Hier klicken Sale Salew Salem Hier klicken Sonderangebote Books Summer Shop 2017 Cloud Drive Photos Learn More TDZ Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicUnlimitedEcho longss17
Profil für CasusAngelus > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von CasusAngelus
Top-Rezensenten Rang: 44.431
Hilfreiche Bewertungen: 257

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
CasusAngelus

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
pixel
Rat der Neun - Gezeichnet
Rat der Neun - Gezeichnet
von Veronica Roth
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

4.0 von 5 Sternen Braucht ein wenig Zeit, 17. Juli 2017
Rezension bezieht sich auf: Rat der Neun - Gezeichnet (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
Akos ist der zweite Sohn des Orakels von Thuve und mit einem Schicksal bedacht, dass er noch nicht kennt. Eines Tages wird er gemeinsam mit seinem Bruder von den Shotet, die denselben Planeten bewohnen, entführt. Ryzek, der Anführer der Shotet, möchte die beiden benutzen, um den Shotet zu Macht und Ansehen zu verhelfen, so dass sie vom Hohen Rat als eigene Nation anerkannt wird. Seine Schwester Cyra ist sein größtes Druckmittel, denn mit ihrer Lebensgabe kann sie jedem, den sie berührt, unfassbare Schmerzen bereiten. Doch bald erkennt Akos, dass Cyra mehr ist, als nur das Folterwerkzeug ihres Bruders.

Meine Meinung:
"Rat der Neun - Gezeichnet" ist der Auftakt zu Veronica Roth neuer Science Fiction Reihe. Da mir ihre Bestimmungs-Trilogie schon gut gefallen hatte, war ich natürlich sehr gespannt auf das neue Buch. Der 600 Seiten dicke Wälzer mag vielleicht auf den ersten Blick abschreckend wirken, doch es lohnt sich, wenn man erstmal den Anfang gemeistert hat.

Denn der Anfang des Buches ist erstmal ziemlich verwirrend. Es werden so viele Namen genannt und dabei zunächst kaum etwas über die Welt verraten, außer dass, was man aus der Karte im Buch erkennen kann. Nämlich dass es neun große Planeten in der Galaxie gibt, in der Akos und Cyra leben, und einen Hohen Rat, der die Entscheidungen für alle trifft. Zwischendurch wird nur mal erwähnt, dass es Orakel gibt, die für bestimmte Personen Schicksale erkennen, und jeder eine Lebensgabe hat, die sich im Laufe der Jugend entwickelt, aber Hintergründe gibt es anfangs noch nicht. Dazu kam noch, dass am Anfang immer mal wieder in der Zeit gesprungen wird, so dass man ein wenig den Überblick verliert, was gerade Gegenwart und was Rückblende ist. Doch nach den ersten 50 bis 100 Seiten legt sich das zum Glück wieder, so dass einem Eintauchen in die Welt nichts mehr im Wege steht und man der Geschichte mit Spannung folgen kann.

Auch wenn die Welt, die Veronica Roth hier aufbaut, neun bewohnte Planeten umfasst, bleiben wir die meiste Zeit nur auf einem, Thuve, doch dieser ist gleich von zwei Völkern bewohnt, den Thuvesi, die offiziell vom Hohen Rat als Nation anerkannt sind, und den Shotet, denen dies bisher verwehrt blieb. Dass kein freundschaftliches Verhältnis zwischen den beiden Völkern besteht, ist verständlich. Unterstützt wird das noch dadurch, dass sich beide extrem unterscheiden. Thuvesi ist ein friedliebendes Volk, wohingegen Shotet auf den ersten Blick eher brutal wirkt. Doch nach und nach erhaschen wir gemeinsam mit Akos einen Blick hinter die Kulissen und beginnen die Traditionen der Shotet, und damit auch Cyra selbst, zu verstehen.

Erzählt wird das Buch abwechselnd aus Cyras und Akos Sichtweise, so dass man die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven betrachten kann. Da sich beide nicht wirklich über den Weg trauen, aber miteinander auskommen müssen, fand ich es gut, dass man hier nicht auf eine Perspektive beschränkt war.

Cyra ist eine sehr interessante Persönlichkeit. Durch ihre Lebensgabe, jedem den sie berührt, Schmerzen zu bereiten, wirkt sie auf den ersten Blick ziemlich grausam. Das wird natürlich noch dadurch unterstützt, dass ihr Bruder sie als sein Folterwerkzeug benutzt. Doch man entdeckt schnell, dass mehr dahinter steckt, dass sie ihre Gabe aus tiefster Seele hasst und eigentlich gar nicht so sein will. Akos war wesentlich durchschaubarer. Er ist sehr loyal, besonders seiner Familie gegenüber, und hat auch nach der langen Gefangenschaft immer noch nicht aufgegeben, sondern versucht weiter, sich und seinen Bruder zu retten. Und auch, wenn er schnell merkt, dass Cyra ihr bisheriges Leben nicht sonderlich mag, ist er sich nicht sicher, ob er ihr wirklich vertrauen kann.

Fazit:
Veronica Roth' neuer Roman "Rat der Neun - Gezeichnet" baut, nach einigen anfänglichen Verwirrungen, eine tolle Welt auf und erzählt eine spannende Geschichte von zwei verfeindeten Völkern. Ich bin schon gespannt, wie es im nächsten Teil weiter geht und vergebe 4 von 5 Muscheln.


Schlaflos in Manhattan
Schlaflos in Manhattan
von Sarah Morgan
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Eine Geschichte von Freundschaft, Liebe und Unternehmensgründung, 13. Juli 2017
Rezension bezieht sich auf: Schlaflos in Manhattan (Taschenbuch)
Inhalt:
Paige liebt ihr Leben in Manhattan. Sie hat tolle Freunde um sich, genießt die Anonymität der Großstadt und hat einen guten Job, der ihr Freude macht und bei dem sie auf eine baldige Beförderung wartet. Doch dann kommt alles anders als erwartet und sie steht vor der schwierigen Aufgabe, ihr eigenes Unternehmen zu gründen, immer mit der Angst im Rücken, sich selbst und ihre beiden besten Freundinnen Eva und Frankie mit in den Untergang zu stürzen.

Meine Meinung:
Sarah Morgans neuer Roman "Schlaflos in Manhattan" ist der erste Teil ihrer neuen Manhattan-Lovestorys und stellt eine Art Spin-Off zu ihrer Puffin Islands Reihe dar, das sich allerdings auch super ohne Kenntnis dieser lesen lässt. Der einzige, für mich erkennbare Bezug, war, dass die Protagonistin Paige und ihre Freundinnen Eva und Frankie auf Puffin Island aufgewachsen sind.

Das Ausgangsszenario ist in diesem Buch mal umgekehrt zur Puffin-Island-Reihe, denn anstatt ihr Glück in der Idylle der kleinen Insel zu finden, sind die drei Freundinnen froh, in die Großstadt gezogen zu sein und der Intimität der Insel zu entfliehen. Dort gab es für Paige, Frankie und Eva nicht genug Privatsphäre, da auf so einer kleinen Insel einfach jeder über jeden Bescheid weiß und es schwer ist, seine kleinen Geheimnisse zu behalten.

Paige, Frankie und Eva sind schon zusammen aufgewachsen, wohnen alle im selben Haus und arbeitet auch in derselben Event-Agentur, wodurch sie ein sehr enges Verhältnis zueinander haben. Auch wenn die drei recht unterschiedlich sind, hat man die Freundschaft und das Vertrauen zwischen ihnen gespürt, was mir sehr gut gefallen hat. Auch mit Paiges Bruder Matt, in dessen Haus die drei untergekommen sind, und seinem besten Freund Jake haben sie ein enges Verhältnis, allerdings ging mir hier der übertriebene Beschützerinstinnkt der beiden Männer ziemlich auf die Nerven, vor allem Paige gegenüber. Man kann zwar bei ihrer Vergangenheit verstehen, wo das her kommt, aber irgendwann muss man auch erkennen, dass sie erwachsen ist und ihre eigenen Erfahrungen machen muss und nicht vor allem beschützt werden kann. Besonders die Aussage von Jake, dass sie nicht stark genug für sie sei, hat mich ziemlich aufgeregt, denn so etwas denkt man doch nicht über den Menschen, den man liebt. Das hat mir die Liebesgeschichte zwischen den beiden leider ein wenig verdorben und mich beim Lesen nicht selten mit den Augenrollen oder genervt seufzen lassen.

Positiv fand ich an dem Buch allerdings, dass Paige, Eva und Frankie nach der Gründung ihres eigenen Unternehmens nicht sofort voll durchgestartet sind, sondern regelrecht um Aufträge betteln mussten. Oft genug hat man es in Geschichten ja, dass sofort der Erfolg da ist, doch hier wurde, meiner Meinung nach, mal gezeigt, dass der Start eines eigenen Unternehmens ziemlich hart sein kann.

Fazit:
"Schlaflos in Manhattan" von Sarah Morgan erzählt eine Geschichte von Freundschaft und Liebe und lässt dabei nicht aus, wie schwierig es sein kann, sich mit seinem eigenen Unternehmen einen Namen zu machen. Der übertriebene männliche Beschützerinstinkt haben mich allerdings nicht selten genervt, so dass es von mir nur 3,5 von 5 Muscheln gibt.


Fallen Princess. Die wahre Geschichte des König Drosselbart
Fallen Princess. Die wahre Geschichte des König Drosselbart
Preis: EUR 4,99

4.0 von 5 Sternen Mal ein anderes Märchen, 22. Juni 2017
Inhalt:
Das Leben der hübschen Prinzessin Isabelle im Schloss könnte nicht schöner sein, bis ihr Vater eines Tages verlangt, dass sie heiraten solle. Wenigstens darf sie ihren Zukünftigen selber wählen, wofür ihr Vater alle Prinzen der befreundeten Länder eingeladen hat, sich ihr vorzustellen. Doch die Auswahl ist nicht gerade toll, was Isabella nicht gut zu verbergen weiß. Als sie die Prinzen reihenweise beleidigt, muss ihr Vater ein Exempel an ihr statuieren und verurteilt sie dazu, den ersten Bürgerlichen, der ihr vor den Schlossmauern begegnet, zu heiraten und bei ihm zu Leben. Als wäre das nicht schon schlimm genug, ist dieser Mann auch ausgerechnet noch ein armer Bettler.

Meine Meinung:
"Fallen Princess" von Veronika Mauel ist ein Einzelband und erzählt das Märchen von König Drosselbart neu. Im Moment gibt es ja sehr viele Märchenadaptionen zu den ganzen bekannten Märchen wie zum Beispiel Aschenputtel oder die Schöne und das Biest. Daher fand ich es besonders toll, dass sich die Autorin hier mal ein Märchen rausgesucht hat, was noch nicht vertreten war, auch wenn ich gestehen muss, dass ich erstmal noch mal mein Gedächtnis auffrischen musste, was das Märchen um König Drosselbart angeht.

Anfangs hält sich die Autorin noch ziemlich genau an das, was ich mir bei Wikipedia angelesen habe. Prinzessin Isabella ist ziemlich unaustehlich und eingebildet, weswegen ihr Vater sie vom Schloss verbandt und einem Bettler zur Frau gibt. Hinter diesem verbirgt sich Prinz Alessandro, den Isabella zuvor noch spöttisch als König Drosselbart bezeichnet hat. Dies hat sich auch schon super lesen lassen, doch natürlich war ich gespannt, was die Autorin denn alles so abgewandelt hat zur klassischen Erzählung.

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus Isabellas und Alessandros Sicht, wobei für die Übersichtlichkeit bei jedem Kapitel vermerkt ist, wer gerade dran ist. Auf diese Weise konnte man beide Seiten der Geschichte verfolgen, einerseits Isabellas Verwandlung von der hochnäsigen Prinzessin zur liebevollen Ehefrau und andererseits aber auch Alessandros Beweggründe für sein Handeln. Besonders letzteres hat mir gut gefallen, denn ohne diese Sichtweise wäre das wahrscheinlich nicht wirklich klar geworden.

Alessandro war mir auf Anhieb sympathisch, denn auch wenn er ein Prinz ist, ist er nicht abgehoben oder so, sondern versucht extra noch, ab und an das Leben eines Bürgerlichen zu führen, um diese besser verstehen und auf ihre Bedürfnisse eingehen zu können. Isabella ist das genaue Gegenteil von ihm, eingebildet, unfreundlich und absolut von sich überzeugt. Es gibt zwar Andeutungen, dass dies nur Fassade ist, doch wirklich deutlich wird das bei ihr selbst nicht, wodurch ihre Wandlung auch nicht so ganz nachvollziehbar war. Einzig durch Alessandros Sichtweise konnte man das besser Verstehen.

Fazit:
"Fallen Princess" von Veronika Mauel ist eine Märchenadaption, die mit König Drosselbart mal keins von den typischen nacherzählt. Die Geschichte liest sich schnell durch und fesselt, allerdings ist die Wandlung der Protagonistin nur teilweise nachvollziehbar. Von mir gibt es 4 von 5 Muscheln.


Stormheart. Die Rebellin: Band 1
Stormheart. Die Rebellin: Band 1
von Cora Carmack
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

4.0 von 5 Sternen Spannender Auftakt mit etwas zu viel Liebes Hin und Her, 20. Juni 2017
Inhalt:
Aurora, die Prinzessin und Thronerbin von Pavan, sollte eigentlich ihrer Mutter dabei helfen, ihr Königreich vor den Stürmen zu beschützen, doch leider hat sich die Sturmling-Gabe bei ihr nie eingestellt. Um das zu vertuschen, soll sie mit dem Prinzen von Lock verheiratet werden, was ihr nicht wirklich gefällt. Doch dann entdeckt sie die Sturmjäger und plötzlich tun sich völlig neue Möglichkeiten vor Aurora auf.

Meine Meinung:
"Die Rebellin" ist der erste Teil von Cora Carmacks Fantasy-Trilogie "Stormheart", in der sie eine faszinierende Welt erschafft. Um die Menschen für ein Vergehen in der Vergangenheit zu bestrafen, schicken die Götter gefährliche Stürme über das Land, Feuerstürme, Gewitterstürme, Tornados und viele mehr. Doch es gibt ein paar wenige Menschen, die sogenannten Sturmlinge, die die Gabe haben, Stürme zu beherrschen und vererben diese Gabe normalerweise auch. Der Herrscher jedes Königreichs ist ein Sturmling und hat die Aufgabe, sein Reich mit seiner Gabe vor den Stürmen zu schützen.

Die Hauptperson der Geschichte ist Prinzessin Aurora, auch Rora oder Roar genannt, und sollte eigentlich nach ihrer Mutter den Platz als Herrscherin von Pavan einnehmen. Doch da sich bei ihr keinerlei magische Gaben eingestellt haben und dies niemand wissen darf, ist der Plan, sie schnellstmöglich mit einem anderen Sturmling zu verheiraten, damit trotzdem einer da ist, der gegen die Stürme kämpfen kann. Ein Plan, der Rora zwar nicht gefällt, dem sie sich aber fügt, da sie keinen anderen Ausweg sieht. Denn Rora ist sicher der Pflicht ihrem Land gegenüber durchaus bewusst und möchte helfen dieses zu schützen, was mir gut an ihr gefallen hat.

Ein weiterer Protagonist, aus dessen Sicht neben Auroras die Geschichte erzählt wird, ist Lock, ein Sturmjäger, der mit seiner Truppe durch das Wildland zieht, Sturmmagie sammelt und diese auf Schwarzmärkten in den Städten verkauft. Er hat mich ehrlich gesagt ziemlich genervt, da er einen viel zu ausgeprägten Beschützerinstinkt gegenüber Roar entwickelt hat, was zu einem ziemlichen Hin und Her zwischen den beiden geführt hat.

Interessant fand ich dagegen Cassius, den Prinzen von Lock, den Rora heiraten soll, bei dem aber ziemlich schnell klar wird, dass er eigene Pläne verfolgt. Doch ob diese durch und durch böse sind, ist einem das ganze Buch über nicht ganz klar, was ihn ziemlich mysteriös macht. Von außen betrachtet wirkt er nämlich nicht sehr sympathisch, aber ein paar Kapitel sind auch aus seiner Sicht geschrieben, so dass man auch einen kleinen Blick hinter seine Fassade werfen kann, ohne dass dabei aber gleich alles aufgedeckt wird. Hier bin ich sehr gespannt, was über ihn noch in den nächsten Teilen enthüllt wird.

Fazit:
"Die Rebellin", der Auftakt zu Cora Carmacks "Stormheart"-Trilogie, bietet eine interessante Welt mit einer spannenden Geschichte, die aber für meinen Geschmack ein bisschen zu viel Liebes Hin und Her hatte. Ich vergebe 4 von 5 Muscheln und bin gespannt, was wir alles im nächsten Teil noch erleben.


Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt
Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt
von Kristina Günak
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,00

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mal ohne das Genre-typische Liebesdrama, 12. Juni 2017
Inhalt:
Bea ist nicht gerade begeistert, als sie die Aufgabe bekommt, ein wenig auf den Bestseller-Autoren Tim Bergmann aufzupassen. Doch sie ist schließlich ein Profi und möchte helfen, den Verlag zu retten, da wird sie es jawohl hinbekommen, Herrn Bergmann davon abzuhalten, in Talkshows auszurasten. Als sie dann aber auch noch eine Lesereise für den muffeligen Autor organisieren soll, ist das Chaos vorprogrammiert.

Meine Meinung:
"Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt" war mein erstes Buch von Kristina Günak und habe eine leichte und lustige Lektüre für zwischendurch erwartet, was ich auch bekommen habe. Doch die Autorin hat es auch geschafft, geschickt noch ziemlich tiefgründige Hintergrundstorys der beiden Protagonisten miteinzubauen, was trotzdem noch gut zu dem lockeren Schreibstil gepasst und mich positiv überrascht hat.

Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Bea, die in der Marketing Abteilung des kleinen Braunschweiger Königstein-Verlags arbeitet. Sie ist sehr hilfsbereit, liebt ihre Arbeit und schafft es daneben auch noch, sich um ihre Familie zu kümmern. Denn ihre Eltern haben mit ihren Pflegekinder alle Hände voll zu tun und bitten Bea nicht selten um Hilfe. Bea war mir sehr sympathisch, vor allem auch durch ihre Einstellung, dass es ihr wesentlich wichtiger ist, glücklich zu sein, als das große Geld zu machen.

Tim Bergmann, der Bestseller-Autor des Königstein Verlags, hat zwar nicht gleich meine Sympathie, dafür aber definitiv mein Interesse geweckt. Er ist ein ziemlich ehrlich und scheint seine Prinzipien zu haben und durch und durch hinter ihnen zu stehen, wodurch er manchmal ein wenig ruppig und streitlustig wirkt. Das hat mich ziemlich fasziniert.

Die Geschichte liest sich ziemlich schnell, denn einmal angefangen, kommt man kaum noch davon los. Man möchte unbedingt weiter verfolgen, wie Tim und Bea sich näher kommen, was sie verbergen und was in ihrer Vergangenheit so passiert ist. Denn dass sie beide keine leichte Kindheit hatten, wird immer mal wieder angedeutet. Insgesamt war die Geschichte zwar an manchen Stellen ein klein wenig vorhersehbar, aber ich fand es wunderbar erfrischend, dass sie mal, anders als bei anderen Liebesromanen, ohne das typische Liebesdrama auskommt und zeigt, dass Drama durchaus auch mal anders aussehen kann.

Fazit:
"Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt" von Kristina Günak erzählt eine locker-leichte, aber irgendwie auch tiefgründige Liebesgeschichte mit interessanten Charakteren, der unter anderen seines Genres heraussticht. Von mir gibt es alle 5 Muscheln.


Der Kuss der Lüge: Die Chroniken der Verbliebenen. Band 1
Der Kuss der Lüge: Die Chroniken der Verbliebenen. Band 1
von Mary E. Pearson
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,00

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hätte man gut kürzen können, 1. Juni 2017
Inhalt:
Lia, Prinzessin und erste Tochter von Morrighan, soll für eine Allianz mit dem Prinzen von Dalbreck verheiratet werden. Sie ist nicht sonderlich davon begeistert, hatte sie doch gehofft, einmal aus Liebe heiraten zu können. Am Tag ihrer Hochzeit flieht sie zusammen mit ihrer Dienerin Pauline nach Terravin, einem hübschen Küstenstädtchen, in dem sie fortan in einer Schenke arbeitet. Als eines Tages zwei Männer die Schenke betreten, ahnt sie nicht, dass einer davon der Prinz von Dalbreck ist, der einfach neugierig auf sie war, und der andere geschickt wurde, sie zu töten.

Meine Meinung:
"Der Kuss der Lüge" ist der erste Teil von Mary E. Pearsons Fantasy-Reihe über die "Chroniken der Verbliebenen". Das Buch spielt im Königreich Morrighan, welches öfters mal von den Barbaren aus Venda angegriffen wird. Um sich zu stärken soll eine Allianz mit dem Königreich Dalbreck her, doch da das Verhältnis nicht allzu gut ist, muss eine Hochzeit das Bündnis schmieden.

Die meiste Zeit wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Lia, der Prinzessin von Morrighan, erzählt. Zwischendurch sind immer mal wieder kurze Kapitel aus der Sicht von den beiden jungen Männern Rafe und Kaden, zu denen Lia sich hingezogen fühlt. Damit man nicht durcheinander kommt, sind diese Kapitel immer mit Namen versehen, ohne jedoch zu verraten wer von beiden nun der Attentäter und wer der Prinz ist. So kann man gut miträtseln, da von den erzählten Sachen beides passen könnte. Ich hatte zwar die ganze Zeit so eine Vermutung, wurde dann am Ende aber überrascht.

Leider ist dieses Rätseln darum, wer nun Attentäter und wer nun Prinz ist, auch schon fast alles, was den Großteil der Geschichte ausmacht. Denn nach der Flucht und der Ankunft in Terravin passiert erstmal lange Zeit gar nichts. Ich bin wirklich niemand, der immmerzu Action braucht, ich mag es auch gerne mal ruhiger, aber hier hat sich das echt ziemlich gezogen. Noch dazu hatte ich da Gefühl, dass sich einiges wiederholt, so dass sich die ersten 60% des Buches recht zäh angefühlt haben. Danach wurde es dann bis zum Ende wieder spannender, doch auch hier hatte ich immer wieder das Gefühl, als würde sich die Geschichte wiederholen.

Dabei hätte man den ersten Teil der Geschichte noch gut mit einigen Erklärungen füllen können, was das ganze ein wenig interessanter gemacht hätte. Denn viele Dinge sind für mich einfach unklar geblieben. Zum Beispiel wurde die ganze Zeit erwähnt, dass die erste Tochter immer etwas besonderes ist. Doch warum genau, wurde nicht wirklich erklärt. Es wurde nur erwähnt, dass dies mit einer Gabe zu tun hätte und dass Lia diese auch haben müsste, aber hier hätte die Autorin gerne noch näher drauf eingehen können.

Fazit:
"Der Kuss der Lüge" von Mary E. Pearson war für mich leider nur ein recht zäher Einstieg in "Die Chroniken der Verbliebenen". Ich hatte das Gefühl, dass sich viele Teile der Geschichte wiederholten, wo man stattdessen lieber einige Sachen näher hätte erklären können. Ich vergebe 3 von 5 Muscheln und hoffe auf Besserung im zweiten Teil.


Secret Sins - Stärker als das Schicksal: Roman
Secret Sins - Stärker als das Schicksal: Roman
von Geneva Lee
  Broschiert
Preis: EUR 12,99

5.0 von 5 Sternen Eine tiefgründige Liebesgeschichte mit ernstem Thema, 28. Mai 2017
Inhalt:
Faith lebt zusammen mit ihrem Sohn und ihrer guten Freundin Amie in einem kleinen Küstenörtchen und kommt mit ihrem Job gerade so über die Runden. Um ihre Vergangenheit zu bewältigen, geht sie regelmäßig zu einer Selbsthilfegruppe für Suchtkranke. Eines Tages begegnet sie dort dem gut aussehenden, aber überheblichen Jude Mercer. Doch nach und nach erhascht sie einen Blick hinter seine Fassade und fühlt sie sich immer mehr zu ihm hingezogen, auch wenn sie genau weiß, dass er Ärger bedeuten wird.

Meine Meinung:
Auf "Secret Sins", den neuen Roman von Geneva Lee, war ich schon sehr gespannt, unter anderem wegen dem ernsten Thema. Bisher kannte ich nur "Royal Passion", wo es ja sehr gespaltene Meinungen zu gibt. Bei "Secret Sins" allerdings hatte ich vor dem Lesen nur positives gehört, so dass meine Erwartungen entsprechend hoch waren. Und ich wurde nicht enttäuscht. Schon allein das Vorwort der Autorin hat mir eine Gänsehaut beschert, da sie dort schreibt, wie persönlich dieses Buch für sie ist.

Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Faith, die gerade sich und ihren kleinen Sohn über die Runden bringt. Sie geht regelmäßig in eine Selbsthilfegruppe für Suchtkranke, was darauf schließen lässt, dass sie selbst einmal abhängig war. Doch insgesamt wird alles recht wage gehalten, so dass man sich viel selbst denken musste. Anfangs fand ich das ein wenig verwirrend, doch im Nachhinein hat das echt gut zur Geschichte gepasst.

Zwischendurch gibt es immer mal wieder Kapitel, die die Vergangenheit von Faith und ihrer Zwillingsschwester Grace, zu der in der Gegenwart kein Kontakt mehr besteht, erzählen. Diese Rückblenden fand ich sehr interessant, da ich ziemlich neugierig darauf war, wie Faith in diese ganze Situation geraten ist. Dieser Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit hat mich beim Lesen total gefesselt, da ich unbedingt immer wissen wollte, was damals passiert ist und wie sich die Gegenwart auf alles auswirkt.

Bei einem ihrer Treffen begegnet Faith Jude Mercer, zu dem sie sich irgendwie hingezogen fühlt. Doch sie versucht, auch zum Wohle ihres Sohnes Max, diese Gefühle zu unterdrücken, was natürlich nicht lange gut geht. Ich fands schön zu beobachten, wie die beiden sich ineinander verliebt haben, auch wenn manches ein wenig schnell ging. Besonders gut gefallen hat mir, wie Jude mit Max umgegangen ist. Doch im Hinterkopf hatte ich die ganze Zeit diese Angst, dass das Glück durch einen Rückfall von Faith oder Jude zerstört werden könnte.

Fazit:
"Secret Sins" von Geneva Lee erzählt eine tiefgründige Liebesgeschichte mit einem ernsten Thema, die mich von Anfang an gefesselt hat und mich immer wieder überrascht hat. An manchen Stellen hätten ein paar mehr Erklärungen allerdings nicht geschadet, auch wenn dies irgendwie auch zum Gesamtbild gepasst hat. Ich vergebe 4,5 von 5 Muscheln.


Black Dagger - Rehvenge & Ehlena: Roman (BLACK DAGGER Doppelbände, Band 7)
Black Dagger - Rehvenge & Ehlena: Roman (BLACK DAGGER Doppelbände, Band 7)
von J. R. Ward
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Welt der Bruderschaft wird nicht langweilig, 22. Mai 2017
Inhalt:
Seit sie für ihren erkrankten Vater sorgen muss und ihr ganzes Vermögen aufgebraucht ist, arbeitet Ehlena in der Vampirklinik als Krankenschwester. Dort trifft sie auch auf Rehvenge, Clubbesitzer und Drogenbaron von Caldwell, von dessen üblen Machenschaften sie aber nichts ahnt. Nach und nach fühlt sie sich zu ihm und den Gefühlen, die er ihr schenkt, hingezogen. Dabei ahnt sie nicht, in was für einer Gefahrt Rehv schwebt.

Meine Meinung:
Der siebte Sammelband von J. R. Wards "Black Dagger"-Reihe erzählt die Geschichte von "Rehvenge & Ehlena" und umfasst die deutschen Bände 13 "Racheengel" und 14 "Blinder König". Es ist bei mir schon einige Zeit her, dass ich Band 11 und 12 gelesen habe, aber es fiel mir trotzdem nicht schwer, wieder in das Black Dagger Universum reinzufinden. Das mag ich echt gerne an der Reihe, denn auch wenn die Autorin den Vampiren eine eigene, nicht unbedingt simple Kultur gegeben hat, steigt man auch nach einer längeren Pause wieder gut in die Geschichte ein. Auch ist die Geschichte nach so vielen Bänden immer noch nicht langweilig geworden, des es gibt weiterhin neue Sachen zu entdecken.

Das Hauptpärchen in diesem Teil sind Rehvenge und Ehlena, aus deren Sicht die Geschichte auch meistens erzählt wird. Doch es gibt auch Kapitel, die beispielweise aus der Perspektive von Xhex, John, Wrath oder Beth erzählt werden. Dass immer wieder andere Erzählstränge mit eingeflochten werden, kennt man schon aus den vorherigen Teilen der Reihe, doch in diesem kam es mir so vor, als gäbe es neben Rehv und Ehlena noch zwei andere Hauptpersonen. Denn die Geschichte setzt sich auch recht intensiv mit den Problemen des Vampirkönigs Wrath und seiner Frau Beth auseinander. Dies war zwar anfangs ein wenig ungewohnt, doch mir hat es gut gefallen und ich fand es auch sehr realistisch, denn so hat man gesehen, dass nach dem Zusammenkommen eines Paars nicht unbedingt Friede-Freude-Eierkuchen herrschen muss, wie es einem manchmal vorkommt, sondern dass durchaus auch mal mit Beziehungsproblemen gekämpft werden muss.

Den Erzählstrang von Wrath und Beth fand ich sogar fast interessanter als den von Ehlena und Rehv. Denn auch wenn ich Ehlena schnell sehr lieb gewonnen habe, konnte ich deren Liebesgeschichte nicht so ganz nachvollziehen. Man hat zwar ihre Gefühle füreinander gespürt, aber es kam nicht so ganz rüber, woher diese Gefühle überhaupt kommen. Es war eher so, als wären sie plötzlich vom einen auf den anderen Moment da gewesen.

Gut gefallen hat mir in diesem Teil aber, dass man mal ein wenig mehr über die Sympathen erfahren hat. In den vorherigen Bänden wurden sie mal am Rande erwähnt, man hat mitbekommen, dass sie keinen guten Ruf haben, aber das wars dann auch schon. Hier konnten wir ein wenig was über ihre gesellschaftliche Struktur erfahren, was im nächsten Teil hoffentlich noch ein wenig vertieft wird.

Fazit:
"Rehvenge & Ehlena" ist schon der siebte Doppelband von J. R. Wards "Black Dagger"-Reihe, doch trotzdem wird die Welt der Bruderschaft nicht langweilig. Dieser Teil gibt einen interessanten Einblick in eine eigene Vampirrasse, vernachlässigt dabei zwar ein wenig die Nachvollziehbarkeit der Liebesgeschichte, entschädigt einen dafür aber mit Geschichten aus dem Leben der "alten" Pärchen. Von mir gibt es dafür 4 von 5 Muscheln.


Every Little Thing - Mehr als nur ein Sommer: Roman (Hartwell-Love-Stories, Band 2)
Every Little Thing - Mehr als nur ein Sommer: Roman (Hartwell-Love-Stories, Band 2)
von Samantha Young
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Emotionsgeladene Liebesgeschichte mit tollem Schlagabtausch, 19. Mai 2017
Inhalt:
Bailey Hartwell, Nachfahrin eines der Gründer ihrer Heimatstadt Hartwell, führt eine erfolgreiche kleine Pension. Sie ist eigentlich bei allen beliebt, doch mit dem Hotelbesitzer Vaughn Tremaine gerät sie regelmäßig aneinander. Doch als sie eines Nachts in ihrer Pension überfallen wird, steht Vaughn Bailey plötzlich bei und sie erkennt, dass er die ganze Zeit Gefühle für sie gehegt hat. Doch kann die Beziehung der beiden gut gehen?

Meine Meinung:
Nachdem ich den ersten Band von Samantha Youngs neuer Hartwell-Reihe regelrecht verschlungen hatte, war ich natürlich schon sehr gespannt auf den zweiten Teil "Every Little Thing". Das neue Paar, Bailey und Vaughn, hatte sich in Teil eins schon angedeutet und hohe Erwartungen geschürt, die bei mir nicht enttäuscht wurden.

Bailey war mir in Teil eins schon sehr sympathisch, so dass ich natürlich gespannt auf ihre Geschichte war. Sie ist sehr offen, ziemlich neugierig, aber auch sehr darauf bedacht, anderen Leuten zu helfen. Doch tief drinnen ist sie auch sehr verletzlich, besonders nachdem ihre Beziehung zu Tom nach 10 Jahren ein Ende findet und Bailey sich eigentlich nichts sehnlicher als eine Familie wünscht. Ihre Sorgen fand ich hier sehr gut und nachvollziehbar dargestellt.

Auch von Vaughn mochte ich gerne, auch wenn er aus Baileys Sicht zunächst nicht unbedingt positiv dargestellt wird. Doch schon in Teil eins hatte er gezeigt, dass er kein schlechter Kerl ist. Hier war ich auch sehr gespannt, was seine Geschichte ist, denn bei Samantha Young hat eigentlich jeder ein schlimmes Ereignis seiner Vergangenheit zu bewältigen. Dies macht für mich immer einen großen Reiz bei ihren Geschichten aus.

Die Beziehung von Vaughn und Bailey ist, wie es sich schon im ersten Teil angedeutet hat, sehr emotionsgeladen. Im einen Moment hassen sie sich, im anderen fallen sie übereinander her und nicht selten möchte man die beiden schütteln, damit sie endlich zur Vernunft kommen und sich ihre Gefühle gegenseitig eingestehen. Denn natürlich besteht in ihren Augen nur körperliche Anziehung und keine emotionale. Die erotischen Szenen, sind wie von der Autorin gewohnt, schön beschrieben, kein bisschen billig. Da Vaughn und Bailey beide sehr experementierfreudig sind, sind einige heiße Szenen dabei, die aber nicht unrealistisch sind.

Auch das Kleinstadt-Feeling, was mir schon im ersten Teil von Hartwell so gut gefallen hat, kommt hier wieder zum Vorschein. Es kennt (fast) jeder jeden und es wird keiner im Stich gelassen. Wer Hilfe in Hartwell braucht, bekommt diese auch von seinen Mitmenschen. So begegnen wir auch vielen liebgewonnen Personen aus dem ersten Teil wieder und es deuten sich auch schon die nächsten zwei Paare an. Ich bin gespannt, wer von ihnen als nächstes seine Geschichte bekommt.

Fazit:
"Every Little Thing", der zweite Teil von Samantha Youngs Hartwell-Lovestories, bietet eine emotionsgeladene Liebesgeschichte mit wunderbaren Schlagabtäuschen zwischen den Protagonisten. Auch das Kleinstadt-Feeling, das diese Reihe ausmacht, kommt nicht zu kurz. Ich vergebe alle 5 Muscheln und freue mich schon auf die weiteren Bände, die hoffentlich bald folgen.


Bourbon Kings
Bourbon Kings
von J. R. Ward
  Broschiert
Preis: EUR 12,90

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nach zähem Anfang spannende Geschichte mit vielen Lügen und Geheimnissen, 15. Mai 2017
Rezension bezieht sich auf: Bourbon Kings (Broschiert)
Inhalt:
Lizzie arbeitet als Gärtnerin auf dem Anwesen der Bradfords und ist eigentlich ganz zufrieden mit ihrem Leben. Sie hat ein schönes Haus, einen Job, den sie meistens liebt, und ihre liebe Kollegin und Freundin Greta an ihrer Seite. Doch dann kommt plötzlich der jüngste Bardford-Sohn Lane nach Hause und bringt ihre Welt durcheinander. Denn vor einigen Jahren hatten sie etwas miteinander, bis er einen schrecklichen Fehler begangen hat.

Meine Meinung:
"Bourbon Kings" ist der erste Teil von J. R. Wards Saga um die Bradford-Familie, die mit ihrem Bourbon-Imperium zu den reichsten Familien Amerikas gehören. Durch den Klappentext habe ich mich darauf gefreut, alte Familiengeheimnisse aufzudecken und Verrat und Intrigen zu begegnen, doch bis man dahin kommt, dauert es leider ein wenig.

Ungefähr die erste Hälfte des Buches lernen wir erstmal die verschiedensten Personen kennen, wie zum Beispiel die Gärtnerin Lizzie oder den jüngsten Sohn der Bradford Familie, Lane, der vor einigen Jahren mal im Geheimen etwas mit Lizzie hatte. Auch seine beiden Geschwister Edward und Gin lernen wir kennen, die auf den ersten Blick wirken wie ein verbitterter Alkoholiker und eine verwöhnte Zicke. An sich mag ich ja Bücher aus verschiedenen Perspektiven, wo man die Personen nach und nach kennen lernt, doch hier gestaltete sich der Anfang für mich ziemlich zäh. Denn die Figuren wurden irgendwie eher eingeführt, als müsste man sie eigentlich schon längst kennen und hätte nur vergessen, was mit ihnen passiert sei, und nicht, als ob man ihre Geheiminsse erst noch langsam ergründen müsste.

Der zweite Punkt, der mir den Einstieg in die Geschichte erschwert hat, waren Lanes Gefühle für Lizzie. Ich mag es ja eigentlich gerne, wenn Männer auch mal den Mumm haben, zu ihren Gefühlen zu stehen und diese zu zeigen, aber die von Lane waren irgendwie so übertrieben. Er hat Lizzie seit zwei Jahren nicht gesehen und hatte keinerlei Kontakt zu ihr, und trotzdem schwärmt er immer noch von ihr, kennt jeden Zentimeter ihres Körpers und hat natürlich niemals eine andere Frau angefasst oder gar in Erwägung gezogen. An sich ja eine schöne Sache, aber für mich persönlich war das ein wenig zu übertrieben dargestellt.

Mit der Zeit rückt die Liebesgeschichte der beiden jedoch ein wenig in den Hintergrund, was das Buch für mich eindeutig spannender gemacht hat. Denn nun kommen endlich die Intrigen und Familiengeheimnisse zu Wort, denen Lane nach und nach auf die Spur kommt. Angefangen mit einer Erpressung Gins durch ihren Vater und einen Gefängnisaufenthalt wird eine ganze Lawine von Ereignissen losgetreten, die mich dann doch neugierig auf den nächsten Teil zurückgelassen haben.

Fazit:
"Bourbon Kings", der Auftakt von J. R. Wards Bradford-Saga, hat mich leider nicht so begeistert wie erhofft. Ein zäher Anfang mit einer nicht so glücklichen Einführung der verschiedenen Charaktere und etwas zu übertriebenen Gefühlen hat mir den Einstieg ziemlich erschwert. Allein die ganzen Geheimnisse die am Ende noch herauskommen und auch in den nächsten Teilen noch aufgedeckt werden wollen, haben mich das Buch weiterlesen lassen und mich neugierig auf die weiteren Bände gemacht. Insgesamt vergebe ich 3 von 5 Muscheln für diesen ersten Teil.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20