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Beiträge von Stefan Schröder
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Rezensionen verfasst von
Stefan Schröder "Libraraptor" (Ostentrop, Sauerland)

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In Requiem
In Requiem
Preis: EUR 8,97

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viereinhalb Sterne!, 22. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: In Requiem (Audio CD)
Nach "Draconian Times" gab es für Paradise Lost genau zwei Möglichkeiten: Die erste heißt "One Second" und wurde 1997 denn auch prompt geliefert. Die zweite heißt "In Requiem" und erscheint eben zehn Jahre später. Das ist wieder einmal ein gutes Beispiel für die Vielseitigkeit der Briten. Statt nur einen logischen Nachfolger für ein Erfolgsalbum zu machen, liefern sie einen zweiten zeitverzögert hinterher. Ziemlich verschwurbelt, diese Meinung oder? Aber begründbar. Ohne hier auf die von der musikalischen Substanz her betrachtete indiskutable Vorgeschichte der Band eingehen zu wollen -ernst nehmen konnte man sie erst ab - frühestens - "Shades of God": - immer pompöser und pathetischer waren Paradise Lost 1995 geworden, als sie auf "Icon" "Draconian Times" folgen ließen. Und diese Rezeptur hätten sie bis heute zelebrieren können und dabei sogar viele Fans und Freunde behalten. Nein, sie schrieben das äußerst hochwertige "One Second" und wilderten brilliant im Popdschungel ("Host"). Dann allerdings verfransten sie sich auf "Believe in Nothing" und "Symbol of Life" doch etwas zu sehr in der Belanglosigkeit. "Paradise Lost" wies wieder in die richtige Richtung, und "In Requiem" ist das erste Album seit "Host", das die Band mal wieder inspiriert, interessiert und selbstbewusst zeigt. Da werden Zitate an alle Phasen der eigenen musikalischen Historie geschickt in ein modernes Klangkorsett eingeflochten. Da wird wieder die Rhythmusgitarre abgefeuert und die Doublebass verdroschen. Und dennoch kommen die leisen Töne nicht zu kurz. Das ist bewundernswert. Schubladendenker haben es halt nicht leicht heutzutage. Wer "Gothic" mit "Host" vergleicht und hört, dass beide Alben von einer Band stammen, wird schnell erkennen, dass "Band" nicht unbedingt mit "Musikstil" gleichzusetzen ist. Ich ziehe "In Requiem" allen anderen Paradise Lost - Veröffentlichungen bis auf "One Second" vor, und beide Platten sind die logische Weiterentwicklung von "Draconian Times". Klasse. Allerdings ist die Produktion von Rhys Fulber doch ein wenig zu glattgebügelt, was einen halben Punkt Abzug bedeutet.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 29, 2009 10:53 PM MEST


One Second
One Second
Preis: EUR 6,97

10 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für mich immer noch DAS PL- Album überhaupt!, 29. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: One Second (Audio CD)
"One Second" ist das erste Album, das ich von den Briten zu hören bekam. Wohl daran mag es liegen, dass ich keine Probleme damit hatte, erfuhr ich von einem offenbar erfolgten "Stilbruch" doch erst durch diverse Rezensionen dieses Meisterwerks. Nur: Was haben Paradise Lost vorher gemacht, wenn sie die Art von Musik, die auf "One Second" ertönt, doch offensichtlich am besten können? Also schnell noch das Vorgängeralbum "Draconian Times" gekauft und verglichen. Aha: Auf "Draconian Times" ging es eher um Attitüde denn um den Song an sich. Ruppige Riffs, zynischer depressiver Gesang, markante Drums und klasse Leads kombinieren sich mit einem klasse Coverartwork und das Missing Link von Metallica und Sisters Of Mercy ist komplett.

"One Second" hingegen stellt den Song in den Vordergrund. Ohne Musikeregos, ohne Selbstdarstellungsdrang und mit einem gewissen songdienlichen Altruismus zeigen Paradise Lost, dass eine Band mehr sein sollte als die Summe ihrer Teile. Und das ist ihnen vor und nach "One Second" nie mehr so gut gelungen. Gründe? Gibt es viele. Nachdenkliche, fast schon meditative Strophen münden in großartige Refrains ein ("Disappear"). Eine Pianomelodie, auf die sich ein ganzes Lied aufbaut (der Titeltrack), ungewöhnliche Lyrics ("Another Day") und vieles mehr. Vielleicht war dieses Album der eigentliche Wendepunkt der Bandgeschichte. Was danach folgte, war moderner, näher am Zeitgeist, gewiss keine schlechte Musik. Doch erst mit ihrem 2007er Werk "In Requiem" klingen PL wieder so selbstverständlich nach sich selbst wie hier auf "One Second". So ein Album schafft eine Band nur einmal in ihrer Karriere. Was danach kommt, kann naturgemäß erstmal nur "schlechter" sein, und was davor erschien, scheint heute nur noch wie die logische Vorgeschichte dieses Meisterwerkes. Wie, wenn in einer Raupe, die nur frisst und frisst, die Moleküle verrückt spielen ("Lost paradise", "Gothic", "Shades Of God"), das Ganze schließlich zur Puppe wird ("Icon"), die eine gewisse Ruhepause als Reifungszeit braucht ("Draconian Times"), und heraus kommt ein wunderbarer, filigraner aber kräftiger, gesunder Schmetterling ("One Second"). Der erste Sonnentag im Leben des Schmetterlings samt melancholischem Sonnenuntergang kommt ("Host"), es begegnen ihm die ersten "Konkurrenten", es wird turbulent, aber das Leben ist nach wie vor schön (Bienen, passenderweise auf dem Artwork zu "Believe in Nothing" vorhanden), der Schmetterling fliegt durch Gewitter ("Symbol Of Life") und Sturm ("Paradise Lost"), bis er schließlich stirbt ("In Requiem").

Das ist die Geschichte von Paradise Lost und auch die Tragik, die Paradise Losts Biographie seit Mitte der Neunziger zu begleiten scheint. Wirklich Herausragendes kam nicht mehr, die Fanbasis war verschreckt und bekam mit "Host" den endgültigen Gnadenschuss. Ein neues Publikum hatten PL noch nicht erschlossen. Wie denn auch? Vergleicht alleine mal die Cover von "Lost Paradise" und "Host". Das eine für dumpfe langhaarige, mayonaisebeschmierte Metalprovokateure ohne Sinn für Ästhetik. Das andere für unterlippengepiercte Anhänger der 2schwarzen" Szene. Warum ich dies hier alles in der Rezension zu "One Second" verbrate? Weil genau diese Scheibe der einzige Ausgangspunkt ist, von dem aus man Paradise Lost zu verstehen beginnt. Weder in der Rolle der "Gothic" Erfinder (ähem, "Gothic" eben) noch in der Rolle der "härteren" Oasis ("Believe In Nothing") haben sie mir sonderlich gefallen. Sicher, "Icon" hatte Charme. Und "Symbol Of Life" ist beileibe kein schlechtes Album. Es ist zum Verzweifeln. "One Second" Teil hätte alles noch verschlimmert. Aber etwas ganz anderes ("Host") hat das eben auch bewirkt. Und seitdem kränkeln PL aus Angst vor ihrer eigenen Identität. Die schimmert immer und zu jedem Zeitpunkt zwischen den Zeilen hindurch, aber kommt zu selten wirklich souverän heraus. Und das ist auf "One Second" anders. Kurzum: "One Second" ist für mich der Dreh- und Angelpunkt in Paradise Losts Historie. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das noch einmal ändern wird.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 7, 2016 1:04 PM MEST


Der Gesang des Dodo: eine Reise durch die Evolution der Inselwelten
Der Gesang des Dodo: eine Reise durch die Evolution der Inselwelten
von David Quammen
  Taschenbuch

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Reise, die sich lohnt!, 29. Mai 2007
dieses Buch bietet: - eine für 19,95 Euro sehr günstige Weltreise - Einblicke in die Geschichte des Lebens - Einblicke in die Geschichte der Erforschung des Lebens - Unterhaltsame und spannende Expeditionen - skurrile Wissenschaftler - noch skurrilere Lebensformen - einen gut verständlichen Ausflug in die Biogeographie - interdisziplinäre Streifzüge. Und das alles in einer unwiderstehlichen Mischung mit einem dieser Mischung entsprechenden unwiderstehlichen Schreibstil. Das dicke Taschenbuch hat 974 Seiten, und es ist eines dieser Bücher, bei denen man sich ärgert, wenn man mal wieder - aufs Klo - etwas Essen - oder schlafen muss. Das alles macht selbstverständlich fünf Punkte, verbunden mit einer Kaufempfehlung!


Anleitung zum Männlichsein
Anleitung zum Männlichsein
von Andreas Lebert
  Gebundene Ausgabe

12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Raus aus der Passivität - ein längst überfälliger Weckruf, 9. Mai 2007
Zwei Brüder schreiben ein Buch über die Männlichkeit. Einer sieht aus wie der Typ von den Flippers, der immer diese albernen Hawaiitrommeln missbraucht - nur ohne Haare (vermutlich,weil er zu seinem Testosteronhaushalt steht). Der andere hat in seinem Lächeln das gewisse Etwas eines Hannibal Lecter. Ein seltsamer Kontrast, oder?

Männliche Weichflöten, die in diesem Buch einen Instantratgeber vermuten und erwarten, dass sich die vergilbte Jogginghose nach der Lektüre schon von selbst auszieht, gehören jedenfalls nicht zur Zielgruppe. Das Buch ist auch keine vergeistigte, esoterisch angehauchte Abhandlung über das "Männliche im Lebewesen" für barfüßige Therapeuten in seidenen Hausanzügen. Im Gegenteil: Mann soll selbstständig werden, lieber irgendetwas tun als gar nichts mehr und nicht die Hände in den Schoß legend der Dinge harren. Die Gebrüder Lebert erwarten schon etwas mehr vom Leser: Das Verlassen der eigenen Komfortzone, den Erwerb von Eigenschaften fern der verbreiteten Eigenschaftslosigkeit. Mann muss sich wieder abgrenzen, sich wieder lächerlich machen können, sich in den Alltag stürzen, am Leben teilhaben. Und nicht in einer Festung von Macht, Anerkennung und Sehnsucht nach Beifall innerlich verkümmern. Dieses Buch habe ich innerhalb von vier Stunden in einem Rutsch durchgelesen und verstehe es als eine Art Weckruf, als energisches "Hallo Wach?" an die Männer dieses Landes. Dann ginge es vielleicht auch mal wieder aufwärts.


Star Wars: Anatomie einer Saga
Star Wars: Anatomie einer Saga
von Laurent Jullier
  Taschenbuch

15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Metapher "Anatomie" ist perfekt gewählt., 11. April 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Star Wars: Anatomie einer Saga (Taschenbuch)
Zwei Textausschnitte zum Beginn, damit jeder sofort ahnt, mit welchem Kaliber er es hier zu tun hat. "Für gewisse Liebhaber der Materialität des fotografischen Films oder der vollständig analogen Künste bleibt noch das ästhetische oder philosophische Problem, das der Einsatz von Retuschierung und Synthese stellt." (Seite 91) und "Auch wenn eine solche Konzeption die Verfechter einer wirklichkeitsfremden Ästhetik zur Verzweiflung bringt, so gehen wir doch mehrheitlich ins Kino, um Emotionen zu empfinden, und zwar vorzugsweise jene, die nicht durch Alltagserfahrungen ausgelöst werden." (Seite 34). Vorsicht: Das sind bei weitem nicht die heftigsten Sätze dieses Buches!

Dieses Buch macht Spaß. Der Autor betrachtet das Phänomen Star Wars wissenschaftlich (!) und bleibt bei dieser umfassenden Analyse weitestgehend innerhalb dessen, was tatsächlich auf der Leinwand zu sehen ist. Die Metapher "Anatomie einer Saga" zu wählen zeugt vom hohen Sachverstand Julliers, denn tatsächlich scheint er mit schonungsloser Offenheit die Filme zu sezieren. Jullier zerlegt die Saga sehr gründich in ihre Einzelteile. Er wertet se nicht ab, er macht aber auch Star Wars nicht größer, als es ist, so wie unzählige andere Bücher es bis heute tun. Eine Zeitlang ist man während und nach der Lektüre als echter Fan wie betäubt. Jullier zieht die Filme aus und entblößt sie. Er sucht und findet Erklärungen für die Popularität, wertet sie im Licht der Zeit, in der sie erschienen aus und entdeckt somit auch, wie und warum sich erste und zweite Trilogie so grundlegend voneinander unterscheiden.

Jullier wertet die Saga einerseits "in sich" aus, das heißt, er bleibt engstmöglich im "Text", indem er diesen mit Parallelen aus Film und Literatur (Ben Hur, Flash Gordon und vieles, vieles mehr) vergleicht. So hält er der Saga schonungslos den Spiegel vor. Andererseits betrachtet er die Saga im Licht der auf sie eingeprasselten Kritiken, Lobhudeleien und anderer bedeutender Werke und schämt sich dabei nicht einmal, Goethes "Faust" miteinzubeziehen. Dieses Buch war längst überfällig: Ein Wek, das Star Wars ernst nimmt, ohne es zu glorifizieren. Ein Werk, das außerhalb all dessen steht, was Fans zur Saga beigetragen und über sie geschrieben haben. Ein Werk, das George Lucas auch mal "unters Röckchen" schaut, ohne die ewige Ehrfurcht, die man ihm entgegen bringt. Denn irgendwie - das ist meine persönliche Meinung - hat diese Saga sich selbst geschrieben.

"Star Wars. Anatomie einer Saga" ist eine nüchterne, ernsthafte und umfassende Metaanalyse der sichtbaren Filme selbst, nicht des Fandom und nicht des Expanded Universe. Selbstverständlich schluckt man als Fan gelegentlich, denn vor einigen "Schntzern" und Wissenslücken ist selbst Jullier nicht gefeit: Einen "Dark" Sidious gibt es nicht. Und das Muster im Gesicht von Darth Maul entspricht nicht dessen natürlcher Pigmentierung, sondern ist tätowiert (Jullier ist sich ncht sicher). Aber das ist Erbsenzählerei und fällt nur einem Freak auf. Und eben ein solcher ist Jullier nicht: Er respektiert die Saga in seiner Funktion als Anatom, der sie sorgfältig auseinander nimmt. Und das entbehrt manchmal auch nicht einer gewissen Komik. Denn - hey - Star Wars is vor allem Unterhaltug und Spaß. Aber auch diese - meine - Meinung wird in diesem Buch analysiert.


Volk. Limited Hardbook Edition
Volk. Limited Hardbook Edition

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es ist interessant anzuschauen,, 27. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Volk. Limited Hardbook Edition (Audio CD)
auf wievielen Ebenen dieses Werk agiert. Es geht als Unterhaltung locker durch, weil der Sound doch überwiegend und ach untypisch für Laibach ziemlich leicht is Ohr geht. Die Melodien sind wieder näher am Pop als noch beim martialisch eingehämmerten Vorgänger "WAT".

Doch "Volk" ist mehr als Unterhaltung. Die Doppeldeutigkeit des Begriffes ("Volk" heißt übersetzt Wolf und unübersetzt hat es schon seit langem einen negativen Beigeschmack) ist eine zielsicher gewählte Provokation. Und überhaupt: Sich der Nationalhymnen einzelner Länder zu bedienen und aus diesen heraus subtile Pophymnen zu entwickeln entbehrt nicht eines gewissen Genies, das Laibach schon immer besaßen. Was in der Überspitzung von beispielsweise Queens "One Vision" oder OpusŽ"Life is Life" begann und sich bei "Jesus Christ Superstar" noch mehr fortsetzte, mündet nun, na sage ich mal, in einer "kommentierten Nationalhymnensammlung". Laibach halten den Ländern den Spiegel vor So beginnen sie beispielsweise Amerikas Hymne mit ordentlichem, an Maschinengewehre erinnerndem Geballere, bevor sie im weiteren Liedverlauf zur tiefen Melancholie greifen. Alleine "America" zeigt die unnachahmliche Fähigkeit Laibachs, den Pop zu kommentieren, zu dem ja neuerdings auch Europa selbst verkommen ist. So ist das Album sowohl in sich selbst schlüssig als auch, politisch gesehen jedenfalls, ein Werk, das jeder Europapolitiker einmal gehört haben sollte. Die Queen jedenfalls würde bei "Anglica" vom Hocker fallen, da bin ich mir sicher.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 29, 2013 10:22 PM MEST


Eine kurze Geschichte von fast allem
Eine kurze Geschichte von fast allem
von Bill Bryson
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitlose populärwissenschaftliche Literatur, 27. März 2007
Ich mag Bücher wie dieses unheimlich und empfehle "EIne kurze Geschichte von fast allem" bedingungslos jedem, der sich für den Lauf der Wissenschaftsgeschichte interessiert. Bereits der Titel ist ironisch und nimmt einem jegliche Scheu, weil der Autor es spielend schafft, dass der Leser sich mit ihm als Außenstehender identifiziert. Besonders gefällt an diesem Buch die lockere und dennoch sachliche Weise, in der von der Entdeckung der Radioativität über die Geschchte der Geologie bis hin zur Biologie und vielem mehr berichtet wird. Etwas abseits vom Wissenschaftsbetrieb stehend, kann der Autor es sich leisten, einen humorvoll-ironischen und trotzdem ernsthaften Blick auf Einstein und co. zu werfen. Natürlich ist dies hier keine strenge Monographie- es ist bestes, zeitloses Scientainment und hat die fünf Sterne locker verdient.


Dead Again
Dead Again
Preis: EUR 14,98

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ursprünglich und ausufernd., 16. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Dead Again (Audio CD)
Type 0 Negative hätten es sich so einfach machen können. Die Fans hatten sich an easy Melodien gewöhnt. Statt dessen nun das. Diese Platte kommt dem Ur - Sound von Type O Negative aus den frühen Neunzigern wieder ziemlich nahe. Einzelne Lieder zu nennen wäre sinnlos, da die Songs mal wieder überwiegend selbst kleine Mini - "Platten" sind.

Kein songorientierter "feuchte - Höschen Gothic" á la "October Rust" mehr, keine zähen Lava - Riffgebirge wie auf "World Coming Down" und auch keine gelegentliche Orientierungslosigkeit wie auf "Life is Killing Me". Statt dessen kaum Schnörkel, Type 0 Negative kehren zu ihren Wurzeln zurück. Ausufernde Soundcollagen, an Jamsessions erinnerndes Songwriting, mal eine Gastsängerin. Steele schreit mal wieder so herrlich wie seit "Slow, Deep and Hard" - Zeiten nicht mehr, die Platte kann diesen aggressiveren Anstrich gut vertragen. 2007 heißt es für Type 0 Negative also ganz klar: Weg vom Zuckersüßen, Eingängigen, aber auch weg vom ganz Unerschließbaren, eher schon zurück zum Sperrigen, Opernhaften und zu einer erfrischenden Spielfreude. Ein durchaus mutiger Schritt, der gefällt.


Rock the Rebel/Metal the Devil
Rock the Rebel/Metal the Devil
Preis: EUR 9,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Volbeat die zweite, 25. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Rock the Rebel/Metal the Devil (Audio CD)
Am eigentlichen Rezept der Dänen hat sich auf ihrem zweiten Longplayer wenig geändert: Höllischer Groove, fantastische Melodien, eine anspruchsvolle Mischung aus Rock, Metal und Country. Allerdings gehen Poulsen und seine Mannschaft anno 2007 selbstbewusster damit um als beim nichtsdestotrotz sensationellen Debüt. Es macht Spaß, Volbeat zuzuhören. Gänsehaut ist garantiert, wenn die Jungs beispielsweise in "The Gardens Tale" erstmal die Taschentücher auspacken lassen, um dann fett grinsend in einen ebensofetten punkigen Rhythmus zu verfallen. Einfach genial! Volbeat haben es schon jetzt geschafft, sich einen ganz eigenständigen Sound zuzulegen, was hauptsächlich an Michael Poulsens Überstimme liegt. Diese pendelt souverän zwischen Elvis in Bestform und Keith Caputo in seinen Glanzzeiten. Also: Meine absolute Kaufempfehlung geht an alle, die sich für simplen, groovigen und bisweilen sentimentalen Metal interessieren. Diese Platte macht süchtig.


Flugsaurier: Pterosauria
Flugsaurier: Pterosauria
von Peter Wellnhofer
  Taschenbuch

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Knochentrocken, 30. Januar 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Flugsaurier: Pterosauria (Taschenbuch)
Und auch nicht mehr ganz aktuell ist "Pterosauria" vom renommierten Experten Peter Wellnhofer. Denn dieses Buch ist ein unveränderter Nachdruck des Originals, das 1984 in der Neuen Brehm Bücherei erschien. Und so fehlen neue faszinierende Riesenflugsaurier wie Quetzalcoatlus oder der skurrile Tapejara. Trotzdem: Das Buch hebt sich wohltuend ab von den in Mode gekommenen und durchaus faszinierenden populärwissenschaftlichen Abhandlungen, die es über die Reptilien des Mesozoikums gibt. Als Sammler urzeitlicher Bücher kenne ich beide Extreme: Die spekulative Ausbreitung ganzer mesozoischer Ökosysteme (z.B. "Walking with Dinosaurs") vor dem Auge des Lesers sowie die im wahrsten Sinne des Wortes knochentrockenen Abhandlungen (z.B. "Die Dinosaurier" von Hartmut Haubold). Meine Meinung zu diesem Phänomen? Man darf spekulieren, wenn man die Basis nicht außer acht lässt. So sind Dinosaurier und die leider in ihrem Schatten stehenden Flugsaurier fester Bestandteil der Popkultur und des Scientainments, aber zunächst und vor allem als versteinerte Überreste ausgestorbener Lebewesen Gegenstand der Wissenschaften Geologie, Paläontologie und Anatomie. Beide Betrachtungsweisen sind notwendig, doch darf man die Arbeit, die den Spekulationen erst einen Rahmen gibt, niemals vernachlässigen. Und das vorliegende Buch ist das Ergebnis solcher Fleißareit, die allergrößte Achtung verdient.


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