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Beiträge von Rudolf Kreuzeder
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Rezensionen verfasst von
Rudolf Kreuzeder (freilassing)

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Terra Incognita - ltd. Digi Pack Edition inkl. 2 Bonustracks
Terra Incognita - ltd. Digi Pack Edition inkl. 2 Bonustracks
Preis: EUR 10,51

5 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen schön war die zeit - remember the 90s?, 24. August 2009
Fräulein Lewis kennt und liebt man als Schauspielerin, denn keine andere hat in den 90ern die sexy Psychobraut mit Hang zur Gewalt so lässig verkörpert wie sie. Als sie vor einiger Zeit angefangen hat mit den The Licks sich auch als Rockmusikerin und Sängerin zu versuchen, da ging man eigentlich davon aus das sie dies halt als quasi öffentliches Hobby begeht. Aber jetzt kommt ihr tatsächliches Solodebut unter ihrem eigenen Namen und scheinbar will sie (und ganz klar auch die Plattenfirma) es wirklich wissen. Die Musik ist natürlich ihrem Image angemessen und richtig überrascht ist man nicht wenn man sich Terra Incognita" anhört. Der Opener Nonche Sin Fin" klingt wie eins zu eins bei Björk abgeguckt und das doch recht geschmeidige Romeo" ist eine Homage an den großen Bluesstandard. Wenn mal nicht ihre recht ordentliche Stimme die Führung übernimmt und die Gitarren sich verzerren, dann klingt es doch recht deutlich nach vogelwilden Weibergeschichten des letzten Jahrzehnts wie L7 oder Hole.

Ob man das wirklich heute noch braucht ist die Frage, aber an und für sich klingt das zu hörende doch ganz ordentlich.

Es wäre halt zu wünschen gewesen wenn Juliette sich nicht so diese altmodische Alternative Klamotte umgeschnallt hätte, sondern sich am straighteren Hardrock versuchen würde. Nicht ohne Grund stauben heute CDs von Gruppen wie Skunk Anasie vor sich hin. Wer jedoch diese Zeiten so nicht erlebt hat oder immer noch Bock drauf hat, der wird auch mit Terra Incognita" seine Freude haben.

An All Is For God" kann man sich als Hippiemädchen laben, und tatsächlich strahlt die Scheibe bei allem Geschwurbel schon eine positive Atmosphäre aus und so schlimm kann das ja dann gar nicht sein.

Als Highlight, wenn auch das Gegenteil einer Single, würde ich das arg schräge Female Persecution" bezeichnen, das krank, verwirrt, bedrohlich und ängstlich klingt und auch gut passen würde um von Juliette in einem ihrer Filme dargeboten zu werden.

Juliette Lewis will sich neben der Schauspielerei auch in der Musik beweisen und das ist ihr auch gelungen. Das man ihre Klänge jedoch irgendwann ohne das Bild ihrer Rollen vor Augen zu haben, das wird die Zeit zeigen.


Destined Solitaire
Destined Solitaire
Wird angeboten von -uniqueplace-
Preis: EUR 21,93

15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ein bisschen wirr, ein bisschen warr, 29. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Destined Solitaire (Audio CD)
Verflucht obskur und verwirrt klingt der Mischmasch den uns die Schweden mit dem lustigen englischen Namen für Bartfisch kredenzen. Zu beschreiben ist die Musik eigentlich wirklich kaum, finden sich zu den Hauptpfeilern Jazzrock, Indiependent und Progressive auch noch Spielereien wie Hip-Hop und Deathmetal ein.

Für einen gewöhnlichen Musikkonsumenten der gern nachvollziehbare Songstrukturen hat und nicht von einem klanglichen Ringseil ins nächste geprügelt zu werden möchte, für den ist Destined Solitaire" definitiv ungeeignet. Am ehesten werden sich Anhänger der jüngeren Werke von Devin Townsend oder den diversen Mike Patton Projekten mit Beardfish anfreunden können, aber der kreative Höhenflug verlangt einem wirklich Alles ab. Easy Listening ist hier mal gar nicht, auch wenn es über die größten Strecken nicht wild zur Sache geht.

Kaum glaubt man mal die Kurve gekriegt und diesen kreativen Eiffelturm in den Griff bekommen zu haben, dann packt die Band hinterrücks wieder die Blutgrätsche aus.

Wer die Herausforderung annimmt und sich dem Album stellt, den erwartet eine seltsame Mixtur an hervorragend gut arrangierter Musik. Nur eben kann es nicht oft genug erwähnt werden das es schier einer Sisyphus Arbeit gleichkommt die Scheibe als ganze zu Erfassen, werden doch nahezu sämtliche populären (und auch unpopulären) Spielarten anspruchsvoller Musik geschickt gebündelt. Und wenn dann noch die Frechheit besessen wird, im unbedachten Moment Elemente östlicher Volksmusik mit Drehorgelklängen und 70er Jahre Harmondorgel zu kombinieren, dann zieht es sogar dem hartgesottensten und wohlwollendsten Hörer sprichwörtlich die Socken aus.

Eine spezielle Scheibe für spezielle Menschen. Ich geh mir jetzt erstmal den Schweiß aus dem Shirt wringen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 4, 2009 1:02 PM MEST


Leave This Town
Leave This Town
Preis: EUR 6,97

9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen collegerock der extraklasse, 24. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Leave This Town (Audio CD)
Daughtry, die Band um Chris Daughtry, war mir bisher vollkommen unbekannt. Das mag wohl die meisten Leute verwundern, aber da ich kein Radio und keine Mainstream Medien konsumiere ging mir sogar der Megaerfolg des Debutalbums komplett am Sender vorbei. Klar, eine der Hitsingles hab sogar ich im Hintergrund im Strassencafe vernommen, aber schmalziger Kuschel- und Collegerock der Marke Nickleback oder 3 Doors Down ist etwas, das läuft bei mir und für mich relativ selten bis gar nicht.

Als die Promoscheibe von Leave This Town" bei mir eintrudelte, da hab ich mich ganz bewusst entschieden unvoreingenommen an die Scheibe heranzugehen und dem Album eine absolut faire Chance zu geben. Schließlich haben es seltsamerweise ja auch Hinder geschafft mich so zu vereinnahmen, das ich ihre Alben hören kann ohne mich zu schämen.

Entweder liegt es am tollen Wetter das gerade vorherrscht oder meine Ärzte haben mir heimlich etwas ins Essen gemischt, aber Leave This Town" ist eine absolute Granate, auch wenn sie in ihrem Bereich nicht wirklich mit Überraschungen aufwartet. Vielmehr eine Feinjustierung im Songwriting, was die Geschichte qualitativ tatsächlich auf Nickleback Niveau ansiedelt.

Während der Opener You DonŽt Belong" ein paar Hörgänge benötigt um einen locker zu machen, da präsentiert sich die erste Single No Surprise" als absoluter Ohrwurm. Einmal gehört wird dieses Lieder zum Dauerbrenner und Mitsinghit. Ist es eine Überraschung das ausgerechnet hier Chad Kroeger am Songwriting beteiligt war? Nicht wirklich, obwohl das Material des Albums vor potentiellen Erfolgssongs nur so strotzt.

Man hört sich bitte mal September" an und sagt mir das er jetzt nicht gern seine Jugendliebe küssen würde. Einfach herrlich kitschig.

Da wird gelitten, geschmeichelt, dezent gerockt und mit modernen Melodien gespielt, das es nur so eine Wonne ist. Natürlich kann man jetzt noch nicht vorhersagen welche Langzeitwirkung Leave This Town" mit sich bringt, aber für diesen Sommer steht fest wer im Radiorock die Hosen anhat. Und das sind auf jeden Fall Daughtry.


Territory 4
Territory 4
Wird angeboten von dodax-shop
Preis: EUR 18,21

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen wenn die gitarre raucht, 19. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Territory 4 (Audio CD)
Während sich viele mit Grausen abwenden werden, so gibt es nach wie vor Anhänger von sogenannten Shredder Alben. Diese zeichnen sich dadurch aus das ein überaus talentierter und mit technischen Fähigkeiten gesegneter Gitarrist sein Können exzessive zur Schau stellt. Im Vordergrund ist zu 99 % Gitarrengewixxe, während auf überflüssiges wie Gesang komplett verzichtet wird. Der Song an sich ist meist nur nebensächlich und in Wirklichkeit handelt es sich um reine Solis, welche verschnörkelt wurden um dem Ganzen einen hörbaren Anstrich zu verleihen. Der Grieche Theodore Ziras ist auch heute noch in der klassischen Shredder Tradition verwurzelt, paart das Gitarrengedudel jedoch mit Progressive-Metal und klitzekleinen, kraftvollen Deep Purple Hinweisen (wobei diese jedoch dem Keyboardeinsatz geschuldet sind).

Instrumental bleibt hier kein Auge trocken, bzw. das Ohr vor keiner Note verschont. Eben gerade so wie man es in diesem Genre erwartet und wie die Anhänger es am liebsten haben. Als normaler Rockfan, der Musik nicht studiert hat, dem wird das Gefiedel auf Albumdauer doch ein wenig zu krass eintönig.

Was kann Theodore Ziras für einen Anreiz bieten? Vielleicht das man hier und da ein wenig Dream Theater Stoff untergemengt bekommt? Naja, ob das wirklich ein Argument ist muss wohl jeder für sich selbst entscheiden.

Für das was es sein soll, dafür ist Territory 4" mit Sicherheit sehr brauchbar und selbst der unmusikalischste Knüppelmetzger wird eingestehen das Theodore eine Korrifähe seines Fachs ist.

Aber wie schon oben beschrieben, der normale Rock- und Heavy Metal Hörer wird diesem akustischen Aufgezeigte eher mit einem Gähnen begegnen.

Solche Leute sind bei der aktuellen Yngwie Malmsteen Scheibe weitaus besser aufgehoben.


First in Line
First in Line
Wird angeboten von Hausmusik
Preis: EUR 4,00

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen rock muss laut sein, 12. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: First in Line (Audio CD)
RockŽnŽ Roll aus Australien, wie wird der wohl klingen? Blöde Frage, ich weiß. Auch wenn die Musik von der Jungen Band The Devilrock Four aus dem gleichen Holz (ich würde diese Kneipe gerne mal sehen wo die vielen Stückchen aus dem Tresen herausgeschlagen wurden) geschnitzt sind wie AC/DC so klingt die Feinjustierung doch viel mehr nach einer Kreuzung aus den Hellacopters und den leider verblichenen Gluecifer. Besonders Sänger Jonny Driver klingt eins zu eins nach Biff Malibu und das ist grundsätzlich ja mal eine gute Sache.

Somit dürfte auch schon klar sein was einem bei dem Debüt The First In Line" erwartet. Lässigster Schmutzrock (jedoch nicht wirklich vor Dreck triefend sondern eher angeschmuddelt), laidback und doch treibend. So wie die Vertonung eines unkomplizierten Quickis auf dem nicht ganz stillen Örtchen einer Spelunke.

Natürlich ist damit schon klar das Frische oder Innovation schon längst das Weite gesucht haben, aber wen kümmert das, wenn man einfachen Hardrock für das wohlverdiente Feierabendbierchen sucht?

Ob es die tausendste Kapelle braucht die diese Musik spielen, das ist wiederum eine berechtigte Frage. Auf CD ist die Notwendigkeit eher gering und The First In Line" wird nach mehrmaligem Hören wohl das Los des Staubfängers ziehen. Für die Bühne jedoch, da kann es gar nicht genug derartige Bands geben. Das hat jedoch mit dem vorliegenen Longplayer nichts zu tun.

Demnach muss jeder selbst entscheiden ob und weshalb er die Scheibe braucht.


Identity
Identity
Preis: EUR 20,27

23 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen weniger frickeln, mehr atmosphäre, 29. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Identity (Audio CD)
Als atmosphärischer Progressive-Rock wird das Debut der Norweger beschrieben und katalogisiert. Das trifft den Nagel auf den Kopf, auch wenn das Ausrufezeichen wohl hinter atmosphärisch" und nicht hinter Rock" gemacht werden muss. Sehr getragen und entspannt spinnt sich auf Identity" ein Netz aus Wohlklang und Soundbildern, was den großen Vorbildern Pink Floyd sicher ein anerkennendes Nicken entringen würde. Da haben die Herrschaften von Airbag ihre Hausaufgaben gemacht und gut aufgepasst. Abgerundet werden die schmeichelnden Klänge (die Gitarren streicheln einem das Ohr auf wohlige Art und Weise) durch die sanfte Stimme von Asle Tostrup, der sein Stimmorgan wie ein weiteres Instrument einsetzt und an diversen Stellen frappierend an Steve Hogarth von Marillion erinnert.

Bestimmt würden viele Leute das als plätschernde, langweilige Fahrstuhlmusik bezeichnen, aber das sind dann auch Menschen denen sich bei geschlossenen Augen nur schwarzes Nichts offenbart und keine Ahnung von phantastischen Traumgemälden erhabener Landschaften haben.

Alles in allem mag Identity" etwas gleichförmig ausgefallen sein und man könnte eine mangelnde Dynamik bemängeln, aber das ist Teil der entspannten Musikreise auf die einen Airbag einladen und begleiten.

Diese Art von Musik benötigt die richtige Zeit und Ruhe, und ist nichts für Nebenher.

Wer stimmungsvolle, tiefgehende, unverkopfte aber gefühlsbetonte Musik bevorzugt sollte sich mit Airbag befassen und Identity" eine Chance geben.


7 Deadly Sins
7 Deadly Sins
Preis: EUR 13,49

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen gutes aus lichtenstein, 22. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: 7 Deadly Sins (Audio CD)
Black Sonic kommen aus Lichtenstein und das macht mir Angst. Wie kann es sein das aus diesem winzigen Ländchen, das so unscheinbar in seiner eigenen Harmonie schwellt, eine richtig pfundig-deftige, moderne Rockplatte mit Metalschlagseite kommt? Das wäre nichts besonderes nicht, wenn das Teil nicht jeglichen internationalen Standarts entsprechen würde.

Melodisches aber hartes Songwriting durchzogen mit einem Riffing, welches Erinnerungen an Metallicas Black Album" aufkeimen lässt.

Wuchtig aber jederzeit kontrolliert und fein durcharrangiert und ohne nervigen Emo-Pathos. Klar, hier und da schimmert schon mal ein Fünkchen angesagter U.S. Rock durch, aber durch das hochwertige Songwriting und die zu Ende gedachten Ideen wirkt das Endprodukt eigenständig, selbstbewusst und überzeugend.

Neben dem schon oben erwähnten Riffing und den feinen Melodic-Parts ist vor allem die Stimme von Sänger und Frontmann Mäthi zu erwähnen. Wolle man sie beschreiben dann müsste wohl am ehesten Lauri Ylönen von The Rasmus als Vergleich herhalten.

Besonders die Coverversion von Ordinary World" weiß zu gefallen und könnte mit entsprechendem Video ausgestattet sogar zu einem kleinen Hit mutieren.

Mit Freude vernimmt man in einigen Momenten sogar Parallelen zu Hardcore Superstar die mit ähnlichem Druck für Tanzflächenpflicht sorgen, auch wenn Black Sonic nicht ganz so wild wirken.

Während viele Bands heute durch überzogene Härte über ihre eigenen Beine stolpern und daher eher lächerlich wirken bringen Black Sonic das Zeug mit um sich in Zukunft fest in der Szene etablieren zu können.

Nachdem HIM in die Belanglosigkeit abgestürzt sind und sich noch keine Band gefunden hat die einerseits kommerziell genug für schwärmende Mädchenscharen und andererseits genug Credibility mitbringt um auch bei den Rockern zu punkten, bietet sich Black Sonic an um diese Lücke zu füllen.

Man darf gespannt sein was aus 7 Deadly Sins" wird und wie die Reise für Black Sonic weitergeht.


Be What It Is
Be What It Is
Wird angeboten von SDRC
Preis: EUR 14,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen frisch, rockig und frei, 20. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Be What It Is (Audio CD)
Eigentlich schon witzig, das 99 % der Rockfans bei dem Namen Stevie Salas erstmal mit der Schulter zucken und behaupten noch nie einen Ton von dem Mann gehört zu haben. Dabei hat er mit den größten und besten zusammengearbeitet. Nur um mal wahllos ein paar Hausnummern zu nennen: George Clinton, Rod Stewart, Mick Jagger, Justin Timberlake, Michael Hutchence, Jeff Healey...

Na, rappelts im Karton? Nicht nur als absolut versierter Songwriter hat er sich seine Flügel verdient, auch (und vor allem) als Gitarrist zählt er zu den eigenständigsten und großartigsten unserer Zeit.

Aber auch ich gestehe, nach seinen letzten Scheiben unter dem Colorcode Banner ebenfalls ein wenig aus den Augen verloren, und das obwohl er offensichtlich doch immer am werken und machen ist.

Der Busenfreund von Basslegende T.M Stevens hat für seinen neuen, hyperfunky daherrockenden Output eine stattliche Ansammlung an Musikern angeheuert. Die Liste sich wie ein Who is Who der harten Rockszene und Matt Sorum, Dave Abruzzese und Brian Tichy sind nur drei der schillernden Persönlichkeiten.

Wer ungläubig den Kopf schütteln möchte, der atmet am besten durch und klickt sich auf Stevies MySpace Seite um nähere Infos einzuholen.

Aber nun Schluss mit dem ganzen Gelaber, was bekommt man aufs Ohr wenn man Be What It Is" in den Player schiebt?

Funky Hardrock mit einer dezenten Soulnote wie sie auch einem Richie Kotzen ständig zwischen den Saiten durchschimmert. Grooviger Bluesrock mit Einschüben an krauligen Balladen. Unpatentiös und doch tief durchatmend in seiner durch Mark und Bein gehenden bodenständigen Ehrlichkeit.

Teilweise ist die Nähe zu den früheren und besseren Lenny Kravitz Geschichten schon sehr auffällig, ohne jedoch wie ein Clone des Retrohampelmanns zu klingen. Dies soll eindeutig als Kompliment gedacht sein.

Stevie geht mit weitaus größerem Mut zu Soundspielereien an die Arbeit und das zahlt sich zugunsten der Spannung aus und gibt dem Album einen Bonuspunkt in Sachen Spannung.

Auf Be What It Is" bekommt man schweinisch gute Rockmusik geboten die sich am besten selbst erklärt und einem jeden Kenner von guter Gitarrenmusik Anerkennung und Achtung abringen müsste. Wobei sich die wahre Stärke natürlich erst auf der Bühne entfalten kann und ein Tonträger dem niemals ganz das Wasser reichen können wird.

Wer sich und seinen Ohren ein saftiges Wellnessprogramm gönnen will ohne aber auf transportiere musikalische High-Energy zu verzichten bekommt mit Be What It Is" ein sorgloses Rundumpaket serviert, ohne auf den seit einem Jahr erhältlichen sauteuren Japanimport zurückgreifen zu müssen.


The Ep Sessions 2007-2008
The Ep Sessions 2007-2008
Preis: EUR 23,49

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wir werden euch vermissen, 25. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: The Ep Sessions 2007-2008 (Audio CD)
Das war es dann wohl. Endgültig und für immer. Traurig aber wahr, Thunder sind nicht mehr, haben die Segel gestrichen und einen Schlussstrich gezogen. Postum wird nochmal gebündelt das jüngere EP Schaffen zusammengefasst veröffentlicht. Und der Bestand setzt sich aus Neueinspielungen, Live-Tracks und komplett unveröffentlichten Songs zusammen.

So wird aus dieser Schwanengesang doch noch ein Zuckerl für Freunde des gepflegten, englischen Hardrocks, welcher mit Fug und Recht als einer der qualitativ hochwertigsten Exporte von der Insel galt.

Selbst im fortgeschrittenen Alter rocken die Herren Bowes, Morley und Co so intensiv und leidenschaftlich, das man geneigt ist David Coverdale von Whitesnake ein Exemplar der späteren Alben oder eben vorliegende EP Sammlung zu schicken.

Die Haare wurden kürzer und weniger, der kommerzielle Erfolg in dieser geschmacklich unbeständigen Zeit natürlich auch. Aber das Feuer in der Musik der Wortwitz in den Lyrics und natürlich die schweißtreibende Liveperformance war stehts das Fundament dieser Ausnahmeband, garniert mit technisch einwandfreien Gitarrensolis, pumpenden Rhythmus und in den Balladen auch mit den nötigen Emotionen.

Und genau diese Charakteristiken sind diesem finalen Album nochmals eindrucksvoll nachzuhören und genau das macht das Ende dieser Band um so schlimmer. Es bildet sich zwar schön langsam fähige Konkurrenz und Nachfolger, aber bis diese die routinierte Abgeklärtheit (und das mein ich im positivsten nur möglichen Sinne) innehaben, solange hätten sich Thunder schon noch mit dem Servus Zeit lassen können.

Natürlich ist auf der The EP Sessions 2007 - 2008 nicht der große Knall zu erwarten und auch keine Hinterhofsymphonien bekommt man geboten, aber wer mit der Musik von Thunder grundsätzlich etwas anfangen kann, der kann getrost zugreifen und sich ein letztes Mal begeistern lassen.

Es bleibt zu hoffen das es sich die Bandköpfe wiedermal anders überlegen und sich vielleicht doch nochmal hinreißen lassen. Wäre ja schließlich nicht das erste mal und wenn man sich die hemdsärmliche, bodenständige und dennoch inspirierte Hardrockmusik von Thunder auf dieser Scheibe anhört, dann kommt man nicht umher anzunehmen das das letzte Kapitel eventuell noch nicht geschrieben ist.

Als besonderen Anspieltipp möchte ich I Believe" hervorheben, das in seiner unkomplizierten Art die Gefühle hochkochen läßt und alle Trademarks mit sich bringt.

Adios Thunder....schön war die Zeit.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 14, 2009 12:54 PM MEST


Ki
Ki

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen darfs ein bisschen anders sein?, 23. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Ki (Audio CD)
Ob Wirrkopf Townsend weiß das Ki" in Thai soviel wie Scheiße bedeutet? Da ich nicht wirklich mit dem kompletten Backkatalog des Musikgenies vertraut bin, habe ich den Vorteil an Ki" (welches als erster Teil einer vier CDs umfassenden Serie unter dem Project Namen erscheint) vollkommen ohne Erwartungshaltung herangehen zu können. Stahlharte Strapping Young Lad Fans, welche oftmals schon mit Devins Soloalben unter seinem Namen Schwierigkeiten hatten werden Ki" aber tatsächlich als langweiligen Dreck bezeichnen und ihm verständnislos die Schultern zucken.

Die Heavy Metal Parts sind eigentlich bedeutungslos und der legendäre Devin-Wahnsinn ist in den kontrolliertesten Bahnen die man sich nur vorstellen kann. Die Scheibe setzt eindeutig auf Atmosphäre und eine teilweise an Tool erinnernde Stimmung. In neudeutsch würde man das Album wohl als chillig" bezeichnen, aber wer sich die Zeit nimmt und hinhört, der bemerkt die Bösartigkeit die unterschwellig immer wieder angedeutet wird aber nie die Chance bekommt das Ruder zu übernehmen.

Ob es eine Rolle spielt das Devin mittlerweile absolut clean ist und diese neu gefundene Kontrolle mit diesem unaufdringlichen Werk demonstrieren will oder ob er es ein kleines bisschen als blankziehen vor eben seinen fordernden Fans andenkt?

Trainfire" zum Beispiel macht nach wie vor deutlich das der Kanadier nach wie vor visionär und kompromisslos seinen Stiefel durchzieht und genau das verleiht Ki" das gewisse Etwas, das verhindert das die Scheibe als Fahrstuhlmusik oder Hintergrundgeplätscher zum Nachmittagsnickerchen endet.

Ich denke nicht das es vermessen ist zu behaupten das es bisher nie so schwer war sich ein Devin Townsend Album zu erarbeiten und den Reiz zu verdienen.

Man darf sich jedenfalls, egal ob man Ki" mag oder nicht, schon mal auf die kontroversesten Diskussionen und Beurteilungen freuen.

Für mich selbst deklariere ich die CD mit dem seltsamen Cover als progressiven Ruhepoll, den der Hörer als auch der schaffende Geist als Neustart und Startpunkt verstehen darf.


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