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Rezensionen verfasst von
k.h.ranitzsch (Hamburg)

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September 1939 und 1940: Schicksalsmonate für die Schweiz und Europa
September 1939 und 1940: Schicksalsmonate für die Schweiz und Europa
von Hans Richard
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hitler? "Hansi, das isch ganz e böse Ma", 2. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
MIt diesen Schwyzer Worten hat Hans Richards Großmutter 1944 dem damals noch sehr jungen Autor die Lage in Europa erklärt. Nach einem langen Leben ist er jetzt zu den Themen der damaligen Zeit zurückgekehrt.

Das Buch behandelt die militärische und politische Lage der Schweiz während des Zweiten Weltkrieges, mit Betonung auf die militärische Lage im Jahre 1940, nach der deutschen Eroberung Frankreichs aber vor dem Überfall auf die Sowjetunion.

Den Wenigsten dürfte bekannt sein, daß damals die Wehrmacht konkrete Pläne für ein Unternehmen "Tannenbaum", den Überfall auf die Schweiz entwickelt hatte und Vorbereitungen, einschließlich von Truppenverlegungen in das Grenzgebiet getroffen hatte. Allerdings war die Luftwaffe damals durch die Luftschlacht um England gebunden, so daß die eingeplanten deutschen Fliegerkräfte der Schweizer Flugwaffe zahlenmäßig noch nicht einmal ebenbürtig gewesen wären. Nimmt man dazu die Stärke des Schweizer Heeres, seiner Befestigungsanlagen und das Gelände, so hätten sich die Wehrmacht schwer getan, ihre Pläne erfolgreich in die Tat umzusetzen. Letzlich wurde der Versuch nie unternommen, Hitler hatte wichtigere Ziele.

In diesem kurzen Werk arbeitet Hans Richard die Situation klar und lesbar heraus und stellt insbesondere die politischen und militärischen Stärken der Schweiz hervor und weist auf defensiven Rüstungsanstrengungen hin, die dort unternommen wurde. Dabei nutzt er Schweizer und Deutsche Quellen. Eine sehr empfehlenswerte Abhandlung zu dem Thema.

Trotzdem keine fünf Sterne? EIn kleineres und ein größeres Problem halten mich davon ab. Das kleinere ist, das das Buch etwas zusammenstoppelt wirkt, als ob die einzelnen thematischen Kapitel mit minimaler Überarbeitung aus einzelnen Artikeln zusammgesetzt wurden. Das größere ist für mich, daß der Autor sehr ausführlich auf die zetgleich stattgefundene Luftschlacht um England eingeht, inklusive organisatirisch-technischer Themen wie dem Aufbau des Britischen Radarsystems. Das geschieht in sehr lesbarer und kompetenter Weise, ist aber in unzähöigen anderen Bücher zur Luftschlacht ebenso gut nachzulesen. Den knappen Platz hätte der Autor lieber nutzen sollen, um auf besser auf Aspekte seines Kernthemas einzugehen, etwa um mehr Detail zu den Schweizer Plänen oder Genaueres über die späten Kriegsjahre zu erläutern.


Gaza: Tage und Nächte in einem besetzten Land
Gaza: Tage und Nächte in einem besetzten Land
von Amira Hass
  Gebundene Ausgabe

25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine ungewohnte Perspektive, 1. Mai 2003
Eigentlich alle Bücher über den Nahost-Konflikt betrachten das Thema auf der politischen Ebene, der Sicht der Regierungen und der Auslandskorrespondenten.
Amira Hass, eine Israelische Journalistin beschreibt, wie das Leben der Palästinenser in den besetzten Gebieten ist. Sie hat in den 90er Jahren im Gazastreifen gelebt, mitten zwischen Palästinensern, in der Zeit der ersten Intifada - des Aufstandes - und hat die Menschen kennengelernt. Sie hat sie kennengelernt als ganz normale, umgängliche, offene Menschen unter völlig unnormalen Umständen. Sie hat sich auch während der Zeit des Aufstandes frei und ohne Angst zwischen ihnen bewegen können, was so gar nicht dem Bild entspricht, das in den Medien über Palästina gezeichnet wird.
Sie hat die Auswirkungen der Israelischen Besatzungspolitik erlebt und auch, wie die Regierung Arafats seit dem Oslo-Abkommen mit den eigenen Landsleuten umgeht. Als sie wegen kritischer Berichterstattung zur Palästinensischen Polizei zitiert wurde, war das erste Mal, das sie Furcht empfand.
Amira Hass greift weit aus, behandelt alle Aspekte des Lebens im Gazastreifen, Wirtschaft, Zoll- und Steuerwesen, Strom- und Wasserversorgung, Gesundheitswesen, die Absperrungen, die Israelischen Siedlungen, die Sehnsucht der Flüchtlinge nach der alten Heimat, das Leben in Israelischen und Palästinensischen Gefängnissen, der Situation der Frauen, den Rivalitäten innerhalb der Palästonensischen Gesellschaft. Immer wieder verbindet sie das Schicksal einzelner Menschen mit dem großen Ganzen, mit Statistiken und der politischen Situation. Sie zeigt, welche Auswirkungen politische Entscheidungen - die der Israelis, der Palästinensischen Regierung, der Terroristen - auf die Menschen haben, und daß so manche Entscheidungen oft ganz andere Auswirkungen haben, als den Zweck, dem sie angeblich dienen.
Jede Person, die ernsthaft den Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern verstehen will, sollte dieses Buch lesen. Es zeigt viele Wahrheiten auf, die nur selten in der Presse oder Fernsehen zu sehen sind.


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