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Rezensionen verfasst von
Paul Darkness - sounds2move.de

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Serpents Unleashed
Serpents Unleashed
Preis: EUR 13,49

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Überraschungshit der zweiten Jahreshälfte?!, 17. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Serpents Unleashed (Audio CD)
Quelle: [...]

Willkommen zu einem neuen Kapitel aus der Reihe "Wer schneller spielt, ist früher fertig". Heute mit: Skeletonwitch. Die Black Thrasher verlieren auf ihrem neuen Geschwindigkeitsbrocken "Serpents unleashed" keine Zeit und dreschen uns ihre elf neuen Ergüsse in gerade einmal 32 Minuten um die Ohren. Reicht allerdings auch, denn für die Dauer einer kompletten Stunde funktioniert diese Form von Musik wohl nur bei den Wenigsten.

Ein halbes Stündchen gediegene Raserei hat hingegen noch niemandem geschadet und so hangelt man sich erst einmal durch die neuen Tracks und merkt fast gar nicht, wie dabei die Zeit verfliegt. Grunzer Chance Garnett klingt nämlich zwar wie frisch aus den Untiefen der Hölle entstiegen, aber zwischen tollwütig-manischem Drum-Geratter und fiesen Riffs irgendwo zwischen Kreator, Mercyful Fate und alten Dark Tranquillity, verstecken sich überraschend viele griffige Melodien. So ist etwa "I am of Death (Hell has arrived)" nur im ersten Moment ein böses Stahlgewitter, denn in der Mitte haben Skeletonwitch einen recht schicken, durchaus eingängigen Höhepunkt platziert. "From a cloudless Sky" weist ähnliche Qualitäten auf, diesmal haben sich die Amis das Beste für den Schluss aufgehoben, den versüßt uns nämlich ein geiles Solo, das für ungeahnte Harmonie und Eleganz sorgt. Doch, doch, Skeletonwitch ziehen "Serpants unleashed" ziemlich clever auf. Genug Old-School und Abriss, um bei Kutten, Traditionalisten und Krachfetischisten zu landen, aber trotzdem nicht zu plump und rumpelig, dass nicht auch der eine oder andere genrefremde Metalhead hieran seine helle Freude haben kann. Dafür sorgen schon allein die Melodien und coolen Riffs, die in ungeahnter Vielfalt in diesen Halbstünder gepackt wurden. Damit machen sich Skeletonwitch das schönste Geschenk zum Zehnjährigen selbst, denn mit dieser Scheibe ist ihnen die Zuneigung der schreibenden Zunft garantiert, und die Fans werden die Scheibe ebenfalls wohlwollend und mit Begeisterung in ihren Playern rotieren lassen. Ohne Schnick und Schnack hat das Quintett seine Stärken auf diesem Album komprimiert und auf den Punkt gebracht und damit wieder einmal die These bestätigt, dass es immer noch besser ist, eine halbe Stunde geilen Scheiß zu servieren, als sich mit halbgarem durch 50 Minuten zu hangeln. Unerwartet geiles Teil.


Killhammer
Killhammer
Wird angeboten von RAREWAVES-DE
Preis: EUR 8,89

2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Überraschend viel Mittelmaß für ein tolle, sträflich unterschätzte Band, 17. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Killhammer (Audio CD)
Quelle: [...]

Mystic Prophecy gibt es schon eine ganze Weile. Ich kann mich noch gut erinnern, ihr 2003er Album Regressus" abgefeiert zu haben. Sie zählen zu den wenigen bekannten europäischen Bands, die Power Metal mit amerikanischem Sound spielen. Als Referenz kann man hier sicherlich die ersten Alben von Iced Earth nennen, welche in dem großartigen Alive in Athens" gipfelten.

Stilistisch geht es seit jeher in eine ähnliche Richtung, so auch auf Killhammer". Während man sich beim eröffnenden Titelsong noch bei Manowar wähnt, geht es danach bei Armies of Hell" ordentlich ab. Zum Glück treten Mystic Prophecy auf Killhammer" recht häufig auf's Gas, denn genau hier liegt ihre Stärke. Songs wie Kill the Beast" oder 300 in Blood" sind zeitgemäßer Metal mit melodischem Gesang, auch die schleppende Nummer Hate Black" weiß zu gefallen, und zum Abschluss liefern Mystic Prophecy das überzeugendste Cover von Ozzys Crazy Train" ab, das ich je gehört habe!

Leider regiert dazwischen aber auch viel Mittelmaß bis hin zur Belanglosigkeit. Insgesamt ist Killhammer" sicherlich ein ordentliches Album geworden, aber die große Stärke von Bands wie Iced Earth oder Nevermore, auch in zwischenzeitlich ruhigen Momenten zu glänzen, geht Mystic Prophecy auf Killhammer" leider komplett ab. Für Genrefans ein ordentliches Album, darüber hinaus aber keine Offenbarung.


Unblackened (2CD)
Unblackened (2CD)
Preis: EUR 9,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kuschelrock für Biker, Outlaws und andere harte Männer ;-), 17. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Unblackened (2CD) (Audio CD)
Quelle: [...]

Für ein Quasi-Akustikalbum startet "Unblackened" ziemlich laut, nämlich mit "Losin' your Mind", das elektronisch und mit viel Power raus gehauen wird. Würden die Protagonisten - Black Label Society - nicht sitzen, man könnte meinen es mit einer regulären Show zu tun zu haben. Im Anschluss bleibt es noch kurz recht laut, bzw. verstärkt, aber richtig leise hatte Zakk Wylde eh kaum jemand erwartet, sodass der Rauschebart mit einer bluesig-coolen Version von "The blessed Hellride" direkt mal einen Gassenhauer ins Publikum feuert.

"Sold my Soul" ist dann die erste "richtige" Ballade, mit Piano und etwas bedächtiger vorgetragen, allerdings immer noch cool wie der Herbstwind und knietief im harten Rock stehend. Von nun an wird es aber zusehends intimer, emotionaler und eindringlicher. Das Kollektiv Black Label Society läuft live auch in der ungewohnten Rolle als Sitz-Band wie ein Uhrwerk und präsentiert insgesamt nicht weniger als 17 Songs auf "Unblackened". Gänsehautmomente liefern Zakk Wylde und seine Gang zwischenzeitlich geradezu am Fließband ("Road back Home"), klingen aber zu jeder Zeit natürlich durch und durch amerikanisch. Soll heißen: erdig, gerne auch ein Bisschen dreckig, mit einem feinen Gespür für den nötigen Groove, aber auch ein dem Anlass entsprechendes Maß an Gefühl, immer wieder versetzt mit vom Blues inspirierten Licks. In den epischsten Momenten klingen Black Label Society's Balladen sogar beinahe wie eine (deutlich) weniger kitschige Version von Bon Jovis "Bed of Roses" - zumindest wenn "Bed of Roses" dicke, haarige Eier hätte. Bemerkenswert finde ich vor allem das beinahe absurde Bild, das Zakk Wylde auf "Blackened" abgibt: Dieser langhaarige, bärtige Brocken von einem Kerl sitzt einfach so da, schmettert Balladen am Piano und bellt dazu so einfühlsam wie möglich seine tiefsinnigen Texte. Als Tüpfelchen auf dem i sieht man immer wieder taffe Kerle in BLS-Kutten vor der Bühne stehen und wahlweise gebannt lauschend oder inbrünstig mitsingend. Das ist schon eine interessante Konstellation, aber eine, die ganz hervorragend funktioniert. Gewissermaßen Kuschelrock für Biker, Outlaws und andere harte Männer. Für die und alle anderen Fans hat Onkel Zakk sogar ein paar Songs vom ersten und einzigen Album seiner Southern Rock-Band Pride and Glory ins Set aufgenommen, was neben Standards wie "Stillborn" eine willkommene Abwechslung bietet. Die Frage nach dem Album (oder alternativ der DVD) für den Herbst wäre damit jedenfalls ausreichend beantwortet.

Anmerkung: Kann es sein, dass der Sound auf der DVD besser ist als bei der CD?!


The Arsonist (Limited First Edition im Digipack inkl. 2 Bonustracks)
The Arsonist (Limited First Edition im Digipack inkl. 2 Bonustracks)
Preis: EUR 11,32

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hits, Mut, Mittelfinger, 1. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein Feuerwerk. Unangemeldet und mitten im Sommer. Was eigentlich augenblicklich die Staatsgewalt samt Ordnungsgeld auf den Plan rufen würde, lässt man im Falle der neuen Deadlock-Scheibe "The Arsonist" ausnahmsweise noch mal durchgehen. Obwohl diese genau genommen ein Feuerwerk ist... ein Hitfeuerwerk nämlich.

Sauclever so ein Kalauer zum Einstieg, aber jetzt mal zu den harten Fakten. Erstmalig erscheinen Deadlock mit ihrem sechsten Album auf Napalm Records und trennen sich damit für Außenstehende überraschend von ihrem vorherigen Label Lifeforce. Für die Ösis wiederum ist "The Arsonist" Ehre und Herausforderung zu gleichen Teilen, denn es gilt nicht nur einen durchaus erfolgreichen Act auf die nächste Stufe zu heben, sondern auch eine Band noch weiter ins Rampenlicht zu schieben, die sich nie für einen Mittelfinger gen Konventionen zu fein war. Experimenten verschloss man sich nie, verpackt diese aber inzwischen unterschwelliger als noch bei "Manifesto", als man mit einem Techno-Intro einstieg und ein paar Tracks weiter "Deathrace" vom Melodic Death vollends gen Rap-Nummer kippen ließ. Eine gute Idee und im Grunde ein eben solcher Song, irgendwie aber auch mit der Brechstange gepredigt. Keine fünf Jahre später trauen sich Deadlock immer noch einiges, verpacken ihre Horizonterweiterer aber mit mehr Fingerspitzengefühl - und klingen dabei absurderweise sehr vielseitig und stimmig zugleich. Parallel scheint man die Produktion generell verschlankt zu haben, ein paar Tonspuren weniger tun es auch und erlauben dem Material mehr Luft zum Atmen, wie man so schön sagt. Klangen Deadlock auf den vorherigen Longplayern zwar noch wuchtiger und noch fetter, ist ein großer Pluspunkt von "The Arsonist" sein homogener Klang. Abgesehen davon ist die auffälligste Neuerung der Gesang von John Gahlert, der seit dem Ausstieg von Gründungsmitglied Joe Prem vom Bass ans Mirkofon gewechselt ist und sich seither für die Grunts verantwortlich zeichnet. Gegenpol ist damals wie heute Sabine Scherer mit ihrem ausdrucksstarken, betörenden Stimmchen, das naturgemäß massiv zur Eingängigkeit und dem Hitpotential des Songmaterials beiträgt. Gott sei Dank gibt das Quintett nicht all zu viel auf vermeintliche Trueness und hält die zierliche Sängerin nicht künstlich klein, sondern räumt ihr viel Platz und ebenso viele Freiheiten ein. Belohnt wird man dafür mit Großartigkeiten und Ohrwürmern wie "I'm gone", "Dead City Sleepers" und "As we come undone", die das ohnehin nicht gerade kleine Hitarsenal der Band weiter anwachsen lassen. Überaus gefällig präsentiert sich auch das Titelstück mit krachender Härte in den Strophen und einem fast schon unverschämt guten Chorus samt hintergründiger Chöre. Deutlich weiter im Vordergrund stehen die sakralen Chöre von "The final Storm", einem garstigen Bastard aus angepissten Grunts, bedrohlichen Riffs, polterndem Schlagzeug und den genannten Bombast-Chören, was in der Summe eine düster-bedrohliche Mixtur ergibt, aus der sich Sabine diesmal (fast) komplett heraushält. Der Rausschmeißer "My Pain" bietet dann noch mal einen komplett anderen Ansatz, hier gibt es viel klaren (oft mehrstimmigen) Gesang, wohl dosierte Shouts und ein sich völlig in den Dienst der Sache stellendes Schlagzeug, denn statt einer fetten Gitarrenwand gibt hier ganz klar ein gefälliger, poppiger Beat den Takt an. Das liest sich für manchen jetzt erst mal deutlich schlimmer als es effektiv klingt, denn die Nummer ist richtig cool geworden und schließt dieses großartige Album passend ab.

Fans werden sich von den vielen kleinen und großen Experimenten nicht abschrecken lassen und augenblicklich anmerken, dass "The Arsonist" einfach nach Deadlock klingt: immer eingängig, fast immer hart und stets für eine Überraschung gut. Vor allem aber ganz weit vorne in der ersten Liga des Modern Metal, selbst wenn Deadlock eigentlich zu eigenständig klingen, um einer bestimmten Schublade wirklich gerecht zu werden.


Horns And Halos (Special Edt.)
Horns And Halos (Special Edt.)
Wird angeboten von DiscountMediaStoreDE
Preis: EUR 12,40

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gefällig präsentiert, aber nicht überragend - für zwischendurch., 1. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Horns And Halos (Special Edt.) (Audio CD)
Mit 51 hat Michael Monroe noch lange keine Lust, es ruhig angehen zu lassen. Der Hanoi Rocks Frontmann und Goldie Hawn-Lookalike tischt mit "Horns and Halos" lieber ein neues Album auf, für das er sich in Dregen (Backyard Babies) unlängst einen prominenten neuen Mitstreiter an Land gezogen hat.

Der muss sich bei "Ballad of the Lower East Side" nicht mal sonderlich umstellen, denn stilistische Parallelen zu seiner Hauptband sind absolut vorhanden. So entpuppt sich der Song als flotter Rocker mit beschwingtem Groove, der zum Fußwippen einlädt. Den Büchsenöffner gibt allerdings "TNT Diet", hier ist der Fuß durchgehend auf dem Gaspedal, es wird rau und adrenalingeschwängert nach vorne gerockt - gefällt. Dem Titelstück fehlt es nicht an Mitgröhl-Potential, "Soul Surrender" überrascht mit seiner Indi-Schlagseite. Das wird alles cool und routiniert runter gezockt, aber reicht das für ein wirklich großes Album? Jein, denn "Horns and Halos" ist eher der schnelle Rock ŽnŽ Roll-Quickie für zwischendurch. Zum großen Wurf fehlt einfach der letzte Kick, daran ändern auch die Referenzen der mit sicherer Hand ausgewählten Musiker nichts, die sich ihre Sporen etwa bei den New York Dolls, Glenn Danzig, besagten Backyard Babies und natürlich Hanoi Rocks verdient haben. Alles sehr nett anzuschauen und auch gefällig präsentiert, aber in wahrhaftige Jubelarien kann man letztlich nicht ausbrechen.

Babies-Fanatikern sei noch gesagt, dass "Horns and Halos" nicht der letzte Strohalm oder das einzige Lebenszeichen bis zur Arbeitswiederaufnahme der Schweden war, denn nach seinem Intermezzo bei Michael Monroe hat Sechssaiter Dregen bereits das nächste Eisen im Feuer, nämlich sein erstes Soloalbum, das in wenigen Monaten an den Start gehen wird.


The Life Acoustic
The Life Acoustic
Preis: EUR 6,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Famos, intensiv, mitreißend, toll umgesetzt - einen Monat vorher veröffentlicht und es wäre die Platte des Sommers geworden, 1. September 2013
Rezension bezieht sich auf: The Life Acoustic (Audio CD)
Gutes Timing, Herr Schrody. Mit seinem neuen Scheibchen "The Life Acoustic" ist Erik Francis Schrody alias Everlast nämlich genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Auf dieser Platte präsentiert sich der wandelbare Künstler von seiner bis aufs Minimum reduzierten Seite und kredenzt uns zwölf Akustiktracks, die er nur an der Lagerfeuergitarre intoniert, hin und wieder kommt auch noch ein Keyboard hinzu. Die Stücke sind alle mehr oder minder bekannt und wurden irgendwann im Laufe der Karriere des Künstlers schon einmal veröffentlicht, flogen nach dessen Ansicht bisher aber ziemlich unter dem Radar der Zuhörerschaft, weshalb Everlast ihnen nun neues Leben einhaucht.

Zur rechten Zeit kommt "The Life Acoustic" deshalb, weil diese Platte gerade jetzt in der Hitze des Hochsommers für die richtige akustische Untermalung sorgt. Wer nach einem schweißtreibenden Tag noch unter freiem Himmel und in gemütlicher Runde zusammensitzt, während langsam die Nacht hereinbricht, wird schnell feststellen, dass zum Beispiel das schwermütige "Weakness" die Stimmung des Augenblicks perfekt einzufangen vermag. "Lonely Road" ist noch so eine Nummer, die an einem gemütlichen Lagerfeuer gedämpft aus einem kleinen Radio kommen könnte, während man gedankenverloren dem Flammenspiel zuschaut. Für einen schönen Groove sorgte zwischendurch das schweinecoole "Black Jesus", und mit "Jump around" ist zum Abschluss sogar noch ein richtiger Gassenfeger auf "The Life Acoustic" vertreten, quasi der einzige Song in dieser Zusammenstellung, der auch vorher schon ein Hit war. Im Original erschien die Nummer bereits 1992 auf dem selbstbetitelten Debüt von House of Pain, erneute Berühmtheit erlangte sie unter anderem als Live-Coverversion bei Limp Bizkit (wo Everlasts H.o.P.-Kollege DJ Lethal an den Turntables steht) und auf dem Soundtrack diverser Filme, darunter "Rush Hour" und "Black Hawk Down" oder aber in diversen TV Serien ("My Name is Earl", "Gilmour Girls", "New Girl"...). Wer mag, kann "Today", "Broken", "Children's Story" (inkl. Mini-Tribute an Blackstreets "No Diggity") und Co. natürlich auch prima nachmittags am See auflegen oder dem Teil im Auto die eine oder andere Runde gönnen. "The Life Acoustic" ist mal wieder der Beweis, dass weniger nicht selten mehr sein kann - zumindest wenn es richtig gemacht ist. Und das ist hier der Fall, denn es geht zu jeder Zeit unaufgeregt und authentisch zu, Everlasts Reibeisenstimme tut ihr übriges, um dieses Album so leicht wie eine Sommerprise erscheinen zu lassen. Schönes Ding!

p.s. Der Anmerkung eines Vorredners kann ich mich anschließen: Das Booklet ist ein Poster des Covers. Texte: Fehlanzeige, leider.


Crown of Phantoms
Crown of Phantoms
Preis: EUR 9,98

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Songs die nicht zünden, technisch überzeugend dargeboten, 1. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Crown of Phantoms (Audio CD)
Ich war schon ein wenig überrascht, dass es Chimaira noch gibt. Im Jahr 2001 gehörten sie zu den ersten härteren Bands, die ich kennen lernen durfte. Allerdings nutzte sich ihre Musik spätestens nach dem dritten Album ab und ich verlor sie aus den Augen. Aus der alten Formation ist nur noch Sänger Mark Hunter übrig, die anderen Musiker wurden alle in den letzten drei Jahren ausgetauscht oder wechselten die Instrumente. Hervorzuheben ist hier Emil Werstler von Dååth, der zunächst Rhythmusgitarre bei Chimaira spielte, dann Bass und nun auf dem neuen Album Lead Gitarre. Ohne zu viel vorwegzunehmen: Dieser Mann ist ein, wenn nicht DER Lichtblick auf Crown of Phantoms".

Die Platte startet zwar hart, aber relativ belanglos mit The Machine". Es bleibt auch auf weit über der Hälfte der Spielzeit hart und belanglos. Immer das gleiche Klackern der Doublebass, die kellertief gestimmten Gitarren und Mark Hunter. Dieser Mann ist Segen und Fluch zugleich, besitzt er doch eines der markantesten und bösesten Organe des harten Metals, allerdings auch eins der unflexibelsten. Oder liegt es am ewig gleichen Songwriting, dass die Stimme spätestens ab dem dritten Song nervt? O.k., die zweite Single No Mercy" ist der Hammer und man stolpert immer wieder über einige interessante Ideen, aber letztlich gibt es nur diesen einen wirklich geilen Song, den man sich auch für 99 Cent saugen kann.

Man kann den Musikern nichts vorwerfen, die technische Klasse ist überragend und gerade was besagter Emil Werstler an der Gitarre anstellt: Königklasse! Aber was bringt das, wenn die Songs nicht zünden und der Sänger viel zu sehr im Vordergrund herumbrüllt, sodass es wirklich schwierig ist, diese Platte an einem Stück durchzuhören? Ich habe es drei Mal geschafft und würde es nicht noch einmal wollen...


Das schwarze Einmaleins (Limited Mediabook Edition + Bonus-DVD)
Das schwarze Einmaleins (Limited Mediabook Edition + Bonus-DVD)
Preis: EUR 16,19

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bissig, frisch und gut, 1. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rückblickend betrachtet ist das letzte Saltatio Mortis-Album "Sturm aufs Paradies" immer noch stark und jeden Cent wert, doch "Das schwarze Einmaleins" legt mit seiner Frische noch mal kräftig einen oben drauf. Wo der Vorgänger möglicherweise doch etwas zu routiniert war, klingen die Spielleute anno 2013 so hungrig und giftig wie schon lange nicht mehr.

Das "giftig" bezieht sich in erster Linie auf die Texte der Platte, die vielleicht noch stärker als bisher Bezüge zu Politik und Weltgeschehen herstellen. Da wäre etwa das anklagende "Krieg kennt keine Sieger", das sich kritisch mit dem "heiligen Krieg" auseinandersetzt. Natürlich muss auch die erste Single "Wachstum über alles" erwähnt werden, die im Vorfeld für die eine oder andere kleine Diskussion gut war. Hier adaptieren Saltatio Mortis gekonnt die deutsche Nationalhymne, inklusive einer Anspielung auf die mittlerweile nicht mehr verwendete "über alles"-Strophe, um auf diesem Wege clever den Wahnsinn der Profitgier und des Wachstumswahns der globalisierten Weltwirtschaft anzuprangern. Passend dazu sind die Riffs schön heavy, und Frontmann Alea liefert die dazu passend galligen Gesangslinien in den Strophen. Vor allem das Schlagzeug ballert überraschend heftig beim ebenfalls gesellschaftskritischen "Nur ein Traum", das eine ordentlich galoppierende Wucht entfacht. Um einiges fröhlicher geht es im Opener "Früher war alles besser" zu, der dem Titel entsprechend die nicht enden wollende Nörgelei ewig Gestriger ad absurdum führt. Ausgestattet mit einer tollen Melodie, kann man den Song mit Fug und Recht als einen der größten Ohrwürmer auf dieser Scheibe bezeichnen. Ähnlich schmissig ist "IX", das textlich zwar gewisse Erinnerungen an "Sieben" von Subway to Sally weckt, letztlich aber doch einen eigenständigeren Ansatz bietet als man anfangs befürchtet. Nebenbei erklärt der Song quasi den Albumtitel, von daher kann er guten Gewissens durchgewunken werden. Ihre geheime Spezialität (ergreifende Halb-/Balladen) tischen Saltatio Mortis auf "Das schwarze Einmaleins" in Form des wohligen "Sandmann" auf. Und sonst so? Sonst drängt sich "Galgenballade" mit Nachdruck für das stromlose "Manufactum"-Programm auf, präsentieren "Der Kuss" und "Satans Fall" klassische SaMo-Stärken und wird in "My Bonnie Mary" ein Jahrhunderte altes schottisches Lied interpretiert. Ergibt in der Summe viel Abwechslung und ebenso viel Tiefgang, gepaart mit dem einen oder anderen überraschend hart gespielten Song, textlichem Biss und spielerischen Finessen. Viel besser kann man Mittelalter und Gegenwart nicht zusammenbringen.


Sway
Sway
Preis: EUR 11,99

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kaum kategorisierbar und maßlos unterschätzt, 1. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Sway (Audio CD)
Wer seinen Rock am liebsten hart und laut genießt, der ist bei Blue October mal komplett falsch und kann das Weiterlesen im Grunde direkt einstellen. Wie seine Vorgänger ist nämlich auch "Sway" kein rasanter Höllenritt und schon gar keine Partyplatte. Im Gegenteil präsentieren uns die Amis ein alternatives Rockalbum, das man am ehesten mit den Verben melancholisch, nachdenklich und emotional beschreiben kann.

Dabei sollte man nicht den Fehler machen, emotional und entwaffnend ehrlich mit weinerlich zu verwechseln. Sänger Justin Furstenfeld schreibt nämlich seit jeher sehr autobiografisch und legt dabei einen Seelenstrip hin, wie man es in der Unterhaltungsbranche nur selten erlebt. Seine Texte haben dabei sowohl einen therapeutischen Wert, als auch einen ernsten Hintergrund, denn der Frontmann leidet seit Teenager-Tagen an Depressionen, was bei schweren Schüben im Interesse des Selbstschutzes auch schon zu Konzertabsagen führte. Bevor hier aber zu viel Mitleid gestreut und zu viel Trübsal geblasen wird, soll erwähnt werden, dass "Sway" lyrisch nicht mehr so düster daher kommt wie "Any Man in America", sondern eher den positiven Ausgangspunkt von "Approaching Normal" aufgreift und sogar weiter ausbaut. Hiervon zeugen Songtitel wie "Angels in Everything" (ebenso wie "Put it in" und "Hard Candy" einer der schwungvolleren Songs) oder aber "Not broken anymore". Letzterer ist gleichzeitig auch der letzte richtige Song auf "Sway" und stellt den finalen Seufzer eines streckenweise zerbrechlich wirkenden Albums dar - zerbrechlich wie der derzeit stabile und positiv ausgerichtete Stimmungszustand des musikalischen Gehirns von Blue October. So war es möglich ein Album zu komponieren, das schwermütig klingt, ohne wirklich schwerfällig zu sein, sondern sich durch einen luftigen Sound auszeichnet, der den überwiegend gedrosselten Songs schon beim zweiten oder dritten Durchgang eine wundervolle Aura verleiht, während sich zumeist im Hintergrund dezente Sample- und Elektronika-Einschübe einschleichen.

Wie man "Sway" genau beschreiben soll, ist die Frage die bleibt. Man könnte "Light you up" eine gewisse Nähe zu Radio-Aufsteiger Alex Claire attestieren, übrigens die einzige Nummer, die noch einmal kurz die Rap-Einlagen des Vorgängers aufgreift. In gewissen Momenten wäre es sogar nicht mal abwegig, Porcupine Trees kommerziell verwertbarstes Werk "Deadwing" heran zu ziehen, um dem Gehörten einen Namen zu geben. So richtig gerecht wird man Blue October dabei trotzdem nicht, denn obwohl das hier irgendwie Alternative Rock ist, möglicherweise auch dezente Ansätze von Post-Grunge auszumachen sind, klingt das Quartett einfach viel zu eigenständig, um handfesten Vergleichen ein wirklich solides Fundament zu bieten. Das wird einem spätestens dann klar, wenn man über eine Nummer wie "Things we do at Night" stolpert, der man beim besten Willen kein anderes Etikett zu verpassen vermag außer eben "Blue October". Auf verschlungenen Pfaden und befeuert von persönlichen Schicksalsschlägen und deren Aufarbeitung ist es Justin Furstenfeld und seinen Kollegen gelungen, sich nicht einfach unterwürfig zwischen die Stühle zu setzen, sondern sich ihren eigenen Schemel zu schnitzen. Allein aufgrund dieser Leistung würde ich den vier Texanern den längst verdienten Durchbruch in Europa von Herzen gönnen.


Stories
Stories
Preis: EUR 21,30

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bizarrerweise hat das irgendwie Charme (Fans addieren einen Stern!), 15. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Stories (Audio CD)
Neuer Stoff von The Bunny The Bear, und in erster Instanz mag man denken "ich hätte auch ruhig noch etwas länger warten können". Pustekuchen, nicht mal ein Jahr nach "The Stomach for it" hat das maskierte Duo schon sein drittes reguläres Werk fertig, um abermals auszuloten, was man einem Rock- bzw. Metalpublikum so alles zumuten kann.

Scheinbar so einiges, denn zumindest in den USA ist das Duo - dann verstärkt durch eine erweiterte Bühnenbesetzung - regelmäßig unterwegs durch die Clubs. Eigentlich versteht sich von selbst, dass hier die Rede von Rockclubs ist, aber "Stories" passt zu sehr großen Teilen fast noch besser in die Elektro-Zappelbuden dieser Welt. Zwar gibt es immer noch hysterische bis krumme Screams und auch mal grollende Grunts; ja, auch hin und wieder mal eine Spur Gitarre ist drin ("Your Reasons", "Hey, Allie"). Den Schwerpunkt haben The Bunny The Bear diesmal aber auf ihre Dancebeats gelegt. "In like Flynn", die erste Single, mutet uns deshalb einen Hauch von Vengaboys zu und garniert das Ganze auch noch mit astreinem Eunuchengesäusel. Zur Auflockerung wird hin und wieder mal schräg rein gebrüllt und fertig ist der Hit. Ist das ernst gemeint oder eine Parodie? Man weiß es nicht, aber schmunzeln und lachen ist erlaubt. Humor sollte man aber auch mitbringen, dann - und nur dann - kann man sich von "Stories" passabel unterhalten lassen. Ehrlich gesagt klingt Eurodance der Cascada-Kategorie auch gar nicht mal so viel anders, zugegebenermaßen haben die dafür die deutlich bessere Stimme zu bieten und gehen wohl auch etwas flotter zur Sache als diese insgesamt überraschend ruhige Platte. Zumindest theoretisch könnten sich beide Parteien aber doch mal über den Weg laufen, denn obwohl es absurd klingt: "It's not always cold in Buffalo" ist dermaßen poppig, lieblich und unverschämt kitschig, dass man es sich lebhaft im Hausfrauenradio vorstellen könnte. Apropos Buffalo: Daher kommt das Duo übrigens, und wie der Songtitel suggeriert, ist es da gerne mal empfindlich kalt. Vielleicht hat es dort vor vielen Jahren mal in zwei unbeaufsichtigten Kinderwagen gefroren, das würde zumindest erklären wo The Bunny und The Bear ihren mittelgroßen Riss in der Schüssel her haben. Vermutlich sind auch verschreibungspflichtige Medikamente von Vorteil, wenn man sich derartige Songs als "Metalband" ausdenkt. Trotzdem, oder gerade deswegen, muss ich gestehen, dass "Stories" auf seine verschrobene eigene Weise doch irgendwie Charme hat. Und überhaupt: Muss immer alles Sinn ergeben oder erklärbar sein? The Bunny The Bear sind schlichtweg so drüber und so durch, dass man es schon wieder mögen kann. Kann, nicht muss.


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