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Beiträge von Falk Müller
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Rezensionen verfasst von
Falk Müller
(TOP 500 REZENSENT)   

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Heilen mit der Kraft der Natur: Meine Erfahrung aus Praxis und Forschung - Was wirklich hilft
Heilen mit der Kraft der Natur: Meine Erfahrung aus Praxis und Forschung - Was wirklich hilft
von Friedrich-Karl Sandmann
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lebensqualität gewinnen, 26. April 2017
Michalsen geht im Buch nicht so weit, als dass er die klassische Medizin komplett durch Naturheilkunde ersetzen möchte. Als Internist, der selbst jahreslang an der berühmten Berliner Charite gearbeitet hat, weiß er durchaus die lebensrettenden Errungengschaften der heutigen Medizin, vor allem bei akuten Notfällen und im Operationssaal zu schätze. Er weist aber auf die Tatsache hin, dass der Anteil der Patienten immer mehr steigt, die nicht durch akute Notfälle oder Unfälle im Krankenhaus landen, sondern durch chronische Erkrankungen, verursacht durch falsche Ernährung und ungesunden Lebensstil. Und genau hier setzt seine Naturheilkunde an.

So zeigt er etwa, dass 50-70 % der chronischen Erkrankungen ernährungsbedingt sind und führt neue medizinische Erenntnisse an, die den Zusammenhang von Nahrungsmitteln und der Häufigkeit von Herzinfakten, Schlaganfällen, Diabetes und Krebs klar belegen, und wie wichtig es daher ist, gesunde, natürliche Nahrungsmittel zu sich zu nehmen, um eben all diese Leiden zu vermeiden, bzw. die Wahrscheinlichkeit deren Auftretens zu minimieren. Natürlich sind seine Speieempfehlungen wie mediterane Küche, Olivenöl, Vollkorn oder Nüsse nicht wirklich überraschend, aber er schafft es eben, den Leser zu einer langfristigen Nahrungsumstellung zu motivieren, indem er beschreibt, dass man damit nicht den den genannten Leiden aus dem Weg geht, sondern mehr Lebensqualität und Leistungsfähigkeit gewinnt. Ein Buch also, das motiviert und Mut macht.


Die Rache des Analogen: Warum wir uns nach realen Dingen sehnen
Die Rache des Analogen: Warum wir uns nach realen Dingen sehnen
von David Sax
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,00

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rettungsanker gegen die digitalen Fluten, 31. März 2017
Die Digitalisierung unseres Arbeits-, und Privatlebens scheint inzwischen so allgegenwärtig zu sein, dass sie heute kaum noch jemand in Frage stellt. Genau das macht aber der Autor in diesem Buch. Er stellt die Frage, ob die Digitalisierung wirklich immer dem Menschen dient, das Leben einfacher macht oder stattdessen oft nur ein Mittel zu Arbeitsverdichtung und damit Profitsteigerung der Unternehmen ist. Und dabei kommt er zu dem interessanten Ergebnis, dass die Digitalisierung zwar durchaus seine Vorteile hat, etwa durch Qualitätsverbesserungen oder günstigere Preise, aber gleichzeitig auch unverkennbare Nachteile, weil sie dem in Jahrtausenden entwickelten Bedürfnis des Menschen entgegensteht nach direkter Interaktion und greifbaren Dingen.

Und so zeigt Fox, etwa anhand der Renaissance von Buchläden, oder der Rückkehr der Schallplatte dass sich in unserer technisierten Welt die Menschen immer mehr nach Dingen sehnen, woran sie sich im wahrsten Sinne festhalten können. Und dies zeigt er dann auch an entsprechenden Verkaufszahlen, nach denen die Schallplatte in den letzten Jahren Terrain gegenüber der mp3-Datei zurück gewonnen hat und ebenso das gedruckte Buch gegenüber dem e-Book. Und dass etwa ein schönes Brettspiel mit richtigen Menschen, die gemeinsam Spaß haben, lachen, sich freuen und manchmal auch ärgern, unschlagbar ist, weil das alles Dinge sind, die auch das ausgefeiilste Computergame nicht liefern kann, dieser Tatsache wird wahrscheinlich auch jeder zustimmen. So dass das Buch uns Hoffnung macht, dass wir auch zukünftig nicht hoffnungslos in den digitalen Fluten versinken werden.


Inside Islam: Was in Deutschlands Moscheen gepredigt wird
Inside Islam: Was in Deutschlands Moscheen gepredigt wird
von Constantin Schreiber
  Broschiert
Preis: EUR 18,00

70 von 83 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Parallelgesellschaften, 28. März 2017
"Der Islam gehört zu Deutschland" hat der frühere Bundespräsident Wulff mal gesagt. Doch was weiß der Großteil derer, die schon länger hier leben, wirklich vom Islam? In der Regel recht wenig - und wenn dann kommen den meisten wohl Bilder von radikaisierten Islamisten in den Sinn. Der Autor wollte dies ändern, wollte objektivieren und den Islam von innen heraus verstehen - und ist deshalb in die Moscheen gegangen, hat sich Predigten angehört und das vorliegende Buch darüber geschrieben.

Sein Ergebnisse sind ernüchternd und besorgniserregend gleichermaßen. Beunruhigend sind seine Erkenntnisse nicht etwa, weil in den Predigten zu Gewalt oder gar Anschlägen aufgerufen worden wäre - das ist nirgendwo passiert. (wobei er allerdings nur in "normalen" Moscheen war, und nicht in solchen, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden) Besorgniserrregend waren seine im Buch veröffentlichten Beobachtungen vor allem deshalb, weil man sich nach der Lektüre schwer vorstellen kann, wie ein friedliches, verständnis-, und respektvolles Nebeneinander zwischen Islam und deutscher Mehrheitsgesellschaft überhaupt möglich sein soll.

Denn ein solches setzt ja voraus, dass sich eine Religion, bei aller Religionsfreiheit, an die bestehende und sich verändernde Lebenswirklichkeit einer Gesellschaft anpasst. Und fairerweise muss man zugeben, dass auch unsere Kirche damit oft ihre Schwierigkeiten hat. In den Predigten, die der Autor aber in den Moscheen hörte, musste er feststellen, dass sie so konservativ waren, dass sie keinerlei Weiterentwicklung oder Anpassung an die sie umgebende Gesellschaft verrieten. Ein Iman hat seine Predigt so eröffnet: "Jede Neuerung ist Ketzerei. Und Ketzerei ist Irrtum. Und Irrtum endet im Feuer". Muss man sich da noch wundern über die Herausbildung bzw. das Bestehen von Parallelgesellschaften in Deutschland?

Im Buch kommen auch die Erkenntnisse von Wissenschaftlern zur Sprache, die sich mit dem Thema beschäftigen und Constantin Schreibers Erkenntnisse bestätigen. So beschreibt etwa die Leiterin des Forschungszentrums Islam an der Frankfurter Goethe-Universität eine Frömmigkeitsbewegung in der zweiten und dritten Generation. Zitat: "Es sind Kinder von Eltern, die sich emotional niemals in Deutschland beheimatet haben. Sie befinden sich ein einem ständigen Spagat zwischen Herkunftskultur und Mehrheitsgesellschaft, zwischen Familienmitgliedern, die sie kritisieren, wenn sie sich "verdeutschen" und Lehrern, Mitschülern oder Nachbarn, die ihnen vorwerfen, nicht integriert zu sein." Wird der Islam wirklich jemals richtig zu Deutschland gehören, Herr Wulff?
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 5, 2017 12:30 AM MEST


Sie kam aus Mariupol
Sie kam aus Mariupol
von Natascha Wodin
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spurensuche nach den eigenen Wurzeln, 26. März 2017
Rezension bezieht sich auf: Sie kam aus Mariupol (Gebundene Ausgabe)
Obwohl das Thema Zwangsarbeit während der NS-Diktatur in Deutschland allgemein bekannt ist, ist es literarisch immer noch fast ein weißer Fleck, es gibt kaum Bücher, wo aus erster Hand darüber berichtet wird. Warum das so ist, beschreibt die Autorin gleich selbst: "In den Lagern hat man nicht geschrieben und danach ging es ums Überleben."

Um so höher ist es einzuschätzen, dass sie jetzt ein Buch darüber veröffentlicht hat, mehr als ein halbes Jahrhundert später. Dabei hat die 1945 in Fürth geborene Autorin die Vergangenheit ihrer eigenen Familie erkundet. Im Zentrum steht ihre Mutter, von der sie wenig mehr wusste als der Buchtitel verrät: "Sie kam aus Mariupol" Der Beginn ihrer Recherche ist eigentlich recht unspektakulär, sie gibt den Namen ihrer Mutter einfach in eine Suchmaschine ein - und landet einen Treffer. Und damit beginnt ihre Recherche und Spurensuche. Schritt für Schritt eröffnet sich ihr dabei die untergegangene Lebenswelt ihrer Mutter, die sie im Buch beschreibt. Gekonnt vebindet sie dies mit der Schilderung ihrer eigenen Nachkriegskindheit, die oft aus Schweigen, Gewalt und Rebellion bestand, ihre Aufenthalte in verschiedenen Camps und schließlich dem Kulminationspunkt ihrer Kindheit - den Freitod ihrer Mutter im Jahr 1956.

Es ist aber nicht nur eine Biografie der Autorin, bzw. ihrer Mutter. Denn sie forscht auch nach historischen Details zu Zwangsarbeit im Dritten Reich allgemein - einem wenig erforschten, und in der Geschichtsschreibung lange vernachlässigten Bereich der NS-Diktatur. Und so ist das Buch aus meiner Sicht eine Spurensuche, die Elemente aus Roman, Recherche, Rekonstruktion enthält und in dieser Kombination eine lesenswerte Lektüre darstellt.


Brennpunkt Traiskirchen: Protokoll aus dem Inneren des Asylsystems
Brennpunkt Traiskirchen: Protokoll aus dem Inneren des Asylsystems
von Franz Schabhüttl
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 21,90

58 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Wahrheit hat immer mehrere Seiten, 26. März 2017
Natürlich setzt sich Schabhüttl erstmal der Gefahr aus abzurechnen oder gar nachzutreten, wenn er jetzt anlässlich seiner Pensionierung als Leiter des größten österreichischen Flüchtlingslagers ein Buch darüber schreibt - und unangenehme Wahrheiten dabei nicht ausspart. Aber wer genau hinsieht, bemerkt, dass er keinesfalls ein Feldzug gegen Regierung oder NGOs im Sinn hat, sondern durchaus zu differenzieren weiß.

Beispiel Caritas. Er schreibt dazu, dass er großen Respekt vor deren Arbeit hat, dass Caritas aber gerade auf dem Gebiet Asyl wie ein Wirtschaftsunternehmen agiert. Und man fragt sich als Leser: Kann denn diese Aussage so falsch sein, wenn man bedenkt, dass Caritas 15 000 Mitarbeiter hat, die alle beschäftigt und bezahlt werden müssen? Aber nicht unbedingt die Arbeit das Hilfswerk selbst ist das Problem schreibt Schabhüttl, sondern dass mit einer eigenwilligen Interpretation der Realität durch Politik und Medien öffentlicher moralischer Druck aufgebaut wird, der dann zu manch zweifelhaften Maßnahmen führte. So berichtet der Autor von Spendenaufrufen an die Bevölkerung, weil angeblich Hunger im Lager herrschte (was aber so nie stimmte), und was dann zu großer Hilfsbereitschaft vieler Menschen führte. Mit dem Ergebnis, dass ein großer Teil der Sach-, und Nahrungsspenden aufgrund des Überangebots gar nicht verwertet werden konnte und mit Millionenaufwand wieder entsorgt werden mussten - bezahlt von den Steuerzahlern, also praktisch von den gleichen Menschen, die zuvor uneigennützig helfen wollten.

Beispiel "Ärzte ohne Grenzen." Schahbüttl stellt auch hier keinesfalls die wertvolle Arbeit dieser Organisation in Frage. Jeder weiß ja, wie viel Leid in der Welt die Ärzte schon lindern konnten, oft unter Einsatz ihres eigenen Lebens. Der Autor stellt aber im Buch eine ganz andere Frage, nämlich: War deren Einsatz im Flüchtlingslager Traiskirchen wirklich unbedingt notwendig? In der Öffentlichkeit wurde das Bild kolportiert, dass medizinische Unterversorgung im Lager herrschte. Das stimmt so nicht, sagt der Autor. Auch wenn es natürlich Fälle gab, wo Menschen nicht optimal versorgt werden konnten, weil deren Krankheiten in Europa kaum jemand kannte,, war die allgemeinmedizinische Versorgung zu jedem Zeitpunkt in einem wesentlich besseren Verhältnis, als diejenige der Bevölkerung draußen, selbst zu Spitzenzeiten, als Traiskirchen mit fast 5000 Asylbewerbern überbelegt war. Als Leiter der Flüchtlingsunterkunft wurde der Autor sicher täglich über die medizinische Versorgung informiert, Versäumnisse wären ihm angelastet worden,warum also sollte man ihm hier nicht glauben?

Fazit: Das Buch ist kein Generalangriff gegen die Politik oder NGO's. Der Autor weiß zu differenzieren, und zeigt stattdessen, dass bei der grundsätzlich positiven Absicht, Menschen in Not zu helfen, oftmals über das Ziel hinausgeschossen wurde, und dass die Grenzen zwischen moralischem Anspruch und moralischer Überhöhung oft fließend sind.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 27, 2017 12:09 PM MEST


Die Getriebenen: Merkel und die Flüchtlingspolitik: Report aus dem Innern der Macht
Die Getriebenen: Merkel und die Flüchtlingspolitik: Report aus dem Innern der Macht
von Robin Alexander
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

309 von 324 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn ein Staat kapituliert, 13. März 2017
Die Getriebenen - schon im Titel macht der Autor klar, dass das, was uns damals und ja bis heute als humanitäre Flüchtlingspolitik verkauft wurde und wird, nichts anderes war und ist, als das Ergebnis von unentschlossenen, taktierenden Handeln, sowie parteiübergreifender Weigerung, politische Verantwortung zu übernehmen. Er zeichnet das Bild einer Kanzlerin, die wie so oft abwartete, abwägte und am Ende nicht wirklich entschied. Und die anschließend die selbst mitverantwortete Eskalation der Krise, als Hunderttausende unkontrolliert ins Land kamen, als eine Art Schicksalsschlag verkaufte, als alternativlos, weil man ja seine Grenzen ohnehin nicht hundertprozentig dicht machen könne.

Dabei hätte man genau dies durchaus gekonnt und es war auch geplant. Wie genau, und warum es dann doch nicht passierte, erzählt Alexander mit akribischer Genauigkeit in seinem Bericht, der sich wie ein Krimi liest. Um es zu zeigen, geht er zum Ausgangspunkt der Krise zurück. Am Anfang ging es nur um 2000 Flüchtlinge auf der Autobahn in Ungarn, die man aus humanitären Gründen nach Deutschland holte. Als dann die Flüchtlingszahlen daraufhin in den nächsten Tagen explodierten war klar, dass nach einer Woche eigentlich nur noch eine Entscheidung getroffen werden konnte - nämlich die Grenzen zu schließen.

Dass und warum dies dann nicht passierte, erzählt der Autor im Buch. Nach seiner Recherche wurde es von der Bundesregierung vor allem mit rechtlichen Bedenken und möglichen, unschönen Bildern begründet. Man wollte von den entsprechenden Beamten in Innen-, und Justizministerium die Rückversicherung, dass alles rechtlich wasserdicht ist, um nicht als Gesetzesbrecher da zu stehen und vor allem wollte man auch nicht als unmenschlich hingestellt werden können. Und nur deshalb kam es dann zu der mutlosen und verantwortungsscheuen "Entscheidung", offiziell Grenzkontrollen zu machen, aber jeden ins Land zu lassen, der nur das "Zauberwort" Asyl sagt. Das taten dann natürlich fast alle, auch wenn sie, wie ebenfalls fast alle, aus einem sicheren Herkunftsland kamen. Alexander zeigt also, dass man seitens der Politik um Gesetztesbrüche,- und mißbräuche zu vermeiden am Ende genau dies tat - nämlich das Dublinabkommen eigenmächtig außer Kraft zu setzen und aus dem deutschen Asylrecht ein Einwanderungsrecht zu machen.

Dass die so ausgelöste Flüchtlingekrise gravierende gesellschaftliche Folgen für Deutschland und Europa auf viele Jahre hinaus haben wird, bestreitet heute keiner mehr. (über 40 Mrd unmittelbare Kosten in D allein 2016) Die Recherchen von Alexander müssten daher eigentlich einen Untersuchungsausschuss nach sich ziehen. Denn seine Kernaussage ist, dass Deutschland im September 2015 eigentlich mehr oder weniger unregiert war, weil niemand Verantwortung übernehmen wollte. Man kann nur hoffen, dass das Buch dazu beiträgt, die Frage nach Verantwortung und Schuld neu zu stellen, damit sich eine Situation wie im Herbst 2015 nie mehr wiederholen kann.
Kommentar Kommentare (14) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 23, 2017 2:58 AM MEST


Erst denken, dann zahlen: Die Psychologie des Geldes und wie wir sie nutzen können
Erst denken, dann zahlen: Die Psychologie des Geldes und wie wir sie nutzen können
von Claudia Hammond
  Taschenbuch
Preis: EUR 18,95

15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kaufen hat viel mit Psychologie zu tun, 12. März 2017
Das Verhältnis zum Geld sagt viel über eine Gesellschaft aus, aber auch über jeden Einzelnen. Hierfür hat die Autorin 250 wissenschaftliche Studien ausgewertet, die sich mit der psychologischen Wirkung von Geld befassen.

Manche Erkenntnisse waren für mich nicht so neu oder überraschend. Etwa dass man mehr Geld ausgibt, wenn man mit Karte bezahlt, als wenn man Bargeld nimmt. Interessanter war für mich da schon die Feststellung, dass man mit Karte im Supermarkt auch mehr ungesündere Sachen kauft,. Um genau dass zu verhindern, kann sich die Autorin für die Zukunft etwa vorstellen von seiner Karte beim Bezahlen diesbezüglich "gemahnt" zu werden. Die Frage ist wohl nur: will man das in dem Augenblick wirklich lesen...

Das Buch beschäftigt sich auch mit den psychologischen Tricks, mit denen uns der Handel manipulieren will. So werden z.B. Produkte meist in Dreiergruppen ausgestellt. Das teuerste kauft kaum einer. Oft ist aber auch das mittlere noch überteuert. Das wird aber dann oft doch genommen, da man ja auch nicht das billigste nehmen will. So wird aus dem vermeintlich guten, vernünftigen Kauf dann doch eine überteuerte Angelegenheit.

Fazit: Manche Erkenntnisse im Buch dürften wohl die meisten schon geahnt haben, aber es sind auch genug neue Interessante Denkanstöße dabei.


Natürlich fit: Effektives Workout für Starter und Profis
Natürlich fit: Effektives Workout für Starter und Profis
von Felix Klemme
  Broschiert
Preis: EUR 19,99

22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der wichtige Unterschied, 4. März 2017
Schlaf, gesunde Ernährung und vor allem viel Bewegung - das hört man natürlich jeden Tag. Deshalb fragte ich mich, warum man gerade zu diesem Fitnessratgeber greifen sollte. Den besonderen Ansatz erkennt man erst bei näherem Hinsehen, obwohl er eigentlich schon im Buchtitel steht: NATÜRLICH fit. Für Klemme ist Bewegung nicht gleich Bewegung, sondern es macht den entscheidenden Unterschied, wo sie stattfindet. Bei vielen ja oft im Fitnessstudio, weil dies unserem Bedürfnis nach messbaren, abrechenbaren Fortschritten, wie Gewichtsreduktion, verbrannten Kalorien, Muskelumfang usw. entspricht. Aber ist es wirklich so gut, wenn man den ganzen Tag im Büro gesessen hat, abends auch noch ins Studio zu gehen, und damit fast den ganzen Tag in geschlossenen Räumen zu verbringen?

Und hier setzt jetzt Klemme an. Er zeigt nämlich, wie viel besser es ist, Bewegungsübungen in der freien Natur zu machen, statt im Fitnesscenter. Die Vorteile dabei sind eigentlich so naheliegend, dass man auch ohne Klemme darauf kommen kann. So trägt etwa schon die natürliche Umgebung eines Waldes oder einer Wiese erheblich zur Entspannung und Aufladung unseres Akkus bei. Wer hört nicht lieber Vogelgezwitscher als das Stöhnen seines Gerätenachbarn im Studio.... Sicher muss man dabei auch mal Kompromisse machen, wenn eben ein Baumstamm oder Stein die übliche Handel ersetzt. Aber gerade das kann ja spannend sein. Unsere Vorfahren mussten ja auch nehmen, was sie fanden!

Es gibt aber noch manch andere Vorteile von Bewegung in freier Natur. So weist der Autor auf wissenschaftliche Erkenntnisse hin die belegen, dass schon allein der Aufenthalt in der Natur unser Immunsystem stärkt, und damit Krankheiten wie Krebs verhindert, weil wir durch den Kontakt mit wichtigen Mikroben die entsprechenden Abwehrzellen im Körper stärken. Und da die Natur im Gegensatz zum Fitnessstudio keinen Eintritt verlangt, ist ein Training im Wald oder auf der Wiese auch für den Geldbeutel gesund. Mich haben die Argumente von Felix Klemme jedenfalls überzeugt, zukünftige mehr Bewegung in freier Natur zu versuchen.


Feierabend!: Warum man für seinen Job nicht brennen muss. Streitschrift für mehr Gelassenheit und Ehrlichkeit im Arbeitsleben
Feierabend!: Warum man für seinen Job nicht brennen muss. Streitschrift für mehr Gelassenheit und Ehrlichkeit im Arbeitsleben
von Volker Kitz
  Broschiert
Preis: EUR 8,00

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Routine muss nicht immer schlecht sein, 24. Februar 2017
Volker Kitz stellt in diesem Buch die wichtige Frage: Muss Erwerbsarbeit immer Spaß machen, eine spannende Herausforderung darstellen, zur totalen Selbstverwirklichung führen? Das ist genau das, was Stellenanzeigen heutzutage immer versprechen. Dabei ist in einem normalen Job heutzutage mehr als 90 % der Arbeit Routine. Und was soll daran so schlecht sein, fragt der Autor. Jeder würde sich wohl lieber von einem Arzt operieren lassen, für den der Eingriff Routine ist, der genau weiß, was er tut, auch mit schwierigen Situationen umgehen kann, weil er etwas schon oft genug gemacht hat. Ein Arzt hingegen, der eine OP als persönliche Heraausforderung ansieht, würde wohl eher gemischte Gefühle hervorrufen.

Während man bei anderen also Routine durchaus schätzt, wünscht man sich für sich selbst im seinem Job oft jeden Tag neue Herausforderungen, ständiges Austesten und Erweitern der eigenen Grenzen. Das ist unrealistisch meint Kitz, und führt oft zu Frust im Beruf. Besser ist es daher zu akzeptieren, dass Arbeit nun mal nicht immer Spaß machen muss, sondern oft eben aus Routine besteht. Die meisten Menschen sind eigentlich schon damit zufrieden, dass sie ihre Arbeit recht gut machen. Die ständigen Einreden von Firmenchefs, dass das nicht reicht, dass man für seine Arbeit "brennen muss" sind meist nur Mittel, das Maximale aus Mitarbeitern herauszuholen und schaffen bei diesen nur unnötig Frust und Enttäuschung, statt Zufriedenheit. Das gezeigt zu haben, ist ein wichtiges Verdienst des Buches.


Was würdest du arbeiten, wenn für dein Einkommen gesorgt wäre?: Manifest zum Grundeinkommen
Was würdest du arbeiten, wenn für dein Einkommen gesorgt wäre?: Manifest zum Grundeinkommen
von Daniel Häni
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 8,00

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kreativität - der Rohstoff des 21. Jahrhunderts, 23. Februar 2017
Natürlich hört sich bedingungsloses Grundeinkommen erstmal ziemlich utopisch an, also Geld zu bekommen - ohne Gegenleistung. Aber würden die Menschen wirklich aufhören zu arbeiten, wenn ihre Existenz auch so gesichert ist? Die Autoren bezweifeln diese These und bringen dazu gute Argumente. Sie fuhren dazu z.B. an, dass Nichtstun anstrengender als Arbeit seien kann, weil es nicht in der Natur des Menschen ist, und dass neben dem Geld auch Faktoren wie Sinnhaftigkeit und Anerkennung als Motivation eine Rolle spielen. Natürlich gibt es Beschäftigungen, bei denen man sich heute noch schwer vorstellen kann, dass die jemand freiwillig machen könnte. Aber das sind dann auch die Arbeiten, die zukünftig am schnellsten durch Maschinen übernommen werden können. So ist die Verbreitung der bedingungslosen Grundeinkommens also nicht mehr nur unbedingt eine philosophische oder soziale Frage, sondern schlichtweg, wie schnell die Technik voranschreiten wird. Auf jeden Fall werden zukünftig immer weniger solche Arbeitstugenden wie Fleiß und Gehorsam die entscheidende Rolle spielen, hier sind die Maschinen dem Menschen ohnehin längst überlegen, sondern der wichtigste Rohstoff des 21. Jahrhundert wird Kreativität sein. Dies haben die Autoren für mich gut heruasgearbeitet und deshalb ist das Buch eine lesenswerte Lektüre.


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