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Rezensionen verfasst von
mondy

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Der Gentleman: Roman
Der Gentleman: Roman
von Forrest Leo
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 20,00

3.0 von 5 Sternen Humorvoller Schreibstil, wenig Handlung, 7. Juni 2017
Rezension bezieht sich auf: Der Gentleman: Roman (Gebundene Ausgabe)
Meine Meinung
Anfangs hat mir das Buch sehr gut gefallen. Der Schreibstil (locker, mit einem Hauch Ironie) und die Erzählweise (viele Fußnoten, die die Handlung kommentieren) sind zwar nichts Neues, dennoch wurde ich gut unterhalten. Der Protagonist Lionel Savage ist sehr von sich überzeugt und das zeigt er sowohl dem geneigten Leser als auch allen, die sich in seine Nähe wagen. Im wahren Leben fände ich so eine Person äußerst anstrengend und nervig, von und über ihn zu lesen war jedoch recht amüsant. Seine Erzählungen werden zudem immer wieder durch die Kommentare des "Verlegers" ergänzt, die so manche Übertreibung wieder ins rechte Licht rücken. Das ein oder andere Grinsen konnte ich mir beim Lesen daher nicht verkneifen.

Leider trägt dieser Effekt nicht durch das ganze Buch, zumal die Handlung meiner Meinung nach eher dürftig ist. Der Dichter Lionel Savage bringt seit seiner Heirat keine Zeile mehr aufs Papier und macht dafür seine Frau Vivien verantwortlich. Als er eines Tages Freundschaft mit dem Teufel schließt, verschwindet Vivien plötzlich und auf einmal wird Lionel klar, wie sehr er seine Frau liebt. Zusammen mit allerlei illustren Gestalten versucht er nun, Vivien aus der Hölle zu befreien. Doch wo befindet sich die Hölle eigentlich? Bis hierher lockt der Klappentext den Leser und ich hatte mich auf eine spannende, witzige Suche nach der Hölle gefreut. Nachdem ich mich aber 50 Seiten vor Schluss immer noch in London befand, verstrickt in sich ständig im Kreis drehenden Gesprächen, habe ich die Hoffnung darauf aufgegeben. Das Ende war dann auch eher langweilig und wenig einfallsreich.

Schade, denn Ansätze für "ein großes Stück Abenteuerliteratur" (wie es so schön auf dem Umschlag heißt) wären durchaus da gewesen, an exzentrischen Charakteren und waghalsigen Überlegungen hat es auch nicht gemangelt. Nur leider wird mehr über Abenteuer geredet und nachgedacht als wirklich umgesetzt. Mir persönlich hat das nicht gereicht, zumal ich mir durch die Ankündigungen des Verlags und die Aufmachung des Buches mehr erwartet hatte.

Leider konnte das Buch mich nicht durchgängig überzeugen. Die Ansätze sind da und der Schreibstil ist durchaus lustig, aber das Ende war einfach nur enttäuschend. Ich vergebe deshalb 3 Sterne.


Kein anderes Meer: Roman
Kein anderes Meer: Roman
von Edwidge Danticat
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Überzeugend, 21. April 2017
Rezension bezieht sich auf: Kein anderes Meer: Roman (Taschenbuch)
Inhalt
Der Fischer Nozias lebt mit seiner Tochter Claire in einer kleinen, abgeschotteten Stadt auf Haiti. Er träumt von einem besseren Leben, irgendwo anders. Doch dafür muss er Claire in der Obhut einer reichen Tuchhändlerin zurücklassen, denn seine Frau ist bei der Geburt gestorben und mitnehmen kann er sie nicht. Am Abend ihres 7. Geburtstages soll es soweit sein. Doch Claire hat andere Pläne.
Zehn Jahre vorher kommt es in der Stadt vor einer Radiostation zu einer Schießerei, ein unbeteiligter Mann wird tödlich getroffen. Wie dieses Ereignis das Leben aller Beteiligten bis hin zu der noch ungeborenen Claire beeinflusst, kann man in diesem Roman nachlesen.

Meine Meinung
Das Buch hat mich überrascht. Laut Klappentext geht es um das Mädchen Claire und ihren Vater Nozias, aber das stimmt so nicht, zumindest nicht ausschließlich. Vielmehr geht es um verschiedene Personen, die jedoch alle irgendwie in Verbindung zueinander stehen. Da gibt es zum Beispiel den bereits erwähnten Fischer Nozias und seine Tochter Claire, die Tuchhändlerin Gaëlle, den Radiomitarbeiter Bernard, seinen Freund Max Junior (ein Zögling reicher Eltern) und einige mehr. Im ersten Teil gleitet man als Leser von Charakter zu Charakter, immer bedingt durch die vorangegangene Handlung. Dabei kann es auch zu Sprüngen in der Zeit kommen, die mich anfangs etwas verwirrt haben, die ich aber mit der Zeit gut zuordnen konnte. Im zweiten Teil spitzt sich die Handlung zu und man springt schneller zwischen den Personen hin und her, bis man am Ende die ersehnte Auflösung erreicht. Mir hat diese Erzählweise sehr gut gefallen.

Die Handlung an sich ist überschaubar. Eigentlich passiert nicht viel, manchmal begleitet man die Charaktere sogar nur für wenige Stunden. Dafür sind es stets einschneidende Erlebnisse, die man mitverfolgt. Wobei, auch das stimmt nicht ganz. Die wirklich lebensverändernden Ereignisse erlebt man nie direkt mit, sondern eher durch die Vorahnungen, die Erinnerungen oder durch die Augen einer anderen Person. Manchmal erfährt man auch erst später, welches Ereignis einem anderen voranging und kann dann erst die richtigen Verbindungen herstellen. Man sollte sich also von vermeintlich unnötig ausgewalzten Nebensächlichkeiten nicht verwirren lassen, irgendwann spielen sie sicherlich eine Rolle.

Wie bereits erwähnt ist die von außen beobachtbare Handlung gering. Hauptsächlich erlebt man die Gefühle und Gedanken der jeweiligen Person mit, deren Beobachtungen und Erinnerungen. Dadurch rückt man sehr nahe an den Charakter heran, das Äußere ist unwichtig, es geht um das Innenleben. Teilweise kommt man Personen nahe, denen man eigentlich gar nicht nahe kommen möchte.

Interessant ist auch die Eingrenzung des Zeitraums. Es beginnt zeitlich mit der Schwangerschaft der Tuchhändlerin Gaëlle und endet zehn Jahre später mit Claires siebten Geburtstag. Man erfährt nichts über die Zeit davor oder danach. Für manche Leser mag das unbefriedigend sein, ich finde dieses Detail spannend.

Die Schreib- und Erzählweise der Autorin empfinde ich persönlich als genial, die einzelnen Schicksale haben mich stark berührt. Man benötigt allerdings auch eine gewisse Ausdauer, da man (wie bereits erwähnt) nicht immer alles gleich zuordnen kann. An der ein oder anderen Stelle, gerade zum Schluss hin, wurde es auch mir etwas zu langatmig, insgesamt bin ich jedoch schwer begeistert.


Caraval: Roman
Caraval: Roman
von Stephanie Garber
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Welt voller Illusionen, 8. April 2017
Rezension bezieht sich auf: Caraval: Roman (Broschiert)
Aus dem Amerikanischen von Diana Bürgel

Inhalt
Seit ihre Mutter verschwunden ist, leiden Scarlett und ihre Schwester Donatella unter der Gewalttätigkeit ihres Vaters. Scarlett versucht alles, um ihre Schwester zu schützen, will sogar einen ihr unbekannten Grafen heiraten, um zusammen mit Donatella ihre Heimatinsel Trisda verlassen zu können. Doch dann erhält sie eine Einladung für Caraval, ein magisches Spiel voller Abenteuer, Versuchungen und Wünsche. Und schon befindet sich Scarlett auf einer Reise, nach der nichts mehr so sein wird, wie es einmal war. Doch was ist Caraval wirklich? Steckt dahinter vielleicht mehr als ein schöner Schein?

Meine Meinung
"Was jenseits dieses Tors geschieht, mag euch ängstigen oder begeistern, aber lasst euch davon nicht in die Irre führen. Wir werden versuchen, euch vorzumachen, dass alles wirklich ist, aber das ist Teil unserer Vorstellung. Es ist eine Welt voller Illusionen. Wir wollen euch davontragen, doch gebt acht, dass ihr nicht zu weit davongetragen werdet. Wahr gewordene Träume können wunderschön sein, aber sie können auch zu Albträumen werden, aus denen man nicht mehr erwacht." (Zitat S. 80)

Mit diesen Worten wird Scarlett in Caraval begrüßt. Zu diesem Zeitpunkt war ich von Caraval schon ähnlich gefangen wie Scarlett, obwohl ich zu Anfang etwas gebraucht habe, um mit den Geschwistern warm zu werden. Ehrlich gesagt fand ich Donatella (Tella) bis zum Schluss ziemlich arrogant und uneinsichtig. Scarlett versucht wirklich alles, um ihre Schwester vor den Gewalttaten ihres Vaters zu schützen, doch diese macht einfach weiterhin, was sie will, ohne an die Konsequenzen zu denken. Warum Scarlett so an Tella hängt, ist mir ehrlich gesagt schleierhaft. Da die innige Geschwisterliebe sowohl für den Verlauf der Handlung als auch für den Schluss ziemlich relevant ist, fand ich es schade, dass ich sie nur schwer nachvollziehen konnte.

Dennoch fand ich die Szenerie innerhalb Caravals gelungen. Die Beschreibungen dieser magischen Welt sind traumhaft, besonders Scarletts Kleid hat es mir angetan. Es ändert je nach Stimmung und Tageszeit sein Aussehen ... sehr schick! Sehr gut fand ich die Idee, dass man in Caraval mit Informationen, Wünschen und Ängsten bezahlt. Die Stimmung schwankt zwischen heiter und düster, wobei letzteres irgendwann die Oberhand gewinnt. Gerne hätte ich noch mehr über die Besonderheiten Caravals gelesen, das hat mir nämlich wirklich viel Spaß gemacht.

Die Handlung an sich fand ich auch nicht schlecht. Scarlett muss einer Reihe von Hinweisen folgen, um ihre in Caraval entführte Schwester wieder zu finden. Ihr zur Seite steht Julian, ein rüpelhafter Traumtyp. Da sich das Buch meiner Meinung nach hauptsächlich an ältere Jugendliche richtet, kann ich die etwas klischeebehaftete Charakterzeichung und den Handlungsverlauf tolerieren. Allerdings hätte ich mich gefreut, wenn ich die Jagd nach den Hinweisen besser hätte nachvollziehen können, teilweise kamen die Erkenntnisse doch etwas unvorhergesehen.

Der Schluss des Buches war schlecht. Es war einiges an Potential da, Scarlett stand vor eine schwierigen Entscheidung und traf diese dann auch. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch schwer begeistert, nur um danach von einer weichgespülten Auflösung sehr enttäuscht zu werden.

Ich denke, man hätte noch deutlich mehr aus dem Buch herausholen können. Dennoch hat mich das Buch bis auf das Ende gut unterhalten, so dass ich 3,5 (aufgerundet 4) Sterne vergebe.


Die Gästeliste
Die Gästeliste
von Sanne Averbeck
  Broschiert
Preis: EUR 12,00

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Facebook mal anders, 27. Februar 2017
Rezension bezieht sich auf: Die Gästeliste (Broschiert)
Ich treibe mich weder auf Facebook herum noch nutze ich Twitter oder WhatsApp. Umso interessanter fand ich das Setting, das die Autorin gewählt hat, denn neben den brutalen Morden spielen vor allem die sozialen Netzwerke bzw. der Umgang damit eine große Rolle. Natürlich geht es nicht um einen 08/15-Facebooknutzer, sondern um eine Frau bzw. eine Gruppe von Menschen, die mit den Netzwerken so gekonnt umgehen, dass sie davon leben können. Besonders schön finde ich, dass man neben der eigentlichen Handlung auch Einblicke in die Reaktionen auf Facebook bekommt, die als Screenshots immer wieder zwischen den einzelnen Kapiteln zu lesen sind.

Gut gefallen hat mir die Perspektive, aus der die Handlung erzählt wird. Man begleitet diesmal nicht den ermittelnden Kommissar, sondern hauptsächlich Carola und später auch intensiver ihre beste Freundin Bianca. Man erlebt so deren Gedanken und Gefühle hautnah mit. Sehr angenehm fand ich auch, dass sie nicht anfangen, heimlich zu ermitteln. Sie unterstützen die Arbeit der Polizei natürlich und machen sich so ihre Gedanken, rennen aber nicht einfach los, um den Mörder zu stellen oder Befragungen durchzuführen. Sowas nervt mich an anderen Thrillern ungemein und umso mehr freue ich mich darüber, dass die Autorin eine andere Lösung gefunden hat.

Die Charaktere fand ich durch die Bank weg unsympathisch. Ich nehme an, dass das von der Autorin so beabsichtigt war. Carola ist eine kalte, nur an ihrem Erfolg interessierte Frau, die jede noch so schreckliche Situation versucht zu ihren Gunsten auszunutzen. Und Bianca, ihre beste Freundin und gleichzeitig das graue Mäuschen der Geschichte, war mir durch ihre Naivität, Abhängigkeit und Trägheit unangenehm. Für mich persönlich war das kein größeres Problem, ich lese auch mal gerne Romane ohne Identifikationsfigur.

Allerdings habe ich einige Kritikpunkte. Die Verhaltensweisen der Charaktere waren teilweise nicht nachvollziehbar. Z.B. rückt Carola ihre Gästeliste nicht heraus, obwohl die Polizei hofft, darauf den Täter bzw. die nächsten Opfer zu finden. Diese Gästeliste ist zwar ihr Kapital, aber ich kann nicht verstehen, warum sie sie nicht hergibt, wenn in ihrem Umfeld nach und nach Leute abgeschlachtet werden. Bianca verhält sich ähnlich unlogisch. Leider steht und fällt mit diesen zwei Handlungsweisen die ganze Geschichte, denn ansonsten wäre die Sache sehr schnell gelöst.

Auch das Ende hat mir nicht gefallen. Es gibt zwar ein Motiv, aber das war aus den vorherigen Handlungsverläufen nicht wirklich erkennbar und so bleibt das ganze Geschehen für mich irgendwie ohne Motivation. Es gab einige Reaktionen, die ich befremdlich fand, und auch die Rettungsaktion ist etwas verworren. Das finde ich schade, denn nach der gut konstruierten Geschichte hatte ich eine etwas ausgefeiltere Auflösung erwartet.

Insgesamt fand ich das Buch durchaus spannend, aber so ganz überzeugen konnte es mich leider nicht. Deshalb von mir 3 Sterne.


Echt mieser Zufall oder Wie ich einen Kuss wollte und beinahe dabei draufging
Echt mieser Zufall oder Wie ich einen Kuss wollte und beinahe dabei draufging
von Kathy Parks
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungenes Jugendbuch rund um Freundschaft und Naturkatastrophen, 6. Februar 2017
Meine Meinung
Seit einiger Zeit meide ich Jugendbücher, da mich der Stil und das Liebesgesülze oft nicht mehr überzeugen, aber dieses Buch mochte ich sehr. Denver ist eine typische Jugendliche mit typischen Problemen. Sie war mir sympathisch, auch wenn ich nicht alle ihre Entscheidungen gut fand. Nachvollziehen konnte ich ihr Handeln aber immer (was man nicht von allen Jugendbüchern behaupten kann ).

Sehr gefallen hat mir, dass es viel um Freundschaft geht. Denver und Abigail waren einst beste Freundinnen, quasi untrennbar. Zum Zeitpunkt der Riesenwelle sind sie allerdings die größten Feindinnen und man erfährt erst nach und nach, wie es zu der Trennung kam. Interessant finde ich, dass die Freundschaft schon vor dem Bruch nicht perfekt war. Abigail ist sehr dominant und Denver ihr ergebener Fan. Trotzdem kommen sie wunderbar miteinander aus und geben sich gegenseitig genau das, was sie brauchen. Umso härter trifft Denver das Auseinandergehen der Freundschaft.

Die Sache mit der Riesenwelle fand ich auch schlüssig. Gerade die Konstellation in dem Rettungsboot ist sehr spannend und obwohl es ums Überleben geht, können die alten Gewohnheiten zunächst nicht abgestellt werden. Die Rangordnung bleibt bestehen, die coolen Kids haben das Sagen. Doch schon bald stellen sie fest, dass man Schminke und Ohrringe nicht essen kann und langsam weichen die Abgrenzungen auf. Gerade diese Phase, als alle merken, wie unwichtig es ist, wie beliebt man ist oder welche Klamotten man trägt, ist faszinierend. Gegen Ende wird es mir dann wieder etwas zu rosarot und blümchenhaft, da hätte man vielleicht noch mehr rausholen können.

Als Leser erlebt man all das aus der Sicht von Denver mit. Der Schreibstil ist wirklich gelungen und witzig. Denvers Sprache ist schnoddrig und direkt, sie hält mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg. Dadurch liest sich alles sehr amüsant und lustig, auch wenn man an traurigen Stellen durchaus Denvers Gefühle erkennen kann.
Der Schreibstil nimmt der ganzen Situation etwas die Schärfe, immerhin gibt es viele Tote und das Kämpfen ums Überleben ist auch kein Spaß. Manchmal wirkt dadurch alles wie ein großes Abenteuer, dass es wirklich ums Überleben geht und wie die Bedingungen an Bord sind, kommt für meinen Geschmack nicht immer so ganz heraus. Umso geschockter war ich dann, als tatsächlich jemand starb.

Insgesamt hat mir das Buch trotz einiger kleiner Kritikpunkte viel Spaß gemacht. Ich vergebe 4 Sterne.


Schattenkaiser: Roman
Schattenkaiser: Roman
von Christoph Hardebusch
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

4.0 von 5 Sternen Guter Auftakt mit viel Personal, 1. Dezember 2016
Rezension bezieht sich auf: Schattenkaiser: Roman (Broschiert)
Inhalt
Ein mächtiges Imperium, so groß, dass man es kaum überblicken kann ... und das deshalb angreifbar wird. In diesen unsicheren Zeiten begleiten wir den Soldaten Brix, den Schamanen Brayn, die Heerführerin Valeria, den mysteriösen Wanderer Dariush und das unscheinbare Mädchen Ariadne auf ihren Wegen durch Kriege und Verschwörungen. Doch nicht nur die Menschen kämpfen um ihr Überleben, auch alte Götter und Geister versuchen alles, um ihre frühere Macht wieder zu erlangen. Und das ohne Rücksicht auf Verluste.

Meine Meinung
Es fällt mir sehr schwer, zu diesem Buch eine passende Inhaltsangabe zu schreiben. Hardebusch hat nämlich eine sehr komplexe, vielschichtige Welt erschaffen, die man nicht in ein paar Worten erklären kann. Es gibt jede Menge Völker mit unterschiedlichsten Eigenarten, Rückblicke in die (Kriegs)Geschichte der Länder und dazu auch noch eine Vielzahl an Charakteren, deren Wege man verfolgt.

Ehrlich gesagt habe ich ziemlich lange gebraucht, bis ich den Überblick gewonnen habe. Zwar ist jedes Kapitel mit dem Namen des jeweiligen Charakters beschriftet, aber dennoch habe ich einige Personen häufiger verwechselt, z.B. den Soldaten Brix und den Schamanen Brayn. Diverse Nebencharaktere konnte ich lange nicht zuordnen, da sie entweder relativ schnell wieder verschwanden oder nur ab und zu erwähnt wurden. Ich finde das sehr schade, da man durch die schiere Masse an Personen gar keine wirkliche Beziehung zu ihnen aufbauen kann. Das wird gegen Ende des Buches zwar besser, aber ich hätte mir eine Fokussierung auf 2-3 Charaktere gewünscht. Dafür hätte man dann etwas mehr und tiefgehender beschreiben können.

Die Struktur der Welt, die Hardebusch erschaffen hat, ist interessant. Oft findet man in Fantasy-Romanen ein mittelalterliches Szenario, hier hat der Autor sich aber eher an den alten Römern orientiert (zumindest hatte ich diesen Eindruck). Es hat etwas gedauert, bis ich mich an die Begriffe und vor allem die militärischen Rangbezeichnungen gewöhnt habe, aber dann hat mir das richtig gut gefallen. Es ist einfach mal was anderes.

Handlungstechnisch geht es hauptsächlich um Krieg und Verschwörungen. Doch nicht nur die Menschen sind daran beteiligt, sondern auch uralte Kräfte, Götter und Geister. Da es sich um den Auftakt einer Reihe handelt, tappt man am Ende des Buches noch ziemlich im Dunkeln ob der ganzen Verbindungen, aber das, was man erfährt, klingt verheißungsvoll. Darüber würde ich auf jeden Fall gerne noch mehr lesen.

Insgesamt ein guter Auftakt in ein sicherlich spannendes Abenteuer, dem aber weniger Charaktere nicht geschadet hätte.


Schwarzer Horizont: Roman (Dark World Saga)
Schwarzer Horizont: Roman (Dark World Saga)
von Ivo Pala
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Viel Gemetzel und blasse Charaktere, 30. Oktober 2016
Inhalt
In einer Welt, in der es keine Sonne mehr gibt, kämpft jeder um sein Überleben. Vor gut zwei Jahren wurde die Sonne plötzlich von einer riesigen Aschewolke verdunkelt, übrig blieben nur Kälte, Trostlosigkeit und Hunger. Die Menschen gehen ganz unterschiedlich mit dieser Situation um: manche lassen für einen Bissen alles mit sich machen, andere leben nun ganz offen ihre Perversionen und Gelüste aus - es gibt nichts zu verlieren. In dieser brutalen Welt suchen der Krieger Raymo, die Sklavin Lizia und der Mönch Ash ihren Weg und dieser führt über Leichen, Verrat und Blut.

Meine Meinung
Das Buch war leider nichts für mich. Ich bin nun wirklich nicht zart besaitet, aber das, was der Roman hier abliefert, war mir dann doch zu viel. Und damit meine ich nicht, dass mich die Brutalität und die expliziten Beschreibungen über Gebühr schockiert hätten ... nein, sie haben mich irgendwann nur noch genervt. Es gibt kein Kapitel, in dem nicht irgendwelche Abartigkeiten, Schlachtereien oder Folterungen beschrieben werden, das Buch kommt einfach nicht ohne aus. Mir persönlich hat das nicht gefallen, ich finde, ein gutes Buch muss mehr bieten können als Schockmomente und Gemetzel.

Dadurch geraten leider auch die Charaktere etwas in den Hintergrund. Die Nebencharaktere erkennt man hauptsächlich an ihrem Namen, ansonsten sind sie alle gleich: bösartig, verlogen und egoistisch. Da macht es nicht mehr viel Unterschied ob die eine Frauen zum Foltern verleiht oder der andere Menschen mästet und danach ausstopft. Doch auch die Hauptcharaktere bleiben sehr blass. Ich weiß nur sehr wenig über ihre Vorgeschichte, sympathisch war mir keiner und ihre Beweggründe sind eher knapp beschrieben. Macht aber nichts, denn Lizia und Ash können sowieso nie selbst entscheiden, was sie machen wollen, sie sind völlig fremdbestimmt. Und Raymos Charakterstruktur hat man auch schnell begriffen: Er hat immer eine "Idee" und entkommt selbst aus den ausweglosesten Situationen.

Ich kann verstehen, dass es in einer Welt ohne Sonne ums nackte Überleben geht. Und dass sich dann die gesellschaftlichen Strukturen auflösen, ist klar. Die Ausgangssituation finde ich auch sehr interessant und spannend, ebenso die grundlegende Handlung rund um Ash (er versucht, die Sonne zurückzubringen). Leider hat der Autor meiner Meinung nach den Fokus auf die falschen Dinge gelegt. Die Charaktere und die Handlung gehen unter in einem Wust aus Grausamkeiten, die von Mal zu Mal gesteigert werden. Und wird gerade mal nicht gekämpft, dann kann man sich sicher sein, dass wieder jemand jemanden verrät ... nach dem 5. Mal wird aber auch das langweilig.

Ich denke, dass es für das Buch bestimmt die passenden Leser gibt. Ich gehöre leider nicht dazu und vergebe 2 Sterne.


Unsterblich: Roman
Unsterblich: Roman
von Jens Lubbadeh
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Science-Fiction nahe an der Gegenwart, 6. September 2016
Rezension bezieht sich auf: Unsterblich: Roman (Broschiert)
Inhalt
Die Welt im Jahre 2044: Durch eine neuartige Technologie sind die Menschen quasi unsterblich geworden. Zwar sterben sie nach wie vor, doch nach ihrem Tod werden sie als virtuelle, leicht perfektionierte Kopien wiedergeboren. Die meisten Menschen unterstützen dieses System, zumal lange verstorbene Stars wie John F. Kennedy oder Michael Jackson nun ebenfalls wieder auf der Erde wandeln. Doch es gibt auch Gegner, denn die Kopien verändern sich nicht mehr, können nicht dazulernen oder außerhalb ihrer einprogrammierten Handlungsweisen agieren.
Als eines Tages die Kopie von Marlene Dietrich spurlos verschwindet, ist die Aufregung groß. Ihr Erschaffer Benjamin Kari wird sofort darauf angesetzt, sie wiederzufinden, denn eigentlich ist ein Verschwinden der Klone unmöglich. Kari ahnt nicht, dass dies erst der Anfang einer Hetzjagd ist, der er sich schon bald nicht mehr entziehen kann.

Meine Meinung
Das Thema des Buches trifft genau den Nerv unserer Zeit: Virtual Reality hält bereits Einzug in unser alltägliches Leben, Datenspeicherung wird heiß diskutiert (oder auch nicht) und von den Machenschaften großer Firmen wollen wir gar nicht erst anfangen. Lubbadeh kombiniert all das mit der Frage nach dem ewigen Leben und erschafft so einen durchaus lesenswerten Science-Fiction-Roman, der vielleicht gar nicht mehr so "Science-Fiction" ist. Gerade deshalb macht man sich als Leser automatisch seine Gedanken: Möchte ich unter diesen Umständen ewig leben? Lohnt es sich, dafür sein eigentliches Leben quasi aufzugeben? Möchte ich, dass jeder meiner Schritte gespeichert wird? Fragen, die man sich durchaus auch heute schon stellen kann.

Eingebettet sind diese Themen in eine spannende, schnelllebige Handlung. Besonders gut haben mir dabei die Beschreibungen des Lebens in der Zukunft gefallen. Nach und nach erfährt man Genaueres über die Handhabung der Kopien bzw. wie man im Alltag mit ihnen umgeht. Ich fand die Überlegungen dazu durchdacht und interessant zu lesen, denn wie geht man mit jemandem um, den man nicht einmal berühren kann? Doch auch darüber hinaus hat das Buch einiges zu bieten. An Action wird nicht gespart, so dass einem eigentlich nie langweilig wird. Gut gefallen hat mir auch, dass bei den ganzen Verfolgungsjagden, Schießereien und Morden auch die Seite der "Guten" Federn lassen muss. Man kann sich also nicht darauf einstellen, dass alle Sympathieträger überleben ... für mich ein klarer Pluspunkt, weil es einfach realistischer ist und natürlich die Spannung hochhält.

Über die Charaktere gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Die meisten kann man klar der Kategorie "Gut" oder "Böse" zuordnen und diese Sichtweise ändert sich über das Buch hinweg kaum. Einzig Kari verändert sich, er beginnt, über seine Arbeit zu reflektieren und hinterfragt nach und nach das ganze System. Hier hätte ich mir vielleicht etwas mehr Varianz gewünscht, teilweise bleiben die Charaktere etwas blass. Aber eigentlich trägt sich die Handlung auch so.

Nicht wirklich überzeugt hat mich die aufgebauschte Verschwörungsszenerie. Man weiß eigentlich von Anfang an, was Sache ist, zumindest war die Auflösung für mich kein Aha-Erlebnis. Dennoch hat mir das Buch insgesamt gut gefallen, da die Themen einfach hochaktuell sind und die Handlung mitreißen kann. Von mir gibt es 4 Sterne.


Survive the night: Thriller (Gulliver)
Survive the night: Thriller (Gulliver)
von Danielle Vega
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,95

4.0 von 5 Sternen Drogen, Rausch und Tod in der U-Bahn, 20. August 2016
Inhalt
Casey ist erst vor Kurzem aus der Entzugsklinik entlassen worden. Doch schon trifft sie sich wieder mit ihren alten Freunden, rast halsbrecherisch durch die Stadt und geht auf wilde Partys. Und als ihre beste Freundin Shana sie dazu auffordert, an der legendären Rave Party "Survive the night" teilzunehmen, sagt sie sofort zu. Diese findet in einem stillgelegten U-Bahnhof statt, die Stimmung ist ausgelassen und drogenberauscht. Doch plötzlich verschwindet Julie, ein Mädchen aus der Clique, und als Casey sie wenig später brutal ermordet findet, bricht Panik aus. Wer oder was hat das getan? Können die fünf Freunde dem Mörder entkommen? Oder ist dies alles nur ein Traum, ausgelöst durch zu viele Drogen?

Meine Meinung
Zunächst: Ich gehöre definitiv nicht zur Zielgruppe dieses Buches (Jugendliche). Und das habe ich besonders bei den Charakteren gemerkt. Casey ist geradezu abhängig von ihrer coolen Freundin Shana, sie will genauso abenteuerlustig und verführerisch sein wie sie. Dies führt dazu, dass Casey so ziemlich alles macht, was ihre Freundin von ihr verlangt ... für mich nicht mehr so wirklich nachvollziehbar, zumal Shana ihr direkt nach dem Entzug wieder Alkohol und Drogen einflößt. Überhaupt ist Shana ein wirklich schrecklicher, nerviger Charakter: überdreht, zu cool für diese Welt und hintertrieben. Absolut nicht mein Fall und gerade zu Beginn des Buches bin ich aus dem Augenrollen kaum noch herausgekommen.

Und trotzdem habe ich das Buch in einer Nacht gelesen. Denn es ist einfach unglaublich spannend, die Clique auf ihrer Flucht durch das U-Bahnnetz zu begleiten. Man kann sich die Orte und die Stimmung dort sehr gut vorstellen, die steigende Panik kriecht einem den Nacken empor und man will einfach nur weg. Ein bisschen liest sich das Buch wie ein Horrorfilm, zumindest habe ich mir immer wieder vorgestellt, wie die einzelnen Szenen wohl im Film dargestellt werden würden. Überhaupt ist das Buch nichts für schwache Nerven, die Gewaltdarstellungen sind schon sehr explizit und blutig. Diese hätten auch ohne Probleme in einem Buch für Erwachsene Platz finden können.

Die "Auflösung" geht dann tatsächlich in eine Richtung, mit der ich nicht gerechnet hätte. Zunächst fand ich das etwas seltsam, aber letztendlich hat mir diese Richtung gut gefallen. Leider kann ich an dieser Stelle nicht deutlicher werden, sonst würde ich zu viel verraten, aber soviel sei gesagt: Es wird gruselig!

Etwas gestört hat mich die Dynamik innerhalb der Clique. Man stelle sich 5 verstörte Teenager vor, vollgepumpt mit Drogen und Alkohol, die vor einem unbekannten Mörder durch ein dunkles U-Bahnnetz flüchten. Ich hätte erwartet, dass die Charaktere aneinandergeraten, dass jeder versucht, möglichst schnell möglichst weit weg von der Gefahrensituation zu kommen oder dass jemand seinen Egotrip fährt. Stattdessen helfen sie sich höflich über Hindernisse, gehen ohne Gezeter als Erster oder Letzter durch die Dunkelheit oder lassen den Damen aus Etikettegründen den Vortritt. Das halte ich doch für relativ unwahrscheinlich und sehe in diesem Bereich noch Potential nach oben.

Insgesamt war ich nach dem etwas schwierigen Einstieg aber überrascht, wie mühelos das Buch mich in seinen Bann gezogen hat. Gerade die Stimmung auf dem Rave ist sehr eindrücklich und die Jagd durch das U-Bahnnetz wirklich fesselnd. Mit den Charakteren konnte ich mich nicht so wirklich anfreunden, aber das ist ja auch immer Geschmackssache. Ich vergebe 4 Sterne.


Sternenfeuer: Science-Fiction-Stories (DrachenStern Verlag. Science Fiction und Fantasy)
Sternenfeuer: Science-Fiction-Stories (DrachenStern Verlag. Science Fiction und Fantasy)
von Burkhard P. Bierschenck
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bunt gemischter Science-Fiction-Mix, 16. Juli 2016
Inhalt
Der DrachenStern-Fantastik-Preis wird vom DrachenStern-Verlag in den Kategorien Science-Fiction und Fantasy vergeben. In der hier vorliegenden Anthologie sind die Kurzgeschichten, die es im Bereich Science-Fiction auf die Shortlist 2015 geschafft haben, enthalten.

Meine Meinung
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Inhaltlich bieten die Geschichten eine bunte Mischung, von Außerirdischen über Androiden bis hin zu Zeitreisen ist wirklich alles dabei. Qualitativ geht es auch mal rauf und mal runter. Schade finde ich, dass sich doch noch einige Tipp- und Rechtschreibfehler gefunden haben, die sicherlich zu vermeiden gewesen wären.

Für die Bewertungen der einzelnen Texte habe ich folgenden Bewertungsmaßstab verwendet:

++ Große Klasse!
+ Gute Geschichte!
0 Naja ...
- Muss man nicht gelesen haben
-- Ab in die Tonne!

Planetenasche – Stefan Barth 0
Eine solide Geschichte in typischer Science-Fiction-Manier: Raumschiffe, Supernovas und außerirdisches Kulturgut. Leider wird am Ende wieder jemandem etwas schlagartig klar und das auf eine eher unwahrscheinliche Weise ... solche Wendungen finde ich persönlich wenig prickelnd.

Falsche Flammen – Jana Becherer +
Was passiert, wenn der Mensch im Universum herumpfuscht? Damit beschäftigt sich diese kurze Geschichte, die mir gut gefallen hat.

Chronik eines Weltuntergangs – Moritz Greenman ++
Anhand von Briefen, Zeitungsnachrichten oder SMSen wird hier gezeigt, was in den Menschen vorgeht, kurz bevor ein alles vernichtender Meteor in die Erde einschlägt. Eine gute Idee, bewegend und spannend umgesetzt.

Seelenfeuer – Anke Höhl-Kayser +
Der 1. Platz im Wettbewerb! Die Geschichte an sich fand ich eher mittelmäßig. Sehr cool ist allerdings, dass sie das Gegenstück zu der ebenfalls von der Autorin geschriebenen Geschichte "Schwarzfeuer" darstellt, welche im Sammelband "Schattenfeuer" aus dem selben Verlag veröffentlicht wurde. Man erfährt hier, was sich auf der anderen Seite abspielt. Witzige Idee!

Die Herrenrasse – Bernhard Horwatitsch 0
Eine Geschichte rund um eine Entführung durch Aliens. Eher nichtssagend, zumal gegen Ende eine Dramatik heraufbeschworen wird, die ich so nicht nachvollziehen kann.

Feuerflammen tropfen nicht – Annabelle Kahmann 0
Diese Geschichte rund um ein Drachenmädchen und den ultimativen Kampf zwischen Gut und Böse hat auf jeden Fall Potential. Allerdings ist sie teilweise so konfus erzählt, dass ich nicht jedem Handlungssprung folgen konnte. Schade.

Pandemonium – The Future is you – Simon Käßheimer - -
Puh, hier weiß ich gar nicht, was ich sagen soll. Die Geschichte könnte vielleicht ganz witzig sein, ist aber sprachlich so schlecht geschrieben, dass ich mich kaum auf die Handlung konzentrieren konnte. Ich hoffe sehr, dass der Lektor diese Geschichte einfach übersehen hat, denn sie strotzt nur so vor Satzstellungsfehlern und Rechtschreib- bzw. Tippfehlern (z.B. mehrfach „Proffesor“). Sorry, geht gar nicht!

Was passiert, wenn sie kommen – Philipp Karn +
Eine gut geschriebene Geschichte über den Anfang vom Ende. Wer, warum und wann erfährt man nicht, aber das macht ja gerade den Reiz einer Kurzgeschichte aus.

Amygdala – Gerd Kramer ++
Zunächst fand ich die Handlung etwas verwirrend. Dann habe ich jedoch nachgeschaut, was „Amygdala“ genau bedeutet und den Text gleich nochmal gelesen. Eine interessante Idee!

Sternenfeuer – 3745-A007 – Stefan Lochner +
Der Titel könnte auch lauten: „Ein Raumschiff erzählt“ oder so ähnlich. Hier erlebt man nämlich die Handlung aus der Sicht eines Raumschiffs, was den eigentlich nicht unüblichen Inhalt aufpeppt und so zu etwas Besonderem macht.

Die Wächter – Uli Lucas 0
Ein guter Ansatz, der leider gegen Ende durch eine schnelle, einfache Lösung wieder zunichte gemacht wird. Geheimnisvolle Wächter beherrschen das Weltall und sollen durch eine Zeitreise zurück zu deren Entstehung vernichtet werden.

Der Krieg der Kinder – Dietmar W. Pritzlaff ++
Brutale und sehr bedrückende Geschichte, die den Aufbau einer neuen Weltordnung zeigt. Der Schreibstil ist anfangs etwas irritierend, aber man liest sich schnell ein. Empfehlenswert!

Der letzte Marsflug des 19. Jahrhunderts – Martin Riesen 0
Eine eher klassische Science-Fiction-Handlung, in der ein Raumschiff vor dem Zerschellen auf dem Mars gerettet werden muss. Da das Ganze Ende des 19. Jahrhunderts stattfindet, wird es als Steampunk verkauft, allerdings hätte es auch zu jeder anderen Zeit geschehen können.

Smoke in your eyes oder Armer toter Einstein – Fritz J. Schmidhäusler ++
Ein interessanter Ansatz: Das Rauchen ist komplett verboten, aber der Protagonist kann sich seiner Sucht nicht entziehen. Ob das gut geht? Sehr witzig fand ich, dass auch immer wieder Entwicklungen unserer Zeit eingeflochten wurden, so dass sich ein stimmiges Bild ergibt.

Was man nicht erwarten konnte – Michael Schultheis 0
Etwas zusammenhanglos hangelt sich diese Geschichte von geheimnisvollen außerirdischen Lebensformen über eine sehr menschlich wirkende Androidin zu einer von Frauen dominierten Erde, die unbedingt gerettet werden muss. Drei gute Ansätze, die allerdings nicht weiter verfolgt werden und so etwas wirkungslos verpuffen.

AD-2600 – Alexander Sülzle 0
Roboter begehren gegen ihre menschlichen Erschaffer auf – eigentlich ein gutes Thema für eine Science-Fiction-Story. Aber auch hier geht mir wieder mal alles zu einfach zu glimpflich aus.

Zwickmühle – Dieter Symma ++
Seltsame Wesen können den Geist und den Körper von Menschen übernehmen und steuern. Leider gerät Muina an ein ziemlich blutrünstiges Exemplar und als sie wieder „erwacht“, liegt ihr Leben in Trümmern.

Exoten – Oliver Trompeter 0
Mir war die Handlung etwas zu wirr, um die Geschichte wirklich genießen zu können. Mal befindet man sich in einem blutigen Drogenrausch, dann wieder in irgendeiner therapeutischen Sitzung und dann verfolgt man ein mysteriöses Wesen … ich habe nicht so ganz durchblickt, worum es eigentlich geht.

Die dritte Erde – Britta Voß ++
Die Erde ist für immer verloren, doch schon vor langer Zeit haben sich die Menschen eine zweite Erde (Gliese) gesucht. Doch die Bedingungen sind nicht ganz optimal und so macht man sich auf die Suche nach einer dritten Erde. Eine gut geschriebene, spannende und durchdachte Geschichte, die mich begeistert hat.

Notwehr – Ute Walenski +
Ein guter Abschluss: Aliens wollen Unterschlupf auf der Erde finden, bis ihre eigene Welt wieder bewohnbar ist. Welche Komplikationen daraus entstehen können, ist hier nachzulesen.

Für das Gesamtwerk vergebe ich 4 Sterne.


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