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Rezensionen verfasst von
Guybrush Threepwood

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Jumper
Jumper
DVD ~ Hayden Christensen
Preis: EUR 6,99

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Effekthaschender und unlogischer Teeniestreifen, 30. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Jumper (DVD)
Die Geschichte von "Jumper" ist schnell erzählt: Der Außenseiter David ist (warum auch immer) ein sogenannter "Jumper", der sich rund um die Welt herumteleportieren kann. Diese werden von den sogannten "Paladinen" gejagt, religiöse Fanatiker. David lebt sich mit den bösen Buben an und muss die "Jumper" vor den sadistischen Verfolgern retten. Nebenher geht es (irgendwie) noch um eine Liebesgeschichte, die allerdings stark in Klischees abdriftet, die man bereits eintausend Male gesehen hat.

Soweit, so gut. Filme mit flachen Geschichten können ganz wunderbar sein, auch gegen Klischees ist nichts einzuwenden (auch wenn hier klar übertrieben wurde). Doch leider wurde die Chance auf brauchbares Popcornkino in Jumper klar vergeigt. Die Handlung hetzt von einem Punkt zum nächsten, Schnitte sind oft nicht nachvollziehbar, im Sekundentakt (so kommt es einen vor) springen irgendwelche "Paladins" durch "Jumpscars" an "Jumsites", während sich der Zuschauer noch fragt, was eigentlich das Aufregende an der Geschichte ist.

Die Schauspieler bleiben irgendwie flach, wobei man auch schon schlimmere gesehen hat. Leider, denn die offensichtliche technische Pefektion nimmt dem Film einiges von den durch den kruden Plot aufgebauten B-Movie Charme. Die Charaktere sind durchweg so herzlich unsympathische 0815-Typen, das man ständig hofft, das vielleicht der Böse doch noch gewinnt und der ganze langweilige Haufen das zeitliche segnet. Leider hat das Hollywood (wie schon so oft) anders gesehen.

Warum der Film aber immerhin doch noch zwei Sterne bekommt? Die Actionszene sind solide gemacht und bekommen durch die Jumps eine gewisse Dynamik, außerdem sind die Schauplätze ausgesprochen schön gewählt und bieten einen wahren Augenschmaus.

Alles in allem eine in actionform aufbereitete Teenieschmonzette mit löchriger Handlung und fehlendem Augenzwinkern, das ich jedem Publikum, der wenigsten Popcornanspruch hat, nicht empfehlen kann.


Amesoeurs
Amesoeurs

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Amesoeurs kamen, sahen, definierten ein Genre neu... und gingen, 30. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Amesoeurs (Audio CD)
Jawohl. Das vorliegende selbstbetitelte Album "Amesoeurs" wird die erste und einzige vollwertige LP der französischen Ausnahmeband sein. Dafür wurde hier jedoch (fast) alles richtig gemacht. Schon der erste Eindruck ist durchweg positiv: Das düstere Coverartwork erlaubt bereits Einblicke in die kalte und depressive Atmosphäre des Albums, alles ist stilvoll und hochwertig verarbeitet. Die (französischen) Texte sind im Booklet abgedruckt, das auch mit einem gelungenen Artwork versehen wurde.

Gespannt legen wir also die CD in den Player. Was wir hören, hat erstmal wenig mit traditionellen Black Metal zu tun. Generell bedient sich "Amesoeurs" sehr an klassischem Wave und wildert gerne in anderen Stilrichtungen (bespielsweise lassen sich auch Ambient- und Noiseelemente finden), sodass die Platte nur bedingt mit anderen Langgrillen niveauvollen Black Metals (wie Farsot, Shining, ...) zu vergleichen ist. Mit Knüppel-BM a la Marduk oder Standardkost a la Dimmu Borgir hat diese CD eigentlich überhaupt nichts mehr gemein.

Was uns in den folgenden Songs erwartet ist eine düstere Reise durch die Kälte und Anonymität der Großstadt, durch Isolation und Einsamkeit. Alles eingefangen in abwechslungsreichen Songs, die jammernde Wavegitarren, rasende Black Metal Passagen, krude Industrialgeräusche, sowie weiblich-verzerrten wie auch männlich-schreinden Gesang bieten. Technisch ist das Album absolut sauber, die Produktion etwas leise, doch die Musiker beherrschen durchweg ihr Handwerkszeug und gerade die weibliche Vokalistin weiß zu verzaubern, wobei auch die oft eingesetzte Verzerrung der Stimme kein Kritikpunkt ist, ist sie doch bewusster Teil des Gesamtkonzeptes.

Vom lyrischen Niveau kann ich leider nichts berichten, da im Booklet keine Übersetzungen der französischen Texte angeboten werden, und Kenntnisse in der Sprache bei mir absolut nicht vorhanden sind. Schade. Jedoch bleibt anzunehmen, dass es sich auch hierbei um Auseinandersetzungen mit dem Thema Einsamkeit, Isolation und Tod handelt.

Der Eindruck, der letztendlich bleibt: Ameroseurs haben es mit ihrem einzigen Werk geschafft, die Grenzen der Ausdrucksweise des Black Metals zu erweitern und auf ihre Art auch das Genre des Cold Waves neu definiert; Kälter denn je. Einzige Kritikpunkte: An einigen Stellen wirken die Noiselemte etwas aufgesetzt, außerdem wären einige Übersetzungen der Texte nett gewesen. Doch das sind alles echte Luxusprobleme, die unter der Qualität der Songs einfach untergehen. Hervorzuheben ist der absolute Übersong "Heur", der mit dem perfekten Zusammenspiel an langsamen und rasenden Passagen, weiblicher Stimme und Verzerrer, Wave und Metal schlicht ein geniales Stück Musik ist. Das sieht die Band offensichtlich genauso und hat den Song zum kostenlosen Anhören auf ihrer MySpace-Seite veröffentlicht. Reinhören lohnt sich.

Abschließend lässt sich sagen: Für jeden (Black)Metalhead, dessen musikalischer Horizont weiter reicht als Darkthrone gibt es hier auf der Seite einen "In den Einkaufswagen"-Button, den zu betätigen ich ihnen (und Ihnen) wärmstens empfehlen kann. Ganz großes Kino.


Amesoeurs
Amesoeurs
Preis: EUR 18,93

13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Amesoeurs kamen, sahen, definierten ein Genre neu... und gingen, 30. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Amesoeurs (Audio CD)
Jawohl. Das vorliegende selbstbetitelte Album "Amesoeurs" wird die erste und einzige vollwertige LP der französischen Ausnahmeband sein. Dafür wurde hier jedoch (fast) alles richtig gemacht. Schon der erste Eindruck ist durchweg positiv: Das düstere Coverartwork erlaubt bereits Einblicke in die kalte und depressive Atmosphäre des Albums, alles ist stilvoll und hochwertig verarbeitet. Die (französischen) Texte sind im Booklet abgedruckt, das auch mit einem gelungenen Artwork versehen wurde.

Gespannt legen wir also die CD in den Player. Was wir hören, hat erstmal wenig mit traditionellen Black Metal zu tun. Generell bedient sich "Amesoeurs" sehr an klassischem Wave und wildert gerne in anderen Stilrichtungen (bespielsweise lassen sich auch Ambient- und Noiseelemente finden), sodass die Platte nur bedingt mit anderen Langgrillen niveauvollen Black Metals (wie Farsot, Shining, ...) zu vergleichen ist. Mit Knüppel-BM a la Marduk oder Standardkost a la Dimmu Borgir hat diese CD eigentlich überhaupt nichts mehr gemein.

Was uns in den folgenden Songs erwartet ist eine düstere Reise durch die Kälte und Anonymität der Großstadt, durch Isolation und Einsamkeit. Alles eingefangen in abwechslungsreichen Songs, die jammernde Wavegitarren, rasende Black Metal Passagen, krude Industrialgeräusche, sowie weiblich-verzerrten wie auch männlich-schreinden Gesang bieten. Technisch ist das Album absolut sauber, die Produktion etwas leise, doch die Musiker beherrschen durchweg ihr Handwerkszeug und gerade die weibliche Vokalistin weiß zu verzaubern, wobei auch die oft eingesetzte Verzerrung der Stimme kein Kritikpunkt ist, ist sie doch bewusster Teil des Gesamtkonzeptes.

Vom lyrischen Niveau kann ich leider nichts berichten, da im Booklet keine Übersetzungen der französischen Texte angeboten werden, und Kenntnisse in der Sprache bei mir absolut nicht vorhanden sind. Schade. Jedoch bleibt anzunehmen, dass es sich auch hierbei um Auseinandersetzungen mit dem Thema Einsamkeit, Isolation und Tod handelt.

Der Eindruck, der letztendlich bleibt: Ameroseurs haben es mit ihrem einzigen Werk geschafft, die Grenzen der Ausdrucksweise des Black Metals zu erweitern und auf ihre Art auch das Genre des Cold Waves neu definiert; Kälter denn je. Einzige Kritikpunkte: An einigen Stellen wirken die Noiselemte etwas aufgesetzt, außerdem wären einige Übersetzungen der Texte nett gewesen. Doch das sind alles echte Luxusprobleme, die unter der Qualität der Songs einfach untergehen. Hervorzuheben ist der absolute Übersong "Heur", der mit dem perfekten Zusammenspiel an langsamen und rasenden Passagen, weiblicher Stimme und Verzerrer, Wave und Metal schlicht ein geniales Stück Musik ist. Das sieht die Band offensichtlich genauso und hat den Song zum kostenlosen Anhören auf ihrer MySpace-Seite veröffentlicht. Reinhören lohnt sich.

Abschließend lässt sich sagen: Für jeden (Black)Metalhead, dessen musikalischer Horizont weiter reicht als Darkthrone gibt es hier auf der Seite einen "In den Einkaufswagen"-Button, den zu betätigen ich ihnen (und Ihnen) wärmstens empfehlen kann. Ganz großes Kino.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 28, 2012 1:53 PM MEST


Souvenirs D'un Autre Monde
Souvenirs D'un Autre Monde
Preis: EUR 15,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Album wie ein längst vergessener Frühling, 28. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Souvenirs D'un Autre Monde (Audio CD)
Wo Dunkelheit ist, da ist auch Licht. Black Metal verkörpert normalerweise die absolute Dunkelheit in der Musik, aggresiv, blasphemisch und düster. In Alcest spielt Neige ("Peste Noire", "Amesoeurs"...) eigentlich auch Black Metal, doch beleuchtet er die melancholische, verträumte Seite dieser Musik.

Shoegaze nennen sich also die Einflüsse, denen wie den ätherischen und an Ambient erinnernden Sound dieses Albums zu verdanken haben. Stimmen, gemixt wie aus weiter Ferne schieben sich durch hallende Gitarren, sanft gezupfte Instrumente, jedoch auch durch die verzerrten Gitarrenwände, die für den Black Metal üblich sind. Über allem schweben dann und wann noch verträumte Klaviertöne. Klar, das muss sich für den normalen corpsepainttragenden Raw Black Metaller, der von Neige andere Sounds gewohnt ist, erstmal merkwürdig anhören.

Doch die Stimmung, die diese CD aufbaut ist ungemein intensiv. Die Sounds, die da aus dem Boxen kommen, wirken unwirklich und nostalgisch. Sie schweben sozusagen im Raum. Wer sich auf sie einlässt fühlt sich jedoch schnell in eine gewisse Stimmung versetzt, die Melancholie und Nostalgie vereint und einen näher an jenes Unwirkliche heranträgt. Ich gebe zu, die Beschreibung klingt arg kitschig und das ist auch gewollt, denn das Album ist es ebenfalls. Jedoch nicht auf die Art, die wehtut oder einfach nur billig ist, sondern auf die Art, die Tiefe hat und auf die man sich einlassen kann. Jedem aufgeschlossenen Black Metaller sei dieses Album sehr an Herz gelegt. Er wird den Kauf nicht bereuen.


Opheliac
Opheliac

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erfrischend und eingängig - Ziel erreicht, 26. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Opheliac (Audio CD)
Vor einiger Zeit, als ich noch mehr Wave hörte als heute, legte ich mir dieses Scheibchen zu. Inzwischen ist einiges an Zeit vergangen und mein (musikalischer) Horizont hat sich erweitert, doch diese CD rotiert immer noch in meinem Player wie kaum eine andere aus dieser Zeit. Warum? Weil das Rezept, eine attraktive Sängerin, nette Melodien zwischen Pop und Industrial und eine großartigen Stimme mit einem außergewöhnlichen Image zu mischen, einfach gelungen ist.

Schon der sehr gelungene Opener "Opheliac" lässt mit erotischer Stimme, einem wilden Refrain und einem hervorragenden Text auf so einiges hoffen, was leider das zu süßliche "Swallow" nicht ganz halten kann. Hier wurde leider etwas zu sehr an der Popschraube gedreht. Ganz anders verhält es sich im nachfolgenden Stück "Liar", welches in meinen Augen der absolute Höhepunkt des Albums ist. Hier wurde ein catchy Refrain mit hervorragendem und erotischem Gesang gemischt und durch einen Growlpart der Sängerin veredelt. Ähnlich gut sind auch die Stücke "The Art of Suicide" und "Misery loves Company" die Emilie absolut von ihrer Schockoladenseite zeigen. Leider schwächelt das Album gegen Ende etwas, "Shallot" hat trotz Musicaltouch ein ähnliches Problem wie "Swallow", "God help me" und das cherartige "Let the record show" lassen einiges an Potenzial ungenutzt, doch die fetzigen Stücke "Dead is the new alive" und "I know where you sleep" reißen einiges wieder raus.

Die zweite CD ist auch sehr nennenswert und bietet teils hochwertigere Stücke als das eigentliche Album, allen voran das geniale "Thank god I'm pretty", das Emilies Stimme einfach in Perfektion einfängt und mit einem wunderbar sarkastischen Text aufwarten kann. Die Poems sind leider kaum verständlich gehaucht, was durchaus zur Atmosphäre beigetragen hätte, würde man sie als roten Faden noch in schriftlicher Form haben. So nervt es (zumindest mich) einfach nur und ich lasse sie beim gemütlichen Hören immer weg. Der Videoteil ist sehr schwach, hier gibt es viel 1 Minuten Schminktipps der Meisterin und eine (gekürzte) Fernsehaufnahme, also nicht viel. Aber das ist auch nicht weiter wichtig, immerhin gibt es 2 mit guter Musik gefüllte CDs zum normalen Albumpreis.

Die Aufmachung ist toll, insbesondere das Innere des Booklets kann sich wirklich sehen lassen. Schön wäre es gewesen, hätte man noch die Texte von CD 2 abgedruckt, aber dieser Luxus bleibt wohl nur Käufern der (inzwischen sündhaft teuren) Special Edition vorbehalten. Dafür wird man mit einem sauberen Layout und großartigen Fotos belohnt, sodass das Blättern während des Hörens eine wahre freude ist.

Im Fazit: Warum nur 4 Sterne? Zum einen, weil bei einigen Songs klar Potential verschenkt wurde, und weil das Album an einigen Stellen doch etwas mehr auf die Tube hätte drücken können. "Liar" hat es vorgemacht, warum danach nur so wenige Scream- und Growlparts? Warum so wenig Industrialelemente und so viel eingängige Popnummern? Hätte Emilie Autumn die Möglichkeiten ihrer Stimme und ihres Sounds voll ausgenutzt, so hätten es leicht 5 Sterne werden können, so kommt sie allerdings "nur" mit guten 4 davon. Ein großartiges Album, das nicht so schnell langweilig wird, ist es dennoch.


The Fathomless Mastery
The Fathomless Mastery
Wird angeboten von westworld-
Preis: EUR 13,73

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Knüppel auf den Sack! Absolute Kaufempfehlung., 11. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: The Fathomless Mastery (Audio CD)
Schöne Sache, was Bloodbath mit ihrem neuesten Output abgeliefert haben. Irgendwo zwischen skandinavischen und amerikanischen Einflüssen scheinen sie nun definitv ihren Stil gefunden zu haben, und klingen Eigenständig genug, um nicht mehr nur Akerfield-Stiefkind und Retro-Funprojekt zu sein, sind inzwischen eine absolute Death Metal-Bank.

Und was für eine! Alle Mitglieder veröffentlichen munter mit ihren Hauptprojekten Katatonia, Opeth und andere und finden nebenher noch Zeit, ein Album zu schreiben, das mal so eben die neuen Six Feet Under, Cannibal Corpse und Entombed in den Schatten stellt! Das hat auch Gründe , die ich im folgenden nennen möchte:

Da wäre erstmal die absolut geile Produktion der Scheibe, druckvoll, stark, klar und auf den Punkt getroffen. Kein Rumpel-Retro-Sound, einfach nur fett und passend zur Musik. Wer auch immer hierfür verantwortlich war, hat seine Sache absolut gut gemacht.
Desweiteren war es eine gute Entscheidung, Akerfield wieder zu Bloodbath zurückzuholen. Nicht dass ich was gegen Tantgrens Stimme gehabt hätte, aber Akerfield passt mit seinen tiefen, erdigen Growls einfach perfekt zum Sound-Gesamtbild. Dass er seinen Opeth-Schlagzeuger grad mitgebracht hat war übrigens auch eine sehr gute Aktion.

Negativ anzurechnen gibt es eigentlich wenig, sieht man vielleicht von den Texten ab, die über das übliche Blasphemie/Tod/Gore nicht hinauskommen. Aber egal, Bloodbath soll schließlich in erster Linie Spaß machen. Und das macht es! Jeder, der eine Affinität zu Death Metal hat, dem sei das Album absolut empfohlen, besser geknüppelt wird derzeit nirgendwo!


Sacred Big Pack
Sacred Big Pack
Wird angeboten von maximus2014
Preis: EUR 19,39

3.0 von 5 Sternen "Schlagt ihm den Kopf ab, ich brauch 'nen neuen Aschebescha!", 8. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Sacred Big Pack (Computerspiel)
Das Zitat aus der Überschrift verrät es bereits: Der Orkklopper setzt eher auf augenzwinkernde Unterhaltung und knallige Action als auf eine düstere Fantasywelt, finstere Bösewichter, oder gar eine tiefgreifende Story. Das ist auch das Hauptkapital des Spiels: Selten war ein Hack'n'Slay-Titel so erfrischend, schnell und ohne (unnötigen) Ballast wie bei Sacred. Sei es bei den blöden Sprüchen der Feinde, einem riesigen Fußballfeld in der Stadt der Magier oder bei doof-naiven blonden Märchenprinzen: Sacred nimmt immer subtil das Fantasygenre auf die Schippe, ohne dabei lächerlich oder einfach doof zu wirken. Man hat stets noch das Gefühl, ein "richtiges" Fantasyspiel zu spielen.

Kranken tuts leider an einer, oder besser gesagt, vielen anderen Stellen. Keiner der Mängel ist wirklich gravierend, und doch setzten sie sich zu einem einfach unbefriedigenden Ganzen zusammen. Da wäre zuallererst die berühmt berüchtigte Sammelwut: Sicher gibt es immer bessere Items, und es ist durchaus immer eine bessere Klinge zu finden, aber warum, warum, liebe Programmierer, nimmt man das ganze(!) Spiel über dieselben Modelle?? Warum zum Geier sieht meine "Finstere Orkschlächterklinge des ultimativen Zombieschnetzelns" aus wie meine "Rostige Klinge"? Warum ist die "Heilige Plattenrüstung der Göttlichkeit" ein beiges Lederwams? Das werde ich wohl nie verstehen.

Zweiter Kritikpunkt: Der Schwierigkeitsgrad. Im allgemeinen ist das Spiel zu einfach, zumal man mit etwas Glück schon gleich zu Anfang auf den ultimativen Superzauber stoßen kann und dann einfach alles aus den Socken prügelt. Manche Gegner ziehen dann merklich an, was wirklich mal angenehm ist. Warum nicht immer so, Ascaron? Der End"kampf" ist übrigens (ohne spoilern zu wollen) tatsächlich so einfach wie ein Anfangskampf gegen einen Wolf.

Dritter Kritikpunkt: Die Charakterentwicklung. Nicht, dass ich nicht Alternativen gegenüber dem klassischen Talentbaum aufgeschlossen wäre. Aber das Runensystem von Sacred ist schlicht misslungen. Zauber werden nämlich nicht erlernt, sondern gefunden. Soweit, so gut. Leider gibt es da keine Beschränkungen. So kann beispielsweise einer der ersten Bosse einen Meteroitenhagel-Zauber verlieren, und die nächsten Kämpfe sind schlicht gelaufen. Außerdem verliert das Spiel so eine Motivationsquelle, da man nun nicht mehr gespannt sein kann, was sich wohl da am Ende des Talentbaumes verbergen möge.

Dennoch will ich nicht nur herummäkeln. Alles in allem ist Sacred nämlich ein wirklich gutes Spiel geworden. Die Gegner machen Spaß, die Spielwelt ist schön und der Unterhaltungsfaktor hoch. Zur Veranschaulichung meiner Bewertung nun noch einmal eine Pro und Contra Liste:

PRO:

* Schöne, liebevolle Spielwelt mit großen Städten
* Viele, stimmige Quests
* Hoher Unterhaltungsfaktor
* Viele lustige Seitenhiebe auf bekannte Filme/Bücher/Spiele
* Intressante Charakterklassen
* Gutes Zaubersystem ohne Mana (Gut für Magier!)

CONTRA:

* Schwache Charakterentwicklung
* Keine Sammelwut wegen unintressanter Items
* Spiel insgesamt zu einfach
* Langweilige Hauptgeschichte

FAZIT: Hack'n'Slay von der besseren Sorte, das seine Stärken schön ausspielt, jedoch noch in einigen Details mehr glänzen muss, um wirklich den Thron der Action-Rollenspiele ersteigen zu wollen. Für alle, die von dem finsteren Diablo die Nase voll haben, die beste Alternative auf dem Markt.


On the Sunday...
On the Sunday...
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 23,22

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschön und einlullend - Ein verkanntes Meisterwerk, 9. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: On the Sunday... (Audio CD)
Zugegeben, der Titel der Rezension ist sehr hoch gegriffen. Man kann mit diesem Album zurechtkommen oder auch nicht, denn rein objektiv gesehen ist "On the Sunday of Life" schlecht produziert, laienhaft komponiert und textlich überzogen. Wer jedoch versucht, das Lebensgefühl hinter dieser Musik wahrzunehmen, nebenbei noch ein Ohr für die alten Psychedelicklassiker wie "Dark Side of the Moon" hat, der mag hier mal durchaus einige Minuten seines Lebens riskieren und reinhören.

Wie gesagt, rein musikalisch gibt es, im Vergleich zu den späteren PT, nicht allzu viel zu erwarten. Die typische Stimme Steven Wilsons, ab und an mal eine akustische Gitarre ("Nine Cats"), mal auch was rockiges ("Radioactive Toy"), sonst dominieren Samples und sphärische Klangteppiche, die mehr auf Atmosphäre denn auf musikalische Ausgefeiltheit setzen.

Dennoch setzen sich Musik und Lyrik zu einem wunderschönen ganzen zusammen, das Melancholie und Nostalgie atmet und durch seine Ehrlichkeit absolut fesseln kann. Wer einmal zu "Nine Cats" bei Sternenlicht eine Tüte raucht und dabei seine Gedanken schweifen lässt, weiß, wovon ich rede.

Alle, die sich angesprochen fühlen, sollten sich den Kauf dieser CD nicht zweimal überlegen, alle anderen sollten eher zu den Spätwerken PTs greifen, davon haben sie dann mehr.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 28, 2015 11:53 PM MEST


Horror Vacui
Horror Vacui
Wird angeboten von plattenguru, Preise incl. Mwst.
Preis: EUR 35,00

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mainstreamtauglicher Gothic Rock mit dem gewissen Etwas, 9. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Horror Vacui (Audio CD)
Zu aller erst möchte ich sagen, dass Horror Vacui meine erste gekaufte ASP Veröffentlichung ist, sodass ich keinen Vergleich zu den Originalversionen der einzelnen Titel ziehen kann, was jedoch nicht maßgeblich meine Rezension beeinflussen sollte.

Nun, was mir beim Ersthören entgegenschallt, klingt für den Anfang wenig Innovativ und recht gewöhnlich. Einigermaßen harsche Elektronik mit harten Gitarren und mit tiefer Stimme vorgetragene, lyrisch durchaus hörenswerte, Texte. Nichts, was man nicht schon bei Unheilig, Rammstein oder Samsas Traum gehört hätte, jedoch hervorragend produziert, handwerklich absolut sauber und mit einem klaren Händchen für gute Produktion. Was schon gleich zu Anfang heraussticht, sind die Lieder mit klar folkigen Arragements (zB "Krabat"), die die märchenhaften Texte wundervoll unterstreichen und die ziemlich reinen Elektronummern (zB "Dancing"), die noch ein Stück eingängiger sind als die Metalnummern.

Was die Band zweifellos im Gegensatz zu ihren Genrevertretern hat, ist absolute Vielfältigkeit. ASP wandelt sich vom kalten Elektrointerpreten zum folkigen Märchenerzähler, zwischendurch gibt es schon fast Moshpittaugliches ("Finger weg! Finger") und absolut eingängige und harte Rocksongs ("Ich will brennen"). Alles mit Charme, Ehrlichkeit und Leidenschaft vorgetragen, da gibt es keinen Grund zum Meckern, alles in allem kommt die Mischung erstaunlich homogen und sympathisch rüber.

Das Artwork ist wohl eines der Kernstücke der düsteren Welt von ASP, wurde hier doch sehr viel Aufwand und Sorgfalt betrieben. An einigen Stellen wirkt das Booklet (versehen mit einer schönen Bandbiographie, aber leider ohne Texte) gar noch düsterer als die Songs, wenn sich ein Vampirartig geschminkter Alexander Spreng vor düsteren, (blut-?)verschmierten Kachelwänden räkelt. Doch dies tut der Atmosphäre des Albums nur gut.

Absoltut empfehlenswert ist übrigens die Bühnenshow des Gothicpapstes, die ich einmal auf einem Festival erleben dürfte. Bombastisch, poetisch und perfekt auf die Songs abgestimmt. Aber das nur am Rande. Das Album selbst ist also ein gelungener Einblick in die gesamte Schaffensperiode des schwarzen Herren, eingängiger, mainstramtauglicher, doch nicht billiger Gothic/Electro/Folk/Rock/Metal, der alle schwarzen Seelen gleichermaßen ansprechen sollte. Für die absolute Maximalbewertung fehlt zwar noch der Schuss Innovation und Eigenständigkeit, jedoch sollte das hier niemanden vom Kauf abhalten, der mit dieser Art Musik etwas anfangen kann!


Gothic 3
Gothic 3
Wird angeboten von Game World
Preis: EUR 14,95

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Es ist keine Revolution, es ist kein Absturz..., 3. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Gothic 3 (Computerspiel)
... nein, es ist ein (erschreckend) solides Rollenspiel, schlechter als die anderen Teile der Reihe, besser als so manch anderes Rollenspiel.

Die Handlung sollte inzwischen hinreichend bekannt sein: Der wie immer namenlose Held strandet mit seinem Boot an der Spielwelt Myrtana und erfährt dort, dass der gesamte Kontinent der Menschen von Orks überrannt und unterjocht wurde. Die Handlung entwickelt sich ab diesem Punkt nun sehr frei weiter, bis hin zu unterschiedlichen Endsequenzen, sodass eine weitere Erzählung der Handlung nicht nur spoilernd, sondern auch sinnlos wäre.

Nun zum Spiel selbst. Zu allererst fällt die gegenüber den alten Teilen stark geänderte Steuerung mit Mauskampf und WASD-Steuerung auf, die zwar für so manch einen alten Serienfan ungewohnt, jedoch nicht unbedingt ungeliebt sein muss. Negativ stößt schon am Anfang vielmehr das schon fast an Diablo erinnernde Massengeschnetzle an den angreifenden Orks auf, die viel zu schnell fallen wie morsche, alte Bäume. Bei den Vorgängern war es doch gerade die Motivation, als Schwächling mit Stock sich erst langsam an die stärkeren Gegner vorwagen zu können. Naja, nun gut, spielen wir mal weiter.
Im weiteren Verlauf des Spiels stellt sich mehr und mehr der Eindruck eines soliden Rollenspiels ein, das nicht mir netten Nebenquests und schönen Locations geizt und durchaus Spaß vermittelt. Aber leider stellt sich nicht der Eindruck eines Gothicteils ein. Glattgeschliffen wurde die Spielwelt, weniger Rauh ist der Eindruck, bekannte Charaktere haben, abgesehen von Good Old Xardas, lediglich Albifunktion und auch die Landschaften wirken mehr wie aus LOTR-Online als aus einem Gothic, wenngleich sie doch sehr abwechslungsreich sind.
Jedoch fallen im Spiel immer mehr einige gewaltige Mankos auf, über die einfach nicht hinwegzusehen ist. Einige von denen möchte ich nun aufzählen:

- Strukturlosigkeit: Im gesamten Spiel fehlt schlich ein roter Storyfaden, man hat stets das Gefühl, die Hauptquest (die man lange Zeit gar nicht löst!) ist einfach nur ein einfacher Nebenquest. Am Ende wirds dann auch ziemlich chaotisch, wenn man dann irgendwie Städte befreit/zerstört, Könige und wichtige Personen meuchelt, für 1000 Leute gleichzeitig wichtige Dinge erledigt, die Welt mal so eben im Alleingang umkrempelt. Sorry, aber das Storytelling hat in den Vorgängern (insbesondere Teil 2) wirklich besser funktioniert!

- Balancing: Hat sich inzwischen dank (Community-)Patches gebessert, jedoch ist das Balancing immer noch recht... seltsam und einfach auch unrealistisch. Magier und Bogenschützen sind für den Helden beinahe unüberwindbare Bedrohungen, Schwertkämpfer und Orkelite mach unser Level eins Charakter mit Standardausrüstung jedoch gleich im Hunderschaften platt. Das zieht sich durchs ganze Spiel, Nahkämpfer können im Duzend ohne merklichen Lebensverlust gefällt werden, während schon ein Magier zu einer echten Trial&Error Geschichte werden kann. Das stört vor allem auch Atmosphäre und Nerven.

- Items: Item- insbesondere Waffengier stellt sich im gesamten Spiel eigentlich nicht ein. Warum auch? Schon die Anfangswaffen sind sehr stark, nach der "Befreihung" (welch Ironie) von Ortschaften kann man starke Schwerter etc. in Hunderschaften von den Toten plündern, ergo hat man nie Geldprobleme und schon nach der Hälfte des Spiels sollte einem irgendwo die ultimative Waffe in die Hände kommen, die den Ausgang des Spiels bestimmt wie der Eine Ring den Ausgang des Ringkriegs. Gute Rüstungen sind hingegen recht teuer und werden wohl weniger wegen höherem Schutz als vielmehr aus rein oberflächlichen (optischen :P) Gründen gekauft, jedoch muss man an diesen Stellen durchaus auch mal sparen, was doch ein sehr angenehmes Gefühl ist (unglaublich aber wahr!).

Auch wenn das oben so klingt, als ob dieses Spiel ein absoluter Reinfall wäre, dem ist nicht so. Die Atmosphäre ist trotz einiger Fehler sehr dicht, die Nebenquests machen Spaß und das Finale wusste bei mir durchaus Gänsehaut zu erzeugen. Ein Kauf lohnt auf jeden Fall, zumal heutzutage Rollenspiele dieser Qualität tatsächlich selten geworden sind, sprich, es gibt sehr wenig Konkurrenzprodukte von dieser Qualität.

Kommen wir nun zu dem Punkt, der dem Spiel das Genick gebrochen hat: Der Technik. Rein grafisch gibt es absolut nichts zu beanstanden, gehört Gothic 3 doch zu den immer noch schönsten Computerspielen überhaupt und läuft dank neuester Patches auch auf schwächeren (meinem) Systemen sehr gut.
Ein absolutes Lob verdient der einmalig großartige, orchestrale und fesslnde Soundtrack des Spiels, das zu den absoluten Highlights gehört. Besser kann man ein Rollenspiel wohl nicht vertonen. Die Synchronisation ist im allgemeinen ganz gut gelungen, wer Gothic kennt, der weiß, dass hier wert auf Qualität gelegt wurde.
Was Bugs und Abstürze angeht: Am Anfang haben sie das Spiel auch bei mir absolut unspielbar gemacht! Im Halbstundentakt ein Bluescreen hier, zersörte Savegames da, Clippingfehler dort. Auf akuellem Patchstand sind diese Kinderkranktheiten alledings (zumindest bei mir) vollständig behoben ich habe keine der obigen Fehler mehr vor die Augen bekommen. Also kann man Bugverseuchtheit wohl getrost von der Mängelliste des Spiels streichen.

Im Fazit ein Spiel, das Handwerklich sehr ordentlich gemacht wurde, hinter dem jedoch wenig kreative Energie steckt, über das sich schlicht im Vorfeld nicht ausreichend Gedanken gemacht wurden. Als Rollenspiel sehr ordentlich und besser als weite Teile der Konkurrenz, zum Beispiel schlägt es das grottige Oblivion um Längen, jedoch schwächer als die Klassiker und Vorgänger. Rollenspieler, die noch nicht in der sterilen Hochglanzwelt von Two Worlds und TES 4 angekommen sind, sei hier ein Zugreifen dringend empfohlen, zumal viele Kinderkrankheiten ausgemerzt wurden, jedoch sollte niemand einen weiteren Klassiker erwarten.

Zu guter Letzt: Traurig und absolut reaktionär finde ich die Trennung von JoWood vom Entwicklerteam der ersten 3 Teile. Deshalb unterstütze ich einen Boykott von Gothic 3 Götterdämmerung und Gothic 4!


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