Amazon-Fashion Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto hasbro nerf Calendar Promo Cloud Drive Photos TP-Link All-in-One-BOX Learn More Neuheiten Mehr dazu Fire Shop Kindle AmazonMusicUnlimited Autorip GC HW16
Profil für elmarschaetzlein2 > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von elmarschaetzlein2
Top-Rezensenten Rang: 5.963.127
Hilfreiche Bewertungen: 173

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
"elmarschaetzlein2"

Anzeigen:  
Seite: 1
pixel
Ulysses, Jubiläumsausgabe
Ulysses, Jubiläumsausgabe
von James Joyce
  Broschiert

45 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Stinklangweilig und überflüssig, 31. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Ulysses, Jubiläumsausgabe (Broschiert)
Joyce "Ulysses", ein von der Fachkritik hochgelobtes Werk, verdächtig nur, daß es kaum Äußerungen von Lesern gibt. Dies könnte zwei Gründe haben: Positives ist nicht zu vermelden oder kaum jemand hat das Buch (zu Ende) gelesen.
Ich habe den 100. Bloomsday zum Anlaß genommen, das seit Jahren in meinem Bücherregal schon leicht angestaubte voluminöse Werk mit dem Vorsatz hervorzu-holen, mich trotz der abschreckenden Informationen über die Machart und den Inhalt, in einer Art Lesemasochismus bis zur letzten Seite durchzukämpfen. Dabei hoffte ich im Stillen, vielleicht doch irgendwann auf den bevorstehenden 1000 Seiten auf den Geschmack zu kommen. Doch was soll ich sagen. Beide haben recht, die professionellen Literaturkritiker bzw. -päpste und die (wohl wenigen) Leser als Adressaten der Publikation.
Es stimmt alles, was über das Buch von ersteren gesagt und geschrieben wurde. Die Parallelstruktur mit der Odysee, die sprachlichen Eigenheiten der einzelnen Kapitel, die tausend Anspielungen auf fast alle Werke der Weltliteratur, die unglaubliche Phantasieleistung über Alles und Nichts sich seitenlang zu ergehen, das Groteske und Unverständliche, kurz die Aussage des Schriftstellers Arnold Bennett: "Ich habe nichts gelesen, das es übertrifft und bezweifle, je wieder etwas zu lesen, das ihm gleichkäme." Ich kann nur sagen "Gott sei Dank".
Wie gesagt, alle Lobpreisungen über das Buch treffen mehr oder weniger zu, aber ein nicht unwesentliches Kriterium wird nie genannt: das Buch zu lesen verlangt eine Höchstleistung an Selbstquälerei, da es sich um eines bzw. das Stinklangweiligste der Weltliteratur handeln dürfte. Die Selbsteinschätzung von Joyce, er habe "eine spaßhafte, geschwätzige allumfassende Chronik mit vielfältigsten Material" vorgelegt, trifft zu, wenn man das Adjektiv "spaßhaft" durch "langweilige" oder "quälende" er-setzt. Alle kommerziell motivierten Rezensionen, in denen die Begriffe "Leseaben-teuer", "Vergnügen" oder "Offenbarung" vorkommen, sind sträfliche Versuche mit einem unverdaulichem Produkt wenig gefestigte Leser endgültig in die Arme der seichten Unterhaltungsindustrie zu treiben. Nichts von alledem trifft zu. Bleibt zu hoffen, daß die Schadensbilanz des 100. Bloomsday begrenzt bleibt.
Wer sich als unerschütterlicher Literaturfreund oder zur Buße für ein Kapitalverbrechen trotzdem auf den 18 Stationen umfassenden Kreuzweg begeben möchte, der sorge für einen ca. drei Monaten reichenden Vorrat von Alkoholika bzw. Euphorika um über 1000 Seiten phantastischen und grotesken geistigen Dünnpfiff einigermaßen unbeschadet zu überstehen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 25, 2013 10:14 PM MEST


Das Gesetz des Krieges: Das deutsche Heer in Russland 1941-1945. Der Prozess gegen das Oberkommando der Wehrmacht
Das Gesetz des Krieges: Das deutsche Heer in Russland 1941-1945. Der Prozess gegen das Oberkommando der Wehrmacht
von Jörg Friedrich
  Taschenbuch

46 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Monumentaler Essay, 14. Mai 2004
Ein monumentaler Essay über die widersprüchlichen Gesetze des Krieges exemplarisch aufgezeigt am deutschen Rußlandfeldzug und dem sog. Nürnberger OKW-Prozeß (Fall 12 gegen Ritter von Leeb u.a.).
Gezeigt wird durch ausgreifende Darstellung der historischen Entwicklung die generelle Unmöglichkeit kriegerische Konflikte durch allgemein verbindliche Regeln in ihrer Grausamkeit und Unmenschlichkeit wirksam zu begrenzen, wenn es letztlich um existentielle Auseinandersetzungen geht. Die Regelungen der Haager Landkriegsordnung und der Genfer Konvention haben sich als weitgehend überholt für hochtechnisierte Kriege herausgestellt, zu deren Charakteristik die Aufhebung der Trennung zwischen Militär und Zivil gehört, unabhängig davon, ob sie von den Kombattanten überhaupt als verbindlich anerkannt wurden (Zitat General Giulio Douhet: „Sich in den Untergang des eigenen Volkes zu schicken, um nicht gegen irgendwelche papierenen Konventionen zu verstoßen, wäre Wahnsinn").
Der auffallende Verzicht auf Wertungen der Anklage- und Verteidigungsargumente des geschilderten Nürnberger Nachfolgeprozesses überläßt dem Leser die wohl eindeutige Schlußfolgerung, welche Heuchelei dieser Prozeß in seiner Einseitigkeit und selektiven Behandlung darstellte. So wurde beispielsweise die Erschießung von Partisanen als Verbrechen ausgelegt, da das formale jedoch angesichts von bis zu 1.600 Sabotageakten täglich realitätsfremde Erfordernis einer Gerichtsverhandlung nicht erfüllt wurde. Gleichzeitig wurde der Oberbefehlshaber der Luftflotte 3, Hugo Sperrle, trotz Bombardierung englischer Städte und damit Tötung von Zivilisten freigesprochen, um zu vermeiden, daß die Tötung von über 600.000 deutscher Zivilisten durch anglo-amerikanische Bomber ebenfalls als Kriegsverbrechen bezeichnet werden müßte. Nicht zu reden natürlich von den Opfer gezielter Jagdfliegerangriffe auf deutsche Zivilisten 1944/45.
Die voluminöse Abhandlung von über 1.000 Seiten ist in einem anspruchsvollen, gehobenen Sprachstil verfaßt und enthält eine Fülle von ausgefeilt formulierten Passagen, die immer wieder inhaltlich überzeugen und keine Ermüdung aufkommen lassen, ja sogar zu wiederholtem Lesen animieren.
Als nicht nachvollziehbar erweist sich der verschiedentlich von offensichtlich interessierter Seite geäußerte Vorwurf, einer Relativierung der deutschen Schuld das Wort zu reden. Der Autor schildert allerdings in einem größeren Zusammenhang und im sonst doch so viel beschworenen Kontext (hier dem Verhalten der Gegnerseite) militärische Sachzwänge und sich verselbständigende Entwicklungen, die einseitige ideologisch begründete Erklärungen für die Ereignisse in Rußland als sehr oberflächlich erscheinen lassen.
Als leicht störend - weil eigentlich überflüssig - wird der nicht seltene Gebrauch von ausgefallenen und zudem nicht mehr gebräuchlichen Fremdwörtern angesehen.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 29, 2009 11:39 AM MEST


Kein Titel verfügbar

65 von 126 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Thema (vorsätzlich) verfehlt!, 15. April 2003
Der als Eigendruck im Arndt-Verlag, Kiel, erschienene Bildband "Hitlers Neue Reichskanzlei <Haus des Großdeutschen Reiches> 1938 - 1945" ist obskurer Weise mit einem Einführungstext ohne Angabe des Autors versehen. Dieser Umstand findet seine Erklärung, wenn man diesen Begleittext gelesen hat. Die Baugeschichte der Neuen Reichskanzlei wird in verschwindender Kürze und nur sehr oberflächlich abgehandelt. Der Großteil der Ausführungen widmet sich der Darstellung einer neuen Geschichtsdeutung des Dritten Reiches und des 2. Weltkrieges in dem Sinne, als alle bisherigen geschichtlichen Erkenntnisse auf den Kopf gestellt werden mit dem Fazit, daß dem Dritten Reich als Höhepunkt der deutschen Geschichte der Krieg aufgezwungen wurde. Man muß schon zweimal auf das Erscheinungsjahr dieses Buches sehen, um sich zu vergewissern, daß dieses nach 1945 veröffentlicht wurde. Ein völlig affirmatives Werk, das zur Baugeschichte der Neuen Reichskanzlei als eigentlichem Thema so gut wie nichts zu sagen hat, was bei einem Blick in das dürftige Literaturverzeichnis auch nicht verwunderlich ist, fehlen hier doch so grundlegende Werke wie z.B. Angela Schönbergers "Die Neue Reichskanzlei von Albert Speer".
Im Ergebnis ein ärgerlicher Text und großformatige Portraits von Größen des Ditten Reiches, die mit dem Titel des Buches nur insofern zu tun haben, als sie in der Neuen Reichskanzlei zu Besuch waren oder dort arbeiteten. Letztlich bleiben nur die Fotos vom Gebäude selbst, die noch zahlreicher sein könnten, hätte man auf die überflüssigen Abbildungen verzichtet. Also wirklich nur selektiv als Bildband verwendbar.


Geweint wird, wenn der Kopf ab ist: Annäherungen an meinen Vater "Panzermeyer", Generalmajor der Waffen-SS
Geweint wird, wenn der Kopf ab ist: Annäherungen an meinen Vater "Panzermeyer", Generalmajor der Waffen-SS
von Kurt Meyer
  Taschenbuch

17 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Klar und nachvollziehbar, 21. Januar 2002
Ein Buch, das sich aus der unübersehbaren Fülle sog. "Aufarbeitungsliteratur" meiner Ansicht nach und wohl aus objektiv herausragt, wird hier doch endlich das übliche s/w-Klischee nicht wiederholt, sondern versucht mindestens zwei oder mehr Seiten zu sehen und zu verstehen. Daß dies in der Biographie des Autors begründet ist, tut diesem Vorhaben keinen Abbruch, sondern schafft erst Authentizität.
Stellvertretend für viele Söhne/Töchter-Väterbeziehungen wird hier in überraschend klaren einfachen Worten, das auf den Punkt gebracht, was viele intuitiv spüren, jedoch nicht formulieren können:
Die Erkenntnis, daß das Negieren der Wahrheit über das Dritte Reich durch Klammern an den Fahneneid dazu dient sich nicht selbst den Boden unter den Füßen wegzuziehen und zugleich die Projektion der Schuld am fatalen Ende dieser Periode auf Sekundärursachen, stellt wohl die Quintessenz dieses inneren Dialogs dar.


Seite: 1