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Rezensionen verfasst von
derruckersfelder
(TOP 500 REZENSENT)   

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Pearls / Time Gone By
Pearls / Time Gone By
Wird angeboten von HitsvilleUK & more
Preis: EUR 36,16

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Best Of 1977-1980, 23. November 2015
Rezension bezieht sich auf: Pearls / Time Gone By (Audio CD)
Die Karriere von Singer/Songwriter-Legende Carole King ist leider noch nicht vernünftig auf einer Werkschau zusammengefasst worden. Da gab es aber auch zu unterschiedliche Phasen und Arbeiten für diverse Plattenfirmen. Diesbezüglich gibt es aber zum Teil schon einige lohnenswerte Compilations. Ihre Songwriterphase mit ihrem Kollegen und damaligen Ehemann Gerry Goffin, in der Hits für andere am Fließband entstanden, wurde auf verschiedenen Veröffentlichungen schon gewürdigt. Ihr Solo-Hauptwerk beim Ode-Label (1968-1976) gibt es (inklusive des kompletten Megasellers Tapestry) gut auf der Doppel-CD A Natural Woman- The Ode Collection zusammengefasst. Für das danach recht unerfolgreiche Spätwerk gestaltet sich die Suche nach einer Compilation aber schwierig bis unmöglich.

Als zeitlichen Anschluss an die Ode Collection ist zumindest die Two For One CD Pearls/Time Gone By zu empfehlen. Zum einen sind dort mit Pearls ihre Neuaufnahmen von eigenen Songs zu finden, die größtenteils Hits für andere waren sowie den damals neuen Song Dancin' With Tears In My Eyes. Zum anderen ist mit Time Gone By ein Sampler mit 10 Songs (u.a. Hard Rock Cafe) von ihren ersten 3 Alben (1977-79) nach der Ode Zeit enthalten. Das mag zwar optisch vom Cover und dem 6-seitigen Faltblatt etwas billig aussehen, aber vom Klang wurde alles bestens überarbeitet. Dazu gibt es noch einen knapp 4-seitigen Text der ihre Karriere zusammenfasst.

Ob es auf Pearls unbedingt notwendig war Hi De Ho (u.a. von Blood Sweat & Tears gecovert), Snow Queen, Wasn't Born To Follow und Goin' Back (die letzten beiden u.a. von The Byrds gecovert) erneut selbst aufzunehmen, ist eher zweifelhaft. Da hätten sich bestimmt genug andere eigene Songs aus den 50ern und 60ern angeboten, die es von ihr noch nicht zu hören gab. Außerdem sind alle 4 Versionen nicht gerade besser als die eigenen Originale. Zumindest gibt es dort endlich einmal ihre eigenen Interpretationen der Hits The Locomotion, One Fine Day (ihr letzter Top 20 Hit), Chains und Oh Not My Baby zu hören.

Fazit:
Wenn man nicht alle 4 Alben (endlich wieder alle auf CD zu haben) aus dieser Zeit kaufen will, ist diese CD mit dem Album Pearls und der Compilation Time Gone By als Zusammenfassung eine gute Alternative. Gebraucht ist die CD häufig günstig zu erwerben.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 23, 2015 12:23 PM CET


Remasters
Remasters
Preis: EUR 9,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gutes Konzentrat, perfekt für Einsteiger, 22. November 2015
Rezension bezieht sich auf: Remasters (Audio CD)
Remasters erschien 1990 quasi als Konzentrat des Led Zeppelin Boxsets und war ein Vorgeschmack auf den erstmalig remasterten Katalog der Band. Als Best Of Compilation enthält Remasters eine hervorragende chronologische Songauswahl ohne Füller. Bei der Menge an Song-Klassikern bleibt da natürlich zwangsläufig einiges (z.B. Thank You, Gallows Pole, When The Levee Breaks, In My Time Of Dying, Wearing And Tearing) auf der Strecke. Trotzdem ist diese Doppel-CD immer noch besser und mit 26 Songs umfangreicher aufgestellt als die später erschienenen Compilations Best Of Early Days & Latter Days (23 Songs, beide CDs auch einzeln zu erwerben) und Mothership (24 Songs).

Hier die Unterschiede im Vergleich zu Remasters:
Early Days und Latter Days bieten What Is And What Should Never Be, Ten Years Gone und When The Levee Breaks. Dafür fehlen Heartbreaker, Ramble On, Celebration Day, The Rain Song, D'yer Maker und Misty Mountain Hop.
Mothership bietet When The Levee Breaks und Over The Hills And Far Away, dafür fehlen Celebration Day, Misty Mountain Hop, The Rain Song und The Battle Of Evermore. Mothership lohnt evtl. in der Version mit DVD, die aber auch nur ein Konzentrat der Led Zeppelin Doppel-DVD darstellt.

Für meinen Geschmack kommen die beiden jüngeren Compilations nicht an Remasters heran. Das fängt schon beim Umfang an und gerade die abweichenden Songs der neueren Compilations kommen größtenteils nicht gegen das an, was im Vergleich zu Remasters fehlt.

Das von 1990 stammende Remaster ist besser anzuhören als das zu Tode komprimierte und undynamische Mastering der 2007er Version (mittlerweile gibt es auch eine 2015er Version mit den aktuellen Remasters) von Mothership. Mit einer Spieldauer von ca. 145 Minuten wurde für das Jahr 1990 nahezu das Maximum aus der CD-Kapazität herausgeholt. Heutzutage würden da noch 2-3 Songs mehr drauf passen. Das 8-seitige Booklet ist leider sehr mager ausgefallen.

Fazit:
Bei einer Band mit einem Output von gerade einmal 8 Studio-Alben (zzgl. der Resteverwertung CODA), von denen nahezu jedes Album als Klassiker gehandelt wird, ist es natürlich schwierig die besten und bekanntesten Stücke auszuwählen. Für mein Empfinden ist das hier aber besser als auf den beiden späteren Compilations gelungen. Als Einstieg ist die Auswahl von Remasters nahezu perfekt.
Kommentar Kommentare (16) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 19, 2016 7:16 PM CET


The Big O: the Original Singles Collection
The Big O: the Original Singles Collection
Preis: EUR 31,06

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Singles-Collection der Monument-Zeit mit A- und B-Seiten, 19. November 2015
Die Compilation The Big O: The Original Singles von Roy Orbison aus dem Jahr 1998 enthält seine 24 Singles für das Label Monument aus der Zeit von 1958-1966, also angefangen mit Paper Boy und endend mit Lana. Es ist keine karriereumfassende Singles-Collection, da Orbison schon davor und danach auch noch über 20 Jahre tätig war.
Die Zeit für Monument war die Phase in der Orbison bekannt wurde und auch die meisten seiner Hits schuf. Seine klare Stimme war zwar immer sein Erkennungsmerkmal, sein Songwritingtalent stand dem aber in nichts nach. Klassiker produzierte er mit Only The Lonely, Running Scared, Crying, In Dreams, Blue Bayou, Oh Pretty Woman (hier in beiden Versionen vertreten) etc. zu dieser Zeit am Fließband. Die Songs zeigen auch die Wandelbarkeit seiner Stimme. Die konnte er hochschrauben wie kaum ein anderer. Auf Uptown klingt er dagegen in normaler Tonlage fast schon lasziv.
Musikalisch erinnert einiges an Elvis zu dieser Zeit. Wer sich da bei wem was abgeschaut hat und wer der bessere Sänger war, lasse ich einmal dahingestellt.

The Big O bietet insgesamt 52 Songs bei einer Spieldauer von ca. 140 Minuten. CD 1 enthält die A-Seiten und CD 2 die B-Seiten in chronologischer Reihenfolge. Inwieweit das alles komplett ist, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Gerade die gesammelten B-Seiten empfehlen aber The Big O zum Pflichtkauf. Als Bonus gibt es dazu noch auf CD 1 die zweite Version von Oh, Pretty Woman (Come With Me) in Stereo und (Say) You're My Girl in Mono. Als Kuriositäten hat man noch die deutschen Versionen von San Fernando und Mama auf CD 2 gepackt.
Am Klang gibt es für das Alter der Aufnahmen wenig auszusetzen. Das ist alles sehr dynamisch gemastert, manches rauscht aber leicht.

Etwas mager ist jedoch das 8-seitige Booklet ausgefallen, das der Wichtigkeit des musikalischen Inhalts nicht gerecht wird. Es enthält immerhin ein sehr kurzes Vorwort, eine Singles Diskographie, die Tracklists, Abbildungen von 4 raren Paper Boy Singles sowie einige Cover. Da hätte ich gerne mehr zu den einzelnen Tracks und dieser Schaffensphase von Orbison erfahren.

Fazit:
Als Collection der Singles aus der Monument Zeit ist The Big O nicht nur wegen der A-Seiten zu empfehlen, sondern auch und vor allem wegen der oft gleichwertigen B-Seiten. Die Bonus-Tracks sind noch ein zusätzliches Schmankerl. Für eine gewisse Zeit war diese CD einmal im Nice Price Sektor zu erwerben, gebraucht ist sie aber immer noch günstig zu haben.


Hoch Wie Nie (Limited Edition)
Hoch Wie Nie (Limited Edition)

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die bisher umfangreichste Falco-Compilation, ein paar Lücken inkl., 18. November 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hoch Wie Nie (Limited Edition) (Audio CD)
Obwohl die 2007er Doppel-CD Hoch Wie Nie ausreichend Platz bot um die Karriere des österreichischen Wortakrobaten endlich einmal ordentlich zusammenzufassen, ist das den Verantwortlichen wieder nicht so richtig gelungen.
Die meisten seiner Hits aus den 80ern und die späten teilweise nach seinem Tod erschienen Hits sind vertreten. Die mittlere wenig erfolgreiche Zeit von Ende der 80er bis Mitte der 90er eher weniger. Mit Letzterem kann ich gut leben.

Einen Lauf hatte Falco mit seinen ersten 4 Alben die haufenweise Klassiker boten. Dieser Compilation muss man hoch anrechnen, dass vor allem das 1984er Album Junge Römer mit 7 (von 9) Tracks gebührend gewürdigt wird. Damals zwar ein kommerzieller Flop, ist es aber doch stilistisch eines seiner Schlüsselalben, bevor die Bolland-Brüder ihm ihren Sound aufdrückten. Falcos unfassbarer Rhythmus im (Sprech-)Gesang ist auf keinem Album besser zu hören. Dazu groovt auch keines seiner Alben besser und das trotz seines sterilen Sounds.

Ein Nachteil von HWN ist für mich, dass die Songs nicht chronologisch angeordnet sind. Teilweise passen die späteren Songs nicht zwischen die Sachen aus den 80ern. Die meisten späteren Songs befinden sich aber auf CD 2.
So schön es auch ist den Fans mit Männer Des Westens und It's All Over Now, Baby Blue eine neue Version und ein Demo zu präsentieren, hätte ich doch die Originale bevorzugt. So etwas kann man zusätzlich als Alternative bieten.
Die Songauswahl geht größtenteils in Ordnung. Für meinen Geschmack wird dem posthumen Werk etwas zu viel Aufmerksamkeit geschenkt. Und wenn schon so etwas wie Mutter, Der Mann Mit Dem Koks Ist Da hier zu finden ist, dann hätte ich gerne der Vollständigkeit halber den Hit Body Next To Body mit Brigitte Nielsen und das rare Duett Kann Es Liebe Sein mit Desiree Nosbusch auch drauf gehabt. Außerdem fehlen mir Zuviel Hitze von seinem Debüt Einzelhaft sowie Satellite To Satellite von Wiener Blut. Der Falco-Fan wird bestimmt noch andere Favoriten vermissen. Etwas Platz wäre auf den beiden CDs noch gewesen und so ein Quatsch wie Tribute To Falco vom Bolland Project hätte der Menschheit auch erspart bleiben können.
Die Limited Edition im schwarzen Digipack bietet als zusätzlichen Track noch mit Urban Tropical die B-Seite von Rock Me Amadeus, die es in ihrer kurzen Version nicht auf die Anniversary Edition von Falco 3 geschafft hatte.

Im Booklet gibt es u.a. eine Biographie, viele Songtexte, Fotos und Zeitungsausschnitte, leider keine ausführliche Diskographie.

Fazit:
Trotz einiger Mängel ist Hoch Wie Nie derzeit die umfassendste und beste Falco-Compilation. Die großen Hits sind (bis auf Body Next To Body) alle vertreten. Seine ersten 3 Alben braucht man trotzdem komplett.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 23, 2015 12:30 PM CET


Artist of the Century
Artist of the Century
Preis: EUR 62,78

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kompakter Karriereüberblick, Klang und Ausstattung top, 17. November 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Artist of the Century (Audio CD)
Als das 3-CD Boxset Artist Of The Century von Elvis Presley 1999 erschien, mag dessen Titel bestimmt etwas überheblich angemutet haben. Zumindest auf seinem Gebiet als Interpret, Performer und Sänger hat in der Popkultur niemand so nachhaltig Eindruck hinterlassen wie er. Mehr Tonträger hat bis heute auch keiner verkauft. Elvis ist eine weltweite Marke.

Eine Werkschau mit 3 CDs erscheint bei einer Karriere von nicht ganz einem Vierteljahrhundert mit gefühlten unzähligen Aufnahmen etwas knapp bemessen zu sein. Um Vollständigkeit kann es bei so etwas sowieso nie gehen. Diesbezüglich erschienen genug andere ausgiebige Boxsets mit den jeweiligen Schaffensperioden (50er, 60er, 70er) oder Themen (Film, Gospel, Live, Alternativ-Takes). Aber nicht jeder braucht den geballten Elvis. Seine bekanntesten Songs und Hits befinden sich mit den vorliegenden 75 Songs in knapp 3,5 Stunden größtenteils und chronologisch geordnet auf Artist Of The Century. Der Fan hierzulande mag da vielleicht Wooden Heart (Muss i denn) vermissen, aber für eine internationale Veröffentlichung wurde unter Einbindung der Fans mehr darauf geachtet, was weltweit seine bekanntesten und beliebtesten Songs sind. Das Fehlen seines Standards Viva Las Vegas ist aber trotzdem unerklärlich.

Die größten Hits bekommt man zwar auch gut und günstig auf jüngeren Compilations. Für den audiophilen Hörer hat Artist Of The Century diesen gegenüber aber den Vorteil, dass das Mastering auf dem Boxset noch nicht so laut ausgesteuert und dynamikkomprimiert ist.

Das Boxset erschien in unterschiedlichen Formaten. Von der Handlichkeit mag der kleinere Pappschuber mit 3 Digipacks und einem Booklet praktischer sein als die umständlich angelegte große aufklappbare Longbox mit je einem kleinen Booklet pro CD. Die Booklets sind bei Letzterer nicht gerade einfach wieder in ihren engen Vorrichtungen zu verstauen. Da wäre mir ein großes herausnehmbares Booklet lieber gewesen.
Die Booklets bieten ausführliche Hintergründe zu jedem Song, Produktionsnotizen, Plattencover und dazu noch Kommentare von berühmten Verehrern. Ganz wunderbar wurde auch das aus einzelnen kleinen Fotos zusammengestellte Cover gestaltet.

Zu kritisieren ist vielleicht, dass noch eine halbe Stunde Spieldauer auf den CDs zur Verfügung stand, die mit weiteren Songs (z.B. Viva Las Vegas, King Creole, Way Down, Hurt, T-R-O-U-B-L-E) sinnvoll genutzt hätte werden können. Aber sei es drum.

Fazit:
Einen besseren kompakten Elvis-Karriereüberblick gibt es meines Erachtens nicht. Songauswahl, Klang und Ausstattung stimmen auch. Ein paar wichtige und bekannte Songs mögen zwar fehlen, was aber den Gesamteindruck nicht groß mindert. So ein Set kann immer nur ein Appetitanreger sein. Gebraucht ist die Box in ihren diversen Formaten häufig sehr günstig für unter 10 Euro (vgl. diverse Amazon-Anbieter) zu erwerben.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 19, 2015 5:07 PM CET


Leather jackets (1986) [Vinyl LP]
Leather jackets (1986) [Vinyl LP]
Wird angeboten von musicbox-feichtinger
Preis: EUR 18,94

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Das vergessen(swert)e Album, 16. November 2015
Rezension bezieht sich auf: Leather jackets (1986) [Vinyl LP] (Vinyl)
Obwohl Elton John in den 80ern musikalisch nicht wirklich viel einfiel, meinte er trotzdem immer noch Alben nahezu im Jahresrhythmus veröffentlichen zu müssen. So richtig gut ging das gerade einmal mit Too Low For Zero (1983) und vielleicht noch Sleeping With The Past (1989). Auf den restlichen Alben schaffte er es zumindest immer ein oder zwei Hits unterzubringen, die dann von der eher mittelmäßigen bis bescheidenen Qualität des dazugehörigen Albums ablenken konnten (seine 80er könnten eigentlich wunderbar mit einer Compilation abgedeckt werden). Aber weder mit dem Album Leather Jackets von 1986 noch den dazugehörigen Singles konnte Elton John in den Charts viel reißen. Es sollte bisher auch das einzige Album aus den 80ern bleiben dem eine remasterte CD-Wiederveröffentlichung verweigert wurde.

Produziert wurde das Album von Gus Dudgeon der schon Elton Johns Hauptwerk in den 70ern betreut hatte. Mit diesem zeitlosen Sound hat Leather Jackets wenig gemein. Das Album ist ganz klar ein Produkt der mittleren 80er inklusive der dazugehörigen Instrumentierung und Produktion.
Darüber könnte noch hinweggesehen werden, wenn das Songmaterial denn stimmen würde. Mit dem Titelsong geht das Album recht flott los, aber die Produktion ruiniert da schon alles. Hoop Of Fire ist einige kitschige Ballade mit patschig hallenden Drums. Für ganz ordentlich halte ich auf der ersten Seite noch das groovige Don't Trust That Woman, dessen Text von Cher stammt. Das oft als banal und schlagerhaft kritisierte Heartache All Over The World finde ich als flotten Popsong im Vergleich zum Rest des Albums gar nicht mal so schlecht. Zumindest ist der Song eingängig. Das zuckrige Duett mit Cliff Richard geht überhaupt nicht. Paris nimmt schon viel von A Word In Spanish vorweg und die Ballade If I Fall Apart müsste eigentlich mal von George Michael gecovert werden. Auf den verzichtbaren Rest möchte ich jetzt gar nicht weiter eingehen. Man hat nicht viel verpasst, wenn man das nicht kennt.

Leather Jackets bietet zumindest ein Highlight das eventuell einen günstigen Flohmarktkauf des Vinyls rechtfertigen könnte. Die Rückseite des Albumcovers ist nämlich so ziemlich das Schrägste was Elton John je veröffentlicht hat. Dort gibt er mit seiner Band eine “harte“ Bikertruppe in Leder und Nieten, was mehr an Judas Priest zu dieser Zeit erinnert.

Fazit:
Kaum erwähnenswerte Songs, eine gruselige Produktion und ein unfassbares Foto auf der Cover-Rückseite. Für mich der Tiefpunkt in Elton Johns Diskographie.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 16, 2016 7:26 PM CET


In Your Mind (Remastered)
In Your Mind (Remastered)
Preis: EUR 7,79

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Früher Ferry mal weniger anstrengend, 12. November 2015
Rezension bezieht sich auf: In Your Mind (Remastered) (Audio CD)
Das 1977er Album In Your Mind von Bryan Ferry sollte sein erstes Solo-Album ohne Fremdkompositionen sein. Zu dieser Zeit brauchte er sich auch nichts für Roxy Music aufsparen, da die Band auf Eis lag.
Mit 8 Songs und einer Spieldauer von gerade einmal 36 Minuten ist In Your Mind nicht sehr üppig ausgefallen. Das macht aber nichts. Gerade in der Kurzweiligkeit liegt seine Stärke. Dazu ist das Album im Vergleich zu späteren Werken (egal ob mit Roxy oder solo) für Ferry-Verhältnisse größtenteils rockig, flott und geradlinig ausgefallen. Trotz der üppigen Arrangements mit Chören, Bläsern, Glocken und Streichern klingt das Ganze auch weniger kitschig als man vom Papier vermuten könnte.
Vom Album-Cover (Ferry mit Sonnenbrille, dazu Neonfarben), das eher auf Disco und New Wave hindeutet, sollte man sich nicht abschrecken lassen. Da geht höchstens der Hit Tokyo Joe in Richtung Disco.
Etwas aus dem Rahmen fallen eigentlich nur der Walzerschunkler One Kiss und der von seinem Arrangement teilweise an ein Weihnachtslied erinnernde Titelsong.
Der Rest ist aus einem Guss und hat viel gemein mit Bowie in seiner Young Americans Phase. Ferry versucht sich hier oft ähnlich wie Bowie an souligeren Songs und die Produktion klingt amerikanischer. Höhepunkte sind das tanzbare Tokyo Joe und vor allem Love Me Madly Again mit seinen fast 7,5 Minuten und ausgeprägten Instrumentalpassagen. Der Song hat vor allem tolle Keyboard- und Bassmelodien.

Fazit:
Insgesamt ein durchweg gut hörbares Album, das von der Produktion gut gealtert ist. Ferry erfindet auf In Your Mind zwar nichts neu, dafür ist er auch weniger anstrengend als auf seinen früheren Alben, was eine angenehme Abwechslung ist.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 12, 2015 3:56 PM CET


Other side of the mirror (1989) [Vinyl LP]
Other side of the mirror (1989) [Vinyl LP]
Wird angeboten von gimmixtwo Kontakt Widerrufsbelehrung AGB
Preis: EUR 12,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Stevies Märchenplatte, 9. November 2015
The Other Side Of The Mirror erschien 1989 und war Stevie Nicks' viertes Solo-Album. Nachdem auf dem 1985er Vorgänger Rock A Little mehrere Produzenten ihre Finger im Spiel hatten und das Album dadurch etwas zerfahren klang, vertraute sie dieses Album dem damaligen Top-Produzenten Rupert Hine alleine an. Dadurch wirkt The Other Side Of The Mirror homogener, obwohl die späten 80er produktionstechnisch sehr durchklingen.

Mit der Single Rooms On Fire hat das Album einen ihrer großen Klassiker zu bieten, der auch in den Charts recht erfolgreich war. Long Way To Go und Whole Lotta A Trouble rocken ordentlich. Der Rest ist eher im Midtempo- und Balladenbereich angesiedelt.
Als Highlights sind noch das sehr eingängige an Tom Petty erinnernde Fire Burning, Juliet (Co-Writer war bei beiden Heartbreaker Mike Campbell), Cry Wolf (ursprünglich 1987 von Laura Branigan veröffentlicht) und die sehr persönliche Bombastnummer Doing The Best I Can zu nennen. Mit der Cover-Version von Johnny Cashs I Still Miss Someone (Blue Eyes) endet das Album sehr untypisch und entspannt mit einer Art Reggae.
Wirkliche Totalausfälle gibt es nicht, aber trotzdem lassen mich das Duett mit Bruce Hornsby Two Kinds Of Love und Alice irgendwie kalt.
Vom Thema ist das Album die “Märchenplatte“ von Stevie. Das fängt schon beim Album-Titel an und zieht sich mit Alice, Juliet und den ganzen Ghosts, Angels, Castles etc. durch viele Texte. Ein paar persönlichere Texte gibt es natürlich auch. Die etwas kitschige Produktion passt dazu ganz gut. Gesanglich ist Stevie auch noch voll auf der Höhe.

Mit 12 Songs und einer Spieldauer von 56 Minuten merkt man deutlich, dass 1989 das CD-Zeitalter bereits angebrochen war. Das Album ist mir etwas zu lang geraten.

An ihre ersten beiden Solo-Alben Bella Donna und The Wild Heart sowie 24 Karat Gold von 2014 kommt The Other Side Of The Mirror zwar nicht heran. Insgesamt ist es für mich trotzdem eines ihrer besseren Alben.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 3, 2015 8:07 AM CET


Perfectamundo
Perfectamundo
Preis: EUR 7,29

17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Billy lässt es mit einigen Latin-Einflüssen grooven, 7. November 2015
Rezension bezieht sich auf: Perfectamundo (Audio CD)
Nach fast 5 Jahrzehnten mit ZZ Top legt Billy Gibbons nun sein erstes Solo-Album vor. Die vielen spanischen Song-Titel geben die musikalische Richtung schon irgendwie vor. Da gibt es einige latin- bzw. kubanische Elemente. Das hört man vor allem bei den Percussions und den Pianoläufen. Die Orgel erinnert teilweise auch an Santana und Booker T. & The MG's. Ein wenig Hiphop gibt es zudem auch noch zu hören. Die Texte der Songs bestehen meist nur aus ein paar Zeilen. Billys Stimme und Gitarrenspiel sind dabei unverkennbar, obwohl die Stimme teilweise auch mit modernem Produktionsfirlefanz unnötigerweise verändert wird. Die anderen Elemente in der Musik zeigen auf diesem Album aber auch, dass das aus (mehr oder weniger) drei Instrumenten bestehende musikalische Korsett bei ZZ Top für den Mann teilweise beengend sein muss.
Sal Y Pimiento ist jetzt schon ein Bewerber für den nächsten Kuba-Lounge-Sampler und so funky wie auf Pickin' Up Sticks On Dowling Street habe ich Billy auch schon lange nicht mehr gehört. Den Klassiker Baby, Please Don't Go gibt Billy in einer im Vergleich zu den meisten Versionen eher relaxt zum Besten.
Nicht alles funktioniert. You're What's Happenin', Baby kommt ziemlich bräsig rüber. Die teilweise veränderte Stimme nervt auch. Produktionsmäßig wäre es mir auch lieber gewesen, wenn die Sache etwas weniger technisch (z.B. ohne elektronische Beats) daherkäme.
Aber egal, zum Großteil groovt das Album und kommt ziemlich locker rüber. Neu erfunden wird dabei nichts. Der Stilmix aus Rock, Blues, Latin, Cuban, Hiphop, Funk, Texmex und ein wenig Funk macht Laune. Man hört dem Album auch den Spaß bei der Entstehung an. Bleibt zu hoffen, dass sich von dieser Lockerheit etwas auf das (hoffentlich) nächste ZZ Top Album rettet.
Insgesamt klingt das Album etwas untypisch für Gibbons, aber dafür sind Solo-Alben schließlich da und die alte Leier kann er im Anschluss wieder mit ZZ Top produzieren.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 12, 2015 12:00 PM CET


Grimms Märchen. Vollständige Ausgabe
Grimms Märchen. Vollständige Ausgabe
von Gebrüder Grimm
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 9,95

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Standardwerk, 5. November 2015
Grimms Märchen gehören für mich genauso wie der Duden und die Lutherische Bibelübersetzung (egal ob man Christ ist oder nicht) zu den Standardwerken für alle die sich mit der deutschen Sprache beschäftigen. Die Geschichten von Grimms Märchen sind außerdem allgemeines Kulturgut und viele Redewendungen befinden sich ähnlich wie aus der Bibel (zumeist unbewusst) immer noch im Sprachgebrauch.

Die von den Brüdern Grimm gesammelten und niedergeschriebenen Kinder- und Hausmärchen erschienen erstmalig 1812 und dann noch weitere Märchen 1815. Zu Lebzeiten der Brüder wurden diese dann immer wieder erweitert, andere wurden entfernt (da sie teilweise anderen Ursprungs waren, z.B. ist Der Gestiefelte Kater nur in der ersten Ausgabe und heute noch in manchen Anhängen zu finden) und es gab viele Überarbeitungen.
Obwohl die Sprache teilweise etwas veraltet und umständlich klingt, ist sie doch zumeist gut verständlich. Ein paar Märchen sind auch in den den Brüdern überlieferten Dialekten abgedruckt, was ich spannend finde.

Die meisten Märchen sind nur ein paar Seiten lang. Nicht alle sind für Kinder geeignet.

Die Schrift der vollständigen Ausgabe aus dem Anaconda Verlag hat eine gut lesbare Größe. Dazu gibt es noch die erstmalig 1906 mit den Märchen erschienen 444 Illustrationen von Otto Ubbelohde. Das alphabetisch geordnete Inhaltsverzeichnis erleichtert das Auffinden der einzelnen Märchen auch immens.

Als sehr gelungen empfinde ich es auch, dass den Märchen ein Brief, eine Vorrede und Anmerkungen der Brüder zu einzelnen Auflagen vorangestellt wurden, aus denen sich u.a. ergibt wie es zu dieser Sammlung, den Erweiterungen und Veränderungen sowie den Märchen in Dialekten kam. Wer es diesbezüglich noch ausführlicher haben will, sei auf die Ausgabe letzter Hand in 3 Bänden mit Anmerkungen der Brüder verwiesen.
Am besten noch Andersens Märchen (u.a. Die Schneekönigin, Die Prinzessin Auf Der Erbse, Die Kleine Meerjungfrau) und Weils Übersetzung der Märchen aus 1001 Nacht dazukaufen und man hat den Großteil der bekanntesten Märchen zusammen.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 6, 2015 6:46 PM CET


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