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Rezensionen verfasst von
Marc Zeller (Media-Mania)

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Resident Evil - Operation Raccoon City
Resident Evil - Operation Raccoon City
Wird angeboten von Freaksshop1
Preis: EUR 8,55

2.0 von 5 Sternen Schwaches Spin-Off einer großartigen Reihe, 30. Oktober 2012
Geh doch in Deckung, Mann!
Nach der Freude über die spannende Grundidee des Games macht sich in den ersten Spielminuten leider schnell Ernüchterung breit. Abgesehen von den unsympathischen Charakteren, die zur Auswahl stehen, stört vor allem die wenig ausgefeilte Spielmechanik das Vergnügen. Die Feinde entpuppen sich schnell als extrem hartnäckig, sodass man Kugel um Kugel abfeuert und ständig auf der Suche nach Munitionsnachschub ist. Mit Anspruch hat das nichts zu tun: Zum einen sollten einfache Gegner nicht so viel vertragen, und zum anderen landen auch geübte Gamer durch die unpräzise und träge Steuerung viel zu selten die wichtigen Kopfschüsse. Noch nerviger ist das strunzdoofe Verhalten der KI-Kollegen, die wirklich kaum etwas selbstständig tun können. Ist einer gefallen, beleben sie ihre Teammates nicht wieder, und stirbt der Spieler, ist ein Neustart angesagt. Einzig die gegenseitige Heilung funktioniert leidlich gut. Das größte Manko, das sehr früh auffällt, ist jedoch das Auto-Deckungssystem, das viel zu hakelig und ungenau arbeitet und einen statt hinter die Mauer oft genug als Zielscheibe an die Wand pinnt.

Ein Freund, ein guter Freund
Im Spiel mit menschlichen Mitstreitern relativiert sich zumindest die Kritik an der miesen KI, sodass "Operation Raccoon City" dann wesentlich mehr Spaß macht. Mit Freunden durch die düsteren Gänge zu stapfen ist bisweilen sogar sehr spannend, jedoch kommt auch hier in Gefechten die Deckung im falschen Moment oder funktioniert überhaupt nicht. Immerhin kann man sich gegenseitig aufhelfen, wenn mal wieder ein unnötiges "Sie sind tot!" auf dem Bildschirm prangt. Ob mit Menschen oder KI-Partnern: Insgesamt wirkt der von Slant 6 Games entwickelte "Resident Evil"-Ableger oft wie ein undurchdachtes und halbherzig portiertes Konsolenspiel. Darauf deutet auch die Tatsache hin, dass die Schnellzugriffe auf dem Display als Steuerkreuz dargestellt sind, selbst wenn gar kein Controller angeschlossen ist – dass dafür die Nummerntasten verwendet werden, lässt sich erst umständlich über das Bedienungsmenü herausfinden.

Zur Ehrenrettung
Nicht alles ist mies an "Resident Evil: Operation Raccoon City". Die bereits erwähnte, grimmig-düstere Atmosphäre in der Stadt zeigt, wie gut das Spiel hätte werden können, wenn man sich nicht mit Kompromissen zufriedengegeben hätte. Auch zahlreiche Anspielungen auf die älteren Teile der Reihe jagen dem Kenner wohlige Schauer über den Rücken – von bekannten Charakteren bis hin zu wichtigen Schauplätzen sind so einige markante Referenzen eingestreut. Zu guter Letzt kann die Grafik punkten, weil sie im Vergleich zu den Konsolenversionen in puncto Detailgrad auf dem leistungsstärkeren PC doch noch eine merkliche Schippe draufpackt.

Fazit
Trotz kleiner Lichtblicke ist "Resident Evil: Operation Raccoon City" also kein gutes Spiel – aber nicht, weil es anders ist als die anderen Teile der Reihe, im Gegenteil. Während die Grundkonzeption sogar ziemlich mutig und interessant ist, resultiert die Mittelmäßigkeit des Games allein daraus, dass es zum Teil schlampig zusammengeschustert wirkt und vieles nicht zu Ende gedacht wurde. Das bricht dieser düsteren Operation das Genick, zumal es gerade im Bereich der Third-Person-Shooter reichlich ausgezeichnete Konkurrenz gibt. Koop-Süchtige "Resident Evil"-Fans, die nicht genug vom gemeinsamen Ballern bekommen können, sollten einen Blick wagen. Alle anderen dürften das schlechte Handling und die schwache Umsetzung des Spielprinzips eher abschrecken.

Hinweis: Das Spiel arbeitet mit Microsofts "Games for Windows LIVE"-Service zusammen.


Orcs Must Die
Orcs Must Die
Wird angeboten von Game World
Preis: EUR 19,94

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Top-Titel zum kleinen Preis, 30. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Orcs Must Die (Computerspiel)
Spielfreude hoch Anzahl der Orks
Durch den treffsicheren Humor und die einfache, aber tiefgründige Spielmechanik wurde "Orcs Must Die!" zu einem echten Genre-Hit. Seit Jahren sind Tower Defense-Spiele fester Bestandteil der Game-Landschaft – und Robot Entertainment gelingt es spielend, die Stärken des Genres in eine süchtig machende Belohnungsspirale einzubeziehen: Für jedes geschaffte Level gibt es neue Fallen und Verbesserungen für die bereits bekannten Waffen. Der Kampf mit dem Kriegsmagier, der so manches Mal in hektischen, aber spaßigen Scharmützeln endet, macht immer wieder aufs Neue Laune. Wirklich angenehm ist der stetig ansteigende Schwierigkeitsgrad, der nach einigen Einführungsleveln den Anspruch kräftig nach oben schraubt und so neben den Casual-Spielern auch versierte Tower Defense-Zocker anspricht. Die Game of the Year-Edition bietet zum Sparpreis alle erschienenen Erweiterungen und macht so noch mehr Lust auf den Nachfolger "Orcs Must Die! 2", der seit Juli 2012 auf Steam erhältlich ist.

Fazit
"Orcs Must Die!" ist ohne Zweifel eines der besten Spiele, die das Genre zu bieten hat. Wer Freude am strategischen Aufbau von Fallenlabyrinthen hat, darf das Game auf keinen Fall verpassen. Also: Auf in den Kampf!

Hinweis: Das Spiel setzt für die Installation eine Onlineverbindung und die Verknüpfung mit einem Steam-Konto voraus.


Borderlands 2 (100% uncut) - [PC]
Borderlands 2 (100% uncut) - [PC]
Wird angeboten von poweronlineshop
Preis: EUR 11,11

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ausgezeichnete Fortsetzung, 29. Oktober 2012
Mehr! Größer! Besser?
Fortsetzungen haben meist zum Ziel, ein ohnehin erfolgreiches Spielprinzip auszubauen und neben den Spielern des vorangegangenen Teils weitere Käufer zu begeistern. Oft geschieht dies, indem die Entwickler die Grafik verbessern, eine größere Spielwelt bauen und bestimmte Funktionen erweitern. Das alles trifft auch auf "Borderlands 2" zu – und doch hat Gearbox weit mehr geleistet. Das Team hat ganz offensichtlich auch sehr genau die kleinen Schwachstellen studiert, die am Vorgänger den Spielfluss gestört haben, und genau diese ausgemerzt. Das Ergebnis ist phänomenal: Ein Spiel, das sich anfühlt wie der erste Teil – nur noch viel besser.

Wo geht’s lang?
Gearbox hat die Spielmechanik von "Borderlands" weitgehend belassen wie gehabt. Man spielt einen von vier (bzw. fünf, wenn man den ersten separat zu erwerbenden Download-Content mitzählt) Charakteren aus der Ego-Perspektive und navigiert per üblicher WASD-Steuerung durch die Landschaft, was entweder allein oder mit bis zu vier Mitspielern geschehen kann. Die Orientierung erfolgt über Quests, also Aufträge, die unterschiedliche Charaktere in der offenen Spielwelt vergeben. Diese reichen von der Beschaffung von bestimmten Dingen bis hin zum Ausschalten einer bestimmten Anzahl von Gegnern eines Typs. Auch Fahrzeuge fehlen im Szenario von "Borderlands 2" nicht: Nach und nach lassen sich verschiedene Arten von fahrbaren Untersätzen über die Pisten jagen – stets ausgestattet mit dicken Wummen, sodass man unterwegs nicht schutzlos durch die Gegend irrt. Aber nicht nur die Fahrzeuge sind anpassungsfähig, auch der Charakter darf mit zahlreichen Skins den eigenen Vorlieben nach modifiziert werden.

Ein Schießeisen – nur in welcher Farbe?
Waffen und Schutzschilde sind in Pandora wegen der vielen Fieslinge, die umherrennen, unumgänglich, weshalb es sie an verschiedenen Stellen zu kaufen oder zu finden gibt. Dabei zeigt sich schnell der erste Aspekt, den das Spiel aus dem Rollenspiel-Genre übernommen hat: Die Waffen sind nach der Häufigkeit gestaffelt, in der sie zu finden sind. Weiße Gegenstände sind Standard-Items, oft und überall verfügbar. Grüne oder blaue Items sind nicht so häufig, violette schon sehr selten. Die legendären orangefarbenen Gegenstände sind schwer zu finden und zu erkämpfen – dafür aber auch unheimlich mächtig.

Sei doch wie du willst!
Auf der langen Reise durch Pandora findet der Spieler nicht nur neue Ausrüstung, sondern erhält auch Erfahrungspunkte und entwickelt seinen Charakter weiter. Dabei gibt es – ebenfalls wie in den gängigen Rollenspielen – einen Skilltree, auf dem pro Levelaufstieg ein Punkt verteilt werden kann. Dabei erhöht sich, je nach Charakter, beispielsweise die Chance, einen kritischen Treffer zu landen. Anderswo dürfen Heilfähigkeiten aktiviert werden, die das Leben auf Pandora beträchtlich erleichtern. Damit nicht genug: Das Badass-Punktesystem erlaubt es, für Zusatzaufgaben – beispielsweise eine gewisse Anzahl von Kills mit derselben Waffe erreichen – weitere Punkte zu vergeben, um Eigenschaften wie die Aufladezeit des Schilds oder die Magazingröße der Waffen zu verbessern.

Alte Tugenden …
Wer die obige Beschreibung des Gameplays gelesen hat, wird vielleicht denken: Das ist ja wie im ersten Teil. Richtig – und das ist auch gut so! All das, was schon in "Borderlands" richtig viel Spaß gemacht hat, fehlt auch in dieser Fortsetzung nicht: die süchtig machende Jagd nach der besten Ausrüstung, das Modifizieren und Ausbauen des eigenen Charakters, die vielen Quests und die Freiheit, ebendiesen vorerst nicht zu folgen und einfach die offene Welt zu erkunden – zu Fuß oder mit einem Fahrzeug, je nach Distanz und Laune. Spieler, die sich damit schon im Vorgänger nicht anfreunden konnten, können also auch den zweiten Teil links liegen lassen. Alle anderen – und das sind viele! – müssen keine Verschlimmbesserungen befürchten und dürfen beruhigt zugreifen.

… und neue Werte
Was "Borderlands 2" vom Vorgänger und auch von der Konkurrenz an Fortsetzungen von der Stange abhebt, sind die kleinen Detailverbesserungen, die in ihrer Gesamtheit eine gehörige Portion Spielspaß obendrauf packen. Da wären beispielsweise die neuen Klassen, die sich in ihrem Aufbau und ihrer Spielweise wesentlich stärker unterscheiden als noch im Erstling. Die besonderen Fähigkeiten der einzelnen Charaktere und zusätzliche Anpassungsmöglichkeiten wie die Class Mods führen dazu, dass man sich tatsächlich für einen Weg entscheiden muss, was natürlich nicht heißt, dass die eine Klasse schlechtere Chancen im Spiel hat als eine andere. Das Balancing ist hervorragend gelungen, sodass jede Klasse ihre eigenen Stärken, aber natürlich auch spezifische Schwächen hat, die der Spieler kennen sollte. Zahllose weitere Aspekte könnten hier genannt werden – wie etwa die Spielwelt, die sich trotz ihrer Größe dank einer größeren Anzahl an NPCs lebendiger und dynamischer an als im etwas "leeren" ersten Teil. Genau solche Kleinigkeiten sind es, die "Borderlands 2" stimmiger und imposanter erscheinen lassen.

Von Äußerlichkeiten und Inhalten
Besondere Erwähnung verdient noch die Erzählung dieses Sequels, zumal hier in "Borderlands" noch Schwachpunkte auszumachen waren. Gearbox hat die in einem solchen Spiel eigentlich eher nebensächliche Geschichte nicht vernachlässigt, sondern auch hieran geschraubt. So sitzen viele schwarzhumorige Gags nun noch treffender und man kann – bei aller Freiheit – den roten Faden der Hauptstory besser greifen und sich somit auch mehr mit seiner Reise durch Pandora identifizieren. Natürlich hat Gearbox die Cell-Shading-Grafik ebenfalls aufgemotzt, die den vielfältigen Planeten glaubwürdig, farbenfroh und schön scharf in Szene setzt.

Fazit
Gearbox Software ist mit "Borderlands 2" ein atemberaubendes Spiel geglückt, das in Umfang und Qualität speziell im Shooter-Genre seinesgleichen sucht. Teil des Erfolgs ist sicher der konstruktive Umgang mit den kleinen Fehlerchen des Vorgängers und die Kunst, genau an den richtigen Stellschrauben zu drehen. Wer etwas für Actionspiele mit Rollenspielelementen übrig hat, sollte hier definitiv mehr als nur einen Blick riskieren.

Hinweis: Das Spiel setzt für die Installation eine Onlineverbindung und die Verknüpfung mit einem Steam-Konto voraus.


Zwei in einem Stiefel
Zwei in einem Stiefel
DVD ~ Ugo Tognazzi
Preis: EUR 9,90

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehenswerte italienische Komödie, 28. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Zwei in einem Stiefel (DVD)
Dass man in bestimmten Fällen über den Krieg lachen darf, haben schon Meisterwerke wie "Der große Diktator" oder "Sein oder Nichtsein" bewiesen. Etwas in Vergessenheit geraten ist dagegen Salces "Zwei in einem Stiefel", der nichtsdestotrotz zu den wirklich sehenswerten italienischen Komödien zählt. Der Film kann allein durch das Zusammenspiel der beiden ungleichen Hauptcharaktere einige herzliche Lacher für sich verbuchen. Verfeinert mit klassischem Slapstick entsteht ein charmanter Abendfüller, der die verquere faschistische Ideologie aufs Korn nimmt und gekonnt in Stücke sprengt. Die unaufdringlich eingeflochtenen Szenen, die die Lebensbedingungen und alltäglichen Probleme im Italien des zweiten Weltkriegs thematisieren, machen "Zwei in einem Stiefel" zu einer typischen Commedia all’italiana. Filmhistorisch bedeutsam dürfte die Tatsache sein, dass Ennio Morricone hier erstmals die Filmmusik schrieb und schon zu diesem frühen Zeitpunkt sein Talent für die Komposition einprägsamer Melodien bewies.

Die DVD von MIG wartet mit einer eindrucksvoll restaurierten Filmfassung auf, die von Kratzern und Schmutzpartikeln befreit wurde. Um den Unterschied zwischen Originalmaterial und der DVD-Fassung zu sehen, lohnt es sich, einen Blick in die ursprüngliche deutsche Kinoversion zu werfen, die im Bonusmaterial der DVD enthalten ist. Ansonsten bietet die Scheibe keine nennenswerten Extras, dafür aber die deutsche und die italienische Tonspur.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 23, 2013 3:14 PM MEST


Steel Arena - Todesmatch Der Giganten
Steel Arena - Todesmatch Der Giganten
DVD ~ /
Wird angeboten von chrisdvdshop
Preis: EUR 14,58

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sympathischer Low-Budget-Film für 80er-Fans, 4. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Steel Arena - Todesmatch Der Giganten (DVD)
Boxkämpfe zwischen Aliens und Menschen? "Todeskampf der Giganten"? Wer hier satten 80s-Trash wittert, hat nicht ganz unrecht - und steckt "Steel Arena" doch verfrüht in eine nicht ganz passende Schublade. Zwar verfügte die Produktion ganz offensichtlich über ein extrem schmales Budget, viele andere Aspekte sind allerdings viel zu gut, um als trashig bezeichnet zu werden. Die Spezialeffekte sind nicht durchweg gelungen, aber die Kostüme und Masken sind - gerade im Hinblick auf die niedrigen Kosten - doch sehr überzeugend. Auch die bisweilen humorvolle Story erscheint so doof nicht, sondern transportiert die typische Underdog-Geschichte zahlreicher Sportfilme gekonnt in ein anderes Ambiente. In puncto Schauspiel liefert die Riege um den charismatischen Paul Satterfield und die wundervolle Claudia Christian eine ordentliche Leistung ab, der nicht einmal die bescheuerten Kleidungsstücke, in denen die Ärmsten herumstapfen, großen Abbruch tun können. So verspielt "Steel Arena" die verdiente Sympathie also nicht durch einen allzu trashigen Auftritt, sondern durch eine stellenweise holprige Erzählweise und die zum Teil lahmen Kämpfe, aus denen man deutlich mehr Dynamik hätte herauspressen können.

Qualitativ zeigt sich die DVD von Savoy Film / Intergroove nicht von ihrer besten Seite: Neben dem blechernen 2.0-Ton bietet die Scheibe ein dürftiges, häufig unscharfes Bild. Hier hätte etwas Restauration gut getan.

Fazit
"Steel Arena" ist ein kleiner, aber zum Teil auch feiner Film, den man wegen des lächerlichen Covers leicht in die falsche Ecke stecken könnte. Wer in den 1980er Jahren groß geworden ist und sich an kleineren Unzulänglichkeiten nicht stört, wird mit dem Streifen sicherlich seinen Spaß haben.


Dementia 13 [Director's Cut]
Dementia 13 [Director's Cut]
DVD ~ Luana Anders
Wird angeboten von chrisdvdshop
Preis: EUR 4,96

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Düsterer und atmosphärischer Krimi für Gruselfans, 4. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Dementia 13 [Director's Cut] (DVD)
Geheimnisvolles Setting, mysteriöse Geschehnisse, undurchsichtige Charaktere ' Francis Ford Coppolas Frühwerk ist ein klassischer Old-School-Krimi mit leichtem Horror-Einschlag, der hauptsächlich für Fans des Meisterregisseurs und für Krimi-Nostalgiker von Interesse sein dürfte. Die morbide Atmosphäre der Roger Corman-Produktion ist einer der größten Pluspunkte des Streifens. Düstere Schwarz-Weiß-Bilder entfalten in Kombination mit dem Spiel von Licht und Schatten eine unheimliche Wirkung, die "Dementia 13" von vielen Krimis dieser Ära abhebt. Dagegen kommt die zum Teil wirr erzählte Handlung sehr konventionell daher und folgt den üblichen Krimiabläufen. Auch die Besetzung spielt nicht durchweg überzeugend, sodass man bei dem 1963 gedrehten Film nur mit viel Wohlwollen von einem vergessenen Klassiker sprechen kann. Immerhin sorgt das schaurige Ende dafür, dass Freunde des gepflegten Grusels trotz der genannten Schwächen ihren Spaß an "Dementia 13" haben werden.

Die DVD von Savoy Film / Intergroove zeigt den Film in einer sauber restaurierten Fassung, deren Bild in Anbetracht des Alters ausgezeichnet aussieht. Schmutzpartikel wurden sorgsam beseitigt; Artefakte oder Schlieren sind kaum auszumachen, sodass Coppola-Sammler bedenkenlos zugreifen können.

Fazit
"Dementia 13" ist kurzweilige, angenehm gruselige Krimi-Unterhaltung für alle Fans alter Krimis. Die atmosphärischen, bedeutungsschwangeren Bilder können jedoch nur zum Teil darüber hinwegtäuschen, dass letztlich weder Handlung noch Charaktere außergewöhnliche Akzente setzen.


Blades of Time
Blades of Time
Wird angeboten von Gameshop66
Preis: EUR 12,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Ansätze, zum Teil schwache Umsetzung: Action-Adventure für Zwischendurch, 22. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Blades of Time (Videospiel)
Gewöhn dich dran!
Der Einstieg ins Spiel gestaltet sich dezent holprig. Zuallererst fällt die wenig zeitgemäße Grafik ins Auge, die mit schwammigen Texturen und groben Charaktermodellen nicht gerade eine optische Höchstnote einfährt. Auch die Bewegungsabläufe sehen zum Teil unnatürlich aus und erwecken ' anders als die schicke Umgebungsausleuchtung ' einen eher zwiespältigen Eindruck. Doch auch das Gehör des Spielers wird mit der dürftigen Tonabmischung merklich strapaziert: Mal ohrenbetäubend laut, dann wieder viel zu leise ' der Lautstärkeregler ist öfter im Einsatz, als es dem Spieler lieb ist. Zuletzt fällt auf technischer Seite die Synchronisation auf, die weder auf Englisch noch auf Deutsch wirklich gelungen ist. Im Vergleich zu den völlig emotionslosen englischen Sprechern schlagen sich die deutschen Kollegen sogar noch wacker, das Wörtchen "lippensynchron" darf aber schnell wieder vergessen werden, wenn "Blades of Time" im Laufwerk liegt.

Schwerter schwingen
Auch vor der Story, in die man ohne Vorerklärungen hineingeworfen wird, macht die anfängliche Enttäuschung nicht halt. Der abrupte Einstieg wäre ja an sich nicht schlimm, wenn denn später weitere Einzelheiten folgen würden ' aber weit gefehlt. Das Konstrukt ist so dünn und wirr erzählt, dass man die meiste Zeit nicht wirklich mitbekommt, warum man eigentlich durch die Landschaft stapft und Bösewichte vertrimmt. Aber ganz ehrlich: Das macht auch nix. "Blades of Time" ist unmissverständlich als schnelles Actionspiel konzipiert, bei dem die Handlung ohnehin nur eine untergeordnete Rolle spielt. Stattdessen setzt Gajin Entertainment auf flotte Kämpfe, die sich weitgehend flüssig spielen und gut von der Hand gehen. Die wuchtigen Magie-Angriffe machen Laune, das Schwertgeschnetzel sowieso ' einzig die Steuerung der Fernwaffen gestaltet sich unnötig kompliziert: Dass man die Wumme unbedingt per Druck auf R3 (rechten Analogstick herunterdrücken) ziehen muss und dann aber mit L2 (linke Schultertaste) Feinde anvisiert, ist weder intuitiv noch nachvollziehbar. So werden die Kämpfe gegen Feinde am Boden und in der Luft gelegentlich hektisch und besonders zu Anfang auch etwas frustrierend.

Zeitspiel!
Die Singleplayer-Komponente des Spiels schlägt sich also für ein Budget-Spiel durchaus beachtlich. Wenn man sich an die Eigenheiten der Steuerung gewöhnt hat, macht die Action ordentlich Spaß. Kleinere Schwächen in puncto Grafik oder Leveldesign sind durch die schnell inszenierten, fordernden Kämpfe schnell vergessen. Besonders erwähnenswert ist das interessante "Time Rewind"-Feature. Die Rückspulfunktion erweitert das doch sehr konventionelle Spielprinzip um eine neue Komponente, die wirklich gut funktioniert und auch spielrelevant eingebunden ist: Manche Rätsel lassen sich ohne den Einsatz des Features gar nicht lösen, und einige Gegner sind so gepanzert, dass zwei Ayumis draufhauen müssen, um sie kleinzukriegen.

Besser allein als schlecht begleitet
Kaum hervorzuheben ist dagegen der Multiplayer-Modus, der eigentlich gar keinen eigenen Absatz verdient hat ' schließlich ist er bestenfalls eine mehr oder weniger unterhaltsame Beigabe, die man sich jedoch auch hätte sparen können. Die wenigen Maps ' gerade einmal drei Stück liefert Gajin mit ' und das simple Spielprinzip werden viel zu schnell langweilig, sodass das Online-Vergnügen sich stark in Grenzen hält. Hinzu kommen nervige Lags und das Fehlen der lieb gewonnenen "Time Rewind"-Funktion, was den Spaß weiter schmälert.

Fazit
In vielen Bereichen zeigt sich, dass Gajin Entertainment sich mit dem zweiten Ayumi-Abenteuer in die richtige Richtung bewegt. Dennoch bleibt das Game zu oft hinter seinen Möglichkeiten zurück ' schade, denn manche Ansätze sind richtig gut und scheitern nur an der bisweilen unausgegorenen Umsetzung. Die Genre-Konkurrenz ist groß, sodass es genug deutlich bessere Alternativen auf dem Markt gibt. Wer die Klassiker schon durch hat, darf sich jedoch zum günstigen Preis bedienen und die schöne Ayumi durch ein über weite Strecken spannendes Abenteuer jagen.


NCIS
NCIS
Wird angeboten von maximus2014
Preis: EUR 49,10

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Langweiliges und viel zu simples Serienabenteuer, 11. April 2012
Rezension bezieht sich auf: NCIS (Videospiel)
Wie siehst du denn aus?
Ja, schon klar: Die inneren Werte zählen. Äußerlichkeiten sind es aber, die der Spieler zuerst zu Gesicht bekommt. Und hier zeigt sich gleich zu Beginn, dass eine ansprechende Optik wohl nicht zu den herausragenden Zielen dieser Produktion zählte. Die Charaktere der ersten Einspielvideos können den Originalen aus der TV-Serie durchaus zugeordnet werden - aber ob die Schauspieler so lange im Geschäft wären, wenn sie über die gleiche nichtssagende Mimik verfügten wie ihre Pixel-Spiegelbilder, ist zweifelhaft. Die detailarmen Gesichtszüge werden perfekt von steifen Bewegungsabläufen ergänzt, die sich wiederum in der kargen, auf das Nötigste beschränkten Umgebung gut einfügen. Einige der Überleitungen sind aus nicht nachvollziehbaren Gründen in comichaft gezeichneten Standbildern inszeniert, was den visuellen Totalausfall komplettiert. Zur Erinnerung: Die inneren Werte zählen. Erst recht, wenn das Äußere so wenig reizvoll ist wie in diesem Fall.

Fälle lösen leicht gemacht
Die Hoffnung auf spielerische Finesse darf aber auch wieder begraben werden. Statt packender Action und knackigen Rätseln bietet "NCIS" ein mageres Bewegungsrepertoire im Point-and-Klick-Stil, mit dem die Helden mehr schlecht als recht an den Tatorten umhernavigiert werden. Die Lauferei dient aber ohnehin nur dazu, vorgegebene Punkte auszuwählen und eines von verschiedenen Minispielen zu absolvieren. Wenn etwa eine Leiche zu fotografieren ist, darf man mit zwei Handgriffen die Kamera justieren und anschließend per Tastendruck ein Foto schießen. Fingerabdruckanalysen und ballistische Untersuchungen funktionieren nach dem Drag-and-Drop-Prinzip, wobei der Spieler aus mehreren Möglichkeiten die passende Variante auswählt und somit ein Ergebnis bekommt. Am "Deduction Board" werden die Spuren mittels Multiple-Choice-Fragen zusammengeführt. Klingt alles leicht? Ist es auch. Die Minigames sind - mit Ausnahme der frustrierenden Satellitenortung - derart anspruchslos, dass selbst Gelegenheitszocker sich bisweilen veralbert vorkommen werden. Wenn am Ende die Beweise kombiniert werden, gestaltet sich dies so einfach, dass auch Spieler mit dem kriminalistischen Gespür eines Fünfjährigen schnell auf die Lösung kommen. Die Verhöre setzen dem Ganzen die Krone auf: Hier muss der Spieler lediglich im richtigen Moment die immer gleiche Taste drücken, um mehr Infos aus den Verdächtigen herauszupressen. Wie war das noch mit den inneren Werten? Lassen wir das. Doch das stupide, viel zu leichte Gameplay hat immerhin einen Vorteil: Wer noch bei keinem Spiel eine Platin-Trophäe einheimsen konnte, darf dies hier mit Sicherheit tun, zumal man auch keine einzige Trophäe während eines Spieldurchlaufs verpassen kann.

Erzähl mir was!
Grafik zum Abgewöhnen, Gameplay zum Einschlafen - "NCIS" als ultimativer Rohrkrepierer? Fast. Wenigstens ein Ass spielt Ubisoft doch noch aus: die Story. Die ist in ziemlich spannenden Episoden erzählt, die gegen Ende sogar auf ein gemeinsames Finale hinauslaufen. Auch den Humor der Serie, der immer wieder in kurzen Gesprächen zwischen den Charakteren aufblitzt, haben die Entwickler gut eingefangen. Das macht aus einem miserablen Spiel natürlich noch kein Must-have - aber es könnte wenigsten die echten Fans der Serie ansprechen, die bei dem relativ niedrig angesetzten Preis über einen Kauf nachdenken. Aber selbst die sollten sich darüber im Klaren sein, dass "NCIS" in gut vier Stunden komplett durchgespielt ist. Und komplett heißt: Ohne jeglichen Wiederspielwert.

Fazit
Spielerisch wie optisch ist "NCIS" unter aller Kanone und bestätigt wieder einmal das üble Klischee der billig produzierten Lizenzverwurstung. Einzig die netten Dialoge und die zum Teil durchaus spannende Handlung machen das Game für Hardcore-Serienjünger interessant, die wirklich nichts von "NCIS" verpassen wollen.


Peggle Sonderedition
Peggle Sonderedition

4.0 von 5 Sternen Tolle Spiele zum kleinen Preis, 29. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Peggle Sonderedition (Computerspiel)
Nur noch eine Runde ...
Ohne Wenn und Aber: "Peggle" ist Kult. Mit den gezeichneten Charakteren und den albernen Geschichten, die diese erzählen, mag es auf den ersten Blick kindisch wirken, doch bereits nach kürzester Zeit machen die kunterbunte Spielwelt und das ausgeklügelte Gameplay absolut süchtig. Durch ein effizientes Belohnungssystem - etwa Stilpunkte für besonders gelungene Schüsse oder neue Fähigkeiten mit steigendem Schwierigkeitsgrad - fesselt es gnadenlos an den Bildschirm. Und auch wenn das Spielprinzip schnell durchschaut ist, ist "Peggle" dennoch schwer zu meistern: In welchem Winkel muss man die Kugel abschießen, um möglichst viele orangene pegs zu treffen oder besonders hohe Punktzahlen zu erreichen? Welche Fähigkeit eignet sich für welche Levelanordnung? Wie schafft man es, nicht nur die orangenen, sondern alle pegs abzuräumen? Die Spieltiefe ist also enorm, sodass die "Peggle Sonderedition" auch nach Abschluss des Abenteuermodus genug Stoff für viele kurzweilige Spielrunden bietet.

Technik von vorgestern
Kritik erntet die Grafik, die auf einem Smartphone ja noch ansprechend aussehen mag - auf einem großen Bildschirm sehen die Spiele im Vollbild jedoch merklich pixelig aus, was der niedrigen Auflösung, die man übrigens nicht umstellen kann, geschuldet ist. Weitere technische Einschränkung: Das Spiel lässt nur ein Seitenverhältnis von 4:3 zu, bei breiteren Bildschirmen wird der Rest mit schwarzen Rändern ausgefüllt - im Zeitalter von Notebooks und Widescreen-Monitoren schlichtweg ein Witz. An den Spielen selbst gibt es, wie oben erwähnt, wenig auszusetzen - allenfalls könnte man monieren, dass "Peggle Nights" mit gerade mal einem neuen Peggle-Meister, der auch noch erst gegen Ende freigeschaltet wird, im Vergleich zu "Peggle" etwas redundant daherkommt und wirklich neue Impulse vermissen lässt.

Preisknaller und Suchtgranate
Zwei Spiele für wenig mehr als zehn Euro - angesichts des äußerst niedrigen Preises lassen sich kleinere Mängel locker übersehen, zumal das eingängige und durchdachte Spielprinzip wirklich eine kleine Offenbarung ist. Spannung und Suchtpotenzial sind in dieser "Peggle Sonderedition" im Übermaß vorhanden, sodass die Collection als Spaßgarant für Casual-Zocker rundum empfehlenswert ist. Der immense Levelumfang und der hohe Wiederspielwert lohnen die Anschaffung und sorgen dafür, dass es so schnell nicht langweilig wird. Lediglich grafisch anspruchsvolle Spieler werden sich an der etwas dürftigen technischen Aufmachung stören - aber die sind ohnehin nicht die Zielgruppe. Na dann: Feuer frei für fantastische Fun-Action!


Assassin's Creed: Revelations (Inkl. Assassins Creed) - [PlayStation 3]
Assassin's Creed: Revelations (Inkl. Assassins Creed) - [PlayStation 3]
Wird angeboten von games.empire
Preis: EUR 21,95

5.0 von 5 Sternen Äußerst gelungene Fortsetzung, 19. Dezember 2011
Alles beim Alten?
Wer die Vorgänger gespielt hat, wird zunächst keine großen Veränderungen feststellen können: Ezio bewegt sich geschmeidig wie eh und je durch eine detaillierte, offene Spielwelt, in der es viel zu entdecken gibt. Auch die Kämpfe gehen gut von der Hand und sind durch die in "Assassin's Creed: Brotherhood" eingeführten Blitz-Attentate glänzend in Szene gesetzt. Die Kletterpartien auf die höchsten Spitzen und durch die tiefsten Gewölbe der Stadt dürfen selbstverständlich weiterhin als Hauptbestandteil des Spiels gelten. Zahlreiche Nebenaktivitäten, wie der Wiederaufbau der Stadt, die Eroberung von Stadtvierteln und die Zusatzmissionen für Ezios Assassinen-Rekruten, haben ebenfalls ihren Weg in "Assasin's Creed: Revelations" gefunden. Die bestens funktionierenden Grundzutaten eines grandiosen Action-Adventures sind also vorhanden, doch Ubisoft wartet zusätzlich mit einigen Neuerungen auf, um auch wirklich keine Langeweile aufkommen zu lassen.

Frischer Wind in der alten Stadt
Bezüglich der ohnehin serientypisch verworrenen Handlung wird dieses Mal auf noch mehr Hochzeiten getanzt. Neben den Animus-Sequenzen und den Ezio-Erinnerungen darf der Spieler erstmals seit Teil eins abschnittsweise wieder Altaïrs Steuerung übernehmen und so auch dessen weitere Entwicklung miterleben. Auch das Gameplay erhält einen weiteren Ausbau: Neben netten Spielereien wie der Hakenklinge, die Ezio das Klettern erleichtert, taucht der Sprengstoffeinsatz als ernsthafte Zusatztätigkeit auf. Der geneigte Gamer darf nun also verschiedene Arten von Bomben zusammenbasteln, um seine Gegner auszuschalten oder auch nur kurz außer Gefecht zu setzen. Die Übernahme einzelner Stadtviertel durch Abmurksen des jeweiligen Hauptmanns kennt man bereits - neu ist aber die Tatsache, dass die Templer auch zum Gegenangriff blasen dürfen. Ist ein Viertel beziehungsweise der als "Den" bezeichnete Unterschlupf unter Beschuss, darf Ezio flugs zum Ort des Geschehens eilen und dort in einem Minispiel die "Den Defense" befehligen. Wer schon einmal ein "Tower Defense"-Spiel ausprobiert hat, weiß, wie das funktioniert: Man setzt unterschiedliche Typen von Assassinen auf die Dächer einer schmalen Straße und versucht so, den anrückenden Gegnerhorden Herr zu werden. Barrikaden behindern den Truppenvormarsch und verschaffen Ezio Zeit, weitere Einheiten herbeizurufen, um die stärker werdenden Wellen aufzuhalten.

Freundchen, wenn ich dich erwische ...
Der Multiplayer, der komplett getrennt von der Einzelspieler-Haupthandlung daherkommt, überzeugt mit klassischem Gameplay und neuen Maps, in denen unterschiedliche Modi ausprobiert werden dürfen. Ob das gängige "Deathmatch" oder eine Variante von "Capture the flag" - wer gerne online mit Freunden oder Fremden zockt, wird genug Stoff für viele Spielstunden finden. Verschiedene Charakterklassen (mit jeweils eigener Bewaffnung) sorgen dabei für reichlich Abwechslung und vielfältige Aktionsmöglichkeiten. Wer trotzdem Nachschub braucht, kann zum kostenpflichtigen DLC "Die Vorfahren" greifen, der weitere Charaktere bereitstellt. Apropos kostenpflichtig: Der gesamte Multiplayer-Part von "Assassin's Creed: Revelations" ist nur umsonst, wenn man das Spiel neu kauft und den beiliegenden Code einlöst. Wer gebrauchte Ware mit bereits verwendetem Code erwirbt, muss den Onlinepass über den Playstation Store erwerben.

Auf nach Konstantinopel!
Auch wenn der Multiplayer durchaus Spaß macht, ist auch dieses "Assassin's Creed"-Spiel hauptsächlich eine fantastische Einzelspieler-Erfahrung. Zugegeben: Die Neuerungen bewegen sich im Detailbereich und lassen wirklich innovative Elemente vermissen. Auf der anderen Seite muss man Ubisoft aber attestieren, dass sich die Games der Reihe gerade durch die kleinen Verfeinerungen immer besser anfühlen und sich mit jedem Teil flüssiger spielen. Das Ergebnis ist ein spektakuläres Action-Abenteuer, das mit packenden Videosequenzen, dramatischen Klettertouren, spannenden Kämpfen und einer filmreifen Story viele Stunden Spielspaß in einer fremden, faszinierenden Welt bietet. Der eigentliche Hauptdarsteller, die Metropole Konstantinopel, ist so lebendig und mit Liebe fürs Detail aufgebaut, dass man manchmal gar nicht mit der Hauptstory weitermachen sondern lieber umherwandern und verweilen möchte, um Kleinigkeiten zu entdecken und verborgene Orte aufzusuchen. Das Finale der Ezio-Trilogie ist also mehr als gelungen - und hat als Gimmick in der PS3-Version sogar das Ur-"Assassin's Creed" im Gepäck, mit dem später hinzugekommene Fans der Reihe auch deren Anfänge erforschen dürfen. Großartig!


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