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Rezensionen verfasst von
Cody

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Maloja Herren Bike Hose 1/2 Träger Churatam
Maloja Herren Bike Hose 1/2 Träger Churatam

3.0 von 5 Sternen Mittelprächtig, 1. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich kenne Maloja v.a. aus dem Ski- und Fashionbereich und bin seit langem ein großer Fan, weil sie stiltechnsich völlig eigene (zugegebenermaßen auch manchmal etwas abenteuerliche) Wege gehen, die zudem immer einen aufwändigen konzeptionellen Hintergrund haben. Jedoch bin ich auch etwas zwiegespalten, denn so schön Maloja styletechnisch daherkommt, so musste ich auf der anderen Seite feststellen, dass die Qualität i.d.R nicht den oft exorbitanten Preisen standhält. Ein Grund, warum ich Maloja-Produkte fast nur im Ausverkauf bestelle, dann stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis.
Da meine alten Radhosen so langsam den Geist aufgeben, sollte es testweise mal eine Maloja-Radhose sein. Ich habe mir zeitgleich noch eine Spezialized Bib-Short zugelegt, die preislich im gleichen Segment angesiedelt ist und die ich hier als Vergleich heranziehen werde.
Beginnen wir mit dem Sitzpolster, für mich als Rennradfahrer im Flachland (d.h. fast nur sitzen und gegen den Wind treten...) der wichtigste Aspekt. Auffällig spektakulär natürlich das Design mit Farbe und Spruch (Libertat, Paz, Amor), dafür liebe ich Maloja (auch wenn es letztlich niemand zu sehen bekommt)! Die Qualität hingegen ist "nur" gut. Das Spezialized-Sitzpolster ist deutlich hochwertiger und aufwändiger gestaltet, spielt in einer ganz anderen Liga. Im Fahrtest schlägt es sich ordentlich, wirkt manchmal etwas schwammig.
Was sich aber gar nicht ordentlich schlägt, ist die Passform. Ich bin 173 groß und komme mit S immer super aus. In diesem Fall sitzt die Hose viel zu locker, schlabbert etwas und wirft Falten. Ein absolutes No-Go als Rennradfahrer. Die Beinabschlüsse rutschen hoch (schöne Bräunungsstriche bekommt man so nicht ;)). Die Specialized sitzt bombenfest, ohne jedoch einzuengen und macht auch materialtechnisch einen deutlich höherwertigen Eindruck. Ist also auch hier der Maloja-Hose weit überlegen.
Letzter Punkt: Die Hose ist (in grau zumindest) halbtrabsparent. Heißt: Rechts- oder Linksträger, Konturen - alles deutlich zu erkennen. Finde ich äußerst unangenehm und gehört sich eigentlich nicht mehr bei Radhosen. Bei Specialized gibt's auch hier keinerlei Probleme (da deutlich dickeres und schwarzes Material).
Insgesamt also eher mittelprächtig. Keine schlechte Hose, aber für 105 Euro gibt es deutlich bessere Alternativen. Für die 50 Euro, die ich hier bei Amazon gezahlt habe, passt es dann wieder. Die Marke Maloja kann sich mit ihrem Nischendasein halt solche Preise erlauben. Vielleicht waren meien Erwartungen an diese Hose als ambitionierter RR-Fahrer auch etwas zu hoch, denn ich bin mir immer noch nicht sicher, ob es sich hier um eine RR- oder MTB-Hose handelt. Vielleicht fallen die RR-Hosen von Maloja ja passtechnisch etwas enganliegender und weniger schlabbrig aus. So jedenfalls werde ich in Zukunft dann lieber doch zu den bekannten Alternativn greifen (Specialized, Cannondale, Gore...). Naja, oder Maloja überzeugt mich styletechnisch doch wieder zum Kauf (manchmal gilt halt function follows style) ;).


Sometimes The Blues Is Just A Passing Bird
Sometimes The Blues Is Just A Passing Bird

3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unterirdische Soundqualität, 17. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wie bei den anderen Alben vom TMOE scheinbar auch, ist hier die Soundqualität einfach unfassbar schlecht. Ich habe das Album mehrmals auf einschlägigen Videoprtalen im Netz gehört, bevor ich es mir dann letztlich auch käuflich zulegen wollte. Als ich dann den Play-Butoon gedrückt habe, traf mich fast der Schlag. Die Qualität ist unterirdisch. Es rauscht permanent, die Aufnahme ist mal zu laut, mal zu leise, die Gitarre klingt blechern, ohne jeglich Wärme, die Stimme schmerzt in den Ohren. Das ist eine Frechheit. Wie kann es sein, dass ich 5 Euro zahle und dafür minderwertigere Ware bekomme, als wenn ich einfach das nächstgrößere Videoportal anschmeiße? Das ärgert mich und dem TMOE und seiner wundervollen Musik wird damit wohl auch nicht geholfen sein. Da schießt die viel beweinte Musikindustrie sich letztlich doch selbst ins Bein. Für mich völlig unverständlich und es tut mir weh, dem von mir verehrten Künstler mit dieser Rezension nicht gerecht werden zu können.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 24, 2015 11:51 PM CET


In Rolling Waves
In Rolling Waves
Wird angeboten von Side Two
Preis: EUR 8,07

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ruhig und eingängig, aber arm an Höhepunkten., 22. September 2013
Rezension bezieht sich auf: In Rolling Waves (Audio CD)
Als großer Fan des letzten Albums, dessen herausragende Songs "Young Blood" und "Punching in a Dream" mich immer noch euphorisieren (perfekte Songs zum Laufen), war ich unfassbar gespannt auf das neue Album (man hat ja auch lange warten müssen). Die Vorab-Veröffentlichung "Hearts like ours" hat mich bereits ziemlich begeistert und war bei mir in den letzten Tagen in Dauerschleife (von dem nicht enden wollenden Ohrwurm ganz zu schweigen). Entsprechend groß war die Vorfreude auf das ganze Album, genauso hoch leider aber auch die Fallhöhe. Das Album ist m. E. nicht so schlecht, wie einer meiner Vorredner es empfunden hat, aber es ist auch lange nicht so gut wie die erwähnte Singleauskopplung oder das Vorgängeralbum. Tatsächlich habe auch ich mich dabei ertappt, dass ich die Übergänge zwischen den Songs nicht mitbekommen und mich gefragt habe, wann denn endlich der nächste Song anfängt, dabei aber schon 3-4 Titel durchgelaufen waren. Höhepunkte sucht man nach dem zweiten Song "Hearts like ours" in der Tat vergebens, es plätschert alles sehr ruhig und ein wenig nichtssagend daher. Von der Euphorie der oben erwähnten Songs des Vorgängeralbums ist leider nichts geblieben. Keine Energie, keine Spannung, kaum Aha-Erlebnisse. Stattdessen ein ruhiger, melancholischer Pop-Elektro-Mix, der irgendwie nicht recht zünden will. Das an sich ist wirklich keine drei bis vier Sterne wert, aber insgesamt muss ich festhalten, dass ich das Album dennoch nicht gänzlich aus meinem MP3-Player verbannt habe. Einige Passagen haben durchaus etwas Entspannendes und sind in ihrer melancholischen Grundstimmung eine passende Hintergrundmusik für graue und regnerische Herbsttage. "Rolling waves", "I kill giants", "What we want" und "A small reunion" z.B. reißen mich jetzt nicht völlig vom Hocker, setzen sich aber durchaus nach einiger Zeit (es braucht tatsächlich ein paar Durchläufe) in den Gehörgängen fest und wecken das Bedürfnis, sie nochmal anzuhören. Und das macht in meinen Augen die Qualität guter Musik aus. Wirkten mir einge Songs des Vorgängeralbums noch zu sperrig und waren bloße Lückenfüller für die wenigen herausragenden Songs, ist hier das Album in seiner Ganzheit deutlich eingängiger und insgesamt stimmiger.
Mein Gesamtfazit schwankt also irgendwo zwischen "Soundbrei, langweilig und arm an Höhepunkten" und "Eingängig, entspannend und passend melancholische Untermalung grauer Herbsttage". Mit zunehmender Hördauer tendiere ich zu letzterem, rein aus Bauch- bzw. Hörgefühl heraus, denn sonst wäre das Album längst wieder in den Weiten meiner Festplatte verschwunden - das ist aber bisher noch nicht in Sicht. Zusammenfassend also ein etwas besseres Drei-Sterne-Album, das mit zunehmender Hördauer und durch den einen Überssong "Hearts like Ours" auch durchaus in die 4 Punkte rutschen könnte. Dafür ist es z.Z. insgesamt aber einfach noch zu dünn und substanzlos.

*Edit (08.01.2014): Das Album läuft immer noch, "What we want" hat sich sogar zu einem meiner Lieblingslieder der letzten Wochen entwickelt. Grund genug also, dem Album den vierten Stern zu verleihen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 22, 2013 9:20 PM MEST


Another Year of Disaster
Another Year of Disaster

5.0 von 5 Sternen Perfekte Symbiose aus Wut und Melancholie, 30. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Another Year of Disaster (MP3-Download)
Als Blindkauf ließ ich mich vom Album überraschen und hatte keine großen Erwartungen. Bereits nach dem ersten Hören stand dann aber schon fest, dass das Album so schnell nicht wieder aus meinen Gehörgängen verschwindet. Ungezügelte Wut trifft auf melancholische Meldodiebögen und kreischenden Leadgitarren. Die Mischung aus überwiegend kreischendem, hin und wieder growlenden sowie cleanen Gesang ist genau richtig, nichts wirkt deplatziert oder beginnt nach einiger Zeit zu nerven (wie bei anderen Bands oft der Fall). Bei einigen Songs kann man sich kaum noch ruhig halten, wenn die geballte Wut aus dem Sänger herauskreischt, bei anderen grölt man laut den hymnehaften cleanen Chorus mit. Ohne bewusst auf den Text geachtet zu haben, habe ich den Eindruck, dass es bei mehr als der Hälfte der Songs um unbeliebte Ex-Freundinnen geht. Zumindest die häufiger auftauchenden Kraftausdrücke üblerer Sorte weisen darauf hin. Das erklärt wohl die wütenden Ausbrüche, ebenso aber auch die melancholische Grundstimmung, die sich durch das Album zieht. Ersteres erinnert mich - auch gesangstechnisch - stückweise an Refused ("New Noise" ist wohl der Song, der dem Album am nächsten steht) und zweiteres an die älteren Alben von Dark Tranquillity. Insgesamt kommt die Band aber sehr eigenständig daher, wirkt unbekümmert frisch und originell. Immer wieder gibt es Aha-Effekte zu bestaunen, die sich im Gehirn festsetzen und die man unbedingt nochmal hören will (spontan fällt mir der partytaugliche Schlachtruf und cleane Gesang im Mittelteil von "Caution! Boys Night out!" ein).
Ein durchweg gelungenes Album, bei dem ich keinen Anspieltipp geben kann, da eigentlich jeder Song stark ist und seine besonderen Momente hat. Freue mich darauf, mehr von den Jungs zu hören!


Rise Or Die Trying
Rise Or Die Trying
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Überalbum!, 11. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Rise Or Die Trying (MP3-Download)
Auf Four Year Strong bin ich über die Pop-Punker von New Found Glory gestoßen. Das Album hat zu Beginn mehrere Hördurchläufe gebraucht, bis es gezündet hat - dann aber so richtig! Es gibt eigentlich keinen einzigen Ausrutscher auf diesem Album, jeder Song macht Spaß. Bereits das Intro und der folgende Song "Prepare to be..." zeigen die Richtung an, in die es geht und fetzen richtig los. Verdammt guter und ungewöhnlich passend abgestimmter zweistimmiger Gesang, der zwischen partytauglichen Hymnen, metalartigen Growls und punkiger Unbekümmertheit schwankt. Auch musikalisch bewegt man sich spielend leicht zwischen Punk, Easycore und etwas härterem Geschrubbe. Dabei wird man immer wieder von ausgefallenen Wendungen überrascht, ertappt sich beim Mitgröhlen von epischen Refrains oder bei Mitbangen vereinzelter Breakdowns und Riffs. Ich bin auch schon alleine tanzend durch mein Zimmer gehüpft, das Ding macht einfach nur Laune. Langweilig ist das Album trotz 3 Wochen Dauerrotation immer noch nicht. Und mit "Heroes get remembered, legends never die" sowie "Bada Bing! Wit' a pipe!" sind zwei herausragende Songs am Start, die an Ideenreichtum und Ohrwurmcharakter mit zu dem besten zählen, was ich in dieser Musiksparte (und überhaupt) bisher zu hören bekommen habe. Unbedingt anspielen!
Insgesamt für mich die Entdeckung des Jahres. Leider konnten die restlichen Alben nicht ganz mithalten. Ich befürchte aber, dass dieses Album das Over-the-Top-Referenzalbum bleiben wird - es ist einfach außergewöhnlich stark!


Strellson Baker Street Billfold Q7 4010000047 Herren Geldbörsen 9.5 x 10 x 2.5 cm (B x H x T)
Strellson Baker Street Billfold Q7 4010000047 Herren Geldbörsen 9.5 x 10 x 2.5 cm (B x H x T)
Preis: EUR 29,85 - EUR 35,95

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Von Strellson hätte ich mehr erwartet., 14. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich bin eigentlich kein fleißiger Schreiber von Rezensionen, aber hier möchte ich den ein oder anderen doch vor einem eventuellen Fehlkauf bewahren.

Als Geldbörse-in-der-Jeans-Träger war ich auf der Suche nach einer kleinen und schmalen Geldbörse, in der ich das Nötigste (ein paar Karten, Kleingeld und Scheine) verstauen kann, dabei aber nicht mit einer riesen Beule in der Jeanstasche rumlaufen muss. Die Strellson-Geldbörse schien dafür genau richtig zu sein. Klein, handlich und kompakt, dabei aber genügend Raum für alles Benötigte (wichtig: der alte Perso passt nicht!). Auch die Farbe (Braun) und die Used-Optik sowie die kleinen Details (Slots für Plektron, SD-Karte und Einkaufschip) sind nett. Leider ist sie dabei nicht ganz so schmal wie erhofft, aber irgendwo muss man Kompromisse eingehen (die echte Alternative wäre hier ohnehin nur eine Geldbörse ohne Münzfach). In netter Verpackung und mit recht intensivem Ledergeruch (nicht so mein Fall) machte das Portemonnaie zunächst einen ordentlichen, wenn auch qualitativ nicht ganz so soliden Eindruck.

So weit, so gut. Was aber bei einem Produkt dieses Preises und von der eigentlich eher im oberen Qualitätssegment angesiedelten Marke Strellson außerordentlich überrascht, ist die erschreckend schlechte Verarbeitung und Qualität im alltäglichen Gebrauch. Schon nach ein paar Tagen lösten sich erste Nähte, das Material nahm zudem extrem schnell Konturen und Umrisse von Hosen, Münzen, Karten usw. an und sah entsprechend schnell ziemlich abgegriffen aus. Ich hielt das für anfängliche "Kinderprobleme" und Eigenheiten der "Used-Optik", die sich im Laufe der Zeit legen bzw. nicht mehr stören würden. Nach etwa einem halben Jahr (harmloser) alltäglicher Nutzung sieht die Geldbörse mittlerweile völlig abgewetzt und verschlissen aus. Das könnte ich noch verkraften, schlimmer ist jedoch, dass sich immer weiter und immer mehr Nähte lösen. Einige Kanten sind mittlerweile richtig "aufgequollen", überall hängen Fasern und Nähte heraus.

Das ist wirklich äußerst schade. An sich habe ich die Geldbörse gerne getragen, Design und Funktionalität haben mich grundsätzlich zufrieden gestellt. Aber da ich mittlerweile Angst habe, dass sich die Geldbörse bei weiterem Gebrauch vollends auflöst und die ständig neu aufgehenden Nähte sowie die mittlerweile etwas übertriebene "Used-Optik" zusätzlich noch hässlich und störend sind, wurde sie aussortiert. Mehr als zwei Sterne kann ich deshalb nicht geben, da enttäuscht mich die Qualität (v.a. in Relation zum Preis und zum Markenimage) doch zu sehr (vorher hatte ich jahrelang eine günstige Esprit-Geldbörse, die hier deutlich besser abschnitt).

Als Alternative nutze ich nun eine schmale Geldbörse von Calvin Klein mit Clip. Zwar gefällt mir die Clip-Variante nur bedingt (v.a. bzgl. Alltagstauglichkeit), aber qualitativ liegen Welten zwischen beiden Produkten.


A Sombre Dance
A Sombre Dance
Preis: EUR 8,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Konventioneller, aber immer noch wunderschön., 23. November 2010
Rezension bezieht sich auf: A Sombre Dance (MP3-Download)
Der Vorgänger "Somnium Obmutum" hat mich wie aus dem Nichts völlig umgeworfen. Epische, wunderschöne melancholische Stücke die v.a. durch ihre unkonventionelle Instrumentalisierung und geduldige Arrangierung beeindrucken. Keine überzogenen Klanggewalten, keine gehetzten Eintags-Ohrwurmsongs, keine aufgewärmten Klichees (wie man das gerade im Gothic/Black Metal-Bereich leider zu Genüge vorgesetzt bekommt), einfach nur traumhafte und perfekt inszenierte Melodiebögen, die durch die vereinzelt einsetzende metallische Härte an zusätzlichem Reiz gewinnen.
Mit ähnlichen Erwartungen ging ich also auch an den Nachfolger und wurde weder bestätigt, noch wirklich enttäuscht. Auf den Punkt bringt es die Überschrift: Die Musik ist deutlich konventioneller, büßt aber nichts von ihrer Schönheit und Melancholie ein. Die Stücke sind kürzer und prägnanter, die Instrumentalisierung und Arrangierung ein gutes Stück konventioneller, die Stimmung etwas weniger "verträumt" als beim Vorgänger. Es wird mehr nach dem "typischen" Gothic/Black Metal-Schema zu Werke gegangen, d.h. prinzipiell ein größerer Anteil an metallischen Elementen, an wechselndem Kreisch- und Frauengesang und sich abwechselnden ruhigen und geschredderten Passagen. Der "Wow"-Effkt des völlig Unbekannten des Vorgängeralbums bleibt damit i.d.R. aus. Das hat mich am Anfang doch etwas gestört, mitterweile (nach hunderten Hördurchläufen) muss ich aber festhalten, dass dieses Album dem Vorgänger nur wenig nachsteht. Die Stücke gehen (mal mehr, mal weniger) ineinander über, das Album ist also gemäß der Aufmachung (Chapter) auf jeden Fall auch eher als Gesamtkunstwerk zu sehen denn als eine Zusammenstellung mehrerer Einzelstücke. Die Atmosphäre ist sehr ruhig und melancholisch. Einige Ausschnitte gehören mit zu dem wunderschön-traurigsten, was ich bisher gehört habe (insb. Chapter IX, da kommen mit nach 1-2 Minuten fast jedes Mal die Tränen - ein Übersong!). Klavier und gezupfte akustische Gitarre dominieren die ruhigeren Passagen. Dabei sind offensichtlich Leute am Werk, die ihr Handwerk verstehen, denn nur selten sind die Melodien abgenutzt oder die Kompositionen lieblos oder eindimensional arrangiert.
Also, wer einfach mal knapp 50 Minuten abschalten und in melancholischen Stimmungen schwelgen möchte, dem sei dieses Album wärmstens empfohlen. Der reizvolle Klassik-/Metal-Mix, für den üblichen Standard immer noch äußerst unkonventionell und vielschichtig arrangierte Kompositionen und vor allem wunderschöne Melodien laden bestens dazu ein!


Night
Night

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wuchtiges Zauberwerk!, 16. November 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Night (MP3-Download)
Ich kann mich noch genau erinnern, als es "Klick" gemacht hat. Ich saß am Schreibtisch, eigentlich mit meiner Examensarbeit beschäftigt, und hatte nebenbei Gazpacho mit Night laufen. Irgendwann in der Mitte des Albums hatte ich jegliches Zeit- und Raunmgefühl verloren, ich war völlig im Bann der Musik gefangen, den Rechner und die Examensarbeit nahm ich überhaupt nicht mehr wahr. Selten hat mich Musik so unvermittelt völlig um- und aus der Bahn geworfen. Die melancholisch-träumerische Atmosphäre des Albums, die leichten und schwerelos scheinenden Melodiebögen, die einzigartige gefühlvolle Stimme, die überraschenden und originellen Wendungen, die einen mitten aus dem Nichts direkt ins Gefühlszentrum treffen - das alles hatte ich in dieser Intensität noch nicht erlebt. Eine große Stärke des Albums ist es dabei wohl, dass es sich Zeit nimmt. Ganz allmächlich und in aller notwendigen Ruhe wird mit "Dream of Stone" ins Album eingestiegen. Es braucht lange, bis ein erster Höhepunkt durch das Geigensolo gegen Ende des Songs auftritt. Auch danach gibt es immer wieder längere, ruhigere Phasen, die einen gewissermaßen wie auf einer Wolke in gemächlichem Tempo zum nächsten musikalischen Höhepunkt schweben lassen. Ich habe das Gefühl, dass das Album dadurch spürbar an Intensität gewinnt. Keineswegs wirkt es langweilig, viel eher wird man eingelullt und -gefangen in die träumerische Musikkulisse des Albums. Umso mehr lassen einen dann überrauschende instrumentale Arrangements (der Beginn und das Ende von Massive Illusion bspw.) atemlos zurück und lösen langfristig einen richtigen Suchteffekt aus. Wochenlang konnte ich das Album nicht aus der Hand legen. Es mag einige Hördurchläufe dauern, bis es tatsächlich "Klick" macht, dann allerdings wird man u.U. mit einem einzigartigen Gefühlserlebnis belohnt.
Eine vergleichbare Wirkung hatten leider weder die anderen Gazpacho-Alben (die mich im Gegenteil sogar tlw. recht kalt ließen) noch andere Alben dieser oder anderer Musikrichtungen. Ich bin seitdem ein ewig Suchender, der verzweifelt dieses Hörerlebnis noch einmal heraufbeschwören möchte. Ob es nun tatsächlich nur die Musik war, oder ob vielleicht andere Umstände ihren Teil dazu beigetragen haben: Night von Gazpacho wird wohl eines meiner persönlichen Jahrhundertwerke bleiben.

P.s.: Bevor jetzt einer kritisiert: "Mensch, der hat uns doch gar nicht erzählt, wie die Musik sich überhaupt anhört", sei angemerkt, dass unabhängig von der Musikrichtung und Instrumetalisierung Hörerlebnisse ohnehin nur subjektiv zu beurteilen sind. Ich kann nur meine Empfindungen weitergeben und hoffen, dadurch Interesse zu wecken. Und knapp fünf Euro sind allemal einen "Riskiokauf" wert.


Somnium Obmutum
Somnium Obmutum
Preis: EUR 3,96

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ganz große Kunst!, 9. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Somnium Obmutum (MP3-Download)
Auch ich bin, wie mein Vorredner, durch völligen Zufall auf diese CD gestoßen. Und auch mich hat es nach den ersten Durchläufen förmlich erschlagen, so großartig ist diese CD. Unfassbar, dass eine CD dieser Größe dermaßen unbekannt ist.
Es ist nicht die Komplexität oder die Vielschichtigkeit, die man hinter den epischen Längen der einzelnen Stücke vermuten könnte (wie dies z.B. bei vielen Bands aus der Progressive-Szene der Fall ist), die diese CD so besonders macht. Ganz im Gegenteil, in den meisten Fällen wird die Musik von einzelnen, sich abwechselnden Melodielinien und Instrumenten getragen (oft sogar durch Pausen voneinadner getrennt). Immer wiederkehrende melodische Motive in unterschiedlicher instrumentaler Ausführung prägen die beiden langen Stücke (die kürzeren können eher als Art Präludien interpretiert werden). Die instrumentale Vielfalt ist dabei ebenso vielfältig wie außergewöhnlich: Flöte, Orgel, Cembalo, Klavier, Laute und einige Instrumente, die ich nicht identifizieren kann. Die Stimmenvielfalt reicht über Gegrunze und Gekreische bis hin zu glockeklarem Frauengesang. Das Tempo ist in den meisten Fällen sehr gemäßigt, episch in aller Bandbreite dahinfließend.
Was sich für viele jetzt vielleicht auf den ersten Blick wie eine langatmige, dahintplätschernde CD mit Gothic/Black Metal - Anleihen lesen mag, entpuppt sich ganz im Gegenteil als atmosphärisch dichter, von epischer Melancholie getragener Ausflug in traumhaft schöne Melodielandschaften. Die Musik ist zu keiner Sekunde langweilig, vielmehr fühlt man sich am Ende der CD aufgeschreckt von der plötzlichen Stille, mit der man aus dem Bann der musikalischen Traumlandschaft gerissen wird. Estatic Fear schaffen es von der ersten Sekunde an, mich durch die schwermütigen, sich in aller notwendigen Geduld entfaltenden musikalischen Motive in den Bann zu ziehen.
Ich keine Empfehlung für bestimmte Gruppen von Leuten aussprechen. Aber wer das Gefühl liebt, sich in ruhigen, melancholischen Musiklandschaften fernab jeglicher Hektik, Profilierungs- und Spielwut dahintreiben zu lassen, dem sei diese CD ans Herz gelegt. Es ist einzig die Kraft der Melodien, die den Reiz dieser CD ausmacht - sonst nichts!
Ein Vergleich sei an dieser Stelle erlaubt: Empyrium - "Where at Night the Wood Grouse Plays" ist von ähnlicher Art.


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