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Beiträge von Paul Darkness ...
Top-Rezensenten Rang: 16.207
Hilfreiche Bewertungen: 325

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Rezensionen verfasst von
Paul Darkness - sounds2move.de

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Food Chain
Food Chain
Preis: EUR 19,89

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Durchgeknallt aber irgendwie doch charmant, 12. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Food Chain (Audio CD)
Zarte Gemüter mögen mir die Ausdrucksweise verzeihen, aber The Bunny The Bear sind so etwas wie der Dünnpfiff unter den Trance-Core Kapellen: Wenn's einmal läuft, hört es so schnell nicht wieder auf. Wie dieser zugegeben nicht sonderlich appetitliche Vergleich zu Stande kommt erklärt sich, wenn man einen Blick auf die Diskografie des Duos wirft. Die beiden Weirdos veröffentlichen nämlich seit 2010 jedes Jahr mit scheinbar spielender Leichtigkeit ein neues Album.

Zynische Zeitgenossen möchten jetzt vielleicht anmerken, dass auch musikalisch gewisse Diarrhö-Vergleiche angebracht wären. Das wäre sachlich betrachtet zugegebenermaßen nicht vollkommen abwegig, aber man sollte dabei nicht unerwähnt lassen, dass The Bunny The Bear über die Jahre zusehends hörbarer geworden sind und spätestens mit dem Vorgänger "Stories" damit begonnen haben, sogar so etwas wie richtige Songs zu schreiben. "Food Chain" führt diesen Weg nun weiter und schafft es dabei sogar fast den Eindruck eines geschlossen, ja geradezu schlüssigen Albums zu hinterlassen. Wobei schlüssig in Bezug auf The Bunny The Bear natürlich relativ ist, denn so manches an den Ergüssen des Duos trägt zweifelsohne absurde Züge. Nicht selten hat man etwa die Gitarren und das Schlagzeug unter derart hohen Türmen von kitschigen Keyboardflächen versteckt, dass man sich verwundert umschauen und fragen muss, ob uns da gerade tatsächlich Synthie Pop mit Grunts untergejubelt wird. Hin und wieder ist der Metal-Anteil natürlich auch etwas höher und offensichtlicher ("Flying like a Bird") oder man präsentiert für einen Moment astreinen Trance-Core ("So smooth, so appealing"), krönt diesen dann aber mit einem zuckersüßen, von hohem Klargesang intonierten Chorus, um so das gerade Gehörte gleich wieder ad absurdum zu führen. Wenn danach immer noch nicht alle Augenbrauen oben sind, streuen TBTB einfach ein paar ihrer längst zum Markenzeichen gewordenen heiseren, hysterischen Schreie ein, die gerne mal genutzt werden, um die eigenen schwülstigen Harmonien in der Luft zu zerreißen. Zu allem Überfluss wurde genau in der Mitte des Albums auch noch ein sphärisches Instrumental namens "A Mother's Love" platziert, das in dieser Form wohl auch auf einer CD mit Yoga- oder Aufzugmusik kaum aufgefallen wäre.

Wenn sie wollten, könnten Matthew "The Bunny" Tybor und Chris "The Bear" Hutka (der 2013 mal für ein halbes Jahr aus der Band ausgestiegen war) eigentlich sogar richtig coole Metalsongs schreiben, was in "The Seeds we sow" mehrfach angedeutet wird. Wollen sie aber scheinbar nicht und so bleibt es beim Konjunktiv. Unerklärlicherweise klingt "Food Chain" als Ganzes gar nicht mal so geisteskrank wie sich diese Zeilen vermutlich lesen, denn wer sich auf den Wahnsinn, den The Bunny The Bear seit Jahren verzapfen einigermaßen einstellt und vorbereitet ist auf das, was ihn erwartet, kommt durchaus klar auf das Gebotene und könnte im schlimmsten Fall sogar minimal angefixt werden von dieser Scheibe. Im Endeffekt verhält es sich aber wohl wie bei einem Musik gewordenen Unfall auf der Autobahn: Man will eigentlich weg schauen (hören), schafft es aber irgendwie nicht.


The Human Contradiction (Limited Mediabook + Bonus-CD)
The Human Contradiction (Limited Mediabook + Bonus-CD)
Wird angeboten von hotshotrecordsmailorder
Preis: EUR 23,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle Hooks, Klasse Songs, herausragende Stimme, niemals kitschig - Delain gehören zu den Glanzlichtern des Genres, 10. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich will es gleich zu Beginn zugeben: Seit dem Debüt "Lucidity" haben es mir Delain angetan, denn nicht nur die Selbstverständlichkeit, mit der die junge Truppe einen tollen Song nach dem anderen präsentiert, verlangt Respekt. Fan-Brille? Vielleicht. Im Zweifel mal ein Auge zudrücken? In Ausnahmefällen denkbar. Mit jedem neuen Release der Niederländer geht allerdings längst auch eine gewisse Nervosität einher, denn irgendwann muss doch mal ein Hänger kommen, möglicherweise sogar ein schlechteres Album, wenigstens aber ein Hauch von matter Stagnation. Wann also schlagen die ungeschriebenen Gesetze des Rock zu?

Der Tag X wird kommen, aber dieser ist es nicht. "The Human Contradiction" nimmt einen ziemlich genau dort wieder an die Hand, wo uns "We are the Others" mit einem zufriedenen Lächeln 2012 zurückgelassen hat. Na gut, ein paar Schritte hat man in der Zwischenzeit natürlich trotzdem gemacht. Immerhin hat man zwischendurch nicht nur das Label gewechselt (von Roadrunner zu Napalm), sondern auch eine Compilation mit dem passenden Titel "Interlude" veröffentlicht und sich auf dem Weg auch die eine oder andere frische Inspiration geholt. Ins Auge (bzw. Ohr) fällt etwa das recht düstere "Here come the Vultures" mit seinen leicht unheimlichen Momenten und der zwischenzeitlich gesummten Melodie. "Army of Dolls" könnte im Gegensatz dazu als recht klassischer Delain-Track durchgehen, er wird aber von einem wiederkehrenden Dancebeat aufgelockert, der Gott sei Dank nie zu aufdringlich wird und dem Stück so eine frische Note verleiht. Darin liegt generell eine Stärke von Delain, nämlich, dass sie sich zwar Neuem öffnen, man aber auch sehr sensible Antennen dafür hat, was und wie viel dem Song gut tut und gleichzeitig die eigene Identität nicht zu sehr verwässert. Seit jeher wurden zum Beispiel den Riffs symphonische Elemente an die Hand gegeben, das Mischverhältnis aber stets so ausbalanciert, dass einem Schlagworte wie "kitschig" oder "klebrig" gar nicht erst in den Sinn kommen. Und genau so macht es auch "The Human Contradiction" wieder, das frisch und selbstbewusst klingt, aber zu jeder Sekunden klar heraushören lässt, mit wem man es zu tun hat. Selbstverständlich bedeutet dies auch, dass lieb gewonnene Traditionen weiter gepflegt werden, sodass auch das vierte Album des Quintetts nicht ohne Gastbeitrag bleiben muss. Neben dem Delain bereits seit dem Debüt freundschaftlich verbundenen Marco Hietala (Nightwish, Tarot) ist dieses mal auch noch George Oosthoek (Ex-Orphanage) dabei, der dem facettenreichen Ohrwurm "Tell Me, Mechanist" mit seinen markigen Grunts einen kräftigen Punch verleiht. Last but not least spuckt auch noch Alissa White-Gluz, die mittlerweile ihren Posten bei The Agonist geräumt hat und unlängst als Nachfolgerin von Angela Gossow bei Arch Enemy präsentiert wurde, auf dem eleganten Midtempo-Stampfer "The Tragedy of the Commons" Gift und Galle. Letztlich sind diese Freundschaftsbesuche (zu nennen wäre noch Georg Neuhauser von Serenity, der sich in die Backing Chöre eingeklinkt hat) aber nur die Kirsche auf einem ohnehin überaus leckeren Happen Symphonic Rock/Metal, da Delain auch ganz ohne fremde Hilfe jederzeit glänzen können. Das verdankt man auch der wie immer überragenden Charlotte Wessels, vor allem aber Hook-Monstern wie "Stardust". In dieser Form gehören die Niederländer zweifelsfrei zum Besten, was das Genre aktuell und in den letzten Jahren zu bieten hatte.


Broken Crown Halo (Limited Edition im Digipak)
Broken Crown Halo (Limited Edition im Digipak)
Preis: EUR 8,97

11 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Dienst nach Vorschrift statt Mut und Espirt - schade, 6. April 2014
Bei jetzt sieben veröffentlichten Alben muss man Lacuna Coil natürlich längst zur festen Größe im internationalen Rockzirkus zählen. Anzumerken ist diesbezüglich natürlich, was manch europäischem Fan seit geraumer Zeit etwas sauer aufstößt, nämlich dass die Italiener sich etwas zu sehr auf den amerikanischen Markt konzentrieren und die heimatlichen Breitengrade zu kurz kommen. Und diese Meinung kann man verstehen, denn insgesamt scheinen Cristina Scabbia und ihre Jungs in den USA längst weitaus präsenter zu sein als etwa hierzulande, und dass die erste Tour nach Veröffentlichung - natürlich - eine ausgedehnte US-Tour ist, passt ebenfalls ins Bild.

Vor diesem Hintergrund ist ein Album wie "Broken Crown Halo" sicherlich keine Überraschung und auch die Wahl des Produzenten ist naheliegend. So hat man sich die Dienste von Jay Baumgardner gesichert, dem Mann, der schon bei so manchem Megaseller der US Billboard Charts seine Finger im Spiel hatte, man denke nur an die großen Erfolge von Bands wie Papa Roach, Godsmack, Coal Chamber, Ugly Kid Joe, Alien Ant Farm und zu guter Letzt natürlich auch noch das Evanescence Debüt "Fallen", das bis heute satte 17 Millionen Mal über die weltweiten Ladentische ging. Nicht die schlechteste Referenz also für Lacuna Coil, die zumindest aus einer artverwandten Richtung kommen. Angesichts vergangener Hitsalven und des klangvollen Namens auf dem Produzentenstuhl darf man von "Black Crown Halo" dann doch ein bisschen enttäuscht sein. Über weite Strecken klingt dieses Album nämlich eher uninspiriert, man könnte auch von Dienst nach Vorschrift sprechen, denn den Italienern geht fast sämtlicher Esprit ab. Stattdessen zitiert man lieber munter die ultra tiefen Gitarren und Uffta-Bassläufe von Korn, nachzuhören in "Infection" sowie "Die and rise", wobei vor allem letzteres mit seiner unüberhörbaren New Metal-Kante etwas aus der Zeit gefallen wirkt und somit wenigstens zwölf Jahre zu spät kommt, um den Fan wirklich hinterm Ofen vor zu locken. Von diesem recht ernüchternden Gesamteindruck lässt sich dann auch die Produktion des zuvor viel gelobten Knöpfchendrehers Baumgardner nicht ausnehmen, denn "Black Crown Halo" klingt irgendwie überraschend platt, vor allem aber komplett leblos, möglicherweise gar ein Stück weit tot produziert. Wirklich emotional wird es nur ein einziges Mal, nämlich bei der abschließenden Halb-Ballade "One cold Day", in der man den Tod des ehemaligen Gitarristen Claudio Leo verarbeitet, der 2013 überraschend verstorben ist.

Irgendwie kriegen Lacuna Coil am Ende zumindest noch halbwegs die Kurve mit ihrer neuen Platte, was vor allem der recht gelungenen Einstiegs-Troika bestehend aus "Nothing stands in our Way", "Zombie" und "Hostage to the Light" zu verdanken ist, auch weil das Gesangsduo Cristina Scabbia/Andrea Ferro hier mehr zeigt als die unerwartete Durchschnittskost auf manch anderem Track. Trotzdem zeigt "Black Crown Halo" deutlich zu wenig für eine Band mit diesen Fähigkeiten und diesem Anspruch. Es mangelt merklich am Mut, etwas zu riskieren, was einen matten, selten bis kaum aufregenden Geschmack hinterlässt. Sehr schade.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 26, 2014 8:58 PM MEST


Tanzmusik für Roboter
Tanzmusik für Roboter
Preis: EUR 12,49

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gutes Album, einige Hits - die Tour kann kommen ;-), 1. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Tanzmusik für Roboter (Audio CD)
Eigentlich hätte das neue Welle:Erdball Album ja schon im letzten Jahr erscheinen sollen. Doch personelle Veränderungen (Plastique ging, Lady Lila musste erst noch gefunden werden) führten dazu, dass „Tanzmusik für Roboter“ samt zugehöriger Tour auf 2014 verschoben wurden. Nach diversen Projekten wie dem Kinofilm „Operation Zeitsturm“ und der 80er-Jahre-Hommage „Der kalte Krieg“ liegt nun mal wieder ein normales Album vor.

Aber was heißt bei Welle:Erdball schon normal? Der Titel ist jedenfalls bezeichnend. Nicht nur, dass eigentlich fast alle zwölf Stücke (plus dem unvermeidlichen „Hallo hier ist Welle:Erdball“ Intro) äußerst tanzbar sind. Man bekommt auch den Eindruck, dass den Hannoveranern Roboter als Zielgruppe eigentlich lieber wären. Denn mit der Menschheit, wie sie sich derzeit präsentiert, wird ein ums andere mal hart ins Gericht gegangen. Im Song „Mensch gegen Maschine“ wird klar für letztere Position bezogen („Statt Korruption loyal und elitär – scheiß auf den Mensch, ich kann es besser als er“). Und sollte es die künstliche Intelligenz nicht schaffen, hofft man auf Hilfe von außen: „Die Aliens lachen uns schon aus, schmeißen uns hoffentlich bald raus und reinigen so das Sonnensystem“ aus „Die neue Weltordnung“. Und wäre das nicht schon genug, setzt man auch in Liebesdingen auf Außerirdisches („Liebe der 3. Art“) oder Programmiertes („Computersex“). Wer die Band nicht kennt und nach den einleitenden Sätzen misanthropische Extrem-Metaller vermutet, könnte falscher nicht liegen. Welle:Erdball zelebrieren seit über 20 Jahren eine unvergleichliche Mischung aus Computermusik, NDW, Punk, Kinderliedern und Vielem mehr. Und das alles (fast) ausschließlich mit elektronischen Mitteln erzeugt. Neben dem Commodore C-64 kommen diesmal auch ein Nintendo DS, ein Casio VL-1 und sogar das 80er Jahre MB-Spiel Senso (samt Samples aus dem damaligen Werbespot) zum Einsatz. Gleich der Opener „Gib mir meine Zukunft wieder“ präsentiert nicht nur den C-64 als ordentlich Druck verbreitendes Power-Instrument, es beinhaltet auch den (medien)politischen Rundumschlag, den man von der Band erwarten konnte („Nun geht hin und fresst es, die ganze Welt des Internetzes. Doch für alles, was ich esse, polier ich Zuckerberg die Fresse“). „Der Flipperkönig“ ist dann mal wieder eine Reminiszenz an die „gute alte Zeit“ und kommt im typisch dynamischen WE-Elektro-Gewand. Das bereits erwähnte „Liebe der 3. Art“ umschmeichelt einen dann mit einem schönen Schlager-Gesumme im Chorus, bevor „Ich mach mich schön“ inhaltlich nahtlos an „Ich bin aus Plastik“ ansetzt. Lady Lila kann hier beweisen, dass sie eine würdige Nachfolgerin von Plastique ist. Bei den ersten Durchläufen war es natürlich schon ein wenig ungewohnt, aber soweit liegen die Beiden stimmlich nicht auseinander. Ein echtes Highlight ist „Mimikri“, das mit einer Melodie aufwartet, die einer „Die drei ???“-Hörspielkassette entsprungen zu sein scheint. Inhaltlich wird das Thema Identitätenklau angesprochen und kongenial mit den Senso-Elementen verbunden. Dieses Niveau können allerdings nicht alle Stücke auf „Tanzmusik für Roboter“ halten. Warum gerade „Des Wahnsinns fette Beute“ den Weg auf das Album gefunden hat, obwohl es nun nicht gerade der stärkste Song der letztjährigen EP „Computerklang“ ist, erschließt sich mir nicht. Und auch auf die Coverversion „Die Gedanken sind frei“ hätte ich verzichten können. Diese passt zwar inhaltlich ganz gut zum Credo der Band, ist aber durch die dauerhafte Werbenutzung (Piraten, GMX) etwas tot genudelt. Auch sonst muss man sagen, dass man bei einigen Songs nicht nur inhaltliche, sondern auch musikalische Parallelen zu bereits bekannten Songs entdecken kann. Allerdings ist das bei über 20 Jahren Bandgeschichte nicht weiter schlimm. „Tanzmusik für Roboter“ ist in jedem Fall ein gutes Album mit einigen echten Hits, die auf der kommenden Tour auch uns arme Menschlein in Bewegung setzen werden.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 26, 2016 9:38 PM MEST


METALLICA - Through the Never [Blu-ray]
METALLICA - Through the Never [Blu-ray]
DVD ~ Metallica
Preis: EUR 7,97

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Brillante Optik, unsterbliche Songs und leider viel verschenktes Potential, 1. April 2014
Ungewohntes Gefühl für Metallica: Ihr ambitioniertes Filmprojekt "Through the Never" entpuppt sich weltweit als das, was man in der gemeinhin als Gradmesser geltenden US-Filmszene gerne als "a bomb at the box-office" bezeichnet. Mit anderen Worten: Der Streifen ist gefloppt und konnte die in ihn gesetzten Erwartungen nicht mal ansatzweise erfüllen, geschweige denn die Produktionskosten wieder einspielen. Haben Metallica am Ende möglicherweise sogar schlicht ihre Mainstream-Strahlkraft überschätzt?

Damit würde man dann doch etwas über das Ziel hinaus schießen, denn eigentlich ist "Through the Never" ein interessantes wie ambitioniertes Projekt. Neben einem Konzertfilm (bildgewaltig in 3D und atemberaubender Schärfe eingefangen) beweist der Streifen nämlich auch Spielfilm-Qualitäten, denn um den Auftritt herum wurde ein düsterer, apokalyptischer Handlungs- und Erzählstrang erdacht, der eine in dieser Form bisher noch nicht da gewesene Symbiose aus Live-Show und Horror/Action-Kino erschafft. Enormes Offene-Münder-Potential weißt schon mal die Show auf, bei der man in der Tat das Gefühl hat, man würde direkt neben Hetfield und Co. auf der Bühne stehen. Auch die Einführung in "Through the Never" lässt sich sehen, wenn der im Mittelpunkt der Spielfilm-Sequenzen stehende Roadie namens Trip an der riesigen Arena eintrifft, sich seinen Weg durch die Backstage-Räume bahnt, dabei von Lars Ulrich im vorbeigehen kritisch beäugt wird oder er - witziges Detail - am Tuning-Room von Rob Trujillo vorbei kommt, der umringt von Verstärkerwänden in seiner typischen Ausfallschrittpose seinen Viersaiter derart beackert, dass es im Gang den Putz von den Wänden haut. Das macht schon Laune und lässt die Vorfreude steigen, die dann leider ziemlich enttäuscht wird - zumindest die Nicht-Konzert-Passagen betreffend. Denn nachdem Metallica erst einmal auf der Bühne stehen und in Superstar-Manier einen Brecher nach dem nächsten kredenzen, kommt die Handlung der parallel verlaufenden Geschichte erst einmal nur schleppend in Gang. Schlimmer noch laufen Rahmenhandlung und Live-Erlebnis seltsam nebeneinander her, beide scheinen nach dem durchaus verheißungsvollen Einstand in verschiedene Richtungen abzubiegen und jeweils weitestgehend ihr eigenes Süppchen zu kochen. Zumindest aber erschließt sich einem die Verbindung zwischen Show und Film nur rudimentär, zumal der eigentlich optisch klasse in Szene gesetzte Film durch die zu langen Live-Einschübe einfach zu zerrissen wirkt, um den Zuschauer wirklich zu packen. Doppelt bitter ist noch dazu, dass die Handlung letztlich viel zu viele Antworten schuldig bleibt. Was soll das Ganze, mal abgesehen davon, dass Beides für sich genommen toll ausschaut? Man weiß es nicht genau. Auch hätte man sich im Bonus-Teil gewünscht, dass es die Option gäbe sich den reinen Spielfilm am Stück ansehen zu können. Da ist es auch vergebene Liebesmüh, dass man beim Konzert hautnah dabei ist, wenn sich James Hetfield über ein ausfallendes Mikrofon echauffiert, Kirk Hammett im Fotograben auf Tuchfühlung zu den Fans geht und zum Ende hin die Bühnenkonstruktion beinahe in Schutt und Asche gelegt wird. Das sieht wie bereits erwähnt alles sensationell aus, wurde aber scheinbar nicht in letzter Konsequenz zu Ende gedacht und hinterlässt somit einen zwiespältigen Eindruck. Die Fans werden sich "Through the Never" sicherlich wenigstens einmal interessiert ansehen, zum Dauerläufer dürfte dieser Film-Zwitter aber bei den Wenigstens werden, da einfach zu viel Potential verschenkt (und zu viel Geld verbrannt) wurde.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 26, 2014 9:21 PM MEST


Time To Tell
Time To Tell
Preis: EUR 16,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine der schönsten Stimmen des Pop/Rock meldet sich endlich zurück, 1. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Time To Tell (Audio CD)
Lange musste man warten auf ein neues Lebenszeichen von Kari Rueslåtten. Immerhin datiert ihr letztes Album „Other People’s Stories“ auf 2005. Umso erfreulicher ist es also, auf „Time to tell“ endlich wieder diese faszinierende, kristallklare Stimme zu hören, die den geneigten Hörer schon in den ersten Takten des Intros/Titelsongs wohlig umfängt. Auch nach neun Jahren Veröffentlichungspause erweist sich die Norwegerin also noch immer als außergewöhnlich charismatische Sängerin. Das Problem, dem sich „Time to tell“ ausgesetzt sieht, ist indes aus meiner Sicht, dass sich das Album Vergleiche mit Karis letzten Solo-Werken „Pilot“ und „Other People’s Stories“ gefallen lassen muss. Gerade auf letztgenannter Platte erweckte die Interpretin die Geschichten anderer Leute mit größter emotionaler Gewalt zum Leben. Ihre Stimme zitterte, als müsste sie alle Qualen ihrer Protagonisten am eigenen Leibe erleiden, sie machte sich deren Überheblichkeit und deren Nachdenklichkeit zu eigen und vermochte es deshalb in einer Intensität durch die Lieder zu führen, die ihresgleichen suchte. Derartig mitzureißen weiß „Time to tell“ nicht. Weitgehend frei von der zauberhaften Melancholie der letzten Werke, handelt es sich hier letztlich um ein im Vergleich konventionelles Pop-Album mit starkem Folk-Einschlag. Dabei ist allerdings alles tadellos ausgeführt und produziert sowie – schließlich haben wir es hier mit Kari Rueslåtten zu tun – immer noch beseelt interpretiert und mit wunderbar einprägsamen Melodien versehen. Und beim abschließenden „Only You know“ lugt dann glücklicherweise doch noch einmal der ganz große Ausdruck hervor. In instrumentaler Hinsicht hat sich die ehemalige The-3rd-and-the Mortal-Sängerin mittlerweile der auf den letzten Alben noch stark vertretenen elektronischen Elemente entledigt und setzt nunmehr ganz auf authentische Einspielungen, insbesondere auf Klavier, Gitarre und dezente Percussion. Wie gewohnt sind dabei die Arrangements eher spartanisch gehalten und darauf zugeschnitten, den zumeist im Vordergrund stehenden Gesang zu untermalen. Die recht überschaubare Instrumentierung wurde allerdings von Gitarrist und Produzent Jostein Ansnes hervorragend in Szene gesetzt, so dass die Platte mit einem klaren, aufgeräumten und doch vollen Klang zu gefallen weiß.

Fazit: Eine emotionale Achterbahnfahrt wie bei „Other People’s Stories“ bekommt man bei „Time to tell“ leider nicht geboten. Nichtsdestoweniger handelt es sich um ein gelungenes Album, mit dem sich eine der schönsten Stimmen der Pop/Rock-Welt endlich wieder zurückmeldet.


Politics
Politics
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Emotionaler Rock mit viel Pop-Appeal und tadellos gespielten Ohrwürmern, 1. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Politics (Audio CD)
Girlgroup mal anders: The Black Sheep sind vier junge Mädels, die mit "Politics" ihr zweites Studioalbum an den Start bringen. Dass der Vorgänger "Not Part of the Deal" seinerzeit bei Roadrunner veröffentlicht wurde, dürfte als Richtungsangabe in Sachen Qualität erst einmal ausreichen. Die Wege beider Parteien haben sich zwar mittlerweile getrennt (was wohl vor allem daran liegt, dass die Qualitätsschmiede für Metal und Rock mittlerweile aufgekauft und mächtig zurecht rationalisiert wurde), doch ihren Fuß in der Tür bei Presse und Fans haben The Black Sheep natürlich behalten.

Gut möglich, dass in der geschäftlichen Neuausrichtung auch einer der Hauptgründe dafür liegt, dass fast fünf Jahre zwischen dem Debüt und eben "Politics" liegen. Fans poppiger Rocksongs werden gern ein Auge zudrücken, denn The Black Sheep ist eine ziemliche Ohrwurmsammlung gelungen. Natürlich ist die Scheibe weder sonderlich hart, noch läutet sie ein neues Zeitalter der Rockmusik ein. Aber das muss sie auch gar nicht, denn die Mädels pfeifen einfach mal auf übertriebene Ambitionen und liefern stattdessen lieber elf Songs, die durch die Bank funktionieren und so für einen rundum gelungenen Gesamteindruck sorgen. Fast alle Songs weisen einen mal stärker, mal schwächer ausgeprägten Emo-Einschub auf, der The Black Sheep aber ausgesprochen gut zu Gesicht steht. Eine kleine Ausnahme bildet "Leaders of the World", das mit etwas mehr Distortion und damit kantiger daher kommt und ein etwas höheres Tempo geht. Am stärksten ist das Quartett aber dann, wenn es seinen Alternative Rock mit reichlich Emotionen garniert und dabei Hits wie "Still gone", "Politics" und "No other" aus den Boxen perlen. Da fügt sich sogar die einzige Coverversion "Motorcycle Emptiness" (Manic Street Preachers) völlig übergangslos ins Gesamtbild ein, das mit seinem durchgehend warmen Sound sehr stimmig gezeichnet ist. "Politics" präsentiert uns eine Band, die weiß wo sie hin will und - genauso wichtig - auch wie sie es richtig umzusetzen hat. Von schwarzen Schafen kann so gesehen eigentlich keine Rede sein, eher schon von einer rosigen Zukunft. Die darf für meinen Geschmack auch gerne im Radio stattfinden, denn ein bisschen Substanz und Qualität könnte den meisten Stationen ziemlich gut tun.


Fallen Leaves & Dead Sparrows
Fallen Leaves & Dead Sparrows

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vielseitiges Metal-Album mit Prog-Fundament, 1. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Fallen Leaves & Dead Sparrows (Audio CD)
Über die Jahre und Alben haben Amoral eine ziemliche Transformation hinter sich gebracht. Spielte man anfangs noch angeprogten Melodic Death, sattelte man mit Ari Koivunen in seinen Reihen um auf Power/Heavy Metal, nur um mit "Fallen Leaves & Dead Sparrows" jetzt ein ziemlich ansprechendes Prog Metal-Album abzuliefern. Zugegeben: Eine gewisse Neigung zum anspruchsvollen Musizieren hatten Amoral schon immer, doch die Konsequenz mit der dieser Aspekt 2014 in den Mittelpunkt gestellt wird, ist dann doch neu.

Lange auf die Folter spannen uns die Finnen mit "Fallen Leaves & Dead Sparrows" nicht, denn ohne Intro oder sonstiges Vorgeplänkel geht es direkt rein ins Vergnügen, und "On the other Side Pt. 1" begrüßt uns sogleich mit gedoppelten Gitarrenharmonien und einer unaufgeregten Atmosphäre, die an das aktuelle Queensryche-Album (die No-Tate-Show) denken lässt. Dass nur zwei Songs unter sechseinhalb Minuten lang sind, unterstreicht den Prog-Ansatz, wobei eines der kurzen Stücke eine geschmeidige, zurückhaltende Akustikballade ist ("Blueprints"), während der andere Quicky "No familiar Faces" sogar eines der Highlights auf dem Album darstellt. Die Gitarren lassen noch einmal die modernen Melodic Death-Momente der Vorgängeralben aufleben und die schicken Hooks machen das Prädikat Hitsingle perfekt. "Prolong a Stay" schlägt sogar die Brücke zur Frühphase und bietet doch glatt ein paar Blastbeats (!), die den eigentlich tonangebenden gehobenen Galopp willkommen auflockern. Das ist dahingehend bemerkenswert, als dass Band und Label im Vorfeld verlauten ließen, man habe sich diesmal mehr an klassischen Rock- und Prog-Bands orientiert. Sicher, irgendwie lassen sich diese Einflüsse schon ausfindig machen, aber das gilt für so ziemlich genau jede Band des Planeten. Das soll allerdings nicht als Kritik verstanden werden, sondern eher als Aufforderung zu mehr Mut zur eigenen Vielseitigkeit und Kompetenz. Denn nicht nur handwerklich müssen sich Amoral vor niemandem verstecken, sondern auch Frontmann Ari Koivunen (dessen Gesang von Marco Hietala produziert wurde, der seit Jahren auch u.a. Tomi Joutsen von Amorphis unter seinen Fittichen hat) hat es gar nicht nötig, irgendwelchen alten Helden nachzueifern. Wer so spielerisch und mit Selbstverständnis Progressive Metal mit neuerer Göteborg Schule verbindet und auch noch Platz für Power Metal-Momente und Akustik-Parts lässt und dem Ganzen zudem einen zeitgemäßen Klang verpasst, muss sein Licht keineswegs unter den Scheffel stellen. O.k., ein Instrumental wie "The Storm arrives" auf annähernd sieben Minuten zu strecken ist dann vielleicht doch des Guten ein bisschen zu viel. Aber ansonsten kann man den Finnen und ihrem sechsten Studioalbum wirklich wenig vorwerfen. Diese Platte wird ihr Publikum finden.


Live in Amsterdam
Live in Amsterdam
Preis: EUR 17,99

17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolle Chemie, aber quasi kein neues Material und kaum Live-Feeling, 1. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Live in Amsterdam (Audio CD)
Beth Hart und Joe Bonamassa haben sich scheinbar gesucht und gefunden. Kein Jahr nach der Veröffentlichung ihres zweiten gemeinsamen Soul-Coveralbums "Seesaw" folgt nun schon der erste Live-Mitschnitt "Live in Amsterdam", gewissermaßen die Bühnenversion der beiden bisherigen Albumkooperationen.

Womit wir gleich zum ersten kleinen Wermutstropfen kommen, denn wer auf kleinere oder größere Überraschungen im Set gehofft hat, muss leider das "kleinere" unterstreichen. Denn wirklich viel Neues findet sich im Set des Duos, das mit reichlich Unterstützung einen breiten, warmen Sound auf die Bühne zaubert, leider nicht. So dürfen wir uns über das bisher unveröffentlichte Eric Clapton-Cover "Someday after Awhile" freuen, bei dem ausnahmsweise Joe Bonamassa den Leadgesang übernimmt. Außerdem hat mit "Baddest Blues" auch ein Stück aus der Feder von Beth Hart seinen Weg ins Set gefunden. Davon abgesehen ist außer dem Intro und einem Band-Jam alles bekannt, was uns "Live in Amsterdam" zu bieten hat. Immerhin wurde das eine oder andere Stück in einer abgeänderten oder erweiterten Version dargeboten, etwa die auf satte 10 Minuten ausgebaute Gänsehautnummer "I'd rather go blind". Zweifelsfrei kann man sich auch vortrefflich an "Close to my Fire" oder "Your Heart is as black as Night" wärmen, sich durch "Chocolate Jesus" grooven oder beschwingt durch "Them there Eyes" und "Something's got a Hold on me" rocken. Sogar ein richtiger Stampfer wird gegen Ende des Sets abgefeuert, nämlich "Nutbush City Limit" (Ike & Tina Turner), sodass auch Quereinsteiger sich im Handumdrehen ein Bild von den Qualitäten der Zusammenarbeit von Bonamassa und Hart machen können. Der größte Kaufanreiz dürfte neben dem wunderschönen Carré Theater (in dem auch Within Temptation bei ihrer letzten Theatertour Station gemacht haben) aber wohl die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern sein, deren herausragende Fähigkeiten sich so wunderbar ergänzen, als hätten die Beiden nie etwas anderes getan, als gemeinsam auf der Bühne zu stehen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 2, 2014 9:02 PM MEST


Symphonies of the Night (Limited First Edition)
Symphonies of the Night (Limited First Edition)
Wird angeboten von Nuclear Blast GmbH
Preis: EUR 15,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Schritt zurück und zwei vorwärts - Neues Referenzwerk?, 25. Januar 2014
Keine Frage: "Meredead" war ein musikalisch und handwerklich gesehen gewohnt hochklassiges Album und auch künstlerisch auf hohem Niveau. Auf längere Sicht war das Problem für mich, dass es irgendwie einfach an großen Hymnen gefehlt hat, wie man sie auf den ersten drei Platten haufenweise finden konnte. Damit einher geht auch, dass "Meredead" ob des Mangels an Härte, Riffs und Grunts zwar grundsätzlich interessant war, sich nach und nach aber herauskristallisierte, dass doch irgendwie etwas fehlt.

Der letzte Kick nämlich und der meldet sich auf "Symphonies of the Night" jetzt mit einem Paukenschlag zurück. Dabei veröffentlichen Leaves' Eyes genau das Album, das im Gesamtkontext nur richtig sein kann - nämlich eine Mixtur aus "Meredead" und "Njord". Was der Kollege als "Verwässerung der neuen Tugenden" wahrnimmt, ist für mich die einzig richtige Entscheidung. Ein Schritt zurück kann manchmal zwei vorwärts entsprechen, wenn man so will. Die Schwaben beweisen nämlich eindrucksvoll, dass Folk, Bombast und Härte auch in Kombination ganz wunderbar funktionieren können. Das Ergebnis spricht Bände, klingt fantastisch und präsentiert sich nicht nur unheimlich reif, sondern auch ebenso facettenreich und packend. So wickelt einen "Symphonies of the Night" letztlich immer mehr um den Finger, jeder Durchgang betört den Zuhörer mehr und dabei wird kontinuierlich klar, welches Potential diese Scheibe eigentlich besitzt. Sei es das erhabene "Fading Earth", der kräftige Titeltrack oder der metallische, angriffslustige Ohrwurm "Hymn to the lone Sands" (Folk Metal meets Symphonic Metal meets famose Gitarrenarbeit). Da kann nur "Elenore de Provence" noch einen drauf setzen, das bei der Listening Session bereits begeistern konnte und dessen man auch nach zehn Durchläufen nicht überdrüssig wird. Eine Eigenschaft, die man generell dem ganzen Album bescheinigen kann. Einmal eingetaucht, lässt man sich gerne durch die kleinen und großen Hits treiben, entdeckt immer wieder neue Details und genießt ansonsten einfach die Tatsache, dass Leaves' Eyes endgültig ihre eigene kleine Nische eingenommen und einladend hergerichtet haben. Einfach zurücklehnen und genießen, während "Symphonies of the Night" mit jedem Durchlauf sein Flair weiter entfaltet. Der Name mag Klischee pur sein, was dahinter steckt ist allerdings nicht weniger als das potentielle neue Referenzwerk einer seit jeher eigenständigen Band, die alles in die Wagschale wirft, was sie bisher ausgezeichnet hat.


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