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Die Wiederentdeckung des Lebendigen: Erforschung der Lebensenergie durch Reich, Schauberger, Lakhovsky u.a.
Die Wiederentdeckung des Lebendigen: Erforschung der Lebensenergie durch Reich, Schauberger, Lakhovsky u.a.
von Bernd Senf
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,90

5.0 von 5 Sternen Die Lebensenergie als allumfassende antreibende Kraft des Universums, 20. Dezember 2016
Die Wiederentdeckung des Lebendigen: Erforschung der Lebensenergie durch Reich, Schauberger, Lakhovsky u.a. - Bernd Senf

Klappentext / Kurzbeschreibung des Buches]
Dieses Buch bringt den Leser auf den Weg zu altem Wissen. Wissen welches fast verloren ging. Wissen, das Jahrhunderte bestand und dann verdrängt, verleumdet und fast ganz vergessen wurde. Aber Menschen wie Reich, Schauberger, Lakhovsky setzten zur Erforschung dieses verschütteten Wissens nicht nur Lebenszeit, sondern auch ihr Leben ein, um dieses Wissen für die Menschheit nutzbar zu machen. Sie wurden dafür nicht honoriert. Dabei gab es bei diesen Biographien einen gemeinsamen unterdrückenden Faktor: Geldinteressen und jene, die hinter diesen stehen.

Über den Autor
Bernd Senf ist emeritierter Professor für Ökonomie, Reich-Kenner, Lebensenergieforscher und Bioenergetiker.
Von 1973 bis März 2009 lehrte er als Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule für Wirtschaft FHW Berlin. Seit April 2009 ist er nur noch frei schaffend tätig – mit Vorträgen, Seminaren, Workshops, Veröffentlichungen und der Begleitung zukunftsweisender Projekte. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in der allgemeinverständlichen Vermittlung wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Zusammenhänge. Sein besonderes Interesse gilt einem tieferen Verständnis lebendiger Prozesse und ihrem Verhältnis zur herrschenden Wissenschaft, Ökonomie, Technologie und Moral.

Eigene Zusammenfassung/Meinung
Die Informationen in diesem Buch sind faszinierend und bewusstseinserweiternd. Die versammelten Forscher und ihre Arbeiten von einem solchen Format, dass jeder Versuch, sie in einer Rezension angemessen zu würdigen, den Rahmen sprengt. Daher möchte ich mich auf die drei vorangestellten Forscher mit ihren wichtigsten Tätigkeiten und Entdeckungen in kurzer Weise konzentrieren.

Wilhelm Reich war ein österreichisch-amerikanischer Arzt, Psychiater, Psychoanalytiker, Sexualforscher, Soziologe, Entdecker der Lebensenergie und einer der begabtesten Schüler des Psychoanalyse-Begründers Sigmund Freud.

Als Sigmund Freud sich der Entdeckung der Lebensenergie annäherte und erkannte, dass die Befreiung der Sexualität aus ihren gesellschaftlichen Zwängen und gesellschaftlichem Druck, hin zu einer natürlich gelebten Sexualität, die Lösung für viele Neurosen war, warf ihm die Wiener Ärzteschaft und Öffentlichkeit Entsetzen zu. Er schwächte seine Theorie bewusst ab und postulierte später einen " Todestrieb im Menschen."

Reich wollte diese Wendung nicht mitmachen und behauptete, die Theorie des Todestriebs im Menschen experimentell wiederlegt zu haben. Er suchte weiter nach der Lebensenergie. Die innere lebendige Energiequelle, der biologische Kern des Menschen sei voller Liebes- und Kontaktfähigkeit, solange er nicht durch äusseren Druck gespalten werde. Damit zog er den Schleier eines ursprünglichen Todestriebes im Menschen, den Freud vor seine Entdeckung gezogen hatte, wieder beiseite.

- Reich fand Zusammenhänge zwischen psychischen und muskulären Panzerungen.
- Entwickelte den psychoanalytischen Ansatz zur charakteranalytischen Körperpsychotherapie und zur Vegetotherapie weiter. Er konnte sogar schwer Schizophrene von Symptomen befreien.
- Entdeckte den Zusammenhang von chronischer Erstarrung in bestimmten Körpersegmenten und unterdrückten Emotionen.
- Entdeckte die Orgonenergie als grundlegende Energie des Kosmos: Lebensenergie.
- Legte die Grundlagen für die wissenschaftliche Orgonomie.
- Machte die umwälzende Entdeckung der Biogenese.
- Legte die Grundlage für ein neues bioenergetisches Verständnis von Krebs.
- Wies unter dem Lichtmikroskop etliche Male den Prozess nach, wie sich die Bionen als kleinste Bläschen von lebenden und nicht lebenden Gebilden ablösen, sich spontan zu neuem Leben hin organisieren und strukturieren.
- Wies unter dem Lichtmikroskop den Prozess der Bionen genau nach. Ihre Strömungsbewegungen und ihre Pulsation, bis daraus ein lebender Einzeller hervorging.
- Wies mit nahezu leblosen Ausgangssubstanzen nach, dass sich auch aus Leblosem kleinste Bläschen absetzen, und dass bei ihnen mit ihrer Bewegung zu neuem Leben hin ein Strahlungsfeld von intensivem, bläulichem Licht im Innern und um sie herum entsteht. Nach ihm Ausdruck einer bioenergetischen Ladung, die als treibende Kraft die spontane Selbstorganisation von neuem Leben bewirkt.
- Fand unter dem Lichtmikroskop bei Einzellern die Entsprechung des Lust-Extraktion und Angst-Kontraktion Musters. Wurde ein Reiz auf das Plasma wiederholt, ging es immer länger, bis es aus der Erstarrung herauskam, bis es ganz erstarrte und starb.
- Sah, dass sich der Zerfall pflanzlichen Gewebes in Bionen und die nachfolgende Bildung neuer lebender Einzeller, deren Anzahl exponentiell anwächst, sich im Aufguss von Heu, nicht von frischem Gras, also nur bei lebensschwachem oder absterbendem Gewebe vollzieht.
- Beobachtete die Funktionsgesetze lebensenergetischer Strahlungsfelder, die er in vielen anderen Naturprozessen als funktionell identisch wiederfand.
- Entdeckte, dass zwei Bionen miteinander in Kontakt kommen konnten, ohne dass sich ihre stofflichen Körper berühren mussten. Ein energetischer Kontakt, eine wechselseitige Durchdringung, in der das Leuchten und die Bewegungen stärker wurden. Er sprach von orgonotischer Erstrahlung.
- Fand heraus, dass nicht nur die Bione, sondern alle lebenden Zellen von einem Lebensenergiefeld durchdrungen und umgeben sind. Einem Feld, das in den Raum hineinreicht und an sich keine scharfen Grenzen mehr hat, fliessend in das Energiefeld des Raumes übergeht.
- Baute einen Cloudbuster, mit dem er erstarrte Atmosphäre lebensenergetisch wieder auflud und die natürliche Selbstregulation in Gang brachte.
- Arbeitete Zusammenhänge tiefliegender bioenergetischer Funktionen heraus. Das spontane Gefühl von Verliebtheit, sexuelle Erregung, ohne dass sich die Körper schon berühren, das spontane wechselseitige sich Hingezogenfühlen, die Anziehungskraft, die vom anderen ausgeht und auch der Drang, sich körperlich zu vereinigen, das Gefühl miteinander zu verschmelzen, eins zu werden, bis hin zum Orgasmus, den er als Entladung und Entspannung deutete – sah er als Ausdruck orgonenergetischer Grundfunktionen, als orgonotischen Kontakt.
- Entdeckte, dass bei Partnern, die stark gepanzert sind, ihr Energiefeld kontrahiert ist und es kaum zu energetischem Kontakt kommt.
- Beschäftigte sich mit den Ursachen herabgesetzter, orgonotischer Kontaktfähigkeit bei Stillvorgängen von Müttern.
- Sah, dass es orgonotischen Kontakt auch zwischen einzelnen Zellen gibt. Ist eine hinreichend bioenergetische Ladung der Zellen vorhanden, können diese auch ohne stoffliche Verbindung in Kommunikation kommen. Durch den Energiekontakt erfahren die Zellen, was ihre spezielle Funktion im übergeordneten Ganzen ist. Sind einzelne Zellen energetisch zu schwach geladen, ist ihr Energiefeld kontrahiert. Sie verlieren den Kontakt zu den anderen Zellen und dem Energiesystem des Gesamtorganismus und werden vom Gesamtsystem abgeschnitten. Folge davon ist, dass sie sich gegenüber dem Ganzen verselbstständigen.
- Beschrieb Krebs als Folge von extremer bioenergetischer Ladungsschwäche der betreffenden Zellen und des Gewebes und damit als Zusammenbruch des orgonotischen Kontakts dieser Zellen zum Gesamtorganismus.
- Beobachtete, dass bei zwei Bionen, die energetisch ungleich gebildet sind, eines schwach, das andere stark, ein Energiefluss hin zum stärkeren System entstand, weg vom schwächeren. Die bereits bestehenden Potentialunterschiede wurden noch grösser.
- Beschrieb das orgonomische Potentialgesetz. Das schwächere, lebensenergetische System, dem die Lebensenergie entzogen ist, bleibt als leblose Substanz zurück. Saugt das stärkere System die Energie aus mehreren schwächeren Systemen, geht dieser Prozess bis zu einer gewissen Sättigungsgrenze, bis eine energetische Entladung erfolgt und es sich dann von Neuem mit Energie auflädt.
- Fügte dem Entropiegesetz den anderen Teil hinzu: Orgonomisches Potentialgesetz.
- Hat neben den strukturauflösenden, die Potentialunterschiede ausgleichenden Tendenzen die strukturaufbauenden, Potentialunterschiede hervorrufenden Tendenzen beschrieben, die mit einem Prozess der spontanen Selbstorganisation einhergehen.
- Fand heraus, dass sich Orgonenergie und Wasser wechselseitig stark anziehen, dass die Anziehung von Wasserdampf um so stärker ist, je höher das orgonomische Potential in einem Bereich der Atmosphäre ist. Vor diesem Hintergrund erklärte er die Entstehung von Wolken, sofern hinreichend Luchtfeuchtigkeit in der Atmosphäre vorhanden ist.
- Untersuchte die Rolle der roten Blutkörperchen und ihrer lebensenergetischen Ladung. Nach Reich spiegelt sich in der energetischen Ladung des Blutes die bioenergetische Ladung des gesamten Organismus wider. Je vitaler, emotional gesünder und je weniger gepanzert ein Organismus ist, umso höher ist auch die bioenergetische Ladung des Blutes und speziell der roten Blutkörperchen.
- Beobachtete, dass bei einem bioenergetisch stark geladenen Blutkörperchen im energetischen Kontakt mit einem vergleichsweise schwach geladenen lebenden Krankheitserreger das orgonomische Potentialgesetz so wirkt, dass dem Krankheitserreger vom Blutkörperchen die Energie entzogen wird und er so abgetötet wird. Zurück bleibt nur leblose Substanz, die sich nicht weiter ausbreitet, sondern vom Körper abgebaut und ausgeschieden wird.
- Beobachtete, dass bei roten Blutkörperchen, die energetisch schwach geladen sind, der Energiefluss in Richtung Blutkörperchen nicht zustande kommt. Der Krankheitserreger bleibt am Leben, kann sich vermehren und ausbreiten.
- Hat einen speziellen Bluttest entwickelt, mit dem die bioenergetische Ladung des Blutes diagnostiziert werden kann. Diese zeigt sich – abgesehen vom unterschiedlichen Strahlungsfeld und der unterschiedlichen Prallheit der Blutkörperchen – vor allem in ihrem Grad von Strukturveränderung unmittelbar nach Entnahme aus dem Körper. Im Laufe von zwanzig Minuten nach Entnahme kann sich ein energetisch starkes Blutkörperchen derart verändern, dass es im äusseren als Ring erscheinenden Bereich lauter Bläschen ausbildet, die er als Bione identifiziert hat. Ein energetisch schwach geladenes Blutkörperchen kann sich im gleichen Zeitraum in eine Art Kugel mit lauter Zacken umformen und schliesslich in kleinste Splitter auseinanderbrechen, er nannte sie T-Bazillen. Das gehäuft Auftreten von T-Bazillen deutet auf einen tödlichen Krankheitsprozess hin.
- Hat das Verhältnis von Packetbionen und T-Bazillen zueinander untersucht und herausgestellt, dass sie sich gegensätzlich zueinander verhalten. In einer Art Kampf entziehen energetisch starke Packet-Bionen, die von wenigen T-Bazillen umgeben sind, diesen schwächer geladenen T-Bazillen die Energie und legen sie lahm. Umgekehrt können viele T-Bazillen in der Nähe eines relativ energieschwachen Packet-Bions diesem die Energie entziehen, so dass es bald selbst in kleinste Splitter, in T-Bazillen zerfällt. Je nach bioenergetischer Ladung des Gewebes oder der Blutkörperchen ergibt sich eine unterschiedliche Richtung des Zerfallsprozesses: Bei bioenergetisch stark geladener Substanz erfolgt der Zerfall überwiegend in Richtung Packet-Bione, während nur wenige T-Bazillen entstehen.
- Entwickelte mit dem Orgonakkumulator ein Gerät, mit dem die Lebensenergie aus dem Raum verdichtet und in konzentrierter Form zur bioenergetischen Aufladung geschwächter Organismen eingesetzt werden kann. Mit teilweise unglaublichen Heilerfolgen auch bei schwersten Krankheiten.
- Mit dem Orgonakkumulator erzielte er ab 1940 innert kurzer Zeit Erfolge bei Krebskranken.
- Baute einen Motor, der durch Orgonenergie angetrieben wurde.
- Auf der Grundlage von Reichs Forschungen wurden und werden Wüstengebiete begrünt, in welchen wieder Früchte oder Gemüse oder Bäume wachsen können. Starke Regenfälle wurden nach wenigen Stunden in Dürregebieten ausgelöst und das Klima verbessert. James DeMeo ist einer der kundigsten Experten, die sich mit diesem Gebiet befassen.

Mitte der 50er verkündete ein weltliches Gericht, angeschubst durch die US Food and Drug Administration, dass es die Orgonenergie nicht gäbe. Reichs Erfindungen verschwanden, seine Veröffentlichungen wurden verbrannt. Er starb im Gefängnis.

Viktor Schauberger war ein österreichischer Förster in den Wäldern des Toten Gebirges, Konsulent des Bundesministeriums für Land -und Forstwirtschaft, Erfinder und Naturforscher. 

- Machte grundlegende Entdeckungen im gestörten Fliessprozess des Wassers und wie Schatten und Temperatur den Fluss des Wassers veränderten und Einfluss auf Ablagerungen und Tragfähigkeit des Wassers nahmen.
- Entdeckte die Antigravitation im Wasser
- Nutzte im Winter 1918 einen Gebirgsbach, um Baumstämme zu Tal transportieren zu lassen und war dabei erfolgreich. 
- Fand die optimalen Bedingungen für Antigravitation im Wasser heraus: Wirbelnde Wasseroberfläche, 4 Grad Celsius, Vollmondnacht, Eiförmige Steine, Steine aus einer Mischung von Metall und Nichtmetall. 
- Brachte mit Saugpropellern stehende und umgekippte Gewässer in natürlich wirbelnde Fliessbewegungen zurück. Das Wasser bekam seine lebendigen Qualitäten zurück, konnte sich wieder selbst regulieren und reinigen. 
- Versenkte auf dem Grund von Bächen und Flüssen Körper bestimmter Form, um krank gewordene und verschmutzte Gewässer zu heilen. Die Strömung des Wassers zu teilen und in Wirbelbewegung zu bringen. 
- Entwickelte sich schlängelnde, spiralig gewundene Rohrleitungen, die den Eigenbewegungen des Wasser entsprechen. So gelang es ihm, die Reibung zwischen Leitung und Wasser auf Null zu reduzieren. Das Wasser konnte wirbeln und sich gleichzeitig wieder mit Lebensenergie aufladen. 
- Baute später innere Profile in Rohrleitungen ein, die das Wasser in Wirbelbewegung brachten. Reibung und der für den Durchfluss erforderliche Druck konnten so stark reduziert werden und das Wasser konnte seine Qualität weitgehend bewahren. 
- Er führte eine Reihe von schweren Krankheiten, auch Krebs, auf diese lebensenergetische Schwächung im menschlichen Körper zurück, der aus 80% Wasser besteht. 
- Um die lebensenergetisch wirkungsvollste Trichterform zu finden, suchte er nach einer mathematischen Beschreibung. Er fand sie in der Hyperbel. 
- Hat die einheitlichen Gesetze von Natur und Musik wiederentdeckt. 
- Entwickelte einen besonderen Pflug, der statt der üblichen Schneiden aus Wirbelkörpern bestand. In der Funktion ähnlich jenen, die er auf dem Grund von Bächen und Flüssen versenkte. Der Pflug kam in mehreren österreichischen Betrieben zur Anwendung. Die Fruchtbarkeit der Böden verbesserte sich daraufhin erheblich. Der nachlassende Absatz chemischer Düngemittel bei den betreffenden Bauern alarmierte die chemische Industrie, die daraufhin den Hersteller der Wirbelpflüge unter Druck setzte, bis er die Produktion einstellte. 
- Plädierte für ein Umdenken in Technologie: Statt Explosion, Implosion zu nutzen, die Umwelt, Rohstoffen und Gesundheit zugute kommt.
- Suchte nach einem Antriebssystem, das die Bewegungskräfte der Implosion und der Antigravitation technisch nutzen kann. Es soll ihm gelungen sein, ein Gerät zu entwickeln, das unter Ausnutzung der Wirbelbewegung die Schwerkraft überwunden hat und zum Schweben gebracht werden konnte. Eine fliegende Scheibe, die in der Fabrikhalle abgehoben habe und am Hallendach zerschellt sei. Damit wäre er der Erfinder einer fliegenden Untertasse mit einem umwälzend neuen Antriebssystem. 

In späteren Jahren stellten ihn die Nationalsozialisten vor die Alternative, entweder die Leitung eines aus gefangenen Technikern und Physikern bestehenden Forschungslagers zu übernehmen, oder gehängt zu werden. 

In den 50ern machten ihm Interessenten der amerikanischen Luftfahrtkonzerne grosszügige finanzielle Angebote. 1958 liess er sich auf eines dieser Angebote ein, und zur Finanzierung eines Project Implosion, wurden angeblich 650 Millionen Dollar in Aussicht gestellt. Schauberger, der in Vertragssachen unbeholfen war, ging daraufhin in die USA und wurde in einem Forschungslabor in Texas monatelang von der Aussenwelt abgeschirmt. Die Bedingungen wurden unerträglich und er wollte so rasch wie möglich aus dem Projekt aussteigen. Unter grossem psychischen Druck unterschrieb er einen in Englisch verfassten Vertrag, den er nicht lesen konnte und der ihm nicht übersetzt wurde. Er habe im Gegenzug zu seiner frühzeitigen Entlassung alle Rechte an all seinen Forschungen an die Firma Washington Iron Works abzutreten. Schauberger ist an dieser Erfahrung zerbrochen. Fünf Tage nach seiner Rückkehr nach Österreich starb er im Alter von 74 Jahren.

Georges Lakhovsky ist ein weiteres, eindrückliches Beispiel für die Wiederentdeckung der Lebensenergie. Lakhovsky wurde 1870 in Russland geboren und studierte auf Universitäten in der ganzen Welt Kunst, Ingenieurswissenschaften, Physik, Strassen -und Brückenbau, Physiologie und Anatomie und konnte dieses Wissen in seinen Forschungen miteinander verbinden. Er war ein Experte auf dem Gebiet bioenergetischer Schwingung und Resonanz.

- Lakhovsky fügt den Ansätzen von Reich und Schauberger einige wesentliche Aspekte zu und eröffnet neue Nutzungsmöglichkeiten der Lebensenergie.
- Kannte sich auf dem Gebiet der damals jungen Radiotechnologie genaustens aus. Er suchte in Lebewesen nach einer Entsprechung des Systems von von Radiosender -und Empfänger und fand es in den halbkreisförmigen Kanälen der Ohren von Vögeln.
- Fand eine Entsprechung des Schwingkreises in den Gehörgängen von Vögeln.
- Entdeckte die Energiequelle für die Empfänger in den Vögeln. Ihm war aufgefallen, dass die Zugvögel, bevor sie einen geradlinigen Kurs Richtung ihres Ziels einschlugen, einmal spiralförmig in eine bestimmte Höhe aufsteigen. Diesen Vorgang deutete er als elektrische Aufladung der Vögel, die sich mit ihrem Gefieder an der Luft reiben und dabei elektrostatische Ladung aus der Atmosphäre aufnehmen, die mit wachsender Höhe zunimmt. Je stärker der Wind relativ zum Vogel ist, umso stärker lädt er sich auf.
- Sah, dass Radiosender auf das Empfangssystem von Vögeln wie ein Störsender wirken, welche die für die Orientierung der Vögel wichtigen Schwingungen überlagern, übertönen, sodass sie nicht mehr hinreichend klar wahrgenommen werden können.
- Beschäftigte sich tiefgehend mit elektromagnetischen Wellen und Schwingungen und wie diese auf Lebewesen wirken.
- Fand eine Entsprechung eines Schwingkreises in der einzelnen lebenden Zelle, in den Chromosomen innerhalb des Zellkerns. Die Chromosomen erfüllen alle für einen Schwingkreis erforderlichen Bedingungen in stark reduzierter Form.
- Zeigte am Beispiel eines winzigen Seetierchens, wie die Zellfäden als Schwingkreise wirken. So hätte jede biologische Art ihre bestimmte Zellstrahlung, ihre Zelluläre Radiation, ihre natürliche Eigenschwingung.
- Erklärte das Verhältnis zwischen Raubvögeln und ihren Beutetieren. Nimmt ein Mäusebussard die Mäuse am Boden wahr, sei dies, weil die Mäuse eine bestimmte Schwingungsfrequenz aussenden, auf die der Bussard quasi geeicht ist. Voraussetzung dafür, dass er diese Schwingung empfangen kann, ist aber, dass er sich in grosser Höhe befindet und sein Empfangssystem entsprechend elektrisch aufgeladen wird. Sässe er hingegen am Boden direkt neben der Maus, würde er sie gar nicht wahrnehmen.
- Arbeitete ein Verständnis für die Grundlagen von Resonanzfähigkeit heraus. Die Eigenschwingung der Zellen eines Organismus ist nicht nur Grundlage für den Empfang der Schwingungen durch einen anderen Organismus, sie bildet auch die Grundlage für die Resonanz zwischen den Zellen innerhalb eines Organismus. Eine Resonanz zwischen verschiedenen Zellen ergibt sich, wenn die Frequenzen ihrer Schwingkreise, ihrer Chromosomen übereinstimmen. Und genau das ist der Fall bei Zellen ein und desselben Organismus – und bei Zellen verschiedener Organismen der gleichen biologischen Art. Die Resonanz bewirkt also eine Kommunikation der einzelnen Zellen eines lebenden Organismus untereinander, verbindet die einzelnen Zellen zu einem übergeordneten Ganzen, zu einem ganzheitlichen System.
- Entdeckte die Auswirkung dissonanter Schwingungen als Ursache vieler Krankheiten in Natur und Mensch.
- Erklärte, dass einzelne Zellen ihre Orientierung verlieren und ihre Teilfunktion im Rahmen des Gesamtsystems nicht mehr erfüllen können, wenn die Resonanz beeinträchtigt wird. Die Funktionsfähigkeit des Gesamtsystems wird so gestört.
- Er sah eine Störung der Resonanzfähigkeit von Zellen, der Störung ihrer natürlichen Eigenschwingung in den von Krankheitserregern ausgehenden Störschwingungen. Er betrachtete die Krankheitserreger, soweit es sich um Mikroorganismen handelte, ebenfalls als kleinste schwingende Gebilde mit einer spezifischen Eigenfrequenz. Stimmt ihre Frequenz nicht mit der Eigenschwingung der Körperzelle überein, ergibt sich zwischen den körpereigenen Schwingungen und jenen der Mikrobe keine Harmonie, sondern eine Dissonanz. Dann wirkt der Mikroorganismus wie ein Störsender. Wenn er dann auch noch die Gelegenheit hat, sich im Körper zu vermehren, dann werden immer mehr Störsender wirksam, die schliesslich den Klang der Zellschwingungen übertönen und ihre Kommunikation untereinander zerstören können.
- Nach ihm sind Mikroben für einen Organismus nur dann Krankheitserreger, wenn ihre Schwingungen gegenüber den Eigenschwingungen des Organismus disharmonisch sind. Stimmt ihre Eigenschwingung hingegen mit denen des Organismus überein, befindet sie sich mit ihnen in Harmonie, sind sie nicht schädlich, sonder können im Gegenteil lebenswichtig sein. Werden sie abgetötet, verliert das Orchester seinen vollen Klang, verliert der Organismus seine volle Funktionsfähigkeit, seine Gesundheit und wird krank.
- Erkannte, dass die Abwehrkräfte eines Organismus gegenüber Störschwingungen um so geringer sind, je schwächer dessen Eigenschwingungen im Verhältnis zu denen des Störsenders sind. Und das hängt wiederum von der bioenergetischen Ladung der Zellen ab.
- Erklärte, wie Krebs entstehen kann, wenn sich Zellen in einem Bereich des Körpers befinden, der bioenergetisch starr ist. Sie werden durch die von anderen Zellen ausgehenden Schwingungen nicht mehr erreicht und verlieren folglich ihre Orientierung, sie verselbstständigen sich gegenüber dem Gesamtorganismus.
- Hat auf seinen Grundlagen nicht nur ein besseres Verständnis von Krebserkrankungen gewonnen, sondern auch den Ansatz einer absolut unkonventionellen Krebsbehandlung gefunden, und dies schon in den zwanziger Jahren! Seine Behandlung war darauf gerichtet, die gestörte Eigenschwingungen meschlicher Zellen wieder zu reaktivieren; und zwar dadurch, dass mit einem entsprechenden Schwingungsgenerator oder mit entsprechenden technisch produzierten Schwingkreisen dem kranken Organismus genau diejenigen Schwingungsfrequenzen eingegeben werden, die den Eigenschwingungen der menschlichen Zellen entsprachen, mit ihnen harmonierten. Auf diese Weise schien es möglich zu sein, die Wirkungen der Störsender zu neutralisieren und die gestörte Resonanzfähigkeit der Zellen wiederherzustellen, sie wieder in die Funktion des Gesamtorganismus zu integrieren und dessen Selbstregulierung zurückzugewinnen.
- Lakhovsky sollen spektakuläre Heilungen auch bei schwersten Krankheiten gelungen sein.
- Er stellte sich die Frage, woher Zellen ihre Anregung zur Eigenschwingung beziehen. Für jede unterschiedliche Frequenz muss es in der Natur eine Quelle geben, die die Resonanz hervorruft, irgend ein schwingendes Etwas, das ein weites Spektrum unterschiedlicher Schwingungsfrequenzen umfasst; ein Spektrum, aus dem sich jedes einzelne schwingende Gebilde seine spezifische Frequenz herausfiltert und sich durch sie in Resonanz versetzen lassen kann. Diese allumfassende kosmische Lebensenergie nannte er Universion.
- Erforschte den Einfluss von geopathogenen Zonen auf die Erkrankung lebender Organismen. Wenn der Raum angefüllt ist mit schwingender kosmischer Energie, dann können diese Schwingungen von bestimmten geologischen Erdschichtungen entweder reflektiert oder absorbiert werden. Werden sie reflektiert, überlagern sich die reflektierten Wellen mit den ursprünglichen Wellen, und es kommt zu sogenannten Interferenzen, Wellenüberlagerungen. Befinden sich lebende Organismen längere Zeit im Einwirkungsbereich solcher Interferenzen, dann kann dies wie ein Störsender wirken, der die Eigenschwingungen des Organismus irritiert und ihn krank macht. Unter diesem Punkt sind die gesündesten Bodenschichten jene, die die Schwingungen weitgehend absorbieren, diejenigen von Sand und Kiesel. Mittlere Störzonen befinden sich über leitfähigem Boden wie Lehm und plastischem Ton, unterschiedlich nach dem Gehalt an Wasser und mineralischen Beimengungen. Besonders starke Störzonen befinden sich über eisenhaltigem Kalk, mineralhaltigen Salzen und über Kohleflözen.
- Er teilte für Paris unterschiedliche Bodenschichtungen danach ein, ob sie mehr oder weniger krankmachenden Einfluss ausstrahlen. Ein Abgleich mit statistischen Daten über die regionale Verteilung von Krebserkrankungen in der Pariser Stadtbevölkerung hat seine These
untermauert. In den Gebieten, deren Boden die stärksten Störzonen aufwies, war die grösste Krebsdichte.

Lakhovskys Forschungen über Zellschwingungen und Resonanz führten ihn schliesslich zur Entwicklung des Multiwellen-Oszillators. Ein Gerät, das ein Feld erzeugt, welches für jede Zelle die ihr gemässe eigene Frequenz findet. Mit dem Multiwellen-Oszillator heilte Lakhovsky nach kurzer Zeit in verschiedenen Kliniken von Paris Krebs. Als in Deutschland seine Identitätspapiere vernichtet wurden, floh er in die Vereinigten Staaten. Dort wiederholte er seine Krebsheilerfolge. Drei Jahre später wurde er angefahren und kam unter ungeklärten Umständen ums Leben. Die Multiwellen-Oszillatoren verschwanden, die Welt begann, sich mit dem Krieg zu beschäftigen und Lakhovsky wurde vergessen.
2009 tauchte ein Gerät auf einem Flohmarkt auf und seither ist das Geheimnis wiederentdeckt worden. Heinz Christian Tobler aus der Schweiz hat einige Geräte nachgebaut und an Patienten mit schweren Erkrankungen ausprobiert. Beatus Gubler sah nach 6 Wochen Behandlung etwa um 25% jünger aus und sein Gesicht hatte wieder gesunde Farbe angenommen, seine Krankheitssymptome hatten sich stark gebessert.

Wegen ihrer Gründlichkeit ihrer lebensenergetischen Forschungen stellen die drei eine besondere Bedrohung für die Aufrechterhaltung des mechanistischen Weltbildes dar. Aber auf Dauer lassen sich diese Erkenntnisse und die daraus folgenden Heilungsmöglichkeiten nicht mehr unterdrücken.

Fazit: Diese hierin versammelten Forscher eröffnen eine ganz neue, hoffnungsvoll strahlende Aussicht aus dem Standpunkt des Jetzt in die Zukunft. Es ist vieles nachzuholen.


Die goldene Helix: Die besten Erzählungen 2
Die goldene Helix: Die besten Erzählungen 2
von Theodore Sturgeon
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Inspirierende Science Fiction-Kurzgeschichten einer Ikone, 2. April 2016
Das Spektrum in “Die goldene Helix“ ist noch etwas mehr Science Fiction und weiter, als in “Lichte Augenblicke.“ Die ersten fünf Geschichten sind erstklassig. Die letzte ist wieder beste Science Fiction und eine der Schlüsselnovellen Sturgeons.

Der Mann, dem das Meer abhanden kam:
Es geht um einen alten und kranken Mann, der irgendwo liegt, in einer Einöde, der vergisst und sich erinnert. Dem langsam die Lebenskraft schwindet. Gedanken, Gefühle und Wahrnehmung fliessen ineinander und wie die Lebenskraft dahin. Es ist eine Innenschau eines Sterbenden, dessen letzte Aufgabe sich letztendlich erfüllt. Erst am Schluss klärt sich die Geschichte.

Biancas Hände:
Ist grandios geschrieben. Ein Paradebeispiel für Sturgeons Können, Gefühle und Handlungen sichtbar zu machen. Die Geschichte ist wie ein Rausch. Der Schluss kommt plötzlich und beendet die Geschichte überraschend.

Herr Costello, Held:
Wohl insgesamt eine der gelungensten Geschichten. Ein Mann ist dienend auf einem Raumschiff. An Bord befindet sich auch ein Mann, den er sehr verehrt. Ein gewählter Mann politischen Ranges. Die Geschichte ist Gesellschaftskritik und skizziert, wie politische Führer ticken und andere Menschen manipulieren.

Es:
Es ist eine Horrorgeschichte, die in ländlicher, amerikanischer Umgebung spielt. Dabei steht eine Bauernfamilie im Mittelpunkt. Etwas Neues hat sich aus dem Humus erhoben und geht auf die Suche. Ein Wesen, das weder Gefühle noch Angst kennt und aus Neugierde tötet. Sturgeon hält sich mit Erklärungen zum Wesen zurück, die Geschichte bleibt geheimnisvoll.

Das andere Geschlecht:
Sehr lebendige Charakterisierungen. In einem Park wird ein eigenartiges Paar siamesischer Zwillinge ermordet. Daraufhin bricht ein Unbekannter ins Leichenschauhaus ein und verbrennt die Leiche. Ein Biologe und eine Reporterin suchen den Täter und stossen auf eine parthenogenetische weibliche Lebensform, die Mann und Frau in sich vereint. Die Geschichte beinhaltet einige schöne Schlussätze. Einer davon ist: Wir Menschen nehmen das, was wir bereits haben und ignorieren das, was wir brauchen, obwohl der andere alles hat, was der andere braucht.

Denkweise:
Eine autobiographisch gefärbte Geschichte, als Sturgeon zur See fuhr. Sie handelt von der eigenartigen Freundschaft zu einem Mann mit eigenartig brachialer Denkweise. Als der Bruder dieses Freundes nach und nach unerklärliche Verletzungen erleidet, versuchen sie, die Ursache zu finden. Die Geschichte hat mit Voodoo zu tun. Sie ist nicht ganz schlecht. Die Faszination für seinen Freund kommt wirklich herüber. Aber insgesamt fällt die Geschichte im Vergleich zu den anderen etwas ab.

Die Fähigkeiten Xanadus:
Ein Mann, ein Vertreter eines anderen Planeten betritt einen fremden Planeten, um mehr über seine Bewohner herauszufinden. Die Bewohner leben in völliger Harmonie mit dem Planeten und haben ein Zusammenleben verwirklicht, das auf Freiheit beruht. Der Mann versteht sie nicht und beschliesst, das Volk zu vernichten. Die Bewohner haben die Gabe, einen Gürtel herzustellen, der den Träger verwandelt. Der Mann kehrt auf seinen Planeten zurück, nichtwissend, dass es sein Planet ist, der erobert und verwandelt wird. Die Geschichte ist im Mittelteil etwas langatmig. Aber das erhebende Ende macht es wieder wett.

Die goldene Helix:
Diese letzte Geschichte ist beste Science Fiction. Sie beschäftigt sich mit der Besiedelung und Entwicklung des Menschen auf einem fremden Planeten. In dieser Geschichte sind mehrere Charaktere wichtig. Sturgeon schreibt einmal mehr über das im Menschen, was ihn menschlich und wertvoll macht. Tiefgründigkeit und Emotionalität machen dies zu einer weiteren erstklassigen Geschichte.


BHUTAN 26° 28° N - Königreich im Himalaya
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Königreich im Himalaya, 25. März 2016
Seit 4000 Jahren lebt das Land die buddhistische Lebensweise. Es ist die einzige, unabhängige buddhistische Monarchie der Welt und eines der am wenigsten erschlossenen Reiseländer, klein und versteckt zwischen China und Indien.

Die Landschaft ist stark vom Himalaya geprägt. Über 80 Prozent des Landes liegen in über 2000 Metern Höhe. Bhutan ist etwa gleich gross wie die Schweiz, aber mit kaum 730 000 Einwohnern sehr dünn besiedelt.
Das schwer zugängliche, buddhistische Königreich war bis 1974 abgeriegelt und gibt seither nur wenigen Touristen Einlass. Es konnte sich so Umwelt und traditionelle Werte bewahren.

Bhutan geht als Land einen einzigartigen Weg. Es zeigt westlichen Gedankenkreisen Dinge, für sie sie sich schon längst nicht mehr öffnen können.
Alles im Land ist durchdrungen vom Buddhismus. Der Bau der Häuser und ihre Verzierung, die Klosterburgen, Tempelfeste und eindrucksvollen Maskentänze. Religiöse Rituale und Gebetsfahnen sollen das Glück mit dem Wind in die Herzen aller Lebewesen tragen.

Die Menschen kommen vielerorts mit dem nötigsten aus, leben im Einklang mit der Natur ein zufriedenes Leben. Nächstenliebe ist etwas selbstverständliches. Schweigen bestimmt ein gutes Gespräch und zum Flirten legen die Bewohner die Hand in die Gewandfalte. Möchte jemand im Dorf ein Haus bauen, kommen die Menschen zusammen und es wird ein gemeinschaftliches Ereignis.

Einige faszinierende Informationen:

- Bhutan ist das einzige Land weltweit mit der tantrischen Form des
Mahayana-Buddhismus als Staatsreligion
- In Bhutan ist das Bruttonationalglück wichtiger als das Bruttoinlandsprodukt. Das Bruttonationalglück wurde Index in Bhutan für die Bewertung seiner Entwicklung
- Das erklärte Ziel des Königs ist es, dass jeder Einwohner seines Landes glücklich ist
- Alle Konzepte Bhutans richten sich danach aus, dass Wohlstand der ganzen Gesellschaft zugute kommt, kulturelle Traditionen geachtet werden, die Umwelt geschützt wird und die Regierung sich um die tatsächlichen Bedürfnisse der Bevölkerung kümmert
- Die Regierungspolitik gewährleistet, dass die Menschen viel freie Zeit mit ihren Familien verbringen

- Das Land hat mehr Mönche als Soldaten
- Es gibt keine einzige Verkehrsampel
- Es gibt keinen Massentourismus
- Werbung ist nirgends zu sehen
- Es gibt keine Einkaufszentren, die Bevölkerung ernährt sich hauptsächlich von rotem Reis mit Chilischoten und anderen Gemüsen, alles aus eigenem Anbau

- Das Gesundheitswesen ist für alle Einwohner kostenlos. Wer mit nicht-akuten Problemen ins Krankenhaus muss, kann zwischen westlicher und traditioneller Medizin wählen
- Bhutan ist das letzte Land der Welt, das den Fernseher eingeführt hat. Bis 1999 gab es dort keine Fernseher
- 2005 war Bhutan das erste Land, das den Verkauf von Tabak und das Rauchen auf öffentlichen Plätzen offiziell verbot
- Plastiktüten sind verboten, ebenso Zweitaktmotoren

- Tiere werden nicht getötet, nur das Fleisch verendeter Tiere wird gegessen. Es wird nicht gejagt. Auch nicht gefischt
- Bhutan hat von allen Ländern der Welt mit 70% den grössten Anteil an ursprünglichen Waldflächen
- Jährlich gibt es in Bhutan einen Feiertag zu Ehren des Königs, doch statt mit Prunk und Paraden zu feiern, erklärt er den Tag zum Sozialtag des Aufforstens. Die Menschen verbringen ihn damit, Bäume zu pflanzen
- In Übereinkunft mit der buddhistischen Lehre für alles Leben wird an einer Verfassung gearbeitet, die allen wild lebenden Tieren, Bäumen und Menschen unveräusserliche Rechte einräumt

- Es gibt kein Klassensystem
- Frauen haben dieselben Rechte wie Männer in Bildung, Wahlrecht und auch, wenn es darum geht, Positionen in der Regierung zu bekleiden.

Bhutan zeigt eindrücklich, wie Buddhismus, Naturverbundenheit und technologischer Fortschritt eins sind und zu einer Kultur führen, in der nicht das Geld regiert, sondern das Glück jedes Einzelnen. Es ist möglich.


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  Taschenbuch
Preis: EUR 29,95

5.0 von 5 Sternen Lebensnah, 10. März 2016
In einer Zeit, in der die Gesellschaft gleichgemacht wird und andersartige Lebewesen, Lebensweisen und Denkweisen abgestossen werden, zeigt dieses Buch, dass wir alle im Grunde freie Lebewesen sind und entscheiden können, wie wir leben wollen.

Gerade jetzt, wie eine unfassbare Vielfalt an Lebewesen und Lebensweisen auf der Erde verschwindet, Völker, Stämme, Eingeborene, Pflanzen, Tiere, sie werden gewaltsam ihren Lebensgrundlagen beraubt, macht uns dieses Buch bewusst, wieviel von dem wir schon verloren haben, was wir wirklich sind und was wir sein könnten.

In Entfremdung von der Natur, gedanklicher Fragmentiertheit und Unkenntnis über sich, wissen wir Menschen nicht mehr, was wir tun, was in und um uns geschieht. Wir sehen die Wirklichkeit nicht mehr. Die systembedingte Konditionierung macht uns taub und blind und nimmt uns das Mitgefühl.

Siddhartha Gautama lebte einfach, hat in Zeiten der Krisen seinen Geist beruhigt und sein Mitgefühl für andere ausgedehnt. Die Geschichte erzählt von so vielen wundervollen Dingen, die keine Illusion sind, die so nah am Leben sind. Was Buddha lebte, ist keine Religion, eine Lebensweise.

Dabei ging er über alle Worte hinaus. Den Geist öffnen zu können und sich von eingefahrenen Mustern in den Gedanken lösen zu können ist essentiell dafür, damit wir andere akzeptieren, Illusionen durchdringen und uns verstehen können. Dies kann durch die Meditation geschehen. Durch ein Kultivieren von Achtsamkeit.

Fazit: Das Schlusskapitel schliesst die Reise wunderschön. Danke, dass dieses Buch geschrieben wurde.


Lichte Augenblicke: Die besten Erzählungen von Theodore Sturgeon 1
Lichte Augenblicke: Die besten Erzählungen von Theodore Sturgeon 1
von Theodore Sturgeon
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Inspirierende Kurzgeschichten einer Ikone, 6. September 2015
Es gibt in den Geschichten von Theodore Sturgeon etwas, das schwierig zu entzaubern, zu entschlüsseln ist. In der Sprache. Etwas ungleiches, unnachahmlich Erhabenes und Erhebendes. Viele der Geschichten haben einen poetisch elegischen Glanz, der im Leser noch lange nachhallen kann. Sturgeon verwendete eine Technik der ' rhythmischen Prosa ', in der er seinen Prosatext in ein Metrum fallen liess. Dadurch kann eine subtile Veränderung der Stimmung erzielt werden, deren Ursache dem Leser normalerweise nicht bewusst wird. Nicht nur die glänzende Sprache, die aus dem Niveau gewöhnlicher Sprachfertigkeit hervorscheint, auch die schillernden Themen sind es, die diese Magie bewirken. Hoffnung, Liebe, Selbsterkenntnis, Potentiale des Innern, Veränderung, Achtsamkeit, Anderssein.

Etwas weises und menschenliebendes ist in seinen Geschichten. Das liegt teilweise daran, dass er Urteil und Kritik an seinen Charakteren vermeidet. Er schrieb über Menschen. Aus der Sicht eines sich Meinungen enthaltenden Erzählers. Vielleicht, weil er verstanden hatte, dass es keinen Sinn ergab, über Gedanken, Gefühle und Wahrnehmungen eines anderen Lebewesens zu urteilen. Er beschreibt seine Protagonisten, wie unvollkommen sie auch sein mögen, mit Würde. Hat Verständnis für Andersartigkeit und Schwächen seiner Figuren. Seine Geschichten sind voller Herz und Verstand. Sie wirken wie Glanzlichter der Visionen eines Menschen, der der Menschheit ihre Menschlichkeit zurückgeben wollte.
Und er war ein achtsamer Autor. Achtsamkeit, ein nichturteilendes Gewahrsein im Augenblick, das registriert, was geschieht. Dabei versuchte Sturgeon, Gefühle, Handlung und Wahrnehmung sichtbar zu machen. Eine Innenschau von Charakteren. Um zu verstehen, eine Weisheit tief aus dem Osten, ist es nötig, einfach tief in die Dinge hineinzuschauen. Etwas, das Sturgeon hervorragend konnte. Daraus ergibt sich die psychologische Tiefe seiner Geschichten und der Funke der Selbsterkenntnis.

Zur Vielfalt der Geschichten:

' Donner und Rosen ' ist eine Geschichte, welche die Bedrohung eines Atomkrieges thematisiert. Ein verheerender atomarer Krieg hat stattgefunden und eine Militärbasis in der Wüste ist noch einer der letzten verbleibenden Orte. Sie erzählt von den Menschen und der Stimmung auf der Basis und von dem, was die Menschheit ausmacht, was übrig bleibt, wenn das Ende kommt. Es handelt von Hoffnung und Liebe.

' Killdozer ' erzählt einen psychologisch ausgefeilten Überlebenskampf einer Gruppe von Bauarbeitern auf einer abgelegenen Insel in der Zukunft. Die Geschichte ist abgesehen vom leichten Science-Fiction Element sehr realistisch und die spannendste des Bandes. Es geht um menschliche Emotionen.

Die mit dem Hugo-Award und dem Nebula-Award ausgezeichnete Geschichte ' Langsames Wachstum ' handelt von der Beziehung eines geheimnisvollen, zurückgezogen lebenden Mannes zu seinem Riesenbonsaibaum. Die Geschichte ist vielschichtig und bietet ein schönes Gleichnis. Sie handelt auch von Krankheit, Wachstum und Liebe.

In ' Das Fringding, das Frangding und Boff ' kommt eine ausserirdische Kultur für eine Feldstudie auf die Erde, um zu untersuchen, wie es um die Chancen der Menschheit steht. Sie nisten sich unerkannt in einer kleinen Pension ein und stellen den Bewohnern Fragen, um Informationen zu sammeln. Jeder der ganz verschiedenen Charaktere wird tiefgründig beleuchtet und hat seine Probleme, mit welchen er sich im Laufe der Geschichte beschäftigen muss. Bei aller Vielschichtigkeit ist eine Botschaft dieser Geschichte: Menschen sind verletzlich, unvollkommen und schaffen sich eine Welt von Widersprüchen, doch in sie kann Hoffnung gesetzt werden. Sie haben alles, um ihrem Untergang zu entgehen. Sie müssen es nur benutzen.
Diese Geschichte war einer der erklärten Lieblingstexte ihres Autors und ist die längste in diesem Band.

Die dramatische Kurzgeschichte ' Ein lichter Augenblick ' ist ein Paradebeispiel für Sturgeons Können. Hier konzentriert er sich auf Wesen und Psyche eines geistig wenig befähigten Menschen. Er zeigt, wie Geschichte, Gefühle und Handlungen des Hauptprotagonisten miteinander verbunden sind und bleibt einem Urteil an ihnen fern. Es gelingt ihm, dass der Leser sich in mancherlei Dingen in diesem Charakter wiedererkennt. Der klare Rhythmus, die Entwicklung von steigender Spannung, die glaubwürdige Fülle an Details und die den Figuren innewohnende Dramatik machen diese Geschichte zu einem Meisterwerk. Vor allem in dieser Geschichte demonstriert Sturgeon das Spürbarmachen von Zusammenhängen im Innern. Alles ist miteinander verbunden. Das Ende der Geschichte ist so überstürzend und konsequent, dass der Leser fassungslos zurückbleibt.

Den Geschichten geht ein begeistertes und lesenswertes Vorwort von Samuel R. Delany voran.

Fazit: In der einen oder anderen Geschichte hatte ich das Gefühl, dass die Kraft seiner Sprache nicht ganz durchkommt. Vielleicht liegt dies an der Übersetzung. Aber Ted Sturgeon ist definitiv ein unvergesslicher Erzähler, dessen Geschichten eine nachhaltige Wirkung auf den Leser ausüben.


The Banner Saga - Collectors Edition (PC)
The Banner Saga - Collectors Edition (PC)
Wird angeboten von Hauseinkauf - mit Sicherheit schneller Versand
Preis: EUR 9,95

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Strategisches Rollenspiel mit einzigartiger Atmosphäre, 2. Dezember 2014
Die Finanzierung durch Kickstarter hat sich für kleinere Teams als Möglichkeit erwiesen, für eine bestimmte Zielgruppe zuweilen recht ambitionierte Projekte abseits des Mainstreams umzusetzen. Dieses Tool wird auch missbraucht und manchmal ein Projekt nachträglich abgebrochen. Ist das Geld in guten Händen, kann ein Spiel wie dieses herauskommen.

Über Kickstarter finanzierte Spiele durchzieht oftmals ein Hauch von Nostalgie und die Wurzeln klassischer Spiele. Obwohl The Banner Saga natürlich nicht die Komplexität eines grossen Bioware Rollenspieles hat, ist dem Spiel anzumerken, dass Leute dahinter stecken, die erzählen können.

Stoic wurde gegründet von Arnie Jorgensen, John Watson und Alex Thomas, dreier ehemaliger Bioware Mitarbeiter. Nach der Arbeit an Star Wars: The Old Republic verliessen sie das Unternehmen, um gemeinsam ein eigenes Spiel zu kreieren: The Banner Saga. Es ist beachtlich, dass nur drei Personen hinter diesem Projekt stehen.

Das Konzept beschrieb das Trio als: Eine “Rollenspiel trifft Zug-basierte Strategie, verpackt in eine Abenteuer-Miniserie über Wikinger. Die Menschen, die im Spiel vorkommen sind den Wikingern nachempfunden. Das Spiel ist inspiriert von altnordischem Geschichtsgarn. Bärtige Riesen mit gehörntem Kopf, die weise Worte sprechen. Gewaltige, kampfstarke Krieger, die Mensch und Tier in sich vereinen. Erschaffen von einem ungeduldigen Gott. Das Ganze erinnert an die Mythologie von Göttern und Riesen aus der Edda. Gegen Ende des Spieles deuten die Gespräche verschiedener Charaktere auf einen grösseren Bezugsrahmen der Geschichte hin. Sollte eine Fortsetzung erscheinen, könnten später vielleicht Götter und Magier eine grössere Rolle spielen.

Wie es beginnt:

“ Die Götter sind tot.
Seither haben Menschen und Riesen sich zu einer brüchigen Allianz zusammengeschlossen und schwarze Zerstörer namens Wüter tief in die nördliche Einöde getrieben.
Dies ist eine Ära des Wachstums und des Handels. Das Leben geht weiter.
Nur eines hat angehalten: Die Sonne. “

Der Spieler reist mit einer Karawane aus Clansmitgliedern, Kämpfern und Riesen. Clansmitglieder kämpfen nicht. Für deren Unterhalt werden Ressourcen wie Lebensmittel benötigt. Je mehr Clansmitglieder ziehen, umso höher ist die Moral. Durch erhöhte Moral erhalte ich Willenskraft-Boni auf dem Feld für die Helden. Willenskraft nutze ich, um Spezialfähigkeiten der Helden einzusetzen, zusätzlichen Schaden mit ihnen zu machen oder damit sie sich über mehr Felder bewegen können. Für jeden auf dem Kampfplatz besiegten Gegner erhält der Spieler Ruhmespunkte, die er für das Kaufen von Lebensmitteln, speziellen Marktgegenständen oder für die nächste Stufe eines Helden ausgeben kann.

Kommt es zu einer Schlacht, kann ich aus mehreren Optionen auswählen. Übersteigt die Zahl des gegnerischen Heeres die meiner Karawane, stehen auf dem Feld vor den Helden gleich mehr Gegner. Ich kann auch flüchten oder die Feinde erwarten. Aber in jedem Fall ist es sinnvoll, einen taktisch gut gespielten, längeren Kampf abzugeben, damit die Verluste klein bleiben und mehr Ruhmespunkte erlangt werden. Vor jedem Kampf stelle ich eine Party aus sechs Helden zusammen. Die Helden kommen in der Reihenfolge zum Zug, wie ich sie von links nach rechts aufgestellt habe. Sind die Helden auf dem Kampfplatz besiegt, werden sie bewusstlos. Ein bewusstloser Held braucht mehrere Tage im Lager, um sich zu erholen. Doch er kann auch im nächsten Kampf verletzt mit einer Stärke/Rüstungs-Einbusse eingesetzt werden. Das Rasten im Lager verbraucht Vorräte, regeneriert die Helden und frischt die Moral auf. Jeder Tag der Reise verbraucht Vorräte. Versorgung für die Tage ist entscheidend, damit die Karawane überlebt.

Die Entscheidungen, die der Spieler trifft, haben einen Einfluss auf zahlreiche Aspekte des Spiels und spielen mit Konsequenzen. Es gibt viele Entscheidungen, die unerwartete Wendungen oder Überraschungen selektieren. Schicke ich beispielsweise einen meiner Helden mit einigen Clansmitgliedern fort, um meine Verfolger abzulenken, gibt es zu einem späteren Zeitpunkt eine geniale Überraschung. Nehme ich den wunderlichen Greis, auf den ich unterwegs stosse, mit? Falls ja, ist er eines Morgens plötzlich verschwunden und hat einige nützliche Dinge hinterlassen. Zwei Charaktere, welchen die Karawane zum ersten Mal begegnet, streiten miteinander. Jeder beschuldigt den anderen, verrückt zu sein. Schliesst sich uns einer der beiden an, wird er später, wenn die Karawane von Räubern angegriffen wird, einem anderen Helden die Kehle durchschneiden und einen weiteren durchbohren.

Das Setting und die erhabenen Landschaften sind detailreich und wundervoll. Sie erschaffen eine ganz eigene Atmosphäre und Stimmung von Kälte und Schönheit. Die elegische Musik von Austin Wintory passt hervorragend dazu.

Fazit: Entscheidungen und Konsequenzen, Taktik und Planung, tolle Geschichte für Gerne-Leser. The Banner Saga punktet durch die Tugenden alter Rollenspiele.


Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes
Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes
von Ted Chiang
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,90

5.0 von 5 Sternen Feinsinnig, ästhetisch, anspruchsvoll, 8. Oktober 2014
Ted Chiang hat noch nie auch nur einen Roman geschrieben. Er konzentriert sich auf das Schreiben von gut durchdachten Kurzgeschichten, die oftmals abrupt enden und scharfsinnige Schlussfolgerungen aufweisen. Sein Schreibstil ist feinsinnig und treffsicher. Die Erzählstruktur stark durchkomponiert. Das abrupte Ende der Geschichten ist vielleicht ein Streich, um den Leser aufzufordern, selbstständig weiterzudenken. Es gibt einige Stellen in den Stories, deren allzu plötzliche Twists mich dazu gebracht haben, an der Glaubwürdigkeit zu zweifeln. Trotzdem gehören einige der hier versammelten Shortstories zu den besten, die ich gelesen habe. Jede Geschichte ist etwas ganz besonderes. In der einen nutzt er das Zeitreise-Motiv auf verschachtelte Weise, um den Kopf gewohnter Logik zum Rauchen und Kribbeln zu bringen. In einer anderen lässt er die Zeit sozusagen in zwei Richtungen laufen. Die erste Geschichte ist eine eigene Variante der Erzählung aus dem alten Testament mit einem klugen Schlusskommentar. In “Ausatmung“ denkt er sich ohne viele Fremdwörter in einen Bereich hinein, der nur schwer vorstellbar, in seinem Kern aber beste SF ist. Obwohl diese Geschichten allesamt intellektuell reizvoll sind, besitzen sie als Ausgleich auch eine emotionale Note, was sie zu grosser Kunst macht. Bei Ted Chiang treffen Anspruch und erzählerische Ästhetik geschmeidig aufeinander. Ein Lob verdient die gute Übersetzung und die hübsche Aufmachung des Buches.

Fazit: Etwas für Schreibende von Kurzgeschichten, Ideensammler und Denker.


Die Upanischaden: Eingeleitet und übersetzt von Eknath Easwaran
Die Upanischaden: Eingeleitet und übersetzt von Eknath Easwaran
von Eknath Easwaran
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,00

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spirituell, vielschichtig, tiefgründig, 5. September 2014
Sri Eknath Easwaran wurde 1910 in Kerala in Südindien geboren. Nach einem Studium der Englischen Literatur wurde er Professor in Nagpur/Zentralindien. 1959 kam er als Universitätslehrer nach Kalifornien. Dort wurde er bald als Buchautor, Übersetzer, als spiritueller Lehrer und vor allem als Meditationslehrer bekannt. 1961 gründete er das Blue Mountain Center of Meditation. Während er als Lehrer kleine Gruppen und den unmittelbaren Kontakt mit seinen Zuhörern bevorzugte, erreichten seine mehr als zwei Dutzend Buchveröffentlichungen weltweit ein riesiges Publikum. Er starb 1999.

Ihre ältesten Texte werden auf ca. 4000 Jahre geschätzt. Die Upanischaden sind an die Veden angehängt. Sie gehören zu den Veden, sind aber ganz eigenständig und in sich geschlossen. Während sich der grösste Teil der Veden mit den Hymnen und philosophischen Ritualauslegungen ins Äußere der Wahrnehmungswelt richtet, blicken die Upanischaden nach innen.

Nach Massgabe von Shankara, einem überragenden, indischen Mystiker des achten Jahrhunderts, gelten zehn als die Hauptupanischaden. Diese sind es, die
im Buch dargeboten werden.
Zusätzlich wurde noch eine weitere von gleicher Bedeutsamkeit und Schönheit, die Shvetashvatara Upanischad, dazugenommen. Auch fügte der Autor vier der so genannten Yoga-Upanischaden hinzu, um spätere Traditionen zu repräsentieren.

Upanischad bedeutet “sich nahe hinsetzen.“ In einer geheimen, spirituellen Unterweisung zu Füssen eines erleuchteten Lehrers sitzen. Die Upanischaden zeichnen solche Sitzungen auf. Jede einzelne ist eine ekstatische Momentaufnahme transzendenter Wirklichkeit. Trotz ihres philosophischen Wertes, sind die Upanischaden keine Philosophie. Sie sind Darshana, etwas Geschautes.

Aldous Huxley schrieb: „Alle Wissenschaft besteht in der Reduzierung von Mannigfaltigkeiten auf Einheiten. Nichts ist für das indische Denken kennzeichnender. Während das restliche, vedische Indien die natürliche Welt studierte, wie andere wissenschaftlich frühreife Zivilisationen, nahm die Waldzivilisation der Upanischaden eine in der Wissenschaftsgeschichte beispiellose Wendung. Sie konzentrierte sich auf das Medium des Erkennens, Wissens, den Geist.
Die Weisen begannen eine einzigartig intensive Beschäftigung mit Bewusstseinszuständen. Sie fanden heraus, dass sie Schichten des Geistes separieren und seine Funktionsweisen so objektiv beobachten konnten, wie ein Botaniker eine Blüte beobachtet. Die Erforschung des Bewusstseins nannten sie Brahma-Vidya, was sowohl "die höchste Wissenschaft" als auch "die Wissenschaft vom Höchsten“ bedeutet.

Die Weisen lernten, die Aufmerksamkeit nach innen zu richten, auf sie selbst, durch eine Disziplin, welche die Upanischaden Nididhyasana nennen: Meditation. Indem sie zu den tiefsten Tiefen des Bewusstseins vordrangen, erlangten sie Samadhi, Erwachen, in vollständiger Vertiefung. Ein Zustand des Freiseins von aller Konditionierung und den Begrenzungen durch Raum und Zeit. Wenn jede Spur von Individualität entfernt ist, entsteht reines Gewahrsein. Wenn das Selbst eins wird mit Brahman, der Weltseele, so löscht man das Gefühl der Trennung aus und geht auf in Brahman.

Die Lektüre der Upanischaden ist so tiefgründig und inspirierend, dass ihre Wirkung auf den Leser für immer nachhallen kann. Die Upanischaden zu lesen ist kein Projekt, das man einfach abschliesst. Es ist eher ein Lebensprojekt. Ihr Fundus ist so reich und breit, spricht alle bedeutenden spirituellen Themen der Menschheit an.
Wer mehr über die spirituelle Identität und Kultur Indiens erfahren möchte, verstehen will, welchen Rang indische Weise inne haben, woraus sich der Buddhismus entwickelt hat, was die Upanischaden für Gandhi bedeuteten, sollte dieses Buch lesen. Die Upanischaden sind ein sehr bedeutendes Schriftwerk. Ein riesengrosser Schatz der Menschheit. Das vielleicht allergrösste Geschenk aus ihr an die Menschheit ist die Meditation.

Fazit: Ich habe sie gerade ausgelesen. Doch das Gefühl ist da, dass dies erst der Anfang ist. Die Upanischaden sind so vielschichtig, tiefgründig, inspirierend, dass sie wohl für ein ganzes Leben reichen. Sie erinnern mich an einen Spruch, der sogar aus ihnen stammt: "Entnimmt man der Fülle die Fülle, ist da immer noch Fülle." Sie sind Poesie und mystische Wahrheit in einmaliger, verdichteter Schönheit.


Jedes Kind ist hoch begabt: Die angeborenen Talente unserer Kinder und was wir aus ihnen machen
Jedes Kind ist hoch begabt: Die angeborenen Talente unserer Kinder und was wir aus ihnen machen
von Gerald Hüther
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

35 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für ein radikales Umdenken in Erziehung und Schule, 28. April 2014
„Sind Sie der, der sie sein wollten? Oder der, der sie sein sollten? Sind auch in Ihnen Begabungen vorhanden, die brach liegen? Wovon träumten Sie als Kind? Was begeisterte Sie? Wissen Sie, was Ihre Kinder wirklich gut können und was nicht?“

Mit diesen Sätzen beginnt das Buch, das der Göttinger Neurobiologe Gerald Hüther zusammen mit dem Stern Reporter Uli Hauser geschrieben hat. Sie wollen mit dem Buch die Erwachsenen aufrütteln. Sie darauf aufmerksam machen, dass die Zukunft von ihren Kindern abhängen wird und dass jeder etwas tun kann. Mit seinem Verhalten. Es möchte dazu auffordern, alte Denkmuster von Erziehung und Schule in Frage zu stellen.

Jedes Kind komme mit einer Vielzahl von Potentialen auf die Welt. Mit einem Gehirn, das viele neuronale Vernetzungen gemacht hat, die anhand der aus dem eigenen Körper im Gehirn ankommenden Signalmuster und der dafür optimierten Reaktions- und Antwortmuster stabilisiert worden sind und genau zum Körper des jeweiligen Kindes passen. Schon im Mutterleib mache das Kind eigene Erfahrungen, die es in seinem Gehirn verankert. So komme jedes Kind mit einem einzigartigen Gehirn auf die Welt, dem vielfältige Möglichkeiten und Begabungen offen stehen.

Nutzungs –oder erfahrungsbedingte Neuroplastizität nennen es die Neurowissenschaftler. Einfach gesagt: Das Gehirn wird so, wie man es benutzt und wofür man es benutzt. Mit den Erfahrungen, die ein Kind durchlebt, macht sein Gehirn besondere Nervenzellverknüpfungen. In manchen Bereichen komplexere, in anderen einfachere. Je nachdem, für was das Kind sein Gehirn benutzt, stabilisieren sich Nervenzellvernetzungen. Solche, die nicht gebraucht werden, verkümmern.

Kinder sollten früh reich an Erfahrungen werden. Einen möglichst grossen Erfahrungsschatz sammeln. Menschen begegnen, die viel erlebt haben. Dazu müsste jemand da sein, der dem Kind wichtig ist. Mit dem es sich emotional eng verbunden fühlt. So kann sich aus Vertrautem Vertrauen entwickeln, und die Zuversicht, dass alles gut wird, aus der Erfahrung der Beziehung zu anderen Menschen, dass alles gut gegangen ist. Damit Leben und Lernen gelingen können.

Wenn ein Kind aufwächst, möchte es geliebt werden und mit anderen Menschen in Beziehung sein. Dafür bringt es schon durch die Erfahrungen im Mutterleib die erforderlichen Talente mit. Vertrauen, Geborgenheit, Verbundenheit. Es braucht Eltern, die ihm auf Augenhöhe begegnen. Mit Wertschätzung. Kinder möchten erkannt werden, als das, was sie sind. So geliebt werden, wie sie sind. Sie sind nicht etwas, das in ein Wunschpaket gepresst oder das für ein Vorstellungsbild passend gemacht werden kann. Jedes Kind sollte die Erfahrung machen können, einzigartig zu sein, so geliebt zu werden, wie es ist und dass es im wahren Leben auf es ankommt.
Um zu lernen, brauchen Kinder Vorbilder, an denen sie sich orientieren können. Sie sind in der Lage, all das von den Mitgliedern einer Gemeinschaft zu erlernen, was sich diese, als sie selbst noch Heranwachsende waren, an Fähigkeiten und Fertigkeiten, an Wissen und Können, an inneren Einstellungen, Werten und Vorstellungen angeeignet und im Lauf ihres bisherigen Lebens ergänzt und erweitert haben. Viele Lehrer meinen nicht diese Fähigkeiten, wenn sie von einer besonderen Begabung sprechen. Sie halten ein Kind für hochbegabt, wenn es ihm auf einem Gebiet ermöglicht, aussergewöhnliche Leistungen zu erreichen, welche in unserer gegenwärtigen Welt besonders hohe Anerkennung finden.

Als unabdingbar für das Lernen sieht Gerald Hüther die Begeisterung. Die Erwachsenen sollten ihren Kindern wieder begegnen, sich ihnen zuwenden. Mit ihnen in Beziehung treten, um herauszufinden, was sie bewegt, sie wirklich begeistert. Kinder lernen am besten, wenn es mit den emotionalen Zentren im Gehirn verknüpft ist. Dinge wie gemeinsames Singen, gemeinsam erlebte Märchenstunden, gemeinsames Spielen, gemeinsames Tanzen, Musizieren, Malen oder Basteln. Im gemeinsamen Tun erleben die Kinder etwas, das sie im Unterricht nicht erleben. Verbunden zu sein und in dieser Verbundenheit gleichzeitig zu wachsen.

Anders könne es für die Kinder von heute nur dann werden, wenn sich die Erwachsenen selbst verändern würden. Wenn sie die festgefügten Vorstellungen davon, worauf es im Leben ankommt, in Frage stellen würden. Die alten, ausgetretenen Bahnen der lieb gewonnenen Gewohnheiten zu verlassen. Wenn alle Kinder die Erfahrung machen könnten, dass sie so wie sie sind angenommen werden und dazugehören dürfen, dass ihnen etwas zugetraut wird, und sie zeigen können, was sie alles schon können, dann würden sie ihre Liebesfähigkeit, ihre Begeisterungsfähigkeit und das Gefühl tiefer Verbundenheit mit den Menschen, bei denen sie aufwachsen, nicht verlieren.

Fazit: Gerald Hüther und Uli Hauser haben ein Buch mit vielen guten Ideen geschrieben, die sich auf wissenschaftliche Erkenntnisse stützen. Wir brauchen solche, die eingefahrene Denkmuster und Gewohnheiten alter Systeme in Frage stellen und zu einem Umdenken herausfordern. In der heutigen Zeit umso mehr. Deshalb ein wichtiges Buch.


Meisterwerke kurz und bündig. Die vier edlen Wahrheiten des Buddha.
Meisterwerke kurz und bündig. Die vier edlen Wahrheiten des Buddha.
von Frank Zechner
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Die Essenz des Buddhismus, 18. Februar 2014
Der Autor Frank Zechner, geboren 1964 in Frankfurt am Main, studierte Psychologie und arbeitet heute als Diplompsychologe und Supervisor im Gesundheitsbereich. Er ist Religionslehrer für die Österreichische Buddhistische Religionsgesellschaft und lehrt Meditation in deren Theravada-Schule in Wien. Seine Meditationspraxis erstreckt sich auf die drei grossen buddhistischen Traditionen: Zen-Buddhismus, Theravada-Buddhismus und tibetischer Buddhismus.

Wer war dieser Mann, der vor 2500 Jahren als Buddha in die Religionsgeschichte einging? Und worin besteht die Essenz seiner Lehre, die sich über ganz Asien ausbreitete? Kein Buch kann das beantworten. Und doch gibt dieses schmale Büchlein einen hervorragenden Einblick in die Person des Siddhartha Gotama, die Lehre der vier edlen Wahrheiten, die Geschichte des Buddhismus und seine wichtigsten Begriffe.

Siddhartha Gotama war der Sohn eines amtierenden Regierungsoberhauptes in der Adelsrepublik der Sakya. Eines Tages, als ihn der Luxus langweilte, wurde er neugierig auf die Welt hinter den Palastmauern. Es geschah, dass er mit seinem Diener den Palast verliess und auf drei Ausfahrten einem alten Menschen, einem Kranken und einem Toten begegnete. Diese Begegnungen gaben ihm einiges zu denken. Nach seiner vierten Ausfahrt, bei der er einen Bettelmönch sah, der sich um sein geistiges Erwachen bemühte, entschloss er sich, den Luxus hinter sich zu lassen und nach einem Weg aus dem allgemeinen Leid zu suchen. Nach vielen Jahren strenger Askese und des beinahen Todes erkannte er, dass dies nicht der Weg zur inneren Freiheit sein konnte. Wieder zu Kräften gekommen erreichte er in einer Vollmondnacht im Mai die tiefste Einsicht in die Natur der Dinge und wurde damit zum erwachten Buddha.

Nach seinem Erleuchtungserlebnis traf der Buddha mit seinen fünf ehemaligen Gefährten wieder zusammen und begann, seine Entdeckungen der vier edlen Wahrheiten darzulegen. Er teilte dabei alle Phänomene in fünf Kategorien des Anhaftens ein. Diese sind die körperlichen Gegenstände, Bewusstsein, Wahrnehmungen, Empfindungen und Geistesformationen. Durch das Verlangen und Anklammern an die Objekte dieser fünf Kategorien entsteht Leid, das er dukkha nannte. Dukkha steht in seiner tieferen Bedeutung auch für das Unvollkommensein, das Unerfülltsein und die Unfähigkeit, zu befriedigen. Das Zusammenspiel dieser Phänomene erzeuge die Illusion eines Ichs und eines unabhängigen Wesenskerns, der Seele und die Identifikation mit den Phänomenen.

Der Buddha beschrieb die unmittelbare Ursache für das dukkha. Es ist das Verlangen nach immer mehr. Dies nannte er tanha. Mit seinen drei Aspekten: Dem Verlangen nach Sinneslust, dem Verlangen nach Dasein und dem Verlangen nach Nicht-Sein. Aus dem Gefühl, dass das, was ich habe oder bin, noch nicht genug ist, entspringe sowohl das Verlangen, Dinge haben zu wollen, als auch der Wunsch, Situationen und Menschen zu manipulieren. Dazu gehört auch, etwas Besonderes sein zu wollen oder zu glauben, es sein zu müssen. Die Lösung besteht nicht darin, dem Verlangen nach mehr zu folgen, sondern dieses Verlangen wahrzunehmen, ohne sich darin zu verlieren. Sonst wandert man ohne Ende von erfüllten zu frustrierten und weiter zu lustvollen und weiter zu schmerzhaften Geisteszuständen. Der Buddha nannte dieses endlose Umherwandern samsara. Ein Grossteil des buddhistischen Geistestrainings besteht in nichts anderem als dem Registrieren, Akzeptieren und wieder Loslassen der eigenen Leid verursachenden Muster und darin, die Zusammenhänge zwischen ihrem Auftauchen und ihrem Vergehen herauszufinden. Von Augenblick zu Augenblick.

Buddha erlangte durch das restlose Aufgeben des Verlangens nach mehr, die Befreiung davon, das Nichthaften daran, einen Zustand, den er Nirvana nannte. In diesem Zustand klärte sich der Geist von allen Verwirrungen und von sinnlichem Verlangen, und er sah die Dinge, wie sie wirklich sind. Er war befreit und verstand nun den Zusammenhang zwischen Handeln und den daraus resultierenden Folgen. Nichts von ihrem eigenen Potential des Erwachens wissend, leben die Wesen in einer Welt der Selbstbezogenheit, der Vorlieben, des Habenwollens, der Gleichgültigkeit und der Ablehnung. Nichts ahnend, dass durch jede neue Erwartung und jedes neue Festhalten der Berg der inneren Frustrationen immer höher wird, irren die meisten Wesen durch einen endlosen Kreislauf von unerfülltem Verlangen. Dessen Spielregeln fasste der Buddha im Gesetz von Ursache und Wirkung zusammen. Dieses Gesetz ist als karma bekannt geworden. Die Absicht bezeichnete er als das Handeln. Denn mit der Absicht, bewirkt man die Tat mit dem Körper, der Sprache und in Gedanken. Handlungen mit einer heilsamen Motivation bewirken positive Folgen, solche mit einer unheilsamen Intention erzielen negative Resultate. Es geht darum, die Zusammenhänge zu verstehen und Leid verursachende Gewohnheitsmuster zu ändern. Um für den Ausstieg aus dem samsara gerüstet zu sein und die Arbeit mit dem eigenen Geist zu unterstützen, empfahl der Buddha die Pflege von sieben Geistesqualitäten. Die sieben Faktoren des Erwachens: Das Gewahrsein, Untersuchen, Energie, Freude, Gelassenheit, Sammlung und Gleichmut. Die regelmässige Praxis dieser sieben Faktoren des Erwachens führt zu immer tieferem Verstehen des eigenen Geistes, bis man die vollkommene Verbundenheit mit allem, was ist, erfährt. Die Illusion, eine vom Rest der Welt getrennte und unabhängige Person zu sein, löst sich auf.

Buddha beschrieb wie ein Arzt nicht nur das Leid und die Folgen des Leids, er zeigte auch Wege auf, die aus dem Leid herausführen. Dies findet über die buddhistische Achtsamkeitsmeditation statt, die das Herzstück in der buddhistischen Praxis bildet. Buddha erforschte eine Vielzahl von unterschiedlichen Meditationsmethoden, um der Unterschiedlichkeit der Menschen gerecht zu werden. Man sucht sich einen Ort, an dem man ungestört praktizieren kann. Setzt sich gerade in einer angenehmen Haltung hin. Dann beginnt man tief ein und aus zu atmen. Konzentriert sich dabei auf den Atem, nimmt sein Ein –und Ausströmen wahr. Verweilt in diesem Zustand. Nach einiger Zeit kommt der Geist zur Ruhe. Es tauchen noch immer Gedanken, Gefühle, Körperwahrnehmungen auf, die man akzeptiert und bringt seine Aufmerksamkeit wieder zum Atem zurück. Zur Veranschaulichung gibt es eine schöne Metapher:

„Die körperlichen Formen gleichen dem Schaum auf dem Meer,
die Empfindungen den Blasen auf dem Wasser,
die Wahrnehmungen einer Fata Morgana,
die Geistesformationen dem hohlen Bananenbaum,
und das Bewusstsein ist wie die Darbietung eines Magiers.“

Man lässt alles, das auftaucht, so geschehen und passieren, wie es ist, ohne sich in etwas hineinzusteigern, oder etwas zu verdrängen/ zu unterdrücken. Wenn man es beobachtet, erkennt man, dass es einfach Phänomene sind, die auftauchen und nach kurzer Zeit wieder verschwinden. Mit der Zeit lernt man den eigenen Geist immer besser kennen und versteht automatische und gewohnheitsmässige Reaktionsmuster des eigenen Geistes und mit zunehmender Meditationspraxis gelangt man zu immer mehr Ruhe, Einsicht und Gleichmut.

Im Anhang des Buchs sind noch zu finden: Eine Zeittafel. Ein Glossar wichtiger buddhistischer Pali-Begriffe, Adressen des Buddhismus in Deutschland, Österreich und in der Schweiz. Bücher zum Weiterlesen und ein Wortregister.

Fazit: Ausserordentlich empfehlenswertes Buch.


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