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Rezensionen verfasst von
speeesz

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Gold
Gold
Preis: EUR 9,69

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fünf Sterne für "Alone and Forsaken", 27. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Gold (MP3-Download)
Der Umstand, dass diese Kompilation die erste unter den obersten zehn Treffern bei Amazon ist, die "Alone and Forsaken" enthält, verleitet mich zu dieser Bewertung. Für mich ein absoluter Makel der anderen Best-Ofs. Ansonsten bin ich kein Fachmann bzgl. Hank Williams und kann die Breitenauswahl der Songs noch nicht beurteilen. In der Spitze scheinen die beliebtesten Lieder enthalten, sodass ich diese Doppel-CD als einen Einstieg (nach dem grandiosen oben erwähnten Track) betrachte.


Four Rooms
Four Rooms
DVD ~ Tim Roth
Preis: EUR 6,49

6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Klamauk und Absurdes in 4facher Ausführung, 25. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Four Rooms (DVD)
Der aus vier Teilen bestehende Episodenfilm "Four Rooms" besticht unter anderem durch das bindende Glied: Hotelpage Ted, ein perfekt inszenierter, chaotischer Exzentriker, meisterhaft übertrieben gespielt von Tim Roth. In den meisten Szenen rührt daher die Lustigkeit mehr von dieser Person als von den Umständen, obgleich auch diese höchst skuril erscheinen: da braucht ein Hexenzirkel das Sperma des Pagen als letzte Zutat für ein Wiederbelebungsritual ihrer Liebesgöttin ("Ich will euch ja nicht enttäuschen, aber bezweifle, dass sie noch Jungfrau war..").

Im nächsten Kapitel kommt es dann zur doppelten Verwechslung, als Ted ins falsche Zimmer platzt und dort ein Päärchen auf den dritten Teilnehmer einer Psycho-Sex Nummer wartet. Na ja, wirklich lustig wird's erst gegen Ende, als sich Ted so richtig aufregt und die gefesselte Frau des bewaffneten Übeltäters diesen mit der Beschreibung von Ted's Penis zur Verzweiflung bringt.

Waren die ersten Beiden Episoden schon nicht schlecht und auf ihre Weise innovativ und künstlerisch, so wird jetzt dennoch ein Gang nach oben geschaltet. Rodriguez' Zimmer kommt etwas konventioneller daher, erinnert zunächst an eine Komödie für Kinder, es geht einfach alles schief. Sehr witzig anzusehen, da sich die Situation zum Ende hin auch immer mehr zuspitzt und man schadensfroh über Ted, immer tiefer in die Sch**** rutschend, schmunzelt (na, gelegentlich auch brüllt :).

Trotzdem würde ich nicht sagen, dass Tarantino mit seinem letzten Zimmer in Rodriguez seinen Meister findet. Dafür sind die Episoden zu unterschiedlich: Raum Nr. 4 besticht ausschließlich durch die Redegewandheit des Bewohners (Tarantino spielt hier selbst seine Hauptfigur, und siehe da, es ist ein Regisseur), den nicht mal irgendwo erwähnenten Kleinauftritt von Bruce Willis und der abschließenden Wette mit einem meisterhaft zufriedenstellenden Ende.

Übrigens: aus chronologischer Sicht spielt sich Zimmer Nr. 2 nach Anfang und vor Ende der 3. Episode ab, also während dieser. Insgesamt ist dieser Film immer wieder ein Spaß, der nicht zuletzt durch seine Länge von gerade mal 94 Minuten und der daraus resultierenden Dichte an Lachern nie langweilig wird. Der innovative Film von den begabten Independent Regisseuren sorgt für angenehme Abwechslung im Bereich der Komödien.


The Hand That Feeds
The Hand That Feeds
Wird angeboten von stw9999
Preis: EUR 11,00

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nine Inch Nails sind die Hand, die den Geist nährt, 8. April 2005
Rezension bezieht sich auf: The Hand That Feeds (Audio CD)
"The Hand That Feeds" kommt als überraschend eingängige, möchte fast schon sagen geradlinige Rock-Nummer daher und ist deshalb in seiner Direktheit nicht mit vertrackten Lieder der Kollegen von Tool beispielsweise vergleichbar. Das beeinflusst nichtsdestotrotz die Qualität nicht im Geringsten, denn obwohl der Song über Selbstbestimmung und Loslösung von Authorität & Vorbestimmung wenig fordert, bereichert er doch ungemein und animiert sofort zum weiterhören.
Was den Song definiert ist vor allem seine Konsequenz in Sachen Rhythmus und seine klare Linie. Insofern stellt "The Hand That Feeds" eine sehr straighte Industrial-Rock-Hymne dar, die mit einer Gesamtlänge von gerade mal dreieinhalb Minuten verhältnismäßig kurz scheint, wenngleich darin für alles gesorgt ist. Was das Video betrifft, so kann man nur sagen, dass es zweckmäßig ist: passend zur Musik beschränkt es sich auf Bandaufnahmen und verzichtet damit auf irgendeine Inszenierung.
Ich jedenfalls werde nach diesem Lied über den Kauf des anstehenden Longplayers nachdenken, nicht zuletzt weil Trent Reznor den Song noch als angeblich schlechteren dieses Albums deklariert hat. Keep holding on!
"Inside your heart it is black and it's hollow and it's cold
Just how deep do you believe? Will you bite the hand that feeds?"


Schri-Schra-Schrdi
Schri-Schra-Schrdi
Wird angeboten von rarecs
Preis: EUR 5,89

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen So viel zur gängigen Praxis im Musikgeschäft..., 6. April 2005
Rezension bezieht sich auf: Schri-Schra-Schrdi (Audio CD)
Ich bin ein Freund der Parodie und des Sarkasmus, konnte auch herzlich über die Gerd-Show in der Vergangenheit lachen. Was hier nun aber geschieht wirft weder auf Elmar Brand noch auf alle sonstigen Beteiligten ein gutes Licht. Denn muss man echt ausgerechnet auf einen solchen Dünnbrettbohrer wie Schnappi mit einer scheinbaren Verarsche reagieren, die sich in Wirklichkeit als gar keine herausstellt, denn was soll man überhaupt an Schnappi auf die Schippe nehmen?! Gesteht man diesem Song dadurch nicht eine größere Bedeutung zu?! Und ist es nicht die Gesellschaft, die reflektierend parodiert werden sollte, also die Eltern, die mit solcher Teletubby-Unterhaltung Erziehungspflicht und -verantwortung leichtfertig abgeben oder die Kleingeister, die das Lied grölend an Fastnacht am Leben hielten?!
Jedenfalls bekomme ich zufällig ab und zu ein paar Einblicke in die Mechanismen der Musikindustrie, und daher verwundert diese Maxi nicht im Geringsten.. Lange nichts gehört von der Gerd Show, von daher also ein gekonnter Rettungswurf; zumindest für die Finanzen, denn ansonsten zeugt das Lied mehr von Torschlusspanik als von künstlerischer und kritischer Bestimmung. Sehr, sehr schade, denn ich hätte es nicht erwartet... Ein Stern gibt's aber für den trotzdem stellenweise lustigen Text, auch wenn der nichts Neues darstellt. In einem anderen Kontext würde ich auch dahinter stehen.


System Of A Down
System Of A Down
Preis: EUR 4,99

17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anarchy in the U.S., 5. April 2005
Rezension bezieht sich auf: System Of A Down (Audio CD)
System Of A Down offenbarten bereits mit ihrem Debut ein ungeheures Potenzial, welches sich durch nachfolgende Werke und Konzerte bestätigen sollte. Aus dem Leid der Welt geboren und durch die leblose Entwicklung der Globalisierung und Wirtschaftspolitik begünstigt macht deren Musik vor nichts halt und räumt auf eleganteste Art und Weise mit der Zeitepoche auf. Interessant ist hierbei vor allem die gewählte Ausdrucksform, die sich nicht (nur) durch brutale Aggro-Vocals und niederschmetternde Texte definiert, sondern ganz im Gegenteil bewusst auf die Ambivalenz skurril bis lustig arrangierter Kompositionen und beängstigender offensiver Aussagen. Das lyrische Vermögen der Band lässt ein hohes Maß an Intellekt vermuten, denn im Gegensatz zu vielen gehypten New-Metal Bands, die sich ganz obligatorisch und distanziert mit den Problemen der Gesellschaft auseinander zu setzen versuch und dabei am eigenen beschränkten Horizont scheitern, besticht System zum einen an einem ausgeprägten Repertoire an sprachlichen Mitteln und bezüglich der Wortwahl, zum anderen fehlt ihnen nicht der Bezug zu den besungenen Aspekten, denn hier hat man es bestimmt nicht mit einer der Möchtegern-Punkband aus wohlhabendem Elternhaus zu tun.
Die musikalische Palette reicht von verrückt anmutende Stücke wie dem schrägen Opener, dem hektischen wie witzigen "DDevil" und dem verspielten "CUBErt" über typische wechselwirkende System-Songs wie "Suggestions" oder "Peephole" bis hin zu solch wegweisenden direkten Bombastern wie dem zynischen und extrem gesellschaftskritischen "Sugar", dem Sinn hinter- und Rechtfertigung erfragendem "War?" und schließlich "P.L.U.C.K.", welches mit dem Genozid an eineinhalb Millionen Armeniern (die Bandmitglieder haben dort ihre Wurzeln) anfang des 20ten Jahrhunderts aufräumt.
Desweiteren gibt es mit dem langatmigen "Mind" und dem düsteren "Spider" zwei sehr andere Songs. Ersterer erscheint sehr verzwickt, wechselt sich mit leisen Passagen und plötzlichem unerwartetem Gebrüll und Intrumentenwirbel ab. Zweiterer ist eine einzige Metapher mit einzigartig herausgearbeiteter Atmosphäre und perfekt inszeniertem Video (hier nicht vorhanden).
Bleibt nur zu sagen, dass System hier eine Perle sondergleichen geschaffen haben, die als solche ihre Jahrzehnte auch überdauern wird und bereits ansatzweise Kultstatus annimmt. Wer es nicht glaubt, überzeuge sich selbst (empfehle daher "Suite-Pee", "Sugar", "War?") oder aber bleibe aber Opportunist und Authoritätsdiener. Denn unter diesen machen sich System Of A Down sicher keine Freunde.
"How do I feel? What do I say? In the end it all goes away.."


L.d.50 +2
L.d.50 +2
Wird angeboten von London Lane Deutschland
Preis: EUR 83,18

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alles & Nichts: Die Todesdosis von Mudvayne, 4. April 2005
Rezension bezieht sich auf: L.d.50 +2 (Audio CD)
"...Yes, we are an ape with a symbiotic relationship to a mushroom, and that has given us self reflection, language, religion and all the spectrum of effects that flow from these things and one can only wonder how these hallucinogens might effect our future evolution as well..."
Wow, dieses Album ist in seiner Gesamtheit wirklich einzigartig, und das meine ich auch so, denn es lässt sich nicht mit Slipknot oder Soulfly vergleichen, wenngleich ich auch diese gern höre. Mudvayne schaffen es jedenfalls, eine ganz eigene Stimmung zu erzeugen, die ich so noch nirgends gehört habe. Als einziges Beispiel fiele mir da Mushroomhead's 'XX' ein, wo nämlich auch durch die ersten fünf Lieder (plus "Chancre Sore" & "Born Of Desire") eine exklusive horrorhaft-düstere, zugleich skurrile und psychologisch-abgrundtiefe Atmosphäre erzeugt wird. Das Motiv von 'L.D. 50' ist ähnlich, doch das Ergebnis ist natürlich ein gewollt anderes. Durch die zahlreichen Zwischenstücke (vier) erzeugen Mudvayne ein Ambiente beängstigender Zukunftsvision mit allem Grauen menschlichen Fortschritts und dessen Einflussnahme auf unser Innerstes. Im Gegensatz zu Fear Factory's sprachlichem Bild der Maschine beschwören die Mannen um Greg Tribbett die dekadenten Auswirkungen biologischer/ pharmazeutischer sowie gentechnischer Errungenschaften.
Der Opener "Dig" ist hierbei gleich wegweisend: Ein Song geladener Wut und explosiven Bombasts, der alle Ideen der Einflussnahme von irgendwem niederschmettert und die Kontrolle über das eigene Leben wieder einfordert. Mit "Internal Primates Forever" und "Under My Skin" warten Songs mit ähnlichem Kaliber, während sich der Kern des Albums mehr durch solche wechselwirkende Songs wie "-1", "Cradle", "Severed" oder "Prod" auszeichnet, die zwar nicht minder hart sind, auch nicht stupide mit Laut/Leise-Wechsel daherkommen, sondern gekonnt verschiedene Stimmungsbilder in einem einheitlichen individuellen Musikstil zu vereinen wissen. Das zeichnet das Album auch grundlegend aus und dürfte der Garant für die (zurecht) starken Einschlag Mudvaynes in der Szene sein. Andere Songs überzeugen zudem durch gemäßigte Phasen nachdenklicher Melodien mit bedrückender Grundstimmung, so zum Beispiel in der zweiten Hälfte von "Everything And Nothing" und "Pharmaecopia". Hinzu kommen mit "Death Blooms" und "Nothing To Gein" noch zwei sehr balladesk anmutende Stücke, die trotz aller Wirkung die Härte nur ein Stück weit herausgenommen haben. Als Extra gibt es hier auf der japanischen Version noch die interessanten Live-Versionen von "Cradle" & "Dig", also was will man mehr?
Anspieltipps möchte ich so eigentlich keine nennen, man sollte das Album zumindest mal aufmerksam am Stück gehört haben, um den Sinn zu verstehen und die musikalischen Rafinessen zu registrieren. Denn als Gesamtwerk get 'L.D. 50' vollends unter die Haut: nehmt es auf, oder bleibt innerliche Primaten für immer!
"Dark for fear of failure an inner gloom as wide as an eye and fermenting roiling hate death grip in my veins unveiling rancid
petals flowering forth foul nectar the space between a blink and a tear... death blooms."


Blue Tattoo
Blue Tattoo
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 15,01

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Kategorie "Nu Pagadi": oberflächlicher Text, flache Musik, 3. April 2005
Rezension bezieht sich auf: Blue Tattoo (Audio CD)
Einen Moment habe ich gezögert mit dem Urteil, ob Vanilla Ninja nun eine richtige ernstzunehmende Band seien oder in der Sparte "Kommerz goes Heavy" anzusiedeln sind. Natürlich bewahrheitete sich zweiteres. Die Lieder sind so unglaublich geradlinig und flach, man möchte es einfach nur ausmachen. Das ist wohl auch der Grund, warum man hier so oft wie nur irgendwie möglich auf die eigene Erscheinungskraft setzt, welche vom musikalisch minderwertigen Erzeugnis abzulenken gedenkt (Beispiele: das Cover, die Studiovideos). Der klägliche Versuch, professionell mit den Instrumenten zu wirken, ist ein einziger Rohrkrepierer.
Jedenfalls wirkt die gesamte Performance vollkommen durchinszeniert und künstlich, am meisten betrifft dies die eigentliche Musik. Man möchte meinen, dass dahinter mal wieder die kühl berechnete Arbeit eines Songwriter-Sklaven der Industrie steckt, soviel Distanz erfährt man beim Reinhören. Mehr als dies wollte ich nun auch wirklich nicht tun, es reichte um sich ein Urteil zu bilden. Daher bleibt mir nur zu sagen, dass mit Vanilla Ninja kein neuer Stern am Künstlerhimmel aufgeht...


L.d.50
L.d.50
Preis: EUR 12,43

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alles & Nichts: Die Todesdosis von Mudvayne, 2. April 2005
Rezension bezieht sich auf: L.d.50 (Audio CD)
"...Yes, we are an ape with a symbiotic relationship to a mushroom, and that has given us self reflection, language, religion and all the spectrum of effects that flow from these things and one can only wonder how these hallucinogens might effect our future evolution as well..."
Wow, dieses Album ist in seiner Gesamtheit wirklich einzigartig, und das meine ich auch so, denn es lässt sich nicht mit Slipknot oder Soulfly vergleichen, wenngleich ich auch diese gern höre. Mudvayne schaffen es jedenfalls, eine ganz eigene Stimmung zu erzeugen, die ich so noch nirgends gehört habe. Als einziges Beispiel fiele mir da Mushroomhead's 'XX' ein, wo nämlich auch durch die ersten fünf Lieder (plus "Chancre Sore" & "Born Of Desire") eine exklusive horrorhaft-düstere, zugleich skurrile und psychologisch-abgrundtiefe Atmosphäre erzeugt wird. Das Motiv von 'L.D. 50' ist ähnlich, doch das Ergebnis ist natürlich ein gewollt anderes. Durch die zahlreichen Zwischenstücke (vier) erzeugen Mudvayne ein Ambiente beängstigender Zukunftsvision mit allem Grauen menschlichen Fortschritts und dessen Einflussnahme auf unser Innerstes. Im Gegensatz zu Fear Factory's sprachlichem Bild der Maschine beschwören die Mannen um Greg Tribbett die dekadenten Auswirkungen biologischer/ pharmazeutischer sowie gentechnischer Errungenschaften.
Der Opener "Dig" ist hierbei gleich wegweisend: Ein Song geladener Wut und explosiven Bombasts, der alle Ideen der Einflussnahme von irgendwem niederschmettert und die Kontrolle über das eigene Leben wieder einfordert. Mit "Internal Primates Forever" und "Under My Skin" warten Songs mit ähnlichem Kaliber, während sich der Kern des Albums mehr durch solche wechselwirkende Songs wie "-1", "Cradle", "Severed" oder "Prod" auszeichnet, die zwar nicht minder hart sind, auch nicht stupide mit Laut/Leise-Wechsel daherkommen, sondern gekonnt verschiedene Stimmungsbilder in einem einheitlichen individuellen Musikstil zu vereinen wissen. Das zeichnet das Album auch grundlegend aus und dürfte der Garant für die (zurecht) starken Einschlag Mudvaynes in der Szene sein. Andere Songs überzeugen zudem durch gemäßigte Phasen nachdenklicher Melodien mit bedrückender Grundstimmung, so zum Beispiel in der zweiten Hälfte von "Everything And Nothing" und "Pharmaecopia". Hinzu kommen mit "Death Blooms" und "Nothing To Gein" noch zwei sehr balladesk anmutende Stücke, die trotz aller Wirkung die Härte nur ein Stück weit herausgenommen haben.
Anspieltipps möchte ich so eigentlich keine nennen, man sollte das Album zumindest mal aufmerksam am Stück gehört haben, um den Sinn zu verstehen und die musikalischen Rafinessen zu registrieren. Denn als Gesamtwerk get 'L.D. 50' vollends unter die Haut: nehmt es auf, oder bleibt innerliche Primaten für immer!
"Dark for fear of failure an inner gloom as wide as an eye and fermenting roiling hate death grip in my veins unveiling rancid
petals flowering forth foul nectar the space between a blink and a tear... death blooms."


Nation +5
Nation +5
Wird angeboten von samurai media
Preis: EUR 15,96

4.0 von 5 Sternen Tribe To A Nation: Eine Weiterentwicklung, 30. März 2005
Rezension bezieht sich auf: Nation +5 (Audio CD)
Wie ich meine wird diese Scheibe völlig zu unrecht (vor-)verurteilt, sie ist bei weitem nicht nur ein oder zwei Sterne wert. Natürlich ist die niederschmetternde Kritik das Resultat der nicht ganz erfüllten hohen Erwartungen an den Bandnamen Sepultura. Man sollte aber bedenken, dass das Songwriting noch verhältnismäßig jung ist (es handelt sich ja erst um das zweite Album nach dem Austritt vom Kreativkopf Max) im Gegensatz zum musikalischen Vermögen der ehemaligen Götter. Dies sind sie nun wahrlich nicht mehr, aber das trifft genauso auch auf Soulfly zu. So sollte man auch Max Cavalera seinen Teil der Schuld zuweisen, denn auf dem Höhepunkt seiner Karriere die Band fallen zu lassen und aufgrund von Empfehlungen seiner Frau und Produzentin eine Solokarriere (Soulfly = Max Cavalera, die anderen Musiker sind ersetzbar und wurden so auch des öfteren schon ersetzt) zu starten, nur um nach anfänglichem Hoch ("Primitve" war eine Macht) Nullnummern wie 'I Believe' oder 'Mars' zu veröffentlichen, ist unverzeihlich. Allerdings geht es mir hier nicht darum, Vorwürfe zu machen, sondern mehr die Erwartungen zu besänftigen. Gemessen mit anderen CDs ist diese hier sicher nicht mit der Minimalswertung zu versehen.
Nun gut, jetzt aber zum Album selbst. Der Gesang von Derrick Green ist bei weitem nicht so schlecht wie hier dargestellt, wenn auch um Längen nicht so stark wie der von Cavalera. Gemessen an anderen Szenebands allerdings möchte ich sagen, dass sie immer noch überdurchschnittlich ist. Das würde wann vielleicht eher bestätigen, wenn der Name ein anderer wäre. Ansonsten haben wir es natürlich immer noch mit drei weiteren Ausnahmemusikern zu tun. Dennoch, dem Album nutzt es zunächst nichts, es kommt nur sehr schleppend in die Gänge. Auch wenn die ersten Songs nicht gänzlich schlecht sind und hohen Wiedererkennungswehrt besitzen, rechtfertigen sie noch keinen Kauf. Das ändert sich schlagartig mit 'Vox Populi', einem stimmungsvollen Kracher, der auch live bestimmt voll reinhaut. Dann geht es auch auf hohem Niveau und mit viel Abwechslung und Einfallsreichtum weiter. Die nächsten zwei Lieder leben vom Wechsel aus gemäßigten Passagen (bei zweiterem mit Tribal-Einflüssen) und harten, aber eingängigen Refrains. 'Who Must Die?' setzt viel auf Rythmus und Groove, kommt dazu auch sehr brutal daher. 'Saga' halte ich für eines der stärksten Lieder auf der CD, nicht zuletzt wegen dem musikalisch sowie textlich tiefgründigen Chorus. Danach geht es mit zwei sehr unterschiedlich experimentellen Nummern weiter, die schwer zu beschreiben sind, am besten mal reinhören... 'Human Cause' ist ein verhältnismäßig kurzer Wutausbruch, der nicht mit Brettern wie 'Dictatorshit', 'Against' oder Soulfly's 'L.O.T.M.' mithalten kann. Zum Schluss des eigentlichen Albums noch einmal hart, einmal mystisch angehaucht slow, einmal instrumental und fertig ist das eigentliche Album.
Auf diesem Digipak allerdings geht es noch in die nächste Runde, in der zunächst drei Coverversionen von Bauhaus, Crucifix und Black Flag endgültig den Wandel des Musikstils Richtung Hardcore bestätigen. Ersterer, "Bela Lugosi's Dead" überzeugt durch eine beklemmende Grundstimmung, "Annihilation" dagegen ist eine hochkonzentrierte Abrechnung mit Imperialismus und Unmenschlichkeit, während "Rise Above" in dieser Form, wie sie hier vorgetragen wird, der einfach nur brachialste Aufruf zum Aufbäumen ist, den ich aus dem Punk-Sektor je gehört habe. Danach gibt es noch eine Demo ("Revolt") und einen Live Song ("Roots Bloody Roots"), wobei dieses Lied unter Max wirklich weitaus besser klingt als unter Derrick, das liegt aber vor allem daran, dass Max einen ganz engen Bezug zu dem Lied hat.
Also dank der Bonustracks und einer Gesamtzahl von immerhin 20 Tracks bei einer Handvoll richtiger Kracher kann man die vier Sterne bedenkenlos vergeben. Nur weiter so, und Sepultura wird wieder ganz oben sein. Rise Above!!!


Nation (Digipack)
Nation (Digipack)
Preis: EUR 18,31

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tribe To A Nation: Eine Weiterentwicklung, 30. März 2005
Rezension bezieht sich auf: Nation (Digipack) (Audio CD)
Wie ich meine wird diese Scheibe völlig zu unrecht (vor-)verurteilt, sie ist bei weitem nicht nur ein oder zwei Sterne wert. Natürlich ist die niederschmetternde Kritik das Resultat der nicht ganz erfüllten hohen Erwartungen an den Bandnamen Sepultura. Man sollte aber bedenken, dass das Songwriting noch verhältnismäßig jung ist (es handelt sich ja erst um das zweite Album nach dem Austritt vom Kreativkopf Max) im Gegensatz zum musikalischen Vermögen der ehemaligen Götter. Dies sind sie nun wahrlich nicht mehr, aber das trifft genauso auch auf Soulfly zu. So sollte man auch Max Cavalera seinen Teil der Schuld zuweisen, denn auf dem Höhepunkt seiner Karriere die Band fallen zu lassen und aufgrund von Empfehlungen seiner Frau und Produzentin eine Solokarriere (Soulfly = Max Cavalera, die anderen Musiker sind ersetzbar und wurden so auch des öfteren schon ersetzt) zu starten, nur um nach anfänglichem Hoch ("Primitve" war eine Macht) Nullnummern wie 'I Believe' oder 'Mars' zu veröffentlichen, ist unverzeihlich. Allerdings geht es mir hier nicht darum, Vorwürfe zu machen, sondern mehr die Erwartungen zu besänftigen. Gemessen mit anderen CDs ist diese hier sicher nicht mit der Minimalswertung zu versehen.
Nun gut, jetzt aber zum Album selbst. Der Gesang von Derrick Green ist bei weitem nicht so schlecht wie hier dargestellt, wenn auch um Längen nicht so stark wie der von Cavalera. Gemessen an anderen Szenebands allerdings möchte ich sagen, dass sie immer noch überdurchschnittlich ist. Das würde wann vielleicht eher bestätigen, wenn der Name ein anderer wäre. Ansonsten haben wir es natürlich immer noch mit drei weiteren Ausnahmemusikern zu tun. Dennoch, dem Album nutzt es zunächst nichts, es kommt nur sehr schleppend in die Gänge. Auch wenn die ersten Songs nicht gänzlich schlecht sind und hohen Wiedererkennungswehrt besitzen, rechtfertigen sie noch keinen Kauf. Das ändert sich schlagartig mit 'Vox Populi', einem stimmungsvollen Kracher, der auch live bestimmt voll reinhaut. Dann geht es auch auf hohem Niveau und mit viel Abwechslung und Einfallsreichtum weiter. Die nächsten zwei Lieder leben vom Wechsel aus gemäßigten Passagen (bei zweiterem mit Tribal-Einflüssen) und harten, aber eingängigen Refrains. 'Who Must Die?' setzt viel auf Rythmus und Groove, kommt dazu auch sehr brutal daher. 'Saga' halte ich für eines der stärksten Lieder auf der CD, nicht zuletzt wegen dem musikalisch sowie textlich tiefgründigen Chorus. Danach geht es mit zwei sehr unterschiedlich experimentellen Nummern weiter, die schwer zu beschreiben sind, am besten mal reinhören... 'Human Cause' ist ein verhältnismäßig kurzer Wutausbruch, der nicht mit Brettern wie 'Dictatorshit', 'Against' oder Soulfly's 'L.O.T.M.' mithalten kann. Zum Schluss des eigentlichen Albums noch einmal hart, einmal mystisch angehaucht slow, einmal instrumental und fertig ist das eigentliche Album.
Auf diesem Digipak allerdings geht es noch in die nächste Runde, in der zunächst drei Coverversionen von Bauhaus, Crucifix und Black Flag endgültig den Wandel des Musikstils Richtung Hardcore bestätigen. Ersterer, "Bela Lugosi's Dead" überzeugt durch eine beklemmende Grundstimmung, "Annihilation" dagegen ist eine hochkonzentrierte Abrechnung mit Imperialismus und Unmenschlichkeit, während "Rise Above" in dieser Form, wie sie hier vorgetragen wird, der einfach nur brachialste Aufruf zum Aufbäumen ist, den ich aus dem Punk-Sektor je gehört habe. Danach gibt es noch eine Demo ("Revolt") und einen Live Song ("Roots Bloody Roots"), wobei dieses Lied unter Max wirklich weitaus besser klingt als unter Derrick, das liegt aber vor allem daran, dass Max einen ganz engen Bezug zu dem Lied hat.
Also dank der Bonustracks und einer Gesamtzahl von immerhin 20 Tracks bei einer Handvoll richtiger Kracher kann man die vier Sterne bedenkenlos vergeben. Nur weiter so, und Sepultura wird wieder ganz oben sein. Rise Above!!!


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