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Beiträge von Rudolf Kreuzeder
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Rezensionen verfasst von
Rudolf Kreuzeder "psychobimbo69" (freilassing)
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The Unattractive Revolution
The Unattractive Revolution

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen die zweite runde, 1. November 2007
Rezension bezieht sich auf: The Unattractive Revolution (Audio CD)
Mit Spannung wurde die neue Scheibe der Sleazehopefulls aus Schweden erwartet. Konnte man nach dem Ableben von Bandboss Dave Lepard an die Klasse der Überfliegers Rest In Sleaze" ansetzen oder würde es zum Supergau kommen?
Der Absturz bleibt einem mit Unattractive Revolution" Gott sei es gedankt erspart auch wenn die großen Überraschungsmomente ausbleiben. Und das ist auch gut so.
Was als erstes zu erhören ist, der Gesamtsound wurde in Sachen Aggressivität gehörig nach oben geschraubt ohne das die Nuancen, welche Crash Diet zu etwas besonderem machen verloren gehen. Vor allem die Mitsingchöre und die breiten Gitarrenriffs sind unverkennbar für die Band. Genau dadurch wird offenbar das Crashdiet mehr ist als das große Songwritingtalent von Dave. Ist die Scheibe mehr Metal als Rest In Sleaze"? Ja, ich würde schon sagen. Das soll jetzt aber bitte nicht negativ verstanden werden.
Was ist eigentlich mit Daves Nachfolger Olliver Twisted? Der Mann unterscheidet sich stimmlich eigentlich nicht wirklich von Herrn Lepard und ist ebenso wenig ein Gesangsgott. Seine rotzige Stimme passt aber zur Musik und hat so einiges an Charisma was die Songs nochmals aufwertet.
Wo wir gerade bei den Songs sind, diese sind durchgehend auf einem hohen Level auch wenn nicht ganz an die Überhits des Vorgängers angeknüpft werden konnte. Das macht aber nicht viel, da konzeptionell mehr wert auf den Drive durch die Gitarren gelegt wird und somit die Intention eine andere ist. Die Songs brauchen halt länger bis sie im Ohr hängen bleiben aber wenn, dann schnackelt es gewaltig und man wird die Lieder nicht mehr los.
Ein prominenter Gaststar ist auch noch zu hören und zwar auf Alone" und I DonŽt Care" ein gewisser Mick Mars von Mötley Crüe. Fein, nicht wahr?
Was die Scheibe letztendlich ziehen wird bleibt abzuwarten aber es lässt sich feststellen das man hier ein stolzes Sleaze-Metal Album eingespielt hat bei dem sich der geneigt Fan bestimmt keinen Schiefer einzieht. Wem Rest In Sleaze" gefallen hat wird auch bei Unattractive Revolution" nicht die Nase rümpfen. Sweet und seine Kameraden haben ihr eigenes musikalisches Duftsignal (zum wiederholten Mal) gesetzt und wer in einem Genre, welches schon (fast) alles gesehen hat Akzente setzen kann der hat es auch verdient langfristig zu bestehen. Mal schauen ob die Plattenfirma diesmal schneller schaltet oder dieses Großkaliber wieder im hohen Norden verpuffen lässt.


Gambling With The Devil (Limited Edition)
Gambling With The Devil (Limited Edition)
Preis: EUR 18,02

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen es geht wieder laut aufwärts, 1. November 2007
Die Fanbasis hat nach dem eher durchschnittlichen Legacy" Album doch mit einiger Spannung auf die Veröffentlichung des Nachfolgers gewartet. Ehrlich gesagt hatte keiner eine Ahnung wie es um die Band bestellt war und ob der kreative Funken noch mal ausschlagen würde, bzw. in welche Richtung sich die Kürbisköpfe nun bewegen wollten.
Um so größer die Überraschung das es den Jungs um Oberguru Michael Weikath tatsächlich gelungen ist ein Album einzutüten das die Brücke zwischen den legendären Keeper" Alben und dem Deris-Ära Höhepunkt Master Of The Rings" zu schlagen ohne auf die Power Metallischen Elemente der späteren Scheiben zu verzichten.
Nach dem stimmigen Intro geht es gleich in feinster Judas Priest Manier mit Kill It" los um dann in das Helloween typische The Saints" überzugehen.
Darauf folgt der Ohrwurm As Long As I Fall" und das schweinegute Paint Of A New World". Man könnte jetzt alle Songs aufführen, denn bis auf lahme "I.M.E." und das nervtötende "Can Do It" wird das Hello-Herz nach allen Regeln der Kunst bedient.
Das finale Heaven Tells No Tells" ist zwar auch eher von der Sorte die man auf den Vorgängern weiter skipte aber dennoch bleibt Gambling With The Devil", nicht zuletzt auch wegen dem veränderten und verbesserten Gesangsstil von Andi Deris, der beste Helloween Rundling seit Master Of The Rings" und sollte auch den einen oder anderen, mittlerweile abgewanderten Anhänger wieder zurück ins Lager holen.
Kindermelodien, rasante Gitarrenparts mit erschreckend guten Solis, Mitsingrefrains, eine passende Produktion...alles hier drauf.
Von wegen alte Säcke, Helloween wollen es noch mal wissen.


Can You Say Kool
Can You Say Kool
Preis: EUR 18,28

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen rockabilly deluxe, 25. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Can You Say Kool (Audio CD)
Hurra, es ist Rockabilly Time! Lang schon hab ich dieses Genre aus den Augen verloren. Obwohl es in den 80ern ja wirklich kaum zu übersehen/hören war. Ausgerechnet jetzt im neuen Jahrtausend taucht Chefonanierer, Tattoomonster und Punkrockikone Lutz Vegas von den V8Wankers mit einem lässigen und traditionellen Psychobilly/Rockabilly Projekt auf. Und wie nicht anders erwartet fesselt er auch hier mit einer bunten, tanzwütigen Mischung aus Eigenkompositionen und Coverversionen.
Jeder der schon mal mit Rockabilly in Berührung gekommen ist kennt den Übersong Lonesome Train". Und Wyldfyre hauchen diesem Klassiker wieder pulsierendes Leben ein. Ebenso der verflucht geilen Version von Motörheads No Class". Lutz macht hier nicht den Fehler den Sound seiner Stammformation mit ein paar ungewohnten Klängen aufzupeppen sondern lässt dieses Pflänzchen hier ganz natürlich und mit anderen Musikern wachsen, so das Wyldfyre auch für V8Wankers Ungutfinder interessant sein dürfte.
Wyldfyre dürfte mehr Nebenbeschäftigung als ernsthafte Angelegenheit sein aber wenn man Spaß an diesem Rock ŽnŽ Roll Stil hat dann findet man zwischen den Stray Cats und Rumble On The Beach sicher noch ein Plätzchen für die Wüldfeüer. Zumal man bei Can You Say Kool" noch über ein halbes Dutzend Bonustracks älteren Datums mitgeliefert bekommt.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 10, 2007 7:04 AM CET


Walk in the Fire
Walk in the Fire

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen qualität ist zeitlos, 21. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Walk in the Fire (Audio CD)
Jeder der vor 1980 geboren ist hat sich heimlich schon mal vorgestellt mit Rocky Balboa zu trainieren oder mit Tom Cruise im Top Gun Düsenjet durch die Wolken zu fetzen. Was wäre abseits der offiziellen Soundtracks noch für eine Hintergrundmusik geeignet? Irgendwas AOR lastiges findet man doch sicherlich im Plattenschrank, oder gibt es eine Sammlung ohne Journey oder Foreigner? Warum also nicht die Schotten Strangeways welche mit ihrem dritten Album ein sattes, nicht mit Keyboards überladenes, Fönfrisurenscheibchen veröffentlichten welches sich hinter der amerikanischen Konkurrenz nicht verstecken muss.
Als herausragendstes Element sollte man neben dem durchdachten, teilweise schon etwas kitschigen Songwriting, die Topstimme von Terry Brock nennen. Der Mann hat ein recht raues Organ welches einen sofort in Beschlag nimmt und die Nummern nochmals veredelt.
Songs wie Linging In The Danger Zone" oder Into the Night" lassen das pastellfarbene Sacko im Schrank rauschen und man bekommt spontan Lust mit Don Johnson im Edelsportwagen auf coole Verbrecherjagd zu gehen.
Leute mit Vorliebe für Enddarmgegrunze und Brecheisengitarren werden diesem sanftmütigen Album nicht für die akustischen Streicheleinheiten danken aber für die ist diese Scheibe 1989 auch nicht eingespielt geworden. Eher ist das hier ein Schmankerl zum Ohrenverwöhnen zwischendurch.
Hangdog Records sei Dank lässt sich das Album heute wieder locker erstehen und ist seinen Seltenheitsstatus los.


Warchest
Warchest

16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen pfundige box, 19. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Warchest (Audio CD)
Nach dem fulminanten Boxset von Slayer war es irgendwie nur eine Frage der Zeit bis Megadeth mit einem ähnlichen Kriegsgerät um die Ecke biegen. Jetzt ist die Warchest" da und auch wenn man das ganze natürlich in Ausverkauf!" Geschenkpapier wickeln könnte so lohne sich der Kauf für Neueinsteiger genauso wie für Altgediente Dethheads. Geboten bekommt man vier Audio CDs und eine DVD zuzüglich hochinformativem Booklet (incl. Bandgeschichte, tollen Bildern, einer wirklich ausführlichen Discographie...) in einer formschönen Box welche im feinen DVD Format mit Prägedruck und Pie Pa Po das Slayer Teil zwar nicht an die Wand stellt, sich hinter jener aber auch nicht verstecken braucht.
Die ersten drei Silberlinge sind quasi eine Aufarbeitung des Backkatalogs wo man bei der Songauswahl wirklich nur das Beste vom Besten rausgesucht hat und hier natürlich auf die remasterten Versionen zurückgriff. Zwischendrin bekommt man Soundtrackbeiträge, Demos, alternative Versionen, Promo Interview Ausschnitte, exklusives Livematerial, Tributbeiträge, Japanbonustracks, u.s.w. und so fort geboten so dass dem Sammlerherz die Sonne scheint. Den Fan möchte ich sehen der dieses Zeug schon alles hat und kennt.
Für den Megajünger wird's aber besonders bei der Live Scheibe und der Live DVD warm denn diese sind wirklich noch unbekannt und kommen aus den Jahren 1990, bzw. 1992 und offenbaren welcher Schatten Dave Mustaines Band heute im Vergleich zum klassischen Line-Up ist. Runderneuert und aufgepeppt vom allseits geliebten Andy Sneap bollern die Dinger aus den Lautsprechern das es nur so eine Freude ist.
Das Quartet Dave Mustaine, David Ellefson, Nick Menza und Marty Friedman ist nach wie vor unschlagbar. Wie man hier sieht und hört auch live. Für den einen mag Mustaines pressender Ungesang den Schwachpunkt darstellen für den anderen ist er die Charakteristik welche Megadeth erst richtig ausmacht. Dieser wütende, punkige Einschlag in Kombination mit der Virtuosität, dem machinenartigen Zusammenspiel, der punktgenauen Metalgewalt und zielstrebigen Speedattacke machten Megadeth zu einer der Leitbands des amerikanischen Heavy Metals.
Auch wenn heute die Luft raus ist und Dave mittlerweile zur selbstmitleidigen Heulsuse verkommen ist welche noch immer den Schwächlingen von Metallica hinterher hampelt so ist Warchest" eine wahre Offenbarung für Metal- bzw. Megadethfans. Zumal hier man hier wirklich Value For Money" kriegt.


Rock N Roll Jesus
Rock N Roll Jesus
Preis: EUR 8,94

31 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen besser war er nie, 17. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Rock N Roll Jesus (Audio CD)
Bei Kid Rock kann man die Entwicklung von der Witzfigur hin zum ernstzunehmenden (aber keineswegs ernsthaften) Musiker und Songwriter mitverfolgen. Was Kid Rock aber in erster Linie ist, das ist ein Entertainer und auch wenn man textlich teilweise die Grenze des guten Geschmacks überschreitet ( wobei Weiber und Teenagergeschichten ja immer ein gutes Thema sind) so hat die musikalische Substanz auf dieser Scheibe endlich über die ganze Strecke hinweg die nötige Substanz um am Stück durchgehört zu werden. Das liegt vor allem daran das die HipHop Parts so gut wie ganz verschwunden sind und man hier Southernrock, Country und Summertime Blues Musik geboten bekommt. Ob außerhalb von Amerika jemand mit dieser Stilistik etwas anfangen kann steht auf einem anderen Blatt, aber in den U.S.A. sollte sich die Scheibe bis an die Spitze der Charts katapultieren.
Das schlichte Cover welches nur Schwarz mit dem Schriftzug zeigt deutet auf Größenwahn hin und auch wenn hier nicht Back In Black" drauf ist so dürfte der Querverweis in diese Richtung schon richtig gedeutet sein.
Auf Rock N Roll Jesus" erzählt Kid Rock auf seine Art und Weise kleinen Ausflüge in die Welt von fiesen Weibern, lustigen Jugendjahren und im allgemeinen alles aus dem Leben eines Redneck Pimps. Da er dies aber mit dem nötigen Augenzwinkern und total überzogen darstellt muss man schon öfters mal auf den Schenkel klopfen vor Freude. Schade das der Sommer schon vorbei ist, ansonsten wäre hier das Good-Time Album des Jahres in den Startlöchern gesteckt.
Wie Zuhältergehabe mit Lynyrd Skynyrd zusammenpasst? Es geht, hört es euch an.
Die Scheibe hat keine Ausfälle zu verzeichnen aber als Anspieltipps würde ich das sakrale Gospelstück Amen", das an Tommy LeeŽs letztes Soloalbum erinnernde All Summer Long", das smoothe Roll On", die mitreißende Single So Hott" oder die Pamela Anderson Abrechnung Half Your Age" empfehlen.
Kid Rock macht unverkennbar seinen eigenen Stiefel aber der passt wie Faust aufs Auge. Rock N Roll wie ihn viele Leute lieben - unangepasst, unvorhersehbar und dennoch traditionell und mit überraschenden Momenten. Hier bekommt man viel geboten als ab dafür.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 7, 2010 3:50 PM CET


Venus Doom
Venus Doom
Wird angeboten von right now!
Preis: EUR 7,90

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen zurück auf kurs, 16. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Venus Doom (Audio CD)
Fans der Gothic-Pop-Rock Band um Schönling und Gelbzahn Ville Valo können erleichtert aufatmen. Dem tiefen Loch, in das die Band mit dem unhörbaren Dark Light" gefallen ist, konnte wieder entstiegen werden und unerwarteter Weise schafften es die Chartstürmer tatsächlich eine Brücke zwischen dem düsteren und harten Debut und dem darauf folgenden Hitalbum Razorblade Romance" zu schlagen.
Einerseits gibt es wieder die obligatorischen Schlüpferbefeuchter (The Kiss Of Dawn") andererseits muss man jedoch eingestehen dass durch die extrem runtergestimmten Gitarren und die komplexeren Songstrukturen einiges an hinternkriecherischer Teenagerkompatibilität eingebüsst wurde. Ville leidet zwischendrin gern noch mal und haucht die unverkennbaren Seufzer ins Mikro aber die Heavy Instrumentalisierung zieht einen im Notfall immer wieder aus dem Schmalzmorast. Und wenn Herr Valo den Steel/Danzig macht, dann wird's sogar richtig toll. Niemand wird erwartet haben das der Spagat zwischen Billy Idol und Type O Negative nochmals so gut funktionieren könnte aber da sich hier offensichtlich Tony Iommi und Black Sabbath als großer Einfluss erwiesen haben kann man auch wieder das Stromgitarrenpublikum als Zielgruppe bezeichnen. Wer also eine zarte Version von Bloody Kisses" sucht der darf mit Venus Doom das bleiche Make Up aus Muttis Pudderdöschen klauen.
Nein im Ernst, Him haben eine notwenige und nicht selbstverständliche (oder ist der Vorgänger kommerziell so gefloppt?) Kurskorrektur vollzogen und dafür sollte man ihnen den Gefallen tun und der Scheibe eine Chance geben auch wenn man die Gruppe sonst gern in die Klein-Mädchen Schublade steckt. Ein schönes Album für dunkle Herbstnächte mit Rotwein die nicht nach dem ultimativen Tiefgang schreien.


Born Into This (ltd. Edition 2CD incl. Sticker)
Born Into This (ltd. Edition 2CD incl. Sticker)
Preis: EUR 24,80

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen nicht ganz der erwartete bringer, 15. Oktober 2007
Ich hätte nicht mehr daran geglaubt doch noch mal ein neues The Cult Album in den Händen zu halten. Ian schien mir bei den Doors gut aufgehoben und glücklich und Billy Duffy schien zufrieden zu sein wie ein Dieter Bohlen Lookalike auszusehen. Aber die alten Jungs wollten es scheinbar noch mal wissen und versuchen nach dem eher halbgaren Beyond Good And Evil" einen zweiten Wiederbelebungsversuch.
Klang der Vorgänger irgendwie nach Soundtrack zu einem modernen Vampirfilm dem man die Luft raus gelassen hat, so besinnt sich Born Into This" wieder an den Alben zwischen Ceremony" und Sonic Temple" ohne jedoch an die großen Songs von Anno Dazumals anknüpfen zu können.
Richtig heiß geht es bei dieser sehr gut produzieren Scheibe eigentlich nur ab wenn der Discogroove dominiert wie bei Diamonds", der ersten und sehr guten Single Dirty Little Rockstar" und Illuminated". Ansonsten plätschert das Material zwar gut dahin aber hinterlässt nicht wirklich Eindruck. Und das wie ein American Recordings Outtake von Johnny Cash klingende Holy Mountain" geht, auch wenn Ian hier richtig passend klingt, überhaupt nicht und stört schon fast den Fluss der Scheibe.
Born Into This" ist geeignet um einem beim Frühstück wachzurütteln oder kann einen während des Hörens auch zu mitwippen und lässig mit dem Kopf nicken bewegen. Nachhaltig bleibt aber nicht viel hängen und das ist es eigentlich was The Cult neben ihrer Flexibilität ausgezeichnet hat.
Das Haltbarkeitsdatum für The Cult ist noch nicht abgelaufen aber taufrisch sind hier die Ideen nicht mehr und man sollte sich langsam daran gewöhnen das auch das funktionierende Gespann Astbury/Duffy nicht mehr großartig die Butter vom Brot ziehen.
Die limitierte Erstauflage kommt übrigens mit netten 5 Tracks Bonus Disc also im Zweifelsfall lieber zu dieser Version greifen.


Last Temptation,the
Last Temptation,the
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 17,63

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ich muss mich korrigieren, 12. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Last Temptation,the (Audio CD)
Es ist manchmal wirklich auffällig wie sich die Betrachtungsweise und die Wahrnehmung von Alben im Kontext mit der Zeit ihres Erscheinens und seiner eigenen Erwartungshaltung darstellen. Als die Scheibe 1994 erschien war ich einer der ersten und der lautesten von den Deppen die Verrat!", Ausverkauf!" und Trendanbiederung!" gerufen haben. Zu deutlich war der Unterschied zu den Überwerken Trash" und Hey Stoopid" und es war für Hardrocker damals ganz natürlich alles und jedem den Stempel Grunge" anzuheften der sich von der gewohnten 80s Schiene wegbewegte.
Dabei, und ich vermute ich war damals einfach zu dämlich, ist The Last Temptation" die totale Rückbesinnung zu Alice eigenen Frühwerken, nur in einer zeitgemäßen Produktion und mit dem nötigen Songwritingpepp. Eigentlich ist die Scheibe nicht weniger hitlastig als die Vorgänger aber man braucht einiges an Zeit sich auf die Songs und Gesamtbild der Scheibe einzustellen.
Die musikalischen Querverweise zu allen Etappen seines künstlerischen Schaffens sind geschickt verwoben, so muss man schon ein wenig bewandert sein mit AliceŽs Backkatalog um zu erkennen das z.B. Bad Place Alone" quasi eine düstere Schools Out" Verbeugung ist.
Auch wenn ich jetzt schon die Steine fliegen sehe aber ich wage zu behaupten das The Last Temptation" klassischere Alice Cooper Musik ist als die Popalben zuvor. Da muss man sich das Hörvergnügen nicht verderben lassen in dem man vor lauter Zorn ins Booklet beißt nur weil da ein gewisser Chris Cornell aufgeführt ist.
Heute finde ich geradlinige Ohrwürmer wie Lost In America" oder feine Balladen der Marke ItŽs Me" besser denn je und ich kann mir vorstellen das es vielen Kostverächtern der 90er so gehen könnte.
The Last Temptation" ist ein dunkles Konzeptalbum mit der nötigen Alice Cooper Theatralik und bei allem Tiefsinn noch mit dem nötigen Augenzwinkern.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 23, 2014 11:57 PM MEST


Hot Nuts
Hot Nuts
Wird angeboten von Special Interests
Preis: EUR 7,53

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen kann aber muss man nicht haben, 9. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Hot Nuts (Audio CD)
Bisher sind die Tokyo Dragons doch ziemlich an mir vorbeigegangen hab ich sie doch für einen weiteren aufgeblasenen UK Hype der Marke The Darkness oder Towers Of London gehalten. Vielleicht ist sogar etwas an dem Begriff T.D. - Hype etwas dran aber das ändert nichts an der Tatsache das die Jungs mit Hot Nuts" eine äußerst feine Scheibe eingerockt haben.
Die Spannbreite sorgt dafür das das Album auch nach häufigem Hören nichts an seiner Güte verliert, ganz im Gegenteil. Reicht sie doch von deutlichen Southernrock Anleihen über AC/DC bis hin zur motörheadartigem Prügelorgie. Das Bild das sich dem Leser jetzt wahrscheinlich auftut dürfte aber doch weitaus wilder und ruppiger sein als es die heißen Nüsse letztendlich präsentieren. Vielmehr kommt über die Albumlänge hinweg eine Southern Harmony auf wie es bei den Black Crowes, oder als jüngeres Beispiel - The Answer, der Fall ist. Auch wenn man schon den etwas penetranten Geruch von abgestandenen Dosenbier in der Nase bzw. in den Ohren hat.
Als Freund gutklassischem Rocks, der ohne schnörkelig verziert zu sein, lässig abgeht und einen Ausschau nach dem nächsten Livegig (dafür ist diese Art von Musik wie geschaffen) Ausschau halten lässt, darf man hier bedenkenlos seine Kohle investieren. Wer es jedoch gern metallisch mag, dem fehlen hier sicher die nötigen Spurenelemente.
Wie auch immer, noch ein, zwei solche Alben und man kommt nicht mehr umhin das man Tokyo Dragons fest auf der Liste haben muss. Nur würde ein Schuss mehr Eigenständigkeit bzw. eigene Ideen und Identität noch mehr hinterm Ofen hervorlocken.


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