Bonusmaterial glauben darf, dann kommt diese Art des Verbrechens wesentlich häufiger vor, als man allgemein annimmt.

An dem Song gefällt mir, wie und mit welchen Bildern und mit welcher Musik die Thematik dargestellt wird.

7. „Arme Ellen Schmitt“: Hier geht es um Ellen Smith, die von ihrem ehemaligen Liebhaber ermordert wurde, nachdem sie sich mit ihm versöhnen wollte. Bei ihr und ihm bestanden wohl sehr unterschiedliche Vorstellungen in Bezug auf das, was sie voneinander wollten. Während sie eine Beziehung wollte, ging es ihm nur um den Spaß. Statt sich einen anderen zu suchen, versuchte Ellen Smith, im Song Ellen Schmitt, alles, um ihn an sich zu binden. Das endete darin, dass er sie mit einem Schuss ins Herz tötete.

Einerseits mag ich das Lied, andererseits stößt bei mir die „Moral“ am Ende des Songs irgendwie negativ auf. Dieses: „Pass auf, mit wem du dich einlässt“ hinterlässt für mich einen bitteren Nach- und Beigeschmack. Ohne diesen Hinweis am Ende, würde ich den Song mehr mögen.

8. „In kaltem Eisen“: Ein Mann, der im Rausch und im Affekt seine Geliebte tötet und sich danach an nichts erinnert. Diese Geschichte behandelt Subway to Sally im Text zu „In kaltem Eisen“. Es wird davon berichtet, wie der Täter seine Tat reflektiert.

In der Akte Mitgift wird das Stück mit dem Fall von Bertran Cantat in Verbindung gebracht, der seine Lebensgefährtin Marie Trintignant getötet hat. Diese Geschichte ist sehr vielschichtig, mit vielen Wendungen, die wohl für immer ungeklärt bleiben werden. Erinnert sich Bertrand Cantat wirklich an nichts? Bereut er wirklich? Und wenn er so sanftmütig war, wie behauptet wurde, warum hat sich seine Freu dann umgebracht?

Mit dem Cantat von Subway to Sally könnte man durchaus Mitleid haben. Bei dem der Realität weiß ich nicht, was ich von ihm halten soll. Definitiv jedoch ist „in kaltem Eisen“ ein sehr starker Song.

9. „Vela Dare!“: Ist ein nonverbales Stück, dass ich auch sehr gerne höre und das sich absolut perfekt ins Album eingliedert.

10. „Haus aus Schmerz“: Ein sehr gut gelungenes Lied, das genau so dunkel ist, wie die Taten, die es beschreibt. Es jagt einem eine Gänsehaut nach der anderen den Rücken hinunter, besonders, wenn man bedenkt, was darin beschrieben wird: Ein Hotel, in dem H. H. Holmes zwischen 27 und 200 Menschen auf grausame Weise ermordete. Wenn man sich dann noch vorstellt, man selbst wäre Gast in seinem Haus...

11. „Im Weidengarten“: Bei einem Album, das Mitgift heißt, darf natürlich ein Giftmord nicht fehlen. Dieser findet sich im vorletzten Song der CD und greift wie schon die „Grausame Schwester“ auf eine alte Mörderballade zurück. Während im alten Liedmaterial die Geliebte vergiftet, erstochen und in einen Fluss geworfen wird, beschränkt sich Bodenski darauf, das ritualhafte Vergiften der Geliebten zu beschreiben. Ein sehr zauberhafter, mystischer Song, bei dem ich in Darmstadt auf dem großartigen Mini-Akustikkonzert der Telekom bereits die Gelegenheit hatte, ihn live zu hören und das sogar gleich zweimal und ich kann nur sagen, ich mag dieses Lied wirklich verdammt gerne! Ein unbedingter Anspieltipp.

12. „Coda“: Der letzte Titel der Platte bezieht sich meiner Meinung nach textlich sehr auf „Schwarze Seide“, passt aber auch zu vielen anderen Titeln des Albums. Ich denke dabei an einen Mann, der die absolute Kontrolle über seine Geliebte hat, er hat ihr Bett gemacht, er bestimmt wie und wie lange sie schläft, erst sein Kuss weckt die Frau in seiner Gewalt wieder auf. Ein würdiger Abschluss eines genialen Albums, besser hätte es nicht enden können.

Die DVD der Fanedition:
1. Das Video zu „Schwarze Seide“: Das Video hat mich beim ersten Sehen fasziniert und mitgerissen. Es hat mir düstere Schauer den Rücken heruntergejagt und mich sogar noch im Traum verfolgt. Ich finde gerade diese schattenhafte Umsetzung, Erics schauerlichen Blick und die Andeutungen sehr gut gelungen, denn man weiß damit, worum es geht ohne es allzu explizit zu zeigen. Damit folgt das Video dem Text, der ja auch die Grausamkeit der Tat in sehr schöne, teilweise fast schon romantische Lyrics umwandelt, der nicht ausspricht, nur andeutet. Für mich ist das Video ein Meisterwerk und eines der besten und interessantesten Musikvideos, die ich je in meinem Leben gesehen habe.

2. Inside „Aus der Giftküche“: Hier wird erst allgemein von den einzelnen Musikern über das Album berichtet, wie es zustande kam und waru und später wird auf die einzelnen Songs im Detail eingegangen. Neben den Musikern kommt auch Stephan Ernst, der neue Gesangscoach von Sänger Eric Fish zu Wort. Ich möchte nicht zu viel über dieses Inside berichten, nur so viel: Es ist absolut sehenswert, weil es einen kleinen Einblick gibt, wie ist Mitgift und die einzelnen Songs darauf entstanden sind und warum es musikalisch genau so umgesetzt wurde und nicht anders.

3. Making of Mitgift: Dieses Making of der Fotos des Booklets ist mit 2:41 Minuten nicht allzu lange, leider. Dennoch finde ich es interessant, meinen Lieblingsmusikern dabei zuzusehen, wie sie im Fotostudio stehen und sich ins perfekte Licht rücken lassen.

4. Einige Songs vom Auftritt auf dem Summer Breeze 2012:
- „Kämpfen Wir!“
- „Schlagt die Glocken!“
- „Wo Rosen blüh‘n“
- „Mir allein“
- „Wenn Engel hassen“
- „MMXII“
Es hat mich sehr gefreut, diese (wenn auch viel zu wenigen) Auszüge des Konzerts auf dem Summer Breeze 2012 zu sehen, besonders, weil ich dort auch vor der Bühne stand und den Aufritt der Band live miterlebt habe. Da fühlte ich mich wieder zurückversetzt in diese wunderschöne, laue Sommernacht mit Musik, die besser nicht hätte sein können zwischen Fans, die nicht mehr hätten abgehen und mitfeiern können! Sehr tolles Bonusmaterial. Hoffentlich werde ich auch vom Auftritt in Wacken 2013 irgendwann einmal wenigstens einige Lieder zu hören und zu sehen bekommen.

Alles in allem ein sehr gelungenes, stimmiges Album, das den Weg in eine neue Richtung weist. Ich bin gespannt, womit mich Subway to Sally noch überraschen wird. Mit diesem Album ist es ihnen auf jeden Fall auf extrem positive Weise gelungen. Ein absolutes Muss für jedes Musikregal! Wobei ich sagen muss, so genial wie das Album ist, freue ich mich nur umso mehr auf die Tour dazu im April, denn ich bin mir sicher, die wird legendär werden.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 26, 2014 12:41 AM CET


Gift für beide Ohren
Gift für beide Ohren
Preis: EUR 9,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Live gesehen - CD gekauft und immer noch begeistert!, 2. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Gift für beide Ohren (MP3-Download)
München, Unisommerfest, man schaut sich um, mal hier mal dort, die einzigen, die mich so sehr gefesselt haben, dass ich dabeiblieb, das waren "Die Giftmischer". Warum? Der Rhythmus reißt mit, die Texte sind aus dem Alltag gegriffen, das Auftreten der Band, locker, lässig, mitreißend.

Der Musikstil liegt irgendwo zwischen Folklore und Jazz, wobei er auch etwas rockiges hat. Er klingt modern und doch irgendwie vertraut, innovativ. Die Texte sind genau das Richtige, wenn man den Alltag mal von einer ironischen bis satirischen Seite sehen will, denn wer ist nicht irgendwann zu alt für "Wein mit Schraubverschluss" und "irgendwann ist man zu alt für Fraun, die Boygroups hören". Wer wollte nicht mal seinen Nächsten hassen oder hat es schon einmal getan? Wer kennt sie nicht, die Situationen, in denen nur Gift hilft, "auch wenn Sprengstoff besser wäre."

All das sind die Themen über die diese Band singt mit einem Augenzwinkern, einer sehr scharfen Beobachtungsgabe und einem einzigartigen Musikstil. Ich kann "Die Giftmischer" nur weiterempfehlen besonders an Leute, die gerne "Mia", "Rosenstolz", "Unheilig", "Eisbrecher" und "Evelyn Evelyn" hören, vielleicht auf für Menschen, die "Rammstein", "Die Ärzte", "Die toten Hosen", "Lafee", "Eisblume" und dergleichen gerne haben. Kurz gesagt, die CD ist etwas für selbstständig denkende Menschen, die gerne Musik hören, die einfach anders ist als das, was der Mainstream so zu bieten hat.

Und wer sich überlegt, ob er die Band nicht mal live erleben will, dazu kann ich noch sagen, es lohnt sich absolut, denn live sind sie nochmal viel, viel besser als auf CD, so viele ausgefallene Ideen und Instrumente hat bisher keine Band eingebaut, die ich je gesehen habe. Sehr mitreißend, da kann man nicht mehr stillsitzen oder stehen.


Catz
Catz
Wird angeboten von Toys 2000
Preis: EUR 4,40

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Allerhöchstens für Kleinkinder geeignet, 27. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Catz (Computerspiel)
Nachdem ich früher begeistert Catz 3 gepielt habe, hab ich mir gedacht, ich könnte mir ja mal Catz 2006 leisten, ein Reinfall, leider.

In dem Spiel kann man überhaupt nicht züchten. Man kann immer nur ein Kätzchen trainieren und dann zu Shows schicken. Das Kätzchen bleibt auch immer gleich alt.

Was man machen kann/muss ist folgendes:

- das Kätzchen streicheln, bürsten und waschen

- mit ihm spielen

- ihm Wasser und Futter geben

- ihm 12 verschiedene Tricks bebringen

- die Wohnung schöner einrichten und Futter, Trinken und Zubehör für das Kätzchen kaufen

- an Shows teilnehmen

- Geld verdienen, entweder durch das Kunststück des Tages erfüllen, in Shows Geld verdienen oder das Kätzchen Kunststücke vorführen lassen.

So wählt man zuerst ein Kätzchen aus fünf Rassen aus. Das kann in vier Szenarien herumlaufen (Bad, Küche, Wohnzimmer und Garten). Dem neuen Haustier bringt man dann Tricks bei (max. 12) und lässt es auf Shows starten, auf denen es die Tricks dann vorführen muss. Ansonsten kann man noch einkaufen. Mehr ist da leider nicht. Nach etwa 10 Stunden hat ein erfahrener Spieler das Spiel durch. So ist leider kein Langzeitspielspaß vorhanden, weil man die Kätzchen weder zusammen spielen lassen kann, noch züchten kann, noch irgenetwas spannenderes als die Shows passiert.

Für Kleinkinder mag dieses Spiel ja ganz nett sein, aber für alle anderen rate ich davon ab, weil man es einfach zu schnell durchgespielt hat. Ich werde mir jetzt aber vermutlich Catz 5 kaufen.

Übrigens: Das Spiel ist komplett auf Deutsch.


Jumbo Spiele 03466 - Rummikub Original
Jumbo Spiele 03466 - Rummikub Original
Wird angeboten von g-e-t-b-o-o-k-s
Preis: EUR 34,99

42 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eins meiner absoluten Lieblingsspiele!, 28. April 2007
Ein regnerischer Nachmittag und man hat keine Lust schon wieder Uno, Mensch ärgere dich nicht, Kniffel, MauMau oder Romme zu spielen? Dem kann abgeholfen werden! Rummikub, das ist so ähnlich wie Romme und doch ein wenig anders.

Man hat statt Karten Steine und die behält man dann so lange, bis man alle losgeworden ist, was das Ziel des Spiels ist. Wie bei Romme kann man Reihen bilden oder gleiche Zahlen von verschiedener Farbe zusammenbringen. Joker gibt es allerdings nur zwei, weil es sonst zu einfach wäre, denn man hat viel mehr Möglichkeiten beim Anlegen. Das führt dazu, dass dieses Spiel kein reines Glücksspiel ist, sondern dann man sehr viel nachdenken und kombinieren muss. Es gibt Steine von 1 bis 13 in rot, blau, orange und schwarz.

Eine Möglichkeit für eine Spielvariante ist, dass man bei Reihen nicht nur von 1 bis 13 legen darf, sondern nach der 13 wieder mit 1 weitermacht. Dann wäre zum Beispiel 12, 13, 1 möglich. Das erhöht die Kombinationsmöglichkeiten nochmal um ein Vielfaches, ist aber nicht jedermanns Sache.

Alles in allem ist es ein Spiel, das mich total süchtig macht und Langeweile im Nu vertreibt. Wer allerdings nicht gerne mit Zahlen herumspielt, dem rate ich von diesem Spiel eher ab, weil man dabei doch sehr viel nachdenken muss, um zu gewinnen. Trotzdem gebe ich ihm alles in allem fünf Sterne.


Sailor Moon, Bd.1, Lunas Geheimnis
Sailor Moon, Bd.1, Lunas Geheimnis
von Naoko Takeuchi
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Filme sind besser, 28. April 2007
Das Buch beschreibt Sailor Moons erste drei Abenteuer: "Der Glanz der Juwelen", "Die Wahrsagerin" und "Der Geheimsender".

Da ich ein Fan der TV-Serie bin und dieses Buch auf einem Flohmarkt entdeckt hatte, dachte ich mir, ich könnte es ja mal kaufen und lesen. Gesagt, getan. Ich war ein wenig enttäuscht, da es an die Serie einfach nicht herankommt. Die Serie lebt zu sehr von den Bildern. Auch wenn in dem Buch sehr viele Schwarz-Weiß-Abbildungen aus der Serie sind, hat man die Bilder nicht vor Augen.

Da es dennoch ganz interessant war, mal etwas von Sailor Moon zu lesen, anstatt zu sehen und es ganz nett geschrieben war, vergebe ich drei Sterne.


Die Herrin von Avalon. Roman
Die Herrin von Avalon. Roman
von Marion Zimmer Bradley
  Taschenbuch

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht so gut wie die Nebel - Aber trotzdem lesenswert, 28. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Herrin von Avalon. Roman (Taschenbuch)
Die Herrin von Avalon fängt wie die meisten von Marion Zimmer Bradleys Büchern etwas langatmig an, wird dann aber spannender. Dass es allerdings in drei Geschichten unterteilt ist (die um Caillean und Gawen, Eilans Sohn, Dierna und Viviane), kostet das Buch leider einiges an Tiefe, da es nur knapp sechshundert Seiten hat.

Vivianes Geschichte fand ich am spannendsten, weil ich die Nebel von Avalon zuvor schon gelesen hatte und von daher die "erwachsene" Viviane schon kannte. Diernas Geschichte zog sich stellenweise ein wenig in die Länge, weil es in ihr viel um die Kämpfe der Römer ging. Die Geschichte von Caillean und Gawen fand ich dafür wieder viel gelungener, weil sie erklärt, warum Avalon durch die Nebel von der Welt entrückt ist und außerdem sehr mitreißend ist. Dennoch hätte ich mir gerade bei dieser Geschichte mehr Tiefe gewünscht.

Obowhl ich ein wenig enttäuscht von dem Buch war, hat es mir sehr gut gefallen, daher gebe ich vier Sterne.


Schloss Einstein, Bd.3, Sie liebt ihn, sie liebt ihn nicht
Schloss Einstein, Bd.3, Sie liebt ihn, sie liebt ihn nicht
von Simon Hauser
  Gebundene Ausgabe

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein nettes Jugendbuch, 28. April 2007
Das ist das Buch zur Serie Schloss Einstein von ARD und KIKA. Darin geht es um Budhi, der sich in Katharina verliebt hat, nur will die nichts von ihm, oder doch? Katharina hat allerdings ihre eigenen Sorgen, sie muss in Mathe unbedingt eine zwei schreiben, damit sie mit ihrem Vater nach HongKong fahren kann. Doch das ist fast unmöglich, weil sie eine totale Mathenull ist. Marc ist auf der Suche nach Aram, einem kleinen Armenier, den er zusammen mit Budhi im Keller des Schlosses versteckt hat und der auf einmal spurlos verschwunden ist.

Ein Buch, in dem es um Probleme geht, die für viele Teenager Alltag sind, wie zum Beispiel die erste Liebe oder schwierige Eltern. Es ist sehr lebensnah geschrieben und von daher für Jugendliche sicher sehr lesenswert. Für Erwachsene allerdings etwas langatmig, daher nur drei Sterne. Fans der Fernsehserie kann ich das Buch allerdings nur empfehlen.


Die Wahrheit der letzten Stunde: Roman
Die Wahrheit der letzten Stunde: Roman
von Jodi Picoult
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,99

37 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eins der besten Bücher, die ich kenne, 28. April 2007
Als ich durch Salzburg streifte, entdeckte ich dieses Buch durch Zufall in einem Laden. Der Titel sprach mich sofort an. Auch der Klappentext klang spannend. Also kaufte ich es. Eine Entscheidung, die ich nicht im Geringsten bereut habe.

Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend. Als sich Mariah und Colin White, Faith Eltern trennen, beginnt Faith mit einer Beschützerin zu reden. Dieses Phänomen erregt großes Aufsehen in der Öffentlichkeit, weil Faith Beschützerin möglicherweise real sein könnte. Ist Faith Beschützerin vielleicht sogar Gott? Wie geht Mariah White mit dem Medienrummel um, den diese Vermutung auslöst? Was sagt Mariahs geschiedener Mann dazu? Auf all diese Fragen, gibt das Buch eine Antwort.

Das Buch ist sehr realistisch geschrieben und hat nichts von einem realitätsfremden Fantasyroman. Immer wenn man denkt, man wüsste, wie es weitergeht, passiert etwas, womit man nicht gerechnet hätte. Auch das Ende ist sehr überraschend. Ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen kann.

Wer mal ein etwas anderes Buch zum Thema Trennung, Scheidung, Liebe, Medienrummel und Gott lesen will, sollte sich dieses Buch unbedingt zulegen und lesen, aber Vorsicht: Suchtgefahr!


Seite: 1 | 2 | 3 | 4