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Rezensionen verfasst von
Brueck "fbrueck"
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Laokoon
Laokoon
Preis: EUR 0,00

5.0 von 5 Sternen Maßstab der polemischen Kritik, 20. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Laokoon (Kindle Edition)
Goethe sagte einmal, dass Lessing in einer erbärmlichen Zeit lebte und deshalb immerfort polemisch wirkte und wirken musste. Aber warum nicht? Jedes Zeitalter benötigt einen guten Kritiker und es wäre ein sehr schlechtes Zeichen wenn kein Künstler dazu bereit wäre diese überaus wichtige, aber undankbare Aufgabe zu übernehmen. Hätte nicht Lessing die Rolle des Literaturkritikers übernommene, wäre die Arbeit nachfolgender Dichter sehr viel steiniger gewesen. Goethe verdankte seine Abgeklärtheit auch Lessings Polemik, die dem Höhenflug der deutschen Literatur den Boden bereitete. Lessings Laokoon ist aber nicht nur Literaturkritik einer vergangenen Zeit, sonder bis heute ein Maßstab der polemischen Kritik überhaupt. Goethe las mit Enthusiasmus den Laokoon als Student und auch später als gefeierter Dichter in Weimar. Herder las ihn dreimal an einem Tag (das nenn ich Lesen). Lessing braucht Goethes Mitleid nicht, sein Laokoon vermittelt bis heute mehr über guten Geschmack, als jedes andere deutsche Buch!


Laozi's DAO DE JING: Band 1 - DAO
Laozi's DAO DE JING: Band 1 - DAO
von Jan Silberstorff
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 35,95

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überraschend gut, 24. August 2015
Die Kommentare in diesem Werk beziehen sich auf die Übersetzung von Richard Wilhelm. Der Autor bietet gelegentlich auch eigene, wortgetreue Übersetzungen an, die seiner Ansicht nach entscheidende Hinweise auf die mystische Praxis geben können. Die gut geschriebene Einführung von Harald Bundschuh behandelt die Person Laotses, das Tao te king, den Taoismus und einige seiner Kernbegriffe.
Ich muss gestehen, ich war lange Zeit wenig geneigt mich mit einem weiteren Buch mit Kommentaren zu Laotses Tao te king zu langweilen. Zufällig stieß ich in der Bücherei auf das Buch. Nachdem ich einige Seiten gelesen hatte musste ich meine Meinung korrigieren. Es ist stimulierend, originell und tiefgründig. Teilweise wahrscheinlich dank der chinesischen Kontakte, aber sicherlich auch ein Ergebnis langen Nachdenkens und Kontemplierens. Das Buch führt zu der Art von Bestreben, die das Hauptziel von Kultur sein sollte – Selbsterkenntnis.
Der Versuch ein Werk wie das Tao te king zu kommentieren ist natürlich verwegen, solange man nicht selbst eine gewisse Stufe der Entwicklung erreicht hat. Und anhand von bestimmten Anzeichen ist klar, dass der Autor noch menschlich, all zu menschlich ist. So sagt Laotse auf Seite 241: "Wer selber sich hervortut, wird nicht erhoben." Warum setzt der Autor dann vor seinen Namen immer ein "Meister"? Oder warum wird auf Seite 34 der Verfasser der Einleitung als "mein Schüler" bezeichnet – wäre nicht Harald Bundschuh oder mein Freund Harald Bundschuh mehr im Sinne Laotses?
Die Baummeister von Reims und anderen Kathedralen gaben hierzu ein zeitloses Beispiel. Sie bestückten die gigantischen Bauten mit den eindrucksvollsten Glasfenstern der Welt, machten sich aber nie die Mühe, auch nur eines von ihnen zu signieren. Niemand weiß, wer sie entworfen oder hergestellt hat, denn unsere moderne Form der Selbstvermarktung, diesen Verfall des Gemeinschaftsgefühls, kannten sie nicht. Nach all den Jahrhunderten stehen sie immer noch dafür, was es bedeutet, wirklich Mensch zu sein – ein Ziel das auch Laotse anstrebte.


Anna, die Schule und der liebe Gott: Der Verrat des Bildungssystems an unseren Kindern
Anna, die Schule und der liebe Gott: Der Verrat des Bildungssystems an unseren Kindern
von Richard David Precht
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wir brauchen weniger Schule, nicht mehr, 18. Mai 2015
Da ich selber drei schulpflichtige Kinder habe interessiert mich das Thema Schule besonders. Ich bin in der Bücherei über dieses Buch gestolpert und habe es mir vorurteilslos zu Gemüte geführt.

Wenn es stimmt, dass der Schreibstil den Charakter und Geist des Autors wiederspiegelt, dann ist Herr Precht keine Inkarnation von Kühnheit, Leidenschaft und Brillanz. Das Buch trottet gemächlich dahin, ohne mich mitzureißen, ganz anders wie etwa Ivan Illichs aufregende Streitschrift: "Entschulung der Gesellschaft".

Zum Inhalt:
Im ersten Teil des Buches versucht der Autor den Bildungsbegriff genauer zu definieren, ausgehend vom Bildungsideal Wilhelm von Humboldts. Wenn ich Precht richtig verstehe, versucht er einen allgemein verbindlichen Bildungsbegriff zu definieren, der auch global bestehen kann. Mit Hilfe dieses Bildungsbegriffs listet er dann die Mängel in unserem Schulsystem auf. Im zweiten Teil des Buches, wie könnte es anders sein, macht er Vorschläge, wie unser Schulsystem mittels einer "Revolution" zu reformieren sei, um dieses Bildungsideal zu erreichen. Was genau die "Revolution" sein soll ist mir indes auch nach der Lektüre des Buches nicht klar.

Kritik
Ich vergebe nur zwei Sterne, weil Precht immer wieder den Faden verliert und so zu keinem klaren Bild kommt (der Leser deshalb auch nicht), warum das Schulsystem so ist wie es ist. Letztendlich verliert er sich im politisch korrekten Mainstream ' für einen Philosophen eher armselig. Was aber sind seine Lösungsvorschläge für die Probleme des Bildungssystems wert, wenn er nicht einmal ein klares Bild von den wirklichen Ursachen dieser Miseren hat? Im Grunde hat sich das Schulsystem in den letzten 150 Jahren nicht mehr verändert, während z. B. die Wirtschaft in der gleichen Zeit, dank angewandter Wissenschaft, unfassbare Fortschritte gemacht hat. Dieser Fortschritt ist an den Schulen vorüber gegangen, warum? Wer sollte ein Interesse daran haben, dass alles so bleibt wie es ist? Erfüllt das Schulsystem vielleicht einen verborgenen Zweck, etwas das mit dem vorgegebenen Ziel von Bildung wenig zu tun hat, sondern eher mit Ausbildung. Und vielleicht erfüllt dieses System seinen eigentlichen Zweck so perfekt, dass jede Änderung eine Verschlechterung wäre.

Auf Seite 109 kommt Precht dieser Einsicht recht nahe, er schreibt: "Die am höchsten bewertete Tugend im konventionellen deutschen Schulsystem ist Konformität". Schuld daran ist seiner Ansicht nach der Taylorismus, der aus dem Schulunterricht in den letzten 100 Jahren ein standardisiertes Produkt gemacht hat ' das Erreichen eines festgelegten Ziels, innerhalb einer festgelegten Zeit, innerhalb eines genau gleichen Unterrichts. Das der Taylorismus ursprünglich aus der Wirtschaft kommt ist kein Zufall. Denn für eine effektive und zentrale Planung sind standardisierte Produkte unersetzlich. Damit die moderne, auf Massenproduktion angelegte, Wirtschaft funktioniert ist ein standardisiertes "Humankapital" unerlässlich. Und dieses "Humankapital" muss in seiner Jugend geformt werden. Precht kommt auf die Frage der Ökonomie im Zusammenhang mit dem Schulsystem zwar immer wieder zurück, verkennt aber deren entscheidende Bedeutung. In einer inkonsistenten, verschwurbelten Art formuliert er auf S. 191 unten: "Man sollte hier aber auch die Gegenfrage stellen, ob es das alte, überkommene Schulsystem mit all seinen aufgezählten Widrigkeiten und Widersprüchen rechtfertigt, dass selbst nach einer Bildungsrevolution die sozialen Probleme der Welt nicht automatisch gelöst sind?" oder S. 194: "Es ist hier vermutlich nicht sehr zielführend, von der politischen Systemfrage auszugehen, sondern von der Frage nach der Lebensqualität."

Leute wie Ivan Illich sehen hier klarer, für sie ist die Schule das beste Instrument zur Vorbereitung der Kinder auf ein entfremdetes Leben unter Leistungs- und Konsumdruck. Deshalb sah er die Schule als eine wesentliche Ursache für die Ausbreitung sozialer Ungleichheit. Precht aber erklärt auf S. 193: "Immerhin bestimmt die soziale Kultur eines Landes auch den Zuschnitt seiner Ökonomie und nicht umgekehrt." Doch damit ignoriert er eine grundlegende Realität, denn ökonomische Macht geht politischer Macht immer voraus. Wer mit offenen Augen durchs Leben geht müsste eigentlich sehen, dass die Wirtschaft seit den letzten 20 Jahren, mit Hilfe der Massenmedien, alle Bereiche der Gesellschaft dominiert. Für die politisch Verantwortlichen ist daher alles was nicht mit Wirtschaft zu tun hat nur noch "Gedöns", wie Ex-Kanzler Schröder es einst formulierte. Die Ökonomie bestimmt in unserer Zeit den Zuschnitt der sozialen Kultur und nicht umgekehrt!

Doch unsere Gesellschaft, und damit auch die Schule, kann sich nur im Ganzen weiterentwickeln. Eine Gesellschaft degeneriert bereits dann, wenn ein Teil von ihr sich auf Kosten aller anderen Teile entwickelt, so wie unser Wirtschaftsystem es getan hat. Entweder schwächen wir also die Macht der Wirtschaft oder wir stärken die anderen Teile. Das wäre die notwendige Revolution, die auch eine nachhaltige Revolution im Bildungswesen verursachen würde.

Die permanente Krise, die wir in unseren Schulen erleben, steht daher im Zusammenhang mit einer umfassenderen Krise unseres gesamten Gemeinwesens, die ihren Ursprung in der Überbetonung des ökonomischen Teils hat. Ohne familiäre Bindung, ohne funktionierendes Gemeinwesen verlieren wir unsere Identität. Kinder und Alte verschwinden in Ganztags-Kindergärten, Ganztags-Schulen und Altenheimen, alle anderen sollen möglichst ganztags arbeiten. Begegnungen dieser Gruppen finden, wenn überhaupt, nur noch sporadisch und unter Zeitdruck statt. Dieses System schneidet besonders die Kinder von der gewaltigen Vielfalt des Lebens ab, von der Erfahrung der Alten und zwingt sie den ganzen Tag ausschließlich mit gleichaltrigen zu verbringen.

Doch Precht sieht dies, für mich unfassbar ignorant und weltfremd, ganz anders. Für ihn ist nicht das Fehlen von familiärer Bindung das Problem, sonder die familiäre Bindung selber. So sinniert er auf Seite S. 298/299: "Die Schule der Zukunft kümmert sich vollständig um die Lernbiografie, statt sie wie bisher, zu einem erheblichen Teil der Willkür, dem Vermögen und dem Unvermögen von Elternhäuser zu überlassen." und: "Wir schätzen nämlich nicht die Familie mit zwei erwerbstätigen Eltern oder gar mit Alleinerziehenden - wir schätzen die gute alte Fünfziger-Jahre-Familie und beschwören sie als »eigentliche« Familie. Allerdings werden diese »eigentlichen« Familien immer seltener. Und wer nicht dazugehört, bekommt die Konsequenz dieses kitschig-nostalgischen Familienwahns zu spüren'" und zum Schluss empfiehlt er dringend eine: "allgemeine Kindergartenpflicht vom dritten Lebensjahr an. '. für das Allgemeinwohl und die Zukunft des Landes."

Hier verlässt Precht jedes eigenständige Denken und reiht sich bequem in den zur Zeit politisch korrekten Mainstream ein: Die normale Familie ' Vater, Mutter, Kind ' ist (angeblich) ein Auslaufmodell und bestenfalls nur noch ein kitschig-nostalgischer Wahn. Doch ist das die Realität? Hat nicht diese Art Familie die letzten 40.000 Jahre das Überleben der Menschheit garantiert und leben nicht weltweit mindestens 95% aller Menschen in solchen Familien oder streben eine solche an. Und es sieht nicht so aus, als würde sich daran etwas ändern, allen Kampagnen "progressiver" Intellektueller und Leitmedien zum Trotz. Und haben nicht alle Entwicklungspsychologen in den letzten 60 Jahren betont wie wichtig intakte Familien für die Kinder sind? Können wir also das Ideal der Familie einfach so in den Papierkorb der Geschichte werfen, ohne an die Folgen zu denken? Warum wird überhaupt das Bild der intakten Familie bekämpft? Weil es heutzutage so schwierig zu verwirklichen ist? Wenn das so ist, wäre es dann nicht sinnvoller das zu bekämpfen, was das Erreichen dieses Ideals verhindert?

Seltsamerweise wäre die von Precht und anderen propagierte Kollektiverziehung vor 20 Jahren noch als kommunistische Gehirnwäsche verurteilt worden und zu recht, warum aber wird sie heute von Politikern aller Parteien gefordert? Doch Kinder und Familien brauchen nicht mehr staatliche Beaufsichtigung und Bevormundung, sondern weniger, wenn sich individuelle Ausdrucksformen und Originalität entfalten sollen. Ohne solche Originalität wird Freiheit, und damit auch die Demokratie, bedeutungslos.


Exit: Wohlstand ohne Wachstum
Exit: Wohlstand ohne Wachstum
von Meinhard Miegel
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Saulus bleibt Saulus, 28. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Exit: Wohlstand ohne Wachstum (Taschenbuch)
Leider ist das Buch kein Beispiel dafür wie neue Werte und Einsichten in alte Denkstrukturen eindringen. Wer also erwartet einer biblischen Transformation beizuwohnen, wie der des Saulus zum Paulus, sieht sich getäuscht – Herr Miegel bleibt letztendlich seiner neoliberalen Weltsicht treu.

Ok, die ersten Kapitel des Buches sind eine mehr oder weniger brauchbare Kritik der Grenzen des Wachstums – allerdings 40 Jahre nachdem der Club of Rome damit an die Öffentlichkeit ging.

Doch die Betrachtungen Miegels im zweiten Teil des Buches, warum Wachstum zu einer alles beherrschenden Ideologie werden konnte, sind wohl mehr als eine Verschleierung der wahren Ursachen gedacht. Beim Lesen entsteht der Eindruck, dass der Einfluss des Finanzsystems und der Industrie auf Politik und Gesellschaft eher zu vernachlässigen ist und mit dem Wachstumszwang nicht viel zu tun hat. Schuld sind, lt. Miegel, so habe ich den Eindruck, der überbordende Wohlfahrtstaat, die unmäßigen Ansprüche der Gewerkschaften und der Bevölkerung. Vielleicht sollte Herr Miegel mal eine Woche bei LobbyControl volontieren. Ein älteres aber sehr lehrreiches Buch in diesem Zusammenhang ist Robert McNair Wilson - Monarchy or Money Power, 1934, – auch jüngere Werke, wie das von Susanne Schmidt - „Markt ohne Moral“ 2010, sind sehr informativ. So schreibt sie auf S. 145: ..dass in der westlichen Welt die Lobby des Finanzwesens die schlagkräftigste aller Lobby-Verbände ist.
Auch scheint er noch nie von Bedarfserweckung (weltweite Ausgaben für Werbung 500 Mrd. Dollar jährlich) und geplanter Obsoleszenz gehört zu haben.

Laut einer Studie der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich kontrollieren nicht mehr als 147 Unternehmen, zum allergrößten Teil aus der Finanzindustrie, 40 Prozent der gesamten Weltwirtschaft. Glaubt Herr Miegel tatsächlich, dass diese geballte ökonomische Macht nicht auch politische Macht ist? Und das diese Macht nicht eingesetzt wird, um die Ziele dieser Unternehmen, Wachstum um jeden Preis, durchzusetzen? Denn diese Finanzunternehmen und ihre Anteilseigner wollen über Profit, Zinsen und Dividenden ihr Kapital vermehren und so entsteht zwangsläufig ein immenser Wachstumszwang. Und mit ein wenig Abstand und Reflexion sollte man erkennen, dass eine Wirtschaftspolitik, die beständig dafür gesorgt hat, dass ausländische Konkurrenten mit modernster Technologie und entsprechenden Krediten ausgestattet wurden und werden, nicht an Vorherrschaft im Bereich der produzierenden Industrie interessiert ist. Es geht eher um das Wachstum des Finanzsystems bis in den letzten Winkel der Erde. Der Einfluss der Geldsphäre auf die Wirtschaft wird bis heute von allen Mainstream-Ökonomen ignoriert. Vielleicht sollten sie mal die Dissertation von ex Deutsche Bank Chef Ackermann lesen. Dort schrieb er sinngemäß: "Dass die volkswirtschaftlichen Rücklagen einer Periode nie ausreichen, um die für ein Wachstum notwendigen Investitionen zu finanzieren. Deshalb müssen die Geschäftsbanken die erforderliche Finanzierung durch Kredite und Giralgeldschöpfung bereitstellen". Die von Herrn Miegel so angeprangerte Verschuldung ist also mitnichten eine dumme Angewohnheit, sondern das zentrale Grundelement des gegenwärtigen Wirtschaftssystems, ohne das es sofort kollabieren würde. Lesenswert in diesem Zusammenhang: Helmut Creutz - "Das Geld Syndrom" 2012 und Raimund Brichta - "Die Wahrheit über Geld"2013

Eins sollte Herrn Miegel doch klar sein– durch die Produktion von Waren und Dienstleistungen wird kein Geld erzeugt, es wird nur verteilt. Mit anderen Worten, nicht das Produktionssystem ist für das Geld verantwortlich, es ist das Finanzsystem. Und Geld ist kein Rohstoff, der irgendwie begrenzt ist. Geld ist ein soziales Konstrukt, ein System von Anteilscheinen an den gemeinsam erzeugten Güter und Dienstleistungen. Doch die Kontrolle über dieses System liegt nicht in demokratisch legitimierten Händen, sondern größtenteils bei privaten Personen, die ausschließlich ihre eigenen Interessen vertreten. Der Zwang zum Wachstum hat also seine Ursache in unserem Finanzsystems. Er ist nicht Folge der Ansprüche einer ungebildeten, gierigen und degenerierten Bevölkerung, die die Wirtschaft zwingt immer mehr Ressourcen zu verbrauchen, wie Herr Miegel es uns weißmachen will.


mumbi DVI-D Kabel 24+1 polig - DVI-D auf DVI-D Verbindungskabel DUAL LINK 2m vergoldet
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Preis: EUR 7,99

5.0 von 5 Sternen Besser geht nicht, 28. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mit den gewohnten D-Sub Kabel hatte ich an meinem neuen PC immer wieder ein mieses Bild. Entweder ist die neue Grafik-Karte zu mächtig für das alte Kabel oder der D-Sub-Ausgang taugt bei den neuen Karten nichts mehr, weil die Hersteller inzwischen davon ausgehen, dass man ein DVI-Kabel benutzt. Langer Rede, kurzer Sinn - mit diesem DVI-Kabel habe ich ein super Bild und es ist nur halb so teuer wie im Laden. Mit den Schrauben gab es keine Probleme.


Das Gesetz der Krise: Wie die Banken die Politik regieren
Das Gesetz der Krise: Wie die Banken die Politik regieren
von Susanne Schmidt
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guter Einstieg, aber.., 18. April 2014
Wer sich etwas intensiver, aber dennoch zügig über die andauernden Auswirkungen der Finanzkrise informieren will, ist mit diesem Buch gut bedient. Wie auch im letzten Buch schreibt Susanne Schmidt kompetent und flüssig, wenn auch manchmal zu viel trockene Informationen auf einen einstürmen. Während sie im letzen Buch hin und wieder auch die Psychologie der Finanzwelt im Blick hatte und damit die Motivation der Akteure, steht bei diesem Buch mehr die technische Seite und das große Bild im Fokus – Was ist Stand der Dinge – was läuft (immer noch) schief – was muss getan werden. Die Grundlage ihrer Lösungsvorschläge ist die Vermeidung des 'Moral Hazards'. Es kann nicht sein, so schreibt sie, dass Banken Gewinne privatisieren und Verluste sozialisieren, nur weil sie immer wieder viel zu hohe Risiken eingehen, im Wissen, dass der Staat, also der Steuerzahler, sie raushauen wird wenn es schiefgeht. Sie plädiert daher folgerichtig für eine stärkere, aber einfache und klare Regulierung.

Dennoch vermisse ich eine entscheidende Frage in diesem Buch und gerade weil Susanne Schmidt über 30 Jahre in der Bankenbranche gearbeitet hat ist ihr diese Frage wohl nicht in den Kopf gekommen: Ist dieses Finanzsystem überhaupt noch zeitgemäß? Die ständig wiederkehrenden Wirtschaftskrisen seit über 200 Jahren hatten ihren Ursprung immer im Finanzsystem. Aber niemanden scheint das zu stören, am wenigsten die Ökonomen – man klebt das Label Konjunkturzyklen drauf und damit ist das Thema erledigt. Seltsamerweise haben sich Industrie, Logistik, Kommunikation und Handel durch den Einsatz von angewandter Wissenschaft, Kooperation und rationalem Handeln zu einer Perfektion entwickelt, die selbst vor 50 Jahren noch unvorstellbar war. Warum ist das im Finanzsystem nicht passiert? Hier sind weiterhin Unvernunft, Gier, irrationales und kriminelles Verhalten an der Tagesordnung, wie im dunkelsten Mittelalter. 2009 sagte Josef Ackermann das "....die Auswirkungen der Geldsphäre auf die reale Wirtschaft noch zu wenig erforscht sind." Recht hat er. Geld hat auch heute noch eine nahezu mystische Bedeutung. Dabei ist Geld eigentlich nur eine buchhalterische Abbildung des real vorhandenen Wohlstands. Geld ist nur eine Art Information, um Produktion und Konsum zu verbinden. Geld hat keinen Wert an sich, es ist keine Ressource wie Erdöl. Werkzeuge, Rohstoffe und Arbeitskraft verschwinden nicht plötzlich, nur weil es nicht genügend Geld gibt, also bedrucktes Papier oder digitale Zahlen in einem Computer. Auch Pflanzen und Tieren hören nicht auf zu wachsen. Doch anstatt unser Finanzsystem an die Realität anzupassen, passen wir die Realität dem Finanzsystem an und vernichten jedes Jahr Millionen Tonnen Lebensmittel, kürzen die Renten, gönnen unseren Kindern nur ein drittklassiges Schulsystem und lassen die Infrastruktur verfallen - weil das Geld fehlt. Ohne ein Nachdenken über Sinn und Zweck unseres Finanzsystems wird sich nichts ändern. Vielleicht schreibt Frau Schmidt ja mal ein Buch zu diesem Thema.


Die Homöopathie-Lüge: So gefährlich ist die Lehre von den weißen Kügelchen
Die Homöopathie-Lüge: So gefährlich ist die Lehre von den weißen Kügelchen
von Christian Weymayr
  Broschiert
Preis: EUR 16,99

18 von 78 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Irrationale Angst vor dem Irrationalen, 20. September 2013
Es ist erstaunlich mit welch religiöser Inbrunst die Homöopathie immer wieder von angeblich wissenschaftlicher Seite attackiert wird. Als wenn es keine echten Probleme im Gesundheitswesen gibt. Denn die Bedeutung der Homöopathie, die dieses Buch ihr zuweist, kann ich in keinster Weise erkennen. Der Bundesverband der pharmazeutischen Industrie beziffert die Kassenausgaben für homöopathische Arzneimittel auf 0,06 Prozent der gesamten deutschen Arzneimittelkosten jährlich. Die Organisation Transparency International schätzt, dass dem deutschen Gesundheitssystem jedes Jahr 24 Milliarden Euro durch Korruption und Betrug verloren gehen - ungefähr das tausendfache von dem was die Homöpathie kostet. Die Angst der Autoren vor dem Irrationalen erscheint mir daher irrational und konstruiert. Denn welche Gefahr geht von der Homöopathie aus? Entweder glaubt man daran und schluckt harmlose Zuckerkügelchen oder man tut es nicht. Soweit bekannt ist noch niemand an einer homöopathischen Behandlung gestorben. Bei der Schulmedizin sieht das ganz anders aus. Nach Einschätzung des Bremer Gesundheitsforschers Gerd Glaeske verursachen allein pharmazeutische Medikamente jährlich 16.000 bis 25.000 Todesfälle, durch Neben- und Wechselwirkungen. (Empfehlenswert in diesem Zusammenhang „Die Gesundheitsmafia“ von Marita Vollborn oder „Das Medizinkartell“ von Kurt Langbein) Der Amerikaner Donald Light, Professor für Gesundheitspolitik, untersuchte unlängst das Nutzen-Risiko-Verhältnis von neu zugelassenen Medikamenten. Dabei stellte sich heraus, dass 85 Prozent dieser Medikamente nur sehr geringen oder keinen Nutzen haben. Professor Light wirft den Pharmakonzernen vor, die Zulassungsbehörden mit Unmengen unvollständiger und unzureichender klinischer Tests zu überschwemmen, so dass diese kaum Zeit haben alle Unterlagen mit der notwendigen Sorgfalt zu überprüfen. Bei 39 Prozent der Medikamente fehlten wissenschaftliche Beweise für die tatsächliche Wirksamkeit und bei 49 Prozent der zugelassenen Medikamente bestand der Verdacht auf ernste Nebenwirkungen.
Auch die Wissenschaftlichkeit des Medizinbetriebs sollte man hinterfragen. So werden dessen Leitlinien, also die aktuell anerkannten Methoden der Medizin, letztlich durch abgestimmte Expertenstatements, sogenannte Konsens-Konferenzen, festgelegt. Wie unabhängig und wissenschaftlich diese Experten sind sei dahingestellt. Alles in Allem geht es in diesem Buch wohl eher darum, den Leser in ein bestimmtes Weltbild zu zwingen - die Homöopathie ist nur ein Vorwand dafür.
Kommentar Kommentare (24) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 11, 2014 10:45 PM MEST


Verdummt noch mal! Dumbing us down: Der unsichtbare Lehrplan oder Was Kinder in der Schule wirklich lernen
Verdummt noch mal! Dumbing us down: Der unsichtbare Lehrplan oder Was Kinder in der Schule wirklich lernen
von John Taylor Gatto
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,80

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der Bücher, die man gelesen haben muss!, 14. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer sich schon immer gefragt hat, warum es in unserem Bildungssystem seit Jahrzehnten, trotz allen Beteuerungen der Politik, egal von welcher Partei, keinerlei Fortschritt gibt und neuste Erkenntnisse der Hirn- und Lernforschung nicht berücksichtigt werden, wird in diesem Buch die (befürchtete) Antwort finden. Es soll alles so bleiben wie es ist, denn dieses Schulsystem dient einem bestimmten Zweck, der mit dem Wohl unserer Kinder nichts, aber auch gar nichts gemeinsam hat.


Canon PIXMA iP4700 A4 Tintenstrahldrucker
Canon PIXMA iP4700 A4 Tintenstrahldrucker

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Mein letzter CANON, 3. November 2012
Der CANON IP4700 druckt in gewohnter Qualität. Die Patronen sind im Vergleich zum Vorgänger winzig und müssen nahzu monatlich, bei gelegentlichem Drucken, getauscht werden. Das ist überaus nervig, da deshalb bei fast jedem Druck eine Patrone als fast leer angezeigt wird. Außerdem braucht der Drucker extrem lange bis er zum drucken bereit ist. Das Schlimmste aber, auch dieser Drucker (vorher hatte ich den IP4200) hat nach 2 Jahren und 4 Monaten eine Fehlermeldung (B200) gebracht und verweigert seitdem die Arbeit. Ein klarer Fall von geplanter Obsoleszenz. Ich bin stinksauer auf CANON, diese Firma ist für mich gestorben!!!!


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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wohltat für die Augen, 21. Juni 2010
Ich habe mir die Brille zum Autofahren und Angeln gekauft. Durch die Polarisation werden Reflektionen auf ein Minimum reduziert. Das Autofahren war bei starker Sonne, auch mit normaler Sonnenbrille, für die Augen sonst sehr anstrengend und ermüdend, mit dieser Brille passiert das nicht mehr. Eine wahre Wohltat für die Augen. Beim Angeln sieht man dank dieser Brille bei starker Sonne noch Dinge, die man sonst nicht mehr sieht, wie Sandbänke, Algen, Felsen, etc. Die Brille ist außerdem sehr leicht, gut verarbeitet und dadurch angenehm zu tragen.


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