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Beiträge von Herbert Huber
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Rezensionen verfasst von
Herbert Huber (Wasserburg am Inn, Germany)
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Schachtaktik für Fortgeschrittene
Schachtaktik für Fortgeschrittene
von Viktor Vámos
  Taschenbuch

4.0 von 5 Sternen Zum Einsatz im Jugendtraining, aber auch zum Selbsttraining gut geeignet, 22. Juni 2016
Dieses Kombinations– und Trainingsbuch stammt aus einer fünfteiligen Serie desselben Autors.
In jeweils 10 thematischen Kapiteln werden Schachdiagramme zum Lösen angeboten. Der Lösungsteil am Ende ist denkbar knapp. So werden in den drei Anfängerbüchern keine Partiedaten gegeben.
Manchmal hatte ich den Eindruck, dass zuviele gleichartige, einfache Aufgaben hintereinander kommen. Wenn man ein paar Mal mit dem Turm König und Dame aufgespießt hat, dann langt's. Man kann das Motiv später nochmals zur Wiederholung bringen (was ja auch geschieht).
In jeweils 10 thematischen Kapiteln werden Schachdiagramme zum Lösen angeboten. „Schachtaktik für Fortgeschrittene” bietet auf 288 Seiten 960 Aufgaben.
Der Lösungsteil am Ende ist denkbar knapp. Manchmal hatte ich den Eindruck, dass zu viele gleichartige, einfache Aufgaben hintereinander kommen. Wenn man ein paar Mal mit dem Turm König und Dame aufgespießt hat, dann langt's. Man kann das Motiv später nochmals zur Wiederholung bringen (was ja auch geschieht).
Alle Bücher dieser Reihe eignen sich zum Einsatz im Jugendtraining, aber auch zum Selbsttraining. Spartanische Ausstattung, aber eben deshalb besonders preiswert.


Schachtaktik für Anfänger 2
Schachtaktik für Anfänger 2
von Viktor Vámos
  Flexibler Einband

4.0 von 5 Sternen Zum Einsatz im Jugendtraining, aber auch zum Selbsttraining gut geeignet, 22. Juni 2016
Dieses Kombinations– und Trainingsbuch stammt aus einer fünfteiligen Serie desselben Autors.
In jeweils 10 thematischen Kapiteln werden Schachdiagramme zum Lösen angeboten. Der Lösungsteil am Ende ist denkbar knapp. So werden in den drei Anfängerbüchern keine Partiedaten gegeben.
Manchmal hatte ich den Eindruck, dass zuviele gleichartige, einfache Aufgaben hintereinander kommen. Wenn man ein paar Mal mit dem Turm König und Dame aufgespießt hat, dann langt's. Man kann das Motiv später nochmals zur Wiederholung bringen (was ja auch geschieht).
In jeweils 10 thematischen Kapiteln werden Schachdiagramme zum Lösen angeboten. „Schachtaktik für Anfänger 2” bietet auf 127 Seiten 480 Aufgaben.
Der Lösungsteil am Ende ist denkbar knapp. Manchmal hatte ich den Eindruck, dass zu viele gleichartige, einfache Aufgaben hintereinander kommen. Wenn man ein paar Mal mit dem Turm König und Dame aufgespießt hat, dann langt's. Man kann das Motiv später nochmals zur Wiederholung bringen (was ja auch geschieht).
Alle Bücher dieser Reihe eignen sich zum Einsatz im Jugendtraining, aber auch zum Selbsttraining. Spartanische Ausstattung, aber eben deshalb besonders preiswert.


Schachtaktik für Anfänger
Schachtaktik für Anfänger
von Viktor Vámos
  Flexibler Einband

4.0 von 5 Sternen Zum Einsatz im Jugendtraining, aber auch zum Selbsttraining gut geeignet, 22. Juni 2016
Dieses Kombinations– und Trainingsbuch stammt aus einer fünfteiligen Serie desselben Autors.
In jeweils 10 thematischen Kapiteln werden Schachdiagramme zum Lösen angeboten. Der Lösungsteil am Ende ist denkbar knapp. So werden in den drei Anfängerbüchern keine Partiedaten gegeben.
Manchmal hatte ich den Eindruck, dass zuviele gleichartige, einfache Aufgaben hintereinander kommen. Wenn man ein paar Mal mit dem Turm König und Dame aufgespießt hat, dann langt's. Man kann das Motiv später nochmals zur Wiederholung bringen (was ja auch geschieht).
In jeweils 10 thematischen Kapiteln werden Schachdiagramme zum Lösen angeboten. „Schachtaktik für Anfänger” bietet auf 127 Seiten 480 Aufgaben.
Der Lösungsteil am Ende ist denkbar knapp. Manchmal hatte ich den Eindruck, dass zuviele gleichartige, einfache Aufgaben hintereinander kommen. Wenn man ein paar Mal mit dem Turm König und Dame aufgespießt hat, dann langt's. Man kann das Motiv später nochmals zur Wiederholung bringen (was ja auch geschieht).
Im „Schachtaktik für Anfänger” ist die angegebene Lösung von #455 falsch. Weiß gewinnt, aber nicht mit Df5 sondern mit Lxf5.
Alle Bücher dieser Reihe eignen sich zum Einsatz im Jugendtraining, aber auch zum Selbsttraining. Spartanische Ausstattung, aber eben deshalb besonders preiswert.


Reasons for Belief
Reasons for Belief
von Andrew Reisner
  Taschenbuch
Preis: EUR 29,09

4.0 von 5 Sternen Topaktuelle Diskussion der Zusammenhänge zwischen Normativität, Rationalität, Rechtfertigung und Gründe, 11. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Reasons for Belief (Taschenbuch)
Dieser Sammelband enthält zwölf Aufsätze von zwölf Autor*innen zum Thema Gründe für Überzeugungen. „Belief” wird dabei epistemologisch verstanden und im Deutschen deshalb besser als Überzeugung denn als Glauben wiedergegeben. Keiner der Aufsätze versteht darunter religiösen Glauben.
Viele Probleme der Erkenntnistheorie haben normativen Charakter. Überzeugungen und Wissen werden bewertet, das heißt, es wird geprüft ob sie den Bedingungen (die sich aus der Analyse der erkenntnistheoretischen Grundkategorien ergeben) genügen. Erkenntnistheoretiker befassten sich lange mit der Rechtfertigung wenden sich aber verstärkt zu den Gründen für eine Überzeugung hin, stellen die beiden Herausgeber in der Einführung fest. In einer Besprechung stellt Alex Gregory fest: „where epistemologists used to talk about warrants and evidence, they now talk about reasons for belief”.
Die Herausgeber springen in ihrer Einführung schnell in die Debatte und geben einen kurzen Überblick zu jedem der zwölf Beiträge. Für diejenigen Leser*innen, die mitten in der Debatte sind, mag das genügen, andere vermissen wohl eine erläuternde Gesamteinführung mit einer Abgrenzung zwischen den verwandten Begriffen. Für potentielle Leser des Bandes daher hier ein knappe Darstellung des Zusammenhangs zwischen Rechtfertigung und Gründe dafür:
Eine Person S ist zum Zeitpunkt t epistemisch gerechtfertigt zu glauben, dass p, genau dann, wenn:
(i) S Gründe hat für seine Überzeugung, dass p,
(ii) die Gründe, die S für seine Überzeugung hat, adäquat (gut) sind,
(iii) diese Gründe die Überzeugung stützen.
Schon gerät man tief in die Debatte: es muss geklärt werden, was "adäquat", "gut", "stützen" und auch "relevant" in Bezug auf Gründe und Rechtfertigung bedeuten.
Für fortgeschrittene Philosophen mit Schwerpunkt der Erkenntnistheorie geben die zwölf Aufsätze den gegenwärtigen Stand der Debatte wider. Man muss jedoch mit den Details schon vertraut sein, da – wie bereits moniert – auf eine thematische Grundlegung verzichtet wird. Einige Aufsätze wären auch durch erläuternde Beispiele zugänglicher geworden. Wer also ein grundlegendes Werk zu den Gründen für Überzeugungen erwartet liegt falsch. Der Sammelband stellt sich an die Spitze der Debatte und erarbeitet für Spezialisten die Zusammenhänge zwischen Normativität, Rationalität, Rechtfertigung und Gründe aus verschiedenen Sichtweisen.


(Re)Produktion empirischer Szenarien
(Re)Produktion empirischer Szenarien
von Lena Hofer
  Taschenbuch
Preis: EUR 48,00

5.0 von 5 Sternen Hervorragende Grundlegung einer umfassenden Theorie der Reproduktion von Experimenten, 11. Juni 2016
Ein Grundpfeiler und wichtiges Gütekriterium des Anspruchs auf Wissenschaftlichkeit ist die Wiederholbarkeit von Experimenten und Beobachtungen.
Das vorliegende Werk behandelt die Produktion und Reproduktion von wissenschaftlichen Experimenten in einem weiten Sinne, Beobachtungen einschließend.
Angesichts der Zentralität des Begriffs der Reproduzierbarkeit ist es bemerkenswert, dass dazu bisher wenig Arbeiten vorgelegt wurden. Die Autorin musste viele Begriffe im Laufe der Arbeit einführen und entwickeln.
Nach Vorwort und Einleitung gliedert sich das vorliegende Werk in vier Hauptteile:
1 Zur Ebene der Empirie
2 Grundzüge einer Theorie zur Beschreibung von Reproduktionsmechanismen
3 Zur Anwendung von TnF in der Wissenschaftstheorie
4 Zur Ebene der Theorie
Im ersten Teil werden wichtige zum Teil neue Begriffe herausgearbeitet: Reproduzierbarkeit, empirisches Szenario und Arrangement, Klassifikation nach Forschungskontext.
Bei der Ordnung der Ebene der Empirie geht die Autorin auf den grundlegenden Katalog empirischer Szenarien von Francis Bacon (1620) zurück, der jedoch nur noch als Ideengeber verwendet werden konnte.
Im zweiten Teil – dem Kern des Werks – wird eine Theorie zur Beschreibung von Reproduktionsmechanismen entwickelt, die die Autorin „Theorie der n-Fachung” (TnF) nennt. Dank der strengen analytischen Darstellungsweise werden alle Begriffe nicht nur exakt definiert, sondern auch begründet, warum sie (neben vielleicht bereits vorhanden, meist ungenau verwendeten Begriffen) neu eingeführt werden. Vom formalen Rahmen der Mengenlehre ausgehend wird dann im Rahmen der strukturalistischen Wissenschaftskonzeption weiter formalisiert. Diese Vorgehensweise mag einige Leser abschrecken, hat aber neben der Präzision den Vorteil, dass mit ihr Sachzusammenhänge aufgedeckt werden, die ansonsten im Dunkel blieben. Es entsteht ein Formalismus, der von künftigen wissenschaftlichen Untersuchungen übernommen werden kann.
Unterstützend dazu dient das dritte Kapitel, das Probleme der Anwendung von TnF diskutiert. Die Beschreibung von empirischen Arrangements müssen gewissen Normen genügen, damit die Reproduktion gewährleistet ist.
Das vierte, abschließende Kapitel geht zu den Auswirkungen der Anwendung von TnF auf die Ebene der Theorien über.
Im Fazit resümiert die Autorin, dass die vorgelegte Konzeption erhellen kann, wie sich Wissen auf empirischer Basis entwickelt, verändert und bewährt, Wissen, das den Standards der Wissenschaftlichkeit genügt. Diesem Fazit kann der aufmerksame Leser voll zustimmen.
Das bahnbrechende Werk richtet sich an alle Wissenschaftstheoretiker, aber auch an alle Wissenschaftler, die mit Experimenten und Beobachtungen Theorien, Hypothesen oder Forschungsergebnisse liefern oder überprüfen wollen. Kann es in der Wissenschaft noch zu widersprüchlichen Ergebnissen kommen – man denke nur an die Bewertung der Auswirkungen des Einsatzes von Glyphosat –, wenn Normen der Reproduzierbarkeit festgemacht und eingehalten werden? Eine topaktuelle Frage, für deren Beantwortung die vorliegende Arbeit Grundlagen aufzeigt. Auch wer nicht in die letzten Feinheiten des formalen Apparates (Kapitel 2) eindringt, wird dazu wertvolle Hilfestellung und Einsichten erhalten.


Vielleicht auch träumen
Vielleicht auch träumen
von Lilo Beil
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,90

4.0 von 5 Sternen Flüssiger mit Shakespeare u.a. aufgeladener Regionalkrimi, 24. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Vielleicht auch träumen (Taschenbuch)
Eine zunächst unbekannte Ehefrau (später ergibt sich: Cornelia Waltz) sinniert über ihren Freitod, rutscht auf der Treppe aus und stürzt hinunter.
Durch die Todesanzeige wird ihre ehemalige Lehrerin (inzwischen pensioniert) Charlotte Rapp aufmerksam und es tauchen Zweifel am Unfalltod auf. Hauptkommissar Guldner schaltet sich ein. Die Fäden gehen zurück in die Schulzeit und einem mysteriösen Englandbesuch, genauer in Stratford upon Avon.
Wie in jedem ordentlichen Krimi taucht – allerdings erst nach der Mitte des Romans – unvermutet die zweite Leiche auf (es folgt noch eine dritte) und damit wird es straffer. Das den Taten unterliegende Beziehungsgeflecht verlangt Aufmerksamkeit der Leser, ist aber stimmig. Ob es zu Beginn Freitod, Unfall oder Mord war, sei nicht verraten.
Dass die wirkliche Spannung erst nach Seite 100 aufkommt, liegt an mehreren Faktoren.
Da der Abgang von Cornelia Waltz als Unfall angedeutet wird, aber offen bleibt, weiß man lange nicht, ob man wirklich einen Krimi liest. Ist es vielleicht nur ein verwirrender Lokalroman?
Beginnend mit John Keats (S. 8) vergeht kaum eine Seite, in der nicht Namedropping betrieben wird: Rilke, Händel, Jimi Hendrix, Lady Di, um nur einige herauszugreifen; darunter auch Janis Choplin [sic!].
Zu viele verzögernde Einschübe: Beispielsweise blättert eine Luisa von S. 68 bis 76 in einem Buch mit Anleitung zum Freitod. Der Einschub entpuppt sich als Kurzerzählung der Cornelia, die von Charlotte gelesen wird.
Das Gute ist, dass man auch die ersten hundert Seiten in einer Sitzung liest und dann wird‘s ja spannend (abgesehen von der sechs Seiten langen Malszene) und man bleibt dabei. Damit entsteht doch noch ein stimmiger Regionalkrimi.
Wer vorausgegangene Krimis der Autorin (oder auch von Martha Grimes) gerne gelesen hat, kommt auch bei "Vielleicht auch träumen" voll auf die Kosten.


Anne Marie Jauss 1902-1991
Anne Marie Jauss 1902-1991
von Johanna Jauss
  Broschiert
Preis: EUR 19,90

5.0 von 5 Sternen Zweisprachig; als Geschenk bestens geeignet, 20. April 2016
Rezension bezieht sich auf: Anne Marie Jauss 1902-1991 (Broschiert)
Zweisprachig; als Geschenk bestens geeignet
Lebensläufe von Exilanten und Asylsuchenden, die den deutschsprachigen Raum in den 30-er Jahre des letzten Jahrhunderts verlassen haben, interessieren mich. Besonders wenn sie – wie Anne Marie Jauss – Nazideutschland schon sehr früh – noch nicht unter direktem Druck – verließen, ziehe ich meinen Hut vor so viel Voraussicht.
Die Münchner Künstlerin Anne Marie Jauss ging 1932 aus Angst vor der politischen Entwicklung nach Portugal, 1946 wanderte sie in die USA aus. Dort traf sie Oskar Maria Graf wieder, den sie von München her kannte.
Die Biografie aus dem Allitera Verlag gliedert sich in einleitende Texte, biografische Kapitel, den biografischen Kontext (Zeitgenossen über Anne Marie Jauss, Gespräche mit der Künstlerin, ihr literarisches Werk), Chronologie und zahlreiche Register. Schon dieser erste Abschnitt ist reichlich bebildert. Aber es kommt noch besser. Ab Seite 96 folgt ein umfangreiches Werkverzeichnis in Bildern. Diese sind zwar meist klein, zeigen aber trotzdem sehr eindrücklich die Breite der dem magischen Realismus zugeordneten Malerin.
Die Balance zwischen Biografie und Werkbeschreibung wurde ausgezeichnet getroffen: kein Teil kommt zu kurz. So wird den Lesern wieder einmal eindringlich vor Augen geführt, wieviel Künstler, Wissenschaftler und Intellektuelle vor Nazi-Deutschland flohen und wieviel Schaden für das geistige Leben auch dadurch in Deutschland entstanden ist.
Die Register machen das Buch zu einem guten Nachschlagewerk, wenn auch das Personenregister nicht ganz zuverlässig ist. Den Ringelnatz fand ich beispielsweise auf S. 34 nicht.
Der kleine Druck machte mir Probleme. Insgesamt ein sehr schönes Buch, das einer mir unbekannte Künstlerin ein hervorragendes Denkmal setzt.
Das sehr informative Werk ist durchwegs zweisprachig, eignet sich also auch als Geschenk hervorragend.


Handbuch Dirigenten: 250 Porträts
Handbuch Dirigenten: 250 Porträts
von Hartmut Hein
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Für Laien eine willkommene und hilfreiche Leitlinie, 10. April 2016
Das Handbuch Dirigenten ist im Wesentlichen zweigeteilt aufgebaut:
* sechs Essays
* 250 Dirigentenporträts
Einleitung
Den Essays geht eine informative Einleitung (vermutlich von den beiden Herausgebern; eine Autorenangabe fehlt hier) voraus. In ihr wird die von den 18 Autoren (darunter die beiden Herausgeber) eingenommene Zielrichtung beschrieben. Diese kommt den Laiennutzern (also mir) entgegen:
* Urteilsbildung über die Dirigenten anhand von Tonträgern
* Beschreibung der populären Charakteristika der Dirigenten.
Das erste Ziel wird wirkungsvoll erreicht. Ich holte mehrmals nach der Lektüre eines Eintrags eine CD aus dem Regal und hörte sie mit neuer Einstellung an, die getroffenen Urteile wurden überprüft. Ob das zweite Ziel angemessen erreicht wurde kann ich als Laie nicht beurteilen.
Essays
* Komponierende Kapellmeister und dirigierende Konzertmeister: Zur Vorgeschichte des "interpretierenden Dirigenten"
* Dirigenten, Komponisten und andere Diktatoren
* Der Dirigent "im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit"
* Dirigent und Probe
* Aspekte einer Kultur- und Ideengeschichte des Dirigierens
* "Werktreue" und die "Aura" des Dirigenten: Eine Einführung in ein ästhetisches Dilemma
Dirigenten A bis Z
Die Dirigentenporträts wurden von 18 Autoren verfasst. Sie folgen diesem Schema:
* tabellarischer Lebenslauf
* Essay zum Dirigenten mit Schwerpunkt der interprettorischen Leistung und Eigenart
* Diskografie
* Kompositionen des Dirigenten
* Bildmedien
* Schriften des Dirigenten
* Literatur über den Dirigenten
* Webauftritt
Die Einträge sind auch für Laien sehr verständlich und aufschlussreich geschrieben. Im Handbuch Dirigenten gibt es kein Notenbeispiel, dafür ausreichend prägnante Beschreibungen. Man lese beispielsweise zu Valery Gergiev: „er führt nur mit den Händen dieselben bis in die einzelnen Fingerspitzen zitterenden Bewegungen aus und wirkt wie jemand, der gerade das Rauchen aufgegeben hat”. Nur selten blieb mir etwas unverständlich.
Angenehm wäre am Ende des Werks eine Umsortierung der Referenzaufnahmen (sie sind im Handbuch Dirigenten nur als „Tonträger” benannt, aber anderer Stelle als Referenzaufnahmen deklariert) nach Komponisten gewesen. Hieran haben die Herausgeber aber gedacht und sie stellen diese Liste als „Verzeichnis aller Referenzaufnahmen” im Online-Zusatzangebot zur Verfügung.
Es sind nur wenige Einwände, die dem gelungenen Handbuch Dirigenten unterm Strich nichts ans Zeug flicken können.
Das Handbuch Dirigenten richtet sich an einen breiten Leserkreis und kann den bestens bedienen. Es gibt besonders für Laien eine willkommene Leitlinie und ein zuverlässiges und verständliches Referenzmaterial.


Klara Würtz: Schumann, Mozart, Schubert, Rachmaninoff, Liszt
Klara Würtz: Schumann, Mozart, Schubert, Rachmaninoff, Liszt
Wird angeboten von deko-idee24 ( Versandkosten bitte hier anklicken )
Preis: EUR 27,56

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Musikalisch hervorragend, 19. Februar 2016
Ich habe diese CDs nicht wegen „8 kanal 44.1/24” oder „DSD Layer” gekauft (weiß nicht einmal, was das bedeutet), sondern wegen der Pianistin – die ich von der hervorragenden Gesamteinspielung der Mozart Klaviersonaten her kannte –, der breiten musikalischen Zusammenstellung und weil es die Box gerade preiswert gab. Ich bin hellauf begeistert. Insbesondere die Interpretation der Ballade Nr. 1 von Chopin überzeugte mich. Sie kann als eine der wenigen der Arrau-Einspielung das Wasser reichen. Die erste CD hier überschneidet sich voll mit der genannten Mozart Sonaten Box, aber die übrigen 4 CDs sind das Geld der preiswerten Ausgabe immer noch wert.


55: Kriminalroman (Conte Krimi)
55: Kriminalroman (Conte Krimi)
von Marcus Imbsweiler
  Broschiert
Preis: EUR 13,90

4.0 von 5 Sternen Von einigen Längen abgesehen unterhaltsam und gerade noch glaubhaft, 17. Dezember 2015
Rezension bezieht sich auf: 55: Kriminalroman (Conte Krimi) (Broschiert)
Kurt liegt tot am Fuße der Kellertreppe. Unfall? Herzversagen? Für Joris stellen sich schnell zahlreiche Fragen, die auf das Jahr 1955 zurückgehen. Im September 1955 verunglückte James Dean und die Saarbevölkerung stimmte über das Saarstatut ab. Im saarländischen Dorf Dürrweiler passierte ebenfalls allerhand und man vergißt dort nichts. Der einheimische Joris war erst vor kurzem aus Berlin heimgekehrt und sucht nun die Fäden der Gegenwart zurück nach 1955. In einem Steinbruch kommt es zum dramatischen Showdown.
Die vielseitige Aufklärungsarbeit der Polizei und des Protagonisten Joris deckt die Zusammenhänge für die Leser gut verfolgbar auf. Ob alles für jeden nachvollziehbar ist? Mitdenken ist jedenfalls angebracht. Nachdem beispielsweise der Landrat Kalrmann eingeführt wurde taucht Dr. Brix, ebenfalls Landrat für Dürrweiler, auf. Was geht im Saarland vor? Doppelspitze als Landrat? Allmählich dämmert es: Karlmann ist die Verballhornung von Karl-Josef Brix, die beiden sind identisch.
Der Autor bringt die aktuelle Flüchtlingsproblematik ein und setzt damit einen Gegenpunkt zu 1955, als sich nach der Saarabstimmung auch einige fremd in Deutschland fühlten. Ein Syrer zeigt eine Seite der Problematik in einem Folterexperiment, eine der stärksten Szenen des Krimis.
Die häufigen Rückblenden auf 1955 hemmen allerdings die Handlung, die Gegenwart kommt zu kurz. Die Beziehungs– und Betroffenheitsdialoge ufern aus. Das Geschehen wird theatralisch aufgeladen – so gleich die Eingangsszene – und verpufft zu oft.
Dass in einem harmlosen Dorf die Schatten der Vergangenheit durch die Straßen wabbern ist nicht neu und verhalf beispielsweise schon Philippe Claudel: Die grauen Seelen zum Erfolg.
Mir kamen beim Lesen die Polt-Romane von Alfred Komarek in den Sinn. Im Burgenland, ganz im Osten des deutschsprachigen Raums geht es aber etwas gemächlicher zu. Marcus Imbsweiler springt an den westlichen Rand und zeigt, dass es auch im saarländischen Dürrweiler unter der Oberfläche brodelt.
Von einigen Längen abgesehen ist 55 unterhaltsam, die zugespitzen Beziehungen sind gerade noch glaubhaft, die Auflösung ist stringent.


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