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Krypto

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Starting Strength: Einführung ins Langhanteltraining
Starting Strength: Einführung ins Langhanteltraining
von Mark Rippetoe
  Broschiert
Preis: EUR 29,99

26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Standardwerk, 3. Oktober 2015
Ich habe das Buch erst gelesen, nachdem ich schon über 20 Jahre mit Hanteln trainiert hatte.
Trotzdem war ich begeistert. R. beschreibt haarklein die wichtigsten Übungen, nämlich Kniebeugen, Bankdrücken, Überkopfdrücken, Kreuzheben, Standumsetzen und Klimmzüge.
Vor allen Dingen den Erläuterung zur Kniebeugentechnik konnte ich eine Menge abgewinnen. So hatte ich diese vorher nie gemacht.
R. beschreibt einen einfachen Trainingsplan, der aber wirklich etwas bringt.
Er reduziert das Hanteltraining auf das wesentliche und plädiert für 5 Wiederholungen pro Satz. Ja, richtig gelesen! Er rät nicht zum Training im sog. Hypertrophiebereich, noch rät er zum Training im Maximalkraftbereich. Er rät zu einem Kompromiss - also 5 Wiederholungen - und dieser Kompromiss ergibt Sinn:
5 Wiederholungen sind die Grenze zwischen Kraft, Schnellkraft und Muskelaufbau. Diese 5 Wiederholungen sind also ein Kompromiss. Während der typische Discopumper i.d.R. mit ca. 10 bis 12 Wiederholungen trainiert, erreicht er den Kraftgewinn lediglich über die Muskelhypertrophie. Im deutlich niedrigeren Bereich (1 - 3 WH) kommt es zu einer verbesserten neuronalen Ansteuerung, aber das Muskelwachstum bleibt zurück. Bei den 5er WH erhält man das beste aus zwei Welten.
Was die Übungsauswahl betrifft: hier hat R. natürlich nichts neues erfunden. Muss er auch nicht, denn jeder, der schon länger trainiert, weiß um die Wichtigkeit der Grundübungen.
R. gelingt hier in jeder Beziehung ein guter Kompromiss: er schafft es ein kurzes Programm zu entwickeln, das auf Grundübungen basiert. Er schafft es eine leichte Periodisierung einzubauen, indem er bestimmte Übungen wie Kreuzheben und Standumsetzen wechselt. Er vernachlässigt durch das Standumsetzen die Explosivkraft nicht, und er reduziert das ganze Training auf das Wesentliche. Interessant fand ich auch seine Argumentation, warum ein einziger Satz Kreuzheben für den Anfänger ausreicht.
Sehr interessant fand ich sein Kapitel über die Kniebeugen. Das hat dazu geführt, dass ich meine Technik umgestellt habe - mit Erfolg.
Er ist auch nicht dogmatisch, lobt sein Programm nicht bis in den Himmel oder lästert über andere. In einem sehr interessanten Kapitel geht er auch Variationsmöglichkeiten zu den Übungen ein, wie z.B.:
- kann man statt Frontdrücken auch Nackendrücken machen?
- ist Schwungdrücken eine gute Alternative zu Frontdrücken?
- was ist von Schrägbankdrücken zu halten etc.
Er verweist immer wieder auf die Zielsetzungen verschiedener Sportler, deklassiert aber keine Übung aus persönlichen Gründen. Wenn er eine Übung nicht empfihelt, hat er dafür nachvollziehbare Gründe - in aller Regel solche, die sich auf die Verletzungsgefahr beziehen.
Für Anfanger, die schon länger merken, dass der Plan vom "Trainer" nicht so funktioniert wie er sollte, ist dies das richtige Buch. Für Fortgeschrittene, die in Wirklichkeit (krafttechnisch) keine sind, ist das ebenfalls das richtige Buch.
R. macht hier keine großen Versprechungen darüber, wie viele cm Muskelmasse in welcher Zeit zu erreichen sind. Er hat eher einen pragmatischen Ansatz: werde stärker, werde explosiver, und das, was du an dir siehst, das nennt man Muskeln.
Ganz eindeutig hat er dieses Buch für natural Trainierende geschrieben, für die folgende Gleichung gilt: muskulös werden heißt stark werden.
Das ist kein Buch für Pumper, die sich schöne Muskeln antrainieren wollen. Das ist ein Buch für Leute, die stärker werden wollen und das Krafttraining nicht als Schnellschuss begreifen.
Meine Erfahrung ist die, dass Leute, die aus optischen Gründen trainieren, sehr häufig nicht dauerhaft trainieren, da der optische Erfolg schnell ausbleibt bzw. sich nur sehr langsam einstellt. Die ersten Wochen und Monate sieht man dauernd Veränderungen und ist hoch motiviert. Dann ist plötzlich Schluss, und die Motivation geht verloren. onzentriert man sich darauf stärker zu werden, sieht das anders aus. Klar, auch hier sind die Anfangserfolge nie wieder reproduzierbar, aber: man hat immer noch kleinere Erfolge, die sich auch im Leben auswirken. Im Laufe der Jahre wird man bescheidener und freut sich, wenn man ein messbares Kilo in der Kniebeuge mehr schafft. Muskelaufbau sieht man vielleicht schon längst nicht mehr, aber die kleinen Kraftsteigerungen motivieren.
Das gefällt mir an dem Buch: hier gibt es keine Blödsinnsbilder von Anabolika Hirschen. Hier gibt es keine flotten Versprechen. Hier wird ein Programm als das hingestellt, was es ist: als ein Mittel zum Aufbau von Grundkraft, Schnelligkeit und damit auch Muskulatur. Das sieht man auch schon am bescheidenen Titel: "Starting Strength"!
Auch was die Folgebücher für Fortgeschrittene betrifft: immer ist R. bescheiden, zeigt Wege auf, macht aber niemals ein Dogma daraus. An keiner Stelle sagt er: "Du musst es genau so machen, sonst wird es nichts." Er hält sich konsequent mit Angaben über möglichen Kraft- und Muskelaufbau zurück.
Die simple Botschaft: "Mach es und werde stärker. Freue dich über die Muskeln, aber mache die nicht zum Trainingsziel. Mach das Programm so lange, bis du damit nicht mehr weiter kommst. Dann mach ein anderes. Werde stärker und du wirst muskulöser. Dinge brauchn Zeit. Lass die Pumper zunächst an dir vorbei ziehen. Du wirst sie bald überholen. Denke und trainiere langfristig!"
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 19, 2016 1:47 AM MEST


Squat Every Day: Thoughts on Overtraining and Recovery in Strength Training (English Edition)
Squat Every Day: Thoughts on Overtraining and Recovery in Strength Training (English Edition)
Preis: EUR 8,48

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Titel verrät es, 29. September 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe das Buch im vorletzten Sommerurlaub gelesen, und es hat mich - bei angenehmen 25 Grad - zwei Tage lang an meinen Liegestuhl gefesselt, so interessant fand ich es.
Es geht um die irrsinnig anmutende Frage, ob man jeden Tag Kniebeugen trainieren kann.
Hat man nicht mal gelernt, dass man sich gerade mit dieser Übung blitzschnell übertrainiert? Hat man nicht mal gelernt, dass man höchstens zwei Mal pro Woche beugen sollte?
Perryman geht das Thema mit unkonventionellen Argumenten an:
1. Übertraining ist eine Frage der kognitiven Bewertung bestimmter Symptome. Damit trifft er den Nagel auf den Kopf, denn schon länger weiß man in der Medizinwissenschaft, dass die Verarbeitung von Stress in hohem Maße der geistigen Bewertung des Individuums unterliegt. Das Buch geht das Thema Übertraining von der psychologischen Seite an, und das ist sehr interessant für mich gewesen, weil ich die Ansätze, auf die sich Perryman stützt, bereits im Vorfeld kannte und somit sehr ähnlich denke.
2. Übertraining wird von den meisten Sportlern falsch verstanden und schlichtweg überinterpretiert.
3. Der Körper passt sich sehr viel besser an Belastungen an, wenn diese fast täglich erfolgen und vom Gehirn als dauerhaft empfunden werden.

Wenn Perryman dann zum täglichen Beugen aufruft, redet er auch noch von Steigerungen bis zu einem 3 RM - und das täglich.

So, und hier finden wir dann wieder deutliche Überschneidungen zu anderen Autoren, die völlig ähnlich argumentieren: Hebe fast täglich schwere Gewichte, bleib weg vom Muskelversagen und trainiere im niedrigen WH Bereich von höchstens 5.

Nach dem Urlaub - es passte ganz gut, weil ich mich auf einen Wettkampf in einer anderen Sportart vorbereitete - ging ich dann das "Beuge jeden Tag Projekt" an und trainierte fünf Mal pro Woche Frontkniebeugen über zwei Monate. Ich bin Mitte 40 und betreibe Krafttraining als Zubringersport für eine andere Sportart. Innerhalb dieser zwei Monate konnte ich mich erheblich steigern, und ich war schon vorher nicht schwach. Meine vertikale Standsprunghöhe verbesserte sich deutlich, und auch die war vorher schon gut.
Übertraining habe ich nicht erlebt. Ich habe nie so viele Kniebeugen gemacht wie heute.
Eins ist Fakt: Man trainiert im niedrigen WH Bereich. Hier geht es nicht primär um Muskelaufbau, hier geht es um Kraftentwicklung.
Kraft kommt nur in zweiter Linie aus den Muskeln. In erster Linie resultiert sie aus einer verbesserten Ansteuerung und stärkeren Aktivierung der Muskelfasern (Rekrutierung und Frequenzierung).
Es geht also um die Frage nach mehr Kraft und nicht um die Frage nach dickeren Oberschenkeln.
Für Bodybuilder ist das Buch nicht geschrieben. Es ist für Leute geschrieben, die ihre Körperkraft steigern wollen ohne dabei nennenswert Muskeln aufzubauen.
Insgesamt würde ich das Buch eher als eine Trainingsphilosophie bezeichnen.
Leute, die schon viel Vorwissen und Erfahrung haben, können davon profitieren. Anfänger, die Trainingspläne erwarten, schauen in die Röhre, denn es gibt in diesem Buch keine Pläne.
Warum ich dennoch fünf Sterne vergebe: Perryman hat offenbar genau so viel im Kopf wie in Armen und Beinen. Er hat hier eine kreative und schlüssige Synthese gebildet, die weit über das Verschmelzen verschiedener Trainingskonzepte hinaus geht.
Das habe ich bislang in keinem anderen Buch gefunden.


Taming the Bent Press: A Guide to the King of Lifts Digital
Taming the Bent Press: A Guide to the King of Lifts Digital
Preis: EUR 6,24

5.0 von 5 Sternen Sehr gut, 28. September 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Bent Press ist eine nicht alltägliche Übung, die um die Jahrhunderwende entstand. Damals wurden sehr kreativ Methoden getestete, die es ermöglichen sollten möglichst viel Gewicht über den Kopf zu heben. Der Bent Press war DIE Antwort auf die Frage, wie das einhändig möglich ist.
In der Tat ist es so, dass es mit dieser Übung sehr schnell gelingt viel Gewicht zur Hochstrecke zu bringen. Genau genommen stimmt diese Aussage nur halb: Beim Bent Press stemmt man keine Hantel mit einem Arm, sondern man taucht unter dem Gewicht weg und richtet sich erst dann auf, wenn der Arm komplett gestreckt ist. Eigentlich muss ich das nicht erwähnen, denn all diejenigen, die dieses Buch gefunden haben, wussten das bereits vorher. Man gelangt nicht zufällig zu diesem Buch - man muss es schon suchen.

Der Bent Press ist für mich eine Übung geworden, die einfach ganz anders ist als andere Übungen.
Innerhalb kürzester Zeit bemerkt man den Transfer in den Alltag oder in andere Sportarten. Ich weiß nicht, ob es einen Muskel gibt, der bei dieser Übung nicht arbeitet.
Bent Press ist definitiv keine Übung für Pumper. Hier arbeitet man nicht mit Sätzen und Wiederholungen. Im Gegenteil: Man steigert sich mit höchster Konzentration langsam nach oben.
Je schwerer das Gewicht wird, desto größer wird auch die Unsicherheit. Immerhin ist die Übung nicht ungefährlich.

Zum Buch

Ein Kidle Buch, in dem tatsächlich gut zu navigieren ist, hatte ich nicht erwartet, aber es ist so. Das ist leider bei Sportliteratur, die sich nicht in den Mainstream einordnen lässt, sehr selten.
Bereits ganz zu Anfang kommt das HAuptargument für den Bent Press: Er macht glücklich, und genau das stimmt. Erklären kann ich es nicht, aber es stimmt. Nach der Übung fühlt man sich in der Tat ausgesprochen gut. Ähnliches kenne ich vom Speerwerfen. Auch danach fühlt man sich gut, ohne genau zu wissen weshalb.

Die ursprüngliche Übungsbeschreibung ist wörtlich von Arthur Saxon übernommen. Das ist aus zwei Gründen in Ordnung:
1. Er war der Beste in dieser Übung.
2. Der Autor schreibt ausdrücklich, dass er die Übungsbeschreibung wörtlich übernimmt.

Im weiteren Verlauf geht der Autor auf Übungen ein, die zum Bent Press hinführen. Auch das erachte ich als sinnvoll und schlüssig.

Zum Schluss folgen die Trainingspläne, und hier findet man Möglichkeiten den Bent Press in sein Training zu intergrieren.

Für Leute, die über bescheidenes Bewegungstalent verfügen: Finger weg vom Bent Press!
Der Bent Press ist eine koordinativ anspruchsvolle Übung, vor allen Dingen wenn man ihn mit einer Langhantel übt.
Mit einer Kettlebell ist die Ausführung deutlich einfacher aber immer noch mit einem Risiko verbunden.
Nicht nur arbeiten hier quasi alle Muskeln des Körpers zusammen, um die Kraft zu generieren, die man benötigt. Man stemmt quasi nach kurzer Zeit mehr Gewicht über den Kopf, als man je vermutet hätte. Das funktioniert aber nur mit überdurchschnittlich koordinativen Fähigkeiten.

Eigentlich sollte man den Bent Press nicht ohne Sicherheitsmaßnahmen trainieren - schon gar nicht mit der Langhantel.

Davon abgesehen: Für mich ist das eine der besten Übungen aller Zeiten, und das Buch ist wirklich gut gelungen.


The Development of Physical Power (English Edition)
The Development of Physical Power (English Edition)
Preis: EUR 3,09

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In Anbetracht der Zeit, 24. September 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
in der das Buch geschrieben wurde: Hut ab! Als ich es las, war ich tatsächlich verwirrt, weil mir die Aussagen mehr als nur modern vorkamen.
Saxon erklärt präzise, dass ein Maximalkrafttraining eher ein Üben ist als ein Pumpen. Er beschreibt, wie wichtig es ist im niedrigen Wiederholungsbereich von unter 7 zu trainieren. Er beschreibt ein Trainingskonzept, das dem "light-heavy Prinzip" folgt.
Im nächsten Abschnitt erklärt er auf fast trollige Weise, dass man nicht durch blosses lesen des Buchs stärker wird, sondern man auch wirklich trainieren muss. Dieser Tipp ist tatsächlich ebenso ernst gemeint, wie alle anderen Empfehlungen, die sich mit modernen Erkenntnissen decken. Das ist schon wirklich interessant.
Es ist schon wirklich lehrreich, ein 100 Jahre altes Buch zu lesen.
Schon damals vermutete Saxon, dass diverse andere Sportarten von einem Krafttraining profitieren. Schon vor 100 Jahren hatte er den Verdacht, dass Training mit schweren Gewichten eher schneller als langsam macht. Das fand dann die Sportwissenschaft ein halbes JAhrhundert später bestätigt.
Seine Ernährungsempfehlungen decken sich mit dem, was man heute als Low Carb bezeichnet. Schon vor 100 Jahren riet er dazu, den Zucker zu vermeiden.
Bier empfiehlt er allerdings, wenn auch nicht in übertriebener Dosierung.
Ich habe gestaunt, als ich das Buch las. Dinge, die man heute als richtig wahrnimmt, waren ihm scheinbar schon damals bewusst.
Kommen wir zu den Übungen: Auch hier habe ich gestaunt, dass er einen Mix aus reinen Kraftübungen, Schnellkraftübungen und isometrischen Übungen empfiehlt.

Was natürlich für mich der Grund war dieses Buch zu kaufen, ist seine Übungsbeschreibung zum "Bent Press".
Das ist eine unglaublich tolle Übung, mit der man tatsächlich mehr drücken kann als mit einer anderen Einarmübung. Es ist zudem eine Übung, bei der man so ziemlich alles trainiert, was man braucht: Kraft, Koordination, Konzentration, die Stützmuskeln. Für mich wurde "Bent Press" zu einer der besten Übungen, die es überhaupt gibt.
Leider wurde mir bis heute nicht klar, ob der Bent Press zu dieser Zeit tatsächlich langsam ausgeführt wurde. Deswegen bleibt für mich ein dickes Fragezeichen. Saxon schreibt, dass man nach vorne fällt, was für mich eher nach schneller Ausführung klingt. Heutige Videos zeigen eine langsame Ausführung, und ich bin mir nicht sicher, ob das stimmt.
Alle anderen Übungen sind eindeutig und ergeben (auch nach heutigen Erkenntnissen) Sinn.

Was ich nicht glaube: Ich glaube nicht, dass Saxon mit dem Bent Press 168 Kilop drücken konnte. In meinen Augen geht das nicht. Er war Zirkusathlet, und im Zirkus wurde schon immer geschwindelt. Angeblich wurde seine Leistung vor einer Jury erbracht. Nunja, Uri Geller verbog auch Löffel vor einer Jury, während Hobbyzauberer nur müde über den Quatsch lächeln konnten.
Die alten Strongman waren Gaukler, die unglaubliche Dinge vollbrachten: Da wurden Ketten zerrissen. Kanonenkugeln gefangen, galoppierende Pferde gebremst - Dinge vollbracht, die nicht funktionieren und lediglich Tricks waren.
Ganz sicher war Saxon nicht dazu in der Lage 168 Kilo einarmig zu stemmen, eben so wenig wie er seine beiden Brüder stemmen konnte. In meinen Augen ist das einfach nur Quatsch, aber: Was er an Übungen empfiehlt, ergibt wirklich Sinn.
Dieses Buch kann man hervorragend gebrauchen, wenn man Vorwissen hat und weiß, an welcher Stelle man mit den Augen zwinkern muss.


Bullworker "X5"
Bullworker "X5"
Wird angeboten von WOA World of Accessories
Preis: EUR 99,50

14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Macht fast alles richtig, 18. September 2015
Rezension bezieht sich auf: Bullworker "X5" (Misc.)
Ein Wort zur Theorie
__________________

Der BW X5 ist die Antwort auf Theodor Hettingers Studienergebnisse zum isomerischen Training, die er in den 60er Jahren gewann. Ich fasse stichpunktartig diese Ergebnisse zusammen:

1. Isometrisches Training ist Anspannung gegen Widerstand.
2. Optimale Kraftsteigerungen sind garantiert, wenn die Dauer der Maximalanspannung ca. sieben Sekunden beträgt.
3. Fünfmaliges Training pro Woche brachte die besten Effekte.
4. Muskeln sollten auf Zug und Druck trainiert werden.
5. Ein Widerstand, der etwas nachgibt, ist besser als ein komplett starrer Widerstand.
6. Der Muskel sollte in verschiedenen Winkelpositionen trainiert werden. Die Streuung, in der sich die Kraft entwickelt beträgt etwa 15 Grad plus und minus, um den trainierten Winkel herum. (Zum Beispiel: Trainiert man beim Curl nur die mittlere Position wird man am Anfangs- und Endpunkt der Bewegung kaum stärker.
7. Der Trainingseffekt lässt nach ca. sechs Wochen drastisch nach.

Der damalige Entwickler, G. F. Koelbel, setzte diese Erkenntnisse zu hundert Prozent in diesem Trainingsgerät um. Der X5 übertraf alle Vorgängerbullworker um Längen, denn:
- Durch das Flaschenzugprinzip der Gurte können bei allen Zugübungen die Winkel der Haltepositionen variiert werden.
- Durch die Zylindergriffe kann ebenfalls die Griffweite variiert werden. (Siehe letztes Argument)
- Der BW gibt am Anfang noch nach, wird dann aber zunehmend schwerer im Widerstand.
- Druck- und Zugübungen sind völlig ausgeglichen.
- Das Trainingsprogramm hält sich exakt an die Empfehlungen Hettingers und ist klasse. (Allerdings meine ich hier das alte Trainingsprogramm aus der Zeit, als der BW noch von Koelbel vertrieben wurde. Das war ein dickes Buch mit ausführlichem Theorieteil. Der Plan, der den heutigen Geräten beiligt, ist leider stark gekürzt, enthält weniger Übungen und kaum theoretische Informationen.) Ich kenne beide Versionen.
Zum Glück findet man die Ursprungsversion im Internet - zumindest in englischer Sprache.

Ein Wort zur Wirksamkeit
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Ich kann nichts dazu sagen, wie es ist, wenn man im fortgeschrittenen Alter das Training beginnt, denn ich war damals noch sehr jung.
Ich kann sagen, dass ich damals in verdammt kurzer Zeit einen breiten Brustkorb und breite Schultern bekam. Ich vermute, dass es bei Jugendlichen zu einer Dehnung des Brustkorbs kommt, da das Bindegewebe noch weich ist und man daher zu dieser Zeit die besten Resultate erzielt. In dem Bereich ist der BW tatsächlich jedem anderen Training mehr als ebenbürtig.
Bauchtraining ist ebenso sehr effektiv, und gerade auch das Training für die seitlichen Bauchmuskeln funktioniert prima. Die Unterarme werden gut trainiert, wenn man mit Hilfe der Zylindergriffe curlt. Der breite Rückenmuskel lässt sich sehr gut trainieren, da die Gurte eben drei verschiedene Auszugslängen ermöglichen.
Wermutstropfen ist das Beintraining nach der Anleitung. Die Übungen in den Anleitungen (alte und neue) sind diesbezüglich einfallslos und ineffektiv. Bei meinem heutigen Wissensstand kann ich aber sagen: Es geht sehr viel mehr, wenn man das Gerät als zusätzlichen Widerstand für Ausfallschritte, seitliche Ausfallschritte, einbeiniges Kreuzheben, einbeinige Kniebeugen, rumänische Kniebeugen und Skater Kniebeugen verwendet. Damals kannte ich diese Übungen nicht. Heute kenne ich sie und kann damit sagen: Mit dem Gerät ist Beintraining sehr gut möglich. Die im Plan vorgestellten Übungen allerdings kann man vergessen.

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Ein Wort zur Tauglichkeit des Trainings
Was soll ein Training außer Muskeln bringen?
Für mich lautet die Antwort auf diese Frage: Mehr Kraft für den Alltag und - je nach Zielsetzung - mehr Dynamik für andere Sportarten.
Wann bringt ein Training wirklich etwas für den Alltag?
Ganz klar: Die Ausführung der Übung MUSS der Bewegung entsprechen, in der man stärker werden will.
Will man zum Beispiel stärker darin werden, Dinge vom Boden zu heben, lässt sich das mit dem BW halbwegs gut durch einbeiniges Kreuzheben trainieren. Für beidbeiniges Kreuzheben ist der Widerstand zu leicht.
Will man stärker werden, wenn es darum geht Dinge über den Kopf zu heben, nützt der BW auch etwas: Man drückt ihn einarmig nach oben, während das andere Ende (bitte mit weicher Unterlage) in der Ecke der Zimmerdecke positioniert wird. Die horizontale Kraft, die nach vorne wirkt nimmt ebenfalls zu, da man die Streckkraft der Arme sehr gut trainieren kann.
Auch hier sage ich: Das Gerät funktioniert und ist tauglich für Alltagskraft.

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Risiken
Im englischsprachigen Bullworkerforum klagten seinerzeit viele Leute über Schmerzen im Ellenbogen, und das muss ich leider bestätigen. Bei den meisten Übungen sind die Ellenbogen im Spiel. Daher mein Tipp:
Langsam beginnen!!! Steigert euch langsam - über ein paar Wochen. Gut Ding will Weile haben.
Wenn man sich daran hält, passen sich die Gelenke an die Belastung an.
Isometrisches Training erhöht den Blutdruck. Das ist gut für Menschen mit niedrigem Blutdruck und schlecht für Menschen mit hohem Blutdruck. Übergewichtige Menschen, die i.d.R. hohen Blutdruck haben, sollten eher zu alternativen Trainingsformen übergehen.

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Warum ist der X5 den anderen Bullworkern überlegen?
Ganz klar: Er ist überlegen, weil er a)
vier Zugbänder hat, die alle anderen Geräte nicht haben und
b) Zylindergriffe besitzt, die die anderen Geräte auch nicht haben.
Wie schon geschrieben, wird es so möglich die Muskeln in diversen Winkelpositionen zu trainieren. Das geht NUR mit dem X5.

Zum Schluss: Bitte immer bedenken, dass das isometrische Training in kurzer Zeit sehr viel stärker macht, dieser Effekt aber nach ca. sechs Wochen quasi schlagartig zum Erliegen kommt.
Dann müssen alternative Trainingsformen her, wie z.B. Körpergewichtstraining, Training mit Hanteln, oder einfach eine zweiwöchige Pause. Danach funktioniert es wieder besser.
Besorgt euch eine kleine Gummiunterlage von 10 x 10 cm. So lässt sich verhindern, dass das Gerät bei bestimmten Übungen wegrutschen kann.

Der Preis ist absolut vertretbar.
Ein Argument zum Schluss: Der BW ist mit wenigen Handgriffen zerlegt und passt dann in jede Sporttasche. Das ist ein Argument für diejenigen, die ihr Trainingsgerät gerne mitnehmen wollen - wohin auch immer.

Fazit: Wenn ein BW, dann nur der X5! Jeder andere BW limitiert die Trainingsmöglichkeiten im Vergleich zum X5.
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 18, 2017 10:12 AM CET


Practical Programming for Strength Training (English Edition)
Practical Programming for Strength Training (English Edition)
Preis: EUR 8,62

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rippetoe weiß einfach mehr als andere, 18. September 2015
Ebenso wie ich dem Hauptwerk fünf Sterne bescheinigte, verfahre ich auch hier.
Rippetoe ist ein Trainer mit riesigem Erfahrungsschatz. Zum einen war er selbst erfolgreicher Hantelsportler, zum anderen hat er eine Vielzahl von Menschen trainiert.
In diesem Buch gibt es wieder einen langen theoretischen Teil, der sehr viele nützliche Informationen bereithält.
Nach wie vor hält der Autor an den fünf Wiederholungen pro Satz fest, und ich kann aus eigener, langjähriger Erfahrung sagen, dass genau dieser Ansatz sehr gut funktioniert.
Damit ist auch klar, dass es hier nicht primär um Muskelaufbau geht, sondern nach wie vor eine deutliche Zunahme der Kraft im Zentrum steht. Aber: Genau diese Zunahme der Kraft ist die Basis für Muskelaufbau.
Es ist eine weithin abgesicherte Erkenntnis der Sportwissenschaft, dass ein Training ab ca. 85 Prozent der Maximalkraft zu einer verbesserten Rekrutierung von Muskelfasern durch verbesserte neuronale Adaption führt. Auf deutsch: Das Gehirn lernt mehr Muskelfasern zu aktivieren. Zum Beispiel kann ein Muskel, der nicht mit hohen Gewichten belastet wurde, kaum mehr als 30 Prozent seiner Fasern simultan verwenden. Durch Training im oben angesprochenen Belastungsbereich verbessert sich diese Fähigkeit des Muskels deutlich. Ein dauerhaft auf Maximalkraft trainierter Muskel kann bis zu 90 Prozent seiner Fasern gleichzeitig und auf Anhieb rekrutieren.
Der Umkehrschluss ist, dass ein Training im sog. Muskelaufbaubereich (ca. 8 - 15 Wiederholungen) dich zwar größer aber nicht im vergleichbaren Maße stärker macht.
Ferner argumentiert der Autor, für den gesundheitsfördernden Aspekt dieses Trainings im niedrigeren WH Bereich. Begründung: Der Satz endet bevor schwächere Nebenmuskeln ermüdet sind und aufgeben. Kann ich nur bestätigen. Nicht Training mit schweren Gewichten führt zu Problemen sondern Training mit vielen Wiederholungen.
Rippetoe erklärt uns ferner, dass die normale Pumperei mit langsamen Wiederholungen nicht zu einer Zunahme der Explosivkraft führt und daher nicht besonders funktional ist. Auch das deckt sich eindeutig mit den Erkenntnissen der Sportwissenschaft: Gestalte die Positive Bewegungsphase so explosiv wie möglich und du wirst auch schneller. Dass dem so ist, wies Schmidtbleicher bereits in den 70er Jahren nach.

Um ein Training mit der einzigen Zielsetzung "Muskelaufbau" handelt es sich also definitiv nicht. Es geht darum, mit möglichst wenigen Übungen, Wiederholungen und Sätzen
a) stärker,
b) explosiver und
c) muskulöser zu werden.
Folgerichtig hat nach wie vor die Übung "Powerclean", auf deutsch "Standumsetzen", eine wesentliche Bedeutung: Sie ist eine Methode zur Steigerung der Explosivkraft, und ihre Wirkungen lassen sich sowohl in andere Sportarten übertragen als auch in den Alltag. Dass Rippetoe auch hiermit Recht hat zeigt die Tatsache, dass diese Übung in Quasi allen Schnellkraftsportarten, vom Gewichtheben über das Sprinten, bis hin zum Kugelstoßen und Speerwerfen verbreitet ist.
Nach wie vor empfiehlt der Autor ein Ganzkörpertraining und keine Splitroutinen. Damit tritt er in die Fußstapfen der Schwerathleten vor dem Dopingknick, von Arthur Saxon über Georg Hackenschmidt bis hin zu Steve Reeves. Es wäre müßig hier alle aufzuführen, die große Kraft und solide Muskeln mit Ganzkörpertraining drei mal wöchentlich aufgebaut haben.
Auch mit guten Argumenten warnt uns Rippetoe vor dem Training bis zum Muskelversagen. Auch hier kann ich aus eigener Erfahrung nur beipflichten.

Schließlich und endlich läuft es dann auf Trainingspläne für Fortgeschrittene hinaus, und der Autor stellt verschiedene Möglichkeiten vor. Zu keiner Zeit aber wird er seinem eigenen Weg untreu. Alles passt folgerichtig zusammen. Auch differenziert er hier nach verschiedenen Zielsetzung der Athleten, so dass derjenige, der eher kraftorientiert trainiert, ebenso fündig wird, wie derjenige, dem es eher um Schnellkraft geht. Auch Bill Starr lässt er hier über mehrere Seiten zu Wort kommen und stellt eins der Programme vor, die Starr seinerzeit entwickelt hatte.

Alles rund, alles seriös, alles weit weg von unsinnigem Pumpergequatsche. Rippetoe lässt sich unmöglich in die endlos lange Liste der "Kaiser ohne Kleider" einreihen. Er weiß wovon und zu wem er redet.

Eindeutige Kaufempfehlung!


Strong Anywhere - The World Is My Gym - The Definitive Guide To Bodyweight Strength Training (English Edition)
Strong Anywhere - The World Is My Gym - The Definitive Guide To Bodyweight Strength Training (English Edition)
Preis: EUR 3,09

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 5 Sterne, 17. Juni 2015
wenn es nur auf dem Kindle gut lesbar wäre.
Ich könnte einen Stern geben, wenn ich das Buch als Kindle-Produkt bewerten würde.
Es gibt kein Inhaltsverzeichnis, und dieses Buch zeigt deutlich die Vorteile echter Bücher. Es ist unmöglich in dem Buch zu navigieren, es geht nicht. Dieses Buch als normale Printversion wäre klasse. Boulter stellt Körpergewichtsübungen dar, wie man es sich nur wünschen kann. Inhaltlich hat alles Hand und Fuß. Für jede Übung gibt es Steigerungsstufen, die von "Anfänger" bis "Weit Fortgeschrittener" reichen. Alle Übungen sind super erklärt.
Wäre es ein echtes Buch, dann wäre es mein Nachschlagewerk für progresssives Körpergewichtstraining.
So wie es hier angeboten wird, ist es - sorry - einfach nur Mist. Es ist so, als müsste ich von vorne bis hinten ein Telefonbuch durchblättern, um den Buchstaben "Z" zu finden. Als echtes Buch wäre es hervorragend, als E-Book ist es einfach nur schlecht.

Es ist eins der besten Bücher über Körpergewichtstraining, das ich je gelesen habe, aber als E-Book ist es nicht zu gebrauchen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 2, 2017 12:12 AM CET


Calisthenics: The 20-Minute Dream Body with Bodyweight Exercises and Calisthenics (Bodyweight Training, Street Workout, Calisthenics) (English Edition)
Calisthenics: The 20-Minute Dream Body with Bodyweight Exercises and Calisthenics (Bodyweight Training, Street Workout, Calisthenics) (English Edition)
Preis: EUR 4,46

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Das Buch wird dem Titel nicht gerecht, 17. Juni 2015
Ich habe es bestellt und zurückgegeben. Nach der langen Einleitung über Ernährung, Vorteile von BWE und Muskelfasertypen, stellte ich fest, dass für das eigentliche Thema nicht mehr viel Raum übrig blieb.
Der Autor hat wirklich gut begonnen und wollte sicher auch eine fundierte theoretische Grundlage liefern. Das ist auch wichtig und okay, wenn sich die Theorie mit der Praxis verbindet. Das allerdings ist hier nicht passiert.
Nach der langen theoretischen Einführung fragt man sich, wie denn nun das eigentliche Training noch abgehandelt werden soll, und das passiert leider nicht. Der ganze theoretische Teil ist in Ordnung - keine Frage. Nur kommt irgendwann der Punkt, an dem es Zeit wird, dass diese Theorie auch in praktische Übungen überleitet. Ab diesem Punkt geht plötzlich alles sehr schnell. Auf den letzten paar Seiten werden Körpergwichtsübungen vorgestellt, die wirklich jeder kennt. Die beworbene 30 Tage Challenge ist ein unsinniger Trainingsplan, der genau eine Seite des Buchs ausmacht und nicht näher erläutert wird. Nichts wird rund, nirgendwo verbindet sich Theorie mit Praxis.
Das Buch scheint ein zusammengestückeltes Projekt zu sein, zu dem ein paar Leute etwas beigetragen haben und bei dem das eigentliche Thema völlig zu kurz kommt.
Der theoretische Teil ist ja durchaus in Ordnung. Während ich ihn las, stellt ich mir immer wieder die Frage, wie es denn nun dem Autor gelingen wird, das in eine Trainingsanleitung zu überführen. Als ich dann bei fast 80 Prozent angelangt war, wurde mir klar, dass das nicht mehr gelingen wird. Plötzlich und wie aus dem Nichts werden ein paar Übungen vorgestellt. Auf der nächsten Seite findet man ohne Vorwarnung die 30 Tage Challenge, über die kein weiteres Wort verloren wird. Einen Trainingsplan, der auch nur halbwegs schlüssig ist, gibt es nicht.
Einen geradlinigen Schreibstil gibt es auch nicht.
Ne, hier sind scheinbar nur Projekte von Ghostwritern zusammengeflossen, und derjenige der sie eigentlich zusammenbauen müsste, war nicht anwesend.
Ich gebe zwei Sterne, weil zumindest der Seitenumfang stimmte und die einzelnen Kapitel für den ein oder anderen neue Infos haben könnten.
Für mich ein sinnloses Buch, das mit seinem eigentlichen Thema nicht viel zu tun hat.
Für mich wirkt es wie ein Buch, das über eine Textbörse zusammengeschustert wurde: Jeder einzelne Autor hat drin rumgewurschtelt aber dabei herausgekommen sind nur Artefakte.


Kein Titel verfügbar

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super, super, super, 2. Mai 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich selbst trage seit 15 Jahren eine Drover Oilkskin Jacke. In Regengüssen, wo Kunstfasern versagen, hält Oilskin dicht, vorausgesetzt die JAcken haben ein zusätzliches Cape. Wenn dieses fehlt, kommt irgendwann das Wasser durch den Schulterstoff. Wenn also Oilskin oder Waxcotton, dann immer nur mit doppelter LAge an den Schultern.
Eigentlich haben die ganzen Oilskinjacken einen entscheidenden Nachteil: keine Kapuze. Zudem ist für viele Leute das Cape etwas überdimensioniert. Der erste Punkt war mir nie so wichtig, da ich bei Regen einen Hut trage, und das breite Cape finde ich auch ganz hübsch. Ferner hält es auch wirklich viel REgen ab.
Jedenfalls wäre meine schwere Drover JAcke für meine Frau nicht in Frage gekommen.
Dass Kunstfaserjacken mit Membrane nicht das halten, was sie versprechen - oder zuminest nur für ein paar Monate - wird jeder schon festgestellt haben, der in mehrstündigem Dauerregen unterwegs war.
Als wir in einer Gruppe von Leuten nebst ihren Hunden stundenlang im übelsten DAuerregen unterwegs waren, trug nur ich ein Oilskinjacke. Alle anderen trugen Kunstfaser. Nach dem Marsch war lediglich der Kragen meines T-Shirts nicht mehr ganz trocken, alle anderen waren total durchnässt. Am schnellsten versagten die Polyamidjacken mit PU Beschichtung, aber auch die bekanntesten Membranen hielten nicht dicht.
Beim letzten Spaziuergang im Dauerregen, nach welchem ich trocken war und meine Frau nass, bekundete sie, der solche JAcken immer zu klobig und schwer waren, ihr Interesse an Oilskin.
Okay, auch wenn ich 100 prozentig von der Drover JAcke überzeugt bin, meiner Frau wollte ich so einen Trümmer nicht zumuten.
Also suchte ich mir einen Wolf und fand endlich die Jacke, die alles hat, also diese hier.

- Sie besteht aus Oilskin und ist - im Gegensatz zu Wachsjacken - geruchsneutral.
- Sie hat ein Cape, das aber viel dezenter ist als die typischen Capes.
- Sie hat eine Kapuze.
- Sie hat eine riesige Innentasche, in die sich die ganze Jacke einfalten und am Gürtel tragen lässt.
- Sie hat einen Zweiwegereißverschluss plus Knopfleiste.

Vorgestern kam sie dann an. Ich hatte sie in M bestellt, doch geliefert wurde sie in S.
Mitdenkender Verkäufer! Die Jacke fiel groß aus, und S passte meiner Frau optimal.
Am Anfang ist der Tunnlzug etwas störrisch und wirft gewaltige FAlten. Das gibt sich aber.
Gott sei Dank regnete es gestern wie aus Eimern. Also nahmen wir die Hunde an die Leine und gingen los.
Am Ende des Spaziergangs stellte meine Frau zwei Dinge fest:
1. Sie war trocken, weil kein REgen durchgegangen war.
2 Sie war trocken, weil sich kein Schwitzwasser gebildet hatte.
Und auch wenn man immer wieder ließt, das Oilskin nicht atmunsaktiv ist: es stimmt einfach nicht.
Man muss - und darauf wies schon Nehberg hin - auch bei der ersten und zweiten Kleidungsschicht gut sitzende Baumwolle tragen. Baumwolle verteilt die Feuchtigkeit und leitet sie nach außen. Das ganze klappt sogar weitestgehend geruchtsneutral - im Gegensatz zu Kunstfasern.

Die Verarbeitung der Jacke ist super. Ich kannte bisher nur Kakadu und Scippis. Diese Jacke ist von Bush Skins.
So wie ich es von meiner Drover Jacke kenne, ist der Stoff überall doppelt, wo es drauf ankommt, wie z.B. an den Klappen der Taschen. Dort, wo das Cape die Druckknöpfe hat, ist der Stoff sogar dreifach vernäht.

Was macht man, wenn die Imprägnierung nachlässt. In der Zeit, die es dazu braucht, hat man andere JAcken lange verschlissen. Aber wenn es so weit ist, imprägniert man sie nach. Das dauert ein paar Stunden und man hat wieder Jahre lang Ruhe. Da es sich um Baumwolle handelt, hat man einen astreinen Tragekomfort. Kommt mal ein Riss hinein, dann näht man ihn und dichtet mit Oilskin ab.

Ich hatte Hightech Jacken fast aller namenhaften Hersteller, doch über die Jahre merkte ich, dass für meine Zwecke Oilskin die Ideallösung ist.
Die 15 Jahre alte Drover Jacke habe ich letztens neu Imprägniert, und sie ist wieder dicht wie am ersten Tag.
Diese Jacke hier ist deutlich dezenter aber ebenso gut verarbeitet, so wie ich es sehe.
Leider ist sie fast nirgends mehr zu bekommen, und es war echt Glück, dass es hier noch genau eine gab.
Wieso die Hersteller bislang nicht auf die Idee kamen eine solche Jacke mit Kapuze und dezenterem Cape herzustellen, kann ich nicht begreifen.
Naja, jetzt gibt es sie!

Update nach einem Jahr:
Dicht, dicht, dicht ...


Pilot
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Preis: EUR 1,49

83 von 92 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein alter Fan vom Roten Blitz, 21. April 2015
Rezension bezieht sich auf: The Flash - Staffel 1 (Amazon Video)
Es ist mittlerweile ziemlich genau 35 Jahre her als ich die Figur "Roter Blitz" entdeckte. Es handelte sich um ein Comic, das in Deutschland vom EHAPA Verlag herausgebracht wurde. The Flash war/ist ein Comic vom Marvel-Konkurrenten DC (Detective Comics), die mit Figuren wie Superman, Captain Marvel (später als Shazam bekannt), Batman etc. weltberühmt wurden. Damals hätte man sich nicht träumen lassen, dass so etwas als Film oder Serie möglich werden würde.
Es wurde möglich, und zwar zum ersten Mal in den 90ern. John Wesley Shipp spielte in der damaligen Flash Serie den Superhelden. Auch diese Serie war gut, nahm sich nicht so ernst, hatte bescheidene Trickeffekte aber gefiel mir.
Über 20 Jahre später rennt der neue Flash über den Bildschirm, und ich muss sagen: einfach genial.
Nett auch, dass der damalige Flash Darsteller (John Wesley Shipp) in der neuen Serie Flash`s Vater ist. So etwas mag ich. Man findet die ein oder andere Figur wieder (Dr. Mc. Gee, den Trickster), die in der damaligen Serie bereits auftauchten.

Der junge Barry Allen wird also vom Blitz getroffen und erhält Superkräfte, die er langsam zu entwickeln beginnt. Er kämpft gegen Superschurken, die man aus den alten Comics noch kennt, wie z.B. Mr. Frost, Captain Boomerang, Gorilla Grodd oder The Reverse Flash, und bei jeder dieser Figuren denke ich: klasse, einfach gut umgesetzt.
Klar, vieles ist anders als im Comic, aber man sieht, dass die Autoren der Serie sich offenbar über Flash informiert haben. So freut es einen alten Fan, wenn Flash plötzlich die "Speed Force" entdeckt, er lernt durch Wände zu vibrieren oder - in einer der genialsten Folgen der ersten Staffel überhaupt - sich plötzlich selbst überholt und das Raum Zeit Kontinuum durchbricht. Ebenfalls riss es mich fast vom Stuhl als "Firestorm" auftauchte - eine multiple Persönlichkeit als Superheld.
Ich glaube, dass man die Serie als alter Fan von Flash erst so richtig würdigen kann.
Ich war damals das einzige Kind im Ort, das überhaupt solche Comics las. Der Inhaber vom Tante Emma Laden war aber so nett, die Hefte für mich zu bestellen. Ich verfolgte die Flash Geschichten über viele Jahre, bis dann im Schocker "Crisis" Barry Allen sein letztes Rennen lief. Okay, er tauchte später doch wieder auf...

Also diese Serie hat mich wirklich gepackt. Wie sich die Story zwischen Barry und Iris entwickelt, die im Comic ein Ehepaar waren, bleibt abzuwarten, aber bis jetzt ist es spannend und nicht überzogen wie z.B. bei Smallville. Da hat mich die Lana - Clark Romanze irgendwann so genervt, dass ich die Serie nicht mehr mochte.

"The Flash" hat in meinen Augen einen super Start hingelgt. Manche Folgen sind so gut, dass man kaum glauben kann, dass es sich nicht um Cliffhanger handelt, sondern um ganz normale Folgen.
Cool finde ich auch, wenn "Arrow" auftaucht, der Barry mit fragwürdigen Mitteln bei der Entwicklung seiner Fähigkeiten hilft.
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 6, 2016 12:43 AM MEST


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