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Rezensionen verfasst von
Frohmut Menze (Lichtenau-Scherzheim)

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Wir sind Europa!: Eine Streitschrift gegen den Nationalismus
Wir sind Europa!: Eine Streitschrift gegen den Nationalismus
von Evelyn Roll
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 7,00

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wir haben Europa in den Sand gesetzt, 15. Mai 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ja, wir sind Europa. Und wir haben zugesehen, wie die USA uns ihre Kriege aufgezwungen haben, wie noch nach Fukushima die EU ein neues Atomkraftwerk in Großbrittannien bezuschussen will, wir haben nichts gemacht, als den Flüchtlingen die Essenszuschüsse in den Lagern rund um Syrien gekürzt wurden. Wir haben die Finanzkrise auf Kosten der Armen verschoben, die Reichen noch viel reicher gemacht und Griechenland gezwungen, die einzigen Besitztümer zu verkaufen, mit denen man noch Geld verdienen kann - und wir haben es zugelassen, dass Europa sich weigert, Flüchtlinge aufzunehmen, deren Fluchtursachen viel mit uns zu tun haben - und wir schauen weiter zu, wie Polen und Ungarn und Österreich - und bald auch Frankreich nach rechts in den Nationalismus wandern.
Sind wir denn alle verrückt? Wir leben in Europa wie in Bullerbü und merken nicht, was für ein Paradies das ist? Wir schauen zu, wie es vor unseren Augen und angesichts unserer Selbstbezogenheit zerfällt - und ahnen nicht, was danach kommt? Finden wir nicht in jedem europäischen Land sympathische Menschen? Die lässigen Franzosen, die temperamentvollen Italiener, die rassigen Spanier, die hilfsbereiten Portugiesen, die frechen Holländer, die selbstbewussten Schweden - wo immer wir auch hinschauen, sehen wir Menschen mit Eigenschaften, die wir schätzen. Und sehen die riesigen Vorteile der demokratischen Gewaltenteilung, der Rechtssicherheit, des säkularen Staates.
Evelyn Roll fordert uns nun auf, Europa selbst in die Hand zu nehmen. Die EU ist nicht das Problem, sondern die Lösung. Und warum fangen wir nicht einfach an? Prominente und NIchtprominente werben für Europa.
Europa, stellt die Autorin fest, ist bisher immer durch Krisen und durch Druck gewachsen. Dieses Mal muss es der Druck der bisherigen schweigenden Mehrheit sein. "Habt Mut, euch eures Verstandes zu bedienen. Europäer aller Länder, vereinigt euch!"
Der letzte Satz aus dem schmalen Büchlein, in dem die Autorin alle diese Gründe aufzählt und die Links vorstellt, die der europäischen Idee weiterhelfen könnte der Beginn eines neuen Europas werden, wenn wir jetzt alle diesen Aufruf mitmachen. Los, ihr Augsteins, Enzenbergers, Gysis, Sladeks, Weizsäckers, Fischers - sprecht mit euren europäischen Freunden und "Steht auf, wenn ihr Europäer seid!"


artgerecht - Das andere Baby-Buch: Natürliche Bedürfnisse stillen. Gesunde Entwicklung fördern. Naturnah erziehen
artgerecht - Das andere Baby-Buch: Natürliche Bedürfnisse stillen. Gesunde Entwicklung fördern. Naturnah erziehen
von Nicola Schmidt
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen artgerecht lesen wäre auch nicht schlecht, 2. Dezember 2015
Die Autorin, selbst Mutter zweier Kinder, stimmt den Leser freundlich ein. "Wir sind auf dem besten Weg unseren Planeten zu zerstören. Das ist doof. Er ist der einzige mit Schokolade."
Immerhin - eine gute Motivation, um sich um diesen Planeten und seine Kinder zu kümmern.
Das Buch mit 288 Seiten, fest kartoniert, wiegt knapp 900 Gramm und informiert uns in 9 Kapiteln über Grundsätzliches, Schwangerschaft, Geburt, Ernährung, Schlafen, Tragen, Sauberkeit, Betreuung und Leben. Alles artgerecht, alles verständlich.
Als bemühter Großvater fällt mir auf: Die Schrift ist für ältere Augen zu kontrastarm, die Überschriften in hellem Grün nur schlecht zu lesen. Anleitungen zum Beispiel zum Anlegen von Tragetüchern werden verbal beschrieben, aber nicht durch Zeichnungen und Fotos illustriert. Und es fehlt hier und an vielen anderen Stellen auch der Hinweis auf youtube, wo ich das alles finde, was dieses Buch verspricht, aber nicht immer hält.
Neue Erkenntnisse gibt es nicht. Aber es ist alles schön zusammengetragen, was es zu unserer Art zu sagen gibt, wenn es um Schwangerschaft und Geburt und die artgerechte Haltung geht. Die bekannten Zitate tauchen auf ("Es braucht ein Dorf, um ein Kind zu erziehen"), die Zeichnungen von Claudia Meitert sind ansprechend und erklären auch manchmal, kleine Infokästen, z.B "Die zehn wichtigsten Windelfrei-Tipps" fassen Wichtiges zusammen. Auf Seite 280 sind 13 Internetadressen (Winderfreiblog, Muttermilchbörse etc.) und neun erste Hilfen (Giftnotrufe, Stillhotline ...) verzeichnet, auf 5 Seiten folgen Quellenhinweise, bei denen auffällt, dass sie teilweise zeitlich weit zurückliegen (70-er Jahre des letzten Jahrhunderts).
Und es fehlt leider ein Hinweis darauf, wie das alles bewältigt werden kann und soll, wenn eifersüchtige Geschwister auftauchen oder gar Zwillinge (Ausnahme: 15 Zeilen "Zwillinge stillen" auf S. 89 - hier immerhin der Hinweis: "Auf jeden Fall braucht eine Mutter mit Zwillingen sehr viel Unterstützung, am besten von zwei Erwachsenen und rund um die Uhr."
Ein gutes, umfassendes Buch


Freiheit muss weh tun: Mein Leben
Freiheit muss weh tun: Mein Leben
von Hans Söllner
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

21 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Man mag beim Hans gar nicht aufhören zu lesen., 21. Oktober 2015
Er redet einfach los und der Christian Seiler schreibt es auf. Wie er zuerst mit seinem Bruder in dem einen und seine Eltern in dem anderen Bett im gleichen Zimmer geschlafen hat im Haus vom Großvater, wie er eine KFZ-Mechaniker-Lehre angefangen hat, dann eingezogen wurde und verweigert hat und anerkannt wurde und mit seiner Ingrid ein Kind bekam und dann noch eins und dann noch eins. wie er sich einen schicken neuen Mercedes gekauft hat von dem vielen Geld, das er verdient hat als singender Mechaniker oder als Sänger, der nebenher Autos repariert und in Jamaika war er wegen Bob Marley, dessen Platte er in einem Jaguar gefunden hatte, den er repariert hat und wie er den gehört hat, ist er ab nach Jamaika und auf die Schnauze gefallen und danach ist er noch 13 Mal nach Jamaika gefahren und es wurde jedes Mal schöner und ruhiger und entspannter.
Hans legt sich mit den Feministinnen an und sagt, um sie zu ärgern, dass, wenn er nach dem Konzert nach Hause kommt, seine Ingrid schon im Flur kniet, um ihm einen zu blasen und er legt sich mit Strauß an und mit Gauweiler und mit Heiner Geißler, weil der sagt, dass der Pazifismus der 30er Jahre Auschwitz erst möglich gemacht hat - und am 14. September 1989 beginnt der Ehrbeleidigungsprozess des "Freistatt Bayern gegen Johann Michael Söllner aus Amtsgericht München", bei dem dann der Literaturprofessor Erich Kleinschmidt eine Vorlesung hält, in der er dem Gericht erklärt, was eine Fiktion ist.
Mit 26 fängt er an, Marihuana zu rauchen. "Eine Sache ist klar: Marihuana macht kreativ." Und: "Meinen ersten Schluck Alkohol habe ich genommen, als ich 44 war."
Irgendwann gehen seine Eltern zu einem Konzert, 1200 Zuhörer und der Vater fasst es nicht und weint vor Rührung und Stolz und Verzweiflung und danach fragt er nicht mehr, ob der Hans auch versichert ist.
Ingrid und Hans nehmen 1992 eine Flüchtlingsfamilie auf. Muslimisch. Aus Bosnien. Und mit dem Mann geht er zum Landrat und macht zu ihm ein Lied.
Dann stirbt der Vater, stirbt die Mutter, stirbt die Schwester. Hans wird Veganer mit einleuchtenden Ausnahmen.
Hans geht gegen die Polizei. Die will ihn fertigmachen. Bespitzelt ihn. Und er zeigt ihr auf der Bühne seinen nackten Arsch. Prozesse, Verurteilungen, geradezu lachhaft.
Einmal nimmt Hans 30 Gramm Marihuana, steht am Feuer , schaut zum Himmel und sagt: "I ch brauche eine Freispruch heute. Und wenn ich freigesprochen werde, dann rauche ich bis zum 24. Dezember nicht mehr." (Das ist sein Geburtstag). Freispruch.
Der ganze Stress beendet die Beziehung. Dann kommt wieder Barbara und wird schwanger.
Und immer wieder die Polizei. Einmal, bei einer Kontrolle, pinkelt ein Polizist für Hans - und der Test ist negativ. Es gibt sone und solche.
Und es gibt Irmgard. "Nennen wir sie Irmgard," Hans beleidigt sie und kassiert deswegen Strafbefehl um Strafbefehl. Der Staat gegen Hans Söllner. Hans Söllner gegen den Staat. Barbara beendet das.
Zum Schluss:
Liebe deinen Nächsten.
Stoppt die Fleischindustrie.
Nehmt euch in den Arm.
Schaut euch in die Augen.
Arbeitet bloß noch einen halben Tag.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 30, 2015 1:33 PM CET


Henri: Ein kleiner Junge verändert die Welt
Henri: Ein kleiner Junge verändert die Welt
von Kirsten Ehrhardt
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

7 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jeder kleine Junge verändert die Welt. Jedes kleine Mädchen auch., 4. August 2015
Die Eltern sind informiert. Sie bekommen ein Kind mit Down-Syndrom. Es wird ein Kaiserschnitt - und das Kind bekommt ein Pflaster auf den Kopf, denn der Schnitt war etwas tief. Henri bekommt ein paar Tage später eine Notoperation, weil sein Darm eine Fehlbildung hat. Und die Eltern leben schon seit Monaten zwischen Sätzen wie "Hauptsache gesund" und dann "Da kann man ja heutzutage viel machen!". Die Eltern ahnen die Verpflichtung.
Ihr Kinderarnzt hilft ihnen: "Liebe Frau Ehrhardt, für die nächsten Jahre können Sie jeden Tag etwas vorhaben: Montags gehen Sie zur Krankengymnastik, dienstags zur Logopädie, mittwochs zur Ergotherapie ... Sie können aber all das auch lassen und Ihren kleinen Sohn einfach nur liebhaben!"
"Junge Eltern erkannt man an den Ringen unter den Augen." - Alte Großeltern auch. Wir haben zwei Kinder und drei Enkel. Keines mit Down-Syndrom - aber immer die Furcht und die Überlegung, was machen wir dann.
Als junger Lehrer bekam ich als erste Klasse eine Hauptschulklasse mit 38 Schülerinnen und Schülern. Einer davon war ein Contergankind aus einfachen Verhältnissen. Er war der einzige Schüler mit Behinderung in der ganzen Schule und ich wünschte mir damals nichts sehnlicher, als ein paar weitere Kinder mit Behinderung, um den Jungen von seiner Sonderrolle zu erlösen.
Das ist nun weit über 40 Jahre her. Was hat sich getan in 40 Jahren Bildungspolitik und Wohlstand und Forschung und Menschenkenntnis?
Vieles - begleitet man Henri auf dem Weg von der Frühförderung durch Selbsthilfegruppen in die Grundschule.
Sehr ermutigend. Dann nähert sich die Entscheidung: Was kommt danach?
Und hier beginnt der Alptraum. Henriy ist Teil einer Gruppe von drei kleinen Menschen mit Behinderung.
Henri hat eine 4 Jahre ältere Schwester, Emily, die an ihm und mit ihm wächst. Diese Familiengeschichte läuft immer nebenher. Henri steht im Mittelpunkt, aber seine Familie begleitet ihn. Man weiß gar nicht, wohnin mit den Tränen, wenn sein Vater Eltern erklärt, die befürchten, dass Henri im Gymnasium das Niveau der Klasse senken könnte, dass Henris Familie durch sein Erscheinen auch nicht dümmer geworden sei.
Pädagogische Konferenzen, furchtsame Schulräte, ein feiger Kultusminister, entschlossene Kollegien - Schritt für Schritt begleiten wir Leser den Weg der Familie durch die Instanzen. Die zwei Kinder mit körperlicher Behinderung dürfen aufs Gymnasium, Henri, der dritte im Bunde, nicht.
Man liest, sieht und hört die Ausreden, die sich pädagogisch geben, aber nur Vorurteile transportieren.
Dieses Buch ist das Tagebuch eines Albtraums. Das Gymnasium in Walldorf hätte Kafka nicht besser beschreiben können.
Dabei sind die Grundlagen klar. Inklusion ist vorgeschrieben. Und das ist gut so. Aber sie wird genau dort, wo sie wirken müsste, nicht umgesetzt.
Henri - das ist die vorläufige Lösung - wiederholt der 4. Grundschuljahr.
Das Gymnasium bekommt damit unverdient eine zweite Chance. Der Kultusminister auch. Man darf gespannt sein.

Um ein Kind großzuziehen, braucht es ein ganzes Dorf - so ein schönes Sprichwort. Um die Bildungspolitik in Baden-Württemberg in einem ganz wichtigen Punkt vom schönen Schein zu befreien, braucht es einen kleinen Jungen.
Die UNO will bis 2030 die Armut und den Hunger abschaffen und das Klima stabiliseren. In Baden-Württemberg scheitern wir schon an der Inklusion.
Ein tolles Buch. Vor allem für Eltern und Großeltern, die das Glück haben, kein Kind und kein Enkel mit Down-Syndrom zu haben. Möge es ihnen helfen, im Leben die Augen offen zu halten für die Menschen, die dieses Glück nicht hatten - und den Mund aufzumachen.


Richtig rechnen!: Durch die Reform der Finanzbuchhaltung zur ökologisch-ökonomischen Wende
Richtig rechnen!: Durch die Reform der Finanzbuchhaltung zur ökologisch-ökonomischen Wende
von Christian Hiß
  Broschiert
Preis: EUR 19,95

4.0 von 5 Sternen Von den Ameisen lernen, 28. Juni 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Ameisen entsprechen mit ihrem Körpergewicht in der Gesamtmasse vermutlich dem der 7,2 Milliarden Menschen, einschließlich der adipösen Bewohner der Ersten Welt.
Der Unterschied zwischen diesen beiden Gruppen besteht vor allem darin, dass die Ameisen mit ihrer Schwarmintelligenz die Erde nicht nur nicht belasten, sondern sie aufbauen und fördern, während wir Menschen mit unserer Schwarmdummheit das genaue Gegenteil machen.
Dabei müsste man nur richtig rechnen, rechnet Christian Hiß vor.
Das ist ganz einfach:
Man muss nur in die betriebliche Buchhaltung und damit in die Gewinn- und Verlustrechnung das Natur- und Sozialvermögen miteinbeziehen - vorher und nachher. Das erst wäre der Kapitalismus pur und damit wäre der angebliche Unterschied zwischen Ökonomie und Ökologie beseitigt.
Damit wäre das Buch eigentlich am Ende.

Der Autor aber denkt, dass der Leser eine so einfache Logik nicht ebenso einfach nachvollziehen kann und begründet seine Forderung des richtigen Rechnens immer wieder über viele Seiten hinweg.
Spannend wird das Buch, sobald es konkret wird und nachhaltiges Wirtschaften und betriebliches Rechnungswesen verknüpft wird - und die Probleme konkret werden: Markt und Preise, Ausgleichszahlungen des Staates, Risikohaftung, Versicherungen, Zuschreibungen und Abschreibungen auf Natur und Gesellschaft, Handel mit Zertifikaten, Steuern, Ausgleichsfonds auf regionaler Ebene und Ordnungspolitische Maßnahmen.
Wem jetzt schon der Kopf dröhnt angesichts des drohenden Verwaltungsapparats, erfährt dann an konkreten Beispielrechnungen, dass das auf die eine oder andere Weise ja schon bisher der Fall ist durch die Eu-Regelungen der Landwirtschaft, eine Art sozialistische Planwirtschaft mit all den Dummheiten, die das mit sich bringt - und der Überlegung, dass es doch wirklich höchste Zeit ist, dass der belohnt wird, der sein eigenes Saatgut herstellt, die Bodenfruchtbarkeit fördert, Direktvermarktung betreibt, große Wege meidet, anständige Berufe fördert, den Ressourcenverbrauch einschränkt und das Ganze durch die Einführung neuer Wertkonten auch nachweisbar macht.
Das Ganze auf 120 Seiten bekommt man für 19,95 € - ein stolzer Preis, in dem hoffentlich auch der positive Einfluss des Buches auf das Natur- und Sozialvermögen zum Ausdruck kommt.


Der Appell des Dalai Lama an die Welt: Ethik ist wichtiger als Religion
Der Appell des Dalai Lama an die Welt: Ethik ist wichtiger als Religion
von Franz Alt
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 4,99

11 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die erste Spende, die man auch lesen kann., 23. Juni 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Auf 56 Seiten beschreibt und interviewt Franz Alt seine Heiligkeit und seinen Freund Dalai Lama, dem er in den letzten 33 Jahren über 30 mal begegnet ist: Ein ehemaliges CDU-Mitglied freut sich über den buddhistischen Kommunisten, der ihm erklärt: "In Europa würde ich die Grünen wählen, weil die Umweltproblematik unsere Überlebensfrage ist.".
Anlässlich des 80. Geburtstag des Dalai Lama am 6. Juli 2015 erscheint diese Interview mit der Hauptaussage im Titel "Ethik ist wichtiger als Religion". Denn, so der Dalai Lama: "Seit Jahrtausenden wird Gewalt im Namen von Religionen eingesetzt und gerechtfertigt ... Deshalb sage ich, dass wir im 21. Jahrhundert eine neue Ethik jenseits aller Religionen brauchen ... Wesentlicher als Religion ist unsere elementare menschliche Spiritualität. Das ist eine uns Menschen angelegte Neigung zu Liebe, Güte und Zuneigung - unabhängig davon, welcher Religion wir angehören. Nach meiner Überzeugung können Menschen zwar ohne Religion auskommen, aber nicht ohne innere Werte, nicht ohne Ethik." Und: "Ethik ist uns angeboren."
Eine solche Quintessenz eines langen Lebens wünscht man sich auch bei den Führern des Islams, des Katholizismus und aller anderen Religionen. Auch die sonstigen Erkenntnisse, die Franz Alt mit dem Dalai Lama zusammenträgt, lohnen die Lektüre: "Wir müssen selbst die Veränderung sein, die wir in der Welt zu sehen wünschen" (Gandhi). Gewaltfreiheit als intelligente Feindesliebe. Und kann, fragt Franz Alt, der nächste Dalai Lama auch eine Frau sein? Die Antwort - "Warum nicht - aber sie sollte attraktiv sein!" - worüber er lang und herzlich lacht. Vielleicht meint er das "aber" oder findet sich nicht attraktiv.
Geduld ist das wichtigste Gegenmittel zu Wut, Zufriedenheit wirkt gegen Gier, Mut gegen Angst, Verständnis gegen Zweifel. "Zorn über andere hilft wenig, stattdessen sollten wir zusehen, dass wir uns selbst ändern."
Ein kluges kleines Büchlein, das gleichzeitig in allen Weltsprachen erscheint und dessen Honorare und Gewinne die Autoren und der Verlag der Deutschen Tibethilfe spenden. Die erste Spende, die man auch lesen kann.


Regionalwert AG
Regionalwert AG
von Christian Hiß
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit Kapitalismus zur Ökonogie!, 2. Juni 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Regionalwert AG (Taschenbuch)
Christian Hiß, Gärtnermeister und studierter Wirtschaftswissenschaftler, hat Ökonomie und Ökologie zur "Ökonogie" vereint und dazu eine Bürgeraktiengesellchaft gegründet, die die Grundlage für ein einzigartiges Netzwerk in der Region Freiburg ist und fast alle Probleme der Gegenwart löst: Regionale Wertschöpfung, Hofnachfolge, Direktvermarktung, biologische Landwirtschaft, Arbeitsplätze und sinnvolle Dividende durch die Verbesserung des Natur- und Sozialkapitals.
Vielleicht werden regionale und EU-Fördegelder einmal an die gegeben, die die Lebensgrundlagen sichern, erhalten und wiederherstellen. Eine Gesamtbuchhaltung ist dringend nötig, die externe und interne Kosten und Lasten und Gewinne auflistet. Die wichtigsten Daten haben wir ja - es kömmt aber darauf an, sie neu zu verbinden und nach Ursache und Wirkung zu bilanzieren.
Wie ein solches Netzwerk aufgeaut und betrieben wird - und was man dabei zu beachten hat, das wird in dieser Gebrauchsanleitung faszinierend und animierend Schritt für Schritt zusammengestellt. Und dabei vergisst Christian Schmidt auch nicht die Frage zu stellen, ob z. B. viele Stiftungen weltweit nicht ihr Geld in solchen Regionalwert-AGs anlegen sollten, damit vielleicht schon durch die Art der Geldanlage der Stiftungszweck erreicht wird. Derzeit investieren auch die freundlichsten Stiftungen ihr Geld in Unternehmen, die ihren Wert (und vor allem ihre Wertsteigerungen und Dividenden) aus noch nicht geförderten Öl-, Gas- und Kohlevorkommen beziehen - die diesen Wert nur dauerhaft erhalten können, wenn diese Schätze gefördert und verbraucht werden und die damit unter Umständen viel größere Schäden anrichten, als die Stiftungen mit ihren Geldanlage-Vermögen-Dividenden beheben können. Eine wirklich interessante Überlegung.
Wer Geld anlegen will - der sollte am besten vor Ort eine eigene Regionalwert-AG gründen. Und alle die Argumente, die für eine gesunde Landwirtschaft sprechen, sprechen auch für eine Regionalwert-AG Handwerk oder eine Regionalwert-AG IT.
Je schneller wir lernen, dass Ökonomie und Ökologie das Gleiche sind, langfristig gesehen, desto besser für uns und unseren Planeten.
Das Buch von Christian Hiß ist ein erster, wichtiger Baustein dazu - ein Mutmacher, den man nicht oft genug verschenken kann (Bürgermeister, Fraktionen im Gemienderat, befreundete Unternehmerinnen.
Und: Christian Hiß hat auch schon eine Unternehmensberatung gegründet, die bei der Gründung einer Regionalwert AG hilft und die Angst vor der Bafin stoppt. Kaufen. Lesen. Anfangen.


Sie werden lachen. Mein Mann ist tot: Ein Überlebensbuch
Sie werden lachen. Mein Mann ist tot: Ein Überlebensbuch
von Petra Mikutta
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

25 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gelacht nur selten, 11. März 2015
Ein guter Titel für ein Überlebensbuch beim Tod eines Partners. Wahrscheinlich der Hauptgrund, sich das Buch zu kaufen. Petra Mikutta, attraktive und sehr erfolgreiche Autorin, zwei erwachsene Töchter, hat wieder die Liebe ihres Lebens gefunden, die nach 5 Jahren plötzlich stirbt. Das Jahr danach beschreibt sie anschaulich und verzweifelt, witzig und nachvollziehbar. Alles ist zu Ende. Aber die Autorin gesteht sich keine Ruhepause, sondern flieht in ihre Arbeit, in ihr Büro, in den Freundeskreis und in die weite Welt und nach angemessener Zeit in die Arme einer neuen Liebe und kann sich endlich gestehen, dass sie ihren toten Mann verlassen hätte, hätte sie den neuen Mann getroffen. Der wiederum flieht vor ihrem "ich liebe dich", das er nicht hören will und dieses Mal ist die Autorin gewappnet und steckt die Trennung gut weg.
"Was lernt uns dat?"
Wenn man über 40 ist, attraktiv aussieht, einen spannenden Beruf hat, der einen um die Welt führt, wohin immer man will, zwei große Töchter hat, die erfolgreich sind und ihre Mutter lieben, genug Geld, viele gute Freunde, dann ist der Tod des Geliebten immer noch ein scheußlicher Schlag. Und das Leben geht weiter. Und alle helfen: Und man kann es sich leisten, ein ordentliches Buch darüber zu schrieben und sich damit auch selbst zu heilen.
Ob das Buch auch den unattraktien, nicht erfolgreichen und mit kleinen Rotznasen behafteten Frauen hilft - das glaube ich eher nicht. Aber würden die sich ein Buch kaufen, das ihnen helfen würde?
Und vielleicht finden auch die Leserinnen Unterstützung, deren Mann sich einfach nur davon gemacht hat - mit einer anderen oder in eine bessere Welt? Merkwürdig, dass man es vielleicht eher erträgt, wenn der Partner stirbt als wenn er sich ganz normal aus der Beziehung verabschiedet und weiter lebt - nur ohne mich.


Auf der Sonnenseite: Warum uns die Energiewende zu Gewinnern macht
Auf der Sonnenseite: Warum uns die Energiewende zu Gewinnern macht
von Franz Alt
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

6 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ohne Sonne ist alles nichts., 14. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Franz Alt. Auf der Sonnenseite.

Wir von der 68er Generation kennen Franz Alt noch als alten Haudegen und Atomkraftbefürworter. Der bekennende Christ hat 1967 über Konrad Adenauer promoviert - und seit 1963 - da war er 25 Jahre alt - ist er Mitglied der CDU, die er 1988 verlassen hat. Mit 50! So lange braucht ein vernünftiger Mensch?!
Wie auch immer:
Alt erlebt mit Tschernobyl sein Waterloo. Und seitdem nähert er sich konsequent der ökologischen Denkweise. Und gebraucht seinen Verstand (und den seiner Frau Bigi). Auf 270 Seiten fasst er in seinem neuen Buch usammen, was er schon immer, zumindest seit 30 Jahren vertritt: Start der Energiewende, Kraft von unten, Kraft der Sonne.
Franz Alt optimiert sich mit jedem Buch mehr. Dieses hier trägt zusammen, was die Welt vom Äußeren zusammenhält (die Sonne) und was wir Menschen daraus machen. Immerhin - wir haben angefangen. Das dokumentiert Alt in vielfältiger, überzeugender, atemberaubender Weise. Ein Mut- und Mitmach-Buch, gewidmet Angela Merkel (wegen ihrer Atomwende) und Hermann Scheer (wegen seiner Tatkraft und Umsicht).
Er nennt Namen und Organisationen - und zeigt, wie sie vorgehen bei dem Versuch, die alten Welten wiederherzustellen. Mit Dummheit und Götterglaube - und den Fritten für das Kind. Und er zeigt auf der anderen Seite detailliert und kompetent und verständlich, was möglich ist:
Die Energiewende. Jetzt. Sie hat schon lang begonnen. Und wir sind mittendrin. Und viel, viel erfolgreicher, als er selbst es für möglich gehalten hätte.
Mit zahlreichen Beispielen aus dem Alltag, den Franz und Bigi Alt fast täglich durchstreifen. Ihr Lernort ist die ganze Welt. Und den bereiten sie für uns auf.
Ein Buch, das jeder Bürgermeister allen seinen Gemeinderäten in die Hand drücken sollte. Und jeder Unternehmer allen seinen Mitarbeitern. Und jedes Kind und Enkelkind seinen Eltern und Großeltern. Auf geht's, ihr habt die Erde nur von uns geborgt. Schluss mit dem Irrsinn. Brüder, zur Sonne, zur Freiheit. So einfach ist das wirklich.
Und das wirklich Tolle an dem Buch. Ein Mann fährt seine Ernte ein. Er hat alles gesehen, weiß alles und hat vieles davon angestoßen. Er hat Freunde auf der ganzen Welt, die seine Ideen umsetzen, inspirieren, weiter tragen, gestärkt zurückbringen. Auf alle Fragen hat er erstaunlich gute Antworten: Speicher? - kein Problem: Smart Grid und vieles mehr: Wäsche wird gewaschen, Geschirr gespült, Nahrungsmittel (tief)gekühl, wenn die Sonne scheint und die Winde wehen, der Rest erfolgt über Pumpspeicher, Druckluftspeicher, Wasserstoffaufbereitung und E-Cars und E-Bikes: Die Kombination der Erneuerbaren. Wind, Solarstrom, Wasserkraft, Geothermie, Meer. Subsidiarität als Prinzip - und die Renaissance der Genossenschaften: solide, solidarisch, sexy. Die Lösung liegt in der Regionalität und der Mitverantwortung.
Franz Alt spricht am 28. April auf dem Zukunftsmarkt 2013 in Baden-Baden Steinbach.

Gute Nacht. Morgen ist ein neuer Tag. Und die Sonne scheint - zumindest über den Wolken.


Besser
Besser
von Doris Knecht
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

45 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besser geht es nicht, 5. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Besser (Gebundene Ausgabe)
Dass wir das noch erleben dürfen. Ein Roman, der alle Autoren das Fürchten lehrt. So schreibt nur Doris Knecht, wenn sie losgelassen wird. Schon in ihren Kolumnen blitzt immer wieder auf, was sie einzigartig macht: ihre konkreten Definitionen von Personen, Sachen und Situationen, die ihr und uns begegnen. Und zwar so, dass wir sie wiedererkennen und überrascht aufschauen: Wo steht sie? Was sieht sie gerade von uns und wieso kann sie so problemlos in unsere Köpfe und Herzen und Hosen, Töpfe und Betten schauen. Und dies dann auch noch unverstellt aufs Papier bringen.
Das macht ihr keiner vor und keine nach. Diese Frau ist unglaublich. Ihr Buch ein Tsunami.
Es geht um Antonia, ihren Lebensretter Adam (mit dem das Buch auf S. 7 beginnt), ihre beiden Kinder Elena (good girl) und Juri (bad boy), Freunde und Verwandte, den Liebsten (mit dem das Buch auf S. 285 endet) und um das Leben in Österreich. Alles, alles nimmt sie mit und schlägt es uns um die Ohren:
Ihr Liebesleben, ihre Vergangenheit, ihre Kindheit, ihre alkoholkranke Mutter, ihre liebenswerte (Astrid) und ihre verachtenswerte Schwester. Ihr Hausmeister, der seine Geliebte umbringt, was sie hätte voraussehen müssen, ihr Sohn, der ertrinkt, beinahe, ihre Freunde, die sie seziert und immer wieder diese feinziselierten Kostbarkeiten wie der erste Kuss, das billige Sektglas, die Entscheidung zum richtigen Leben im Falschen – und die Flucht zurück ins richtige Leben im Richtigen – mit dem Falschen.
(un)happy end.
47 Kolumnen hat sie aneinandergereiht und zusammengeführt und daraus einen großen, großen, großen, anstrengenden, lebendigen, echten, traumatisierenden, befreienden, zärtlichen, widersprüchlichen, (un)moralischen Roman gemacht. Und bevor man das Buch ganz erschlagen aus der Hand fallen lässt, weil der Morgen graut und man nichts mehr erträgt, sieht man in ihre Augen – und erkennt: ich bin durchschaut.
500 Bücher will ich am Ende meines Lebens um mich versammelt haben. Ca. 2000 müssen noch weg. Ihres bleibt.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 28, 2014 2:23 PM CET


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