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Beiträge von Ulrich Groh
Top-Rezensenten Rang: 458
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Rezensionen verfasst von
Ulrich Groh (Mittelhessen)
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   

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Kontrollverlust: Wer uns bedroht und wie wir uns schützen
Kontrollverlust: Wer uns bedroht und wie wir uns schützen
von Thorsten Schulte
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

34 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Volle Fahrt Richtung Eisberg: Warnungen? "Nicht hilfreich. Wir schaffen das!", 9. September 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Viele Bücher beschäftigen sich mit den gravierenden Fehlentwicklungen der linken, sozialromantisch ausgerichteten Politik unserer Zeit. Manche sind verzichtbar, da eindeutig tendenziös und mehr von subjektiver Meinung denn von offenkundigen Tatsachen geprägt; wenige nur gehaltvoll, bemüht, auf sauber recherchierten Fakten basierend und somit ernzunehmend.

Zu Letzteren zählt dieses im vielgeschmähten, da im eher "rechten" und somit wider den Zeitgeist angesiedelten Kopp-Verlag erschienene Buch, das ich in erster Linie deshalb bezog, um mein diesbzgl. Vorurteil befriedigen zu können. Schließlich ist man ja trotz der regierungskritischen Haltung ein anständiger Bürger dieses Landes, der rechtsextreme Umtriebe - und dies ist keine Ironie(!) - niemals akzeptieren geschweige denn tolerieren könnte.

Meine vorurteilsbehaftete Einstellung indes verflog Seite um Seite, mit der ich das von Thorsten Schulte verfasste Werk durchpflügte. Tendenziös? Mitnichten. Es bündelt, bestens recherchiert, den immensen Kontrollverlust, mit dem sich Deutschland konfrontiert sieht (insbesondere auch im Finanz- bzw.Bankensektor) , bezieht sich auf verifizierbare bzw. belegte Fakten und bündelt, wenn man so will, die relevantesten Eckpfeiler eines Regierungsversagens, das in seiner gesamten Ausprägung SO bisher niemals zu beklagen war. Ein toleranztrunkenes Land, das abweichenden Meinungen zum linksorientierten politischen Mainstream nicht demokratisch offen, sondern mit Totschlagsargumenten wie "Populist" diffamierend begegnet, setzt alleine durch eine solche Haltung demokratische Grundprinzipien aufs Spiel, mehr noch: treibt nicht wenige, da eine ernstzunehmende Opposition nirgends ausgemacht werden kann, in die Arme gerade jener, die ihm am verhasstesten sind. Wer also stellt dieser Tage eine wirkliche Gefahr dar? Wo und infolge welcher gefährlicher Umtriebe sollten Toleranzwahn und ideologisch verbrämtes Wunschdenken a la "Wir schaffen das" an den allerorts sichbaren Realitäten gemessen werden?

Toleranz, so Helmut Schmidt kurz vor seinem Tode, finde ihre Grenze angesichts der Kollision mit der Intoleranz. Und genau die prägt eine Vielzahl der "Neubürger", erschwert nicht nur Integration, sondern führt sie ad absurdum.

"Kontrollverlust" stellt überdies auch die Frage nach dem Wohin unseres Landes; eine Frage, die sich jeder Wähler vor Abgabe seiner Stimme selbstkritisch stellen sollte. Wer nach gebündelten Fakten zur Komplettierung seiner Meinungsbildung sucht, ist mit diesem Buch bestens bedient - traurig, gar beschämend genug, dass es einer solchen Schrift überhaupt bedarf!


Wir können nicht allen helfen: Ein Grüner über Integration und die Grenzen der Belastbarkeit
Wir können nicht allen helfen: Ein Grüner über Integration und die Grenzen der Belastbarkeit
von Boris Palmer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,00

18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zivilcourage versus "Einfach mal Klappe halten" - Maulkorbrhetorik, 2. September 2017
Da steht ein Mitglied der "Grünen" auf und sagt laut: Nein. So kann es nicht weitergehen. Wir können keine unbegrenzte Zuwanderung bewältigen, nicht jeden aufnehmen, den das gelobte Land (mit seinem einzigartigen Sozialsystem) lockt. Es ist kein unbedeutendes Mitglied, dieser Herr Palmer. Immerhin hat er das Amt eines Oberbürgermeisters einer nicht unbedeutenden Stadt inne. Einer Stadt, die ihn mit der Realität konfrontiert, der hässlichen Seite der Migration, die die Noch-Anhänger unbeschränkter Willkommenskultur nur allzu gerne ausblenden, schönreden, negieren.

Ja, ein Mitglied ausgerechnet der Grünen wagt es, in Opposition zur tonangebenden Dame der Partei, Frau Göring-Eckhard, zu gehen, die auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise im Bundestag ebenso begeistert wie mit entrückt-euphorischen Blick jeden Neuankömmling als "Geschenk" für unsere Gesellschaft adelte und ferner zu Protokoll gab, dass sich unsere Gesellschaft "dramatisch ändern" werde und sie sich "darauf freue". Und die jedem, der abweichender Meinung anhing, ein stereotypes "einfach mal Klappe halten!" entgegenzuschleudern pflegt(e). So, ganz offensichtlich, das aktuelle Demokratieverständnis.

Wie dramatisch alleine bis zum heutigen Tag sich unser Land bereits wandelte, davon legt Boris Palmer in seinem sehr lesenswerten Buch beredtes Zeugnis ab. Es ist eben doch ein Unterschied, aus welcher Perspektive man die Dinge sieht; aus dem abgeschotteten Bundestag heraus, in dem Wunschdenken wie auch hehre Moralvorstellungen leicht gepflegt werden können oder aber vom harten Bürgermeistersessel im Rathaus aus, vor dem die unschöne Realität eben NICHT Halt zu machen pflegt und nicht ausgeblendet werden kann.

Über eben diese schreibt dieser nicht nur in meinen Augen mutige Mann. Dass er sich ohne Visier in Opposition zu seiner eigenen Fraktion inklusive deren Granden begibt und die Verschriftlichung von sehr unschönen, dem O-Ton widersprechenden Realitäten wagt, zollt mir höchsten Respekt ab. Und gibt mir, der ich selber täglich mit dem Ist-Zustand der unkontrollierten Masseneinwanderung beruflich konfrontiert bin und mich zunehmend fassungsloser ob der politisch opportunen Verschleierung der Tatsachen empfinde, ein Stück des Glaubens an eine Politikerpersönlichkeit wieder, die obsolet und ausgestorben schien: Jene mit Verantwortungsbewusstsein. Eigener Meinung. Mit Standfestigkeit und Mut, Überzeugungen auch gegen den Wind zu leben. Kurz: Mit Charakter. Meinen Respekt Herr Palmer, für Ihre Courage, dieses den nötigen Diskurs beflügelnde Buch zu verfassen!


Schiesser Herren Zweiteiliger Schlafanzug Long Life Cotton Anzug Lang Blau (Petrol 811), X-Small (Herstellergröße:046)
Schiesser Herren Zweiteiliger Schlafanzug Long Life Cotton Anzug Lang Blau (Petrol 811), X-Small (Herstellergröße:046)

3.0 von 5 Sternen Mogelpackung - Dieser Anzug hält nicht, was er verspricht, 1. September 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich trage ausschließlich Schlafanzüge dieser Marke und bin stets zufrieden gewesen. Qualität, Passform, Verarbeitung wurden der Marke inkl. des mit ihr verbundenen gehobenen Preises bei jedem der in der Vergangenheit georderten Ensembles gerecht. Einziges Manko: Die äußerst begrenzte Auswahl in der kleinsten (XS/46) Größe - wohl der geringen Nachfrage geschuldet.

Diesen Schlafanzug bestellte ich trotz des "verdächtig" günstigen Preises, den ich bei Schiesser normalerweise nicht gewöhnt bin. Laut Beschreibung jedoch schien alles zu stimmen: 100% Baumwolle, beste Machart, Maschinenwäsche 40+. Letzteres bedeutet erfahrungsgemäß, dass unbesorgt bei den gewohnten 60 Grad gereinigt werden kann, ohne sich Nachteile einzuhandeln.

Ausgepackt und sofort gewaschen musste ich allerdings feststellen. dass das Oberteil der Größe M-L entspricht, d. h. die Hände werden weit über die Fingerkuppen hinweg bedeckt und die Länge entspricht einem zu kurz geratenen Nachthemd. Der Stoff ist ebenso weich wie fließend und angenehm leicht, überdies auch einwandfrei verarbeitet, jedoch eben nicht - wie angegeben - aus reiner Baumwolle, sondern einem zusätzlichen Gemisch aus Polyester, Elasthan sowie Modal. Ergo: Etikettenschwíndel in Reinform.

Künftig werde ich nicht wie bisher üblich ungeprüft waschen, sondern mich zunächst vergewissern, dass der Artikel den Angaben entspricht. SCHIESSER täte gut daran, zur gewohnten Sorgfalt zurückzukehren, wenn der Marke Kundenbindung wie auch Ruf weiterhin wichtig sein sollten.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 3, 2017 1:17 PM MEST


Das Migrationsproblem: Über die Unvereinbarkeit von Sozialstaat und Masseneinwanderung (Die Werkreihe von Tumult)
Das Migrationsproblem: Über die Unvereinbarkeit von Sozialstaat und Masseneinwanderung (Die Werkreihe von Tumult)
von Rolf Peter Sieferle
  Taschenbuch
Preis: EUR 16,00

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von einem Seifenblasen hinterhertaumelndem, seltsam weltfemden Land, 12. August 2017
Weltfremde, mit ausgesteckten Armen Seifenblasen hinterhertaumelnde Menschen hat es immer gegeben und wird es immer geben. Das alleine für sich betrachtet ist nicht besorgniserregend. Zum Gefährdungsfall für seine Umwelt jedoch wird, wer sich als Person solcher Prägung, solcher verquerer Gesinnung in verantwortungsvoller Position befindet.

Wozu ein solcher Allgemeinschauplatz banalster Natur zu Beginn einer Besprechung des vorliegenden Bandes? Die Antwort ist ebenso simpel wie traurig: Das nicht allerhöchste, doch mit den meisten, vor allem jedoch weitreichendsten Machtbefugnissen ausgestattete Amt dieses Landes hat eine Frau inne, auf die u.a. exakt jene Eigenschaften zutreffen. Eine Frau, deren Intentionen niemand wirklich durchschaut. Eine Frau, die den moralischen Imperativ in der Flüchtlingspolitik für sich vereinnahmt, jedoch selbigen in mannigfachen anderen Handlungssträngen zu konterkarieren weiß. Eine Frau, die die letzte Wahl mit der bemerkenswert nebulösen Aussage "Sie kennen mich" gewann und sich aktuell anschickt, das Amt der Bundeskanzlerin allen Unkenrufen zum Trotz erneut zu sichern, da sie "Lust am Gestalten" hat - salbungsvolle Umschreibung für Machthunger.

Was sie gerade während der gerade vergangenen beiden Jahre in Sachen Flüchtlingspolitik "gestaltet" hat, ist ebenso spürbar wie es dieses Land grundlegend verändert hat - mit Auswirkungen, deren Anfänge wir gerade erleben.
Besonnen, wie sie sich gerne gibt, hätte sie vor ihren (Nicht)-entscheidungen - auch ein Tenor dieses Buches - eine eingehende Analyse der Politik klassischer Einwanderungsländer vornehmen müssen. Dabei hätte sie erkannt, unter welchen Bedingungen Einwanderung inklusive erfogreicher Integration allein gelingen kann: Eben NICHT durch eine per Kreuzstiche fest gewebte soziale Hängematte namens Sozialstaat, für deren Anfertigung seine Bürger hart arbeiten, sondern nur durch deren Rückabwicklung: Wer kommen und bleiben will, muss sich einbringen, arbeits- und integrationswillig sein, seinen Unterhalt selbst sichern, seinen Beitrag für sich selbst wie auch für das Allgemeinwohl bringen. Nur so gibt es für ihn selbst wie für das Land, in dem er sich befindet, eine dauerhafte gesicherte Zukunft.

Das Verdienst des Autors besteht darin, Fakten aufzuzeigen, die die Unvereinbarkeit von Masseneinwanderung und aufgeblähtem Sozialstaat mehr als transparent machen. Sieferle gelingt es, in der Fülle der Publikationen zu diesem Thema ein Buch vorzulegen, vor dem niemand die Augen verschließen sollte, dem das Wohl Deutschlands am Herzen liegt.

Bezweifelt jedoch werden muss, dass der Faktenreichtum wirklich dazu beiträgt, die Politik in eine andere Richtung zu wenden. Zu viele, die angesichts einer bedrohlichen Weltlage mit unberechenbaren Figuren wie Trump, Erdogan oder Putin die Augen vor der ebenso nebulösen wie brandgefährlichen Politik einer Frau Merkel verschließen, da sie wie keine andere versteht, Ruhe, Besonnenheit, Verlässlichkeit zu suggerieren - Eigenschaften, die die Obengenannten im Übermaß vermissen lassen. "Jede Person, die ihren Fuß auf deutschen Boden setzt, gehört zu diesem Land." Ein sinngemäß zitierter Satz, der ein Erdbeben hätte auslösen müssen, wäre er in seiner weitreichenden Auswirkung verstanden worden. Gleichermaßen aber auch eine Sentenz, die eben jene der Kanzlerin stets zugeschriebenen Eigenschaften als das entlarven, was sie sind: Scheinattribute einer Frau, deren Undurchschaubarkeit ein unabwägbares Risiko darstellt.

Sieferle sollte jeder, der sich für dieses Thema interessiert lesen bzw, gelesen haben. Es geht nicht um Parteienpräferenzen, nicht um eine Demontage der Person der Kanzlerin, nicht um Sie, nicht um mich. Es geht um uns alle: Unser Wohl, unsere Zukunft. Außer Gesundheit dürfte es wohl wenig Wichtigeres geben, oder?


Adiós
Adiós
Preis: EUR 9,19

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großer Künstler mit tief berührendem Finale, 11. August 2017
Rezension bezieht sich auf: Adiós (MP3-Download)
Nicht allzu häufig gelingt alten musikalischen Haudegen ein Alterswerk, das nicht nur ihrer Lebensleistung würdig ist, sondern einen letzten Meilenstein setzt, der das Andenken des Künstlers in unkaputtbaren Stahl gießt. Glen Campbell, dem Mann mit der warmen, kraftvollen Stimme, dem nach harten Anfangsjahren mit dem Klassiker "Gentle on my mind" im Jahr 1968 ein -zig Mal gecoverter zeitloser Evergreen gelang, ist dies mit diesem seinem letzten Album gelungen.
Wie Johnny Cash in dessen letzten Krankheitsjahren ist es diesem amerikanischen Urgestein mit "Adios" geglückt. In Zusammenarbeit mit vielen jüngeren hochkarätigen Musikern wie Billy Corgan oder Chris Isaak schuf er eine hervorragende Songsammlung mit wundervollen Melodien voller Wehmut, Dankbarkeit und Würde, wie sie in der vorliegenden Qualität heute kaum noch produziert werden.

Ein wirklich Großer ist gegangen - ein letztes Meisterwerk hinterlassend, vor dem man sich verneigen möchte.


Merkel: Eine kritische Bilanz
Merkel: Eine kritische Bilanz
von Philip Plickert
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen (Un)willkommene Bilanz fern wohlfälliger Leitmedienhuldigung, 16. Juli 2017
Es gibt Bücher, die einer heroischen Glorifizierung einer von einem Großteil der Presse überaus wohlwollend behandelten Person der Zeitgeschichte gleichen. Informationswert gleich Null. Ergo: Höchst verzichtbar. Und es gibt solche, die es braucht. Die kritisch sind. Die keinerlei Lobby anzugehören, keinem Herrn verpflichtet zu sein scheinen. Die sich um Objektivität bemühen, die auf Fakten fußen. Das einzige Kriterium überhaupt, an dem es dem Leser ermöglicht wird, eine solche Etikettierung vorzunehmen - sofern er über die Fakten Kenntnis hat. Und das fundiert, aus verifizierbaren Quellen, nicht aus windigen.

Dieser etwas simplifizierenden "Definition" folgend kann man dieses Buch getrost als nahezu unverzichtbar bezeichnen. Unverzichtbar insofern, da es fundiert und kenntnisreich das Kaleidoskop jener Entscheidungen bzw. - und genau das ist bei der Dame ja das Fatale - Nichtentscheidungen aufzeigt. Es demonstriert auf dieser Basis eine machthungrige Frau, die im Kleid der besonnen Unaufgeregten (wen beeindruckt, seien wir mal ehrlich, diese rare Kompetenz nicht?) ihr Mäntelchen nach dem wechselnden Mehrheitswillen dreht. Grundsätze? Visionen gar? Karrierehindernis. Dann doch lieber die Massenkompatible geben. Beispiele? Alle anzuführen, würden den hiesigen Rahmen sprengen. Verlängerung der AKW-Betriebserlaubnisse. Abschaltung der Meiler nach Fukushima und einer völlig verunsicherten Bevölkerung. Die Maut? "Wird es mit mir nicht geben!" Und und und. Jüngst: Ehe für alle. Will sie nicht. Aber wiedergewählt will sie werden. Hat ja Freude am "Gestalten". (Wie elegant man doch Machthunger zu umschreiben vermag). Ein Dilemma das. Alle koalitionsfähigen Parteien machen das JA zur Fusionsbedingung. Also: Muss man sich mal wieder verbiegen. Übung genug ist vorhanden, Gelenke sind geschmeidig. Lässt frei abstimmen - in Kenntnis des Ergebnisses, das selbst zutiefst zuwider. Doch wieder einmal heiligt der Zweck die Mittel. Wie wahrt man das Gesicht? Stimmt selbst mit "Nein". Besänftigt den konservativen Flügel, beruhigt die etwas weniger Denkenden. "Sie will das ja nicht, aber was soll sie machen?".

Dieses Buch zeichnet das Bild einer Frau, die sich mit Einsatz, Fleiß, Beharrlichkeit (das alles sei ihr unbenommen) ganz nach oben gekämpft hat und dort auch unbedingt bleiben will. Das alleine ist in Ordnung und menschlich nachvollziehbar. Nicht in Ordnung indes sind die in mannigfaltiger Hinsicht schädlichen Entscheidungen, mit denen Merkel ihren Machterhalt zu sichern versucht und dabei größtmögliche Schäden in Kauf nimmt, die heute noch von niemandem abzusehen, allenfalls dunkel am Horizont zu erahnen sind. Hauptsache schöne Bilder. Hilfreiche Kommentare in Leitmedien, salbungsvolle Statements in willig bereitgehaltene Mikrofone. Und der bleischwere Mehltau, die Pseudoruhe wie auch -sicherheit im Empfinden bleiben erhalten.

Kritische Bilanzen wie jene in diesem Buch enthaltene finden öffentlichkeitsfern, da nicht von den Leitmedien zur Kenntnis genommen, statt. Um so wichtiger sind sie, um sich eine Meinung fern wohlfälliger Berichterstattungen bilden zu können. Ein interessantes Buch. Ach was. Ein wichtiges!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 24, 2017 10:21 PM MEST


Ich bin: Gunter Gabriel (Single Hit Collection)
Ich bin: Gunter Gabriel (Single Hit Collection)
Preis: EUR 9,69

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ausnahmeeerscheinung im Showbusiness, 22. Juni 2017
Gunter Gabriel. Der Unangepasste. Zumindest wirkte er stets so, wollte es wohl auch, weil er gerade in den schlagerseligen 70ern so ganz und gar nicht zu der Riege der Hitparadenkönige zu passen schien. Und es auch nicht tat. "Hey Boss, ich brauch mehr Geld" war ein Song, mit dem sich vermutlich jeder identifizieren konnte. Gefällige Melodie, kerniger Typ ohne Fönwelle, ungewohnt realistischer Text - das funktionierte, zur Überraschung aller, bestens. Man kaufte Gabriel diesen wie auch folgende Songs in ähnlicher Richtung ganz einfach - im doppelten Wortsinn - ab. Ein Rex Gildo, ein Jürgen Marcus, ein Peter Alexander mit einem derartigen Thema? Unvorstellbar. Neben eigenen, in den Charts platzierten Songs schrieb Gabriel einen Bestseller für Juliane Werding in dem für ihn typischen Stil: "Wenn du denkst du denkst, dann denkst dur nur du denkst", mit ihm selbst als Duopartner, verdrängte 1975 Mireille Mathieu von Platz 1 der hiesigen Verkaufscharts. Auch weitere Künstler pruduzierte er und schrieb für sie. Das Geld floss, und dies keineswegs einem Rinnsal gleichend. Eine Marktlücke war gefunden.

Dann kamen die 1980er Jahre und mit ihnen die neue deutsche Welle, die ganz neuen Wind in die Branche blies. Peu a peu versickerte der Erfolg so, wie er gekommen war. Was die vielen Jahre danach folgte, konnte man der Boulevarpressen entnehmen: Alkohol, Bankrott, wiederholte Abstürze, Und das immer wieder aufflammende Ankämpfen des Künstlers gegen den Abwärtssog, das ihn nie hat völlig untergehen lassen.
Gunter Gabriel ist eine Ausnahmeerscheinung in einem Metier, in dem gegen den Mainstram Schwimmende - gerade in jener Dekade - keinerlei Chancen hatte. Die Zeit für Leute wie Grönemeyer und Co. war noch lange nicht reif, Gabriel jedoch in gewissem Sinne der Wegbereiter solcher Künstler, die den Realismus salonfähig wie auch geschäftsträchtig machten.

Dieses Album bietet einen Querschnitt durch das musikalische Schaffen eines Querkopfs, der seinen ganz eigenen Weg gegangen ist. Es lohnt, ihn wieder zu entdecken.


Helene Fischer
Helene Fischer
Preis: EUR 14,99

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gemischtwarenladen mit Feinkostabteilung, 9. Juni 2017
Rezension bezieht sich auf: Helene Fischer (Audio CD)
Da ist sie also wieder, jene in den Augen vieler Menschen medial Überpräsente, diese überaus Erfolgreiche, die man auch als "schöne Helene" bezeichnen könnte, würde man sie damit nicht auf ihr Äußeres reduzieren, was sich infolge ihres zweifellos immens vorhandenen künstlerischen Potenzials zumindest mir verbietet - will ich ihr doch trotz subjektiv gefärbten Gesamteindrucks, von dem sich niemand völlig zu lösen imstande ist, gerecht werden. Da ist sie, und in Sachen Songbestückung ihres neuen Silberlings gleich so, als wolle sie ihre Fans für die jahrelange Wartezeit entschädigen.

Quantitativ ist ihr das angesichts 18 neuer Titel, die sich alleine auf der Standardausgabe befinden, allemal gelungen. Aber auch qualitativ? In Sachen stimmlicher Kompetenz ohne jegliches Wenn und Aber. Frau Fischer, das Multitalent, das sich traumwandlerisch
sicher auf der Bühne darzustellen weiß, die moderieren, tanzen, entertainen kann und das scheinbar mühelos und auf wohltuend natürliche anmutende Art und Weise versteht auch das Ziehen aller vokaler Register, womit sie auf dem aktuellen Markt der Schlager- und Popschaffenden eine nur als einzigartig zu bezeichnende Position einnimmt, mehr noch: Ich wüsste keine andere Künstlerin, die ihr dieser Tage auf diesem Gebiet das Wasser reichen könnte.

Hinsichtlich der Titelauswahl für dieses Album indes dürften unterschiedliche Meinungen vorprogrammiert sein, denn von einer Produktion "aus einem Guss" mit musikalisch rotem Faden kann hier nun wirklich keine Rede sein, denn Frau Fischer durchquert einen Großteil des Gartens musikalischer Genres, wobei die Ausflüge in Gefilde des Country, Chanson oder Gospel abgesehen von hartgesottenen Fans, die naturgemä0 alles ihres Stars goutieren, durchaus partiell gewöhnungsbedürftig anmuten. Schlager- sowie popgewöhnt erstaunen diese Melodien, diese bislang ungewohnten Rhythmen. "Adieu", ein typisch frankophiles Chanson, scheint zunächst so völlig inkompatibel zu den "Atemlos"-Mitklatschnummern zu sein, dass man sich die Augen reibt. Wo will sie hin, diese Frau? Ein n o c h größeres Publikum erschließen unter Inkaufnahme der Gefahr, gerade jenes Klientel, das sie in erster Linie als Partyqueen liebt, zu verprellen? Ihre Facettenvielfalt unter Beweis stellen? Oder einfach nur Mal eben experimentieren, um bei einem Zuviel an Gegenwind dann doch zu den Wurzeln zurückzukehren? Müßig solche Fragen mit -zig Millionen verkaufter Tonträger auf der Habenseite; überflüssig die Spekulationen, weshalb diese Künstlerin mit ihrer Equipe hier eine Art Gemischtwarenladen eröffnet, der naturgemäß von allem etwas bereithält. Müßig insbesondere der Tatsache halber, dass es hier neben allem Kommerz und Banalem sehr wohl auch eine Feinkostabteilung hat, die wahrlich feinste Spezialitäten darzubieten weiß. Exemplarisch möchte ich hier "Wenn du lachst" anführen. Einen Gospelsong. Fischer und Gospel? Kann das funktionieren?

Und wie! Diese detailverliebte Aufnahme gerät in ihrer eher betulichen Rhythmik zumindest für meine Ohren zum dynamisch-Schönsten, das ich je aus dem Munde dieser Frau hörte. Einen jeden hätte ich für verrückt erklärt, der mir noch vor Kurzem prophezeite, dass mir Helene Fischer dereinst Gänsehautmomente bescheren würde, ich mich zu derartigen Superlativen versteigen könnte. Und hier - gerade hier - zeigt sich die künstlerische Qualität dieser Sängerin. Schlager und Pop - das können viele, die einen Ton zu halten imstande sind. Chanson oder Gospel indes stellen Genres dar, wo Stimme alleine nicht genügt, denn hier braucht man das erforderliche Feeling und Timing, das selbst der gewiefteste Tontechniker herzuzaubern nicht in der Lage ist.

Braucht er bei Helene Fischer auch nicht. Man muss sie nicht lieben, den Stilmix dieses Albums nicht mögen, ihre mediale Dauerpräsenz nicht goutieren. Respekt zollen indes sollte man ihr selbst dann, wenn man sie und ihre Musik nicht mag, denn sie ist eine Große der Bühne - wenn auch durchaus noch mit Luft nach oben.


Ohne Liebe trauern die Sterne: Bilder aus meinem Leben
Ohne Liebe trauern die Sterne: Bilder aus meinem Leben
von Hannelore Hoger
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

37 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Authentisches aus der Feder einer Ungewöhnlichen, 10. Mai 2017
Irgendwie anders als andere Schauspielerinnen wirkte sie schon immer auf mich, diese Hannelore Hoger. So gar nicht publicityträchtig auf den roten Teppichen der Republik, allwöchentlich bunt vermarktet und mit Rund-Um-Die-Uhr-Strahlen wie die Uschi Glas(es) der Yellowpress allzeit glattgebügelt und massenkompatibel. Nein, sie schien mir eher etwas von jener Bella Block zu haben, die sie neben vielem anderen künstlerischen Aktivitäten über so viele Jahre verkörperte. Eigensinnig. Fern des Mainstrams. Fern des Verdachts, Opportunistin zu sein. Ein "Typ" ganz einfach. Und somit unverwechselbar - und eben NICHT massenkompatibel.

Besagte Eindrücke finden in diesem Buch ihren adäquaten Niederschlag. Man liest aus dem Leben einer großen Charakterdarstellerin, begleitet sie auf ihrem interessant geschilderen Lebensweg und wundert sich über die uneitle, so gänzlich narzissmusfreie Darstellung einer Reise durch die Dekaden eines bunten, abwechslungsreichen und selbstbestimmten Lebens inmitten eines Berufs, der nahezu zwangsläufig zur übersteigerten Selbstliebe führt.

Hier schreibt eine gestandene Frau mit Bodenhaftung. Sie tut es abwechslungsreich und ohne Hilfe eines Ghostwriters, fern von artifiziellem Gehabe, vor allem aber authentisch, schnörkellos und ohne Längen. Mich hat sie mitgenommen auf besagter Reise in ihrem verzweigte Geleise nehmenden Lebenszug. Vermutlich werden auch Sie sich alles andere als langweilen, wenn Sie zusteigen. Nur zu!


Americana
Americana
Preis: EUR 8,49

8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Handgemacht. Old school. Ein 72-Jähriger mit musikalischem Know-how., 22. April 2017
Rezension bezieht sich auf: Americana (MP3-Download)
Sie leben also noch, ein paar alte Dinosaurier der Popmusik. Trotz Sex, Drugs and Rock'n'Roll haben es Urgesteine wie Ray Davies bis in unsere Tage geschafft. Und verbringen ihre Tage nicht ausnahmslos auf Golfplätzen oder dem Polieren ihrer Goldenen Schallplatten von dereinst, sondern haben auch noch Kreativität in ihren Adern, die sie im Tonstudio ausleben. Gut so!

Davies, Haudegen der legendären Kinks ("Lola" z.B. dürfte vielen Kindern der 1970er noch bestens und wohlvertraut in den Ohren nachhallen) nämlich stiefelte in ein solches und nahm neue Songs auf, die auf diesem gerade erschienen Album zu hören sind. Und wahrlich, sie können sich hören lassen. Gewiss, ein derartiger Ohrwurm wie der mit der Lady mit "anrüchigem" Namen ist darauf nicht zu finden, wohl aber handgemachte, gute Musik. Typ old school. Melodiös, gekonnt arrangiert, vor allem aber fern der grauenvollen Beliebigkeit all dessen, was an aktuellem weitestgehend aus dem Radio schwappt.
Gewiss wird diese Aufnahme nicht die Jugend erreichen, was vermutlich auch gar nicht erst ins Kalkül gezogen wurde. Aber all jene, die mit der Musik früherer Dekaden, die nicht vom Rhythmus allein, sondern stets in Kombination mit Melodien UND ausgereiften Arrangements Adoleszenz wie auch Twen-Zeitalter hinter sich brachten, werden Gefallen an diesem Album finden, das zeitlose Eleganz auszustrahlen versteht.

Old school ist altmodisch? Von wegen. "Americana" liefert den bestmöglichen Gegenbeweis.


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