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ntav (Passau)

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Flugverbot: Die Lebenden Steine von Jargus
Flugverbot: Die Lebenden Steine von Jargus
von Barbara Slawig
  Taschenbuch

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ruhiger SF-Krimi mit feiner Psychologie, 8. Oktober 2012
Der erste Satz:

Verehrte Gäste, die Standortkommandatur der Volganischen Flotte und die Leitung der örtlichen Hospederia heißen Sie in der planetaren Station von Jargus II willkommen.
(Das ist der Anfang von so einer Art Vorwort, die Handlung beginnt mit:
Der dicke Mann vor David Woolf trug eine zu enge Jacke.)

Inhalt:

Kommissar Woolf wird auf den Mond Jargus geschickt, um dort – einen ganz anderen Auftrag vorgebend – herauszufinden, ob die Probleme mit dem Computersysteme einer Forschungsstation auf Sabotage des Feindes zurückzuführen sind … Was er dann tatsächlich herausfindet, ist ein kompliziertes zwischenmenschliches Drama.

Eindruck:

Hintergrund der Handlung ist eine Art Kalter-Krieg-Szenario … Die Republik Volga hat sich nach einem Bürgerkrieg von dem alten Regime, gegen das sie erst rebellieren mussten … also vom sogenannten „Synarchon“ getrennt. Im Synarchon errechnen Hochleistungscomputer die Auswirkungen jeder Aktion und verbieten schon mal gewisse Handlungen … wenn sie zu dem Ergebnis kommen, dass es ein schlechtes Ende nehmen könnte (ja, das klingt schon ein bisschen nach Orwell und Huxley…) In der Republik Volga sind dementsprechend solche (gefährlichen…) Computer komplett verboten … die Regierung besteht stattdessen aus einem zerbrechlichen Gleichgewicht aus militärischer und ziviler Verwaltung. Um rätselhafte Störungen im Rechnernetzwerk einer volganischen Forschungsstation aufzuklären – und herauszufinden, ob Sabotage vorliegt – entsendet man den frischgebackenen Kommissar und ehemaligen Offizier Woolf. Dort findet er sich schnell in eine verzwickte, sowohl politisch wie auch menschlich komplizierte Situation verstrickt. Der Kommandant lässt eine Frau festsetzen, die früher mal mit ihm für die Republik gekämpft hat, sie dann aber (… scheinbar …) an den Gegner verriet. Wer hier zu wem loyal steht und nicht, wird langsam immer undurchschaubarer … bis am Ende fast alles fast ganz anders ist, als es zunächst schien … fast wie im wirklichen Leben also (hey, dreimal „fast“ in einem Satz … passt scho‘).

Was Verlag und Autorin geritten hat, das Buch Flugverbot zu nennen, bleibt völlig unbegreiflich… Niemandem wird irgendein Flug verboten … auch die Lebenden Steine des Untertitels spielen eine völlig untergeordnete Nebenrolle (indem sie die Daseinsberechtigung der Station liefern). Aber da der Roman eine Odyssee hinter sich hat, mag das entschuldbar sein … zunächst gab es eine Test-Ausgabe im Eigenverlag … kurz nach der Publikation bei Haffmans verhinderte die Pleite des Verlags die weitere Auslieferung … eine bei Heyne fest eingeplante Taschenbuchausgabe wurde sehr kurzfristig aus dem Programm geworfen, obwohl es bereits ein Cover gab (das man im Internet noch finden kann) … und dann kam das Buch bei Argument heraus (es gibt also drei Versionen des Titelbildes).

Gern wüsste man mehr über diese kristallinen Lebewesen, die vorzugsweise die Batterien vorbeikommender Astronauten (und tief fliegender Raumschiffe) leersaugen … aber die Steine interessieren nur am Rand und könnten auch durch … sagen wir … vampirische Flugfrösche ersetzt werden. Die Autorin wirft einfach ihre Figuren in das von ihr erdachte Szenario aus zwei unvollkommenen Utopias wie Zierfische in ein Aquarium … und beobachtet, wie sich ihre Versuchsfische … äh … Personen … darin verhalten. Das erreicht immer wieder die Intensität eines „Kleinen Fernsehspiels“ im ZDF-Nachtprogramm (in den 90er Jahren … als die noch gut waren), ohne jemals dröge zu werden. Wer also action sucht, wird hier kaum welche finden … obwohl die Szenen nach dem knapp überlebten Flugzeugabsturz zeigen, dass die Verfasserin auch das drauf hätte … aber man findet hier ein Kammerspiel, das geschickt montiert ist und spannend allein wegen der Charaktere und ihren Verstrickungen bleibt. Allein, wie die (Geschlechter)Rollen vertauscht werden, der Kommissar als weich, auf friedliche Konfliktlösung versessen und verständnisvoll daherkommt, während Jeanne gern mal wortkarg und schroff bleibt und Männer verprügelt … macht das Buch zu etwas Besonderem (ohne in feministisches Gebrabbel zu verfallen).

Fazit

Ein Lesetipp für Leute, die ihr Hirn beim Lesen auch benutzen wollen … und in der Lage sind, das ich-muss-jetzt-tausend-Seiten-schaffen-Lesetempo auf eine Hier-ist-jedes-Wort-wichtig-Aufmerksamkeit zu drosseln.


Robocalypse. Roman
Robocalypse. Roman
von Daniel H. Wilson
  Broschiert

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Autor ruft nach einem Filmproduzenten..., 8. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Robocalypse. Roman (Broschiert)
Ein Autor ruft nach einem Filmproduzenten, indem er einen Roman schreibt, dessen viele Episoden nahe an einem Drehbuch sind. Zum Inhalt ist genug gesagt worden, mir geht es hier um die literarische Form.

Einige Episoden schildern einfach nur - mit wechselnder Einprägsamkeit - die verschiedenen Varianten, mit denen aufständische Maschinen Menschen abmurksen könnten. Die wirken oft ein bißchen wie aus Stephen Kings Film Rhea M - Es begann ohne Warnung abgeschaut (ja, der hat auch mal als Regisseur gearbeitet). Die übrigen Episoden bilden den typisch amerikanischen Heldentaten-Brei, den Hollywood so gerne verfilmt. Dauernd wachsen sie über sich hinaus, opfern sich für ihre Liebsten oder entkommen in letzter Sekunde. Vollends kitschig wird's gegen Ende, wenn "freie Roboter" auftauchen, wo doch vorher ständig davon die Rede war, daß Archos alle Maschinen beherrscht. Und genau diese freien Roboter zelebrieren dann den Endkampf und siegen unter Verlusten, man würde Tränchen zerdrücken, wenn das Kalkül nicht so durchsichtig wäre.

Mr. Wilson möchte seinen aufgeblasenen Episodenroman gern verfilmt sehen und richtig Kohle verdienen. Dafür opfert er bedenkenlos die wenigen wirklich gut gelungenen Figuren und Szenen, dreht die Handlung mittels eines völlig unglaubwürdigen Deus-ex-machina-Tricks um und liefert statt eines guten Romans eine Hollywood-Steilvorlage.

Scheint funktioniert zu haben. Im Internet kursieren Nachrichten über einen Kinostart im Jahre 2014. Wer Regie führt? Na, Spielberg natürlich, der Fachmann für die Tränen in den Schlußminuten.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 5, 2013 8:12 PM CET


Interstellare Odyssee
Interstellare Odyssee
von Detlef Köhler
  Taschenbuch

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Achtung bei vielen Fünf-Sterne-Rezensionen!, 7. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Interstellare Odyssee (Taschenbuch)
Am besten schaut man sich einmal an, was diese Amazon-Kunden sonst so rezensiert haben. Die Kollegen "Torsten Koplin", "Lara Krause", "Marcus Schwarz", "Andy" und "Agent 007" haben allesamt bisher ausschließlich Detlef-Köhler-Publikationen bewertet, und zwar immer mit fünf Sternen. Eine fleißige Familie? Viele Arbeitskollegen? Man weiß es nicht. Jedenfalls stammen von diesen Köhler-Fans die Höchstbewertungen. "Jens Adam" hat auch 5 Sterne gegeben, aber der hat in allen seinen 16 bisher veröffentlichten Rezensionen exakt denselben Text verwendet - wie ernst kann man das schon nehmen.

Alle "echten" Rezensenten sehen das Buch kritisch bis sehr kritisch.
Und genau denen muß auch ich mich anschließen.

Der Roman - eher eine überlange Erzählung mit vielen Charakteren - wirkt wie aus vergangenen Jahrzehnten durch ein Zeitloch gefallen. Am Autor sind Dinge wie Figurenzeichnung, Dialogtechnik oder Stimmungsaufbau komplett vorbeigegangen. Er läßt eine Woge technischen Geredes nach der anderen auf den Leser los. Das muß man sich vorstellen wie in den Star-Trek-Episoden, in denen alles durch irgendeine gelehrt klingende, aber völlig aus der Luft gegriffene "Erklärung" aufgelöst wird (Scotty machte es nur selten, aber Geordi LaForge sehr oft). Die Star-Trek-Fans haben dafür das Wort "Technobabble" erfunden, und genau daraus besteht der größte Teil dieses Buches.

Wenn das alles nicht so langweilig wäre ... würde es immer noch keinen guten SF-Roman abgeben. Denn der Autor beherrscht auch Rechtschreibung und Grammatik nur oberflächlich, setzt Satzzeichen nach Gutdünken und läßt auch schon mal Punkte am Satzende weg. Wenn sich die Charaktere in der wörtlichen Rede ansprechen, schreibt Köhler Du und Deine und Ihrer. Groß. Das macht man aber nur in Briefen. In einem belletristischen Text ist es einfach falsch. Und peinlich.

Noch ein paar Kostproben?

* "... warf Ines in ihrem tschechischem Akzent ein, der immer dann besonders doll durchbrach, wenn sie aufgeregt war ..." Da gruselt sich der doppelte Dativ besonders doll.
* "... die Szenerie hatte etwas gespenstisches, gar klischehaftes ..." Substantivierte Wörter hingegen werden groß geschrieben ... und auch nach neuer Rechtschreibung schreibt man Klischee mit zwei e.
* "Auf einem Planeten Namens Mercury ..."

Daß Köhler sich einfach die Ramiren aus Snegows Menschen wie Götter klaut, paßt zum Rest.

Verzichtbar.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 15, 2012 8:58 PM MEST


Der Unbesiegbare
Der Unbesiegbare
von Stanislaw Lem
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassischer SF-Roman,, 28. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Unbesiegbare (Taschenbuch)
Erster Satz: Der "Unbesiegbare", ein Raumkreuzer der schweren Klasse, das grösste Schiff, über das die Flottenbasis im Sternbild der Leier verfügte, durchflog mit Photonenantrieb den äußersten Quadranten der Sterngruppe.

Inhalt

Ein Raumschiff wird ausgesandt, um nach dem Verbleib seines Schwesterschiffes zu fahnden, der "Kondor". Man findet es relativ rasch .. allerdings wirft sein Zustand mehr Fragen auf, als er beantwortet. Die "Kondor" steht völlig unbeschädigt auf dem Planeten herum. Die Besatzung ist tot ... die meisten sind verhungert, obwohl ausreichend Lebensmittel an Bord sind. An einigen Stellen im Schiff wurde sinnlose, unbegreifliche Gewalt angewendet ... waren da Wahnsinnige am Werk? ... Angebissene Seifenstücke ...? Man vermutet, dass irgendeine äussere Einwirkung nicht nur die Erinnerungen, sondern auch die Persönlichkeitsstruktur der Leute ausgelöscht hat ... so dass nur ihre niederen Triebe übriggeblieben sind ... Ebenfalls sehr merkwürdig ist, dass es an Land zwar Spuren einer hochentwickelten Zivilisation, aber keinerlei Leben gibt, im Wasser jedoch sehr wohl ... dieses Rätsel klärt sich, als man winzige Metallmaschinchen findet, die sich bei Bedrohung zu grösseren Aggregaten zusammenschliessen können. Die Hirnströme der Menschen locken sie an ... und mit strudelnden Magnet-Wirbeln entfernen sie alle Gedächtnisinhalte aus dem menschlichen Gehirn. Offenbar stammen diese Wolken von einer untergegangenen Hochkultur ab, deren Kampfmaschinen sich im Lauf einer Jahrmillionen währenden toten Evolution zur effektivsten aller tödlichen Waffen entwickelten ... und alles Landleben vernichtet haben. Auf der Suche nach einigen verlorengegangenen Besatzungsmitgliedern schickt man einen schwerbewaffneten Roboter namens Zyklop los, der in einem immer weiter eskalierenden Gefecht mit Unmassen von Wolkenpartikeln schwer beschädigt wird ... und am Ende zerstört werden muss, da er durchdreht. Rohan, die Hauptfigur des Buches, zieht mit einer Art Elektro-Tarnkappe los, die sein Hirn abschirmt ... und findet die Vermissten - sie sind tot ... alle miteinander "Kollateralschäden" der irrsinnigen Schlacht mit dem Zyklopen. Alle Versuche, die Wolken zu schlagen, sind sinnlos ... und das Raumschiff entfernt sich wieder von dem Planeten, der die Menschen offenbar nichts angeht.

Fazit

Sehr stimmungsvoller Roman, dessen Schilderungen jener fremden Welt sich tief einbrennen ... die Atmosphäre eines Planeten, der dem Adjektiv "menschenfeindlich" eine ganz neue Bedeutung verleiht, ist einfach atemberaubend. Ganz im Gegensatz sind die Menschen völlig hilflos der fremden Macht gegenüber, bleiben auf ihre Reaktionen beschränkt. Es ist ein Gedankenmodell ... schon im Einleitungssatz weist Lem darauf hin ... das Sternbild der Leier existiert ja nur in unserer Einbildung, in Wirklichkeit sind die betreffenden Sterne irre weit voneinander entfernt. Die Personen - durchweg Männer - sind reduziert auf ihre Funktionen ... und genau deshalb wirken sie angesichts des Mysteriums immer kleiner und zerbrechlicher. Während die "Fliegen" der Gipfel technischer Evolution sind, hantieren die Menschen mit Sternkarten, Lochbändern und dergleichen Retro-Kram herum, als wäre ihr Raumkreuzer sowas wie Hightech-Steampunk ... aber nein, der Roman ist von 1964 und atmet den Geist der Zeit. Der Geschichte tut das keinen Abbruch (und hat Anfang der 60er sonst noch jemand über Schwarmintelligenz nachgedacht ...?). Die im Antimaterie-Einsatz mündende Schlacht des Zyklopen wiederum ist ... wow. Vergesst Military-SF. Und der wahre Unbesiegbare ist am Ende nicht das kläglich wieder abziehende Raumschiff ... sondern Rohan, der praktisch nackt mehr erreicht als alle menschengemachte Technik zusammen.

Gesamteindruck

Wenn sich am Ende eines Buches der Leser ernsthaft fragt, ob es tatsächlich Grenzen des moralischem Handeln gibt - angesichts einer komplett amoralischen Umwelt - dann ist das grosses Kino. Eine Übung in Demut. Wer den "Unbesiegbaren" nicht gelesen hat, sollte nicht über SF reden dürfen.


Timeless
Timeless
Preis: EUR 19,48

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ja, sie klingen wie die alten Genesis. Die Musik aber ist neu, 14. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Timeless (Audio CD)
The Watch klingen schon immer wie die alten Genesis ... ist auch kein Wunder, schliesslich waren sie ursprünglich eine Genesis-Cover-Band. Allerdings benutzen die Italiener inzwischen das Sound-Gewand der Vorbilder nurmehr als Rahmen, in dem sie ihre eigenen Bilder malen.

Die Musik ist von Album zu Album eigenständiger geworden ... vermutlich haben sie deshalb auch ein paar Genesis-Nummern nachgespielt. Man traut's sich ja kaum zu sagen ... die klingen bald besser als die Originale.

Und - Blasphemie! - die eigenen Stücke müssen sich nicht verstecken, ja, sie überstrahlen teilweise das Genesis-Material ... Hier entwickeln ein paar hervorragende Musiker sich auf Basis von "Nursery Crime" und "Supper's Ready" weiter und immer weiter, was ihre Vorbilder, die damals Richtung Pop abgebogen sind, hier und da tatsächlich ein wenig ... alt aussehen lässt.


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