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Rezensionen verfasst von
AVP Chefe (Audio-Vision-Partner) "Audio-Vision-Partner" (Neukirchen-Vluyn)

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Inferno [Blu-ray]
Inferno [Blu-ray]
DVD ~ Tom Hanks
Preis: EUR 14,99

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen **** Nichts Neues im „ Langdon“ Universum, aber gute Unterhaltung, 2. März 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Inferno [Blu-ray] (Blu-ray)
Um gleich den vielen Nörglern und Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen, welche in ihren Rezensionen immer die Buchvorlage heran ziehen, - ich kenne die Bücher von Dan Brown nicht. Ich beurteile die Blu-ray als Cineast.
Ich finde sowieso dass man Filme und Bücher nicht vergleichen soll. Das passt vom Inhalt schon gar nicht. Dabei zieht der Film zu 99,9% immer den Kürzeren.

Im Falle von „Inferno“ soll es teils krasse Veränderungen gegenüber dem Buch geben.
Das mag zwar sein, ist aber in der Filmlandschaft auch nichts Neues. So ist zum Beispiel in der Filmversion von „Michael Crichtions“, „Die Wiege der Sonne“ (1993), in der der Mörder jemand ganz anderes als im Buch ist. Trotzdem funktioniert der Film.

So kann ich hier nun voller Überzeugung schreiben, dass dieser dritte Film aus dem „Dan Brown-Universum“ mir besser gefallen hat als „Illuminati“.
Er hat vor allem zu Beginn mehr Tempo. Man wird sofort mitgerissen. Man fühlt zusammen mit „Tom Hanks“, der zu Beginn unter Amnesie leidet. Man weiß es geht um eine Pandemie und man weiß genauso viel wie der Hauptdarsteller, nämlich fast nichts. Dazu flackern immer wieder diese verstörenden Horrorbilder von Robert Langdons Illusionen über den Schirm und machen die ersten 30 Minuten fast schon zu einem Mystery-Horror-Trip.
Es tauchen immer mehr Fragen als Antworten bis hin zu der Frage ob „Langdon“ etwa selbst der Überträger der tödlichen Seuche ist.
Hier wird man von Anfang an ins kalte Wasser geschmissen. Es gibt kaum Verschnaufpausen.
Das dabei hier nun mehr im Vorbeigehen Rätzel gelöst werden, hat mich jetzt nicht wirklich gestört. Dazu bleibt bei dieser zwei stündigen Hetzjagt auch kaum Zeit.
Ich liebe es wenn weder die Darsteller, noch der Zuschauer weiß was wirklich abläuft. Das sind die besten Filmabenteuer.

Um bei der Handlung zu bleiben, keine Angst ich versuche diesmal nicht zu Spoilern, - erst im letzten Drittel geht dem Film dann leider etwas die Puste aus.
Es folgen einige eher konstruiert erscheinende Twists im Plot, welche nun eher von Einfallslosigkeit zeugen und unnötige Fragen aufwerfen wie zum Beispiel: „Hätte man den Virus nicht sonst wo freisetzen können ? Warum „Robert Langdon“ überhaupt in die Handlung verstricken ? Ach ja, es geht ja um „Dantes Inferno“ und es ist eine „Robert Langdon“ Verfilmung. Also hier besser Gehirn ausschalten und den eher Standart-mäßigen Showdown in Istanbul genießen, der ein wenig an die Enden bestimmter 007-Abenteuer (Stichwort – Zeitbombe) erinnert.

Dieses letzte Handlungsdrittel ist aber wirklich der einzige Kritikpunkt den ich finden könnte.
Ansonsten passt alles. Der Film sieht toll aus, toll fotografiert, tolle Schauplätze, vor allem Florenz, und wieder geniale Musik von Hans Zimmer welche wie eine Synthese aus dem harten Stil von „Dark Knight“ und den original „Da Vinci Code“ anmutet.

Zum technischen Teil:

Das Bild ist Top. Das 35mm Format (1,85:1), passt zwar nicht ganz zu den zwei vorherigen Langdon-Filmen, welche im Cinemascope (2,40:1) daher kamen, aber das ist so gewollt. Ähnlich wie bei „Die Hard 5“ wirkt der Film so dokumentarischer.

Beim Ton kann ich auch **** Sterne geben, so luftig hat selten ein Soundmix geklungen. Vor allem die Musik spielt gut mit.
Leider muss ich wieder den fünften Stern verwehren, weil es trotz Dolby Atmos-Logo im Abspann diesen auf der Blu-ray wieder mal nicht gibt. Dabei hätte der Ton vor allem in der „Drohnen-Szene“ vom 3D-Deckensound profitiert. Aber immerhin gibt es deutschen dts 5.1 HD Ton, was ja auch nicht immer selbstverständlich ist.

Zu den Extras kann ich folgendes sagen: Sie sind ok. Aber nichts besonderes.
Lobhuddelei und Selbstbeweihräucherung gibt es glücklicherweise nicht, aber es hätte mehr sein können.
Meine brennensten Fragen wurden nicht beantwortet: Zum Beispiel warum man nicht den dritten Roman "Lost Symbol" verfilmt hat, der ja wohl Anfangs in Vorbereitung war, und den ich für den besten der Serie halte. (Habe ihn in Hörbuchform gelesen).

Alles in allem ein weiterer unterhaltender Film mit einem tollen mitreißenden Darstellern.
Der dritte Film im Robert Langdon Universum ist eine technisch schnörkellose solide Arbeit, aber das Rad wird hier nicht neu erfunden. Es ist im Grunde nur eine rasantere fesselndere Schnitzeljagt als der direkte Vorgänger „Illuminati“. Aber zwischen „Inferno“ und „Sakrileg-DaVinci Code“ liegen Welten.


Die Wahlkämpferin [Blu-ray]
Die Wahlkämpferin [Blu-ray]
DVD ~ Sandra Bullock
Preis: EUR 8,99

4.0 von 5 Sternen Ein weiterer Sandra Bullock Meilenstein !, 3. Februar 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Wahlkämpferin [Blu-ray] (Blu-ray)
Seit „Gravity“ (2013) war es etwas ruhig um unseren halbdeutschen Export aus Nürnberg geworden.
Deshalb suchte ich seit langem wieder mal nach neuen Filmen mit Sandra Bullock.
Dabei fand ich die Buddy Action Comedy „Taffe Mädels“ und diesen hier, - „Die Wahlkämpferin“.

In diesem Falle war noch nicht einmal „Sandy Bullock“ der Ausschlag gebende Grund, sondern das Thema „Präsidentenwahl in Bolivien“ an sich.
Die Geschichte soll sich ja auf wahren Ereignissen stützen, welche sich vor der Wahl
„Evo Morales“, der dort der erste Präsident mit indigenen Wurzeln ist, ereigneten.

Beim Thema Bolivien und Südamerika bin ich definitiv vorbelastet. Ich war gerade vor 2 Monaten wieder dort an rumreisen. Außerdem habe ich dort Patenkinder bei den SOS Kinderdörfern in Sucre und La Paz. Dh. merke ich recht schnell ob im Film Vorort gedreht wurde oder nicht.
Dies ist leider nicht der Fall. Man hatte wohl nur eine kleine Filmcrew für ein paar Schnappschüsse von La Paz dorthin geschickt. Der Großteil der Aufnahmen entstand wohl in Puerto Rico, wo laut Abspann gleich zwei Teams drehten.
Ok aber letzten Endes tut dies dem Film nicht wirklich schaden. Als Kenner des Landes merkt man eben nur, das die Leute im Hintergrund nicht wirklich wie Bolivianer aussehen.
Trotzdem ist das ganze besser gelungen als 2008 beim 22. Bondfilm „Ein Quantum Trost“, wo die Bolivienszenen in Panama und der Atacamawüste in Chile gedreht wurden.

Die Handlung im Film ist recht gut, und „Sandy“ gibt wieder alles. Auch wenn ich die Höhenkrankheit etwas übertrieben dargestellt finde, aber Schwamm drüber. Es macht immer Spaß Sandy stolpern und ko.... zu sehen.

Der Film an sich ist aber keine Komödie, sondern schon etwas ernsthafter. Die Inhaltsangabe schenke ich mir hier jedoch (Steht ja alles beim Movieman oben).
Sie weist aber gewisse Parallelen zu einem Film mit „Gena Davis“ und „Michael Keaton“ aus dem Jahre 1995 auf, wo die beiden konkurrierende Redenschreiber für Präsidentschaftskandidaten sind.
Jener Film hieß damals „Sprachlos“, und passt auch heute noch als Kommentar zur „Trump-Ära“, - Stichwort „Mexico-Mauer“. – in Sprachlos „Freundschaftmauer“ (!) genannt.

Wie gesagt, „Die Wahlkämpferin“ ist zwar stellenweise witzig, aber definitiv keine Komödie.
Es ist sogar gelungen sich nicht auf Kosten der Bolivianer lustig zu machen was leicht hätte passieren können.
Im Fokus steht die Wahlpropaganda zwischen den Präsidentenkandidaten.

Auch nicht unerwähnt sollte Bullocks Co-Star „Billy Bob Thornton“ bleiben, der „Sandra“ das Leben schwer macht. Gerade diese Sticheleien der beiden macht den Film sehenswert.

Zur Technik gibt es nicht viel zu sagen. Das Bild ist guter Durchschnitt. Man merkt dass hier mit richtigen Film-Material gedreht wurde. Zumindest die Absichten von La Paz zeigen Filmkorn (oder ist es Bildrauschen ?).
Der deutsche Dolby Digital 5.1 Ton ist ok und nein, - hier kritisiere ich nicht das fehlen einer Dolby Atmos Tonspur. Die würde bei einem solchen Film der überwiegend von den Dialogen getragen wird, überhaupt keinen Sinn machen. Trotzdem hätte man sich gerne etwas mehr Räumlichkeit bei den Stadtszenen gewünscht. Der englische Ton tönt in „dts-HD Master Audio“(5.1). Zu dessen Qualität kann ich im Moment noch nichts sagen. Wahrscheinlich klingt er aber eine Spur detailreicher.

Einzige wirkliche Enttäuschung sind die Extras. Hier gibt es nur eine 10-Min-Featurette über die Rolle von Sandra Bullock. Dies ist zwar recht informativ, aber letzten Endes wurde hier eine dicke Chance vertan.
Eine Doku über die tatsächlichen historischen Ereignisse über die Geschehnisse damals in Bolivien wäre mehr als nötig gewesen, da der normale Durchschnitteuropäer sonst kaum etwas über diese Lateinamerikanischen Länder erfährt.
Ich kann hier für die, welche es interessiert die „Oliver Stone“ Doku „South of the Border“ empfehlen, welche hier einige Lücken stopfen kann.
Wenigstens ein Audiokommentar, wäre machbar gewesen, aber Pustekuchen.

Sei es drum. Ich gebe vier Sterne für diesen interessanten Film. Jeweils ein halber Stern Abzug für spärliche Extras und das nicht komplett an Originalschausplätzen gedreht wurde.
Schlussendlich kann man aber mit diesen Schwächen leben.


Independence Day: Wiederkehr [Blu-ray]
Independence Day: Wiederkehr [Blu-ray]
DVD ~ Liam Hemsworth
Preis: EUR 12,99

0 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen „Eine Lanze brechen......für unseren schwäbisch Spätzle Spielberg Export...!, 31. Januar 2017
„Eine Lanze brechen...für unseren schwäbisch Spätzle Spielberg Export...!“

Ich lese hier so viel Schlechtes über den neuen ID-4.
Aber vielleicht bin ich auch im falschen Universum, - in einer verdrehten Welt...
...denn während viele mit dem neuen „StarTrek-Beyond“ doch recht zufrieden sind (an dem ich kaum ein gutes Haar gelassen habe), scheinen von der „Independence Day-Fortsetzung“ fast alle enttäuscht zu sein.
Tja, was soll ich sagen, - bei mir ist das alles umgekehrt.

Ich sah den Film bereits im Kino. Ich hatte jetzt auch nicht das große Meisterwerk erwartet und wenn wir mal ehrlich sind war auch der erste Teil 1996 eine Sammlung an alles schon mal da gewesenen.
Aber die Mischung war perfekt. Und letzten Endes war der ganze Film eine Special-FX-Wundertüte mit bis dahin nie Gesehenen. Nie waren die Raumschiffe größer, und die Aliens böser. Es war wie Star Wars. Man hatte das alles schon gesehen aber eben nicht so kombiniert. Ob „Krieg der Welten“ (die 1959er Version) oder „V-Die Besucher“, das alles war Kindergarten gegenüber ID-4.
Vor allem war man stolz das es zum Großteil deutsche FX-Studenten waren, welche die atemberaubenden und schließlich Oscar prämierten Effekte gestalteten und nicht ILM, Dream Quest, Digital Domain, und wie sie alle hießen.

Später hatte ich dann die amerikanische Laserdisc zuhause, inklusive AC-3 Surround (heute Dolby Digital genannt). Die englische Sprache war mir egal, aber als der erste Wolkenkratzer in Schutt und Asche zerlegt wurde hatte ich Tränen in den Augen. (Es war noch vor 9/11) Der Sound ging durch Mark und Bein. Das ging dem normalen Dolby Surround auf VHS-Kassette völlig ab.
ID-4 wurde zusammen mit der Laserdisc von „Twister“ zu meiner Ton-Referenz für die nächsten Jahre.

Ja ok... ...ich habe jetzt wieder ziemlich weit ausgeholt aber ich will damit auf eines hinaus:
Man sah sich in den Neunziger Jahren „Independence Day“ wegen der „geilen“ optischen Effekte und wegen des perfekten Sounds an. Ich denke bei dieser Art von Filmen, und das gilt für die meisten „Roland Emmerich“-Filme ebenso, ist eine tiefgehende Handlung eher Nebensache.

Schnitt... ...wir schreiben das Jahr 2016.

Nach 20 Jahren gibt es also nun eine Fortsetzung von einem der spektakulärsten Filme der Neunziger Jahre.
Und jetzt kommt es... ...auf einmal ist all das war den ersten Teil ausmachte nicht mehr gut genug ?
Die Effekte sind besser denn je. Der Ton entspricht auch dem Stand der Zeit und es handelt sich um eine „echte“ Fortsetzung. Wir sehen die Erde 20 Jahre nach dem fast vernichtenden ersten Alienangriff. Die Technik der Menschen hat sich weiter entwickelt und sich praktisch mit der Alientechnologie verschmolzen. Und dies finde ich, ist ein wirklich guter origineller Ansatz den es bisher in einem Invasionsfilm noch nicht gab.

Was dann folgt verläuft dann natürlich wieder in den gewohnten Bahnen, siehe Teil 1.
Aber was bitte schön hätte man denn groß anders machen sollen ?
Diese Art Film bietet gar nicht genug Raum für große Änderungen.

Unterm Strich jedenfalls bietet ID-4 Teil 2 eine solide Fortsetzung mit verbesserten Effekten.

Was hier aber wirklich Spaß macht ist das Wiedersehen mit den alten Charakteren, insbesondere „Jeff Goldblum“ und „Brent Spiner (aka Data aus StarTrek) haben tolle, lustige Momente.
Die restlichen neuen Schauspieler sind recht farblos und agieren auf TV-Standart.
Und den mit den „Dumbo-Ohren“ (Zitat aus ID4) „Will Smith“ vermisse ich eigentlich nicht.

Der Film ist zugegebener Maßen kein Meisterwerk, aber er kann unterhalten. Mehr muss er nicht leisten.

Ich denke das Problem dass ID4.2 auf so viel Ablehnung stößt ist es anderes.
Heutzutage hat man das Staunen verlernt. Wir haben heute jede Menge Comic-Verfilmungen, StarWars ist wieder da und im Prinzip kommt fast jeden Monat irgend ein FX-Film raus wo sich die Spezial Effekte die Klinke in die Hand geben.

Vor zwanzig Jahren staunte man was alles möglich war.
Heute ist dies alles Routine. Man weiß dass inzwischen alles machbar ist. Und da ist Independence Day – Wiederkehr einfach ein CGI-Film unter vielen, dazu noch mit einer etwas altbackenen Handlung.

Doch mir hat es Spaß gemacht einen altmodischen SiFi-Film zu sehen der sich auf jedem Fall wohltuend von den ganzen Comic-Verfilmungen abhebt.

Es gibt hier auch genau wie beim letzten StarTrek einige extrem unlogische, bzw. übertriebene Sachen. Z.B. wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit das Dubai genau auf London fällt ? Aber im Gegensatz zu StarTrek erwartet man hier keinen Tiefgang. „Emmerich-Filme“ waren immer pures Achterbahnkino, und unser Schwabenspielbergle gibt ja auch selber zu das er ID4.2 nur gemacht hat, weil er beim ersten Teil einige Bilder im Kopf hatte welche mit der Neunziger Jahre-Technik noch nicht umsetzbar waren.
Von dieser Warte aus gesehen, - Mission erfüllt.

Nun zur technischen Umsetzung der Blu-ray: (Nur 2D-Version)
Zum Bild gibt es nichts zu sagen, da es nichts zu beanstanden gibt. 80% der Aufnahmen stammen eh aus dem Computer. Außerdem wurde wie heute üblich digital gedreht. Deshalb sehen die Bilder wie geleckt aus. Rauschen und Filmkorn sind nicht existent. Zumindest ist mir nichts aufgefallen.

Beim Ton sieht es anders aus. Wie immer bemängele ich als erstes bei modernen FX-Filmen das Fehlen einer Dolby Atmos-Tonspur. Die gibt es, wenn auch nur in Englisch, auf der Ultra HD-Blu-ray. Meiner bescheidenen Meinung nach ist das Strategie. Man will uns Surround-Freaks zum Kauf eines solchen Players verleiten.
Also wählte ich fürs erste Ansehen den englischen 7.1 dts-HD Master-Ton und schalte bei meinem Yamaha-Receiver den „dts–neural:X Upmixer „hinzu damit meine beiden Höhenlautsprecher auch was zu tun haben.
Was dann zu hören war, spielt auf jeden Fall locker in der Oberliga mit. Auch ohne echten Atmos bzw. dts-X 3D Surround spielte sich auf den Höhenkanälen erstaunlich viel ab. Teils ganze Lautsprecherdurchsagen kamen von der Decke. Aber auch die anderen Lautsprecher hatten Großeinsatz. Meine Lieblingsszene ist, wenn der Mondschlepper durch die Trümmer des zerstörten Mutterschiffes aus Teil 1 fliegt.
Auch die Bässe reichen locker bis zur Nachbarin unter mir. In den Schlachten gibt es außerdem Surroundeffekte Haufenweise. Der englische Ton macht wirklich Spaß.
Der deutsche „dts 5.1“ Ton ist leider nicht ganz so perfekt. Hier verschwimmen die Details im Ton-Mix (eben kleinere Datenrate und 2 Kanäle weniger). Auch die Effekte von der Decke waren hier bis auf die Lautsprecheransage kaum zu hören. Nur beim Bass hat man keine Verluste.

Die „Extras“ gehen in Ordnung. Die „Kurzdokus“ sind zwar alle etwas werbeträchtig und lieblos runter gekurbelt aber ok.
Lediglich den Audiokommentar vom „Meister“ persönlich kann man sich schenken.
Roland gibt selten echte Infos und Anekdoten vom Dreh zum Besten. Meistens beschränkt er sich darauf die Handlung im Bild nachzuerzählen.

Fassen wir also zusammen... ...für den Film an sich gebe ich ***-Sterne. Ok, einer ist ein Sympathie-Stern für unseren deutschen Exportschlager „Emmerich“, man möge es mir verzeihen.
Fürs Bild gebe ich die volle Wertung *****-Sterne. Beim Ton... ...naja...knappe ****-Sterne und die Extras sind ganz ok für eine Fortsetzung – knappe *** Sterne.
Unterm Strich sind knappe **** Sterne vielleicht etwas hoch als Gesamtwertung. Einigen wir uns auf fette *** Sterne. Das ist reeller.
Bei Roland Emmerich Filmen gilt sowieso... ...entweder man mag sie oder hasst sie.


Star Trek 13 - Beyond [Blu-ray]
Star Trek 13 - Beyond [Blu-ray]
DVD ~ Idris Elba
Preis: EUR 11,99

32 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen „Kann sich jemand an die Zeit erinnern als wir noch Forscher waren ?“ (Jean Luc Picard), 8. Dezember 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Star Trek 13 - Beyond [Blu-ray] (Blu-ray)
** „Kann sich jemand an die Zeit erinnern als wir noch Forscher waren ?“
(Jean Luc Picard)

Ok, als ich den ersten Trailer sah, fürchtete ich das Allerschlimmste.
Justin Lin hat aus „StarTrek“ „Fast & Furious 8“ gemacht. So schien der erste Eindurck.
Und auch wenn der zweite ausführlichere Trailer schon versöhnlicher stimmte, so war der Schaden bereits angerichtet. StarTrek Nummer XIII, war der erste Film, den ich seit 1990 (Star Trek V) mir „nicht“ zuerst im Kino angesehen habe.

Ok, dafür war ich aber jetzt bei der Blu-ray umso heißer auf den Film.
Viel wurde schon im Vorfeld besprochen. Vor allem über den schlechten deutschen Ton (Nur Dolby Digital 5.1). Aber ok, - wenigstens gibt es eine englische Spur mit fast Referenz mäßigen „Atmos Sound“. Nur meine beiden BDs „Everest“ und „Im Herzen der See“ knallen besser und bieten noch mehr Effekte auf den Decken-Kanälen.
Aber insgesamt ein überzeugender Ton-Mix auf der Höhe der Zeit.
Den ersten Stern Abzug gibt es natürlich wegen des Fehlens einer deutschen Atmos-Tonspur. Das es möglich ist beweist „Batman vs. Superman“,“San Andreas“.“Sicario“ und eben „Everest“. Letzterer hat sogar 3(!) Atmostracks (english/deutsch/französisch) (1x mit Dolby True HD 7.1-Kern, 2x Dolby Digital Plus 7.1 Kern“. Ich würde mich sogar nur mit der reduzierten DD+ Spur zufrieden geben, denn bei „Everest“ ist das wirklich der absolute Wahnsinn. Ein ähnliches Erlebnis wie 1996 „Twister“, meine erste Laserdisc mit 5.1 Ton.

Stern Nummer 2 geht flöten wegen dem werbeträchtigen und nicht sehr ausführlichen Bonus-Material, von der Sorte „Wir haben ja wieder gut gearbeitet, und alle lieben sich am Set“.
Ich brauche zwar keine zeitraubenden Audiokommentare und hunderte Fotos und Storyboards, aber eine schöne 60-90 Minuten Doku, welche auch in die Tiefe geht und auch einige Probleme zutage fördert darf es schon sein.

Stern-Abzug Nummer 3, - da bleibt jetzt natürlich nur noch Schwächen bei der Handlung bzw. Gesamteindruck des Films übrig.
Dazu muss ich jetzt aber einiges Spoilern. Auf jeden Fall kann ich aber schon mal folgendes sagen... (Spoilerfrei)

...alle Jugendlichen von 0 – 21 Jahre, die wahrscheinlich erst mit bei JJ.Abrams ins Star Trek Universum eingestiegen sind und für die dieser Film der 3.Teil ist, können blind zugreifen. Der Film passt in jeder Hinsicht zu den beiden Vorgängern und legt Effekte und Action mäßig noch eine Schippe drauf.
Eine 3D – Bewertung mache ich nicht, da ich selbst kein 3-D erkennen kann, mich die Brillen ohnehin schon im Kino nerven, und ich eh nur die 2D-Bluray gekauft habe.

Soooo.... ...und nun komme ich zur Bewertung für alle Leute, die dem Kindergarten entwachsen sind, für die dieser Film der 13.Teil ist, und für die Leute, welche Star Trek immer als „Star Wars“ für Intellektuelle sahen.

Also dies wird jetzt nicht das große Luftholen, bevor ich den Film mit einem Quantum-Torpedo in seine Bestandteile zerlege, nein.
Der Film ist jetzt wirklich nicht der schlechteste. Er macht auf jeden Fall viel Spaß und ist kurzweilig. Die Charaktere auf der Enterprise agieren wie man es von ihnen gewohnt ist. Vor allem ist es wie bei den Filmen III, IV, und den auch oft unterschätzten fünften Film. Alle Darsteller werden gerecht berücksichtigt und jeder trägt etwas zum Gelingen der neusten Mission bei.
Die Gags sind nie Selbstzweck und passen zu den Charakteren.
Sogar einige wehmütige Momente gibt es wo der eine oder andere Alt-Trekker feuchte Augen bekommt. Z.B. (Spoiler-Alarm !) wenn Spock vom Tod seines alten „ichs“ aus der originalen Zeitlinie erfährt (perfekte Einarbeitung von Leonard Nimoy's realem Tod), oder wenn sich Spock ein altes Mannschaftsfoto der original Crew (Star Trek VI (1991)) ansieht.
In diesen Momenten ist der neue Film am besten und man denkt.... ...“ja, - die Macher haben vieles richtig gemacht.
Aber leider haben sie auch etliches falsch gemacht...

...und ich kann nur sagen, ich weiß wovon ich rede. Ich bin definitiv ein Hardcore StarTrek-Fan. Ich nehme zwar nicht jede einzelne Folge unter dem Mikroskop auseinander, ich verkleide mich nicht als Klingone oder ähnliches, aber ich habe alle Filme, alle Serien (inklusiver der Zeichentrick-Reihe aus den Siebzigern) in meinem Archiv. Ich bin Fan von Kindheit an. Ich sah die Wiederholungen der Classic-Serie in den 70er und frühen 80ger Jahren im ZDF, habe mindestens TNG. DS9. Voyager 5 – 10 Mal gesehen. Und auch Enterprise kann ich einiges abgewinnen. Persönlich ist Depp Space Nine meine Lieblingsserie. Aber eigentlich ist das Haarspalterei. Jede der Serien hat ihre Höhe- und Tiefpunkte. Ich kenne Fans, die haben an jeder Folge irgendwas zu meckern oder finden Ungereimtheiten. Zu diesen peniblelen sogenannten Besserwisser-Fans gehöre ich nicht.

Wenn ich also einen neuen Film oder eine neue Serie beurteile, dann will ich in erste Linie erst mal gut unterhalten werden und mich für eine Weile in eine andere Welt begeben.
Dies scheitert hier leider schon in den ersten Minuten beim Anblick der Enterprise. Irgendwas stört mich da. Das Schiff wirkt hässlicher. Dann stelle ich den Unterschied fest...
...die Warpgondeln sind zu dicht zusammen. Es wirkt als hätte Godzilla sie mit seinen Klauen zusammen gedrückt und nach oben gebogen. Ok, - ich denke mir das die Enterprise beim letzten Film „Into Darkness“ auch einiges mitmachen musste und das man sie für die erste Tiefenraum-Mission schnell wieder zusammen schustern musste.
Glücklicher weise werden diese hässlichen Warpgondeln beim ersten Angriff auch gleich als erstes zerstört. Nochmal Glück gehabt. Eigentlich will ich mich an so was gar nicht stören, aber wenn es einem auffällt, dann guckt man automatisch immer wieder hin und ist von der Handlung abgelenkt.
Der nächste Punkt, - das Design der Raumstation ist „to much over the top“. Optisch sicherlich beeindruckend, - Zitat Pille „Eine Schneekugel im Weltraum“. Diese Konstruktion aus Stahl, Glas, Dubai-Wolkenkratzern mit künstlicher Dysonsphäre (s.TNG Epiode 130-Besuch von der alten Enterprise) passt nicht in diese Zeitperiode. Selbst der Todesstern aus Star Wars wäre noch vorstellbar gewesen. Aber dieses Gebilde hätte höchstens von einer viel weiter entwickelten Alienrasse erbaut werden können.
Natürlich ist Sinn und Zweck vollkommen klar: Dieser quasi Kunstplanet mit seinen Schauwerten, ist die perfekte James Bond Kulisse und bietet im zweifelslos „fast & furiousen“ Showdown perfekte Eyecatcher.
Ok, ich versuche nicht weiter drüber nachzudenken und folge weiter den Handlung.
(Spoiler) Es beginnt der Angriff der Schwarmraumschiffe, die totale Zerstörung der Enterprise, Gefangennahme und Überlebenskampf auf einem Planeten. Nicht sonderlich originell, aber es funktioniert besser als bei all den typischen Klitscheehaften „Shuttle Absturz-Folgen“ in den verschiedenen Trek-Serien.
Auch die neue Außerirdische, der Scotty begegnet kommt recht gut weg und wirkt keineswegs unsympathisch. Unlogisch ist hier aber auch der Verlauf Martial Art-Zweikampf zwischen ihr und dem Standart-StarTrek-Bösewicht Krall. Zuerst wirkt sie komplett unterlegen um dann plötzlich zur perfekten Kampfamazone zu erwachen. Das nimmt man nur schwer ab.
Captain Kirk fährt mit einem Motorrad zur Ablenkung rum. In Bezug auf den ersten Star Trek der Abrams-Reihe, wo der sehr junge Kirk mit einem Sportwagen herum rast, passt dieses hier ganz gut rein.
Auch damit das Mr. Sulu kier eine homosexuelle Beziehungr angedichtet wird, passt gut und steht nicht in Konflikt mit den früheren Filmen und der Classic Serie. Klar das der original Sulu Darsteller George Takei dies nicht so toll findet, aber ich muss Co-Author und „Scotty“ Darsteller Simon Pegg hier recht geben: Hätte man einen neuen „schwulen“ Charakter eingeführt, so wäre dieser stets als „der warme Bruder“ auf der Enterprise abgestempelt gewesen. Aber so wird jeder Fan wirklich auf die Probe gestellt, ob man wirklich offen für alles Neue ist.

Das Finale findet dann im Orbit um und auf der oben erwähnten übermodernen Raumstation statt.
Bei der Auflösung, wie diesem wirklich gefährlichen Schwarm-Raumschiffen bei zu kommen ist, musste ich dann schmunzeln. Auch hier stand wieder das Motto „No Buisness like Showbuisness“ im Vordergrund. Eine alte UKW-Frequenz über die man fetzige Retro -Popmusik spielt, bringt die Koordination der Alienraumschiffe derart durcheinander, dass sie explodieren.
Das ist zwar ein toller Jubeleffekt, aber an klischeehaftigkeit kaum zu überbieten.
Ich selbst hatte schon 1988 die selbe Idee für eins meiner SiFi-Hörspiele und war ebenfalls von einer TV-Serie („Per Anhalter durch die Galaxies“) inspiriert worden.
Hätte man statt Musik einfach irgendein hochfrequentes Pfeifen benutzt, hätte sich der Vergleich zu den folgenden Filmen gar nicht auf gedrängt.
Es kam mir vor als hätten sich die Macher von Mars-Attacks (1996) oder noch schlimmer von „Angirff der Killertomaten (1977) inspirieren lassen. Auch in diesen Fällen brachte ein bestimmter Song die Aliens, bzw. Tomaten zum Explodieren. Wohin soll das noch führen wenn jetzt schon Parodien als Ideenlieferanten für seriöse Filme dienen. Hollywood scheint wirklich nichts mehr einzufallen.
Der letzte Punkt in Handlung ist dann die Offenbarung das Krall gar kein Außerirdischer ist, sondern ein zurückgelassener Captain, der der auf diesem Planeten mit den restlichen Überlebenden seiner Schiffcrew Jahre lang fest saß und von der Föderation einfach vergessen wurde und sich nun rächen wollte.
Also da läuft dann das Fass an Ungereimtheiten über. Ich will da jetzt auch gar nicht so viel drüber nachdenken, was wäre wenn, hätte, hätte, Fahrradkette. Man muss diese letzte Überraschung einfach hin nehmen und als Hommage an die Klassikfolgen der sechziger Jahre sehen, wo ebenfalls der ein oder andere Commander auf fremden Planeten durchgedreht ist und von Kirk und Co bekämpft werden musste.

Unterm Strich kann ich nur sagen, das „Beyond“ nach „Star Trek – Treffen der Generationen“ die meisten Logik-Löcher im Drehbuch aufweist.
Das er aber nach „VII - Generations“ und X - „Nemesis“ der nur der drittschlechteste aller StarTrek-Kinofilme ist, bleibt der Tatsache geschuldet, das es ein paar wirklich gelungene Charakter Momente gibt und visuell zu den beeindruckendsten der Serie gehört. Dafür gibt es die zwei Sterne in dieser Bewertung.
Aber gerade da liegen auch die Probleme des 13.Abenteuers. Man verändert Sachen nur aus purer Effekthascherei. Der Film soll die Jungend ansprechen, hip und cool sein.
Die Macher vergessen dabei dass es auch ein älteres Stammpublikum gibt und dass ältere Menschen immer mehr werden, das man diese mit einer in sich schlüssigeren Handlung vielleicht eher in Kino locken könnte als mit tollen CGI- 3D Popup-VFX, scheinen die Studios von heute nicht zu begreifen.
Ein letztes Beispiel: StarTrek VI-Das Unentdecke Land von 1991... ...auch hier veränderte man einiges am Design aus Effekt-Hascherei, dazu gab es dann noch einen Shakespeare zitierenden Klingonen, oder die Übersetzungsbücher (!) auf der Brücke der Enterprise, aber dieser Film hatte eine packende spannende Story, die in sich schlüssig war und einen diese kleineren Schnitzer vergessen ließen. Der Film kostete zudem nur 28 Mio Dollar und spielte mehr als das dreifache in den USA wieder ein. „Beyond“ soll 185 Mio. gekostest haben und ca. 360 eingespielt haben. Durch die Werbungskosten usw. kann das Studio froh sein wenn es keine Verluste macht.
Wer weiß vielleicht war früher wirklich als besser, oder wie Captain Picard in StarTrek – Der Aufstand sagte: „Kann sich jemand erinnern als wir noch Forscher waren ?“
In der Tat kenne ich nur zwei StarTrek-Kinoabenteuer, die fast ohne Raumschlacht und einen Schurken auskommen: Star Trek – Der Film (1979), und StarTrek IV-Zurück in die Gegenwart (1986). Letzterer war sogar sehr erfolgreich und heimste sogar drei Oscarnominierungen ein.

Aber wahrscheinlich würde eine Geschichte in denen man irgendwelche Tiere vor dem Aussterben rettet heute niemanden mehr hinter dem Ofen hervorlocken.
Kommentar Kommentare (13) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 27, 2016 1:02 PM CET


Rubber - Limited Edition [Blu-ray] [Collector's Edition]
Rubber - Limited Edition [Blu-ray] [Collector's Edition]
DVD ~ Stephen Spinella
Preis: EUR 18,78

1 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Der schlechteste Film aller Zeiten ! Die Goldene Himbeere in allen Kategorien !, 26. April 2016
Der schlechteste Film aller Zeiten !
Die Goldene Himbeere in allen Kategorien !

Trashige Filme zu sehen mag ja unterhaltend sein, vor allem wenn sie so schlecht sind das sie wieder 'gut' sind (Killertomaten). Manche C....und doppel-D (Bitch-Slap)....Movies sind einfach Zerstreuung, - 'aber'...
...'Rubber' zu sehen ist ganz einfach Zeitverschwendung, denn dieser Film ist so richtig schlecht. So sehr das ich am liebsten Schmerzensgeld beantragen möchte um meine vertane Zeit zu kompensieren.

Ok... ...der obere Absatz wirkt wie die typischen Hass-Rezensionen die man hier öfters liest, doch so leicht werde ich mir es nicht machen. Ich versuche hier herunter zu brechen warum selbst Genre, Explorators und Trash-Fans die Finger von Rubber lassen sollten.

Ich habe dieses Mediabook für 12 Euro auf einer Filmbörse erstanden. Die Story über einen Reifen mit der telekinetischen Fähigkeit Bierflaschen, Vögel, Kaninchen und Menschen explodieren zu lassen hört sich ja erstmal lustig und originell an ' für einen neues krasses Trash-Movie.
Leider stellte sich schon nach den ersten 20 Minuten Ernüchterung ein. Langweilige Schauspieler, langatmige Einstellungen, kaum Musik und eine so abstruse Handlung das man bald die Lust verliert den Film zu Ende sehen zu wollen.

Es beginnt schon beim Intro: Da fährt es Auto mitten auf einer Wüstenpiste Klappstühle um die da Sinn frei rumstehen. Dann steigt ein gelangweilter Sherif aus dem Kofferraum (!) des selbigen Wagens und spricht direkt in die Kamera zu uns und erzählt von der Willkürlichkeit in Hollywoodfilmen und das 'Rubber' eine Homage an die Willkürlichkeit ist.
Ein Assistent verteilt Ferngläser an Zuschauer die da irgendwie in der Wüste tehen um sich den Film damit anzusehen.
Dann beginnt die eigentliche Handlung mit dem Erwachen des Killerreifens, die immer wieder mal von gelangweilten Kommentaren der Zuschauer unterbrochen wird.

Ok, für Genrefans mag das jetzt alles gar nicht mal sooo schlecht klingen. Man hätte da wirklich was frisches Flottes und Lustiges draus machen können, doch es hapert an der Umsetzung.
Während der gesamten Laufzeit von 82 Minuten kann 'Rubber' sein Potenzial nicht abrufen. Das ganze plätschert gemächlich vor sich hin... ...ist weder richtig spannend, noch richtig komisch. Die Ideen sind zwar da, werden aber dilettantisch vergeudet. Die spärlichen trockenen Gags zünden überhaupt nicht. Sie wringen einem höchstens ein müdes Schmunzeln ab. Dabei habe ich persönlich einen sehr guten Humor und kann so ziemlich über jeden Sch.... lachen.
Auch die Kameratechnik nervt mitunter. Da gibt es ellenlange Einstellungen wo eine wackelige Handkamera den Reifen so dicht verfolgt das dieser im Bild unscharf ist.
Bei längerem Betrachten dieser Bilder stellt sich bald ein flaues Gefühl im Magen ein. Man muss weg sehen um von dem Wackelbild nicht seekrank zu werden. Seit den Siebzigern gibt es eine Erfindung namens 'Steadycam' (Schwebestativ), welches man sich sogar als Amateur leisten kann.

Nun, - eventuell habe aber ich ja den falschen Humor für diesen Film den einige auch für ein Kunstwerk halten.
Jedenfalls wirkt dieser Streifen auf mich so, als hätte 'Helge Schneider' bei einem amerikanischen Film Regie geführt ohne selbst mit zuspielen.
Und das passt, denn obwohl ich Helge Schneider als Komiker recht Kult finde, - seine Filme kann ich nur lustig finden wenn man vorher ein bis zwei Kästen Bier geleert hat.

Im diesem Sinne könnten vielleicht einige wenige Zeitgenossen diesem Machwerk etwas abgewinnen.
Ich jedenfalls greife dann lieber zum X-ten mal zu 'Angriff der Killertomaten' oder richtigen Slapstick-Klassikern wie 'Die Nackte Kanone' die gegen diesen Z-Film wie Meisterwerke wirken.


Apocalypse Now - 2 CD
Apocalypse Now - 2 CD

3.0 von 5 Sternen Mehr Hörspiel als Soundtrack CD !, 2. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Apocalypse Now - 2 CD (Audio CD)
Dies ist die Verison wonach ich gesucht habe. Dachte ich zumindest.
Für mich war die Doppel CD ein Fehlkauf. Die Musik ist von den Dialogen der Schauspieler zersiebt.
Sie ist zwar komplett, aber da kann man sich ja gleich den Film ansehen.
Das ist eher eine Hörspiel CD. Ich genieße Filmmusik lieber pur.


MediaRange MR507 - BD-R Dual Layer Blu-ray Disc (50GB 6x Speed, 10 Stück)
MediaRange MR507 - BD-R Dual Layer Blu-ray Disc (50GB 6x Speed, 10 Stück)
Wird angeboten von ZBP Media
Preis: EUR 18,07

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Achtung ! Läuft auf LG nur noch mit neuer Firmware !, 18. März 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe meinen LG Brenner mit der neusten Firmware upgedated, dannach klappte der Brennvorgang dann mit der niedrigsten Geschwindigkeit (2x).
Habe zurvor aber auch 5 von 10 Rohlingen bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten verbraten, bis ich dahinter gekommen bin.
Da ich mit dieser Marke vorher nie Probleme hatte, ist wohl der Original Rohling inzwischen ein anderer, dh. braucht man eine neuere Firmware.

Ich werde aber weiter testen. Ein Erfolg bei 5 Mißerfolgen ist noch keine Garantie das der Rest auch klappt.

ERGÄNGZUNG !
ICH FÜRCHTE DAS DIE FIRMWARE AUCH NICHTS GENÜTZT HAT.
WIEDER 2 ROHLINGE DIE TOILETTE RUNTER GESPÜLT !

DH. MUSS ICH JETZT ZU DEM TOTESURTEIL FÜR DIESE MARKE KOMNMEN....
... F I N G E R W E G !
BESSER ZU QUALTÄTSWARE GREIFEN. (Wie Sony oder Panasonic)


Howard - Ein tierischer Held - Uncut [Blu-ray] [Special Edition]
Howard - Ein tierischer Held - Uncut [Blu-ray] [Special Edition]
DVD ~ Lea Thompson
Preis: EUR 8,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herrliches 80er Nostalgie-Kino das einfach Spaß macht !, 1. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich hatte den Film in den späten Achzige Jahren auf VHS-Cassette, - geschnitten wie ich jetzt feststellen mußte.
Dh. das FSK 16 Logo ist teils berechtigt, denn "Howard" ist herrlich politisch unkorrekt und dann doch wieder ein Kinderfilm. Oder sollte man sagen ein Film für erwachsene Kinder.
Ich hatte den Film seiner Zeit dann irgendwann gelöscht. Warum weiß ich nicht mehr.
Jedenfalls habe ich die letzten Monate meine Sammlung an George Lucas Produktionen etwas erweitert und bin dann über diese Blu-Ray Veröffentlichung gestolpert. Und für den Preis war es eine lohnenswerte Sache.

Dem FILM wurde das gleiche Schicksal zu teil wie dem Spielbergfilm "1941-Wo bitte gehts nach Hollywood ?".
Das Publikum war damals noch nicht bereit für diese Art von schrägem Humor.
Ich muß sagen heute ist "Howard" eine echte Trashperle mit hohem (Party)Unterhaltungswert.
Die Hauptdarsteller haben jede Menge Spaß. "Lea Thompson" ist einfach liebenswert, und "Jeffrey Jones" spielt herrlich böse sakastisch mit kultigen Sprüchen (Ich brauche Energie...., Sie hat die Eier weg geräumt..., Ich bin jetzt jemand anderes).
Tim Robbins, damals noch völlig unbekannt spielt den tollpatschgen Sidekick-Wissenschaftsassistenten.

Auch der Soundtrack fetzt ! Ob "Thomas Dolbys and the Cherry Bombs (Lea Thompson singt selber !)" Disco/Rock Musik, oder "John Barrys" routiniert komponierter Score (eine uncut Neuveröffntlichung wäre toll)... ...hier stimmt einfach alles.

BILD und TON sind voll ok. Und endlich mal ein Ton der nicht in 5.1 oder 7.1 hoch gemischt wurde, sondern einfach in dts HD 2.0 so verlustfrei und original wie möglich konserviert wurde. Man kann auch mit analogem Dolby Surround viel Spaß haben. So wirkt der Film viel Zeit gemäßer.

EXTRAS gibt es auch... ...zwar nicht Stunden lang, aber ausreichend.
In der zwei geteilten Retrodokus (27+13 Minuten) aus dem Jahre 2008 kommen alle Beteidigten ausführlich zu Wort.
Lea Thompson (2008 Ende 40, inzwischen Anfang 50) plaudert äußerst sympathisch über ihre schrägen filmischen Liebesbeziehungen. Erst zu ihrem Filmsohn (Michael J.Fox/Back to the Future), und dann zu einer außerirdischen Ente, sowie über 80er Jahre Frisuren und Mode.
Des weiteren gibt es Kurzdokus aus der Zeit der Entstehung über Musik, Stunts, Effekte und natürlich Teaser und Trailer.

Alles in Allem ein schönes, wenn auch nicht zu übppiges Gesamtpacket für alle Nostalgiker der Achtziger Jahre.


James Bond 007 - Skyfall [Blu-ray]
James Bond 007 - Skyfall [Blu-ray]
DVD ~ Daniel Craig
Preis: EUR 7,97

8 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Toller unkonventioneller 007, mit kleinen Abstrichen beim Ton !, 4. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: James Bond 007 - Skyfall [Blu-ray] (Blu-ray)
Tja, wo soll ich anfangen ?
Im Prinzip gehören jene Bondfilme, welche aus dem Bond typischen Rahmen fallen immer zu den Besten der Serie. So geschehen bei „Im Geheimdienst ihrer Majestät (1969), „In tödlicher Mission (1981)“, „Lizenz zum Töten (1989)“ und „Casino Royale (2006)“. Wobei die 69er und 89er Filme lange Zeit nicht die Beachtung bekamen die sie eigentlich verdient hatten.

Eigentlich gilt das Gleiche auch für den letzten 007-Streifen „Ein Quantum Trost (2008)“ der mit seiner Rachegeschichte ein wenig an „Lizenz zum Töten“ erinnert, aber derart hastig und wirr inszeniert wurde, dass hier viel Potenzial für einen guten Bondfilm verschenkt wurde.

Nun gut, kommen wir aber jetzt zum aktuellen Film „Skyfall (2012)“.
Erst einmal.... ...Regie, Kamera und Bildschnitt bewegen sich wieder auf klassischen Pfaden. Die Zeiten von Wackelkamera und Stakkatoschnitt (Bourne) sind zum Glück wieder vorbei. (Hier ein Dankeschön an Christopher Nolan und IMAX, die sich in „The Dark Knight“ wieder auf konventionelle Regie und Kameraführung besannen)

Also zusammen gefasst kann ich über den neuen Bond nur Gutes berichten. Er ist eines Jubiläumsbonds würdig. Er fällt auch wie die in den oberen Absätzen erwähnten 007-Filme, in die Kategorie der ungewöhnlichen Bondfilme, und das zwar in jeder positiven Hinsicht.

Die Geschichte dreht sich um verdrängte Kindheitserlebnisse von Bond, und auch M's Vergangenheit rückt in den Fokus. Der neue Bösewicht, von Javier Bardem (Perdita Durango 1998) hervorragend gespielt, dient in dieser Story als Polarisator. Doch ohne zu viel verraten zu wollten ist eigentlich M die Mutter allen Übels. Hätte sie in der Vergangenheit andere Entscheidungen getroffen wäre es jetzt nicht so weit gekommen.
Es handelt sich hier um eine original ausgedachte Story, welche nicht aus dem Ian Flemming Fundus stammt. Doch da gibt es sowieso nicht mehr viel zu verfilmen.

Interessant ist das der Eröffnungsteaser der Bond erst mal in klassischer Action zeigt (Auch diesmal allerdings ohne Gun-Logo, das erst wieder am Ende kommt).
Hier wird nicht gekleckert. Da rasen Motorräder über die Dächer Istanbuls, verfolgen Autos einen Zug, und benutzt Bond einen Raupenbagger auf diesen „fahrenden“ Zug als Kugelfang. Dies ist alles Classicbond wie wir ihn lieben.
Doch ab dem Vorspann heißt es dann... ...“Vergesst alles was Ihr von Bond im Normalfall erwartet !“ Dieser 007 definiert die Serie entgültig neu.

Der größte Unterschied ist, das es von nun an wenig Action gibt, Das wird die die Anhänger der Roger Moore und Pierce Brosman Ära wieder mal enttäuschen, doch die Zeiten des Automaten und Spielzeugbond sind nun endgültig vorbei.
Dennoch ist von Langeweile keine Spur. Die Action ist hier nur perfekt mit der Handlung verschmolzen. Und zu Beginn des letzten Aktes gibt es für alle Classicbondfans sogar einen echten Leckerbissen in Sachen Gadgets.

Daniel Craig zeigt den harten Connerybond mit Killerinstinkt, und kombiniert ihn geschickt mit der Verletzlichkeit eines George Lazenby und psychologischen Tiefe eines Timothy Dalten.
Nach dem Scheitern seiner (Eröffnung)mission erleben wir einen Bond der von Selbstzweifeln geplagt wird, und der seine Zielsicherheit beim Schießen eingebüßt hat.
Man kann geteiler Meinung sein, ob es für 007 gut ist ihn als dreidimensionale Figur darzustellen, doch wie das in Skyfall geschieht kann perfekter nicht sein.

Auch der neue Q wurde modernisiert. Er ist im 21. Jahrhundert ein Computernerd.
Herrlich sein Spruch: „Was haben sie erwartet 007 ? Explodierende Stifte ? So was machen wir nicht mehr.“

Also für mich persönlich rangiert dieser Bond sehr weit oben in meiner Bond-Hitliste, und ich stehe scheinbar nicht alleine mit dieser Meinung. Über 1.Mrd. Einspiel,
5 Oscar-Nominierungen (Kamera, Musik, Ton, Tonschnitt, Song) und 2 Oscars (Tonschnitt und bester Song (Adele), sprechen wohl für sich selbst.
Skyfall ist definitiv der erfolgreichste Bondfilm aller Zeiten !

Nun zur Blu-Ray selbst:

Bild und Ton sind ein absoluter Leckerbissen, die Skyline von Shanghai hatte nie bunter gestrahlt, Daniel Craigs Bartstoppel wirken im Close-Up so ungepflegt, wie seine 007-Darstellung zu Beginn des Films (im positiven Sinne versteht sich).

Beim Ton, meinem Lieblingsthema ist das so eine Sache.
Ich verstehe warum Per Halberg und Co (Bourne 2+3, Blade Runner-The Final Cut) den Toneffekt Oscar gewonnen hat. Der Soundmix ist einer der homogensten, den ich je gehört habe. Dh. dass das Gleichgewicht zwischen Effekte, Musik und Sprache so perfekt wie selten ist. Die Dialoge sind immer klar zu verstehen und gehen nicht im Effektgewitter unter.

Das nun zum Negativen: WARUM IST DER DEUTSCHE TON WIEDER NUR DTS 5.1 ???
Gut, früher war DTS eines der besten Formate, aber wir befinden uns im HD Zeitalter !
Jetzt muss ich aber sagen dass der deutsche DTS Ton den englischen DTS-HD in nichts nachsteht. Er ist nur leicht leiser.

ABER GENRELL... ...Warum nur 5.1 ??? Bondfilme griffen seit je her immer auf das neuste Surroundsystem zurück. (70mm 6-Track Dolby Stereo / 1979 Moonraker, DTS und Dolby DIGITAL 5.1 / 1995 Goldeneye, Dolby DIGITAL.EX, 1999 Die Welt ist nicht genug, dts-ES 6.1 Discrete / 2002 Stirb an einem anderen Tag)
Seit Casino Royale 2006 kommt Bond auf DVD / Blu-Ray wieder in 5.1 daher. Dabei sind auch die drei Craig-Bonds voll 6.1 tauglich.
Skyfall habe ich mit englischer dts.HD Tonspur, mit zugeschaltenten dts-es Decoder gehört.
Aufgrund der sparsamen Actionszenen gab es zwar nur wenige Surroundeffekte, aber alle Surrounds machten sich bemerkbar wenn es drauf ankam.

Der Eindruck beim Ton insgesamt... ...so muss ich sagen...
...trotz Oscarveredelung hätte ich mir die Surrounds teils etwas schärfer gewünscht. Am Anfang hört man eine MG-Salve von hinten links so zaghaft als wenn man sich nicht getraut hätte den Regler hochzuschieben. Erst am Ende, wenn der Hubschrauber um Bonds alten Wohnsitz (ups Spoiler) kreist, machen sich dann alle hinteren Kanäle richtig bemerkbar.
Und auch erst beim dann folgenden Absturz in das Gebäude, grollten meine beiden Bässe dann endlich in den so geliebten Nachbarschaftsunfreundlichen Frequenzkeller unter 35 Hz.
Hier ist nicht hören, sondern fühlen angesagt.
Dies war aber auch das einzige Mal im gesamten 143min. längsten Bond aller Zeiten, wo am man sich davon überzeugen konnte das die Bässe noch am Leben sind.
Selbst die Entgleisung der U-Bahn 30 Minuten früher hätte noch etwas mehr Tiefgang verdient.
Nun muss ich aber abschießend noch zur Verteidigung des Bond FX-Tracks sagen, dass ich vor einer Woche den neuen „Die Hard-Film“ (Teil 5-Ein guter Tag zum Sterben) im Kino sah, und das dieser Film eine echte subsonische Bassgranate ist ! Dort rummst es fast im 8 Minutentakt abgrundtief. Wer weiß vielleicht war ich einfach zu verwöhnt.

Die Extras: Die Blu-ray, - sieht schlicht aus, jedoch was ich beim Ton zu bemängeln hatte wird beim Bonusmaterial wieder wett gemacht.
Es gibt zwei Audiokommentare, und ein einstündiges Making of, sowie noch ein paar weitere kleine Extras. Ich habe mich damit noch nicht befasst, aber allein die zwei Kommentare und die eine Stunde „Entstehung von Skyfall“ sind sehr vielversprechend.
Bin nur mal gespannt ob die Produzenten noch ein Wort über ihren Ausrutscher „Ein Quantum Trost“ verlieren, ich glaube es ja nicht. Es wäre aber schön ein kleines Bekenntnis zu hören.

In diesem Sinne, kann man auf den nächsten Bond schon gespannt sein.


Total Recall (Extended Director's Cut) [Blu-ray]
Total Recall (Extended Director's Cut) [Blu-ray]
DVD ~ Colin Farrell
Wird angeboten von SchwanHM
Preis: EUR 8,72

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Seichtes visuell ansprechendes Remake mit Tonproblemen !, 10. Februar 2013
Ok, fangen wir mal mit den technischen an:
Hier gibt es deutlich Verbesserunsbedarf. Sony wollte wohl alles auf einmal. Zwei Filmversionen im Branching - Verfahren auf einer Blu-ray, und das ganze schnell schnell auf den Markt werfen.

Da ich Fan des "Schwarzenegger/Verhoeven"Originals bin, lieh ich mir den Film mit Freunden erst mal nur aus.
Das war schon ein richtiger Gedanke, denn was dann bei der Vorführung folgte war dann genial und katastrophal zugleich, und dabei rede jetzt nur vom technischen und nicht vom inhaltlichen Teil.

Das Bild ist OK, und entgspricht heutigem HD-Standart.
ABER der Ton... ...in Dolby True HD 5.1 (Deutsch/English/Japanisch)... ...schon mal lobenswert das es deutschen HD Ton gibt. Ist ja nicht immer selbstverständlich. Fragt sich nur warum nur 5.1, wo der Film doch auf der Dolby.com Seite mit 7.1 Abmischung angegeben ist. Ok, darüber kann man hinweg sehen. Einfach den ES/EX Decoder manuel aktiviert und schon gibt es wenigstens 6.1 HD Surround.
Und was für ein Sound, abgrundtiefe Bässe und auch genug rundum Geballere.

ABER nach nicht mal 10 Minuten war es mit dem Vergrügen vorbei. Immer wenn der Player (Sony BDPS480) auf die erweiterten Szenen umsprang, folgten 2-3 krasse Tonunterbrechungen hintereinander welche mehr als störend sind, besonderns bei der Wiedergabe in Kinolautstärke (oder Nachbarschaftfeindlichkeitsmodus).
Wäre dies nur 4-5 mal im Film passiert wäre das noch ok, es passierte in den ersten 30min. jedoch schon doppelt so oft.

Jetzt war ich ja vorgewarnt, ich hatte schon einige Rezessionien hier zum Ton gelesen, und tatsächlich brachte ein Tip die Lösung des Problems: Im Playersetup die Tonausgabe von direkt auf "mischen" umstellen. Dies ist eigentlich dazu gedacht um den Ton von Videokommentaren während des Filmes mit dem Kinosound zu mischen. Dazu wandelt der Player den Filmton vom aktuellen Wiedergabeformat (Dolby Digital, DTS, DTS HD, Dolby TRUE HD) in das unkomprimierte PCM-Format in 5.1 um. Und das klappte. Was von den Aussetzern übrig blieb war ein dezentes Knacken in den vorderen Lautsprechern. Damit konnte man leben.
Doch durch diese Umwandlung zu PCM im Player hatte der Ton etwas von seiner brachialen Gewalt eingebüßt. Doch das ist jammern auf hohem Nivau, und auf einer durchschnittlichen Surroundanlage würde es warscheinlich garnicht bemerkt werden. Ich wollte jedoch mit meinen Yamaha Avantage 2010-Receiver und dem brandneu zusammen gestellen 9.2 Boxenset (Teufel System 5 und 7) glänzen. Naja, das war eben wieder der berühmte Vorführeffekt.

Ich denke es handelt sich um vereinzelte Exemplare der Blu-ray, da ja nicht jeder diese Tonprobleme hatte.
Es war wohl eine mangelnde Endkontrolle, oder warum sollte eine von Sony erstellte Blu-ray ausgerechnet auf einem Sony-Blurayplayer solche Schwierigkeiten machen.
Und schließlich exstiert der Film "Unheimliche Begegnung der 3.Art" von Spielberg sogar in 3 Fassungen auf einer Blu-ray mit dts-HD und Dolby True HD Ton. Und diese Disc ist viel älter und funktioniert tatelos.

Zum Film:

Zum Postitiven (Director's Cut): Der Film ist unterhaltsam, er hat tolle visuelle Effekte, und abgesehen von den obrigen oben beschrieben Tonaussetzern ist der HD Ton auf dem Stand der Zeit.
Es gibt auch einige tolle Technik Ideen wie das in die Hand implantierte Smartphone.
Und wer das Original nicht kennt, der wird wohl Total Recall 2012 als einen neuen Sifi-Meilenstein ansehen.

Doch kommen wir zu meiner persönlichen Ansicht, und die fällt nur mal deutlich negativer aus: Wie geschrieben, auf dem ersten Blick macht der Film Spaß, doch schon schon während des Sehens glaubte ich in einer "Matrix" zu sein. Ich sah Dejavus (oder so ähnlich): Ich bekam das Gefühl das alles schon mal besser gesehen zu haben: Die Stadt aus "Blade Runner", die Autos aus "Minority Report", die Robotercops aus "I, Robot/Clone Wars/Robocop" das ganze mit einer Brise Transformers, nach dem Motto gut geklaut ist die halbe Miete.
Die Darsteller wirken irgendwie farblos. Vor allem Kate Beckinsale aus fatale Ehefrau, finde ich zwar aktraktiver als Sharon Stone, ist aber einfach nur böse, und wirkt weniger durchtrieben. Und bei ihren Körperbetonten Kampfeinlagen mußte ich immer daran denken das die Ehefrau des Regisseurs ja auch in der "Underworld-Reihe" so einen Typ Frau spielte.

Und dann kommt noch hinzu das der ganzen Sifi-Aspekt mit Mars und der außerirdischen Pyramide fallen gelassen wurde.
Statt dessen gibt es auf der Erde zwei Kolonien die mit einem Aufzugsystem durch den Erdekern (Der Fall) verbunden sind. Das macht zwar visuell einiges her (Stichwort: Gravitationsumkehr in Kernnähe), ist im Jahre 2030 aber wohl das Unlogischte was ich je gesehen habe. So eine Technik wäre vielleicht im Jahre "3001" denkbar.

Und als letztes muß ich noch los werden, selbst wenn ich jetzt kein Hardcore Arnold-Fan bin:
Als ich den Original Film 1990 im Kino sah war ich von seiner Gewalttätigkeit schier überwältigt. Hier ist damals eine Grenze gefallen. Ich weiß noch wie ich geflucht habe als die UFA damals erst eine um 3 Minuten geschnittene 16er-Fassung auf Video veröffentlichte.
Erst ein halbes Jahr später kann die ungeschittene indizierte 18er Version heraus. Dafür mußte ich extra in einer entfernten Videothek Mitglied werden, da der Film in dieser Fassung in der hiesigen so nicht zu bekommen war.
Tja, damals mußte man noch Opfer bringen.
Dieses Schicksal bleibt dem Remake erspart, denn Total Recall 2012 ist in dieser Beziehung die reinste Kindergartenfassung !


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