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Beiträge von Andre Arnold
Top-Rezensenten Rang: 2.638
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Rezensionen verfasst von
Andre Arnold "Lateingott" (Rödental, Bayern)
(REAL NAME)   

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Wird angeboten von ArizonaShopping
Preis: EUR 24,99

5.0 von 5 Sternen Tolle Hose im Destroyed Look, 24. Juli 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mir gefällt diese Hose sehr gut. Sie ist gut verarbeitet: Gerade bei Hosen im Destroyed Look gibt es oft das Problem, dass sich der Stoff schnell auflöst. Das ist bei dieser Hose keineswegs der Fall; sie sieht nach mehrmaligem Tragen - und Waschen - immer noch aus wie neu. Das trifft auch auf das satte Blau zu.

Die Hose passt wie erwartet. Nach unten hin läuft sie eng zu, so dass sie sich zu verschiedenen Socken und Schuhen kombinieren lässt. Oben schließt sie eng, so dass man sie sowohl ohne als auch mit Gürtel tragen kann.


Puccini, Giacomo - Tosca
Puccini, Giacomo - Tosca
DVD ~ Angela Gheorghiu
Preis: EUR 13,10

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolle Einspielung, Besetzung aber nicht ideal, 17. März 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Puccini, Giacomo - Tosca (DVD)
Die Oper „Tosca“ des italienischen Komponisten Giacomo Puccini zählt zu den ganz großen ihrer Gattung. In nur wenigen anderen Werken ist es dem Tonsetzer gelungen, in derart konzentrierter Weise seinen Hörer in den Bann zu ziehen. Nur zwei Stunden dauert das Stück; doch steckt es so voller Tiefgründigkeit und -sinnigkeit, dass es vollauf befriedigt – mehr als alle anderen Opern Puccinis.
Den Kern des Stückes bildet eigentlich ein politischer Konflikt, der den Hauptpersonen – auch den Antihelden – zum Verhängnis wird. Doch sind es in Wirklichkeit zutiefst menschliche Empfindungen – Hass, Liebe, Begehrlichkeit, Freundschaft – die die Figuren in den Untergang stürzen. Emotionalität spielt daher eine bedeutendere Rolle als Kalkül und Planung. Eine besondere Realisation erfährt in diesem Gefüge das Thema Macht.

Die vorliegende Inszenierung stammt von 2012 und erfreut sich bester Ton- und Bildqualität. Angela Gheorghiu mimt die Tosca, Jonas Kaufmann den Cavaradossi und Bryn Terfel den römischen Polzeichef Scarpia. Gesanglich mag diese Auswahl erste Wahl sein, doch sind Gheorghiu und Kaufmann sicherlich keine Idealbesetzung, indes den beiden ihr fortgeschrittenes Alter durchaus anzusehen ist, und dem Librettisten sicherlich keine Mitt- und Enddreißiger vorgeschwebt sein dürften.
Begleitet werden die farbig und nuanciert singenden Solisten vom Royal Opera Chorus und dem Orchestra of the Royal Opera House unter der Federführung des Opernspezialisten Antonio Pappano. Sein Dirigat ist charaktervoll, perlend und stetweg transparent. Musik und Gesang gehen eine eindrucksvolle, einnehmende Symbiose ein. Die Inszenierung an sich ist klassisch, aber schlicht. Auf unangebrachten Pomp wird verzichtet. Besonders gut gelungen ist die Beleuchtung der verschiedenen Bühnenbilder.

Fazit: Ein Meisterwerk der Operngeschichte in einer – in rein musikalischer Hinsicht – hervorragenden Interpretation! Die Besetzung der beiden Hauptrollen finde ich allerdings verfehlt.


Shostakovich: Complete Symphonies
Shostakovich: Complete Symphonies
Preis: EUR 20,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Origineller Shostakovich, 14. März 2016
Rezension bezieht sich auf: Shostakovich: Complete Symphonies (Audio CD)
Die 15 Sinfonien des russischen Tonsetzers Dmitri Shostakovich zählen zu den wichtigsten Orchesterwerken des 20. Jahrhunderts. Shostakovich verstand es, mit seinen Werken geschickt zwischen Sowjetdiktat und geistiger Individualität des Künstlers zu lavieren. Auch bei seinen Sinfonie, welche oftmals programmatisch sind, musste er immer wieder gegen Repressalien von Seiten der sowjetischen Kulturbehörden kämpfen. Doch gelang es ihm weitest gehend, mit der Sowjetdoktrin konform zu gehen, wenngleich Kritik und Verbitterung unter der Oberfläche schlummern.
Viele seiner Sinfonien sind Lobgesänge auf die Anfänge der russischen Revolution und den Ersten Weltkrieg, also auf eine Zeit, in der die kommunistisch-sozialistische Lehre noch nicht pervertiert war. Etliche seiner mittleren Sinfonien verbergen sich unter dem Deckmantel des Formalismus und der politischen Aussagelosigkeit. In seinen drei späten Sinfonien wendet er sich schließlich persönlicheren Themen zu.
Eine große Rolle in Shostakovichs Sinfonik spielt die menschliche Stimme, häufig choral eingesetzt , aber auch mitunter solistisch. Ein besonderes Juwel ist dabei die 14. Sinfonie, die sich den Tod aufs Panier geschrieben hat. Hier vertont der russische Komponist Gedichte von Garcia Lorca, Apollinaire, Küchelbecker und Rilke in nahezu kammermusikalischer Intimität.

Die hier vorliegende Einspielung stammt aus dem letzten Jahrzehnt des 20. und dem ersten des 21. Jahrhunderts. Die Ton- und Klangqualität sind zufrieden stellend. Es spielt das WDR-Sinfonieorchester mit mehreren Chören und Solisten. Dirigent ist der Shostakovich-Exeget Rudolf Barshai. Nur wenige zeitgenössische Dirigenten kannten oder kennen Shostakovich so gut wie Barshai, der ein persönlicher Freund des Russen gewesen ist.
Das WDR-Sinfonieorchester spielt packend und farbig schattiert. Perlende Nuancen reihen sich an kräftige Akzente, was vor allem den rein orchestralen Sinfonien sehr zupass kommt. Barshais Dirigat ist kräftig und stets durchsichtig und transparent. Alle Chöre und Solisten bestechen durch vollkommene Verständlichkeit und Tiefe sowie Wärme der Stimme.

Fazit: Eine grandiose, originelle Einspielung dieser zeitgenössischen Orchesterperlen! An Qualität nur zu vergleichen mit der Gesamteinspielung Mariss Jansons' mit verschiedenen Orchestern.


Ravensburger Puzzle 2000 Teile Raffael: Schule von Athen (RV) 16669
Ravensburger Puzzle 2000 Teile Raffael: Schule von Athen (RV) 16669
Wird angeboten von DVDMAXXX
Preis: EUR 29,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiges Motiv in gewohnt einwandfreier Qualität, 10. März 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses Puzzle, das das berühmte Gemälde "Die Schule von Athen" von Raffael als Motiv hat, ist eine echte Herausforderung für jeden Puzzlefan. Man muss sich Schritt für Schritt herantasten und wird schließlich durch ein tolles Ergebnis belohnt. Schwierig zu legen sind insbesondere das Gewölbe und die vielen pittoresken Momente der Philosophenversammlung.

Die Qualität entspricht den Erwartungen an ein Ravensburger-Puzzle. Die Teile sind sauber gestanzt und individuell gestaltet, so dass die Passgenauigkeit perfekt ist. Die Farben sind kräftig und entsprechen weitest gehend der Darstellung auf dem Karton, so dass einem großem und langem Puzzlevergnügen nichts im Wege steht!


Lieder
Lieder
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungene Darbietung, 24. Februar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lieder (Audio CD)
Die vorliegende Kompilation vereint mit Ausnahme von „Des Knaben Wunderhorn“ sämtliche Liederzyklen des österreichischen Tonsetzers Gustav Mahler. Der frühe Zyklus „Lieder eines fahrenden Gesellen“ ist stark an Schuberts „Winterreise“ angelehnt, wenngleich das Ende nicht derart tragisch gestaltet ist. Aus diesem Zyklus schöpfte Mahler etliches an Inspiration für seine frühen Sinfonien. Wesentlich reifer sind dagegen die „Kindertotenlieder“ nach Gedichten von Friedrich Rückert, die in ihrem Ausdruck sehr konzentriert und emphatisch sind. Die „5 Lieder“ nach Rückert-Gedichten sind dagegen eher als lose Reihung zu verstehen. Auch hier beweist Mahler, besonders in seinem berühmtesten Orchesterlied, „Ich bin der Welt abhanden gekommen“, wie brillant er es verstand, ein gewaltiges Orchester in nahezu kammermusikalischer Intimität einzusetzen.

An Einspielungen dieser Orchesterperlen gebricht es dem CD-Markt gewisslich nicht. Auch Pierre Boulez, der sich auf seine späten Tage als wahrer Mahler-Exeget profiliert hat, steuert mit Thomas Quasthoff und Anne Sofie von Otter einen Beitrag bei. Hier dirigiert er die Wiener Philharmoniker – und das tut er analytisch wie immer, nicht aber zerstückelnd, wie er das bei seiner Interpretation von „Des Knaben Wunderhorn“ getan hat. Die Wiener spielen sauber, perlend nuanciert und schattig facettiert. Quasthoff und Otter mit ihren warmen, vollen Stimmen verleihen den Liedern Charakter und Tiefsinn.

Fazit: Eine durch und durch gelungene Einspielung und eine Erweiterung für jede Mahler-Sammlung!


Sinfonien 1-10/Lied V.d.Erde
Sinfonien 1-10/Lied V.d.Erde
Preis: EUR 32,49

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Homogener Mahler, 5. Dezember 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sinfonien 1-10/Lied V.d.Erde (Audio CD)
Die Sinfonien des böhmisch-österreichischen Tonsetzers Gustav Mahler gehören zum Besten, was die klassische Musik zu bieten hat, und zu den großartigen Hinterlassenschaften menschlichen Geistes, hingebungsvoller Willenskraft und künstlerischer Ausdrucksfähigkeit. Selbst heute noch fordert die Aufführung dieser kanonischen Werke jedes Orchester, jeden Dirigenten und jeden Solisten. Keine Sinfonie scheint der anderen vergleichbar; umso schwieriger muss es scheinen, eine Gesamteinspielung dieses Oeuvre vorzulegen, die – in welcher Form auch immer – dem Anspruch der Homogenität Respekt zollen soll.
Die vorliegende Einspielung durch das Kölner Rundfunk-Sinfonieorchester unter der Leitung Gary Bertinis gelingt dies in hervorragender Weise. Dass diese Interpretation durch ein relativ unbekanntes deutsches Orchester international derart gefeiert wurde und schon lange nicht mehr nur als ein Geheimtipp gilt, legt Zeugnis genug von der Qualität dieses Beitrags ab. Entstanden ist der Zyklus in den 1980er und 1990er Jahren, fast immer als Live-Einspielungen und häufig im Rahmen einer Japan-Tournee der Kölner. Klang- und Tonqualität sind sehr gut.
Ergänzt wird das facettenreich und immer nuanciert spielende Orchester durch ausgezeichnet agierende Chöre und Gesangssolisten, die auch die großen choralen Sinfonien zu einem wahren Genuss werden lassen. Besondere Highlights dieser Box sind die Interpretation der leider immer noch vernachlässigten siebenten Sinfonie mit dem sinnigen Beititel „Lied(er) der Nacht“, die hier leichtfüßig und exotisch schattiert wie nur selten daherkommt; sowie des ebenso sinfonischen „Liedes von der Erde“, das atmosphärisch im großartigen Schlusssatz mit Trauermarsch kulminiert.

Fazit: Alles in allem tadellose, sehr zu empfehlende Einspielung, mit so vielen individuellen Momenten, dass es nicht nottut, diese Einspielung von anderen zu differenzieren.


Mahler:Symphony No.9 [Shm-CD]
Mahler:Symphony No.9 [Shm-CD]
Wird angeboten von samurai media
Preis: EUR 17,75

4.0 von 5 Sternen Grundsolide Darstellung, 25. Juli 2015
Rezension bezieht sich auf: Mahler:Symphony No.9 [Shm-CD] (Audio CD)
Die neunte Sinfonie ist das letzte vollständige Werk des böhmisch-österreichischen Komponisten Gustav Mahler, ein Werk, das er, so nimmt man zumindest an, im Angesicht des Todes geschrieben hat, wenn man diesem Manierismus nachsehen möchte. Es nimmt daher nur teils wunder, dass vergangene Generationen sehr viel von Abschied und Trauer in das Werk hineininterpretierten. Diese Deutungsversuche seien allerdings dahingestellt.
Der erste Satz der Sinfonie gilt als das Vollkommenste und Progressivste, was Mahler jemals geschrieben hat, ein Geflecht von Themen und Motiven, die dem Satz einen geradezu rhapsodischen Charakter verleihen. Von leichterer Natur sind die derb verzerrten mittleren Tanzsätze. Das langsame, tief empfundene Finale rundet das Stück in ergreifender Weise ab. Zudem stellt es Mahlers Neunte damit in den Kontext der frühen dritten und vierten Sinfonien.
Die vorliegende Aufnahme dieses großen Werkes durch das Chicago Symphony Orchestra unter der Leitung des Mahler-Exegeten Pierre Boulez aus dem Jahre 1998 erfreut sich hervorragender Klangqualität. Boulez' Dirigat ist – wie immer – flüssig, transparent und atmend. Er setzt treffsichere Akzente und integriert schattig-nuancierte Facetten. Dennoch wirkt der Orchestervortrag bisweilen etwas zu distanziert, geradezu steril. Ob das der analytischen Genauigkeit von Boulez' Lesart geschuldet ist, mag dahingestellt bleiben.

Fazit: Eine grundsolide, ja, außergewöhnliche Darbietung; dennoch nicht das Non-Plus-Ultra! Ich empfehle die Einspielungen von Herbert von Karajan oder Leonard Bernstein, beide mit den Berliner Philharmonikern.


Des Knaben Wunderhorn
Des Knaben Wunderhorn
Wird angeboten von mrtopseller
Preis: EUR 12,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen "Ich kann und mag nicht fröhlich sein...", 24. Juli 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Des Knaben Wunderhorn (Audio CD)
Der Liederzyklus „Des Knaben Wunderhorn“ nach Gedichten von Clemens Brentano und Achim von Arnim ist eines der Schlüsselwerke im Œuvre Gustav Mahlers. Vor allem für seine frühen Sinfonien griff er immer wieder auf Themen und Motive der „Wunderhorn“-Lieder zurück. Dabei handelt es sich um keinen homogenen Zyklus, sondern eher um eine eklektische Reihung, die auch nicht in einem Stück, sondern über mehrere Jahre entstanden ist. Dementsprechend vielfältig ist die Anzahl an behandelten Themen, die trivial sein mögen oder geradezu existentiell.
Es gibt zahllose Einspielungen dieses Zyklus' in mannigfacher Reihenfolge und Besetzung. Die hier vorliegende durch die Mezzosopranistin Magdalena Kožená und den Bariton Christian Gerhaher sowie das Cleveland Orchestra unter der Leitung des französischen Dirigenten und Mahler-Exegeten Pierre Boulez gehört keinesfalls zu den besseren, eher zu den bemerkenswert misslungenen. Freilich, nicht jedes Lied des Zyklus' mag jeden Hörer gleichermaßen überzeugen. Doch was Akzentsetzung und Nuancierung anbelangt, liegen Boulez' Dirigat sowie der Solistenvortrag völlig daneben. So versanden zum Beispiel die wundervollen Modulationen, die Lieder wie „Des Antonius zu Padua Fischpredigt“ oder „Revelge“, ja sogar den 'Joker' „Lied des Verfolgten im Turm“ („Die Gedanken sind frei!“) nahezu vollständig, hin zu einem öden, faden und langweiligen Einheitstreibsand. Hinzu kommt, dass Koženas Vortrag oftmals unverständlich ist, auch in Liedern, in denen man dem Textfluss eigentlich leicht folgen kann, beispielsweise in „Wo die schönen Trompeten blasen“.
Alles in allem nicht zufrieden stellend! Ich empfehle als Gegendarstellung sämtliche Einspielungen mit Leonard Bernstein oder Claudio Abbado auf dem Dirigentenpodium. Vor allem ersterer mag vielleicht nicht immer textgetreu und genau spielen, dafür aber mit umso mehr Emphase und Authentizität.

Als Zusatz – der allerdings nicht zur Entschädigung gereichen kann – gibt’s das Adagio aus der unvollendeten zehnten Sinfonie Mahlers, eine durchaus hörenswerte Appendix zu Mahlers Gesamtwerk. Doch hier findet der geneigte Hörer die einzige wirkliche Stärke der vorliegenden Tonaufzeichnung: Boulez dirigiert markig, akzentuiert und perlend nuanciert. Doch all dies genügt leider nicht, mich dazu zu bewegen, eine Kaufempfehlung für diese CD auszusprechen...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 12, 2017 1:01 PM CET


Great Recordings Of The Century - Mahler (Das Lied von der Erde)
Great Recordings Of The Century - Mahler (Das Lied von der Erde)

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Die liebe Erde allüberall...", 23. Juli 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Gustav Mahlers „Lied von der Erde“ zählt zu den großen Vermächtnissen der europäischen Kunst und Kultur. Sie vereint ostasiatisches Liedgut, relativ frei übertragen durch Hans Bethge, mit abendländischer Kompositionskunst, freilich nicht ohne Aufbietung des einen oder anderen exotischen Momentums. Große Themen sind die Vergänglichkeit allen Seins, und damit auch des Menschen, die Beziehungen der Menschen untereinander und zur Natur und um menschliche Regungen angesichts der Allgewalt der Natur, zum Beispiel im Wandel der Jahreszeiten. Inwieweit diese Themen den böhmisch-österreichischen Tonsetzer selbst berührten, sei dahingestellt.
Konzipiert ist das Werk als Sinfonie für großes Orchester und zwei Singstimmen. Es soll Mahlers Aberglaube gewesen sein, der ihn davon abhielt, das „Lied von der Erde“ als seine neunte Sinfonie zu proklamieren, da nach Beethoven kein namhafter Komponist seine Neunte lange überlebt habe. Doch es liegt auf der Hand, dass man es hier mit einem symphonischen Gebilde zu tun hat. Besonders auffällig ist der sechste und letzte Satz, der mit seiner fast halbstündigen Spielzeit nahezu die Hälfte des gesamten Werkes ausmacht und der einen der schönsten Trauermärsche aus der Feder Mahlers birgt.

Die vorliegende Einspielung stammt aus den 60er Jahren und ist in über zwei Jahren 'zusammengetragen' worden. Der Klangqualität und der Homogenität tut dies jedoch in keiner Weise Abbruch – im Gegenteil: Ich möchte diese Interpretation durch Christa Ludwig, Fritz Wunderlich und das (New) Philharmonia Orchestra unter der Leitung des Mahler-Exegeten und -Vertrauten Otto Klemperer als die Referenz schlechthin bezeichnen, ungeachtet etwelcher (musik)historischer Erwägungen.
Selten hat man eine Aufführung des „Liedes von der Erde“ derart homogen und mitreißend erlebt wie hier. Klemperer arbeitet die über weite Teile des Werkes dominante kammermusikalische Schönheit treffend und transparent heraus. Sein Orchester folgt ihm detailverliebt, nuanciert und enthusiastisch. Während Christa Ludwig schon wunderbar agiert, übertrifft Fritz Wunderlich diese noch einmal, besonders im „Trinklied vom Jammer der Erde“. Ludwig glänzt hingegen im letzten Lied, „Der Abschied“. Ihr gesanglicher zusammen mit dem Orchestervortrag schaffen ein atmendes Ganzes, das trotz seiner Überlänge niemals langatmig wirkt.

Fazit: Trotz des hohen Alters vielleicht die beste Einspielung von Mahlers eigentlicher Neunter!


Mahler: Kindertotenlieder, 5 Rückertlieder, Lieder eines fahrenden Gesellen
Mahler: Kindertotenlieder, 5 Rückertlieder, Lieder eines fahrenden Gesellen

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "...ich lieb' dich immerdar...", 22. Juli 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Neben den großen Sinfonien komponierte Gustav Mahler auch etliche kleinere Orchesterlieder, in denen er das üppig ausgestattete Orchester in der Regel intim und kammermusikalisch einsetzte, um große Effekte zu erzeugen. Neben den Liedern aus „Des Knaben Wunderhorn“ gibt es drei kleinere Zyklen, die auf der vorliegenden CD versammelt sind: Zunächst die frühen „Lieder eines fahrenden Gesellen“, deren Text Mahler selbst dichtete und auf die zahlreiche Motive und Themen seiner frühen Sinfonien rekurrieren. Was den Ausdruck und den Gehalt des vierteiligen Zyklus anbelangt, so erinnern sie stark an Schuberts „Winterreise“, in der ein in seiner Liebe zu einer Frau enttäuschter Geselle in die einsame Natur auszieht, die ihn zwar einerseits immer wieder an das erinnert, was er verloren hat, die ihm aber andererseits auch Trost und Ruhe spendet.
Die anderen beiden Zyklen sind Vertonungen von Gedichten Friedrich Rückerts, fünf davon lose gereiht, die anderen fünf zu einer scheinbaren Einheit verkettet zu den sogenannten „Kindertotenliedern“. Während ersteren deutlich anzumerken ist, dass sie nicht als Einheit gedacht sind, so darf man sich auch bei letzteren nicht täuschen: Auch die „Kindertotenlieder“ sind nicht zusammenhängend oder sogar 'chronologisch' konzipiert. Die insgesamt zehn Rückert-Lieder gelten als ein Höhepunkt Mahlerscher Kompositionskunst.

Die hier vorliegende Einspielung vereinigt die drei Liederzyklen in einzigartiger, referenzverdächtiger Art und Weise. Janet Baker singt großartig, einfühlsam und absolut authentisch. Dabei kommt niemals irgendeine Form von Missmut darüber auf, dass sie ja eigentlich gar kein Geselle ist. Sie interpretiert die Lieder nicht nur, sie macht sie zu ihren eigenen kleinen Kunstwerken.
Begleitet wird sie auf ihrer Reise von Sir John Barbirolli, der ja ein ausgemachter und ausgezeichneter Mahler-Interpret war. Er dirigiert hier absolut transparent das Hallé Orchestra und das New Philharmonia Orchestra (in den fünf losen Rückert-Liedern). Akzente werden treffend und perlend gesetzt, es fehlt nicht an schattigen Nuancen. Da die Aufnahmen aus den späten 60er Jahren stammen, ist die Klangqualität freilich nicht einwandfrei, aber den Umständen entsprechend zufrieden stellend. Als Zugabe gibt’s eine zusätzliche Einspielung des Rückert-Liedes „Ich bin der Welt abhanden gekommen“, die 1967 unabhängig von den anderen vier Rückert-Liedern aufgenommen wurde.

Fazit: Eine Bereicherung für jede Klassiksammlung und ein unverzichtbarer Bestandteil im Mahler-Repertoire eines jeden Klassikfreundes!


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