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Rezensionen verfasst von
Joe Gnoss "Gnosjoe"

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Kafka - Die Jahre der Entscheidungen
Kafka - Die Jahre der Entscheidungen
von Reiner Stach
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,95

4.0 von 5 Sternen Kafka - harte Kost. Stach - härtere Kost. Fülle an Informationen, 14. Dezember 2016
Uff geschafft! Ich habe wieder fast ein Jahr für dieses Buch gebraucht, genau wie „Die frühen Jahre“. Dass ich durch war, ist jetzt auch schon wieder zwei Monate her. Doch ich denke, gerade dieser Abstand ist gut für eine Rückbesinnung.

Was also ist geblieben von Stachs Biografie? Das erste Gefühl: Der Kopf schwirrt wie einen Mückenschwarm. Stach übergießt mich als Leser mit Informationen, wie auch im vorhergehenden Band. Einzelheiten lassen sich nicht merken. Es bleibt die Einschätzung: Kafka war schon ein eigenartiger Mensch. Er stellte sich gerne als zerbrechlich dar, war aber ein guter Schwimmer und ein Mensch der äußerst gesundheitsbewusst lebte. Er stellte sein Licht ständig unter den Scheffel, hielt jedoch beharrlich an seinen Vorstellungen vom Schreiben fest und ließ sich auf keine Strömungen ein, auch wenn sie ihm den Erfolg erleichtert hätten. Zum Glück, kann man nur sagen.

Einen großen Teil des Buches nimmt die Beziehung zu Felice Bauer ein, und der wiederum wird gespeist durch Kafkas Briefe an sie. Ihre Antworten allerdings hatte er vernichtet. In dieser Verbindung spiegelt sich die ganze Zwiespältigkeit und Kompliziertheit Kafkas, und gleichzeitig stellt sich mir die Frage, wie konnte eine Frau so mit sich umspringen lassen. Doch das ist aus heutiger Sicht vielleicht leicht gesagt.

Viel mehr will ich gar nicht von mir geben. Mit dieser Rezension werde ich dem Werk Stachs in keiner Weise gerecht. Darin steckt unendlich viel Mühe – und dazu hat er es noch geschafft, die Atmosphäre aufleben zu lassen, in der sich alles zugetragen hat. Oder zugetragen haben könnte. Dafür gebührt Stach große Dankbarkeit. Weniger Dankbarkeit und deshalb auch einen Punktabzug gibt es für die Langatmigkeit. Über weite Strecken schweift der Autor zu sehr aus, seine Betrachtungen ufern aus ins Spekulative oder auch ins Nebensächliche.

Trotzdem hat er mir Kafka ein Stück weit erklärt. Als Mensch näher gebracht hat er ihn mir nicht. Doch wurde mir verständlich, wieso Kafka derart unnahbar war. Zumindest für die meisten Menschen in seiner Umgebung.


Wunderbare Möglichkeiten
Wunderbare Möglichkeiten
von Manfred Mai
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,95

4.0 von 5 Sternen Hochbegabt und blass, 14. Dezember 2016
Rezension bezieht sich auf: Wunderbare Möglichkeiten (Gebundene Ausgabe)
Rezension Nummer 51 - muss die wirklich sein? Alles, was gesagt werden kann, ist doch schon gesagt. Ich will wenigstens begründen, warum es bei mir "nur" vier Punkte gibt.

Max ist ein ungewöhnlicher, hochbegabter Junge, das wird beim Lesen auf den ersten Seiten klar. Mit seiner Art eckt er überall an - bei Eltern (besonders beim Vater), Lehrern und auch Mitschülern. Doch er hat auch Verbündete - seine Schwester, und zwei Freunde, einen Fußballenthusiasten und einen behinderten Jungen. Gerade dieser regt Max zu Betrachtungen über menschliche Beziehungen, Gesellschaft und Empfinden von Freude an.

Das alles liest sich gut, eine schöne Geschichte. Noch dazu der Beginn einer Romanze - hier ist für mich schön beschrieben, wie bei Elfjährigen sich diese Gefühle zu regen beginnen. Ebenfalls beeindruckend und nachvollziehbar wie Max es schafft, mit klugen Argumenten selbst einem Raubein wie "Ketchup" gegenüber eine Prügelei zu vermeiden.

Der Haken für mich, ganz subjektiv: Max bleibt blass. Er wird für mich nicht zu einem Jungen aus Fleisch und Blut, er bleibt eine Kunstfigur. Die "wunderbaren Möglichkeiten", die in jedem Menschen stecken - und das ist eine starke Annahme - sind paradoxerweise im Protagonisten nicht lebendig geworden.


DRAKE RAMSEY: DAS GOLD DER INKA: Thriller, Abenteuer
DRAKE RAMSEY: DAS GOLD DER INKA: Thriller, Abenteuer
von Russell Blake
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kurzweilig, 11. Dezember 2016
Warum lese ich einen Abenteuerroman? Ich will unterhalten werden und gespannt sein, wie es weitergeht. Im Hinterkopf immer den Gedanken: Wird schon ein Happy End geben, aber wie wird dieses genau aussehen?

Genau diese Kriterien erfüllt die Story. Nicht mehr und nicht weniger. Ich will ja kein philosophisches Werk. Ein paar gesellschaftskritische Statements sind trotzdem gratis dabei. Und die stimmen natürlich mit den eigenen überein, sonst wäre ich nicht Leser dieses Genres und Ramsey nicht der Schreiber solcher Geschichten. Der Stil ist flüssig, die Dialoge mit ihrem amerikanischen Unterstatement und den obercoolen Wortgeplänkeln sind witzig und originell.

Finde, Hofmann hat es geschafft nicht nur den Text, sondern auch die Stimmungen perfekt zu übersetzen.


Tongsung 2015 New Version E27 LED Lampe 10W Super Bright Warmweiß led(3000K) AC(85V-265V) 230V 220V Hight Helligkeit Ausgang (Entspricht Glühlampe: 100W), Aluminium-Legierung Lampenkörper LED-Lampe (LGHA-060AE2-N)
Tongsung 2015 New Version E27 LED Lampe 10W Super Bright Warmweiß led(3000K) AC(85V-265V) 230V 220V Hight Helligkeit Ausgang (Entspricht Glühlampe: 100W), Aluminium-Legierung Lampenkörper LED-Lampe (LGHA-060AE2-N)
Wird angeboten von Tongsung
Preis: EUR 12,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schönes Licht, Mini-Verbrauch, 10. September 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Habe zwei von drei gekauften Birnen in Gebrauch. Bin bisher sehr angetan. Schönes Licht, und der Verbrauch von 10 W (soll 90 W herkömmlicher Birnen entsprechen) ist ja kaum der Rede wert. Hatte vorher eine 30 W-LED drin, die 150 W alt entsprechen soll. Das war mir in Küche und Flur zu unangenehm grell.
Über die Haltbarkeit kann ich natürlich noch nichts sagen.
Also, falls die Birne in die Lampe passt: bisher unbedingt empfehlenswert.
Habe die Birne mal vermessen: 120 mm hoch, Querschnitt unten 50 mm, an dem etwas dickeren Ring unterhalb des Gewindes 52 mm. Höhe des Zylinders von unten bis zu einschließlich diesem Ring 75 mm.


Einer flog über das Kuckucksnest
Einer flog über das Kuckucksnest
DVD ~ Jack Nicholson
Preis: EUR 6,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannender Einblick in die Psychiatrie der 60er Jahre, 31. Mai 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Einer flog über das Kuckucksnest (DVD)
Ein Film, grotesk und witzig. Der lebenslustig McMurphey soll in einer psychiatrischen Klinik auf seinen Geisteszustand untersucht werden. Er eckt ständig mit den Repräsentanten der Klinik an und inszeniert eine Orgie und einen gemeinschaftlichen Ausbruch mit den Mitinsassen. Kein Wunder, dass er zum Kranken und schließlich zum Schwerkranken erklärt wird, obwohl er durch seine unvoreingenommene Art bessere therapeutische Erfolge erzielt als die ganzen Fachleute.
Er erfährt die damaligen, brutalen Methoden der Psychiatrie am eigenen Leib: Elektroschocks und schließlich eine Gehirnoperation.

Schon das Buch hatte riesengroßen Erfolg. Mag sein, dass durch das breite Bekanntwerden von Schocks und Lobotomie diese Methoden nach und nach verlassen wurden.


Mein Jahr als Mörder, Roman,
Mein Jahr als Mörder, Roman,

5.0 von 5 Sternen Extrem gut gelungene Verknüpfung geschichtlicher Ereignissen mit flüssigem, spannendem Erzählstil., 31. Mai 2016
Packt Dich nicht auch manchmal die Wut, wenn Du von Schweinereien erfährst, die Menschen Menschen antun? Hast Du nicht auch schon einmal davon geträumt, einen, wenigstens einen dieser Übeltäter zu beseitigen?
Dann liegst Du mit Delius auf einer Wellenlänge. Dann packt auch Dich die Mordlust am "Richter" des "Volksgerichtshofs" (Anführungsstriche, weil das Verbrecher in einer Verbrecherorganisation waren), der Georg Groscurth zum Tode verurteilte. Du willst auch gleich den Henker und seine Gehilfen mit ins Jenseits befördern und die Sachbearbeiter des Berliner Senats, die seiner Frau ein paar Jahre später die Witwen- und seinen Kindern die Waisenrente streichen, gleich mit.
Die Lektüre des Buches bringt Dich dem Widerstandskämpfer und seinem Kreis, der "Europäischen Union, EU" (welche Weitsicht!) näher und den Verhältnissen der hysterischen Nachkriegszeit mit ihrem vorherrschenden Antikommunismus, oft getragen und geschürt von Leuten, einschließlich Juristen, die mit den Nazis ihr Süppchen gekocht hatten.
Du liest das Buch wie einen spannenden Krimi - gehst immer wieder ins Internet und stellst fest: Alles ist wahr.
Alles vielleicht nicht. So sei dahingestellt, ob der Ich-Erzähler wirklich den Ex-"Richter" Hans-Joachim Rehse observiert hat zum Zwecke des geplanten Attentats und ob seine Freundin auf einer Mexiko-Reise wirklich umkam. Diese Details könnten zusätzliche Pfefferkörner sein in diesem literarischen Gericht (durchaus doppeldeutig gemeint). Sie tragen jedenfalls dazu bei, dass diese Kost während der Einverleibung den Appetit noch steigert. Man kann (ich konnte) das Buch nicht weglegen. Doch es sind schwere Brocken eingearbeitet.

Am Schluss mordet man nicht - aber man könnte sich übergeben.


Quintus Zickel: und die Schwebewesen
Quintus Zickel: und die Schwebewesen
von Claus Bisle
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,95

5.0 von 5 Sternen Ungewöhnlich und spannend, 5. Mai 2016
In diesem Buch treffen sehr sympathische, aber auch geldgierige, gerissene und bedrohliche Charaktere aufeinander. Namensgeber ist dieser Quintus Zickel, ein Professor für Medizin, der sich aber längst eines abwegigen Themas angenommen hat – den Schwebewesen – und nicht mehr als Arzt arbeitet. Alle halten ihn für einen Spinner, dabei erweisen sich seine Theorien zunehmend als wahr.

Das hat der Unternehmer Hagemann längst erahnt, er wittert ein Riesengeschäft. Es passt überhaupt nicht in sein Konzept, dass seine Haushälterin in eine unklare Ohnmacht fällt, die möglicherweise im Zusammenhang mit diesen Schwebewesen steht. Er versucht, ihre Krankheit mit seinem Mitarbeiterstab selbst zu erforschen, wozu er sie von der Umwelt strikt isoliert.

Im Zentrum des Romans stehen aber die Jugendlichen Julia und Simon, die sich zwar sympathisch sind, die aber selbst erst in den Verstrickungen, in die sie geraten, merken, dass sie ineinander verliebt sind.

Nun ist blöderweise Simon Hagemanns Sohn, der allerdings keinen guten Draht zu ihm hat und zu seinem Gegenspieler wird. Denn auch Julia fällt in dieses seltsames Koma und der Vater versucht, sie aus der Klinik zu entführen und in seinem eigen Labor Versuche mit ihr anzustellen.

Zu den Verwicklungen gehört, dass sich die Jugendlichen mit Zickel und dem Chemielehrer Hartmann, der ebenfalls Kenner der Schwebewesen ist, befreunden, sie zusammen herausbekommen wollen, was mit der Haushaltshilfe passiert; ferner, dass später Hagemann seine eigene Frau und sogar Simon entführt. Diese Vorgänge sind derart spannend beschrieben, dass man das Buch nicht aus der Hand legen mag, bevor man es zu Ende gelesen hat.

Allerdings kommt es nicht zur Auflösung sämtlicher rätselhafter Ereignisse. Es sieht ganz danach aus, als müsse ein zweiter Band folgen – und auf den darf man mächtig gespannt sein.

Meine Meinung:

Ganz zentrales Thema sind diese Schwebewesen. Professor Zickel kann sie derart überzeugend erklären, dass die Theorie, die dahinter steckt, immer plausibler wird. Diese seltsamen Geschöpfe, selbst weder Pflanze noch Tier, umgeben uns ständig, leben mit Pflanzen, Tieren und uns selbst zusammen. Sie sind unter anderem für alle typischen Gerüche verantwortlich, das heißte ohne sie wäre alles geruchslos. Dass sie bisher noch nicht entdeckt wurden, liegt einfach daran, dass sie Licht fressen, im Prinzip deshalb unsichtbar sind. Zickels allerdings ist zu verdanken, dass er es geschafft hat, sie zu erkennen und zu erforschen.

Diese Art von fantasievollem Spiel mit Naturgesetzten und Wissenschaft ist es, die für mich einen ganz besonderen Reiz hat. Dazu kommen die gut ausgearbeiteten Figuren, mit denen man sich gerne identifiziert bzw. die einen als Widersacher abstoßen.

Fazit:

Ein flüssig geschriebenes Buch, das mich als Leser sehr schnell in seinen Bann zog. Langweilig wird es an keiner Stelle, weil sich die Ereignisse überhäufen und immer wieder in eine andere Richtung abdriften als man erwartet hat.

Die Charaktere sind nachvollziehbar beschrieben, die guten wie die bösen. Besonders schön ist daran, dass sich auch Beziehungen, z. B. zu einer Klassenkameradin oder der Zugehfrau des Professors, anders entwickeln als man es erwartet hätte.

Ein spannendes Buch, auf dessen Folgeband ich schon sehr neugierig bin.


Die verrückte Hutjagd
Die verrückte Hutjagd
von Sven Nordqvist
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,00

5.0 von 5 Sternen Die verrückte Hutjagd ist eine verrückte Idee, 5. Mai 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die verrückte Hutjagd (Gebundene Ausgabe)
Schöne Geschichte, schöne Bilder, auf denen es viel zu entdecken gibt.

Die Hutjagd ist abenteuerlich und führt uns in verschiedene, verrückte Welten. Zum Beispiel zu einem strickenden Huhn und einem Hasen, der ein schrottiges Motorrad repariert und dann mit Opa durch die Gegend rast. Doch kann ich ja hier nicht das ganze Buch verraten.

Richtig schöne finde ich den Schluss, die Erkenntnis, zu der Opa auf seiner Hutjagd schließlich kommt.


Kafka: Die frühen Jahre
Kafka: Die frühen Jahre
von Reiner Stach
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 34,00

0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kafkas Leben wird lebendig, 5. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Kafka: Die frühen Jahre (Gebundene Ausgabe)
Ich habe den ersten Band der Kafka-Biografie gelesen und dafür ein gutes Jahr gebraucht. Weil man ein solches Werk nicht einfach so runterlesen kann, ich zumindest nicht. Immer wieder habe ich auf diese kleine Prag-Karte im Buch geschaut, versucht die beschriebenen Straßen und Plätze zu entdecken und habe sie mir zum Teil markiert. Außerdem musste ich immer wieder interessante Details "nachwikipetern".

Seit einem halben Jahr sitze ich nun am 2. Teil, "Jahre der Entscheidung" und habe immerhin 65 Seiten geschafft. Das liegt aber, wie auch im ersten Teil, ein dem Vielen, was täglich dazwischenkommt. Immer wieder frage ich mich, was ist mir eigentlich vom ersten Band (Die frühen Jahre) noch in Erinnerung?
Da sind familiäre Angelegenheiten, der verständnislose Vater, zwei Totgeburten nach Franz, die drei Schwestern, Schul- und Studienszenen, ein paar Reisen, ein paar Freundschaften, besonders zu Max Brodt. Die Sorgen um die eigene Gesundheit und daraus resultierende, häufige Kuren, die übertriebenen Ängste, die oft jeder Grundlage entbehrten. So war er ein guter Schwimmer, also sportlich, was seiner selbst empfundenen Kränkelei widerspricht. Und der war ein guter Schüler, der seine Kenntnisse vor sich selbst als Hochstapelei hinstellte.

Der Vater war sicherlich ein rauher Geselle, aber er hat seinen Sohn nie geschlagen, sicher ungewöhnlich für diese Zeit.

Das Meiste verschwimmt schon wieder im Dunkeln. Als Eindruck ist haften geblieben: Franz war schon ein eigenwilliges Kind, das in seiner Familie nicht leicht hatte. Beeindruckt hat mich der schon sehr früh aufgetauchte Wille zur Schreiberei - obwohl er auf keine Unterstützung oder Anleitung zurückgreifen konnte.

Die Art, wie Reiner Stach die Biografie erstellt hat, die ist wirklich großartig. Keine nüchterne Abhandlung anhand vorhandener Sekundärliteratur, sondern das Nahebringen der Stimmung, in der Franz aufwuchs. Bis hin zum Wetter, zu den Gerüchen. Man hat manchmal den Eindruck, man spaziert neben Kafka her durch die Gassen des alten Prag.


Der Tanz der Häsin
Der Tanz der Häsin
von Dieter R. Fuchs
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einblick in eine neue Welt, 13. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: Der Tanz der Häsin (Gebundene Ausgabe)
Das meiste wurde in den vorhergehenden Rezensionen beschrieben - ich möchte das nicht wiederholen, sondern nur meinen persönlichen Eindruck wiedergeben.
Mir hat das Buch eine neue Welt eröffnet, einen Bereich, den ich bisher nicht kannte, den ich noch nie berührt hatte. Es gefällt mir gut wie die Geschichte um dieses Kleinod gesponnen ist. Das Figürchen ist derart anschaulich und liebevoll beschrieben, dass ich beim Lesen immer wieder auf den Buchdeckel schauen und feststellen musste: Ja, das stimmt.
Ich bin kein Kunstexperte und kenne mich mit den Lebensläufen großer Künstler nicht genau aus. Deshalb war es für mich aufschlussreich, über Franz Marc mehr zu erfahren. Ich wurde angeregt, mich mit seiner Biografie etwas mehr zu beschäftigen. Mag sein, dass die Marc-Kenner die Informationen zu dürftig erscheinen, mir jedenfalls hat die Häsin einige Denkanstöße gegeben. Das Gleiche trifft auf Fabergé zu.
Was mir gut gefallen hat, ist auch die Tatsache, dass das Buch gerade nicht massiv esoterisch überladen wurde. An einigen Stellen hätte das leicht passieren können, z.B. als Sandra Haas in London quasi an dem Netsuke vorbeiläuft, ohne es zu entdecken. Dieser Versuchung ist der Autor nicht erlegen, so dass seine Geschichte ihre Seriosität bewahrt.


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