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Beiträge von Konstantin Rudin
Top-Rezensenten Rang: 193.862
Hilfreiche Bewertungen: 59

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Rezensionen verfasst von
Konstantin Rudin "DVD-Sammler" (Liestal)
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Hallo Onkel Doc!
Hallo Onkel Doc!
von Eva Kitter
  Broschiert

5.0 von 5 Sternen Eine der besten Arztserien für Klein und Gross !, 31. März 2016
Rezension bezieht sich auf: Hallo Onkel Doc! (Broschiert)
Hallo Onkel Doc ! gehört zu meinen Lieblingsserien: ausgezeichnetes, spannendes Drehbuch, hervorragende Schauspieler, und zwar die Kinder und die Erwachsenen Hauptdarsteller !!

Wann werden endlich die Staffeln 2-4 mit Ulrich Reinthaller als Kinderarzt veröffentlicht ??!


Beethoven: Sinfonien Nr. 1-9 (GA)
Beethoven: Sinfonien Nr. 1-9 (GA)

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Präzision & angemessene Tempi, 6. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Beethoven: Sinfonien Nr. 1-9 (GA) (Audio CD)
Die Gesamtaufnahme der Beethoven-Sinfonien mit dem NDR Sinfonie Orchester unter der Leitung von Günter Wand besticht durch Klarheit, Präzision und ansprechende (eher rasche) Tempi - meiner Meinung nach ganz im Sinne des Komponisten.
Für mich - neben Toscanini - einer der besten Beethoven-Gesamteinspielungen seines sinfonischen Schaffens.


Immenhof - Die 5 Originalfilme inklusive Bonusmaterial (Bonus-DVD, farbiges Booklet und Postkarten)
Immenhof - Die 5 Originalfilme inklusive Bonusmaterial (Bonus-DVD, farbiges Booklet und Postkarten)
DVD ~ Heidi Brühl
Wird angeboten von Topbilliger
Preis: EUR 14,23

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Filmjuwelen der Fünfzigerjahre in billiger Verpackung, 4. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Filme sind gerade in heutiger Zeit sehr empfehlenswert. Romantik pur, gepaart mit viel Witz und Humor, wundervolle Filmmusik und viele viele Ponies.....auch die schauspielerische Besetzung gerade der Kinder- und Jugendrollen darf man getrost als hervorragend bezeichnen. Die Filme wurden mit viel Liebe zum Detail gedreht. Punkto Kostümierung, Inszenierung wurde da kein Aufwand gescheut. Meine Lieblingsszene findet sich im Film "Ferien auf Immenhof", wo die Kinder zusammen mit den Ponies mitten in der Nacht nach Lübeck aufbrechen, um einen grossartigen Werbeumzug zu veranstalten.... ein Highlight auch punkto Filmmusik !!!

Meine Bewertung: Filminhalt: mindestens 5 Sterne, da gibt's nichts zu rütteln.

Verpackung: billiger geht's wohl nicht mehr: drei DVD's liegen übereinander auf demselben "Drehcorso". Um ein Zerkratzen und Beschädigen der wertvollen DVD's zu vermeiden, empfiehlt es sich, z.B. mit CloneDVD die wertvollen Scheiben auf eine Festplatte des eigenen Computers zu speichern. Die versprochenen Postkarten fehlen vollständig, daher höchstens 1 Stern !

Bild- und Tonqualität: eine Restaurierung der originalen Filmbänder aus den fünfziger Jahren wurde offensichtlich nicht vorgenommen. Die Bildqualität ist für mich unter Berücksichtigung des Alters ganz ordentlich, die Tonqualität lässt z.T. aber doch zu wünschen übrig. Hätte man da den Lichttonstreifen des Films nicht restaurieren können ??! Der Ton ist z.T. scheppernd und wirkt übersteuert.

Bewertung Bildqualität: 3 Sterne
Bewertung Tonqualität: 2 Sterne

Gesamtbewertung: da fällt der Inhalt der Filme natürlich am stärksten ins Gewicht, daher gebe ich insgesamt 4 Sterne für diese Packung. Ich hoffe aber, dass die Bild- und Tonspur der originalen Filmrollen demnächst einmal digital restauriert wird. Die Filme hätten es mehr als verdient !


Die große Stadt
Die große Stadt
Preis: EUR 1,29

5.0 von 5 Sternen Silas - eine Romanheld auch für unsere Zeit, 19. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die große Stadt (MP3-Download)
Silas ist ein Held und Querdenker zugleich. Schon in jungen Jahren ist er gezwungen, für seine eigene Würde und seine Rechte zu kämpfen. Im dritten Teil der "Silas-Geschichten" von Cecile Bödker prallen gewissermassen zwei sozioökonomische Welten aufeinander: die einfache, ländliche und ärmliche Lebenskultur, verkörpert durch "unseren" Romanhelden Silas und seine Freunde Bein-Godik und den Otterjäger Aron sowie das dörfliche Umfeld seiner Herkunft (Wanderzirkus) wird der städtischen Lebensweise der äusserst wohlhabenden Kaufmannsfamilie Sandal mit schonungsloser Offenheit gegenübergestellt. Zur Handlung:
Silas rettet dank seiner ausserordentlichen reiterischen Fähigkeiten und seinem mutigen, ja tollkühnen Eingreifen mit seiner schwarzen Stute der reichen Kaufmannsfamilie Sandal das Leben. Zum Dank dafür wird Silas von Sandal in seine Villa in der Hauptstadt eingeladen. Sandal möchte Silas am liebsten adoptieren, doch unser Romanheld will keinesfalls auf sein unabhängiges und eigeständiges Leben verzichten. Er fühlt sich in diesem herrschaftlichen Haus wohlhabender Leute zunächst gar nicht wohl, ja Silas erleidet regelrecht einen kleinen "Kulturschock" beim Betreten der Räumlichkeiten. Doch gelingt es ihm, sich mit dem ältesten Sohn des Kaufmanns, Japetus ein Stück weit anzufreunden, ohne aber seine Werte und Lebenseinstellungen über Bord zu werfen. Mit Schlauheit, List und Tücke kann er sich aus gefährlichen Situationen (Entführung durch die Pferdekrähe und ihre Komplizen) retten und die dabei gestohlenen Pferde (der weisse Schimmel von Japetus sowie seine schwarze Stute) zurückerobern.

Cecile Bödker arbeitet in diesem Roman die sozialen, gesellschaftlichen und ökonomischen Verhältnisse sehr schön heraus. Die Geschichte spielt zu Beginn des 19. Jahrhunderts in einem mittel- oder nordeuropäischen Land, zu einer Zeit also, als es noch nicht selbstverständlich war, dass alle Bürger eines Landes vor dem Gesetz gleich behandelt wurden. Es herrschte damals vielmehr die sogenannte "Dreiklassengesellschaft", bestehend aus Hochadel (1. Klasse), niederer Adel und reiches Bürgertum (2. Klasse) sowie die Leute einfacher Herkunft (Bauern, Handwerker). Zu Beginn des 19. Jahrhunderts muss meiner Meinung nach die Geschichte auch deshalb spielen, da darin weder Dampfmaschinen (auf dem offenen Meer verkehren ausschliesslich Segelboote oder einfach Schuten) noch sonstige technische Errungenschaften der industriellen Revolution im Roman vorkommen.
Die Bedeutung der Geschichte reicht dagegen - leider - bis in unsere Gegenwart, da es auch in diesem dritten "Silas-Roman" um grundlegende Fragen wie Rechte des Kindes, Rechte der Selbstbestimmung, ja grundlegende Menschenrechte geht.
Bedeutend mehr sozialpolitischer Sprengstoff verbirgt sich im vierten Silas-Roman von Cecile Bödker "Silas gründet eine Familie". Doch die Autorin versteht es auch in diesem Roman eine äusserst spannende Geschichte zu entwerfen mit viel Augenzwinkern und Humor.


Rachmaninoff: Die Klavierkonzerte / Rhapsodie über ein Thema von Paganini
Rachmaninoff: Die Klavierkonzerte / Rhapsodie über ein Thema von Paganini
Preis: EUR 29,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Referenz-Aufnahme der Extraklasse !, 21. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Stephen Hough überzeugt bei dieser Gesamteinspielung der Rachmaninoff-Klavierwerke mit Orchesterbegleitung auf der ganzen Linie. Man merkt und spürt, dass sich dieser Pianist ernsthaft nicht nur mit dem Notenmaterial, sondern auch mit der Interpretationsweise und Absichten des Komponisten auseinandergesetzt hat. Das Resultat: zügige Tempi, wo dies passt und vom Komponisten gefordert wird, ein Pianist und ein Orchester, welche zusammen eine Einheit und Geschlossenheit bilden aus einem Guss, technische Brillanz und gleichzeit eine unvergleichliche Musikalität, eine packende Interpretation, welche die grossen Spannungsbögen dieser Rachmaninoff-Konzerte sehr schön zur Geltung bringt.
Mir imponiert insbesondere das 3. Klavierkonzert dieser Einspielung, vorallem auch der Finalsatz: "alla breve". Hier setzt Stephen Hough neue Massstäbe der Interpretationskunst ! So packend und vorwärtsdrängend spielt kein Interpret diesen Schlusssatz ! Und ich kenne sämtliche 4 auf CD erhältichen Einspielungen mit Horowitz und auch die "berühmte" Aufnahme mit Martha Argerich. Trotzdem gebe ich dieser Aufnahme mit Stephen Hough, dem Dallas Symphony Orchestra und dem Dirigenten Andrew Litton klar den Vorzug !
Ähnliche Qualitäten wie bei Stephenb Hough finde ich in neuerer Zeit sonst nur noch bei der Gesamteinspielung mit Zoltan Kocsis in Begleitung mit dem San Francisco Symphony Orchestra unter der Leitung von Edo de Waart oder bei Valentina Lisitsa.

Fazit: eine packende, brillante aber gut konzipierte und durchdachte Gesamtaufnahme der Rachmaninoff-Klavierkonzerte und der Paganini-Rhapsodie, welche das Prädikat Referenzaufnahme ohne Zweifel verdient.


Rachmaninoff-Klavierkonzerte 2 & 3 (Cc)
Rachmaninoff-Klavierkonzerte 2 & 3 (Cc)
Preis: EUR 5,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Technische Brillanz und grossartige Musikalität glücklich vereint, 14. Oktober 2013
Neben Stephen Hough wohl eine der wenigen neueren Aufnahmen, welche das Prädikat "Referenz" verdient.
Die Aufnahme zeichnet sich aus durch zügige Tempi (vergleichbar mit den Eigeninterpretationen des Komponisten), durchdachte Phrasierung und Gestaltung sowie eine technische Brillanz des Pianisten, welche nur von wenigen Pianisten erreicht wird. Das Orchester und der Pianist ziehen dabei am gleichen Strick und bilden auch interpretatorisch und musikalisch eine vollkommene Einheit. Besonders erfreulich ist für mich, dass der Pianist gerade beim zweiten Klavierkonzert von Beginn weg des ersten Satzes gleich den Tarif durch gibt, was seine Tempovorstellung betrifft. So kommt das Orchester gar nicht erst in Versuchung, in ein der Absicht des Komponisten zuwiderlaufendes "Adagio sostenuto e molto sentimentale" zu versinken..
Einzig bei der Kadenz des ersten Satzes vom dritten Klavierkonzert schiesst Kocsis tempomässig etwas übers Ziel hinaus. Ich frage mich, weshalb ein Pianist vom Format eines Zoltan Kocsis hier nicht die schwierigere Ossia-Kadenz gewählt hat.... aber diese Frage kann er wohl nur selber beantworten.

Fazit: eine grossartige Aufnahme mit einem Pianisten, einem Orchester und einem Dirigenten in Höchstform. All jene Kritiker, welche meinen, diese Aufnahme sei zu schnell, sollen mal die Eigeneinspielungen des Komponisten Rachmaninoff aus den Jahren 1929-1940 anhören...

Konstantin Rudin


Rachmaninoff Klavierkonzerte-Paganini Rhapsody
Rachmaninoff Klavierkonzerte-Paganini Rhapsody
Preis: EUR 21,99

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interpretation auf Augenhöhe des Komponisten, 25. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Einfach genial, diese Interpretation der Klavier-Orchesterwerke von Rachmaninoff! Packend, einfühlsam, aber auch mit Temperament spielt Valentina diese Werke ein. Dabei merkt man fast bei jedem Takt, dass sich die Pianistin mit den Originalaufnahmen des Komponisten intensiv auseinandergesetzt hat und auch dessen musikalische Intention sehr gut umsetzt. Dies gilt insbesondere auch für die Grundtempi der einzelnen Sätze der vier Klavierkonzerte ! Für mich persönlich ist dies die neue Referenzaufnahme der Rachmaninoff-Klavierkonzerte (bisher Zoltan Kocsis).
Was mir auch gefällt: Valentina geht in ihrem Temperament manchmal auch Risiken ein, welches sich aber ausnahmslos mehr als nur auszahlen. Besonders beeindruckend auch die Präsentation der äusserst schwierigen langen Kadenz im ersten Satz des 3. Klavierkonzertes !

Ich habe sicher schon gegen zwanzig verschiedene Aufnahmen der Klavierkonzerte Rachmaninoffs angehört. Zum ersten Mal bin ich von einer Gesamtaufnahme dieser Art richtiggehend begeistert !!
Ich glaube, Rachmaninoff wäre stolz auf Valentina Lisitsa !

Für mich verdient diese Aufnahme mindestens 10 Sterne, sowohl für die Pianistin als auch für den Dirigenten und das Orchester !


Rachmaninoff / Tschaikowsky: Klavierkonzerte 3 / 1
Rachmaninoff / Tschaikowsky: Klavierkonzerte 3 / 1
Preis: EUR 7,99

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Feurige Pianistin begleitet von etwas trägem Orchester, 24. Juni 2013
Was Martha Argerich hier zeigt ist schlichtweg Weltklasse ! Sie versteht es wie nur wenige, die grossen Spannungsbögen v.a. im ersten Satz des 3. Klavierkonzertes herauszuarbeiten. Die Gänsehaut beim Durchführungsteil von Satz 1 kommt bei mir schon fast automatisch. Auch das erste Klavierkonzert von Tschaikovsky in b-moll ist ein wahres Feuerwerk an Virtuosität, Musikaltät, brillanter Technik. Der dritte Satz von diesem Konzert wird nur von Horowitz / Toscanini (1940 oder 1941) ähnlich gut gespielt.

Umso ärgerlicher sind für mich die Tempi, welche Riccardo Chailly mit seinem Orchester zuweilen bei der Exposition der Hauptthemen anschlägt. Gerade beim Beginn des Eröffnunggssatzes vom 3. Klavierkonzert von Rachmaninoff finde ich es bedauerlich, dass der Dirigent sich nicht an die Vorgaben des Komponisten hält! Das "lahme", einschläfernde Tempo des Hauptthemas beim ersten Satz des 3. Rachmaninoff-Konzertes passt so überhaupt nicht zur temperamentvollen Pianistin. Zum Glück lässt sich Martha Argerich von diesem Orchester nicht einlullen und zeigt bereits beim ersten Klaviereinsatz, wo's lang geht ! Ebenso unpassend empfinde ich die Tempowahl beim abschliessenden Tutti-Teil des dritten Satzes vom Tschaikovsy-Konzert vor und nach der Schlusskadenz dieses grandiosen Satzes. Auch hier habe ich das Gefühl, dass sich Riccardo Chailly mit seinem Orchester gerne ein wenig in träger Selbstgefälligkeit "badet". Die absolute Referenzaufnahme für den Schlusssatz des ersten Tschaikovsky-Klavierkonzertes b-moll op. 23 ist für mich daher immer noch jene mit Vladimir Horowitz und Arturo Toscanini von ca. 1940 oder 1941 - und zwar nur wegen des Orchesters. Martha Argerich als Pianistin ist für mich absolut ebenbürdig mit Vladimir Horowitz !

Fazit: für eine perfekte Aufnahme hätte Martha Argerich mit einem Dirigenten vom Schlage eines Arturo Toscanini zusammenarbeiten müssen. Schade, dass dies nicht geschehen ist.
Meine Bewertung: Martha Argerich: 10 Sterne, Riccardo Chailly mit seinem Orchester: 2 Sterne, Bewertung insgesamt: 4 Sterne


Klavierkonzerte 2 & 3
Klavierkonzerte 2 & 3

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Fehlende Balance zwischen und Orchester und Pianisten, 10. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Klavierkonzerte 2 & 3 (Audio CD)
Rachmaninoff überschreibt den ersten Satz seines dritten Klavierkonzertes mit "allegro - ma non tanto". Mengelberg trägt das erste Hauptthema von op. 30 ungefähr halb so schnell vor wie der Komponist in seiner eigenen Einspielung mit Ormandy. Künstlerische Freiheiten in Ehren, aber ich glaube nicht, dass Rachmaninoff die Absicht hatte, das Hauptthema des ersten Satzes halb so schnell vorzutragen wie der ganze Rest ! Das behäbige gestimmte Orchester passt auch gar nicht zum Temperament eines Walter Gieseking, der die technisch schwierigen Passagen nicht nur bravourös beherrscht, sondern auch noch sehr effektvoll und spannend gestaltet !

Gieseking trägt die kadenzartigen, eher solistischen Passagen dann in einem ganz anderen - sprich rassigen bis rasanten - Tempo vor. Das einschläfernde Tempo des Orchesters wirkt für mich wie ein Fremdkörper in dieser Aufnahme.

Aufnahmetechnisch sind die kopierten Acetat- oder Schellackähnlichen Platten in einem mittelmässigen bis ansprechenden Zustand. Dem Tontechniker ist zugute zu halten, dass er die heute zur Verfügung stehenden Filtertechniken sehr zurückhaltend einsetzt, und daher der Originalton der 40er Jahre sehr gut rüber kommt.

Fazit: ein überragender Walter Gieseking hätte sich einen Dirigenten mit "etwas" mehr Temperament suchen sollen als Mengelberg. Bei dieser Aufnahme passen Dirigent und Pianist irgendwie nicht zusammen. Tempomässig fehlt die Balance völlig.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 13, 2013 5:46 PM MEST


Klavierkonzerte 1-4
Klavierkonzerte 1-4

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rachmaninov - ein Weltklassepianist des 20. Jahrhunderts !, 4. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Klavierkonzerte 1-4 (Audio CD)
Ich wünschte mir, dass die heutigen Interpreten von Rachmaninov's Klavierkonzerten sich einmal die Originalaufnahmen vom Komponisten selbst anhörten ! Kaum ein Pianist bemüht sich um die Originaltempi der Konzerte, teils aus technischem Unvermögen, teils aus falsch verstandener, romantisch-klebriger Gefühlsduselei. Rachmaninov verfolgt bei seiner Tempowahl ganz eindeutig einen klassizistischen Ansatz, will heissen zügige Tempi ohne übertriebene Rubati und Schwankungen im Grundmetrum ! Der Komponist betont dabei in seinen Konzerten gezielt die grossen Spannungslinien in seinen Werken und verliert sich unter keinen Umständen in unwesentlichen Details! Für die Fans von HIFI Surround-CD-Qualität: Die Original-Aufnahmen enstanden zwischen 1929 und 1941, das Aufnahmemedium war damals die Schellackplatte ! Es versteht sich von selbst, dass man diese Aufnahmen von der Tonqualität her nicht mit modernen CD-Aufnahmen von heute vergleichen darf ! Der Hörer ist (auf)gefordert, genau hinzuhören und gewisse Unzulänglichkeiten mit dem inneren Ohr wegzuretouschieren ! Trotz moderner Restaurationstechnik kann man aus originalen Schellackplatten keine super Hifi-Aufnahmen hervorzaubern !
Trotzdem gibt es für mich auf dem CD-Markt nur wenige Aufnahmen, welche sich vom pianistischen musikalischen Standpunkt her mit Rachmaninov messen können. Erwähnen möchte ich hierbei die Gesamteinspielung der Rachmaninov-Konzerte mit Zoltan Kocsis sowie die Aufnahme des dritten Klavierkonzertes op. 30 mit Martha Argerich. Diese Aufzählung ist sicher nicht ganz vollständig, doch gab und gibt es nach wie vor nur wenige Pianisten, welche die technischen und musikalischen Anforderungen mitbringen, um Rachmaninov-Klavierkonzerte werkgerecht interpretieren zu können. Daher ist und bleibt diese alte Aufnahme für mich - trotz aufnahmetechnischer Mängel - die Referenz, oder der Massstab für alle Interpretationen, welche danach noch kamen!

Das einzige Manko aus musikalischer Sicht: Rachmaninov war ein bescheidener Komponist und Pianist. Trotzdem kann ich nicht ganz verstehen, dass er im ersten Satz beim 3. Klavierkonzert d-moll op.30 nicht die längere, schwierigere Kadenz gewählt hat. Seine Wahl der kürzeren, "einfacheren" Kadenz "entmutigte" beinahe sämtliche Interpreten danach bis in die heutige Zeit, die längere Kadenz für ihre Einspielung zu wählen. Die einzige mutige Einspielung der längeren Kadenz erfolgte von Dimitris Sgouros !


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